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Vorab: ich möchte nicht, dass diese Geschichte in irgendeiner Form ohne meine Zustimmung irgendwo gepostet wird. Links zu dieser Seite kann jeder gerne machen, alles andere muss VORHER (!!!) mit mir besprochen werden. PS: Ich hasse es, meine Fanfics mit so einem Unsinn verunstalten zu müssen, aber was soll man machen..?

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Chapter 02 – Approach.



Morgens wachte Bulma noch mit dem Gefühl von seinen Händen auf ihrem Körper auf, mit seinen Küssen auf ihren Lippen. Vegeta war bereits nicht mehr da, sie lag alleine in ihrem Bett.

Sie erinnerte sich daran, wie sie irgendwann mitten in der Nacht erschöpft in seinen Armen gelegen war, daran, wie beschützt und zufrieden sie sich gefühlt hatte. Wie sie seinem Herzschlag gelauscht hatte. Sie hatten nicht ein Wort miteinander gesprochen.

Und jetzt war er weg. Bulma wusste, dass aus dieser Sache nichts ernstes werden würde. Aber trotzdem bereute sie es nicht. Sie bedauerte nur eins, nämlich dass Vegeta so verschlossen war; zu verschlossen, um sie jemals in sein Herz zu lassen. Weil sie ihn nämlich hätte lieben können. An jenem Morgen fühlte sie es ganz deutlich.

Das Gefühl ließ nur langsam nach, es blieb bei ihr und spendete ihr Trost und Wärme als sie aus dem warmen Bett aufstand und sich duschte, sich anzog und versuchte, das Esszimmer aufzuräumen.

Erst als sie ihm abends begegnete, und er sie ansah, als wäre niemals etwas passiert, als wäre es ihm gleichgültig, ließ es langsam nach. Sie war nicht traurig, denn es hatte gar nicht anders kommen können. Es war eine schöne Nacht gewesen und damit war es gut. Bulma hatte noch nie was gegen unverbindlichen Spaß gehabt und sie hakte die Nacht einfach als „wilde Sexnacht die sie gebraucht hatte" ab.





Ein paar Wochen lang passierte nichts weiter. Vegeta hielt sich bedeckt, wich ihr aus so wie er es auch vorher schon getan hatte. Bulma hatte sich entschieden, niemandem von dem kleinen Geheimnis zu erzählen, sie ahnte auch, dass es Vegeta nicht recht gewesen wäre. Außerdem konnte sie gut auf ungläubige Nachfragen und verständnislose Blicke verzichten.

Wenn sie ihm jetzt begegnete, war sie nicht mehr nervös. Wenn er in den Raum kam, lächelte sie ihm freundlich zu, auch wenn sie wusste, dass sie keine gleichgeartete Reaktion erwarten konnte. Irgendwie tat er ihr leid, denn sie hatte seine Einsamkeit gespürt, er war genauso alleine wie sie, nein, noch viel mehr. Sie hätte sich gern zumindest mit ihm angefreundet, aber er war einfach zu distanziert. Aber sie hatte ihn gern.

Innerlich hatte Bulma das Thema Vegeta praktisch abgehakt, da schaffte der Saiyajin es, sie zu überraschen. Es war eine ganz gewöhnliche Nacht, alle in der Capsule Corporation schliefen schon und Bulma hatte sich nach einem erfolglosen Rendezvous auch gerade hingelegt. Unerwartet klopfte es an der Tür.

Aber wirklich überrascht war Bulma erst, als die Tür aufging und Vegeta urplötzlich im Zimmer stand. Sie war sogar so überrumpelt, dass sie vollkommen vergaß, dass sie nur ein winziges, fast durchsichtiges Nachthemd anhatte. Nicht, dass er sie nicht schon nackt gesehen hätte...

„Vegeta-kun!", sagte sie und lächelte ihn freundlich an.

Ihr wurde etwas mulmig zumute, als er die Tür hinter sich schloss. Er kam wortlos an ihr Bett und sie begriff, dass er nicht gekommen war, um zu reden. Einen Moment lang stand er bewegungslos an der Bettkante, so als wollte er ihr Gelegenheit geben, ihn aus dem Zimmer zu werfen, dann legte er die Hand auf ihren Hinterkopf und küsste sie. Er tat das so selbstverständlich, dass es fast schon unverschämt war, aber es war es wahrscheinlich gewohnt, zu kriegen was er wollte. Und da Bulma auch nicht abgeneigt war, wehrte sie sich nicht. Wie schon ein paar Wochen zuvor schaltete sich ihr Verstand quasi aus. Mit Vegeta zusammen zu sein war atemberaubend, sie konnte es einfach nicht ändern.

Seit diesem Abend kam Vegeta mehr oder weniger regelmäßig zu ihr, jedes mal nur für eine Nacht. Er sprach dabei kaum mehr als bei den ersten beiden Malen, und am Morgen war er verschwunden. Trotzdem hatte Bulma das Gefühl, ihm ganz langsam, Stück für Stück, näher zu kommen. Nicht nur er kam zu ihr, nach einer Weile ging es auch umgekehrt, wenn Bulma sich in Stimmung fühlte, dann ging sie zu ihm; er schickte sie nie weg.

Vegeta war wirklich ein schwieriger Mensch, aber endlich erfuhr sie etwas mehr über ihn. Teilweise Dinge, die sie ohnehin schon gewusst oder wenigstens vermutet hatte, beispielsweise die Tatsache, dass er rücksichtslos und egoistisch war, ein Liebhaber der im Grunde auf ihre Bedürfnisse wenig Rücksicht nahm (aber da sie trotzdem auf ihre Kosten kam, war das kein Problem für sie).

Andererseits aber eben auch Dinge, die sie überraschten. Zum Beispiel die Art, wie er sie anfasste. Sie hatte einem Krieger wie ihm nur grobe Berührungen zugetraut, aber seine Hände konnten richtig sanft sein. Und wenn er sich wohlfühlte, wirklich wohlfühlte, dann schnurrte er, fast wie eine Katze. Sie hatte es nach ein paar Nächten mit ihm gemerkt, als sie mal nicht sofort vor Erschöpfung eingeschlafen war. Sie hütete sich natürlich, ihm das zu sagen, aber sie fand diese Eigenart äußerst anziehend.

Überhaupt hatte sich in den Wochen, während er immer wieder in ihr Zimmer kam, ein Gefühl für ihn entwickelt. Es war schon mehr als Zuneigung, aber Liebe konnte es nicht sein... oder? Immerhin kannte sie ihn trotz allem immer noch kaum. Aber dass sie ihn gern hatte, gern in seiner Nähe war, ließ sich nicht leugnen. Bulma hörte auf, Dates auszumachen oder sonst wie nach einem Ersatz für Yamcha zu suchen. Was sie mit Vegeta hatte, reichte ihr, obwohl sie manchmal, in sentimentalen Momenten, wünschte, es wäre mehr.





Es war eine dieser Nächte, in der Vegeta zu ihr gekommen war. Bulma hatte es geschafft, nicht sofort einzuschlafen und kroch auf der Suche nach etwas Wärme zu ihm und kuschelte sich an ihn. Normalerweise hätte er diese Art von Zutraulichkeit nie toleriert, aber in diesen speziellen Nächten war es, als suchten ihre beiden Herzen nach ein wenig Vertrautheit. Nur deshalb ließ er es zu, dass sie den Kopf an seiner Brust legte und seinem Herzschlag lauschte.

Zwar war sie müde, aber heute Abend wollte sie etwas mehr Nähe schaffen. Leise fragte sie ihn: „Wirst du die Erde wieder verlassen?"

Es war ein Wunder, dass er überhaupt antwortete. „Wohin könnte ich denn noch gehen?" fragte er bitter. Es war das erste mal, dass sie miteinander sprachen.

Bulma schloss die Augen und sagte tapfer: „Wenn du willst, kannst du bleiben... für immer. Das hier kann dein zu Hause werden."

„Ich brauche kein zu Hause.", grollte er.

Sie hatte es geahnt. Aber sie wäre nicht Bulma Briefs gewesen, wenn sie so schnell aufgegeben hätte. „Ich wollte nur, dass du weißt, dass du hier immer willkommen bist. Dass es jemand gibt, der dich gern hat."

„Du hast mich gern?", fragte er, aber ohne Emotion in der Stimme. „Du kennst mich nicht, Onna."

Sie schmiegte sich noch enger an ihn. „Vielleicht.", gab sie zu und gähnte. „Aber ich würde dich gerne kennen." Ihr fielen schön langsam die Augen zu. Bei ihm zu sein war so schön warm und gemütlich, und sie war so wunderbar erschöpft.

Sie hatte gar keine Antwort mehr erwartet, da sagte er ganz leise: „Dann würdest du mich hassen."

Bulma wusste schon gar nicht mehr was sie sagte, als sie verschlafen antwortete: „Nein. Dann würde ich dich lieben..." Ihre Augen fielen zu und sie gähnte noch mal. Sie wusste nicht, ob das schon zu ihrem Traum gehörte, als sie fühlte, wie er seinen Arm um sie legte und näher an sich heranzog. Irgendwas war doch anders. Obwohl sie kaum miteinander redeten, waren sie einander doch näher gekommen. Die Zukunft sah gar nicht mal so schlecht aus...



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Teil 1 von: Faith's Gedanken über Vegeta!

Ich glaube tatsächlich nicht, dass die Affäre zwischen Bulma und Vegeta von Anfang an was mit Liebe zu tun hatte. Ich meine, wir sprechen immerhin über Vegeta! Ganz davon abgesehen, dass es sich hier um einen Saiyajin, einen Krieger handelt, dessen einziger Lebenszweck es ist, Son Goku zu übertreffen, ist Vegeta ganz besonders abgeneigt, wenn es um solche Gefühle geht. Ich will nicht sagen, er wäre gefühlskalt, denn das stimmt nicht – er kann sogar sehr gefühlvoll sein, allerdings immer in die selbe Richtung: Wut, Hass, Zorn. Er hat als junger Prinz sicher nie gelernt, sein Temperament im Zaum zu halten (was die meisten Vegeta-fans, mich eingeschlossen, so anziehend finden).

Jedenfalls muss man bedenken, dass er praktisch die entscheidenden Jahre seiner Kindheit unter der Herrschaft von Freezer verbracht hat. Ich bezweifle, dass es im Raumschiff des Ice-jin viele positive Einflüsse für einen sowieso schon arroganten, kämpferischen Saiyajin-Jungen gegeben hat. Freezer hat Vegeta sozusagen zum Töten abgerichtet, und ihm damit jede Chance auf wenigstens etwas „Menschlichkeit" (im übertragenen Sinne) genommen. Es ist ein Wunder, dass Vegeta nach all dem was er erlebt hat, noch bei Verstand ist und sich so etwas wie einen guten Kern bewahrt hat. Allein dafür muss man ihn schon lieben (ok, das war jetzt ein ganz und gar subjektiver, unprofessioneller Satz..). Aber mit Freezer werde ich mich in späteren Kapiteln noch ausgiebig befassen.

Jedenfalls, zurück zur Liebesgeschichte. Trunks, genauer gesagt Mirai no Trunks, deutete da mal so was an. Bulma hat Yamchu verlassen, und da Vegeta grade bei der Hand war... Klingt wohl eher nicht nach romantischer Liebesgeschichte. Ich denke, das ist anders entstanden, aber das werde ich erst in den nächsten Kapiteln zeigen...

Also dann, auf bald!

Faith

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