- Das Buch der Woche -

Harald Töpfer und der Gefangene von Alkiban

von Johanna Katharina Rohling

Yeah, hier ist er endlich: Der dritte Teil der beliebten Harald Töpfer - Saga. Und davon handelt der neue Bestseller:

Natürlich weiß Harald nicht, dass das Zaubern in den Ferien prinzipiell erlaubt ist, darum tut er es lieber nicht. Als er dann jedoch versehentlich aus einer Mücke einen Elefanten macht, geht seine Tante an die Decke. Harald bekommt es mit der Angst zu tun und flüchtet in einen Bus. Er hat den Plan, sein gesamtes Geld abzuheben und sich damit in die Karibik abzusetzen. Doch plötzlich hebt der Bus ab und Harald merkt: Er ist in eine Falle getappt. Der Fahrer des Busses teilt ihm mit: "Ich bin der fahrende Ritter ! Ich bringe dich jetzt zu Mr. Futsch, dem Zaubereidiktator !! Er wird dich bestrafen !!!" Und ab geht es Richtung London.

Eigentlich ist es ganz gut, dass Harald sich nicht in die Karibik absetzen konnte. Denn dort wäre er auf seinen schlimmsten Feind und ehemaligen Parteifreund getroffen. Ja, Sie hören richtig: Du-rätst-nicht-wer macht Urlaub und während er in der Karibik den kleinen Kräuterhexen nachstellt und mit den Meerjungfrauen am Strand den Hula-Hula tanzt, muss sein Agent daheim im kalten Zaubererland gegen Wind und Wetter und Krummhirn den gekaterten Tiger ankämpfen. Denn dieser Agent, Pete Petitgrew, ist eine kleine Ratte und steht seinem Cheffe in punkto Gerissenheit nichts nach. Denn er macht sich über Du-glaubst-nicht-wen lustig und schreibt ihm jeden Morgen folgenden Text: "Alles läuft nach Plan. Harald Töpfer ist so gut wie tot.". In Wirklichkeit aber vertreibt er sich die Zeit mit dem kleinen Zaubermäuschen aus dem Zaubertrankkerker. So bekommt er einen guten Draht zu Professor Schnaps, der gerade ein bißchen sauer ist. Genau wie der Zaubertrank, den er für Sherlock Lupin, den neuen Lehrer auf der Hexenpenne, gebraut hat. Er will ihn vergiften, denn Sherlock Lupin hat ihm mal einen harmlosen Lausbubenstreich gespielt, wegen dem er fast gestorben wäre. Professor Schnaps ist nachtragend. Nun soll es Lupin an den Kragen gehen und da sind Harald und seine Freunde und Verehrerinnen natürlich mit von der Partie, denn sie wittern Freistunden.

Doch zurück an den Anfang der Geschichte: Harald wird in London abgesetzt und kann den gierigen Klauen des Zaubereidiktators Mr. Futsch mit einem kleinen Trick entwischen. Er flüchtet nach Schloss Schweinewarz und als Futsch das merkt will er schnell nach Schweinewarz apparieren um Harald abzufangen. Doch man kann nicht auf das Gelände von Schweinewarz apparieren und es kommt zum Unglück: Futsch bleibt mitten im Apparieren hängen, verheddert sich in einem vierdimensionalen Netz aus Vanillesoße und landet schließlich nach jahrelanger Odysee durch die verschiedenen Dimensionen fünf Minuten später irgendwo in der Karibik.

Nun geht für Harald, Ronny und Herr Mine der Schulalltag wieder los. Das bedeutet natürlich auch, dass Harald wieder Kwittitsch spielen muss. Kwittitisch ist eigentlich wie Fußball - nur das alles erlaubt ist. Manche Leute vergleichen es auch mit Basketball - nur das alles erlaubt ist. Oder mit Curling - nur das alles erlaubt ist. Regeln gibt es nicht, weil die sich eh keiner merken kann. Tore oder so befanden die Erfinder des Spiels als nutzlos - "Das Ziel ist das Spiel". Gewinnen tut, wer als letzter stirbt. Harald ist noch nicht gestorben also ist er ziemlich gut. Zweitrangig gibt es beim Kwittitsch natürlich auch einen Ball - aber das würde jetzt zu weit führen...

Die Ruhe ist trügerisch, bald wird das Buch lesenswerter. (Sie könnten theoretisch die ersten 87 Seiten überspringen und auf Seite 88 anfangen, vorher passiert sowieso nichts.) Denn Schirius Schwarz, der berüchtigte Taschendieb und Massenmörder hat sich aus dem Gefängnis Alkiban herausgezaubert und ist nun auf der Suche nach Harald Töpfer. Das erfährt Harald erst später von Professor Bummelbo, der aber nicht sagen kann woher er das weiß und damit macht er sich sehr verdächtig...

Was niemand wissen kann und was auch im Buch nicht erwähnt wird: Pete Petitgrew ist in Wirklichkeit keine Ratte sondern eine Wermaus. Die Bewohner von Schweinewarz müssen jede Nacht Angst haben weil entweder der kleine Pete den Vollmond anpiept oder Schirius Schwarz durch das Gebäude schlafwandelt und dabei Sätze murmelt wie "Da wartet eine Rache darauf, genommen zu werden..." und "Rache ist süß und Schnaps ist sauer...". Gemeint ist natürlich Professor Servus Schnaps und seine zaubertrankgestählte Klonratte, die nur auf ihren Einsatz wartet. Das Motiv: Rache. Denn nachdem Schnaps Sherlock Lupin erledigt hat, knöpft er sich sogleich seinen nächsten Feind vor: Harald I. Töpfer, also Haralds Vater. Denn dieser hatte ihm mal das Leben gerettet, klar, daß Schnaps da sauer war.

Gemeinsam mit seinen Freunden Ronny, Hermine und der Karte des Rumschleimers betreibt Harald ein Geflecht aus Verrat, Feigheit, Rache und Verleumdung. Er stellt entsetzt fest, daß sein Vater ein Hirsch war und zweifelt an seiner Identität. Als er sich dann auch noch selbst durch den Garten von Rubelus Harbicht rennen sieht, flippt er aus.

Am Ende wirft Harald versehentlich eine Sanduhr aus dem Regal von Professor Bummelbo und dadurch gerät die Zeit durcheinander : Er ist wieder bei den Dusslies und diesmal vermeidet er es, seine Tante zu verärgern. Dadurch passiert das alles nicht mehr und Harald gewinnt jede Woche im Lotto. Mit dem Geld kauft er sich eine Reise in die Karibik und alles wäre bestens...

...wenn da nicht Du-riechst-schon-wer wäre, der erst zu diesem späten (oder frühen ?) Zeitpunkt braungebrannt in die Handlung einsteigt. Er wundert sich ein wenig, als Harald plötzlich am Strand von Hogus Meadas auftaucht und ein paar Dementoren zum Wetttrinken herausfordert. Als dann auch noch Schirius Schwarz, Sherlock Lupin, und Professor Schnaps hinzustoßen, gibt es ein lustiges Wiedersehen und Harald wird so besoffen, daß er überall schwarze Hunde sieht.

Dieses Buch können Sie kaufen für... - was ? Ach so, ich muss noch Spannung erzeugen... gut, lass mal sehen...: Rubelus Harbicht sitzt in der Patsche. Sein Haustier, der Hippokeif Seidenmaul, hat während einer besonders langweiligen Unterrichtsstunde Draco Malpfui vertickt und soll dafür nun hingerichtet werden. Kann Hermine das drohende Schicksal abwenden, indem sie Professor Treloni befragt ?
Nein.
Oh, jetzt habe ich es verraten.
Naja, war auch nicht so wichtig.

Das Buch "Harald Töpfer und der Gefangene von Alkiban" muss man einfach gut finden, die Autorin Johanna Katharina Rohling droht sonst mit einer Fortsetzung. Es kostet 29,90 Euro, erscheint ab und zu im Carllsson Verlag und hat dort neuerdings eine neue Internetadresse, die ganz neu ist: www.harald-töpfer.de .

PRESSESPIEGEL:

„Ich kann dieses Buch nur empfehlen !" JOHANNA KATHARINA ROHLING, BUCHAUTORIN

"So ein Blödsinn ! Es gibt keine Zaubererwelt ! Wie kommt ihr Muckel auf so einen Quatsch ?" ANONYM

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