Kapitel 2: Kite's Geschichte und Arktos
Die beiden gingen happy an den Tisch zurück zu Ryan und setzten sich. "Ey, was war das für ne Umarmerei?" wollte Ryan sofort wissen. "Ry, das ist meine Schwester Kenny. Kenny, mein Kumpel Ryan" stellte Kite vor. "Das weiß ich jetzt schon. Aber was... ach so, Schwester? Was? Ich kapiere jetzt nichts mehr" meinte er verwirrt. "Aber eins interessiert mich schon, wieso bist du 8 Jahre lang nicht bei uns gewesen?" fragte Kenny. "Ich kann es euch erzählen, wenn ihr wollt" meinte Kite und sah auf den Tisch. Ryan und Kenny nickten. Kite sah die beiden an. "Hey" schrie er dann auf. Er ging nah an die beiden hin und meinte dann: "Mir fällt erst jetzt auf, wie gut ihr zusammen passt." Kite grinste. Kenny ebenfalls. "Mir fällt erst jetzt auf, dass ihr beide das gleiche fiese Grinsen habt" bemerkte Ryan dann beleidigt. "Ist doch jetzt auch egal. Jedenfalls erzähle ich euch jetzt mal, wie es damals war" meinte er und machte eine Pause. "Vor acht Jahren" begann er. "Da konnte ich Pokémon nicht ausstehen. Wie es aus dem Fernseher immer raus dröhnte: "Pi-ka-chu". Das nervte mich tierisch. Deswegen habe ich Noah immer angeschnauzt, er solle diesen Schrott nicht anschauen und so. Du, Kenny, hast Pokémon damals auch noch nicht leiden können. Jedenfalls sollte ich damals Noah von der Mittagsschule abholen. Ich wartete auf ihn, doch er kam einfach nicht. So ging ich dann später alleine heim. Ich lief noch in der Stadt herum, da sah ich eine Seitengasse. Ich weiß nicht warum, aber sie zog mich einfach magisch an. Also ging ich in die Gasse und sah dort einen gold-silbernen Ball, der wie einer dieser Pokébälle aussah. Jetzt weiß ich, dass es der G.S.-Ball ist. Als ich diesen Ball in der Hand hielt, hat er mich regelrecht verschlungen... so landete ich hier und habe dich, Noah und unsere Eltern nicht mehr gesehen" erzählte er und trank dann einen Schluck. "Bei mir ist das so ähnlich gewesen. Ich hab gerade Benny abgeholt. Bei der Hauptstraße hab ich ihn verloren. Ich bin dann auch in eine Gasse gegangen, hab diesen Ball aufgehoben und bin dann in dem Wald gelandet, in welchem Ryan mich aufgegabelt hat" meinte Kenny. "Wer ist Benny? Dein Freund?" wollte Kite neugierig wissen. Ryan sperrte seine Augen auf. "Du hast nen Freund?" fragte er dann erstaunt. "Wenn es so wäre? Aber, nein, ich kann dich beruhigen, Ryan. Hab keinen." Sie grinste. Dann sagte sie: "Benny ist der neue Parker-Zuwachs. Er ist ein Jahr nach deinem Verschwinden geboren worden. Heißt mit vollem Namen Benjamin Dustin. Du weißt ja, dass Mum und Dad ne Vorliebe für Doppelnamen haben, nicht wahr, Adam Kite?" fragte sie grinsend. "Kite, wenn ich bitten darf" forderte er. Dann zog er einen kleinen, roten Pokéball aus seiner Tasche. "Hier" meinte er und hielt seiner Schwester den Ball unter die Nase. "Das ist ein Pokéball mit einem Marill" erklärte er. "Ein was?" "Marill. Wenn du hier wieder weg willst, musst du Pokémon mögen" erklärte er. "Auch gut. Mal sehen, was sich damit anstellen lässt." Ryan, der gerade nichts sagte, meldete sich wieder zu Wort: "Ich will dir auch ein Pokémon schenken! Hier, ein tolles Lanturn!" rief er und warf ihr einen Pokéball zu. "Cool, ich werde ja reich an euch" grinste sie und sah nun ratlos auf ihre zwei Pokébälle in der Hand. "So, und was soll ich jetzt damit?" fragte sie ihren Bruder. "Tja, andere Pokémon fangen oder so was in der Art wäre meiner Meinung nach nicht schlecht" meinte Kite. "Ich soll solche Dinger fangen? Das kann ich doch nicht." Kite zuckte mit den Schultern. "Das hab ich auch immer gedacht, bis ich mal n paar Pokémon gefangen habe und sie meine Freunde wurden. Als ich mein erstes Pokémon gefangen habe, war ich dann sehr stolz auf mich. Dann hab ich ja noch ein Mauzi von Ry gekriegt. Später ging es immer so weiter mit dem Fangen. Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht diese neuen Geschöpfe zu fangen" meinte er und sah auf. "Voll der Poet, oder?" fragte Kenny und lachte. "Tja, man verändert sich hier eben auch" erklärte er kurz und trank einen Schluck aus seiner Cola. "Ich geh mal hier ein bisschen spazieren, okay? Ich will mich mal umsehen" erklärte sie und stand auf. "Warte mal, nimm dir hier noch Pokébälle. Du findest uns dann im Haus unter dem Pokécenter. Komm einfach rein. Es wohnen dort nur Ryan, seine Schwester Aka und ich" meinte Kite und gab ihr fünf Pokébälle. Kenny nickte langsam und ging dann nach unten. Als sie draußen war, beschloss sie nach Norden zu gehen. Als sie bei einem Pass ankam, ging sie durch und war auf der 35. Route. Das stand auf einem Schild neben dem Pass. Kenny ging weiter und merkte, dass die Stimmung hier sehr angespannt war. "Hey du da! Mädchen" schrie ihr ein Junge zu. "Willst du kämpfen?" fragte er. Kenny schüttelte den Kopf, doch der Junge warf schon einen dieser Pokébälle. Heraus sprang ein großer Hund, der sehr edel aussah. "Los Arkani" schrie er. Kenny griff nach einem der Pokébälle und warf ihn. Heraus kam eine blaue Wassermaus. "Süß" dachte sich Kenny. "Hm, sieht sehr nach Wasser aus. Wie machte der Typ aus dem Fernseher immer? Irgendwas mit Aquaknarre. Genau, das war's" dachte sich Kenny und schrie: "Aquaknarre". Das Marill schoss einen Wasserstrahl auf den Hund, welcher sofort zu jaulen bekam und zusammenkrachte. "Auch gut" meinte der Typ und holte sein Arkani zurück. "Da haste dein Geld" meinte er und gab ihr einen roten Schein und einige Münzen. "562 Pokédollar" meinte er kurz und ging. "Was solls. Passt auch so" dachte sich Kenny und ging zum nächsten Pass, doch es stellte sich heraus, dass dies hier kein richtiger Pass war. Es war eher so etwas wie ein Empfangshäuschen, denn ein Mann stand neben der Tür und sprach Kenny an. "Heute ist Samstag, dass heißt, heute findet wieder das Käferturnier statt. Möchtest du teilnehmen?" fragte er Kenny. Die schüttelte den Kopf und ging zur Tür hinaus. Sie durchquerte einen Park, von dem sie mitbekam, dass es der Nationalpark war. Hier gab es angeblich viele Käferpokémon. Kenny wollte sich nicht ausmalen, wie es wäre, gegenüber einem dieser ekelhaft aussehenden Pokémon zu stehen. Deshalb beeilte sie sich, und achtete darauf, nicht in eine der Wiesen zu gehen, denn sie hatte gehört, dass auf dem Weg selbst, keine Pokémon auftauchen würden. Sie redete mit einigen Leuten, die alle Pokémon mochten. Sie druckten irgendwelche Sticker aus und klebten sie an Rucksäcke und andere Utensilien - jedenfalls erzählten das diese Leute. Als sie den Nationalpark durchkreuzt hatte, ging sie durch eine zweite Empfangshalle. Der Mann dort sagte dasselbe, wie der aus der ersten Empfangshalle. Wieder schüttelte Kenny ihren Kopf und ging weiter. So kam sie auf einer neuen Route an, welche ihrer Infos nach die 36. Route war. Sie ging bei einer Abzweigung nach rechts und dann in den Pass, der im Süden lag. "Entschuldigung, wo komme ich an, wenn ich jetzt hier raus gehe?" fragte sie einen der "P-Keeper", wie Ryan sie nannte, der hinter einer Theke stand. "Yo, da kommst du bei den Alph-Ruinen raus" erklärte er und wippte seinen Kopf im Takt, da er anscheinend Radio hörte. "Dann geh ich eben zu den Alph-Ruinen" dachte sich Kenny und ging aus dem Pass raus. Sie fand sich in einem Gebiet wieder, in welchem sie eine Höhle sehen konnte. Sie ging geradeaus, da sie dort ein Haus entdeckte. Als sie eintrat, sah sie dort nur drei Männer in weißem Mantel. Schätzungsweise waren es Forscher. Kenny wollte sie nicht bei der Arbeit stören, also ging sie wieder raus. Sie zog nach Süden und setzte sich vor einen kleinen See. Da sie Hunger bekam, machte sie den Rucksack auf und hoffte, dort etwas zu finden. Tatsächlich fand sie einen Donut mit Schokolade. Sie rieb sich die Hände und zog den Donut heraus. "Lecker" seufzte sie und biss herzhaft hinein. Sie ließ es sich schmecken und ließ sich nach hinten fallen. Sie machte die Augen zu und streckte sich ausgiebig. "Autsch" schrie sie auf einmal und setzte sich schlagartig aufrecht. Sie zog einen der Pokébälle heraus und warf ihn sauer nach oben. Der Donut fiel nach unten und Kenny fing ihn auf. "So, niemand stört mich beim Essen, was war das eigentlich gerade?" dachte sie und sah wieder in die Luft. Sie beobachtete gerade noch, wie ein großer Vogel in dem hochgeworfenen Ball verschwand. Der Ball fiel gerade nach unten und schlug am Boden auf. Der silberne Knopf leuchtete einige Male rot auf, dann wurde es still, nachdem ein lautes, deutliches Pling zu hören war. "Auch gut" brummte Kenny, nahm den Ball und warf ihn in ihren Rucksack. Sie beschloss, wieder zurück nach Dukatia City zu gehen. Sie wollte nämlich von Kite wissen, was sie da gefangen hatte. "Vielleicht war es ja auch nur eine Mücke" gab sie zu bedenken. Das war ihr jetzt auch egal. Sie wollte jetzt einfach wieder zurück, da sie auch müde war und es bei Kite bestimmt ein warmes Plätzchen für sie zu Schlafen gab. Nach einer Weile Gehen war sie wieder in Dukatia City. "Hm, wo war das Haus noch einmal? Unter dem Pokémoncenter. Da ging sie jetzt auch hin. Zwar fand sie den Weg zuerst nicht, aber dann, als sie den Eingang zum Haus gesehen hatte, betrat sie es und fand vor sich einen kurzen Gang. An der rechten Seite waren zwei Türen. Die eine war eher klein und hatte hellbraunes Holz., die andere hingegen groß und das Holz war dunkelbraun. Sie entschied sich, an die hintere Tür zu gehen, da dort gegenüber einige Jacken hingen. Sie zögerte kurz, klopfte dann aber an die Tür. Nach einer Weile machte ein blondes Mädchen auf. "Ja bitte?" fragte sie, als sie Kenny entdeckte. "Ähm, hi. Hier wohnt doch Kite, oder?" fragte sie dann. "Wenn er dich als Freundin eingeladen hat, wohnt er nicht hier. Bist du eine Verwandte, Bekannte oder sonst was, dann wohnt er hier. Also, kannst dir aussuchen" meinte sie kess. "Gut, dann wohnt er wohl hier. Ich bin seine Schwester, also gehöre ich wohl zur Verwandtschaft, oder?" fragte sie. Das Mädchen nickte. "Ja, übrigens, ich bin Aka" meinte das Mädchen. "Kenny." "Gut, und jetzt, da du nur mit ihm verwandt bist, kannst du ihn besuchen. Er ist in dem Zimmer da hinten. Ryan müsste auch da sein" meinte sie. Kenny nickte und ging auf die Tür zu, klopfte und trat ein. "Kite, ich hab da ein Pokémon gefangen und würde von dir gerne wissen, welches" begann sie. Kite, der mit Ryan vor dem Computer saß, stand auf. "Nicht jetzt, wir müssen eh noch zu einigen Trainerkämpfen. Kommst du mit?" fragte er. Kenny nickte. Nach einer halben Stunde wurde Kenny schon zu einem Kampf aufgefordert. Kite stupste Ryan und Aka und die drei sahen erwartungsvoll auf Kenny. Der Typ, der sie zum Kampf herausgefordert hatte, hieß Paul. "Gut, sehen wir mal, was du gegen meine Pflanzenpokémon ausrichten kannst" meinte er. Kenny nickte kurz und sah auf Kite. "Soll ich jetzt mit dem einen da kämpfen, wo ich mir gefangen habe?" fragte sie ihn. Er nickte. "Okay, dann..." Kenny griff nach dem Pokéball und warf ihn in die Luft. "Los Pokémon, kämpfe" rief sie und grinste. Als das Pokémon aus dem Ball sprang, sah sie erstaunt nach oben. "Was???" riefen Kite und Paul gleichzeitig. Ryan und Aka starrten nur fassungslos auf das fliegende Pokémon. Dort flog tatsächlich das blaue Eis- Flugpokémon Arktos. Kenny sah ratlos in die erstaunten Gesichter der anderen. "Ist das Pokémon gut?" fragte sie und zeigte auf Arktos. Kite nickte. "Woher hast du das bloß?" murmelte er leise vor sich hin. Kenny wandte sich ihrem Gegner Paul zu, der ein Endivie in den Kampf geschickt hatte. "Dann, Arktos, mach diese Fliegen-Attacke" bat Kenny. Arktos stieß einen Schrei aus und tat, wie ihm befohlen. Endivie krachte sofort zusammen. "Gegen so ein starkes Pokémon kämpfe ich nicht" meinte Paul und warf Kenny Geld zu - 400 Pokédollar. "Juhu, gewonnen" meinte Kenny fröhlich und rief ihr Arktos stolz zurück. "Das hast du gut gemacht" flüsterte sie ihm noch zu, bevor es im Pokéball verschwand. Ihre Freunde sahen sie noch immer erstaunt an. "Wie hast du ein Arktos gefangen?" wollte Aka wissen. "Das hat mir meinen Donout gestohlen, also hab ich nen Pokéball nach ihm geworfen" erklärte Kenny kurz. Aka sah sie an und fragte dann. "Wollen wir nicht mal ein paar Donouts kaufen?"
Die beiden gingen happy an den Tisch zurück zu Ryan und setzten sich. "Ey, was war das für ne Umarmerei?" wollte Ryan sofort wissen. "Ry, das ist meine Schwester Kenny. Kenny, mein Kumpel Ryan" stellte Kite vor. "Das weiß ich jetzt schon. Aber was... ach so, Schwester? Was? Ich kapiere jetzt nichts mehr" meinte er verwirrt. "Aber eins interessiert mich schon, wieso bist du 8 Jahre lang nicht bei uns gewesen?" fragte Kenny. "Ich kann es euch erzählen, wenn ihr wollt" meinte Kite und sah auf den Tisch. Ryan und Kenny nickten. Kite sah die beiden an. "Hey" schrie er dann auf. Er ging nah an die beiden hin und meinte dann: "Mir fällt erst jetzt auf, wie gut ihr zusammen passt." Kite grinste. Kenny ebenfalls. "Mir fällt erst jetzt auf, dass ihr beide das gleiche fiese Grinsen habt" bemerkte Ryan dann beleidigt. "Ist doch jetzt auch egal. Jedenfalls erzähle ich euch jetzt mal, wie es damals war" meinte er und machte eine Pause. "Vor acht Jahren" begann er. "Da konnte ich Pokémon nicht ausstehen. Wie es aus dem Fernseher immer raus dröhnte: "Pi-ka-chu". Das nervte mich tierisch. Deswegen habe ich Noah immer angeschnauzt, er solle diesen Schrott nicht anschauen und so. Du, Kenny, hast Pokémon damals auch noch nicht leiden können. Jedenfalls sollte ich damals Noah von der Mittagsschule abholen. Ich wartete auf ihn, doch er kam einfach nicht. So ging ich dann später alleine heim. Ich lief noch in der Stadt herum, da sah ich eine Seitengasse. Ich weiß nicht warum, aber sie zog mich einfach magisch an. Also ging ich in die Gasse und sah dort einen gold-silbernen Ball, der wie einer dieser Pokébälle aussah. Jetzt weiß ich, dass es der G.S.-Ball ist. Als ich diesen Ball in der Hand hielt, hat er mich regelrecht verschlungen... so landete ich hier und habe dich, Noah und unsere Eltern nicht mehr gesehen" erzählte er und trank dann einen Schluck. "Bei mir ist das so ähnlich gewesen. Ich hab gerade Benny abgeholt. Bei der Hauptstraße hab ich ihn verloren. Ich bin dann auch in eine Gasse gegangen, hab diesen Ball aufgehoben und bin dann in dem Wald gelandet, in welchem Ryan mich aufgegabelt hat" meinte Kenny. "Wer ist Benny? Dein Freund?" wollte Kite neugierig wissen. Ryan sperrte seine Augen auf. "Du hast nen Freund?" fragte er dann erstaunt. "Wenn es so wäre? Aber, nein, ich kann dich beruhigen, Ryan. Hab keinen." Sie grinste. Dann sagte sie: "Benny ist der neue Parker-Zuwachs. Er ist ein Jahr nach deinem Verschwinden geboren worden. Heißt mit vollem Namen Benjamin Dustin. Du weißt ja, dass Mum und Dad ne Vorliebe für Doppelnamen haben, nicht wahr, Adam Kite?" fragte sie grinsend. "Kite, wenn ich bitten darf" forderte er. Dann zog er einen kleinen, roten Pokéball aus seiner Tasche. "Hier" meinte er und hielt seiner Schwester den Ball unter die Nase. "Das ist ein Pokéball mit einem Marill" erklärte er. "Ein was?" "Marill. Wenn du hier wieder weg willst, musst du Pokémon mögen" erklärte er. "Auch gut. Mal sehen, was sich damit anstellen lässt." Ryan, der gerade nichts sagte, meldete sich wieder zu Wort: "Ich will dir auch ein Pokémon schenken! Hier, ein tolles Lanturn!" rief er und warf ihr einen Pokéball zu. "Cool, ich werde ja reich an euch" grinste sie und sah nun ratlos auf ihre zwei Pokébälle in der Hand. "So, und was soll ich jetzt damit?" fragte sie ihren Bruder. "Tja, andere Pokémon fangen oder so was in der Art wäre meiner Meinung nach nicht schlecht" meinte Kite. "Ich soll solche Dinger fangen? Das kann ich doch nicht." Kite zuckte mit den Schultern. "Das hab ich auch immer gedacht, bis ich mal n paar Pokémon gefangen habe und sie meine Freunde wurden. Als ich mein erstes Pokémon gefangen habe, war ich dann sehr stolz auf mich. Dann hab ich ja noch ein Mauzi von Ry gekriegt. Später ging es immer so weiter mit dem Fangen. Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht diese neuen Geschöpfe zu fangen" meinte er und sah auf. "Voll der Poet, oder?" fragte Kenny und lachte. "Tja, man verändert sich hier eben auch" erklärte er kurz und trank einen Schluck aus seiner Cola. "Ich geh mal hier ein bisschen spazieren, okay? Ich will mich mal umsehen" erklärte sie und stand auf. "Warte mal, nimm dir hier noch Pokébälle. Du findest uns dann im Haus unter dem Pokécenter. Komm einfach rein. Es wohnen dort nur Ryan, seine Schwester Aka und ich" meinte Kite und gab ihr fünf Pokébälle. Kenny nickte langsam und ging dann nach unten. Als sie draußen war, beschloss sie nach Norden zu gehen. Als sie bei einem Pass ankam, ging sie durch und war auf der 35. Route. Das stand auf einem Schild neben dem Pass. Kenny ging weiter und merkte, dass die Stimmung hier sehr angespannt war. "Hey du da! Mädchen" schrie ihr ein Junge zu. "Willst du kämpfen?" fragte er. Kenny schüttelte den Kopf, doch der Junge warf schon einen dieser Pokébälle. Heraus sprang ein großer Hund, der sehr edel aussah. "Los Arkani" schrie er. Kenny griff nach einem der Pokébälle und warf ihn. Heraus kam eine blaue Wassermaus. "Süß" dachte sich Kenny. "Hm, sieht sehr nach Wasser aus. Wie machte der Typ aus dem Fernseher immer? Irgendwas mit Aquaknarre. Genau, das war's" dachte sich Kenny und schrie: "Aquaknarre". Das Marill schoss einen Wasserstrahl auf den Hund, welcher sofort zu jaulen bekam und zusammenkrachte. "Auch gut" meinte der Typ und holte sein Arkani zurück. "Da haste dein Geld" meinte er und gab ihr einen roten Schein und einige Münzen. "562 Pokédollar" meinte er kurz und ging. "Was solls. Passt auch so" dachte sich Kenny und ging zum nächsten Pass, doch es stellte sich heraus, dass dies hier kein richtiger Pass war. Es war eher so etwas wie ein Empfangshäuschen, denn ein Mann stand neben der Tür und sprach Kenny an. "Heute ist Samstag, dass heißt, heute findet wieder das Käferturnier statt. Möchtest du teilnehmen?" fragte er Kenny. Die schüttelte den Kopf und ging zur Tür hinaus. Sie durchquerte einen Park, von dem sie mitbekam, dass es der Nationalpark war. Hier gab es angeblich viele Käferpokémon. Kenny wollte sich nicht ausmalen, wie es wäre, gegenüber einem dieser ekelhaft aussehenden Pokémon zu stehen. Deshalb beeilte sie sich, und achtete darauf, nicht in eine der Wiesen zu gehen, denn sie hatte gehört, dass auf dem Weg selbst, keine Pokémon auftauchen würden. Sie redete mit einigen Leuten, die alle Pokémon mochten. Sie druckten irgendwelche Sticker aus und klebten sie an Rucksäcke und andere Utensilien - jedenfalls erzählten das diese Leute. Als sie den Nationalpark durchkreuzt hatte, ging sie durch eine zweite Empfangshalle. Der Mann dort sagte dasselbe, wie der aus der ersten Empfangshalle. Wieder schüttelte Kenny ihren Kopf und ging weiter. So kam sie auf einer neuen Route an, welche ihrer Infos nach die 36. Route war. Sie ging bei einer Abzweigung nach rechts und dann in den Pass, der im Süden lag. "Entschuldigung, wo komme ich an, wenn ich jetzt hier raus gehe?" fragte sie einen der "P-Keeper", wie Ryan sie nannte, der hinter einer Theke stand. "Yo, da kommst du bei den Alph-Ruinen raus" erklärte er und wippte seinen Kopf im Takt, da er anscheinend Radio hörte. "Dann geh ich eben zu den Alph-Ruinen" dachte sich Kenny und ging aus dem Pass raus. Sie fand sich in einem Gebiet wieder, in welchem sie eine Höhle sehen konnte. Sie ging geradeaus, da sie dort ein Haus entdeckte. Als sie eintrat, sah sie dort nur drei Männer in weißem Mantel. Schätzungsweise waren es Forscher. Kenny wollte sie nicht bei der Arbeit stören, also ging sie wieder raus. Sie zog nach Süden und setzte sich vor einen kleinen See. Da sie Hunger bekam, machte sie den Rucksack auf und hoffte, dort etwas zu finden. Tatsächlich fand sie einen Donut mit Schokolade. Sie rieb sich die Hände und zog den Donut heraus. "Lecker" seufzte sie und biss herzhaft hinein. Sie ließ es sich schmecken und ließ sich nach hinten fallen. Sie machte die Augen zu und streckte sich ausgiebig. "Autsch" schrie sie auf einmal und setzte sich schlagartig aufrecht. Sie zog einen der Pokébälle heraus und warf ihn sauer nach oben. Der Donut fiel nach unten und Kenny fing ihn auf. "So, niemand stört mich beim Essen, was war das eigentlich gerade?" dachte sie und sah wieder in die Luft. Sie beobachtete gerade noch, wie ein großer Vogel in dem hochgeworfenen Ball verschwand. Der Ball fiel gerade nach unten und schlug am Boden auf. Der silberne Knopf leuchtete einige Male rot auf, dann wurde es still, nachdem ein lautes, deutliches Pling zu hören war. "Auch gut" brummte Kenny, nahm den Ball und warf ihn in ihren Rucksack. Sie beschloss, wieder zurück nach Dukatia City zu gehen. Sie wollte nämlich von Kite wissen, was sie da gefangen hatte. "Vielleicht war es ja auch nur eine Mücke" gab sie zu bedenken. Das war ihr jetzt auch egal. Sie wollte jetzt einfach wieder zurück, da sie auch müde war und es bei Kite bestimmt ein warmes Plätzchen für sie zu Schlafen gab. Nach einer Weile Gehen war sie wieder in Dukatia City. "Hm, wo war das Haus noch einmal? Unter dem Pokémoncenter. Da ging sie jetzt auch hin. Zwar fand sie den Weg zuerst nicht, aber dann, als sie den Eingang zum Haus gesehen hatte, betrat sie es und fand vor sich einen kurzen Gang. An der rechten Seite waren zwei Türen. Die eine war eher klein und hatte hellbraunes Holz., die andere hingegen groß und das Holz war dunkelbraun. Sie entschied sich, an die hintere Tür zu gehen, da dort gegenüber einige Jacken hingen. Sie zögerte kurz, klopfte dann aber an die Tür. Nach einer Weile machte ein blondes Mädchen auf. "Ja bitte?" fragte sie, als sie Kenny entdeckte. "Ähm, hi. Hier wohnt doch Kite, oder?" fragte sie dann. "Wenn er dich als Freundin eingeladen hat, wohnt er nicht hier. Bist du eine Verwandte, Bekannte oder sonst was, dann wohnt er hier. Also, kannst dir aussuchen" meinte sie kess. "Gut, dann wohnt er wohl hier. Ich bin seine Schwester, also gehöre ich wohl zur Verwandtschaft, oder?" fragte sie. Das Mädchen nickte. "Ja, übrigens, ich bin Aka" meinte das Mädchen. "Kenny." "Gut, und jetzt, da du nur mit ihm verwandt bist, kannst du ihn besuchen. Er ist in dem Zimmer da hinten. Ryan müsste auch da sein" meinte sie. Kenny nickte und ging auf die Tür zu, klopfte und trat ein. "Kite, ich hab da ein Pokémon gefangen und würde von dir gerne wissen, welches" begann sie. Kite, der mit Ryan vor dem Computer saß, stand auf. "Nicht jetzt, wir müssen eh noch zu einigen Trainerkämpfen. Kommst du mit?" fragte er. Kenny nickte. Nach einer halben Stunde wurde Kenny schon zu einem Kampf aufgefordert. Kite stupste Ryan und Aka und die drei sahen erwartungsvoll auf Kenny. Der Typ, der sie zum Kampf herausgefordert hatte, hieß Paul. "Gut, sehen wir mal, was du gegen meine Pflanzenpokémon ausrichten kannst" meinte er. Kenny nickte kurz und sah auf Kite. "Soll ich jetzt mit dem einen da kämpfen, wo ich mir gefangen habe?" fragte sie ihn. Er nickte. "Okay, dann..." Kenny griff nach dem Pokéball und warf ihn in die Luft. "Los Pokémon, kämpfe" rief sie und grinste. Als das Pokémon aus dem Ball sprang, sah sie erstaunt nach oben. "Was???" riefen Kite und Paul gleichzeitig. Ryan und Aka starrten nur fassungslos auf das fliegende Pokémon. Dort flog tatsächlich das blaue Eis- Flugpokémon Arktos. Kenny sah ratlos in die erstaunten Gesichter der anderen. "Ist das Pokémon gut?" fragte sie und zeigte auf Arktos. Kite nickte. "Woher hast du das bloß?" murmelte er leise vor sich hin. Kenny wandte sich ihrem Gegner Paul zu, der ein Endivie in den Kampf geschickt hatte. "Dann, Arktos, mach diese Fliegen-Attacke" bat Kenny. Arktos stieß einen Schrei aus und tat, wie ihm befohlen. Endivie krachte sofort zusammen. "Gegen so ein starkes Pokémon kämpfe ich nicht" meinte Paul und warf Kenny Geld zu - 400 Pokédollar. "Juhu, gewonnen" meinte Kenny fröhlich und rief ihr Arktos stolz zurück. "Das hast du gut gemacht" flüsterte sie ihm noch zu, bevor es im Pokéball verschwand. Ihre Freunde sahen sie noch immer erstaunt an. "Wie hast du ein Arktos gefangen?" wollte Aka wissen. "Das hat mir meinen Donout gestohlen, also hab ich nen Pokéball nach ihm geworfen" erklärte Kenny kurz. Aka sah sie an und fragte dann. "Wollen wir nicht mal ein paar Donouts kaufen?"
