Kapitel V: Erster Tag - Halbzeit
Gegen Mittag, als die Sonne so stand, dass man auch etwas von ihr hatte, ging das große Nörgeln los. Sie waren in eine steppenartige Graslandschaft gekommen, die im krassen Gegensatz zu der Waldetappe stand, die hinter ihnen lag, und auch wenn Snape erst ziemlich froh gewesen war, nun endlich die Stechmückenschwärme los zu sein, die die schattigere Waldregion eindeutig dem freien Feld vorzogen, begann er doch langsam, trotz seines luftigen Aufzugs zu schwitzen. Minerva verfluchte im Stillen ihre langen Ärmel, und bei einer kurzen Pause hatte Lupin Schweißbänder für den Kopf ausgeteilt. Die waren in der Tat ziemlich praktisch (wenn auch schreiend neongrün), aber heiß war es trotzdem.
Da sie nicht die fittesten waren, hatten sie in 3 Stunden erst 20 Kilometer hinter sich gebracht, und die forderten schon ihren Tribut.
"Meine Kehrseite schmerzt", jammerte Minerva hinter Snape.
"Meine auch", murmelte der. "Und nicht nur die." Seine Schultern und sein Kreuz meldeten sich schmerzhaft zu Wort, und er schwitzte so in seiner schwarzen Kleidung, dass er sich fragte, ob beim Rest der Tour überhaupt noch irgend etwas von ihm übrig wäre.
Minerva fuhr auf gleiche Höhe mit ihm und wandte ihm ihr verschwitztes Gesicht zu.
"Eine Tortur ist das!", schnaufte sie. "Was hat Albus sich nur dabei gedacht? Er hätte mitmachen sollen, das hätte auch ihm nicht geschadet! Die Strecke ist ja 'auch für Senioren geeignet'! Aber er ist natürlich der vielbeschäftigte Schuldirektor und hat keine Zeit für sowas!"
Snape nickte griesgrämig und sah nach vorn, wo Lupin elanvoll vorausradelte und ihnen ab und zu aufmunternde Kommentare zurief. Jetzt fuhr er langsamer, so dass Minerva und Snape ihn einholten und sie zu dritt nebeneinander herfuhren.
"Na? Da haben wir ja ein tolles Wetter erwischt, was?", sagte er. "In 500 Metern rasten wir, da sind ein paar Bänke direkt am Fluss!" Damit nahm er die Hände vom Lenker, verschränkte sie hinter dem Kopf und radelte wieder voraus.
"Angeber", zischte Snape.
Nach einer Biegung des Weges kamen die Bänke, von denen Lupin gesprochen hatte, in Sicht, und als sie sie erreicht hatten, schmissen Snape und Minerva sofort ihre Räder ins Gras und die Rucksäcke gleich hinterher, stritten sich kurz um den besten Sitzplatz und ließen sich dann erleichtert aufstöhnend auf den Holzbänken nieder.
"Aaaaah", machte Snape und ließ die Schultern kreisen. "Noch 10 Meter weiter und mir wären die Arme abgefallen."
"Wie kann man nur einer Dame so etwas zumuten", ereiferte sich Minerva matt. "Das ist schlimmer als damals, als mich mal ein falscher Zauber getroffen hat und ich mich eine Stunde lang im Kreis drehen musste."
Snape schloss die Augen und legte den Kopf in den Nacken, hob ihn aber ruckartig wieder, als Lupin neben ihm auf die Bank plumpste und ein paar Brote aus seinem Rucksack auspackte.
"Brotzeit!", rief er. "Wie steht's, habt ihr Hunger?"
Schneller als er gucken konnte, stürzten sich die anderen beiden auf die Brote und verschlangen in kürzester Zeit alles, was sich auf dem Tisch befand (einschließlich dem Papier, in das die Brote eingewickelt gewesen waren und das Snape angeekelt wieder aus seinem Mund herauszog). Lupin hatte sich gerade noch ein Brot schnappen können, welches er so langsam aufaß, dass Snape und Minerva ihm dabei wie hungrige Raubtiere an den Lippen klebten. Das störte ihn aber nicht im geringsten, und als er fertig war, erklärte er eine halbstündige Ruhepause. Snape und Minerva fielen daraufhin von einer Sekunde auf die andere aneinandergelehnt in einen komatösen Tiefschlaf und träumten selig lächelnd von einer riesigen Fahrrad- Vernichtungs-Maschine, in deren mächtigen Schlund sie abwechselnd immer gleich aussehende, den ihren aufs Haar gleichende Trekking-Räder schmissen, von denen am Ende nur noch ein handlicher kleiner Würfel übrigblieb.
Gegen Mittag, als die Sonne so stand, dass man auch etwas von ihr hatte, ging das große Nörgeln los. Sie waren in eine steppenartige Graslandschaft gekommen, die im krassen Gegensatz zu der Waldetappe stand, die hinter ihnen lag, und auch wenn Snape erst ziemlich froh gewesen war, nun endlich die Stechmückenschwärme los zu sein, die die schattigere Waldregion eindeutig dem freien Feld vorzogen, begann er doch langsam, trotz seines luftigen Aufzugs zu schwitzen. Minerva verfluchte im Stillen ihre langen Ärmel, und bei einer kurzen Pause hatte Lupin Schweißbänder für den Kopf ausgeteilt. Die waren in der Tat ziemlich praktisch (wenn auch schreiend neongrün), aber heiß war es trotzdem.
Da sie nicht die fittesten waren, hatten sie in 3 Stunden erst 20 Kilometer hinter sich gebracht, und die forderten schon ihren Tribut.
"Meine Kehrseite schmerzt", jammerte Minerva hinter Snape.
"Meine auch", murmelte der. "Und nicht nur die." Seine Schultern und sein Kreuz meldeten sich schmerzhaft zu Wort, und er schwitzte so in seiner schwarzen Kleidung, dass er sich fragte, ob beim Rest der Tour überhaupt noch irgend etwas von ihm übrig wäre.
Minerva fuhr auf gleiche Höhe mit ihm und wandte ihm ihr verschwitztes Gesicht zu.
"Eine Tortur ist das!", schnaufte sie. "Was hat Albus sich nur dabei gedacht? Er hätte mitmachen sollen, das hätte auch ihm nicht geschadet! Die Strecke ist ja 'auch für Senioren geeignet'! Aber er ist natürlich der vielbeschäftigte Schuldirektor und hat keine Zeit für sowas!"
Snape nickte griesgrämig und sah nach vorn, wo Lupin elanvoll vorausradelte und ihnen ab und zu aufmunternde Kommentare zurief. Jetzt fuhr er langsamer, so dass Minerva und Snape ihn einholten und sie zu dritt nebeneinander herfuhren.
"Na? Da haben wir ja ein tolles Wetter erwischt, was?", sagte er. "In 500 Metern rasten wir, da sind ein paar Bänke direkt am Fluss!" Damit nahm er die Hände vom Lenker, verschränkte sie hinter dem Kopf und radelte wieder voraus.
"Angeber", zischte Snape.
Nach einer Biegung des Weges kamen die Bänke, von denen Lupin gesprochen hatte, in Sicht, und als sie sie erreicht hatten, schmissen Snape und Minerva sofort ihre Räder ins Gras und die Rucksäcke gleich hinterher, stritten sich kurz um den besten Sitzplatz und ließen sich dann erleichtert aufstöhnend auf den Holzbänken nieder.
"Aaaaah", machte Snape und ließ die Schultern kreisen. "Noch 10 Meter weiter und mir wären die Arme abgefallen."
"Wie kann man nur einer Dame so etwas zumuten", ereiferte sich Minerva matt. "Das ist schlimmer als damals, als mich mal ein falscher Zauber getroffen hat und ich mich eine Stunde lang im Kreis drehen musste."
Snape schloss die Augen und legte den Kopf in den Nacken, hob ihn aber ruckartig wieder, als Lupin neben ihm auf die Bank plumpste und ein paar Brote aus seinem Rucksack auspackte.
"Brotzeit!", rief er. "Wie steht's, habt ihr Hunger?"
Schneller als er gucken konnte, stürzten sich die anderen beiden auf die Brote und verschlangen in kürzester Zeit alles, was sich auf dem Tisch befand (einschließlich dem Papier, in das die Brote eingewickelt gewesen waren und das Snape angeekelt wieder aus seinem Mund herauszog). Lupin hatte sich gerade noch ein Brot schnappen können, welches er so langsam aufaß, dass Snape und Minerva ihm dabei wie hungrige Raubtiere an den Lippen klebten. Das störte ihn aber nicht im geringsten, und als er fertig war, erklärte er eine halbstündige Ruhepause. Snape und Minerva fielen daraufhin von einer Sekunde auf die andere aneinandergelehnt in einen komatösen Tiefschlaf und träumten selig lächelnd von einer riesigen Fahrrad- Vernichtungs-Maschine, in deren mächtigen Schlund sie abwechselnd immer gleich aussehende, den ihren aufs Haar gleichende Trekking-Räder schmissen, von denen am Ende nur noch ein handlicher kleiner Würfel übrigblieb.
