A/N: Also, Leute, wir wissen, wir sind schlimm, aber wir müssen uns
trotzdem mal wieder bedanken dass ihr unsren geistigen Sondermüll immer so
fleißig lest und so nett reviewt, dass es uns die Tränen in die Augen
treibt... Ohne euch würd's nur halb soviel Spaß machen, auch wenn es uns in
doppelter Ausführung gibt... (Ha! Ha! Schenkelklopfer, Sevvie!)
Kapitel XIII: Der Traum
In dieser Nacht hatte Snape einen Alptraum:
Er befand sich mit Minerva und Lupin auf einer großen, grünen Wiese. Sie hatten Blumen im Haar und tanzten und lachten. Sie fassten sich gegenseitig an den Händen und rannten lachend im Kreis, während ihnen die Sonne auf die Köpfe schien und die Schmetterlinge nur knapp an ihren Gesichtern vorbeiflogen. Sie alle waren in angenehmen Bunttönen gekleidet, und es sah so aus, als könnten sie sich den lieben langen Tag so weiterdrehen, sorglos und unbeschwert, bis die Sonne sich zur Ruhe neigte, immer weiter und weiter und weiter...
Snape erwachte mit einem gellenden Schrei, der sowohl ihn als auch die beiden anderen in die Höhe fahren ließ.
"Mein Gott, Severus, was haben Sie denn?", fragte Minerva sehr besorgt als sie ihrem Zeltnachbarn in die weit aufgerissenen Augen sah, die unter wirren, verschwitzen Haarsträhnen hervor ins Leere starrten.
"Haben Sie schlecht geträumt?", fragte Lupin teilnahmsvoll und wollte tröstend den Arm um Snape legen, aber der verließ bereits fluchtartig das Zelt, in dem sie letzte Nacht zu dritt eingeschlafen waren, und rannte in die Mitte der Wiese, wo er, immer noch schwer atmend, stehen blieb.
'Oh mein Gott', dachte er geschockt und merkte, wie er zitterte. Die kühle Morgenluft ließ ihn frösteln, da er klatschnass geschwitzt war. 'Ich entwickle freundschaftliche Gefühle. Ich war nett! Ich habe mich sogar ENTSCHULDIGT!'
Mit einer fahrigen Handbewegung strich er sich die verklebten Strähnen aus dem Gesicht und versuchte, zu retten, was noch zu retten war.
'Das muss sofort aufhören', dachte er. 'Sonst dreh ich noch völlig durch.'
Er wollte sich nach den Zelten umschauen, merkte aber, dass er das nicht konnte. Der Schreck saß noch zu tief. Er versuchte, bewußt langsamer zu atmen und sich zu beruhigen.
"Okay, Severus", sagte er zu sich selbst. "Das gestern war eine Ausnahme. Eine AUSNAHME! So etwas darf nie, nie wieder vorkommen!"
Nach ein paar weiteren Atemübungen schaffte er es schließlich, sich zu den Zelten umzudrehen. Lupin und Minerva konnte er im Größten sitzen sehen. Sie unterhielten sich - wahrscheinlich über ihn, denn sie warfen ihm ab und zu besorgte Blicke zu. Besorgt war er auch, er hätte sich genauso angesehen, wenn er gekonnt hätte. Aber Gott sei Dank hatte er ja noch rechtzeitig die Notbremse gezogen. Puh, das war verdammt knapp gewesen!!
Aber wie er die zwei da so sitzen sah, merkte er entsetzt, dass sich nicht mehr die gewohnte Feindseligkeit einstellte, die er zum Großteil hier auf der Tour erst so richtig aufgebaut hatte.
'Du musst es versuchen!', schärfte er sich ein. 'Du darfst nicht aufgeben! Denk dran, wer du bist! Du hast ein Gesicht zu wahren und einen Ruf zu behalten!'
Mit einem tiefen Atemzug straffte er seine Roben, bemühte sich um eine aufrechte Haltung und stakste etwas gekünstelt selbstbewusst zu den beiden hinüber, die mittlerweile das Zelt verlassen hatten und sich in der Sonne streckten. Das erinnerte Snape an den Traum, und er schauderte.
"Na, haben Sie sich beruhigt?", fragte ihn Lupin gutgelaunt. "Sie müssen ja furchtbar geträumt haben."
"Ja, allerdings", murmelte Snape, der nur noch versuchte, dieses Bild von ihnen allen Dreien, wie sie gemeinsam Ringelreihen tanzten, zu vergessen. Mit gemischten Gefühlen ging er zu seinem Rad, das immer noch platt war, und bekam Gesellschaft von Lupin.
"Tja, das ist nun wirklich übel", meinte der und neigte abwägend den Kopf zur Seite. "Nicht nur, dass das Rad nicht läuft - und wir damit schon mal lange brauchen werden, zu Fuß nach Hogwarts zu kommen - wir müssen auch noch ein Stück den Weg zurück fahren, weil ich da ja anscheinend meinen Zauberstab verloren habe... Sowas Dummes aber auch!" Er fuhr sich durch die Haare und plante im Kopf ihr weiteres Vorgehen.
Schließlich sagte er: "Am besten, ich fahre mit Minerva zurück und Sie warten hier."
"Aber könnte Minerva nicht auch hier warten?", fragte Snape zögernd. "Allein ist mir so - langweilig."
"Vier Augen sehen mehr als zwei", bemerkte Lupin weise. "Aber erstmal werden wir frühstücken! Für diesen Tag werden wir eine gute Stärkung nötig haben."
Damit ging er zurück ins Zelt, um die Brote aus seinem Rucksack zu holen. Snape blieb, wo er war, und versuchte verzweifelt, das Gefühl von Abneigung und Genervtheit gegenüber Lupin wieder herzukriegen, aber was er bekam, war höchstens ein Bruchteil von dem, was er gestern noch gefühlt hatte. Er konnte sich einfach nicht helfen, aber alles, was Lupin gerade zu ihm gesagt hatte, war vernünftig und einsehbar und machte Sinn. Es war zwar keine schöne Aussicht, möglicherweise Stunden alleine auf dieser Wiese zu sitzen, ohne ein Buch, und auf die anderen zu warten, oder die Fahrräder den ganzen Tag in der sengenden Hitze bis nach Hogwarts zu schieben, aber - er konnte es nun einmal nicht ändern. Er war über diesen Stein gefahren. Also musste er auch die Konsequenzen tragen.
Diese Art von Gedanken erschreckte ihn zutiefst. Was war nur mit ihm los? Er hatte sich auf dieser idiotischen Tour doch nicht etwa um 180° geändert - oder? Oder?!
Er versuchte gerade, nicht in Panik zu geraten, als Lupin mit einem Jubelschrei aus dem Zelt gesprungen kam, einen länglichen Gegenstand in der rechten Hand schwenkend. Snapes Augen verengten sich.
"Ich hab ihn!!", schrie Lupin. "Ich hab ihn zur sicheren Aufbewahrung in die leere Thermoskanne gelegt! Wie konnte ich das nur vergessen?! Ich bin doch ein Esel!"
Er strahlte seine beiden Mitreisenden an, und Snape spürte plötzlich, wie jedes Fünkchen seines alten Hasses wieder in ihm aufflammte. Entspannt seufzte er auf.
"Eine Erleichterung, nicht wahr?", fragte Lupin, an ihn gewandt.
"Und wiiieeee...", stimmte ihm Snape aus tiefstem Herzen zu.
Kapitel XIII: Der Traum
In dieser Nacht hatte Snape einen Alptraum:
Er befand sich mit Minerva und Lupin auf einer großen, grünen Wiese. Sie hatten Blumen im Haar und tanzten und lachten. Sie fassten sich gegenseitig an den Händen und rannten lachend im Kreis, während ihnen die Sonne auf die Köpfe schien und die Schmetterlinge nur knapp an ihren Gesichtern vorbeiflogen. Sie alle waren in angenehmen Bunttönen gekleidet, und es sah so aus, als könnten sie sich den lieben langen Tag so weiterdrehen, sorglos und unbeschwert, bis die Sonne sich zur Ruhe neigte, immer weiter und weiter und weiter...
Snape erwachte mit einem gellenden Schrei, der sowohl ihn als auch die beiden anderen in die Höhe fahren ließ.
"Mein Gott, Severus, was haben Sie denn?", fragte Minerva sehr besorgt als sie ihrem Zeltnachbarn in die weit aufgerissenen Augen sah, die unter wirren, verschwitzen Haarsträhnen hervor ins Leere starrten.
"Haben Sie schlecht geträumt?", fragte Lupin teilnahmsvoll und wollte tröstend den Arm um Snape legen, aber der verließ bereits fluchtartig das Zelt, in dem sie letzte Nacht zu dritt eingeschlafen waren, und rannte in die Mitte der Wiese, wo er, immer noch schwer atmend, stehen blieb.
'Oh mein Gott', dachte er geschockt und merkte, wie er zitterte. Die kühle Morgenluft ließ ihn frösteln, da er klatschnass geschwitzt war. 'Ich entwickle freundschaftliche Gefühle. Ich war nett! Ich habe mich sogar ENTSCHULDIGT!'
Mit einer fahrigen Handbewegung strich er sich die verklebten Strähnen aus dem Gesicht und versuchte, zu retten, was noch zu retten war.
'Das muss sofort aufhören', dachte er. 'Sonst dreh ich noch völlig durch.'
Er wollte sich nach den Zelten umschauen, merkte aber, dass er das nicht konnte. Der Schreck saß noch zu tief. Er versuchte, bewußt langsamer zu atmen und sich zu beruhigen.
"Okay, Severus", sagte er zu sich selbst. "Das gestern war eine Ausnahme. Eine AUSNAHME! So etwas darf nie, nie wieder vorkommen!"
Nach ein paar weiteren Atemübungen schaffte er es schließlich, sich zu den Zelten umzudrehen. Lupin und Minerva konnte er im Größten sitzen sehen. Sie unterhielten sich - wahrscheinlich über ihn, denn sie warfen ihm ab und zu besorgte Blicke zu. Besorgt war er auch, er hätte sich genauso angesehen, wenn er gekonnt hätte. Aber Gott sei Dank hatte er ja noch rechtzeitig die Notbremse gezogen. Puh, das war verdammt knapp gewesen!!
Aber wie er die zwei da so sitzen sah, merkte er entsetzt, dass sich nicht mehr die gewohnte Feindseligkeit einstellte, die er zum Großteil hier auf der Tour erst so richtig aufgebaut hatte.
'Du musst es versuchen!', schärfte er sich ein. 'Du darfst nicht aufgeben! Denk dran, wer du bist! Du hast ein Gesicht zu wahren und einen Ruf zu behalten!'
Mit einem tiefen Atemzug straffte er seine Roben, bemühte sich um eine aufrechte Haltung und stakste etwas gekünstelt selbstbewusst zu den beiden hinüber, die mittlerweile das Zelt verlassen hatten und sich in der Sonne streckten. Das erinnerte Snape an den Traum, und er schauderte.
"Na, haben Sie sich beruhigt?", fragte ihn Lupin gutgelaunt. "Sie müssen ja furchtbar geträumt haben."
"Ja, allerdings", murmelte Snape, der nur noch versuchte, dieses Bild von ihnen allen Dreien, wie sie gemeinsam Ringelreihen tanzten, zu vergessen. Mit gemischten Gefühlen ging er zu seinem Rad, das immer noch platt war, und bekam Gesellschaft von Lupin.
"Tja, das ist nun wirklich übel", meinte der und neigte abwägend den Kopf zur Seite. "Nicht nur, dass das Rad nicht läuft - und wir damit schon mal lange brauchen werden, zu Fuß nach Hogwarts zu kommen - wir müssen auch noch ein Stück den Weg zurück fahren, weil ich da ja anscheinend meinen Zauberstab verloren habe... Sowas Dummes aber auch!" Er fuhr sich durch die Haare und plante im Kopf ihr weiteres Vorgehen.
Schließlich sagte er: "Am besten, ich fahre mit Minerva zurück und Sie warten hier."
"Aber könnte Minerva nicht auch hier warten?", fragte Snape zögernd. "Allein ist mir so - langweilig."
"Vier Augen sehen mehr als zwei", bemerkte Lupin weise. "Aber erstmal werden wir frühstücken! Für diesen Tag werden wir eine gute Stärkung nötig haben."
Damit ging er zurück ins Zelt, um die Brote aus seinem Rucksack zu holen. Snape blieb, wo er war, und versuchte verzweifelt, das Gefühl von Abneigung und Genervtheit gegenüber Lupin wieder herzukriegen, aber was er bekam, war höchstens ein Bruchteil von dem, was er gestern noch gefühlt hatte. Er konnte sich einfach nicht helfen, aber alles, was Lupin gerade zu ihm gesagt hatte, war vernünftig und einsehbar und machte Sinn. Es war zwar keine schöne Aussicht, möglicherweise Stunden alleine auf dieser Wiese zu sitzen, ohne ein Buch, und auf die anderen zu warten, oder die Fahrräder den ganzen Tag in der sengenden Hitze bis nach Hogwarts zu schieben, aber - er konnte es nun einmal nicht ändern. Er war über diesen Stein gefahren. Also musste er auch die Konsequenzen tragen.
Diese Art von Gedanken erschreckte ihn zutiefst. Was war nur mit ihm los? Er hatte sich auf dieser idiotischen Tour doch nicht etwa um 180° geändert - oder? Oder?!
Er versuchte gerade, nicht in Panik zu geraten, als Lupin mit einem Jubelschrei aus dem Zelt gesprungen kam, einen länglichen Gegenstand in der rechten Hand schwenkend. Snapes Augen verengten sich.
"Ich hab ihn!!", schrie Lupin. "Ich hab ihn zur sicheren Aufbewahrung in die leere Thermoskanne gelegt! Wie konnte ich das nur vergessen?! Ich bin doch ein Esel!"
Er strahlte seine beiden Mitreisenden an, und Snape spürte plötzlich, wie jedes Fünkchen seines alten Hasses wieder in ihm aufflammte. Entspannt seufzte er auf.
"Eine Erleichterung, nicht wahr?", fragte Lupin, an ihn gewandt.
"Und wiiieeee...", stimmte ihm Snape aus tiefstem Herzen zu.
