Kapitel XIV: Es geht hogwärts
Die Panne war behoben. Die Zelte waren abgebrochen. Unsere drei Helden waren wieder unterwegs. Und Snape schwebte auf einer Wolke von Glückseligkeit, an die weder die drückende Hitze, noch Lupins wiedergewonnener Elan, noch sein schwerer Rucksack auch nur annähernd herankommen konnten. Sie waren schon 3 Stunden unterwegs und hatten bereits eine Rast hinter sich, und Snape hatte kein einziges Wort von sich gegeben sondern immer nur genickt und gelächelt. Minerva und Lupin hatten deswegen angenommen, dass es ihm wie ihnen ging: Ihr Quell der liebreizenden Freundlichkeit war immer noch nicht versiegt.
Snape machte sich auch überhaupt nicht die Mühe, sie von diesem Glauben abzubringen. Er schwelgte in seiner wiedergewonnen Feindseligkeit und hätte sich nicht einmal beschwert, wenn sie noch eine Panne gehabt hätten.
Jetzt fuhr Lupin langsamer, um auf gleiche Höhe mit Snape zu kommen, und grinste diesen an als wären sie schon immer beste Kumpels gewesen.
"Na, Snape? Wie geht's?"
Snape sah ihn verklärt an. "Mein Rücken schmerzt, ich sehe aus wie eine Vogelscheuche und ich hasse diese Tour von ganzem Herzen", seufzte er lächelnd.
Lupin, der glaubte, dass Snape einen Scherz gemacht hatte, lachte kurz. "Jaja, so geht's mir auch", sagte er augenzwinkernd (was bei Snape solche Wut auslöste, dass er noch breiter lächeln musste) und fuhr wieder nach vorne. Dafür holte ihn jetzt Minerva ein.
"Das war doch eine ganz nette Tour, oder?", plapperte sie los. "Also erst dachte ich ja, Albus spinnt total, ich war ziemlich wütend, das wissen Sie ja sicher noch. Ich dachte, das gibt's doch nicht, eine Radtour in meinem Alter! Über drei Tage! Aber wissen Sie was, jetzt fand ich's doch ganz lustig, und wir haben uns ja auch alle zum Schluß ganz gut vertragen, finden Sie nicht?" Sie sah Snape an, wartete aber gar nicht auf eine Antwort. "Und sehen Sie sich nur die Landschaft an! Ich hätte von Anfang an darauf achten sollen, aber da war ich ja viel zu sehr damit beschäftigt, im Geiste einen Beschwerdebrief an Albus zu schreiben. Nun ja, wir haben ja noch ein bißchen Landschaft vor uns."
Sie blickte auf die Wiese links und auf den Fluß rechts von ihnen. "Denken Sie nur mal, wie diese Tour begonnen hat - das war ja für Sie fast noch schlimmer als für mich."
Allein die Erinnerung an die anfänglichen Demütigungen schürten in Snape den Hass so sehr, dass er fast laut gejuchzt hätte.
"Na, und sehen Sie sich jetzt an!" fuhr Minerva fort. "Sie sehen so ausgeglichen aus wie schon lange nicht mehr! Ich werde mich höchstpersönlich bei Albus bedanken - naja, oder mir zumindest anmerken lassen, dass es doch nicht so schlimm war."
Sich die Umgebung anschauend fiel sie wieder hinter Snape zurück, der der Verzückung nahe war, als er sich alles, was ihm bisher auf der Fahrt passiert war, noch einmal genauer und in Zeitlupe ansah. Diese Schmach! Diese Wut! Und dann diese Verzweiflung, als das alles nicht mehr dagewesen war... So etwas wollte er nie, nie wieder erleben!
Mit neuem Elan in die Pedale tretend fuhr er Lupin hinterher. Jeder Meter, den er zurücklegte, brachte ihn Hogwarts immer näher und ließ die ganze furchtbare Zeit auf diesem furchtbaren Gerät immer weiter in die Ferne rücken.
Die Panne war behoben. Die Zelte waren abgebrochen. Unsere drei Helden waren wieder unterwegs. Und Snape schwebte auf einer Wolke von Glückseligkeit, an die weder die drückende Hitze, noch Lupins wiedergewonnener Elan, noch sein schwerer Rucksack auch nur annähernd herankommen konnten. Sie waren schon 3 Stunden unterwegs und hatten bereits eine Rast hinter sich, und Snape hatte kein einziges Wort von sich gegeben sondern immer nur genickt und gelächelt. Minerva und Lupin hatten deswegen angenommen, dass es ihm wie ihnen ging: Ihr Quell der liebreizenden Freundlichkeit war immer noch nicht versiegt.
Snape machte sich auch überhaupt nicht die Mühe, sie von diesem Glauben abzubringen. Er schwelgte in seiner wiedergewonnen Feindseligkeit und hätte sich nicht einmal beschwert, wenn sie noch eine Panne gehabt hätten.
Jetzt fuhr Lupin langsamer, um auf gleiche Höhe mit Snape zu kommen, und grinste diesen an als wären sie schon immer beste Kumpels gewesen.
"Na, Snape? Wie geht's?"
Snape sah ihn verklärt an. "Mein Rücken schmerzt, ich sehe aus wie eine Vogelscheuche und ich hasse diese Tour von ganzem Herzen", seufzte er lächelnd.
Lupin, der glaubte, dass Snape einen Scherz gemacht hatte, lachte kurz. "Jaja, so geht's mir auch", sagte er augenzwinkernd (was bei Snape solche Wut auslöste, dass er noch breiter lächeln musste) und fuhr wieder nach vorne. Dafür holte ihn jetzt Minerva ein.
"Das war doch eine ganz nette Tour, oder?", plapperte sie los. "Also erst dachte ich ja, Albus spinnt total, ich war ziemlich wütend, das wissen Sie ja sicher noch. Ich dachte, das gibt's doch nicht, eine Radtour in meinem Alter! Über drei Tage! Aber wissen Sie was, jetzt fand ich's doch ganz lustig, und wir haben uns ja auch alle zum Schluß ganz gut vertragen, finden Sie nicht?" Sie sah Snape an, wartete aber gar nicht auf eine Antwort. "Und sehen Sie sich nur die Landschaft an! Ich hätte von Anfang an darauf achten sollen, aber da war ich ja viel zu sehr damit beschäftigt, im Geiste einen Beschwerdebrief an Albus zu schreiben. Nun ja, wir haben ja noch ein bißchen Landschaft vor uns."
Sie blickte auf die Wiese links und auf den Fluß rechts von ihnen. "Denken Sie nur mal, wie diese Tour begonnen hat - das war ja für Sie fast noch schlimmer als für mich."
Allein die Erinnerung an die anfänglichen Demütigungen schürten in Snape den Hass so sehr, dass er fast laut gejuchzt hätte.
"Na, und sehen Sie sich jetzt an!" fuhr Minerva fort. "Sie sehen so ausgeglichen aus wie schon lange nicht mehr! Ich werde mich höchstpersönlich bei Albus bedanken - naja, oder mir zumindest anmerken lassen, dass es doch nicht so schlimm war."
Sich die Umgebung anschauend fiel sie wieder hinter Snape zurück, der der Verzückung nahe war, als er sich alles, was ihm bisher auf der Fahrt passiert war, noch einmal genauer und in Zeitlupe ansah. Diese Schmach! Diese Wut! Und dann diese Verzweiflung, als das alles nicht mehr dagewesen war... So etwas wollte er nie, nie wieder erleben!
Mit neuem Elan in die Pedale tretend fuhr er Lupin hinterher. Jeder Meter, den er zurücklegte, brachte ihn Hogwarts immer näher und ließ die ganze furchtbare Zeit auf diesem furchtbaren Gerät immer weiter in die Ferne rücken.
