@nachtschatten: Isilme bedankt sich ganz doll für Dein Lob!
@Besserweiss: Sorry, das es so kurz war, aber ich habe im Moment (wie eigentlich fast immer) wenig Zeit, so daß ich Euch nicht ewig hängen lassen wollte und ihr wenigstens ein bißchen was zu lesen habt . . . ich komme halt nur nachts zum Schreiben. Aber schön, dass es Dir gefallen hat, Isilme war am nächsten Tag bei der Vorlesung ganz aufgekratzt!
@vengari: Tja, bei Isilme haben viele Chars „Feuer im Arsch"! Sie hat sich riesig über das Lob gefreut!
Aber nun zum nächsten Kapitel!
Snape öffnete die aschgrauen Lippen, um etwas zu sagen, doch kam kein Ton aus seinem Mund.
„Eigentlich wollte ich mich ja bedanken, . . . aber . . ." flüsterte Hermine und drehte sich von Snape weg, damit er nicht wieder die Tränen in ihren Augen sah. „Verzeihen Sie." hörte sie da Snapes Stimme hinter sich. „Verzeihen Sie mir meinen rauen Ton. Ich war nur voll Sorge, als sie voll . . . ich weiß nicht . . . mein Zimmer verließen. Und als ich sie dann nirgends finden konnte . . . Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, aber als ich damals, na ja, wieder Kind war, da waren Sie mir so nah und ich hatte das Gefühl, ohne Sie nicht überleben zu können. Verzeihen Sie mir . . ." Snapes Stimme brach. Hermine rührte sich nicht, es war, als hätte jemand einen Versteinerungsspruch auf sie gesprochen.
Sie spürte Snapes Hand auf ihrer Schulter.
„Miß Granger, vielleicht ist es besser, wenn wir uns nicht mehr begegnen und Sie einen anderen Kurs wählen." Entsetzt atmete Hermine auf. „Bitte Hermine, versteh mich nicht falsch, es ist nur: seit jenem Tag träume ich von Dir, jede Nacht habe ich wider das Gefühl, Du lägst neben mir in jenem Raum und wenn ich erwache, ist dort nichts . . . DAS DARF NICHT MEHR GESCHEHEN, NIE MEHR!"
Hermine spürte, wie sich die Hand von ihrer Schulter löste. Sie drehte sich um und sah, dass Snape die Hände vor seinem Gesicht verschränkt hatte.
„Ich träume auch . . ." flüsterte Hermine, um gleich darauf rot wie eine Tomate zu werden. Snape ließ die Arme fallen und schaute Hermine direkt in die Augen. In diesem Moment wurde ihm bewusst, wie schön sie war. Sie war nicht mehr das kleine Mädchen, sondern eine äußerst attraktive junge Frau.
Für einen Moment sahen sich beide tief in die Augen. Dann drehte sich Snape plötzlich aprupt um.
„Gehen Sie jetzt, Miß Granger, GEHEN SIE!" Hermine verließ geknickt den Raum. Sie wusste nicht mehr, was sie von allem halten sollte. Sie verfluchte innerlich Neville, hätte er sich nicht so dumm angestellt, wäre das alles nicht passiert . . .
„Hermine." Harry und Ron tauchten plötzlich vor ihr auf . „Was ist denn mir Dir passiert?"
„Ich war spazieren und hab mich verlaufen." sprach Hermine. „Stimmt es, dass Snape Dich gerettet hat?"
„Hm . . ." Hermine hatte das Gefühl, dass Harry und Ron ihr Löcher in den Bauch fragten und sie gab vor, noch sehr müde zu sein und verzog sich in ihr Bett. Als sie die Decke über den Kopf gezogen hatte, stellte sie fest, dass sie tatsächlich äußerst müde war. Sie schlief sofort ein.
Als sie am nächsten Morgen erwachte, dröhnte ihr Kopf, ihr war schwindelig und als sie aufstand hatte sie das Gefühl, dass ihre Knie aus Butter bestanden. Schwankend zog sie sich an.
Auf das Frühstück verzichtete sie, da sie das Gefühl hatte, dass ihr das den Magen umdrehen würde.
Statt dessen ging sie direkt in die erste Stunde und das war ausgerechnet: Tränke. Hermines Unwohlsein stieg, als sie ihren Platz einnahm. Da flog auch schon die Tür auf und Snape stand im Raum. Wie immer ging er direkt zu seinem Tisch und begann den Unterricht.
Auf dem Tagesplan stand ein Schlaftrunk. Während die Schüler ans Werk gingen, schlich Snape durch die Gänge. Hermine ging wie im Halbschlaf daran, ihre Zutaten zu mischen. Ihr war so furchtbar schlecht.
„Mr. Longbottom!" Snapes Stimme hallte durch den Raum. „Wenn sie mir erklären würden, was das werden soll! Entfernen sie sofort dieses, dieses . . . und beginnen sie von vorne!"
Hermine war wütend. Plötzlich stand Snape vor ihrem Tisch. Hermine sah ihn mit fiebrigen Augen an. „Und Sie, Miß Granger, scheinen auch nicht bei der Sache zu sein! Was glauben Sie, was Sie da machen? Wenn Sie keine Lust haben, können Sie den Kurs auch gerne verlassen!"
*Das könnte Dir so passen!* dachte Hermine und arbeitete schweigend weiter. Snapes Hand knallte vor ihr auf den Tisch. Hermine zuckte zusammen.
„Was glauben Sie, wer sie sind, dass Sie mir nicht zuhören müssen . . . Ihr Gemüt geht heute wohl mit Ihnen durch."
Hermine kochte vor Wut. Sie sprang auf, nahm ihren Kessel, kippte ihn Snape über den Kopf und fauchte: „Ich hoffe, dies hat mal wieder eine positive Auswirkung auf IHR Gemüt!"
Dann drehte sie sich um und rannte aus dem Raum, ohne auf die entsetzten Gesichter und das wutverzerrte Gesicht Snapes zu achten. Sie knallte die Tür hinter sich zu.
Auf dem Flur lehnte Hermine sich an die Wand, alles drehte sich und ihr war furchtbar schlecht.
Was hatte sie da eigentlich gerade getan? Hermine musste sich setzen, ihre Füße trugen sie nicht mehr. Sie hatte das Gefühl, sich übergeben zu müssen. Ein eiskaltes Kribbeln war in all ihren Gliedern. Sie schloß die Augen, doch das Drehen hörte nicht mehr auf.
Als sie die Augen öffnete, sah sie Snape vor sich stehen, vor Wut kochend und wie ein begossener Pudel. Seine Lippen waren zusammengekniffen. Er sprach nicht, sah sie nur an. Er begann vor Hermines Augen zu verschwimmen.
„Ich weiß nicht, was Sie glauben macht, dass Sie sich alles herausnehmen können, Miß Granger." hörte sie Snapes Stimme aus der Ferne zu ihr dringen. „Jetzt stehen Sie auf und begleiten mich zu Dumbledore. Ich denke, Sie brauchen eine extra strenge Behandlung."
Hermine versuchte aufzustehen, aber ihre Beine trugen sie nicht. Sie stürzte zu Boden und schlug mit dem Kopf auf den Steinboden. Sie spürte noch das Blut auf ihrer Stirn, dann verlor sie das Bewusstsein.
Das erste, was sie wieder mitbekam, war, dass sich McGonagall, Snape, Dumbledore und Madam Pomfrey über sie beugten und sie hörte Madam Pomfrey leise und besorgt sprechen:
„Es ist das Spinnengift. Ich hätte nicht gedacht, dass es so stark ist. Hätte ich es gemerkt, hätte ich sie doch nie gehen lassen . . ."
„Machen sie sich keine Vorwürfe." sprach Dumbledore.
„Wie steht es mit ihr?" hörte sie McGonagall.
„Ich habe ihr ein Gegenmittel gegeben, jetzt können wir nur noch warten. Aber ich muß gestehen, dass es nicht gut aussieht, wir können nur noch hoffen . . ."
Snape stöhnte auf.
Danach verlor Hermine erneut das Bewusstsein. Als sie das nächste mal wach wurde, spürte sie eine Hand auf ihrer Stirn. Hermine versuchte zu sprechen.
„Sei ganz ruhig, versuch nicht zu sprechen . . ." hörte sie Snapes Stimme sanft neben sich. „Verzeihung." krächzte Hermine schwach.
„Mach Dir darüber keine Sorgen, ist schon längst verziehen. Sei jetzt still und ruh Dich aus, Du brauchst noch viel Kraft." Hermine dämmerte erneut ins Schwarze.
