VERGEBT MIR!!! BITTE!!
Es tut mir schrecklich leid, dass es (wiedereinmal) so ewig gedauert hat! Aber es gibt Gründe: 1. die Silberhochzeit meiner Eltern (echter Streß!!) und 2. die HdR Premiere – 12 Stunden Kino und es war absolut GENIAL!!! Ich hoffe, ihr habt Verständnis.
Zur Entschädigung habe ich zwei Kapitel hochgeladen.
Vielen Dank an alle Reviewer und Gruß an alle neuen.
Als sie wieder erwachte, hatte sie erstmals das Gefühl, sich nicht gleich übergeben zu müssen. Sie schaute sich um. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie sah, dass Snapes Kopf auf ihrer Decke ruhte und er ihre Hand hielt. Dann schlief sie erneut ein.
Als sie erneut erwachte, war es Nacht. Am Fenster zeichneten sich schattenhaft die Umrisse Snapes ab. Hermine hustete und Snape stürmte sofort an ihr Bett. Besorgt sah er sie an.
„Hermine . . ." flüsterte er.
„Ich habe Durst." krächzte Hermine.
Snape nahm ein Glas Wasser und setzte es ihr an die Lippen. Hermine trank sehr langsam. Ihre Kehle brannte und noch immer war ihr Kopf ganz heiß vor Fieber.
„Geht es besser?" fragte Snape. Hermine nickte.
„Ich habe mir furchtbare Sorgen gemacht. Du hattest Recht, ich habe mich unmöglich benommen." sagte er. Hermine wollte etwas sagen, doch er unterbrach sie.
„Ich hätte merken müssen, das etwas nicht stimmt, statt dessen fange ich an, Dich zu tyrannisieren . . . „
„Schon verziehen." flüsterte Hermine mit einem Lächeln.
Snape stand wieder auf und ging zum Fenster. „Ich werde Hogwarts verlassen."
„NEIN!" schrie Hermine auf, um dann mit einem Hustenanfall in die Kissen zurückzusinken. Snape eilte an ihr Bett und hielt sie fest, bis sich der Hustenanfall gelegt hatte.
„Warum?" flüsterte Hermine.
„Es ist etwas passiert, was einem Lehrer niemals passieren sollte und heute Nacht ist mir bewusst geworden, dass ich Dir nur Unglück bringe, wenn ich bleibe."
„Nein." flüsterte Hermine.
„Bitte Hermine . . . es ist: ich, ich, ich . . ." Snape wand den Blick von ihr ab. Hermine hob ihre Hand und berührte Snapes Wange. Er zuckte zusammen.
„Bitte nicht . . ." flüsterte Snape. Er sah Hermine direkt in die Augen. „Hermine, ich, ich lie . . ." In diesem Moment waren Schritte zu hören und Madam Pomfrey betrat den Raum.
Erneut gab sie Hermine etwas zu trinken, das, wie sie fand, furchtbar schmeckte. Snape wartete am Fenster. Hermine beobachtete ihn, er wirkte unruhig und nervös.
Nachdem Madam Pomfrey fertig war mit der Untersuchung, gebot sie Hermine, sich weiter auszuruhen. Dann ging sie.
Hermine starrte Snape weiter an.
„Du solltest schlafen." sagte er, ohne sie weiter anzusehen.
„Kann ich nicht." antwortete Hermine. „Severus." Snape drehte sich um. "Was wolltest Du sagen?"
„Nichts." Hermine stemmte sich auf und streckte die Füße aus dem Bett, vorsichtig stand sie auf. Sofort wurde ihr schlecht und sie schwankte. Wankend schritt sie zum Fenster. Schwer atmend kam sie dort an und stellte sich neben Snape.
„Bist Du verrückt?" sprach er entsetzt. Hermines Beine gaben nach. Snape fing sie auf und wollte sie zurück ins Bett bringen.
„Nein." sagte Hermine. „Nur, wenn Du versprichst zu bleiben. Es ist nur noch ein halbes Jahr und ich werde Dir auch nicht mehr zu nahe kommen." Snape lächelte und strich ihr eine verschwitze Haarsträhne aus dem Gesicht. Vorsichtig legte er sie aufs Bett und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Er lächelte.
Dann stand er auf und sah sie an. „Ich liebe Dich."
Dann rannte er ohne sich noch einmal nach ihr umzudrehen aus dem Raum. Hermine starrte ihm nach. Lange konnte sie nicht einschlafen.
Als Hermine am nächsten Morgen erwachte, fühlte sie sich viel besser. Sie konnte sich ihne Mühe aufrichten. Vor ihrem Bett standen Blumen mit einer Karte von Ron und Harry. Die beiden waren vor dem Unterricht dagewesen und würden später noch einmal wiederkommen.
Da öffnete sich die Tür und Snape betrat den Raum. Er war blass.
Hermine lächelte ihn an. Schüchtern lächelte er zurück. Er nahm einen Stuhl und stellte ihn neben ihr Bett. Schweigend starrte er auf den Boden, während er sich setzte.
„Du wirst nicht gehen, oder?" fragte Hermine. Snape schüttelte den Kopf.
„Ich habe mit Dumbledore gesprochen, er wusste schon längst davon." Snape sah sie an. „Er wünscht uns viel Glück, aber er bat, noch ein halbes Jahr zu warten, bevor ich es jemandem sage."
Hermine starrte ihn mit offenem Mund an.
„Hermine, bitte sag mir, liebst Du mich auch?" sprach Snape voller Angst. Hermine schwieg. Snape sprang auf.
„Hermine, bitte quäle mich nicht. Wenn ich mir etwas eingebildet habe . . .!" Hermine lächelte und streckte den Arm nach ihm aus, um seine Hand zu fassen. Vorsichtig zog sie ihn an ihr Bett und schlang die Arme um seinen Hals. Ihren Kopf lehnte sie an seine Schulter.
„Ich liebe Dich." flüsterte sie und spürte die warmen Tränen, die von Snapes Wange auf ihren Hals tropften.
