Titel: Narben der Gewalt

Teil: 2/?

Fanfiction: Lord of the Rings

Rating: PG: NC-17

Warnung: [fic] [slash] [AU/OOC] [rape/sex] [MPreg] [angst] [dark]

Pairing: Legolas/Aragorn

Disclaimer: Alles was sich auf 'Lord of the Rings' bezieht gehört J.R.R. Tolkien, die Rechte es Liedes "Das Tier in mir" liegen bei 'E Nomine' und ich verdiene kein Geld hiermit.

Kommentar:

@Shelley...Wie immer ganz lieben Dank fürs Beta!!...Und ich glaube Legolas mit Hobbitfüßen wäre dann doch ein sehr lustiges Bild *grins*...Und lass dich überraschen wer der Typ ist, du wirst es als erste erfahren...*smile*

@Mel...Ich schreibe mitreißend *blush* Danke!

@Mary Hawk...Es freut mich, wenn es dir "gefallen" hat. Ich hoffe du bleibst mir treu.

@Legobaustein...Okay, du gibst mir Rätsel auf...Kenne ich dich? *grübel*...Und wie du siehst habe ich weiter gemacht...*smile*...HDL?...Möchte wirklich gerne einmal wissen wer du bist *neugier*

Viel Spaß beim Lesen!

C&C wie immer willkommen!

~*~*~*~

Sein Peiniger hatte schon vor Stunden von ihm abgelassen, aber Legolas lag noch immer regungslos auf seinem, früher geliebten, Stein. Die Efeufesseln hatten sich tief in seine Haut geschnitten, doch er merkte es gar nicht.

Seine Augen waren starr gen Himmel gerichtet. Wolken waren aufgezogen und vereinzelt fanden Regentropfen den Weg auf seinen nackten Körper.

Das Blut zwischen seinen Beinen war schon längst getrocknet und spannte unangenehm auf seiner Haut - es war ihm egal. Und selbst wenn er jetzt und hier sterben würde, auch das wäre ihm gleich gewesen.

Doch ein kleiner Funken loderte in seinem Innersten auf, der Funken, der ihn anspornte zu überleben, sich jetzt nicht aufzugeben. Dieser kleiner Wille ließ ihn die Zähne zusammen beißen und die Arme heben, so dass die Fesseln noch tiefer schnitten, aber dann, nach einigem Zerren, der Kraft nachgaben und rissen.

Legolas rutschte vornüber von dem Stein, sank auf die Knie und lehnte seinen Oberkörper an den Felsen. Er schloss die Augen. Schwindel kam in ihm auf und er verlor die Orientierung. Ehe er sich versah saß er mit seinem bloßen Hintern im immer feuchter werdenden Gras.

Schwerfällig öffnete er die Augen, blinzelte verwirrt umher, während der Regen immer mehr zunahm. Er stellte seine Beine auf, und schlang seine Arme um diese.

Kälte! Nichts als Kälte umgab ihn und sein schlanker Körper zitterte wie Espenlaub. Selbst seine eigenen Körperwärme schien ihn nicht wärmen zu können.

Leicht wiegte er sich hin und her, vor und zurück. Wie ein kleines Kind, welches man zu trösten versuchte. Es fehlte nur noch die beschwichtigende Stimme, die auf ihn einredete, dass alles gut werden würde.

Nichts würde mehr gut werden.

Der Regen wurde immer stärker. Seine Haare klebten ihm schon im Gesicht und auf Rücken und Schultern und kleine Regentropfen tropften von den Haarsträhnen. Seine Haut schien schon durchweicht zu sein, und doch nahm er den Regen nicht wirklich wahr.

Ein Geräusch im Wald ließ ihn zusammen schrecken und auffahren. Mit Angst in den Augen drehte er sich um. Er würde doch nicht zurück kommen?

Eine seiner Hände vergrub sich in die Pflanze, die den Stein bewucherte. Langsam zog er sich hoch. Kaum stand er auf seinen Füßen hatte er schon das Gefühl, dass ihm seine Knie versagten.

Einen kurzen Moment stand er da und atmete tief durch. Dann griff er nach seiner Hose, die noch immer um seine Füße gewickelt war und zog sie sich fahrig über die Hüften.

Sein Körper schmerzte bei jeder seiner Bewegung, doch dies realisierte er nur wie durch Watte.

Seine Arme umschlangen seinen schlanken Oberkörper, hielten die zerfetzte Tunika und verbargen die Schnitte auf seiner Haut, während der Regen noch immer unaufhaltsam auf ihn einprasselte.

Völlig abwesend setzte er einen Fuß vor den anderen und schritt durch den Wald. Bei jedem noch so kleinen Geräusch schreckte er zusammen, schaute sich angsterfüllt um und beschleunigte fast schon panisch seine Schritte.

Tränen bahnten sich ihren Weg über seine Wangen. Tränen der Verzweiflung, der Angst und der Scham. Unaufhaltsam liefen sie, und Legolas konnte sie nicht kontrollieren, wie ein Schleier lagen sie vor seinen Augen.

Er wischte sie sich auch nicht vom Gesicht, das Salzwasser vermischte sich mit dem des Regens und lief seinen Körper hinunter.

Genauso unbemerkt wie er aus seinem Zimmer verschwunden war, kam er wieder in diesem an. Leise fiel seine Tür ins Schloss und er lehnte sich mit dem Rücken an diese.

Erneut versagten seine Knie, und er rutschte an der Tür zu Boden. Er bettete seinen Kopf auf die angezogenen Beine, schlug ein paar Mal mit seiner Stirn gegen seine Kniescheiben.

Niemand, niemand durfte jemals davon erfahren. Es war seine Schuld gewesen, ganz allein seine. Er hatte er es herausgefordert.

Legolas hatte immer auf sein Aussehen geachtet. Er hatte es genossen, dass die Blicke der anderen Elben des öfteren auf ihm lagen, vor Bewunderung und auch vor Neid. Es war nur eine Frage der Zeit gewesen, bis ihm so etwas passierte.

Leichte nickte er mit dem Kopf, als würde er sich selbst als Bestätigung zunicken, dass das was er dachte der Wahrheit entsprach.

Enger zog er die Beine an den Oberkörper, versuchte sich selbst zu wärmen. Es misslang. Er fühlte sich dreckig und beschmutzt, ausgenutzt. Ihm war in dieser Nacht etwas genommen wurden, was er nicht leichtfertig hatte verschenken wollen.

Er musste sich reinigen, er musste diesen Schmutz von seinem Körper waschen. Mit zitternden Knien stand er auf und tastete sich zu einem kleinen Raum vor, der ihm als Badezimmer diente.

Ein natürlicher Bachlauf füllte das kleine Becken, was ihm als Wanne diente und wo er sich des morgens und abends immer wusch. Auf einem kleinen Stein standen verschieden Öle und Düfte, die sein Bad immer angenehm erschienen ließen. Daneben lag ein Schwamm, der zur Reinigung dienen sollte.

Legolas fuhr mit den Fingerspitzen durch das Wasser. Es war eiskalt. Sonst wurde das Wasser des Baches durch Rinnen geleitet, die von unten durch Feuer erwärmt wurden. Somit hatte Legolas normalerweise warmes Wasser. Zu dieser morgendlichen Stunde jedoch waren die Feuer noch nicht geschürt. Doch dies war ihm jetzt egal.

Er zog sich die Fetzen seiner Tunika vom Leib und ließ sie achtlos zu Boden fallen. Sekunden später folgte seine Hose. Und noch als er in die Wanne stieg, dachte er daran, dass er diese Sachen verschwinden lassen musste.

Die Kälte des Wassers um sich herum nahm er gar nicht wahr. Auch nicht die Schmerzen, die es verursachte als er sich hinsaß und es sich mit den frischen Wunden an Oberkörper und Handgelenken vermischte.

Gänsehaut bildete sich seinen ganzen Körper entlang. Er fröstelte, aber es war eher eine innere Kälte, als die des Wassers.

Wie in Trance griff er nach dem Schwamm und gab etwas Öls darauf. Erst langsam fuhr er damit seinen Arm auf und ab, bis seine Bewegungen immer schneller und härter wurden.

Wie ein Irrer rubbelte er auf seinem Arm herum, so dass die Weichheit des Schwammes sich in ein hartes, kratzendes Etwas verwandelte.

'Ich muss es abwaschen, ich muss es abwaschen', fuhr es ihm nur noch durch den Kopf und sein Tun nahm an Kraft zu.

Wie besessen fuhr er mit dem Schwamm über seinen Arm und Oberkörper, er nahm immer mehr von seinen Ölen, und leerte fast 2 Flakons.

Der wohlriechende Schaum vermischte sich mit dem Blut, welches aus seinen Wunden floss. Es war ihm gleich, ob er es mit seinem Waschen noch verschlimmerte, und auch als seine Haut verdächtig rot unter der Strapaze wurde, die er ihr gerade zumutete, ließ ihn das kalt.

'Ich muss wieder rein werden, nichts von ihm darf mehr an mir kleben, nichts', schwirrte durch seinen Geist.

Geschafft von der ungewollten Anstrengung ließ er den Schwamm in das Wasser fallen und legte sich in die Wanne, seine Augen geschlossen und umgeben von dem Geruch von Seife und Blut.

Er wusste nicht, wie lange er im Wasser gelegen hatte, doch irgendwann raffte er sich auf und stieg aus dieser. Fahrig griff er nach einem Tuch, und wickelte es sich um seinen Körper. Er trocknete sich nicht ab, sondern schlich einfach zurück in sein Zimmer.

Dort ließ er sich achtlos auf sein Bett fallen, kuschelte sich zusammen, nahm eine embryo-ähnliche Position ein. Legolas griff nach seiner Decke und zog sie über sich, ehe er in einen traumlosen Schlaf fiel.

~*~*~*~

Vielen Dank fürs Lesen!

n/a...Sicher, es ist nicht "schön", aber ich hoffe es hat euch dennoch gefallen.

Sparrow