Titel: Narben der Gewalt
Teil: 4/?
Fanfiction: Lord of the Rings
Rating: PG: NC-17
Warnung: [fic] [slash] [AU/OOC] [rape/sex] [MPreg] [angst] [dark]
Pairing: Legolas/Aragorn
Disclaimer: Alles was sich auf 'Lord of the Rings' bezieht gehört J.R.R. Tolkien und ich verdiene kein Geld hiermit.
Kommentar:
Einen lieben Dank für Shelley fürs beta lesen *knuddel* Und Leggie und Ara finden sicher zusammen *zwinker*
@Lady-of-Gondor...du darfst weiter gespannt sein, was Aragorn wohl tun wir *smile* Und ich hoffe du hast weiterhin Freude an der Story.
@Danii20...*tz* Augen auf machen Süßes...das steht da, wie lange Legolas schon "damit rumläuft" *smile* Und schau, das nächste Chap war doch relativ fix da.
@May20...Oh ja...ich habe es getan *grins*...Und da die Story recht früh spielt, darf sich Aragorn auch mal verlaufen *kicher*...Und es freut mich, dass dir die Gesichte gefällt.
@Mel...Nun ja, nicht wirklich berauschend...aber er wird das schon wieder hin bekommen...hofft man zumindest *gg*...Und bald bald wird es so weit sein, dass sie sich näher kennen lernen...Lass dich überraschen...Und Legolas wird die Begegnung sicher nicht kalt lassen, und nochmal ja, auf Thranduil wird später auch noch näher erwähnt...keine Sorge...
@Ari...es freut mich auch von dir solch ein Kompliment zu lesen *strahl* Und es wäre doch sehr schade, wenn sie die beiden nicht anfreunden würden, oder? *zwinker*
Jetzt allen viel Spaß beim Lesen!
~*~*~*~
Legolas hatte es auf einmal sehr eilig sich von dem Fremden zu entfernen. Es war seit einiger Zeit das erste Mal gewesen, dass er wieder mit einer anderen Person geredet hatte.
Aus den Augenwinkeln nahm er wahr, dass der Mensch - dessen Name er nicht kannte - sein Pferd auf das große Tor mit den davor stehenden Wachen steuerte. Insgeheim war er neugierig was der Mann von seinem Vater wollte.
Er sah nicht aus wie ein Beauftragter von einem der Menschenreiche, und von einem der Elben schon gleich gar nicht. Eher schien seine Aufmachung die eines Waldläufers zu gleichen. Ein Waldläufer der sich verlaufen hat.
Ein schwaches Grinsen umspielte Legolas' Lippen und er erschrak fast selbst darüber, dass er noch zu solch einer Regung fähig war. Lange hatten sich keine freudigen oder lustigen Gedanken in seinen Kopf geschlichen.
Leicht mit dem Kopf schüttelnd begab sich Legolas in seine Gemächer, welche ein wenig abseits von denen seines Vater lagen. Die Tür fiel laut ins Schloss und der Elb durchquerte den Raum.
Seine Aufmerksamkeit fiel auf einen kleinen Umschlag, welcher auf einem kleinen Tablett auf seinem Nachttisch lag. Überrascht zog der Elb eine seiner fein geschwungenen Augenbrauen hoch und ging zu dem Nachtschränkchen.
Im gleichen Atemzug wie er den Brief in seine Finger nahm ließ er sich auf sein Bett nieder. Er stutzte erneut als er das Siegel seines Vaters auf dem Umschlag erkannte, das konnte nichts Gutes heißen.
Seine fast schon knochigen Finger öffneten den Umschlag und zogen das dünne Pergament heraus. Rasch überflogen die müden trüben Augen des Elben die Zeilen.
Seufzend ließ er sich rücklings auf sein Bett fallen und starrte an die Decke. Der Brief glitt durch seine Finger und fiel unbeachtet auf den Boden.
Eine Veranstaltung. Heute. Sein Erscheinen war gewünscht... Legolas wollte nicht. Er hievte seine Beine mit auf das Bett und rollte sich in die Tagesdecke ein.
Der Elb zog die Knie bis an die Brust und schloss die Augen. Elben. Massenansammlung. Er würde angestarrt werden. Er würde beachtet werden. Und dabei wollte er doch nur im Nichts verschwinden.
Kopfschmerzen überkamen ihn, gekoppelt mit einer leichten Übelkeit. Legolas schob es auf das wenige Essen und versuchte es so gut es ging zu ignorieren. Er mochte seinen Körper nicht, und auch kein anderer sollte je wieder Gefallen an ihm finden.
Was machte es, wenn er irgendwann nur noch Haut und Knochen war? Nichts, ihm war es egal. Instinktiv zog er seine Knie noch höher, um die aufkommende Kälte und das Zittern zu unterdrücken.
Legolas sehnte sich nach Ruhe, das alles vorbei war.
~*~
Aragorn zügelte kurz den Braunen und mit einem kurzen Ruck blieb sein treuer Weggefährte stehen. Leicht schwang sich der Dúnadan aus dem Sattel und führte sein Pferd die restlichen Meter zu dem Tor.
Die elbischen Wächter waren schon auf ihn aufmerksam geworden und hatten Haltung angenommen, bereit, jeden feindlichen Besuch in die Flucht zu schlagen. Aragorn wollte soeben ein Wort zum Gruß erheben, als ihm einer der Wachmänner zuvor kam.
"Was wollt Ihr, Fremder?" herrschte er ihn mit einer Stimmlage an, die keine Widerrede zu dulden schien. Aragorn bewahrte Ruhe; Freundlichkeit stand wohl nicht auf dem Plan dieser Männer, aber sie hatten auch eine wichtige Aufgabe zu bewerkstelligen.
"Mir ist zu Ohren gekommen, dass König Thranduil noch einige Mannen sucht, und ich wollte ihm vorsprechen", antwortete Aragorn wahrheitsgemäß.
Abschätzig wurde er von beiden gemustert.
"Ein Mensch?"
"Ich habe sicherlich einige Fähigkeit, die Thranduil nützlich sein könnten", versuchte sich Aragorn so gut wie möglich zu verkaufen, und wählte deswegen seine Worte in Sindarin. Denn ihm war klar, wenn er schon an den Wachen scheitern würde, dann hätte er sicher keine gute Chancen auf einen bezahlten Arbeitsplatz.
Aragorn straffte die Schultern, um seine Worte noch zu unterstreichen und ein best mögliches Bild ab zu geben.
"Nun gut, tretet ein", sagte schließlich einer der Wachen - welcher sichtlich überrascht war, dass ein Mensch die Sprache der Elben fließend beherrschte - in dem er einen Schritt zur Seite trat, und - zusammen mit dem anderen Wachmann - das Tor öffnete. Der Mensch nickte den beiden Elben freundlich zu und betrat dann den Innenhof.
Neugierig ließ er seinen Blick über den großen Hof schweifen und kam sich doch ein klein wenig verloren, vor hier mitten so im Nichts zu stehen. Doch das war bald Vergangenheit, da aus versteckten Ecken 3 Elben auf ihn zutraten.
Er wurde freundlich mit einem "Willkommen" begrüßte, welches er ebenso erwiderte. Der eine Elb bat ihn um die Zügel seines Pferdes und ein anderer um sein Schwert. Ersteres gab er ohne schlechtes Gewissen ab, die Elben würden sich mit Sicherheit gut um sein Pferd kümmern.
Doch bei dem zweiten zögerte er ein klein wenig, und willigte erst ein, als ihm versichert wurde, dass ihm in den Hallen Thranduils keine Gefahr drohte. Die beiden Elben entfernten sich, und Aragorn schaute noch einmal kurz seinem Pferd und Schwert nach.
"Folgt mir bitte."
Durch die Stimme des dritten Elben wurde er aus seinen Gedanken zurück geholt und er nickte abermals freundlich.
Aragorn folgte ihm, wie es ihm geheißen wurde. Der Elb führte ihn durch einige Gänge, bis er vor einer großen, mit Holzschnitzereien versehenen Tür stoppte. Er verbeugte sich kurz höflich und entfernte sich dann, ohne ein weiteres Wort, von Aragorn.
Der Mensch erhob - innerlich noch einmal tief durchatmend - die Hand und klopfte an der Tür. Dunkel und hohl hallten seine Schläge von den Wänden ab.
"Ja bitte", hörte es Aragorn matt hinter der Tür erklingen und er drückte die Klinge hinunter. Mit ungeahnter Leichtigkeit ließ sich die Tür öffnen und Aragorn betrat das Zimmer.
Schnell machte er sich einen Eindruck von dem Zimmer. Es war spärlich, aber geschmackvoll eingerichtet. Zu seiner Rechten befand sich ein großes Regal, in dem sich Bücher, Hefte, Mappen und Karten stapelten. An der linken Wand hingen ein paar Bilder, die Aragorn nicht näher deuten konnten.
Direkt vor ihm stand ein großer Schreibtisch, hinter dem in einem bequem aussehenden Sessel ein dunkelhaariger Elb saß. Vor dem Tisch lag ein fein geknüpfter Teppich, auf welchen Aragorn nun trat
"Ihr wünscht?" fragte der Elb und schaute von seinen Unterlagen auf.
Aragorn war über den Teppich gelaufen, und stoppte nun unmittelbar vor dem Tisch. Aragorn nahm schnell die Gesichtszüge des Elben in sein Gedächtnis auf, so dass er ihn später - wenn es denn nötig sein sollte - wieder erkennen würde.
Doch das sollte kein Problem darstellen, denn Aragorn hatte noch nie einen Elben mit solch einer Augenfarbe gesehen. Im Schein der Kerzen, welche auf dem Tisch standen, schimmerten sie rötlich.
Dies alles nahm er so schnell wahr, dass seine Antwort nur Sekunden später nach der Frage durch den Raum hallte.
"Ich bin hier, um mich König Thranduil vorzustellen, da mir zu Ohren gekommen ist, dass er noch Leute sucht", erzählte Aragorn nun schon zum zweiten Mal an diesem Tag.
Der Elb ließ seine Blick von oben nach unten, und von unten nach oben über den Menschen gleiten, ehe sich ein falsches Grinsen auf seine Lippen legte.
"Nun denn. Ich bin Carnil, der erste Beauftragte von Thranduil. Ihr werdet einsehen, dass man den König nicht mit solch Lappalien behelligen sollte."
Aragorn nickte, doch im gleichen Moment beschloss er, diesen Elb nicht zu mögen. Dieser hatte etwas in seiner Art, was Aragorn nicht behagte.
"Seid Ihr des Schreibens fähig?" fragte Carnil großkotzig.
"Bin ich."
"Fein. Dann füllt bitte dieses Pergament aus."
Carnil reichte Aragorn ein Papier und eine Feder, die er entgegen nahm. Den Schreibtisch des Beauftragten benutzend füllte der Mensch den Bogen aus, und reichte ihn Carnil zurück.
Dieser überflog es kurz, indem er ab und zu von dem Papier zu Aragorn auf sah und es dann beiseite legte.
"Streicher also...gut...heute abend gibt der König ein Fest. Ihr werdet bei den Vorbereitungen helfen und Euch dann ein wenig abseits des Festes aufhalten. Es ist sicher nicht erforderlich, aber vielleicht gibt es Übergriffe von außen. Einige der reisenden Elben berichteten von Orkübergriffen am Rande des Waldes.
Und wenn dem so wäre, können die Wachen jede nützliche Hand gebrauche, und wenn es die eines Menschen ist.
Während eurer Aufgabe hier bekommt Ihr ein Zimmer in einem der Nebengebäuden. Bezahlung ist je nach Qualität und Quantität der Arbeit. Also strengt Euch an.
Noch Fragen?"
Aragorn hatte die Worte von Carnil über sich ergehen lassen, und überlegte nun wirklich, ob er das hier wollte und die abschätzige Art des Beraters gefiel ihm auch nicht. Das war eigentlich nicht die Aufgabe, die er sich erwünscht hatte. Und kurz überlegte er, ob sie denn nicht auch unter seiner Würde war, wenn man bedachte, wer er im Grunde war.
Innerlich schüttelte er mit dem Kopf, nein, darauf legte er keinen Wert. Er war jetzt hier als Streicher.
"Nein, keine Fragen", antwortete er schließlich.
"Gut."
Carnil zog an einer Kordel, welche neben ihm von der Decke herab baumelte und kurze Zeit später trat der Elb, welcher Aragorn schon her geführt hatte, in das Zimmer.
"Er wird Euch den Weg zeigen."
Und damit widmete sich Carnil wieder seinen Schriften und Aragorn folgte erneut dem Elben.
~*~*~*~
Danke fürs Lesen!
n/a..Und seid ihr gespannt was auf dem Fest passieren wird? Lasst es mich wissen.
Liebe Grüße
Sparrow
Teil: 4/?
Fanfiction: Lord of the Rings
Rating: PG: NC-17
Warnung: [fic] [slash] [AU/OOC] [rape/sex] [MPreg] [angst] [dark]
Pairing: Legolas/Aragorn
Disclaimer: Alles was sich auf 'Lord of the Rings' bezieht gehört J.R.R. Tolkien und ich verdiene kein Geld hiermit.
Kommentar:
Einen lieben Dank für Shelley fürs beta lesen *knuddel* Und Leggie und Ara finden sicher zusammen *zwinker*
@Lady-of-Gondor...du darfst weiter gespannt sein, was Aragorn wohl tun wir *smile* Und ich hoffe du hast weiterhin Freude an der Story.
@Danii20...*tz* Augen auf machen Süßes...das steht da, wie lange Legolas schon "damit rumläuft" *smile* Und schau, das nächste Chap war doch relativ fix da.
@May20...Oh ja...ich habe es getan *grins*...Und da die Story recht früh spielt, darf sich Aragorn auch mal verlaufen *kicher*...Und es freut mich, dass dir die Gesichte gefällt.
@Mel...Nun ja, nicht wirklich berauschend...aber er wird das schon wieder hin bekommen...hofft man zumindest *gg*...Und bald bald wird es so weit sein, dass sie sich näher kennen lernen...Lass dich überraschen...Und Legolas wird die Begegnung sicher nicht kalt lassen, und nochmal ja, auf Thranduil wird später auch noch näher erwähnt...keine Sorge...
@Ari...es freut mich auch von dir solch ein Kompliment zu lesen *strahl* Und es wäre doch sehr schade, wenn sie die beiden nicht anfreunden würden, oder? *zwinker*
Jetzt allen viel Spaß beim Lesen!
~*~*~*~
Legolas hatte es auf einmal sehr eilig sich von dem Fremden zu entfernen. Es war seit einiger Zeit das erste Mal gewesen, dass er wieder mit einer anderen Person geredet hatte.
Aus den Augenwinkeln nahm er wahr, dass der Mensch - dessen Name er nicht kannte - sein Pferd auf das große Tor mit den davor stehenden Wachen steuerte. Insgeheim war er neugierig was der Mann von seinem Vater wollte.
Er sah nicht aus wie ein Beauftragter von einem der Menschenreiche, und von einem der Elben schon gleich gar nicht. Eher schien seine Aufmachung die eines Waldläufers zu gleichen. Ein Waldläufer der sich verlaufen hat.
Ein schwaches Grinsen umspielte Legolas' Lippen und er erschrak fast selbst darüber, dass er noch zu solch einer Regung fähig war. Lange hatten sich keine freudigen oder lustigen Gedanken in seinen Kopf geschlichen.
Leicht mit dem Kopf schüttelnd begab sich Legolas in seine Gemächer, welche ein wenig abseits von denen seines Vater lagen. Die Tür fiel laut ins Schloss und der Elb durchquerte den Raum.
Seine Aufmerksamkeit fiel auf einen kleinen Umschlag, welcher auf einem kleinen Tablett auf seinem Nachttisch lag. Überrascht zog der Elb eine seiner fein geschwungenen Augenbrauen hoch und ging zu dem Nachtschränkchen.
Im gleichen Atemzug wie er den Brief in seine Finger nahm ließ er sich auf sein Bett nieder. Er stutzte erneut als er das Siegel seines Vaters auf dem Umschlag erkannte, das konnte nichts Gutes heißen.
Seine fast schon knochigen Finger öffneten den Umschlag und zogen das dünne Pergament heraus. Rasch überflogen die müden trüben Augen des Elben die Zeilen.
Seufzend ließ er sich rücklings auf sein Bett fallen und starrte an die Decke. Der Brief glitt durch seine Finger und fiel unbeachtet auf den Boden.
Eine Veranstaltung. Heute. Sein Erscheinen war gewünscht... Legolas wollte nicht. Er hievte seine Beine mit auf das Bett und rollte sich in die Tagesdecke ein.
Der Elb zog die Knie bis an die Brust und schloss die Augen. Elben. Massenansammlung. Er würde angestarrt werden. Er würde beachtet werden. Und dabei wollte er doch nur im Nichts verschwinden.
Kopfschmerzen überkamen ihn, gekoppelt mit einer leichten Übelkeit. Legolas schob es auf das wenige Essen und versuchte es so gut es ging zu ignorieren. Er mochte seinen Körper nicht, und auch kein anderer sollte je wieder Gefallen an ihm finden.
Was machte es, wenn er irgendwann nur noch Haut und Knochen war? Nichts, ihm war es egal. Instinktiv zog er seine Knie noch höher, um die aufkommende Kälte und das Zittern zu unterdrücken.
Legolas sehnte sich nach Ruhe, das alles vorbei war.
~*~
Aragorn zügelte kurz den Braunen und mit einem kurzen Ruck blieb sein treuer Weggefährte stehen. Leicht schwang sich der Dúnadan aus dem Sattel und führte sein Pferd die restlichen Meter zu dem Tor.
Die elbischen Wächter waren schon auf ihn aufmerksam geworden und hatten Haltung angenommen, bereit, jeden feindlichen Besuch in die Flucht zu schlagen. Aragorn wollte soeben ein Wort zum Gruß erheben, als ihm einer der Wachmänner zuvor kam.
"Was wollt Ihr, Fremder?" herrschte er ihn mit einer Stimmlage an, die keine Widerrede zu dulden schien. Aragorn bewahrte Ruhe; Freundlichkeit stand wohl nicht auf dem Plan dieser Männer, aber sie hatten auch eine wichtige Aufgabe zu bewerkstelligen.
"Mir ist zu Ohren gekommen, dass König Thranduil noch einige Mannen sucht, und ich wollte ihm vorsprechen", antwortete Aragorn wahrheitsgemäß.
Abschätzig wurde er von beiden gemustert.
"Ein Mensch?"
"Ich habe sicherlich einige Fähigkeit, die Thranduil nützlich sein könnten", versuchte sich Aragorn so gut wie möglich zu verkaufen, und wählte deswegen seine Worte in Sindarin. Denn ihm war klar, wenn er schon an den Wachen scheitern würde, dann hätte er sicher keine gute Chancen auf einen bezahlten Arbeitsplatz.
Aragorn straffte die Schultern, um seine Worte noch zu unterstreichen und ein best mögliches Bild ab zu geben.
"Nun gut, tretet ein", sagte schließlich einer der Wachen - welcher sichtlich überrascht war, dass ein Mensch die Sprache der Elben fließend beherrschte - in dem er einen Schritt zur Seite trat, und - zusammen mit dem anderen Wachmann - das Tor öffnete. Der Mensch nickte den beiden Elben freundlich zu und betrat dann den Innenhof.
Neugierig ließ er seinen Blick über den großen Hof schweifen und kam sich doch ein klein wenig verloren, vor hier mitten so im Nichts zu stehen. Doch das war bald Vergangenheit, da aus versteckten Ecken 3 Elben auf ihn zutraten.
Er wurde freundlich mit einem "Willkommen" begrüßte, welches er ebenso erwiderte. Der eine Elb bat ihn um die Zügel seines Pferdes und ein anderer um sein Schwert. Ersteres gab er ohne schlechtes Gewissen ab, die Elben würden sich mit Sicherheit gut um sein Pferd kümmern.
Doch bei dem zweiten zögerte er ein klein wenig, und willigte erst ein, als ihm versichert wurde, dass ihm in den Hallen Thranduils keine Gefahr drohte. Die beiden Elben entfernten sich, und Aragorn schaute noch einmal kurz seinem Pferd und Schwert nach.
"Folgt mir bitte."
Durch die Stimme des dritten Elben wurde er aus seinen Gedanken zurück geholt und er nickte abermals freundlich.
Aragorn folgte ihm, wie es ihm geheißen wurde. Der Elb führte ihn durch einige Gänge, bis er vor einer großen, mit Holzschnitzereien versehenen Tür stoppte. Er verbeugte sich kurz höflich und entfernte sich dann, ohne ein weiteres Wort, von Aragorn.
Der Mensch erhob - innerlich noch einmal tief durchatmend - die Hand und klopfte an der Tür. Dunkel und hohl hallten seine Schläge von den Wänden ab.
"Ja bitte", hörte es Aragorn matt hinter der Tür erklingen und er drückte die Klinge hinunter. Mit ungeahnter Leichtigkeit ließ sich die Tür öffnen und Aragorn betrat das Zimmer.
Schnell machte er sich einen Eindruck von dem Zimmer. Es war spärlich, aber geschmackvoll eingerichtet. Zu seiner Rechten befand sich ein großes Regal, in dem sich Bücher, Hefte, Mappen und Karten stapelten. An der linken Wand hingen ein paar Bilder, die Aragorn nicht näher deuten konnten.
Direkt vor ihm stand ein großer Schreibtisch, hinter dem in einem bequem aussehenden Sessel ein dunkelhaariger Elb saß. Vor dem Tisch lag ein fein geknüpfter Teppich, auf welchen Aragorn nun trat
"Ihr wünscht?" fragte der Elb und schaute von seinen Unterlagen auf.
Aragorn war über den Teppich gelaufen, und stoppte nun unmittelbar vor dem Tisch. Aragorn nahm schnell die Gesichtszüge des Elben in sein Gedächtnis auf, so dass er ihn später - wenn es denn nötig sein sollte - wieder erkennen würde.
Doch das sollte kein Problem darstellen, denn Aragorn hatte noch nie einen Elben mit solch einer Augenfarbe gesehen. Im Schein der Kerzen, welche auf dem Tisch standen, schimmerten sie rötlich.
Dies alles nahm er so schnell wahr, dass seine Antwort nur Sekunden später nach der Frage durch den Raum hallte.
"Ich bin hier, um mich König Thranduil vorzustellen, da mir zu Ohren gekommen ist, dass er noch Leute sucht", erzählte Aragorn nun schon zum zweiten Mal an diesem Tag.
Der Elb ließ seine Blick von oben nach unten, und von unten nach oben über den Menschen gleiten, ehe sich ein falsches Grinsen auf seine Lippen legte.
"Nun denn. Ich bin Carnil, der erste Beauftragte von Thranduil. Ihr werdet einsehen, dass man den König nicht mit solch Lappalien behelligen sollte."
Aragorn nickte, doch im gleichen Moment beschloss er, diesen Elb nicht zu mögen. Dieser hatte etwas in seiner Art, was Aragorn nicht behagte.
"Seid Ihr des Schreibens fähig?" fragte Carnil großkotzig.
"Bin ich."
"Fein. Dann füllt bitte dieses Pergament aus."
Carnil reichte Aragorn ein Papier und eine Feder, die er entgegen nahm. Den Schreibtisch des Beauftragten benutzend füllte der Mensch den Bogen aus, und reichte ihn Carnil zurück.
Dieser überflog es kurz, indem er ab und zu von dem Papier zu Aragorn auf sah und es dann beiseite legte.
"Streicher also...gut...heute abend gibt der König ein Fest. Ihr werdet bei den Vorbereitungen helfen und Euch dann ein wenig abseits des Festes aufhalten. Es ist sicher nicht erforderlich, aber vielleicht gibt es Übergriffe von außen. Einige der reisenden Elben berichteten von Orkübergriffen am Rande des Waldes.
Und wenn dem so wäre, können die Wachen jede nützliche Hand gebrauche, und wenn es die eines Menschen ist.
Während eurer Aufgabe hier bekommt Ihr ein Zimmer in einem der Nebengebäuden. Bezahlung ist je nach Qualität und Quantität der Arbeit. Also strengt Euch an.
Noch Fragen?"
Aragorn hatte die Worte von Carnil über sich ergehen lassen, und überlegte nun wirklich, ob er das hier wollte und die abschätzige Art des Beraters gefiel ihm auch nicht. Das war eigentlich nicht die Aufgabe, die er sich erwünscht hatte. Und kurz überlegte er, ob sie denn nicht auch unter seiner Würde war, wenn man bedachte, wer er im Grunde war.
Innerlich schüttelte er mit dem Kopf, nein, darauf legte er keinen Wert. Er war jetzt hier als Streicher.
"Nein, keine Fragen", antwortete er schließlich.
"Gut."
Carnil zog an einer Kordel, welche neben ihm von der Decke herab baumelte und kurze Zeit später trat der Elb, welcher Aragorn schon her geführt hatte, in das Zimmer.
"Er wird Euch den Weg zeigen."
Und damit widmete sich Carnil wieder seinen Schriften und Aragorn folgte erneut dem Elben.
~*~*~*~
Danke fürs Lesen!
n/a..Und seid ihr gespannt was auf dem Fest passieren wird? Lasst es mich wissen.
Liebe Grüße
Sparrow
