Langsam kommt es mir komisch vor. Wo ist er? Eine Frage, die mir seit dem Mittagessen durch den Kopf geht. Seither hatte ich ihn nicht mehr gesehen. Draco. Meine Finger verkrampfen sich schlagartig bei diesem Gedanken.

Show me Love. Till you open the door. Show me Love. Till I was there before. Show me Love. Till I'm screaming for more.

Warum kann ich dieses Lied nicht vergessen?, frage ich mich. Immer wieder hallt das Lied in meinem Kopf. Jedoch habe ich die Gadanken wo anderst. Langsam mache ich mir Sorgen, verschiebe dies aber sofort wieder. Dir ist es doch egal!, sage ich zu mir selbst. Bist du dir da so sicher?, fragt die andere Stimme in meinem Kopf, sie ist leise, aber nicht zu überhören.

Show me Love. Till you open the door. Show me Love. Till I was there before. Show me Love. Till I'm screaming for more.

SEI STILL!, schreie ich in Gedanken. Das Lied und die Stimme verstummen zu gleich und hüllen sich in Schweigen. Stille. Eine beunruhigende Stille. Er war nicht im Unterricht nach der Mittagspause. Wo. War. Er? Umbemerkt laufe ich diese Nacht besorgt im Schloß herum. Finde aber keinen Anhaltspunkt. Dann kommt mir ein Gedanke, ein Gefühl. Ein absurder Gedanke und ein absurdes Gefühl. Es macht mir Angst. Ohne jegliches Ziel streife ich weiter im Gebäude umher. Ich hätte es nicht aushalten können unbeweglich, nichts tuend, in meinem Bett zu liegen, obwohl es dort wesentlich wärmer war als hier. Von Furcht um etwas, das ich nicht zu erkennen vermag, laufe ich in der Dunkelheit umher und finde ihn. Draußen in der Kälte. Bei einem Blick aus dem Fenster. Leise trat ich von hinten an ihn heran. Er scheint wie versteinert, erstarrt. Augenblicklich verspüre ich den Drang ihn zu umarmen, aber ich habe Angst. ""Du solltest wieder reingehen, du erkältest dich noch!", hörte ich Dracos rauhe Stimme sagen. Ich lache kurz auf. ""Das sagst gerade du!", wiedergebe ich.

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