Der Raum
war dunkel und die Luft darin dick und übelriechend. Bräunliches schwaches
Licht fiel über einen dreckigen, schlichten Holztisch. Hinter der alten Lampe,
deren rostiger Schirm quietschte als sie hin und her schwang, war nur der
Rücken eines sehr alten Mannes zu sehen. Sein Buckel war so hoch, dass vom Kopf
kaum noch etwas zu erkennen war, wenn er einem den Rücken zudrehte. Mit seinen
dürren, klapprigen Fingern fuhr er durch die Regale. "Ahhh... Da ist es
ja" stieß er irgendwo zwischen einem harten Hauchen und sanftem Keuchen
hervor und schnappte mit seinen zangenartigen Händen nach einem der
Reagenzgläser. Langsam humpelte er zum Tisch hinüber und stellte das Glas
vorsichtig in einen dafür vorgesehenen Ständer ab, um dann einen dicken Wälzer,
der sich darauf befand näher zu sich heran zu ziehen. "Gut. Gut."
Murmelte er und zwirbelte seinen langen, grauen Ziegenbart zwischen seinen
zittrigen Fingern auf als er die Zeilen auf der vergilbten Seite überflog.
"Alles, was du zu tun hast, ist die Zielperson dazu zu bringen, dieses
Pulver aufzunehmen. Im Essen, im Wasser - das spielt keine Rolle. Hauptsache,
du verabreichst der ausgesuchten Person die ausreichende Menge. Dann wird alles
so geschehen, wie du es vorgesehen hast." Ein Husten unterbrach ihn und das
Krächzen, das seiner Kehle entfleuchte wirkte in dem feuchten Keller ominöser
weise am aller stärksten gänsehauteinflößend auf das Mädchen. "Vertrau
mir, mein Kind. Es gibt nichts Sichereres als alte chinesische Zauberformeln.
Es kann nichts schief gehen."
Ein leises Lächeln legte sich auf ihr Gesicht und es folgte nur ein kurzes
Nicken zum Abschied, ehe sie ihm die geforderte Summe für die Mixtur
überreichte und sich dann zum Gehen hinfort bewegte.
***
Ranma biss die Zähne fest zusammen. Noch ein tiefer Atemzug. Jetzt! Nein, Halt.
Noch nicht. Besser noch einmal ganz tief durchatmen. Neben dem stetigen Tropfen
des Wasserhahns hörte man seine Zähne unmelodisch aufeinander knirschen. Was
für'n Scheißjob. Aber er musste ihn beinahe jeden Tag erledigen. Eigentlich
hätte es sich längst daran gewöhnt haben müssen. Tat er aber nicht. Es gab ja
auch immer wieder neue Überraschungen. So. Noch einmal bis drei zählen, aber
ganz langsam, und dann war er bereit.
"AAARGH!!"
Wütend pfefferte er die Pinzette mitsamt des mit Jod betupften Wattebausches in
eine Ecke des Badezimmers und schaute dem armseligen kleinen Objekt auf seiner
kurzen Flugbahn keuchend nach. Das reichte noch nicht. Da, Akanes Bluse in der
Wäscheablage. Flieg, verdammte Bluse! Hier noch ein Shampoofläschchen! Flieg
Shampoo!! Und noch etwas Seife gefälligst?! Ranma bremste sich selbst als er
erkannte, dass seine Laune einen so tiefen Punkt erreicht hatte, dass er in
seiner Zerstörungswut als nächstes vermutlich das Waschbecken aus der Wand
gerissen hätte. Wirklich ein Scheißjob! Und wie das brannte. Verdammt, selbst
der Teufel hätte das nicht besser machen können. Allerdings war der Teufel
nichts im Gegensatz zu Akane. Warum hasste sie ihn eigentlich so?
Wahrscheinlich, weil er als Mädchen schöner war als sie. Dumme, fette Kuh.
Heftig schüttelte er den Kopf. "So ein brutales Machoweib. Immer muss die
gleich zuschlagen. Tse, die lässt mich ja noch nicht mal aussprechen. Nur weil
Shampoo zufällig durchs Fenster aufgekreuzt ist, als ich gerade ein Bad nehmen
wollte. Kann ja auch nix dafür, dass ich ein Frauenheld bin." Er zog eine
Augenbraue hoch und betrachtete sein Spiegelbild, während er sein Gesicht von
einer Seite zur anderen drehte. "Mmmm-hm. Obwohl diese blöde Kuh mir
wieder alles blau und blutig geschlagen hat, sehe ich aber einfach noch
unverschämt gut aus. Da darf sie sich nicht beschweren." Theatralisch
seufzend schwang er seinen Pferdeschwanz zurück, der ihm über die Schulter
gefallen war. "Hmmm.... Gar nicht mal so schlecht", kommentierte er
leise als er immer neue Posen vor dem Spiegel gestaltete. "Einmal den
Bizeps anspannen. Ja... Sehr gut. Einmal ein ernstes, undurchschaubares Gesicht
aufsetzen. Mmm... Sehr mysteriös. Und jetzt Zähne zeigen und lächel--
LäÄCHERRLNG!" Entsetzt sprang Ranma seinem eigenen Spiegelbild entgegen.
Das konnte doch nicht... Da war doch nicht etwa.... Und schon machte es laut Pling
als ein winziges porzellangleiches Etwas zu seinen Füßen auf die Kacheln fiel.
Ein Tränchen kullerte seine Wange hinab und tröpfelte ebenfalls zu Boden.
"Mein Zahn--" heulte er jämmerlich auf und wechselte den Blick von
seines Körpers eigen, das sich nun verabschiedet hatte wieder zu seinem
Spiegelbild hinauf, in welchem ihm nun ein nicht mehr ganz so schöner Ranma mit
einer schrecklichen Fratze, dessen ganze Hässlichkeit von einer großen
schwarzen Lücke in seinem Mund klaffte, entgegengrinste. Die Tränchen wurden
immer dicker und kullerten und kullerten bis seine Backen ganz dick waren. Das
durfte doch nicht war sein. Er und hässlich?! Das war eine sehr, SEHR ungesunde
Kombination! Erschöpft sank er auf den feuchten Fliesen in einen Schneidersitz.
Er hatte sich seine Schlafanzughose eh schon ganz nass geheult, da machten die
paar Wasserspritzer auf dem Boden auch nichts mehr aus. "Na toll. So kann
ich mich doch nirgends blicken lassen. Ich seh' aus wie eine Oni-Maske! Oder...
Oh Gott! So sehe ich fast aus wie Akane!! Wenn sie wütend ist, sieht sie
genauso aus wie eine Oni-Makse. NEIN!" Schwer seufzend sank er in sich
zusammen. Im selben Moment klopfte es an der Tür.
"Ranma, bist du da drin?"
"Mist, das ist Akane", stellte Ranma fest und geriet in Panik. So
durfte sie ihn nicht sehen. Die hätte sich ja nur kaputt gelacht bis sie
geplatzt wäre. Keine Chance.
- "Warte, Akane! Komm jetzt nicht rein!!"
Hastig grabbelte er über den Boden. "Verflucht, wo ist dieser verdammte
Zahn denn hingefallen?"
"Wieso nicht? Gebadet hast du doch schon." Fragte Akane verwirrt und
fügte spöttisch hinzu: "Sogar in Gesellschaft. Oder hast du jetzt wieder
eine andere bei dir?"
- "Quatsch! Aber komm bloß nicht rein!"
"Warum nicht? Kasumi schickt mich. Das Abendessen ist fertig. Ich kann mir
ja auch Spannenderes vorstellen, als mit dir zu plauschen. Pah!"
Schweißperlen sammelten sich auf seiner Stirn. Wenn er nur endlich diesen
verfluchten Zahn finden würde, dann könnte er ihn sich vielleicht wieder in den
Mund stecken für ein Weilchen. Mit der Zahnmedizin war er zwar nicht bestens
vertraut, aber irgendwie würde es schon klappen, dass er nicht wie ein totaler Idiot
aussieht, wenn er hinaustritt. Seine Hände klatschten auf den Bodenfliesen als
er sich ein Stück weit vorbeugte, um sie besser abzutasten. Aber er fand so
allerlei - Akanes Bluse, den Deckel von der eben in die Ecke gefeuerten
Shampooflasche, ein Stück Seife und... Ihgitt. Shampoo-Kleckse. Jetzt klebten
seine Finger auch noch. Wunderbar. Nur dieser vermaledeite Zahn wollte sich
natürlich partout nicht finden lassen. "Müssen diese blöden Kacheldinger
auch die gleiche Farbe haben wie mein Zahn. So ein Mist!" Ratlos ließ er
sich zurück auf seinen Po fallen und ein lautes Keuchen entfuhr ihm als er die
spitze Zahnwurzel deutlich an seinem Allerwertesten spürte. "Argh.
Wenigstens weiß ich jetzt wo dieses Mistvieh von Zahn ist."
- "Ich sage... es dir.... nett und freund-....lich: Bleib..... BITTE.....
einfach nur..... draußen..... Akane...."
Er hielt die Luft an, um keinen Mucks des Schmerzes von sich zu geben, als er
mit einer so leichten Bewegung, wie nur irgend möglich zwischen die Beine in
Richtung Gesäß griff, um sein gutes Sitzfleisch von dem bösen 'erst Ausreißer,
jetzt Eindringling' zu befreien. Uh. Das war gar nicht gut. Zu schnell bewegt.
Zu starke Erschütterung. Zahn bohrte sich tiefer. Kurz gesagt:
"AAAAARGH!!"
"Ranma! Was--?!"
Und Ratsch wurde dir Tür auch schon aufgeschoben. Akane sah so aus als
würde sie sich am liebsten übergeben wollen, denn der Anblick von beinahe
herausspringenden Augen und wild gekräuselten Haaren stand ihr nicht wirklich
gut. "Ranma....." sagte sie leise, aber die unendlich große Abscheu
schrie sie dabei dennoch so laut heraus, wie es ein Mensch nur konnte.
"Was glotzt du mich so an?" stöhnte er und schaute mit vor Schmerz
angespanntem Gesicht zu ihr auf. "Du hast mich erst in diese Situation
gebracht!"
Akane sah immer noch mit selbem Ausdruck auf ihn hinab. Sah auf den Jungen, der
ihr angeblicher Verlobter war. Eben war er noch mit einer anderen in der
Badewanne und jetzt saß er hier alleine in seinem Schlafanzug auf dem Boden des
Badezimmers. Schwitzend. Stöhnend. Die Hand zwischen den Beinen. Mit der
anderen Hand ihre Lieblingsbluse festkrallend. Die Schlafanzughose im Schritt
genässt. "Wegen mir tust du das, ja?" raunte sie raubtierartig.
"Du sitzt hier und riechst an meiner Kleidung..."
Und so allmählich dämmerte es auch Ranma wie diese Situation nun wieder
ausgesehen haben mochte, darum zog er hastig seine Hand zwischen seinen Beinen
hervor und winkte in ihre Richtung ab. "Das verstehst du völlig
fal--"
"EEEEEEK!"
Kreischend sprang sie zurück.
"WAS?!" Er folgte ihrem entsetzen Blick und machte Halt bei seiner
soeben gehobenen Hand. Oder besser gesagt bei der klebrigen dicken Flüssigkeit
an seinen Fingern. "Oh. Das? Das war doch nur Shampoo."
"Shampoo?! Ich verstehe! Erst finde ich dich hier, wie du... du Perverser!
Und dann lügst du auch noch und sagst, dass du es meinetwegen getan hast. Aber
jetzt zeigst du endlich dein wahres Gesicht. ICH HASSE DICH! Shampoo ist also
der Grund weswegen du...."
"NEIN, du dummes Kind!" brüllte Ranma dazwischen als er erkannte,
worauf sie hinauswollte und wackelte, so sicher es der Schmerz in seiner
Pobacke zuließ, auf seine Füße und auf Akane zu. "Shampoo, verstehst du?
Haarwaschmittel!" Doch noch ehe er aussprechen konnte, geriet Akane in
Panik. Denn alles, was sie im Augenblick sah, war alles andere als eine
möglicherweise plausible Erklärung, sondern nichts als ein kleiner, dreckiger
Perversling, der erst chinesische Katzenmädchen vernascht - in ihrem
Haus - und es sich dann auch noch selbst besorgt - in ihrem Haus - und
zur Krönung von allem dann hüftschwingend auf sie zutänzelt, seinen....
'Nektar' stolz anpreisend, indem er ihn ihr entgegenstreckte und alles in allem
wahrscheinlich nur versuchen würde, sie genauso billig zu verführen wie seine
kleinen Gespielinnen vorher schon. Aber so eine war sie nicht. Sie war mehr der
Typ, der.... zuschlug. Und Rumps sollte das Waschbecken schließlich doch
noch seinen Weg aus der Wand finden und Ranma kippte zum zweiten Mal an diesem
Tag durch einen guten Schlag von Akane ohnmächtig um.
***
"Du kannst froh sein, dass ich keine Mädchen schlage", knurrte Ranma
in Akanes Richtung.
Diese wälzte sich unwohl auf ihrem Futon auf die andere Seite. "Das werde
ich Paps nie verzeihen. NIE! Erst die Verlobung, dann auch noch das",
grummelte sie selbstmitleidig. "Es war doch nur ein Milchzahn. Hat dein
Vater selbst gesagt! Und ich habe mich doch entschuldigt. Auch wenn du es nicht
mal verdient hattest. Die Situation war ja aber auch zu verdächtig. Und
trotzdem bestraft er mich hiermit!"
Ranma funkelte sie in der Dunkelheit an. "Du bist hiermit gestraft? Mir
mit dir ein Zimmer zu teilen, das ist für mich lebensgefährlicher als in einem
Stromkasten zu hausieren. Also WER ist hier gestraft?!" Und im nächsten
Moment presste er auch schon sorgfältig sein Kopfkissen an seine Ohren, denn
nun würde wieder ein langer Schwall von Gemecker ihrerseits folgen. Damit sie
sich endlich näher kommen und einander besser kennen und verstehen lernen,
sollten sie für eine Woche in einem Zimmer schlafen. Na schön, glücklicherweise
wenigstens auf getrennten Futons, aber selbst das selbe Haus oder die selbe
Schule war für sie beide zu eng. Was er auch tat, sie fand immer einen Grund,
ihn zu schlagen oder anzumaulen. Man, dieses Mädchen konnte man echt nicht
verstehen. Andere Mädchen waren doch verrückt nach ihm. Aber Akane im
Gegensatz, schien ihn wirklich aus tiefstem Herzen zu hassen. Aber was machte
das schon. So ein verrücktes, hässliches Mädchen als Fan zu haben, war sicher
auch keine Freude. Wenn sie wenigstens nur... einen Tag lang netter wäre. Er
erhoffte sich ja keine tiefe Freundschaft. Nur mal einen Tag ausspannen, keine
Angst vorm nächsten Schritt zu haben, da eventuelles Todesurteil durch Hammer
oder modernisiert: Waschbecken. Nach einer langen Weile, die er so mit
zugehaltenen Ohren dagelegen hatte, machte er es sich endlich etwas bequemer
und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. Na toll. Jetzt musste die auch noch
schnarchen. "Was für ein grässliches Mädchen. Sogar im Schlaf ist
sie..." Er kräuselte die Stirn als er seinen Kopf zu ihr gedreht hatte und
sie ansah. "Eigentlich sieht sie sehr friedlich und harmlos aus, wenn sie
schläft. Zur Abwechslung mal... fast schon sympathisch. Kaum zu fassen, dass
sie in echt so unausstehlich ist." Wolken zogen vor den Mond, der bis eben
noch schwach ihr Gesicht beleuchtet hatte und nun sah er gar nichts mehr. Er
verzog das Gesicht wieder. "Trotzdem... Die schnarcht ja schlimmer als
mein Alter. Wie soll ich da heute noch einschlafen können?" Und wieder
diente das gute Kopfkissen als Schallwand. Doch was bei normalen Leuten
höchstens eine kleine Laubsäge war, war bei Akane mindestens eine Motorsäge.
Eine frisierte Motorsäge mit stufenlos steigender Stärke. Mit jedem Atemzug
wurde sie lauter. Das war ihm zu viel. Selbst sein gutes Kissen konnte da nicht
mehr helfen. Wütend stampfte er aus dem Zimmer. "Ups. Ich sollte
vielleicht leiser sein. Andere wollten schließlich SCHLAFEN!!" Mit einem
kräftigen Ruck schmiss er die Tür hinter sich zu. "Vielleicht hilft mir ja
ein Glas warme Milch, besser einzuschlafen. Ich bin todmüde..." Damit
schleppte er sich die Treppe hinab.
Im selben Moment jedoch wurde das Fenster des Gästezimmers, was Akane und Ranma
sich für die nächsten sieben Tage teilen sollten, von außen leise aufgeschoben.
Die Nacht war schwarz und sternenlos. In der absoluten Dunkelheit erkannte man
nur mit großer Mühe, dass eine Gestalt mit sehr schlankem und gut gebautem
Körper geschmeidig hereinkletterte und lautlos auf den Boden hopste.
"Aiya. So dunkel, ich nicht kann sehen. Aber Airen schnarcht so laut wie
immer." Langsam tastete sich der Eindringling vor. So lange bis er
schließlich auf einen ebenso schlanken Körper stieß. Als seine Hände den
weiblichen Körper notgedrungen ertasteten zuckte die Gestalt zusammen.
"Airen sich haben verwandelt vor schlafen gehen? Aber macht nichts. Mixtur
auch wirken wenn er wieder Mann ist morgen." Mit ihren Zähnen biss sie den
kleinen Deckel eines Fläschchens, das sie aus ihrer Tasche hervorgeholt hatte
herunter und tastete dann nach dem Kopf des vor ihr schlafenden Körpers.
"Vorhin es nicht hat geklappt, weil Machofrau uns gestört hat. War zu
riskant. Du darfst nur mich ansehen als erste Person, damit Zauber kann
wirken." murmelte sie achtlos vor sich her. "Aber erst trinken!"
Quietschend japste sie auf und stopfte der schlafenden Person den Flaschenhals
in den Mund, um ihr das Gebräu hinunterzuspülen. Ein lautes Schluckgeräusch
ertönte in der Stille der Nacht. "Aiya! Ist perfekt!"
Auf einmal wurde das Licht angeknipst. Ranma stand im Türrahmen und schaute
verwundert auf die beiden Mädchen herab. "Shampoo! Was machst du hier? Und
was tust du da mit Akane?"
Shampoos Augen weiteten sich in großer Verwirrung, fast schon zu sagen Panik.
"Aiya! Airen ist da, aber wenn Airen nicht ist, der hat geschluckt Mixtur,
dann....... Hah?! Was du tun hier in Airens Zimmer?!"
Hustend wurde nun auch Akane endlich wach. Blinzelnd öffnete sie unter Shampoo,
die sich mit unerklärlich großer Besorgnis über sie beugte, die Augen. Reste
der Mixtur flossen ihr an den Mundwinkeln hinab. "Sha-Shampoo? Du hier?
Was... Was hast du mir da gegeben? Wolltest du mich etwa vergiften?"
fragte sie erschrocken über den entsetzlichen Geschmack, der auf ihrer Zunge
lag und in ihrem Hals unendlich kratzte und brannte und geriet dabei in immer
neue Hustenanfälle.
"Was zum Teufel hast du Akane gegeben?!" rief Ranma mit ihn selbst
erschreckend großer Sorge um Akane und eilte auf sie zu.
"Aiya! Nicht Airen ansehen!" schrie Shampoo im selben Augenblick
verzweifelt, doch es war bereits zu spät. Akanes Blick wanderte zu dem Ranmas
hinauf und als sich ihre Augen trafen, wusste Shampoo, dass all ihre Mühe
umsonst war. Vielleicht sogar noch schlimmer.
Akane erhob sich und fiel Ranma in die Arme. "Sie hat versucht mich
umzubringen" flüsterte sie ihm ängstlich ins Ohr und presste sich
schutzsuchend fest an ihn.
---
Sodele. Diese Idee schiebe ich jetzt schon fast ein Jahr vor mir her. Öhm...
Tja, das erste Kapitel ist irgendwie an einigen Stellen etwas schmutziger
geworden als eigentlich beabsichtigt. Öhm... öhm... Ich weiß auch nicht, wie
das kam. Ich versuch' mich neu zu entdecken? Würd' mich freuen, wenn ihr mir
verratet, ob es Sinn macht, dies hier fortzusetzen. *lieb guck*
EDIT: Zu Ranmas 'komischem' Verhalten - Verweis auf Manga. Ranma posiert
vor dem Spiegel als er seine Mutter treffen will. Ranma zweifelt daran, dass er
ein Frauenheld ist, als Shampoo ihn abweist. Etc etc. Fazit: Ranma IST ganz
einfach komisch. ^^
