*Da ich morgen bestimmt keine Zeit habe. Heute noch schnell ein neues Kapitel. Zwar ist meine Schreibblockade jetzt weg, doch nun hapert es an der Zeit. Ich hoffe ihr seid mir nicht böse. Danke für euren lieben reviews. Hier also ein weiteres Kapitel für euch -umarmeuch-.

Kapitel 6 Das Trainingslager

Eigentlich war Harry so müde und erschöpft, dass er auf der Stelle hätte einschlafen müssen. Jeder Knochen in seinem Körper schien ihm weh zu tun.

Seit fast einer Woche befanden sie sich nun in Moodys sogenanntem Trainingslager. Moody drillte sie enorm. Erst heute hatte er sie das Abblocken von feindlichen Flüchen gelehrt und war dabei nicht zimperlich mit ihnen umgegangen. Harry zum Beispiel war ganze zehnmal von einem Fluch getroffen worden und dabei immer gegen die Wand geprallt.

Das Lager befand sich in einer alten, abgelegenen Burg, in deren Kerker sie immer wieder auf magische Geschöpfe und verhexte Räume trafen. Das Gelände ringsum die Burg, war in eine Art Trimm-dich-Pfad umfunktioniert worden. Das hieß, durch schlammige Tunnel robben, über Baumstümpfe klettern oder sonstige Hindernisse überwinden.

Alle stöhnten über die harten Ausbildungsmaßnahmen, doch Moody kannte kein Pardon.

"Niemand hat gesagt, dass es einfach wäre, ein Auror zu sein. Glauben sie ein Schwarzmagier interessiert es, ob sie jammern? Sie müssen auf alles, wirklich alles vorbereitet sein." Hatte er mit lauter Stimme gepoltert.

Harry fragte sich allerdings, wie sie die vier Wochen Grundausbildung überstehen sollten. Jetzt jedoch lagen sie auf dem harten Steinboden, in der zugigen Burg, in ihren Schlafsäcken und versuchten sich zu erholen.

Ron neben ihm schnarchte leise und auch die anderen schliefen bereits. Harry wusste, dass auch er schlafen sollte, denn in der Morgendämmerung mussten sie bereits wieder aufstehen. Doch er konnte nicht einschlafen. Immer wieder glitten seine Gedanken zu Hermine. Er sehnte sich so sehr nach ihr. Was sie jetzt wohl tat? Hoffentlich machte sie sich nicht zu viele Sorgen, denn immerhin hatte sie keine Ahnung, wohin er und Ron verschwunden waren. Moody hatte ihnen strengstens untersagt mit irgendjemanden Kontakt aufzunehmen. Ihr Aufenthaltsort war streng geheim.

"Zum Glück haben wir die Miete bereits im Vorraus bezahlt." Dachte Harry schlagartig, als er sich auf die andere Seite drehte und versuchte nicht mehr an Hermine zu denken.

Schließlich döste er langsam ein......

Eine dunkle Gestalt, mit der Kapuze eines Todessers stand am Waldrand und spähte hinauf zur Burg, die sich im hellen Mondlicht von der Umgebung deutlich abhob.

"Wann ist es soweit? Manche werden schon ungeduldig?" Zischte ein Stimme neben ihm.

"Nicht heute! Sie werden sich noch gedulden müssen." Antwortete der Todesser und wand sich zu seinem Begleiter, der im Schatten eines Baumes stand und ebenfalls eine Kapuze trug. "Aber unsere Zeit wird bald kommen. Nicht mehr lange und wir werden Rache nehmen, an dem, der unseren Gebieter getötet hat." Flüsterte er und lief wieder in den Wald hinein.

...."Potter aufstehen hab ich gesagt." Moodys dröhnende Stimme hallte in Harrys Ohren. "Potter aufwachen. Sofort!"

Blinzelnd öffnete Harry die Augen und blickte direkt in Moodys unansehnliches Gesicht. Sein magisches Auge schien durch ihn hindurch zu sehen.

"Was ist passiert?" Fragte Harry verschlafen und rieb sich die Augen.

"Es ist Zeit für das Training! Verspätungen dulde ich nicht haben sie mich verstanden Potter. Und jetzt marsch, marsch."

Verwirrt krabbelte Harry aus seinem Schlafsack und sah, dass die anderen ihn anstarrten. Anscheinend hatte Moody sie alle wie üblich geweckt, nur Harry hatte es nicht gehört. Er konnte noch nicht lange geschlafen haben, vielleicht zwei Stunden oder so.

Moody lief aus dem Raum und die Jungauroren folgten ihm müde.

"Ich hab versucht dich zu wecken." Zischelte Ron leise neben ihm. "Aber du warst absolut nicht wach zu kriegen."

"Ich bin erst vor 2 Stunden eingeschlafen. Ich bin todmüde." Gähnte Harry und wuschelte sich durch das zerzauste Haar.

"Wir haben einen anstrengenden Tag vor uns. Du hättest deinen Schlaf dringend nötig gehabt."

Harry zuckte mit den Schultern: "Ich weiß. Aber ich konnte einfach nicht schlafen."

"Harry versuch nicht zuviel an Hermine zu denken. Das raubt dir nur unnötig den Schlaf. So stehst du nie und nimmer die Wochen durch."

Harry gab keine Antwort und folgte den anderen hinaus in den regnerischen Morgen, der kalte Wind blies ihnen ins Gesicht und die Regen schlug gegen seine Brillenglässer.

Jeden Morgen vor dem Frühstück ließ Moody sie einige Runden über den Platz joggen.

"Das hält euch fit!" Rief er ihnen entgegen.

Doch Harry hätte sich am liebsten in ein warmes, weiches Bett verkrochen und die Decke über den Kopf gezogen. Seufzend joggte er den anderen hinter her und hoffte, dass die Müdigkeit sich verflüchtigen würde.