DER WANDEL

Jahre waren vergangen,
des Ringkriegs Folgen längst vergangen.
Doch es sammelte sich erneut ein Heer,
zur Gegenwehr,
von Streben und Macht durch Weib und Mann
auferlegt durch einen Bann.
Böser Zauber verleibte ihre Seelen ein.
Aragorn hatte sie zusammen gebracht,
Hobbit, Ent und freier Mensch wurden angefacht,
um in den Kampfe zu ziehen,
aufdass alle bösen Banne von ihresgleichen fliehen,
da stand ein großes Heer von tausend Mann,
König Elessar trieb sie an.
Voran ging es im schnellen Gang
Einzig Elessar war bang,
wegen Baumbarts Wort,
ritt er denn zum eignen Mord?
Doch zu Spät für Umkehr war es nun
Aragorn ward Wahllos, musste es tun.
Er durfte sie bloß nicht zeigen, die Schwäche,
weil er so den Willen seiner Mannen bräche.
Viele Wegestunden wurden hinter sich gebracht,
doch schnell dehnte sich aus die Macht.
Des Wegs stellten sich ihnen Orks entgegen,
es ward kein Verlust sie zu erlegen.
Doch wie wäre es mit eigenem Mann?
Schon als Elessar sich dessen Entsann,
sah er an die Hundert vor sich stehen,
das Gute wollten sie nicht sehen,
so kam es denn zur Schlacht.
Aus Tag ward Nacht.
Tod über sie gebracht.
Sterbend lagen sie darnieder,
und hörten des Schlächters Lieder.
Der Gegner sang für sie in schwerer Stunde,
einzig gute Töne aus ihrem Munde,
denn Gegner ward der König dem sie Treue geschworen,
doch seinen Pfad verloren,
und sich unterstellt,
einer bösen Macht die fällt.
Die sie belegte mit gar schrecklich Bann,
so waren sie gesteuert von nur einem Mann.
Ein Zauberer in blauem Gewand.
Einzig sein Wort hatte sie gebannt.
Und ließ sie streben nach Ruhm und Macht,
doch nur übel hatte es gebracht.
Nach Reichtum verlangte es sie,
doch bekamen sie es nie.
Blind strebten sie weiter und weiter,
der blaue Mann ward heiter,
so hatte er sein Werk fast vollbracht,
ihm alleine gehörte alle Macht.
So saß er da auf seinem Throne,
erfreut am Hohne,...
und merkte, gelenkt von Eitel, nicht,
wie Estel die Herzen der Männer bricht
Immer mehr konnte er befrei´n,
von Qual und Pein.
Denn nach Macht zu streben,
erschwerte ihr tapfres Leben,
An einem Wald befreite er zweihundert Mannen,
von ihren schrecklichen Bannen,
und führte sie zurück ins Leben,
einzig durch sein kluges Wort,
gehört von der richt´gen Hort,
denn alle waren einst die Männer seiner Wache,
und lebten unter seinem Dache.
So hatten sie zurück ihr Leben,
sie sollten keine Nacht mehr die Äxte heben,
um zu fällen Baum für Baum,
für ihren leichtsinn´gen Traum,
von Ruhm und Gold.
Denn dies war zu geringer Sold,
für ein genommenes Leben.
So wollten sie sich erheben,
gegen den blauen Mann
und seinen garst´gen Bann!
Sie fielen auf die Knie nieder,
lobpreisten den König mit schönen Liedern,
wiederholten den Schwur der Treue,
auf´s neue.
Zweitausend standen auf dem weiten Feld,
und verschworen sich Aragorn, ihrem Held.
So schöpfte der König neuen Mut:
"Soll es fließen, das Blut,
unserer Feinde und das des Blauen,
niemand soll mehr erfahren sein schrecklich´ Grauen!
Denn was er euch angetan,
war nur ein Teil seines Todesplan!
Unterjochen wollte er ganz Mittelerde,
doch nicht mit Gewalt von Schild und Schwerte!
Hinterlistig flößte er euch schreckliche Worte ein!
Euer Verderben sollten sie sein!
Doch das sind sie nun nicht mehr,
ihr setzt euch nun zur Wehr!
So reitet mit mir von dannen,
befreit eure Brüder von den Bannen.
Denn sie sind in größter Not,
lieber wäre ihnen der Tot!
Als so zu leben wie auch ihr es tatet,
macht keinen Fehler und wartet,
sondern befreit sie durch ihren Tot,
auch wir versinken in tiefster Not!"
So sagte es Elessar,
was nun geschah,
war großer Jubel und Kampfesrufe,
schon donnerten der Pferde Hufe,
Nur wenig Meilen später,
standen sie auf dem Schlachtfeld, vor dem Täter.
Da stand er, der Zauberer in Blau,
und sprach mit seiner gift´gen Stimme rau:
"Aragorn, befiehltst du deinen Leuten,
uns zu töten und zu häuten?
Ein schwacher König bist du,
verliere nun und gib endlich ruh!"
"Die Niederlage wird Euer sein!"
Antwortete er mit zittrigem Gebein.
Plötzlich ritt Gandalf der Weiße heran,
Bevor sich der Blaue dessen entsann,
nahm Gandalf das Wort:
"Was du dort tatest überschreitet Mord!
Den Willen der Freien,
sollte niemand entzweien!
Du strebtest nur nach Macht,
und hast so viele Feuer entfacht!
Ich werde dir Einhalt gebieten,
dir und deinen seltsamen Rieten!"
Ein Licht tat sich auf vom Stabe des Grauen,
Er rief: "Höret nun auf, dem zu trauen,
der euch so tief fallen ließ,
er kerkerte euch ein ins tiefste Verließ!"
Aragorn sah es, die Männer guckten,
gen Himmel, wo die Lichter wilde zuckten,
er sah es in ihren Augen,
das Licht begann all böses ihnen auszusaugen.
Der Blaue ahnte was dort geschah,
gar schrecklich Tat die er nun sah.
Panik machte sich breit in seinem Herzen,
nun spürte er schreckliche Schmerzen.
Das Licht hatte es denn vollbracht,
jeder Mann hatte sich in eig´ner Macht.
Doch der Blaue brach zusammen auf dem Felde,
verflossen der Traum vom vielen Gelde.
Das Licht gab seinen Schmerz nun wieder zurück,
Stück für Stück,
an den Peiniger all dieser Mannen,
selbst wurde er belegt, mit eignen Bannen.
Der Wandel ward vollbracht,
so wurde der Blaue quälend dahingerafft.