Stoffpferds Kommentarchen: Sodele, hab es mal wieder getan, ein weiteres Kapitel meiner mehr oder weniger interessanten Story fertiggeschrieben...wie ihr wisst, beglücken mich Reviews immer und immer wieder...also schreibt mir doch bitte welche *lol* Mmh...wisst ihr, dass es sich eigentlich viel besser schreiben lässt, mit Vollmilchschokolade im Mund *g* ok, genug Vorgeplänkel...viel Spaß beim Lesen...*hoffentlich*

Disclaimer: Alles Tolkien, nix meins...na gut, fast nix...

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*~° 2. Kapitel °~*



~ Antworten ~



Der kühle Wind strich durch sein Haar, spielte mit seinen goldenen Strähnen, als er aus dem Fenster seines Gemachs schaute. Kühl wie dieser Tag war sein Herz, gefangen in Furcht und Trauer, Missmut und Vergänglichkeit. Legolas hörte die Schritte seines Bruders, obgleich sie noch so leichtfüßig und lautlos waren. Er hörte ebenso Tyríons aufgeregte Stimme nach ihm rufen, fühlte seine warme Hand auf seiner Schulter, als er zu ihm trat. Doch er wand sich ihm nicht zu.

"Legolas, mein Bruder, was hast du? Schnell, so komm doch, sie ist wach!", schrie er ihn beinahe an. "Mutter?", fragte Legolas tonlos, seine Stimme erklang wie aus einem Traum. Tyríon zögerte, presste die Lippen zusammen, senkte den Kopf und flüsterte dann kühl: "Nein, die, deren Namen keiner kennt und welche diese kaltblütige Tat verübte" "Warum kommst du dann her, Bruder?", erwiderte der größere und ältere Elb leise, er zeigte keine Reaktion, keine Regung in seiner Miene. Er starrte nur vor sich hin. "Was fragst du noch, Legolas, willst du ihr nicht gegenübertreten, nicht wissen, wer sie ist, warum sie das tat?" "Brächte es mich denn weiter, wenn ich es wüsste? Würde es uns Genugtuung verschaffen, wenn unsere Mutter stürbe?", sagte er kalt und als er Tyríon anschaute, glaubte dieser eine Spur der Verzweiflung in den Augen seines Bruders zu sehen. "Nein...", brachte Tyríon leise hervor und wandte den Blick von Legolas ab, ballte die Hände zu Fäusten, "Aber verspürst du nicht dieses Gefühl, das ich fühle? Diesen Schmerz, diese Verachtung, diesen Hass?" "Lässt du dich von Hass leiten, bist du nicht viel besser als sie, Tyríon...aber du bist es, darum zügle deine Zunge und denk nach!", sagte er und legte seine Hände auf die Schultern des Bruders. "Komm mit Legolas...allein schon, um Vater zu unterstützen. Er braucht uns jetzt mehr denn je." "Er muss auch nicht zu ihr gehen..." "Doch, er muss, verstehst du denn nicht? Ständig quält ihn die Frage, ob er Schuld am Zustand unserer Mutter hat, ständig plagt ihn die Angst und die Sorge...willst du nicht auch, dass er Antworten bekommt auf seine Fragen?"

Legolas erwiderte nichts, sondern kehrte Tyríon den Rücken zu und trat noch einmal an sein Fenster. Ein leichter Wind wehte gefallene Blätter in den Raum, sie bildeten einen kleinen Teppich aus kaltem Rot und Grün. Er atmete die kalte Herbstluft ein, lauschte einen Moment dem Säuseln des Windes, dem Rauschen des Laubs, als er darüber strich. "Ich habe Dinge gesehen, die ich nicht hätte sehen wollen und sehen sollen.", sagte er dann still. Tyríon ging erneut auf seinen Bruder zu, seufzte leise und flüsterte: "Ich weiß und es tut mir in der Seele weh, dich so zu sehen. Aber müssen wir uns nicht als Familie Konfrontationen gemeinsam stellen? Wovor hast du Angst, Freund?" Legolas wand sich überrascht um, musterte Tyríon eindringlich und lächelte schwach. "Angst, noch mehr Leid zu erfahren, als ich ohnehin schon getan habe. Mein Herz zerbräche, wenn ich dieses hasserfüllte Wesen sähe..." "Es zerbräche, ständest du ihr allein gegenüber, aber du tust es nicht!" Tyríon schaute Legolas direkt an, seine blauen Augen trafen die seinen, führten einen Machtkampf aus, bis der ältere der beiden schließlich nachgab und seufzte: "Nun gut, so komm ich mit dir." Tyríon lächelte erleichtert und folgte ihm hinaus.

Thranduil stand vor ihrem Gemach, wusste nicht, wie er sich verhalten sollte, konnte keinen klaren Gedanken fassen. Es war, als läge ein dichter Nebel über seinem Herzen, hinderte ihn, zu denken, zu fühlen, zu handeln. Unschlüssig legte er die Hand auf das helle Eichenholz, das Mauríel von ihm trennte. Noch wusste er nichts über sie, kannte noch nicht einmal ihren Namen oder ihre Herkunft.

"Vater, hier sind wir endlich, entschuldige, dass du so lange hast warten müssen!", sagte Tyríon und lief eilig zu ihm herüber. Eine Ungeduld spiegelte sich in ihm wieder, wie weder Legolas noch Thranduil sie je zuvor gesehen hatten. "Bewahre Ruhe", sagte Thranduil, legte dann seine Hände auf Legolas' und Tyríons Schultern und lächelte gequält. "Meine Kinder...wenn ich euch nicht hätte...könnte ich dies je durchstehen?" "Tyríon sagte mir, in schweren Zeiten müssen Familien zusammenhalten. Kaum zu glauben, dass solch weise Worte aus dem Munde meines Bruders kommen...", lächelte Legolas neckend und Tyríon erwiderte diese freundschaftliche Geste. Legolas wand sich wieder an seinen Vater: "Wo ist Elennya, sollte sie nicht auch hier sein?"

"Es ist besser für sie, wenn sie nicht das Mädchen sieht, das ihrer Mutter dies angetan hat.", hauchte Thranduil tonlos und in seinem Gesicht lag ein düsterer Ausdruck. Legolas beschloss, nicht weiter nachzuhaken und betrat nach seinem Vater das Zimmer.

Es war ein Raum wie jeder andere auch im Palast, der Boden war aus warmen und festem Lehm, ein seidengeflochtener Teppich lag darüber, schimmerte im sanften Licht einer Kerze in Grün und Silber. An den Wänden waren elbische Verzierungen erkennbar, das Wappen des Düsterwalds hing groß und mächtig über dem Bett aus festem Buchenholz. Da drin lag sie. Die kaltblütige, eiskalte Angreiferin. Ein dunkles Wesen, brutal und gefühllos. An ihrer linken Seite des Bettes saß eine Amme, sie hielt einen Bottich voll warmen Wasser in den Armen und wusch die Wunden aus, welche die Pfeile der königlichen Wache verursacht hatten. Thranduil zögerte und starrte sie an. Mauríel hatte den Blick abgewandt, den Kopf zur Seite gedreht. Ihr schwarzes, langes Haar lag auf ihren Schultern, sie rührte sich nicht. Kein Bisschen. Sie ignorierte den Schmerz, den ihr die heilenden Kräuter auf ihren Wunden zufügten. Thranduil ging voran und machte am Fuße des Bettes Halt. Tyríon und Legolas standen an seiner Seite, betrachteten das hilflos daliegende Mädchen. Ihre Augen waren geschlossen, es schien, als schliefe sie noch tief und fest. Als Thranduil jedoch einen Schritt nach vorn machte, bewusst seinen Atem flach hielt, um sich nicht von der Wut übermannen zu lassen, öffnete sie ihre Augen, drehte ihren Kopf in seine Richtung und lächelte kalt. Dieses Lächeln war triumphierend, grausam und einfach nur anwidernd. Ihre kalten, schwarzen Augen schienen zu lachen, sich über den König zu amüsieren.

"Wie schade, dass sie noch nicht tot ist...", fauchte sie leise, das Grinsen verschwand nicht von ihren blassen Lippen. Das war der Moment, an dem Tyríon das letzte Bisschen Geduld verlor. Er ging zunächst langsam auf sie zu, schaute in die leere Schwärze ihrer Augen, flüsterte "Miststück" und schlug ihr hart ins Gesicht. Er wäre noch weiter gegangen, hätte ihr weh getan, so stark war sein Bedürfnis nach Vergeltung, doch Legolas und sein Vater packten ihn und zerrten ihn mit aller Kraft zurück. Mauríels Nase blutete leicht, das Blut, das über ihre Lippen rann, war dunkelrot, fast schwarz wie das eines Orks. Sie lächelte immer noch, verlor einfach nicht dieses triumphierende Leuchten in ihren Augen. Legolas erstarrte und schaute fest in das Schwarz. Er bemerkte, dass ihre Ohren nicht wie erwartet, eine normale, menschliche Form aufwiesen, sondern spitz zuliefen, wie die Ohren eines...Elben. In diesem Augenblick verlor Legolas jeglichen klaren Gedanken, er konnte nicht glauben, dass eine Elbe tatsächlich zu so einer Tat fähig war. Tyríon beruhigte sich langsam aber sicher, musste aber von Legolas noch immer festgehalten werden, um Mauríel nicht noch schlimmer zuzurichten. Sie würde ihre Strafe schon noch bekommen, dessen war er sich sicher.

"Wer bist du?", fragte Thranduil und er hatte sichtlich um Fassung zu ringen.

Mauríel lächelte finster. "Was tut mein Name zur Sache, Ihr wollt mich töten, wozu benötigt Ihr dann Auskunft? Um mir einen Grabstein aufzustellen?", lachte sie kalt.

"Du wärst die Letzte, die einen Grabstein verdiente!", rief Tyríon außer sich vor Wut. "Wer bist du?", wiederholte Thranduil, ohne sich von Tyríons Wut mitreißen zu lassen. "Ihr kennt nicht den, den ihr tötet, so kennt ihr auch nicht seine Kinder..." "Was meinst du damit?", fragte der König scharf und sie lachte. "Oh, ich vergaß, habt Ihr schon so viel Blut vergossen, dass die Namen Eurer Opfer Euch entfielen?" Tyríon wollte sich losreißen, ihr die verdorbene Seele aus dem Leib schlagen, seinem Hass Ausdruck verleihen, doch sein Bruder packte ihn fester. "Komm, Tyríon, du kannst hier nicht bleiben, Elennya hätte sich besser verhalten", flüsterte Legolas und wollte ihn aus dem Zimmer zerren. "Ihr wollt wissen, wer ich bin? Nun, mein Name ist Mauríel, Erbe meines ermordeten Vaters, Schwester Maurwes,...Tochter Gorthaurs, dem Unansehnlichen.", sagte sie mit mächtiger Stimme und in dem Moment, als sie den Namen ihres Vaters aussprach, verdunkelte sich der Himmel und erneutes Donnergrollen beherrschte das Himmelsreich. Thranduil stockte der Atem, Legolas hielt Inne und selbst Tyríon, zuvor von Verachtung getrieben, erstarrte. Die Amme zuckte zusammen und lief eilig hinaus, um die Wachen herbeizurufen.

Alle starrten sie an, ihre schwarzen Augen ließen Thranduil und Tyríon vor Entsetzen und Furcht den Blick senken, nur Legolas starrte sie an, versuchte, in dem Schwarz zu lesen, ob sie log oder die Wahrheit sprach.

"Mörder", zischte sie ihm zu, doch Legolas ließ sich nicht provozieren.

"Ich empfinde Mitleid", sagte er langsam und Thranduil und Tyríon schauten zu ihm auf, "Du bist eine so niedere Kreatur, dass du fast erbarmenswert bist"

Mauríel schwieg, hätte ihm solche Worte nicht zugertraut, doch dann hauchte sie ihm kalt zu: "Ich kann deine Angst förmlich riechen. Wenn hier jemand erbarmenswert ist, dann bist du es, Elb"

In ihren Augen flammte der Hass auf, doch Legolas schaute sie weiterhin ausdruckslos an. Dann nahm er seinen Bruder und seinen Vater bei der Schulter und führte sie aus dem Zimmer. Kurz bevor er den Raum verlassen hatte, hörte er ihre kalten Worte: "Legolas...so heißt du doch, nicht wahr, Prinz aus dem Düsterwald? Behalte diesen Tag gut in Erinnerung, denn dies wird der letzte gewesen sein, den du in Frieden verbracht hast!" Legolas musterte sie noch ein letztes Mal, betrachtete die Fesseln an ihren Händen und lächelte müde, bevor er die Tür hinter sich schloss.

"Die Tochter Saurons...", brachte Thranduil ungläubig hervor, er musste von seinen Söhnen gestützt werden. "Ich wusste nicht, dass ER Kinder hatte...", begann Tyríon zweifelnd, "Ob sie überhaupt die Wahrheit sagt?" "Das tut sie...", flüsterte Legolas rau, schaute dann auf in die fragenden Augen der anderen und murmelte: "Ich habe es in ihren Augen gesehen. So voller Hass kann nur die Tochter des Bösen sein. Wir müssen uns mit den anderen beraten, was zu tun ist. Mögen sie schnell und sicher ihren Weg in den Düsterwald finden."





Ende Kapitel 2





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Aaaahhhh, ich kann so was einfach nicht, tu's aber trotzdem immer wieder *lol* na ja...danke auf jeden Fall für die Reviews und die konstruktive Kritik, hab's ja nötig *g* Andere sind nach Kokain süchtig, ich nach Reviews, also tut mir bitte den Gefallen und lest euch das durch!!! Freue mich immer über Bemerkungen!!!

Danke schon mal im Voraus *zwinker*