~Kapitel 7– Das Komplott~

Leagim hatte auf Celeborns Anraten, Legolas fürs erste bei Aeriél gelassen. Dann war er drei Mal durch das ganze Schloss gerannt und hatte versucht, seinen Vater zu finden, bis ein Diener ihm gesagt hatte, dass dieser sich im Moment auf der Jagd befand und erst am nächsten Morgen zurückkehren würde.

Daraufhin machte er sich auf den Weg zu Sílanells Gemächern, denn er wusste ja, dass dieser mentale Nachrichten verschicken konnte. Vor der Tür zu seinen Räumen klopfte er ihr Geheimzeichen für wichtige Dinge: zwei Mal kurz, drei Mal lang. Es dauerte keine fünf Sekunden, da hatte Sílanell geöffnet und Leagim trat ein. Stutzend stellte er fest, dass Calegaladh auf einem weichen Kissen auf dem Boden saß und offenbar schon seit längerer Zeit dort war.

Ohne lange Vorreden begann er: „Legolas ist wieder da."

Verwirrt nahm er zur Kenntnis, dass das keiner der beiden auch nur annähernd überrascht aussah.

„Das wissen wir"; sagte Sílanell, der nun am Balkon des Zimmers stand, " wir haben ihn vorhin ankommen sehen."

„Und ihr seid nicht zu ihm gegangen? Wieso?", empörte sich Leagim unverständnisvoll.

„Wir wollten ja, aber…wir haben es uns anders überlegt. Werd' nicht sauer, wir erklären es dir.

„Wenn du Legolas eben begrüßt hast, und wir sind uns ziemlich sicher, dass du das hast, wird dir die…Veränderung aufgefallen sein."

„Natürlich weis ich, dass Legolas sich nicht erinnert, aber was hat das mit dieser Reaktion zu tun?"

„Komm, setz dich! Die Erklärung ist nicht ganz so einfach.", meinte nun auch Sílanell und deutete auf einen Sessel, der praktisch der dritte Punkt eines gleichschenkligen Dreiecks war, wenn man ihre jeweilige Position im Moment von oben betrachtete.

Etwas zögerlich ließ er sich auf der Sitzgelegenheit nieder und wartete gespannt auf die Erklärung, die seine Brüder ihm sicher gleich geben würden.

Zu seinem Erstaunen war es nicht Sílanell sondern Calegaladh, der zu sprechen begann: „Das Ganze war ursprünglich meine Idee auch wenn etwas, das Sílanell gesagt hat den Ausschlag dafür gab. Wenn du also irgendwelche speziellen Vorwürfe hast, so trage sie bitte auch an mich.

Unser Bruder hat mir von dem Gedächtnisverlust erzählt. Er meinte, dass Legolas sich kaum an etwas erinnert und jemand, der es schlecht mit uns meint, ihm alles ungefragt erzählen könnte und er würde es glauben, weil er es nicht besser wüsste. Ich fragte Sílanell, ob man seine Erinnerungen nicht auf irgendeinem Weg zurückholen könne. Was er mir antworte, war zwar nicht ganz zufrieden stellend doch es war ein Hoffnungsschweif. Mit viel Fürsorge und Zeit würde es gehen.

Ich hatte also den Einfall, Vaters Seele, die schon angebrochen ist, ein wenig zu schonen. Ich glaube, wir konnten ihn überzeugen, dass es ihm gut geht, wenn er nun das entdecken würde, würde das Ada vielleicht zu sehr belasten.

Also haben wir ihn heute Morgen auf die Jagd geschickt und ihm versprochen, uns um Düsterwald zu kümmern.

Wir haben beschlossen, dem König nicht zu erzählen, dass Legolas wieder da ist. Wir wollen, natürlich nur mit seiner Zustimmung, sein Aussehen ein wenig verändern und ihm vorerst den Dienern zur Seite stellen. Speziell Mithir. Du weißt, ihm kann man vertrauen! Er wird ihm ein bisschen vom Leben hier erzählen. Siehst du, was wir so erreichen wollen?"

Leagim nickte: „Ja, er kann sich wieder an den Palast gewöhnen und alles kennen lernen, ohne, dass er irgendwem gesondert auffallen wird.

Ich finde eure Idee gut, doch es gibt noch einige Probleme, die ihr noch nicht beachtet habt: Einmal müssen wir auch Aeriél auf irgendeine Weise verstecken und das auch vor allen Elben, die uns nach Lothlórien begleitet haben.

Und dann muss Legolas als Diener vielleicht auch einmal Ada irgendetwas ausrichten oder bringen. Berater oder Wächter können wir ja täuschen, wenn wir es geschickt anstellen, seinen, unseren Vater jedoch ganz sicher nicht! Wie sollen wir das fertig bringen?"

„Unser kleiner Bruder ist nicht dumm!", warf Sílanell ein, „Wir müssen ihm so gut wie möglich klar machen, dass er niemals zum König darf und um jeden Preis verhindern muss, dass der Herrscher in sein Gesicht blickt. Mehr können wir nicht tun. Legolas ist geschickt und klug, er wird das schaffen.

An Aeriél haben wir nicht gedacht. Wegschicken können wir sie nicht, auch nicht für kurze Zeit, denn er erinnert sich an sie und wird ihr vor allem am Anfang mehr glauben als uns. Nur können wir den Trick nicht wiederholen, den wir bei Legolas angewandt haben. Jeder, der in Lothlórien bei uns war, würde sie erkennen, du hast Recht. Aber was wollen wir tun? Niemals würde sie es aushalten, in ein Zimmer gesperrt zu sein, sie erträgt kaum einen Ort für lange Zeit."

„Ich weiß es auch nicht. Oder…doch! Ich wüsste vielleicht etwas. Erinnert ihr euch, wo wir früher, als Kinder,  gespielt haben?", fragte Calegaladh.

Leagim riss die Augen auf: „Du meinst…?"

Er nickte: „Genau! Ich meine die Geheimgänge und Verstecke aus Kriegszeiten. Sie führen auch in die Gärten und in den Wald hinein und niemand außer uns kennt sie. So könnte Aeriél jederzeit ins Schloss und auch wieder heraus."

„Bruder, der Einfall ist gut! Doch nun müssen wir uns beeilen, denn Aeriél und Legolas sind im Schloss und wir müssen sie so schnell wie möglich finden!"

~~*~~

Aeriél ging mit Legolas durch den Schlossgarten. Er lag in der Mitte der Palastanlagen und war von allen Seiten von hohen weißen Gebäuden umgeben, wirkte aber dennoch nicht niedergedrückt sondern offen und freundlich. An allen Ecken kam im Palast die Natur zum Vorschein doch hier fühlten man sich weniger an einen streng zu Recht geschnittenen Park, als vielmehr an eine blühende Blumenwiese mit kleinen Wegen erinnert. Die einzige Ausnahme darin bildete nur das Düsterwaldwappen aus Blumen mitten in der Mitte des Parks, doch auch dieses wirkte, als hätten die Blumen selbst beschlossen, hier zu wachsen und von ganz allein dieses Bild geformt.

Der Schlossgarten des Düsterwalds war bei den Elben berühmt für seine Vielzahl an wunderschönen Blumen, die zu jeder Jahreszeit blühten, immer andere!

Tatsächlich blieb Legolas, wie sie es gehofft hatte, der Mund offen stehen.

Gleich zum Eingang hin ging man durch einen grünen Torbogen, der im Frühling weiß blühte. Dort war rechts und links der beiden jungen Elben ein Farbenmeer aus lilienähnlichen Blumen. Als sie weitergingen kamen sie zu einer Weggabelung. Fünf gingen in verschiedene Richtungen Sternenförmig von ihnen weg und in der Mitte des so entstandenen Platzes war mit Blumen das Wappen des Königshauses gebildet. An dem Beet arbeitete gerade ein hellhaariger und großer Elb, der ihnen im Vorbeigehen einen kurzen Blick zuwarf und sich dann wieder den Alfiriel[1] zuwandte.

Sie liefen stundenlang unter den Bäumen und den Blumen umher und sogen den herrlichen Duft von tausend verschiedenen Blumen ein ehe sie sich wieder dem Schloss zuwandten.

Es war schon spät und eigentlich mussten sie beide längst schlafen.

Auf halbem Wege zurück kamen ihnen Leagim, Sílanell und Calegaladh entgegen.

Ruhig und gelassen wie es sich für Prinzen geziemte baten sie die Beiden, mitzukommen.

Etwas verwirrt bedeutete Aeriél ihrem Freund, dass kein Grund zur Sorge bestand und sie gingen hinterdrein. Sie bemerkte, dass sie durch Türen und Gänge gingen, die sie vorher an dieser Stelle überhaupt nicht bemerkt hatte doch Sílanell und die anderen beiden schienen sie zu kennen wie ihre eigenen Taschen, denn zielsicher und schnell bewegten sie sich fort, so dass die beiden jüngeren und auch kleineren Elben einige Male ein wenig Mühe hatten, ihnen zu folgen ohne zu rennen.

Schließlich bogen sie ein weiteres Mal von einem luftigen Gang aber diesmal waren sie nicht, wie so oft zuvor, in einem weiteren Korridor sondern in einem gemütlich, ja beinahe fürstlich aber doch geschmackvoll und nicht überfüllt eingerichtetem großen Raum.

Einen Moment lang fragte sich Aeriél, wo sie jetzt war, doch dann sah sie auf dem Tisch neben dem Bett eine Bürste liegen, in der sich einige rotblonde Haare verfangen hatten und an der Farbe dieser erkannte sie, dass es Sílanells Zimmer war.

„Setzt euch!", forderte Calegaladh sie auf.

Legolas setzte sich auf einem großen Sessel, in dem er fast verschwand und Aeriél ließ sich auf das nächstgelegene fallen, was das Bett war. Wieder stutzte sie kurz weil der Geruch den die Bettwäsche nah an der Nase ausströmte ihr bekannt vorkam und sie für gewöhnlich recht wenig vergaß. Sie runzelte kurz die Stirn und sah dann zu den drei Elben auf, gespannt, warum sie sie hierher gebeten hatten.

„Nun, wir haben ein kleines Problem", begann Leagim doch nachdem ihn Sílanell ein wenig seltsam angesehen hatte berichtigte er: „Eher ein großes Problem. Es hängt mit euch zusammen.

Wir haben beraten und sind zu dem Endschluss gekommen, es unserem Vater nicht mitzuteilen, dass du, Legolas, wieder da bist. Dem würde nämlich unweigerlich die Nachricht des Gedächtnisverlustes folgen und wir glauben nicht, dass er das noch aushält.

Also haben wir uns eine Möglichkeit überlegt, wie wir euch beide hier verstecken können.

Bei Legolas war das eigentlich einfach. Du hast dich ja schon früher eher mit gesenktem Kopf bewegt, weswegen die meisten Bediensteten und auch fast alle Minister dein Gesicht kaum kennen. Wir dachten uns, wir könnten dein Haar färben und dich bei den Dienern unterbringen. Dort sucht so schnell keiner nach einem Prinzen! Was hältst du davon?"

Eine Weile sah Legolas zwischen den angespannten Gesichtern  seiner Brüder hin und her. Aeriél brauchte er gar nicht anzusehen um zu wissen, dass sie ihn allein entscheiden lassen würde.

Nach schier endloser Zeit antwortete er bedächtig: „Ich habe nichts dagegen, doch sagt mir, was soll das bringen?"

Alle schienen unbeschreiblich erleichtert zu sein und Calegaladh sagte dann: „Jeder Diener hat einen freien Tag in der Woche. Wir hofften, dass du an diesem Tag zu uns hier hoch kommen kannst um zu erlernen, was du mit deinem Gedächtnis verloren hast."

Wieder dachte Legolas lange nach, doch er nickte und meinte: „Dann will ich das tun und lernen, wer ich einmal war!"

Aeriél nickte glücklich. Das Gedächtnis mochte man ja löschen können, doch die Seele war etwas, das man mit tausend Tränken nicht vernichten könnte!

„Wir haben aber noch ein Problem!"

Er erzählte ihr ausführlich, was sie sich ausgedacht hatten. Einige Momente lang überlegte sie ernsthaft, ob sie zustimmen sollte oder nicht. Diese Gänge hörten sich eigentlich gut an, denn sie würde ja jederzeit hinaus können. Andererseits musste sie zurück zu den Erilia! Sie gehörte schließlich zu ihnen! Es gab so viele Gründe zu bleiben, doch auch mindestens genauso viele zu gehen. Sie sah sich um und sah in Legolas blaue, flehende und hoffende Augen.

„Und was tun wir mit dem Herrn Celeborn?"

Breit lächelnd antwortete Sílanell ihr: „Der hohe Herr hat sich bereits mit uns verbündet! Wir brauchen uns keine Sorgen darum zu machen!"

„Wie ist er überhaupt von Lórien hierher gekommen? Er verlässt sein Reich doch sonst kaum!"

„Die Zustände, die im Moment in unserer Familie und somit auch im Königreich herrschen sind äußerst undurchsichtig und kompliziert. Herr Celeborn ist ein Elbenfürst des allerhöchsten Standes, das weißt du. Er hat seinen Besuch mit der Sorge um das Königreich und um seinen alten Freund Thranduil, mit dem er so lange nicht mehr zutun hatte, begründet.

Das kommt uns nicht Ungelegen, denn solange er hier und auf unserer Seite ist, kann Herr Celeborn uns mit allem erdenklichen unterstützen und Legolas von ihm fernhalten.", begründete ihr Sílanell das Erscheinen des Elbenherren.

„Nun, da nun alle Fragen beseitigt sind, sollten wir uns nun um die Umsetzung unseres Planes  kümmern!", meinte Calegaladh und deutete auf die Tür zum Badezimmer.

Im Bad begannen sie zuerst damit, Legolas die Frisur zu lösen, die er nun bereits seit Tagen trug und die den Umständen entsprechend zerzaust war. Der junge Elb musste sichtlich die Zähne zusammenbeißen als Sílanell so vorsichtig wie möglich einen besonders hartnäckigen Knoten zu lösen probierte. Zopf um Zopf löste sich zum Teil schmerzhaft, bis die Haare des Jungen offen seinen Rücken hinunter fielen. Leagim hatte aus der Waschstube in einem der Kellerräume des Palastes eine Schüssel voll mit Färbstoffen geholt. Nun begannen sie damit, Strähnenweise seine Haare einzutauchen und einwirken zu lassen.

Etwa eine Stunde später hatte Legolas so dunkelbraunes Haar, dass sie schon fast wieder schwarz wirkten und seine blauen Augen stachen fast unheimlich stark daraus hervor. Nachdem auch seine edle Kleidung eine Wandlung erfahren hatte, war er kaum noch als Prinz zu erkennen und die Brüder und Aeriél waren äußerst zufrieden mit ihrem Werk.  

Danach war Aeriél selbst dran. Bei ihr wurden weder die Haare gefärbt, noch machte man sich sonderliche Mühe die Kleidung zu wechseln, zumal es mehr Aufsehen erregt hätte, wenn ein Prinz mit Frauenkleidung auf seinem Zimmer verschwunden wäre. Sie bekam nur eine neue Frisur und bewegte sich anders.

So gingen sie alle fünf durch das ganze Schloss, wobei Aeriél und Legolas in deutlichem Abstand und so unbeteiligt wie sie konnten durch die Gänge schlichen und sich durch ihr Benehmen praktisch unsichtbar machten.

Zur großen Überraschung der beiden jüngeren Elben gingen sie soweit immer abwärts, dass sie schon unter der Erde sein mussten, denn kein Fenster zierte mehr die Wände und auch die Muster hatten sich deutlich verändert, waren spärlicher und grober, jedoch nicht minder schön geworden.

Die Tür, an der der Gang, dem sie bisher gefolgt waren, endete, war aus schwarzem Ebenholz und war nur mit einem einzigen elbischen Buchstaben versehen. Sílanell drückte sie vorsichtig auf. Niemand schien in dem weiten Raum dahinter zu sein. Lange Tische reihten sich aneinander und von den Wänden gingen viele Türen ab, die eigentlich viel zu klein für die Elben wirkten. Töpfe, Pfannen und anderes Kochgeschirr hing an Schienen über den Tischen. Es herrschte eine recht düstere Atmosphäre doch etwas Unerklärliches lies den Raum trotz aller Dunkelheit sehr heimelig wirken.

Weiter hinten, dort wo das Licht irgendwie nicht hinkam, klapperten ein paar Töpfe und eine etwas grobschlächtige Frau kam angelaufen. Sie war eindeutig ein Mensch. Ein braunes Kleid aus einem kratzigen Stoff und eine dreckige gestreifte Schürze, an der sie sich gerade eine Art Soße abwischte, lies sie wie eine Mischung aus Küchenfrau und Märchentante aussehen. Zu letzteren trugen vor allem die tiefen Grübchen um ihren Mund und das übermütige Funkeln in ihren Augen bei.

 Aeriél mochte sie sofort und Legolas schien es sehr ähnlich zu gehen, denn er musterte sie vorsichtig aber überaus neugierig. 

Die Frau begrüßte die drei Prinzen herzlich und schien die Menschen anhaftende Scheu vor Elben nicht zu teilen und fuhr allen dreien über die Haare und knuffte sie in die Wangen. Legolas und Aeriél mussten sich das Lachen fast verkneifen angesichts dieses Benehmens, das gegenüber einem Adligen alles andere als konventionell war.

Nachdem die Frau Sílanell, Calegaladh und Leagim geherzt hatte, wand sie sich den beiden Jüngeren zu. Ihr Gesicht wurde einen Moment nachdenklich bevor es wieder das strahlendste Großmuter-Lächeln zeigte, dass Aeriél je gesehen hatte.

„Ich bin Mena. Ich kümmere mich um die Diener und sorge dafür, dass alles erledigt wird.

Mir untersteht die gesamte Dienerschaft des Palastes und somit ab heute auch du, Legolas."

 Legolas lächelte sie ein wenig schüchtern an und nickte. Schon im nächsten Moment aber zuckte er zu Tode erschrocken zusammen. Nana hatte völlig unangekündigt sehr laut durch die Zähne gepfiffen.

Ganz hinten im Raum, der im Dunkeln lag, knallte eine Holztür ins Schloss und ein elbischer Junge mit zerzaustem Haar und etwas dreckiger Palastkleidung kam angerannt und blieb völlig außer Atem vor der Frau stehen.

Diese schüttelte äußerst missbilligend den Kopf: „Mithir, guck dich an! Wie sehen deine Haare bloß aus! Und deine Kleidung! Wo hast du dich denn herumgetrieben!"

Der kleine Elb, der sogar noch kleiner war als Legolas, schaute betreten zu Boden und scharte mit den Füßen. „Nun, ich…", stammelte er.

Nana hatte die etwas pummeligen Fäuste in die Seiten gestützt und blickte erbost zu dem Diener hinab.

„Und das ausgerechnet heute, wo wir so wichtige Gäste haben! Ach, schäm dich, Mithir!"

Ihr Zorn verrauchte plötzlich und sie drehte sich wieder zu den Prinzen um und lächelte.

„Wie lange soll der Junge eigentlich bleiben? Neue Gesichter bei uns fallen schnell auf und wir müssen überlegen, wie wir sein späteres Verschwinden erklären!"

Sílanell wehrte ab: „'Wir'?"

Mena winkte einfach ab: "Ach, paperlapap! Ohne mich würdet ihr das gar nicht tun können! Ich bin verantwortlich für die gesamte Dienerschaft! Also, hört ihr euch nun an, womit ich euch helfen möchte?"

Calegaladh machte eine resignierende Geste und Mena nickte zufrieden. Dann maß sie Legolas mit einem langen Blick und murmelte ein wenig vor sich hin. Plötzlich drehte sie sich um und verschwand in einer der Türen, die hinten vom Raum abzweigten. Man hörte es eine Weile rumoren und dann kam sie mit einem Bündel Stoff auf dem Arm wieder.

„Ja, das müsste passen.", sagte sie und hielt ihm eine der Palastuniformen entgegen, „Komm morgen früh vor Sonnenaufgang in dieser Kleidung hier herunter. Dann wird Mithir dir alles zeigen."

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Hallo, da bin ich wieder! Ich entschuldige mich tausend Mal für die unglaublich lange Wartezeit. Irgendwie hat da was am Schreibfluss gehangen! Ehrlich gesagt finde ich dieses Kapitel ziemlich schlecht und hoffe, dass mir da nicht die Leser abspringen. Über ein kleines Review würde ich mich seehr freuen!

Reviews:

@Shelley: Danke, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast. Ich wollte es zuerst nur in wenigen Tagen spielen lassen, habe mich dann aber anders entschieden. Beim Umbau des bereits geschriebenen muss ich wohl einiges übersehen haben…kommt hoffentlich nicht mehr vor. Celeborn ist erklärt. Hatte ich tatsächlich noch nicht gemacht.

Ich bedanke mich auch bei Seniwallenstein, Michiru-chan1 und feanen für ihre Kommentare!

Tschüssi, hoffentlich bis bald,

Aeril



[1] Eine kleine weiße Blume, die zu allen Jahreszeiten blüht