Wenn dich aber dein rechtes Auge zum Abfall verführt...
miyuki: aye, me 'earty! vielen lieben dank für dein review! wenigstens du hast mich in dieser kargbesuchten ecke gefunden glücklichist ganz viele küsse für mein herzchen! an' keep on reviewin', savvy?
Achtung! Ich glaube diesmal ist mir tatsächlich so etwas wie Handlung passiert!
Disclaimer: OK, das ist irgendwie lächerlich aber bitte: Nein, mir gehört weder Jesus noch einer seiner Jünger, ich schreibe völlig unentgeltlich blasphemische Dinge und verwende sie dazu schändlicherweise... was bin ich böse.........
"Warum kamst du dann zu mir?"
"..."
"Hör auf, dich vor uns... vor mir zu verschließen. Judas, Bruder, lass uns wieder eine Familie sein! Sprich es aus, lass es los und lass uns gemeinsam einen Weg finden! Ich will dir beistehen, aber du musst es wollen, du musst zumindest diesen einen ersten Schritt tun "
"..."
Der Griff um Judas' Schultern wurde fester, drängender. "Wie kann ich dir so helfen?"
"..." Judas Gedanken, seine Phantasien nahmen von seinem Denken Überhand. Er wusste er sollte, er musste sich jetzt abwenden, um zu verhindern... Doch er konnte nicht und tat es nicht. Gebannt und gefesselt blickte er nun, nach dem er ihnen den Rest des Gespräches lang ausgewichen war, in die Augen seines Herrn.
"Gib mir zumindest die Möglichkeit, dir zu helfen. Ich helfe allen Menschen und lasse meinen Bruder leiden!"
Judas spürte, wie Tränen seine Augen verließen. Mit, nun wieder gesenktem Kinn, schüttelte er den Kopf. Nein, dies hatte er nicht beabsichtigt, dass Jesus die Schuld - welche Schuld denn? - bei sich suchte.
Wenn er jetzt nicht sprach... Er wollte es ihm sagen. Er musste es.
Jesus blickte ihn an, abwartend, geduldig aber nicht willens ihn in diesem Zustand gehen zu lassen, fest entschlossen, alles zu tun, um wieder in Ordnung zu bringen, was zu lange schon ihre Beziehung belastete. Und Judas durchflutete erneut eine Welle wärmster und innigster Zuneigung. Wie sehr er diesen Mann liebte. Diesen scheinbar einfachen Mann, der schon so viel in den Leben hunderter bewirkt hatte und noch viel mehr bewirken würde, Judas war sich sicher.
Und er konnte nicht mehr anders als das Schweigen zu brechen und sagte: "Herr... ich liebe dich. Doch ich fürchte, ich liebe dich auf eine Art, die nicht... und ich begehre dich und ich... Herr, vergib mir! Ich weiß es ist falsch und eine Sünde und ich soll verdammt sein, dass ich ausgerechnet dich, Herr, mit meinen schändlichen Gefühlen beschmutze....!"
Judas wandte sich ab, wobei Jesus seine Hände von seinen Schultern nehmen musste.
Er schämte sich nicht seiner Tränen, doch konnte er angesichts seiner eigenen, nun offenbarten verabscheuungswürdigen Gefühle nicht länger in die Augen sehen.
"Judas, wende dich nicht ab von mir." Jesus ging um seinen Jünger herum, um wieder Augenkontakt mit ihm schließen zu können.
Judas hatte seinen Kopf gesenkt, seine scharlachroten Locken verdeckten sein Gesicht. Jesus schob seine Hände unter die erstaunlich weiche Pracht. Sanft legte er seine Handflächen auf Judas Wangen, seine Finger berührten die Haut über seinen Kieferknochen, vorsichtig hob er Judas Kopf an.
Als sich ihre Augen wieder trafen, sah Judas überrascht, dass sich in den Augen seines Herrn nun auch Tränen gebildet hatten und erschrocken erkannte er, dass sich ein weiteres Gefühl in Jesu Augen spiegelte: Begierde.
Konnte es sein?
Jesus blickte tief in die grün strahlenden Augen Judas.
Schon war es auch wieder verflogen, was Judas eben in dem Blick seines Herrn erkannt haben wollte, wich nun einem leichten Entsetzen in den Augen seines Herrn, als diesem bewusst geworden war, dass Judas /es/ gesehen hatte.
Doch zu spät, Judas ließ den Moment nicht unbeachtet verstreichen, zu lange schon gierte ihm danach, diese Lippen, rot wie Blut und Wein, sich zu eigen zu machen, sie sich zu nehmen, sie zu spüren, sie ganz für sich alleine in Anspruch zu nehmen.
Judas schloss seine Lider, verdrängte das Entsetzen und alles was folgen würde nur /jetzt/ zählte,
jetzt /sein/,
jetzt /leben/
und wenn er damit allem ein Ende setzte, alles zerstörte,
/jetzt nicht/.
Später...
Er musste seinen Kopf nur ein wenig nach vorne strecken, um den Atem seines Herrn auf seinen Lippen zu fühlen. Noch intensiver nahm er den Duft seines Herrn wahr, roch sein Haar, seine Haut.
Er liebte, wie Jesus roch, das Aroma von Weihrauch, dass sich in seinen braunen Locken fing, seine nach Sonne und frischen Quitten duftende Haut.
Jetzt endlich wollte er ihn schmecken.
Was ihm den Mut dazu gab, es zu tun, vermocht er nicht zu sagen.
Er hob sein Kinn an und seine Lippen trafen die des Herrn. Ein heiß-kalter Schauer durchlief seinen ganzen Körper. Brennend spürte er seinen nächsten Herzschlag in sich explodieren und heiß schoss das Blut aus dem Zentrum in seiner Brust in alle Teile seines Körpers. Allein das Gefühl seine Lippen gegen die von Jesus gedrückt zu spüren löste das in ihm aus.
Er öffnete sie leicht und tastet mit seiner Zunge vorsichtig Jesu Lippen ab.
Judas spürte, wie dieser tief Luft holte. Diese Gelegenheit nutzte er, um seine Zunge in Jesu warmen Mund wandern zu lassen.
Kein Widerstand.
Zuerst machte er sich mit der Zunge von Jesus bekannt, dann fuhr er die Linie seines Gaumens nach, befühle die Innenseite seiner Zähne, zog sich etwas zurück, um wieder seine Lippen zu liebkosen und lockte schließlich Jesu Zunge soweit hervor, dass er an ihr saugen konnte.
Jesus verhielt sich ruhig, er wich nicht zurück, küsste aber auch nicht zurück.
Endlich löste sich Judas von ihm, seine Arme, die er um Jesus geschlungen hatte, ließen ihn los.
"Und was nun, Judas?" fragte sein Herrn, nun wieder völlig er selbst, keine Spur von Begierde, Entsetzen oder Verwirrung.
Allmächtiger im Himmel, hatte er sich etwa getäuscht?! Hatte er seine Wünsche auf Jesus projiziert, um kein schlechtes Gewissen haben zu müssen, wenn er sich nahm, was ihm nicht zustand? Wie hatte er glauben können, Jesus, sein Herr, der Messias, der Sohn Gottes, könnte genauso schändliches empfinden wie er?
Judas sank vor seinem Herrn nieder, auf Knien flehte er ihn an: "Herr, mein Herr, vergib mir! Was immer über mich kam, es wird nie wieder geschehen. Ich bitte dich, vergib mir!"
"So sei es", sprach Jesus. "Und nun geh hin und nimm wieder an unserer Gemeinschaft teil."
"Du vergibst mir also?"
"Ja, ich vergebe dir, wenn das dein Wunsch ist."
"Es ist mein Wunsch."
"So steh auf, dir ist vergeben." Jesus reichte ihm die Hand, Judas ergriff sie und richtete sich auf. Schließlich ergriff Jesus wieder die Schultern Judas, küsste ihn auf die Stirn, wandte sich um und ging.
TBC – nein, keine Lungentuberkulose... -.-
Naaa? Das war doch jetzt wohl Handlung, oder?
Ich will REVIEWS!!! Ich brauche Motivation, um weiter zu schreiben! Kritik! Anregungen! FLAMES!!! whatever!
