... so reiß es aus und wirf's von dir.
@miyu: na wenn das mal kein gutes werk ist, dass ich hier tue! ich sollte missionarin werden...
@idril.tinuviel: (strange der name...) ich weiß, ich weiß, ich war bei der ersten slash-bible-fiction die ich gelesen hab auch... hm... sagen wir postitv schockiert... und hierzu hat es geführt! ... ja, ja die vollkommenheit jesu ist so eine sache, lass dich überraschen...
noch was über mich *egozentrikplatztheraus*: ich bin aus österreich, also falls jemandem ein paar wendungen oder ausdrücke komisch vorkommen liegt das zwar meistens an meiner unfähigkeit, manchmal aber auch an meinem herkunftsland... und für alle, die sich vielleicht fragen (kann ja sein... oder?... na eher nicht aber egal...) ich bin evangelisch.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Langsam begann er sich wieder in das Leben der anderen einzufügen, Gespräche wurden geführt, Ideen und Neuigkeiten ausgetauscht, auch mit Judas.
Natürlich war Judas erleichtert über die positive Entwicklung seiner Situation, die er für gänzlich aussichtslos gehalten hatte, dennoch konnte er seine Gefühle nicht einfach beiseite legen, wie ein altes Kleidungsstück, dass er leid geworden war. Nichts konnte seine Liebe zu seinem Herrn mindern.
Es war in letzter Zeit nicht gerade ruhiger geworden um Jesus und seine Jünger. Tag für Tag pilgerten Gläubige, Neugierige, und Bedürftige zu ihrem Lager, um Jesus zu sehen, ihn sprechen zu hören oder ihn um ein Wunder zu bitten. Doch auch ungläubige Spötter ließen nie lange auf sich warten, machten sich lustig und säten mit ihren Gerüchten, die sie verbreiteten Zwist und Zwietracht im Volk.
Bald würden sie wieder weiter ziehen, sie hatten noch viele Städte und Dörfer zu bereisen.
***
Es war bereits Nacht und Judas, dankbar endlich wieder beten zu können, hatte sich unter einem Olivenbaum niedergelassen und die letzten drei Stunden in tiefster Kontemplation verbracht. Ein Stück weiter weg, auf der kleinen Erhebung hinter der sie ihr Lager aufgeschlagen hatte, flackerten noch schwach ein paar Fackeln.
Judas war so vertieft gewesen, dass er nicht bemerkt hatte, dass sich ihm jemand langsam genähert hatte. Als er sich aus seiner Gebetspose löste, sich erhob, sah er eine Gestalt aus dem Schatten nähre treten.
"Judas, Bruder, wie geht es dir?"
"Gut, Simon."
"Du sprichst nicht darüber und so breiten sich Gerüchte aus in unserem Kreis. Thomas verteidigt dich, glaubt kein Wort, behauptet steif und fest, dass es eine Lüge sei."
Judas wollte ihn nicht unterbrechen, er hatte niemals offen gestanden, was zwischen ihm und ihrem Herrn vorgefallen war. Jesus hatte den Jüngern lediglich zu verstehen gegeben, dass, das was zwischen ihnen und ihm, Judas, gestanden war, nun vorbei sei. Dennoch brannte ihm die Frage auf der Zunge:
"Welche Gerüchte?"
Simon Petrus trat näher herzu. Es war nun schon spät in der Nacht, weiter oben auf dem Hügel schien alles zu schlafen. Simon überhörte Judas Frage und fuhr fort:
"Aber ich denke, ich weiß es besser, mein lieber Bruder, wir wissen es..." Simon blickte Judas tief in die grünen Augen. "Liebe, ich meine wahre Liebe, ist nie eine Lüge."
Judas schwieg. Er verstand nicht, worauf Petrus hinaus wollte und woher er wusste...
"Ich verstehe dich."
"Aber woher..?" Judas wollte aufbegehren, doch Simon trat schnell auf ihn zu und legte zwei Finger auf Judas Lippen.
"Shhh... Ich weiß, was du durchgemacht hast und dass du immer noch leidest. Mit jedem Atemzug sehnst du dich danach und weißt, dass deine Begierde nie gestillt werden wird. Du versuchst es zu verdrängen, zu ignorieren, es gar zu vergessen. Aber es geht nicht, es steckt tief in dir und du kannst es nicht ändern. Und obwohl du weißt, dass es falsch ist, dass es nichts gutes bringen wird, du würdest alles, ja sogar deine Seele dafür geben." Die dunkelblauen Augen fixierten Judas.
Petrus hatte seine Finger bereits wieder von Judas Lippen genommen. Inzwischen hatte er mit beiden Händen Judas Oberarme ergriffen.
Judas starrte Simon Petrus ungläubig an und wusste nun genau, worauf dieser hinaus wollte, schwieg jedoch weiter.
"Wenn ich mich auch nur mit einem Wort geirrt habe, schüttle den Kopf, vergib mir meine Anmaßung und vergiss, dass wir dieses Gespräch je geführt haben. Liege aber richtig, dann kann ich dir, wenn auch nur für eine verhältnismäßig kurze Zeit, die Ruhe verschaffen, nach der du und dein Körper verlangt."
Judas bewegte sich nicht, er atmete tief ein, die letzten paar Sekunden hatte er die Luft angehalten gehabt. Wie war das möglich, wie konnte Simon so sprechen und wie konnte er so ruhig dabei sein, als ob es keine Sünde wäre, als ob er ihm nichts weiter als ein Glas Wasser anböte?
Natürlich versetzte diese Frage Judas in einen Zustand äußerster Erregung und sein Körper kannte die Antwort auf Simons frage bereits, doch konnte er seinen Verstand diesem dringenden Befehl seines Körpers folge leisten lassen?
Simon sah, dass Judas im Kampf mit sich selbst stand und sprach, nachdem er seine Hand auf Judas Wange gelegt hatte und sie sanft gestreichelt hatte:
"Du musst mir deine Entscheidung natürlich nicht sofort mitteilen. Denk darüber nach, solange du willst. Wisse nur: ..."
Simon lächelte
"Nein, das hat Zeit, bis du dich entschieden hast. Jederzeit kannst du zu mir kommen. Ich werde anhören, was immer du mir zu sagen hast. Nun schlaf wohl, mein Bruder."
Judas sah, wie Simon sich umwandte, er ging, ein Schritt, zwei Schritte, drei...
"Simon!"
...
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Ja, da ist auch noch dieser Simon. Was führt er im Schilde, ist ja ganz offensichtlich, oder doch nicht? Steckt vielleicht was anderes hinter Simons Angebot?
Wenn's weiter gehen soll, führt kein Weg an dem kleinen süßen "Go" da unten links vorbei.
Ich will Meinungen hören. Dann kann es auch sein, dass ich öfter update...
