Titel: Den Jäger erlegen

Autorin: Sleepy Tiger

Warnung: once upon a time there was girl who wrote a lot of blabla....

Disclaimer: Lord of the Rings © J.R.R. Tolkien

10. Kapitel: Aragorn vs. Asani

Knapp eine Stunde später machte sich Legolas allein auf den Weg zum Trainingsplatz. Asani war schon früher gegangen und wollte sich ein wenig vorbereiten. Sie schien trotz all ihrer Zuversicht, etwas nervös zu sein.

Er nahm den kleinen Pfad an den Ställen vorbei zum Platz, als ihm dieser Lärm entgegen schlug. Gegen seiner Erwartungen schien der Trainingsplatz um diese Zeit ziemlich voll zu sein. Er grinste schief. Die Krieger kamen sich nach soviel feiern vielleicht etwas träge vor und wollten wohl länger trainieren. Als er ankam, hielt er jedoch erstaunt inne. Der Platz war leer, aber um ihn herum hatten sich ziemlich viele Schaulustige versammelt. Sogar sein Vater und Elrond befanden sich darunter. Sie saßen auf einer Anhöhe, von wo sie aus alles überblicken konnten. Als er weiterging, bemerkte er auch Gandalf und die Hobbits, die aufgeregt auf ihren Plätzen herum rutschten. Er fand es auch ein wenig grotesk, als er an einer Gruppe von Ifreys vorbeikam, die eifrig mit einigen Zwergen Wetten abschlossen. In dieser Gruppe entdeckte er einen Pfeife rauchenden Gimli, der amüsiert einem Ifrey zuhörte. Als er Legolas etwas verloren dastehen sah, ging er auf ihn zu.

"Was ist denn hier los?" wollte Legolas wissen. "Warum sind denn all die Leute hier?"

"Sie haben von dem kleinen Training gehört, um den Aragorn Fräulein Asani gebeten hat", erklärte Gimli.

"Ist das so eine große Attraktion?"

"Eigentlich nicht. Die Leute dachte, es wäre so ein langweiliger Trainingskampf. Aber die Ifreys waren da anderer Meinung." Gimli kicherte bei der Erinnerung, wie die Ifreys, sich gegenseitig umgerannt hatten, als sie von diesem "Duell" hörten. "Sie haben alles stehen und liegen lassen. Die konnten es kaum erwarten, daß Spektakel zu sehen."

"Daraufhin sind natürlich sehr viele neugierig geworden und sind ihnen gefolgt", schloß Legolas. "Und es gibt Wetten?"

Gimli nickte lachend. "Die Ifreys setzen alle auf Fräulein Asani und der Rest natürlich auf Aragorn. Es steht sehr schlecht für das junge Fräulein."

Legolas schüttelte den Kopf und blickte sich etwas um. Es war wie auf einem Volksfest! Edle Damen, die auf Stühlen saßen und teetrinkend auf den kommenden Kampf warteten; Männer, die mit Knabbereien in den Händen um den Platz spazierten; Kinder, die Fähnchen schwenkten. Bei Aragorn standen einige seiner Männer, die ihm offensichtlich Ratschläge gaben. In diesem ganzen skurrilen Bild schien nur Aragorn normal zu sein. Dieser lachte und schüttelte immer wieder den Kopf. Er lehnte die Rüstung ab und ging nur in Hemd und Hose bekleidet auf den Platz.

Legolas wandte sich wieder zu Gimli und bekam gerade mit, wie dieser einem Ifrey zuflüsterte: "...Zwei Silbermünzen auf Aragorn."

Der junge Krieger hatte sich zu dem Zwerg herunter gebeugt und lauschte angestrengt seinen Worten. Er bat den Zwerg lauter zu sprechen. Überhaupt verstand er nicht, warum er flüsterte. Die anderen Zwergen schämten sich doch auch nicht, Wetten abzuschließen. Gimli knurrte genervt und drückte dem Krieger die Münzen in die Hand. Lauter sagte er: "Ich bin Gimli Gloins Sohn und setze zwei Silbermünzen auf Aragorn. Jetzt verstanden?"

Der Ifrey nickte und notierte eifrig seinen Namen und Einsatz.

"Gimli!" rief Legolas wütend.

Gimli zerbiß fast vor Schreck das Mundstück seiner Pfeife. Unschuldig sah er dann seinen Freund an. "Es ist doch nur eine harmlose Wette."

Der Elb holte tief Luft, um dem Zwerg zu sagen, was er von diesen widerlichen Wetten hielt, als er immer wieder den Namen Aragorn bei den ifreyschen Buchhaltern hörte. Nicht einmal fiel der Name seines "Waffenbruders". Er ließ Gimli ohne ein weiteres Wort stehen und stolzierte zu den Ifreys, die immer noch Wetten entgegennahmen. Er griff in die Innentasche seiner Jacke und holte ein kleines Säckchen hervor. Er warf es einem der Buchhalter zu und sagte entschlossen: "Legolas Grünblatt, 20 Goldmünzen auf Asani mo Ifrey."

"Ihr seid ein weiser Mann, Hoheit!" rief der Ifrey begeistert und schrieb seinen Namen auf. Dann fing er an, den Inhalt im Säckchen zu zählen. Legolas hatte sich umgewandt und spazierte an Gimli vorbei, der alles mit offenen Mund beobachtet hatte. Irgendwann schaffte er es doch, seinen Mund zu schließen und lief Legolas hinterher.

"Was war denn das, Herr Elb?" fragte er, als er aufgeholt hatte. Legolas schwieg düster und suchte sich einen guten Platz, um das Training zu beobachten. Gimli nahm grinsend neben ihm Platz. Seine Hoheit wettete und schien überhaupt nicht darüber erfreut zu sein. Wie süß...Er mußte Fräulein Asani näher kennenlernen, wenn Legolas das endlich einmal zulassen würde...

Es wurde langsam still auf den Platz, als Asani aus der Menge auftauchte und lächelnd auf Aragorn schlenderte. Sie sah sich etwas verwirrt um. Wahrscheinlich hatte sie auch nicht mit so einem Auflauf gerechnet. Sie rief etwas den Ifreys zu, die ihr fröhlich mit den beschriebenen Blättern zuwinkten. Sie schüttelte den Kopf und verdrehte die Augen. Die Elben unter den Zuschauern verstanden nur das letzte Wort, das sie vor sich hin brummte. "...Unverbesserlich."

Legolas interessierte es im Moment nicht, was sie so unverbesserlich fand. Wichtiger war, warum war sie so gänzlich unbewaffnet? Es war doch ein Schwertkampf. Hatte sie das vergessen? Das schien auch Aragorn etwas zu verwirren, denn er fragte: "Warum sucht Ihr Euch nicht ein Schwert aus?"

"Ich habe meins dabei", erwiderte sie ruhig.

Aragorn blickte sie verwirrt an. Er sah kein Schwert. "Wo ist es, Ifrey?"

"Immer bei mir, Majestät."

Sie griff hinter sich, als würde sie nach einem Schwert greifen, das auf ihrem Rücken geschnallt war. Aber statt Luft bekam sie plötzlich ein Schwertknauf zu fassen und alle Umstehende hielten den Atem an, als sie das leise Scharren einer Klinge hörten, die aus ihrer Scheide gezogen wurde. Aber da war kein Schwert an ihrem Rücken geschnallt! Dennoch sahen alle, wie sie dieses Schwert Stück für Stück aus dem Nichts zog.

Die Elben unter den Zuschauern erkannte es als ein Stück ihrer Handwerkskultur an. Die Klinge war aus Mithril. Der sorgfältig eingebundene Griff und die zwei eingravierten Lilien im oberen Drittel der Klinge waren eindeutig die Handschrift eines elbischen Handwerkers. Legolas erkannte es als jenes Schwert wieder, das sie damals im Gefängnis aus dem Nichts gezaubert hatte.

Legolas fror, als er Asani genauer beobachtete. Seit sie dieses Schwert in den Händen hielt, schien sie sich Sekunde für Sekunde zu verändern. Er hatte das Gefühl nicht mehr Asani mo Ifrey vor sich zu haben, sondern jemand anderes. Das Lächeln, das ihre Lippen kräuselte, war grausam und der Blick aus ihren schwarzen Augen hatte alles spielerische verloren.

"Seid Ihr soweit?" fragte Asani den verblüfften König.

Sogar ihre Stimme klang irgendwie anders. Legolas schauderte bei diesem Klang. Der Tonfall war so kalt. Auch Aragorn schien es zu bemerken. Kaum merklich runzelte er die Stirn und er nickte. Dann schwang er sein Schwert herum und ging in die Ausgangsposition.

Beinahe eine Ewigkeit standen sich Asani und Aragorn bewegungslos gegenüber. Jeder darauf wartend, wer den ersten Angriff machen würde. Ruhig und gelassen maßen sie sich prüfend, während sich die Schaulustigen noch nicht einmal zu atmen wagten. Die Spannung brachte die Luft zum Knistern und die Leute keuchten erschrocken auf, als sich Asani plötzlich den ersten Angriff wagte. Sogar Legolas und Gimli zuckten zurück.

Es mochte die Zuschauer noch so überrascht haben, Aragorn jedoch war ein erfahrener Kämpfer und hatte den Angriff kommen sehen. Er hatte gespürt, daß Asani mo Ifrey eine kaum zu bändigen Kraft besaß, die sich jeden Moment entladen konnte. Aber diese Kraft, die hinter den Angriff steckte, konnte er nicht erahnen. Daher schwankte er etwas, als er Asanis Schlag mit seinem Schwert abwehrte. Die Funken, die dabei entstanden, verblüfften ihn wirklich.

Aragorn schaffte sich Raum und stieß Asani zurück. Das Mädchen vor ihm war eine Kriegerin mit einer Ahnenreihe, die Mittelerde in Angst und Schrecken setzen konnte. Auch wenn der Clan Ifrey geläutert war, es waren gefährlicher Krieger. Dies rief er sich in Erinnerung, um nicht wieder eine böse Überraschung zu erleben, nur weil er sich von ihrem harmlosen Äußeren blenden ließ.

Er lächelte schief. So harmlos sah sie im Moment eigentlich nicht aus. Sie knurrte verhalten wie ein wildes Tier vor einem Angriff und aus ihren Augen sprach Mordlust. Sein Blick wanderte kurz zu ihrem Schwert. War das die stählerne Seele, von der Galadriel gesprochen hatte? War sie für diese Veränderung bei diesem Mädchen verantwortlich?

~*~

Legolas und Gimli saßen angespannt auf ihren Plätzen. Gimli hatte mittlerweile die Pfeife fallen gelassen und verfolgte den Kampf mit großer Spannung. Legolas' Miene verdüsterte sich jedoch immer mehr. So hatte er Asani noch nie gesehen. Was war mit ihr? Was war mit diesem Schwert?

Beide waren so mit ihren Gedanken beschäftigt, daß sie Goleyn gar nicht bemerkten, der wie aus dem Nichts plötzlich neben ihnen stand. Gimli keuchte erschrocken auf und blickte den Ifrey wütend an. "Könnt Ihr Euch nicht wenigstens räuspern?"

"Ich soll Euch das geben", sagte Goleyn Gimli ignorierend und reichte Legolas einen Brief mit aufgebrochenen Siegel. Legolas blickte überrascht auf das Siegel. Es war aus Gondor. Er entfaltete den Brief und stutzte. Er war an Aragorn adressiert. Als er zu Goleyn fragend aufsah, beobachtete dieser mittlerweile ganz konzentriert das kleine Duell. Aber er spürte den fragenden Blick und antwortete: "Seine Majestät bat mich, es Euch und Herrn Gimli zu zeigen."

Legolas nickte knapp und las die wenigen Zeilen.

"Was steht in diesen Brief?" wollte Gimli wissen.

Legolas faltete den Brief mit betrübter Miene wieder zusammen, ehe er den Inhalt knapp zusammen faßte: "De Ker und De Frè sind tot. Kurz nach ihrer Ankunft in Perrigon fand man sie im Hafenbecken. Mit aufgeschnittenen Kehlen. Es sieht nach einem Raubmord aus."

Gimli nahm schweigend den Brief, den Legolas ihm hinhielt. Obwohl er schon wußte, was darin stand, las er ihn noch einmal. Der Elb und der Zwerg kannten die beiden Adjutanten nicht besonders gut, aber sie wußten, daß Aragorn ihnen bedingungslos vertraut hatte. Er hatte sie als fähige Männer mit Rückgrat beschrieben. Der Verlust der beiden mußte ihn schmerzen.

"Seine Majestät möchte die Untersuchung der Umstände, die zu dem Tod der beiden Männer geführt hatten, selbst leiten und bittet Euch um Eure Mithilfe", berichtete Goleyn, der etwas beleidigt schien, weil er als Bote herhalten mußte.

"Wann soll es losgehen?" brummte Gimli düster. Für ihn war klar, daß er einem Freund immer zur Hilfe eilte, gleichgültig mit welchen Schwierigkeiten er zu kämpfen haben würde.

"Morgen früh noch vor Sonnenaufgang", antwortete Goleyn.

"Und warum nicht jetzt?"

"Ihr seht doch, daß Seine Majestät im Moment beschäftigt..."

"Wenn Ihr mich fragt, ist es der falsche Augenblick für ein bißchen Training", unterbrach der Zwerg Goleyn brummend.

"Ihr habt mich nicht ausreden lassen", sagte Goleyn etwas vorwurfsvoll. "Er ist damit beschäftigt, einen dritten Begleiter auszusuchen."

"Asani?" fragte Legolas erstaunt. Hatte Aragorn sie deswegen um diesen kleinen Kampf gebeten? Wollte er ihre Fähigkeiten prüfen, ehe er eine Wahl traf?

"Warum nicht einer seiner Männer", wollte Gimli wissen. "Die sind sicherlich gut ausgebildet."

"In der Tat, das sind sie." Goleyn lächelte etwas überheblich. "Aber Asani kennt sich in Perrigon aus und hat außerdem ein Pakt mit ihrem Schwert geschlossen."

"Ein was?"

"Es ist bei uns eine alte Sitte, mit unseren Lieblingswaffen ein magisches Pakt einzugehen", sagte Goleyn im Plauderton. "Zumindest versuchen wir es."

Gimli verzog skeptisch das Gesicht. "Wie soll denn das gehen?"

"Wir bieten dem Schwert, ihrem Blutdurst zu stillen und keine andere Waffe zu benutzen, dafür leben wir solange die Klinge ungebrochen ist und sind so stark und unverwundbar wie das Metall, aus dem es gemacht wurde", erklärte Goleyn und verzog keine Miene, als Gimli und Legolas ihn ansahen, als wäre er ein Ungeheuer.

"Das ist keine alte Sitte! Das ist schwarze Magie!" zischte Gimli angewidert.

Legolas sagte zu all dem nichts. Sein Inneres geriet in Aufruhr, als er daran dachte, was Asani da getan haben soll. Derartige magische Bündnisse gehörten in die Kategorie "Seelenverkauf". Es war schwarze Magie, so wie es Gimli gesagt hatte. Sie war gefährlich, denn sie war nicht zu beherrschen. Sie beherrschte den Benutzer.

"Warum?" fragte Legolas nur. Mehr konnte er nicht über die Lippen bringen. Diese Eröffnung mit dem Pakt, brachte ihn zu Bewußtsein, daß er sie gar nicht kannte. Und das zu wissen, schmerzte ihn mehr, als er zugeben wollte.

"Verzweifelte Situationen erfordern verzweifelte Lösungen", erwiderte der Ifrey mit einem traurigen Lächeln. "Sarumans Armeen machten auch nicht vor dem eisigen Norden halt. Unser Clan war gezwungen weiter in die Eiswüsten zu ziehen. Dabei starben viele Kinder und Verletzte. Die einzige Chance, um zu überleben, war, gegen diese Armeen zu kämpfen und unser Territorium zurückzuerobern. Aber von unserem Clan war nicht mehr als die Hälfte am Leben."

"Und Asani band sich an ein Mithrilschwert, das ihr seine Unverwundbarkeit und Stärke gab", schloß Legolas. "Dafür tränkte sie seine Klinge in Blut."

"Sehr erfolgreich sogar", fügte Goleyn hinzu. "Asani bekam von Maja den Titel 'Ti Yanca no An'. Schlächter des Nordens."

"Das klingt mehr nach einer Beschimpfung", murmelte Gimli, der nur langsam verdauen konnte, daß sich dieses Mädchen durch schwarze Magie zu einem furchtbaren Monster gemacht hatte. Obwohl er das aus tiefsten Herzen verabscheute, regte sich Mitleid in ihm. Sie hatte es für ihren Clan getan. War deren Lage so verzweifelt gewesen? War dieses Mädchen so verzweifelt gewesen?

"Es war als eine Warnung gedacht", sagte Goleyn. "Sowohl für ihre Feinde als auch für sie selbst."

Langsam verstand Legolas Galadriels rätselhaften Worte, die Asani damals zum Weinen brachten. "An Elbenwerk habt Ihr Euch gebunden, unsterblich seid Ihr dadurch geworden. Aber Ihr bezahlt einen zu hohen Preis dafür."

Ihr Körper hatte die Eigenschaften des Mithrils angenommen. Dieses Metall war so hart, daß es nie Kratzer gab, geschweige brechen konnte. Deswegen hatte er keine Verletzungen bei ihr finden können. Aber die Kälte und der Blutdurst so einer Waffe veränderten auch ihr Wesen. Sie schlug ohne Gnade auf Aragorn ein und drängte ihn erbarmungslos immer weiter zurück. Es war wirklich furchterregend mit anzusehen, wie grausam und hemmungslos sie ihr Schwert schwang. War das der Preis, den Asani für ihre Unsterblichkeit zahlte? Die Veränderung ihres Herzens...und was war mit ihrem Verstand?

"Sie wird ihn doch nicht töten, oder?" fragte Legolas ruhig, aber er fürchtete sich um das Leben seines Freundes ebenso wie um Asanis Seelenheil.

Goleyn schüttelte den Kopf. "Das Schwert wird ihren Verstand nicht mit seinem Blutdurst vernebeln können. Es kannte seine Herrin schon lange, bevor sie sich zu diesem Pakt mit ihm entschlossen hatte." Aber seine beschwichtigende Antwort kam ein wenig zu langsam, um wirklich überzeugend zu sein.

"Das sieht aber gar nicht danach aus", meinte Gimli skeptisch. Auf seiner Stirn bildete sich eine steile Falte.

Asani war nach diesen harten Schlägen noch nicht einmal außer Atem. Sie schlug immer noch mit einer gefährlichen Präzision und setzte ihre gesamte Kraft ein, um Aragorn dichte Verteidigung einzureißen. Für den König Gondors war es nicht schwer, ihre Attacken vorauszusehen und seine Verteidigung danach auszurichten, aber auch er ermüdete bei soviel Hartnäckigkeit und Kraft. Außerdem war sie schnell. So schnell, daß er kaum aus seiner Verteidigung herauskam, um selbst einen Schlag zu landen. Was hatte sie doch gesagt? Auf eigene Gefahr...Aragorn mußte lächeln. Diese Ifrey war tatsächlich eine Gefahr und das gefiel ihm sehr, sehr gut.

Wahrscheinlich hatte er einen Augenblick zu lang ihre Fähigkeiten bewundert, denn er sah ihren nächsten Hieb zu spät, parierte ungünstig und verlor die Balance. Ein erschrecktes Aufkeuchen ging durch die Menge, als er stürzte. Ehe er wieder aufstehen konnte, schlug sie ihm das Schwert aus der Hand und die scharfe Klinge schrammte um Haaresbreite an seinen Daumen vorbei.

Die Zuschauer hielten den Atem an. Würde diese Ifrey es wagen, Aragorn, den König Gondors, vor ihren Augen zu töten? Es sah ganz danach aus. Sie stand mit den Schwert über ihn und drückte die Klinge dicht an seinen Hals. Aragorn blickte sie ruhig und schweigend an.

Aber plötzlich lächelte sie und trat zurück. Sie ließ das Schwert sinken und streckte dem König die Hand entgegen. Verschmitzt sagte sie dann: "Ich habe Euch ja gewarnt."

Die Menge atmete erleichtert aus und die Ifreys fingen an, zu johlen und zu jubeln. In ihrer Sprache schrien sie nach Wein und Weib, um den Sieg von Asani zu feiern. Als sich die Umstehenden fragten, was in diese Ifreys gefahren war, wurden sie noch mehr von den Zwergen überrascht, die gequält aufstöhnten und sogar weinten.

Aragorn erwiderte währenddessen ihr Lächeln und ließ sich von ihr aufhelfen. "Ich verstehe, warum man Euch diesen Namen gegeben hat...Ti Yanca no An."

Ein ironisches Lächeln kräuselte Asanis Lippen. Sie ließ das Schwert los und es löste sich vor den Augen aller in Luft auf, ehe es scheppernd auf den Boden fallen konnte.

"Die stählerne Seele", bemerkte Aragorn, der sich wieder an Galadriels Worte erinnerte. "Das ist sie also."

"Es ist Mithril", korrigierte Asani spröde.

Aragorn grinste jungenhaft über ihre beleidigte Miene, bot aber mit einer angedeuteten Verbeugung seine Entschuldigung an. Dieses Lächeln verjüngte ihn um Jahre und Asani fand, daß er wirklich ein sehr gutaussehender Mann war. Aber irgendwas fehlte ihm, das ihr den Atem nehmen könnte. Vielleicht lag es an seine Ohren...

"Ich werde am nächsten Morgen nach Perrigon aufbrechen", begann Aragorn unvermittelt. "Würdet Ihr gerne mitkommen?"

Ende des 10. Kapitels

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"Boah, so ein Bockmist! Der Walzer war ja schon totaler Shit! Aber magische Bündnisse mit Schwertern?!? Was für ein Blödsinn hat sie sich da wieder einfallen lassen?" Denken sich vielleicht so einige von euch...oder gar alle...

Leider habe ich nur eine Erklärung: MIR SIND DIE KEKSE AUSGEGANGEN !!!!