Titel: Den Jäger erlegen
Autorin: Sleepy Tiger
Warnung: Oberon's back!
Disclaimer: Lord of the Rings © J.R.R. Tolkien
25. Kapitel: Schande der Elben
Oberon Temonis, 7489 Jahre alt, ein Held der alten Tage und wegen seiner mutigen Taten von König Thranduil von Düsterwald zum Lord und königlichen Berater ernannt, verliebte sich zu Anfang des Dritten Zeitalters in eine Diebin aus dem Clan der Ifreys.
Als Elbe verkleidet hatte sich diese freche Sterbliche in Düsterwald eingeschlichen und wollte des Königs Krone stehlen. Aufgehalten wurde sie von keinem geringerem als dem mehr als ungewöhnlichen königlichen Berater Lord Oberon Temonis. Er jagte die dreiste Diebin eines Nachts quer durch Düsterwald und stellte sie schließlich auf einer Wiese, auf der am Tage die Kinder tollten. Sie verlor gegen ihn. Natürlich. Aber er hingegen verlor sein Herz. Ohne zu zögern gab er Titel, Macht und seine Heimat auf, um sie vor seinem König zu schützen.
Diese Liebesgeschichte wurde in jedem Volk besungen, aber immer etwas anders aufgenommen. Die Zwerge lachten sich freilich in Fäustchen. Ein weiser Elbenlord ließ sich von einer kleinen sterblichen Diebin verführen. Oh ja, sehr weise. Die Menschen hingegen fanden Lord Oberons Schicksal geradezu romantisch. Eine sehr klassische Liebestragödie, die zu unendlich vielen Balladen, Märchen, Theaterstücken und zum Nachahmen inspirierte. Die Elben erzählten ihren Kindern gerne von Oberon, um sie davor warnen, ihr Herz einem Menschen zu schenken. Es brachte nichts als Schmerzen und Kummer.
Jahrtausende später sang man immer noch von dem Elben, der einer Sterblichen wegen alles aufgab. Aber man vergaß die Namen. Man vergaß einige Fakten und erfand fröhlich ein paar neue hinzu. Seltsamerweise gab es nicht eine Geschichte, die davon erzählte, was aus dem Paar geworden war. Niemand machte sich die Mühe, zu berichten, was aus Oberon Temonis wurde, als seine sterbliche Geliebte von ihm ging. Ob er auch ihr zuliebe sterblich geworden war. Es gab Gerüchte. Es gab Legenden. Vor allem gab es Augenzeugen, die auf das Grab ihrer - eigentlich noch lebenden - Mutter schworen, Oberon wäre nach dem Tod seiner Geliebten in den Westen gesegelt und anschließend an einem gebrochenen Herzen gestorben. Oder umgekehrt.
Niemand hatte gewußt, daß Oberon Temonis nach dem Tod seiner Frau durch Mittelerde gewandert war. Auf der Suche nach einer Heimat, da die Eiswüsten zu sehr ihn an seine geliebte Delaya erinnerten. Die Elbenstädte mied er, da er sich durchaus im Klaren war, daß er Gespött und Schande für seine Leute war. Niemanden hatte es interessiert, daß Oberon nach langer Wanderschaft schließlich in einer kleinen Küstenstadt namens Perrigon landete, das nichts weiter als ein unterirdisches Gefängnis war. Niemand hätte gedacht, daß er da einen kleinen mageren Jungen von einem Sklavenhändler kaufte und ihn dem Namen Kerrigan gab. Niemand hätte geahnt, daß dieser Junge einmal Lord Kerrigan I. sein würde, der den Grundstein für die blühende Handelsstadt Perrigon legte und seinem Ziehvater Oberon Temonis ein Haus am Stadtrand baute, in dem eine kleinere Version von Düsterwald wachsen sollte.
Genauso wenig wußte man, warum dieser ungewöhnliche Elb viele Jahre später, als Lord Kerrigan IV. an der Macht war, mit einigen geknickten Grashalmen in der Hand auf dem schmalen Bett seiner Ur-ur-ur-ur...Enkelin Asani mo Ifrey saß.
"Was hattet ihr auf meiner Wiese zu suchen?" fragte er sie leise, während sie sich immer noch völlig entsetzt an die Wand preßte. Er hielt ihr die Grashalme entgegen. In seinen schönen blauen Augen glitzerte es verdächtig. Er schien ernsthaft niedergeschlagen und getroffen zu sein. Langsam löste Asani sich von der Wand und wollte sich vor ihm auf die Knie werfen und sich entschuldigen. Für was genau, wußte sie zwar selbst nicht, aber bei seinem Anblick schmerzte ihr Herz. Es sah aus, als würde er gleich weinen und das schockierte sie mehr als ein Weltuntergang.
"Was habt ihr auf meiner Wiese gemacht?" fragte er mit gebrochener Stimme. "Das Gras dort ist ganz platt und zerrupft!" Mit Tränen in den Augen holte er ein Stück gerissenes Band hervor. Es gehörte einmal zu Asanis dunkelrotem Mieder. "Es gibt hier Dutzende Zimmer. Warum ausgerechnet auf MEINER Wiese?"
Was auch immer in ihr Schuldgefühle ausgelöst hatte, es war weg. Bei dem Anblick des Bandes stürmten die Erinnerungen an letzte Nacht auf sie ein. Vor allem Legolas' Worte kamen ihr wieder ins Gedächtnis.
"Er wollte, daß ich es selbst herausfinde."
Sie machte von Oberon kehrt, stapfte zu ihrer Kleidertruhe und zog ein Hemd hervor, das sie sich nachlässig überzog. Erst dann wandte sie sich ihm wieder zu. "Daran bist du selbst schuld!"
"Ich?" wiederholte er ungläubig. "Ich würde meiner Wiese so etwas nie antun! - Ich bin zu alt, um mich auf Wiesen herum zu rollen. Dafür hat der Mensch das Bett erfunden."
Asani ignorierte den letzten Teil und fuhr unerbittlich fort: "Du hast ihn auf diese dumme Idee gebracht! Warum hast du ihm vom Erlegen erzählt?"
Oberon öffnete ungläubig seinen Mund und sah sie betroffen an. "Wovon redest du überhaupt? Was hat das mit meiner Wiese zu tun?"
Leider war Oberon kein guter Schauspieler. Asani entdeckte nur zu schnell das schalkhafte Lachen in seinen blauen Augen und boxte ihn daher kräftig in den Arm. "Alles!"
Oberon rührte sich seltsamerweise nicht von der Stelle, als sie zuschlug. Statt dessen atmete er scharf ein und klagte auch noch lauthals: "Das tut weh!"
"Das will ich hoffen", schnappte sie wütend.
"Du bist genau wie dein Vater." Oberon murrte verstimmt, als ihre Braue ganz langsam in die Höhe ging. "Jetzt siehst du sogar aus wie er."
Asani überging diese Worte und fragte leise: "Weißt du, was du angestellt hast? Warum mußtest du ihm von dem Erlegen erzählen?"
"Hab ich gar nicht", erwiderte Oberon beleidigt.
"Hast du wohl!"
"Hab ich nicht!"
"Oberon!"
"Asani!"
Asani knurrte verhalten. So kam sie bei ihm nicht weiter. Elben...Sie blickte in Oberons verstockte Gesicht und versuchte es etwas anders. "Nein, aber du hast es wohl erwähnt und es ihm überlassen, herauszufinden, was das Erlegen bedeutet."
"Wie bitte?" Oberon schnaubte empört und zog eine Braue ungläubig hoch. "Was unterstellst du mir?"
Asanis Geduldsfaden riß mit einem Knall. "OBERON!!!"
Der unmögliche Elb lachte lauthals und völlig entzückt über Asanis Wutausbruch und sprang behende zur Seite, als sie sich auf ihn stürzen wollte. Grinsend wischte er sich die Tränen aus den Augenwinkel. "Genau wie der Vater...mit dem hat es auch soviel Spaß gemacht. Ah, den sollte ich bei Gelegenheit wieder besuchen..."
Asani war bäuchlings auf ihrem Bett gelandet und strich das Haar aus ihrem Gesicht, als sie wütend zu Oberon hochsah. Dieser machte es sich grinsend am Kopfteil des Bettes gemütlich. Ein überaus schmutziges und zugleich amüsiertes Lächeln ließ seine blauen Augen aufblitzen. Asani rutschte soweit vom Bett, daß sie auf dem Boden kniete und ihr Kinn auf ihren verschränkten Armen legen konnte.
Oberon sortierte in aller Ruhe seine dunklen, weiten Gewänder, in denen er so verrucht wie eine teure Kurtisane aussah als der Elbenlord, der er mal gewesen war. "Du solltest dankbar sein, daß ich es vor ihm erwähnt habe. Sonst hätte er dich ohne Vorwarnung über die Schulter geworfen und nach Düsterwald mitgenommen."
"Das hätte er nie gemacht!" rief sie mit hochrotem Kopf.
"Doch, das hätte er auf jeden Fall. Er ist ein kluger Junge und hat bestimmt schon heraus gefunden, daß süße Worte und Lieder bei dir nicht fruchten." Als sich ihr Blick noch mehr verfinsterte, kicherte er in sich hinein und streckte die Hand aus, um eine störrische Locke aus ihrer Stirn zu zupfen. "Ich habe dich damit vor Schande bewahrt. Ich werde deinem Clan erzählen, daß Legolas Grünblatt dich den Sitten gemäß erlegt hat, bevor ihr...auf der Wiese das Gras zerdrückt habt. Du wirst deine rechte Hand und das Pakt mit dem Schwert behalten."
Asani spreizte die Finger ihrer rechten Hand und betrachtete sie eingehend. Es war die gleiche Hand, die noch vor einigen Augenblicken auf Legolas' Brust gelegen hatte. Was, wenn nicht nur sie verstoßen wurde, sondern Legolas auch. Erwartete ihn dann nicht viel schlimmeres? Wenn man ihre die Hand abtrennte, wäre sie wieder sterblich, weil das Schwert keine verkrüppelte Herrin haben wollte. Dann nach einigen Jahren wäre das Schicksal so gnädig, sie sterben zu lassen. Aber Legolas...er würde ewig weiterleben. Ohne Heimat. Ohne Freunde. Ohne Familie. Er hatte gesagt, daß es ihn nicht kümmerte, so lange sie bei ihm war. Sie glaubte ihm. Aber was, wenn sie tot war? Er würde womöglich lange Zeit durch Mittelerde wandern und dann so werden wie Oberon...Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken.
"Asani?"
Sie blickte abrupt auf. Oberon hatte sich auf den Bauch gelegt und sein Kinn auf seine gefalteten Hände gestützt, während er sie unter halb gesenkten Lidern anblickte. Sein langen Wimpern warfen genug Schatten, daß sie seine blauen Augen nicht sehen konnte. Aber sie bemerkte dieses mutwillige Funkeln in ihnen auch so. Ihr schwante nichts gutes. Der Elb leckte sich über die Lippen und fragte schnurrend: "Wie war es denn so? Erzähl doch."
Sie sah ihn eine Weile sprachlos an und runzelte die Stirn. "Was war wie?"
"Asani", gurrte Oberon und lachte leise über ihr verdutztes Gesicht. "Mein unschuldiges Lämmchen...Der Prinz, Asani. Wie war er?"
Eine halbe Ewigkeit verstrich, in der Asani Oberon nur blank anstarrte. Ganz langsam fiel ihre Stirn dann auf die Matratze. "Oberon..."
"Ich schätze, es war nicht so großartig", seufzte Oberon tragisch. "Du kannst dich schließlich noch bewegen und mich anschreien. Es scheint, daß er wirklich Thranduils Sohn ist. Der macht genauso schnell schlapp. Gut, daß man Könige nicht anhand ihrer Potenz bestimmt, denn sonst wäre Düsterwald dem Untergang geweiht. Wenn ich daran denke, daß dieser Junge König werden soll..." Oberon legte die schöne hohe Stirn in tiefe Denkfalten und schüttelte dann entschlossen den Kopf. "Besser ich gehe in den Westen, bevor das geschieht..." Er hielt wieder inne und schien noch in tiefere Gedanken versunken zu sein. Plötzlich seufzte er laut auf und sagte verzweifelt: "Ich hätte vielleicht doch in Düsterwald bleiben sollen, dann wäre der Junge nicht allzu stark dem Einfluß seines Vaters ausgesetzt gewesen. Der arme Junge wird zum Gespött für sein Volk. Jetzt verstehe ich auch, warum man mich die Schande des Elbenvolkes nennt. Oh Iluvatar, ich war dir ein schlechter Sohn..."
Er bedeckte sein Gesicht voller Scham mit seinen Händen und ertrank in seinem Selbstmitleid, während Asani ihm mit wachsendem Staunen zusah. Sie warf einen Blick zur Tür. Ob es wohl besser war, zu gehen? Sie entfernte sich langsam vom Bett und drehte sich schon um, als sie sich einen Atemzug später flach auf dem Rücken wiederfand. Oberon krabbelte auf Händen und Knien über sie und schob Hemd und Rock von ihrem Bauch. "Was soll das?!?"
Voller Ernst und Gram sah Oberon ihr ins Gesicht. "Ich hoffe für dich, daß Legolas Grünblatt seinem Vater nicht allzu ähnlich ist."
"Wovon redest du?" fragte sie verwirrt und versuchte sich aufzurichten, aber Oberon drückte sie resolut wieder auf die Matratze und legte seine Hand unter ihrem Nabel.
"Ich habe es gewußt", flüsterte Oberon mit Grabesstimme. "Du bist nicht schwanger. Seine Schande ist nun wirklich vollständig."
"Schwanger?" Asani entglitten sämtliche Gesichtszüge bei diesem Wort. Daran hatte sie ja gar nicht gedacht. Ihr wurde abwechselnd kalt und heiß. Sie hätte schwanger werden können. Asani atmete zitternd aus. Aber es war nicht passiert. Glück gehabt. Die Nacht mit Legolas würde keine Folgen haben. Legolas hatte immer noch die Möglichkeit, sich alles zu überlegen. Ob er immer noch mit ihr...Asani zitterte wieder. Diesmal aber nicht vor Erleichterung. Eine Faust drückte ihr im Hals die Luft ab und eine weitere zerquetschte ihr Herz. Beinahe hätte sie gelacht. Es bereitete ihr tatsächlich körperliche Schmerzen, den letzten Gedanken auch nur zu ende zu denken.
"Ahhhh...die Jugend heutzutage...bringt wirklich nichts zustande", murrte Oberon enttäuscht. "Der Junge ist wirklich der Sohn seines Vaters. Ein Schlappschwanz und gar unfruchtbar. Es hatte 100 Jahre gebraucht, bis die Königin schwanger wurde. Nun gut, wir Elben sind nicht so fruchtbar wie ihr Menschen. Damit konnte sich Thranduil entschuldigen. Aber du bist ein Mensch!" Oberon seufzte so schwer, als trüge er das Schicksal ganz Mittelerdes auf seinen Schultern. "Ich fasse es nicht, Düsterwald geht seinem Ende entgegen. Dieser Prinz hat es tatsächlich nicht geschafft, einen Menschen zu schwängern. Oh Iluvatar, ich war dir ein so unendlich schlechter Sohn..."
"Es ist gut", flüsterte Asani und lächelte etwas schief, als Oberon anfing, sich mit der Faust gegen sein Herz zu schlagen. "Es ist nicht so schlimm."
"Das ist meine kleine Asani", lächelte der Elb und drückte ihr liebevoll die Schultern. "Es gibt noch genügend Möglichkeiten, das nachzuholen. - Aber bitte bleibt von meiner Wiese fern."
"Keine Sorge", erwiderte sie tonlos und setzte sich auf. "Es wird kein zweites Mal geben.
"Warum nicht?" fragte er besorgt und strich ihr das Haar aus dem Gesicht. "Hat es dir so wenig gefallen? Aber glaub mir, Liebes, beim zweiten Mal tut es nicht mehr weh. Wenn du willst, rede ich ein ernstes Wörtchen mit ihm. - Obwohl ich kann mir nicht vorstellen, daß er in seinem Alter noch unerfahren ist...Aber bei dem Vater..."
Es sah aus, als würde Oberon wieder in einen Monolog fallen, also legte sie eine Hand über seinen Mund und zwang ihn, sie anzusehen. "Es wird nicht passieren, weil ich nicht von ihm schwanger werden möchte."
"WAS??" Oberon hatte ihre Hand abgeschüttelt und sah sie geradezu entsetzt an. "Kind, dein Clan verstößt dich! Erlegt, aber kein Kind unter dem Herzen. Was soll deine tote Mutter dazu sagen?"
Asani hielt ihm wieder den Mund zu. Sie sah ihm direkt in die Augen. "Gar nichts, weil sie schon tot ist." Oberons Brauen schossen ungläubig in die Höhe, als sie fortfuhr: "Du wirst niemanden sagen, was letzte Nacht passiert ist. Ich bin nie erlegt worden."
Oberon sah sie an, als verstünde er die Welt nicht mehr. Hinter ihrer Hand kam es dann gedämpft: "Aber warum?"
Sie wußte nicht, wie sie ihm das erklären sollte und ließ die Hand wieder sinken. Oberon blickte sie so verwirrt an, daß sie das Erstbeste sagte, das ihr in den Sinn kam: "Er ist ein Elb."
"Du sagst das, als wäre es ein Gebrechen." Oberon rümpfte pikiert die Nase.
"Und ich bin ein Mensch", fuhr Asani fort. Ihre Stimme brach und zu ihrem und Oberons Erstaunen liefen ihr Tränen über die Wangen.
Sofort nahm er sie in die Arme und strich beruhigend über ihren Rücken. Er nickte weise und sagte seufzend in ihr Haar: "Weine ruhig, Liebes, denn das ist wirklich ein Gebrechen. Aber du hast einen kleinen Anteil von Elbenblut in dir."
"Ich will nicht, daß er so wird wie du...", schluchzte sie an seiner Brust.
"Was soll das denn wieder heißen?" fragte Oberon etwas beleidigt.
"Ich will nicht, daß er für mich sein Leben aufgibt."
"Verbiete ihm, den Bund mit dir einzugehen", schlug Oberon vor und kam sich immer hilfloser vor, als sein sonst so stoische Nachfahre laut aufschluchzte und mit Schluckauf weiter weinte. Nicht einmal als Kind hatte sie so sehr geweint. Er hielt sie fest an sich gedrückt und strich beruhigend über ihren Rücken. "Aber eigentlich ist das ja nicht nötig. Du bist ja nicht mehr sterblich, Liebes. Also, braucht er nicht sterblich werden und ihr könnt glücklich bis zum Weltuntergang leben."
Seltsamerweise heulte sie daraufhin noch lauter auf und ihr Weinen wurde noch verzweifelter und klagender. Oberon klopfte eher beunruhigt als tröstend auf ihrem Rücken. "Die Ewigkeit ist zu zweit leichter zu ertragen...wirklich...Liebes, bitte hör auf." Mit einem etwas hilflosen Lachen fügte er hinzu: "Du machst mir Angst."
Wieder hörte sie ihn nicht und fuhr in einem fort zu wimmern und zu weinen. "Er hat gesagt, es kümmere ihn nicht, was die anderen sagen..."
"Ach ja?" Oberon blinzelte mehrmals, als Asani noch verzweifelter weinte und ihn umklammert hielt. "Liebes, welche anderen?"
"Düsterwald!" kam es klagend aus ihrem Mund. "Und sein Vater..."
"Ach der", murmelte Oberon mit einer wegwerfenden Geste. "Um den sollte man sich wirklich nicht kümmern."
"Doch, das sollte er!" schrie Asani empört. "Der blöde Elb kann doch nicht einfach seine Position wegen mir aufgeben."
"Aaaaahhhhhh", machte Oberon und nickte weise. "Davon reden wir also." Er lachte leise und hielt das weinende Mädchen etwas von sich und schüttelte sie etwas, als sie sich wieder an ihn klammern wollte. Dann gab er ihr eine Kopfnuß. "Du dummes Kind!"
"Ich bin nicht dumm", maulte sie trotzig. "Der blöde Elb hat mir versprochen, mir überallhin zu folgen und auch deswegen alles aufzugeben."
Oberon schwieg und wartete, bis Asani sich einigermaßen beruhigt hatte und ihm ins Gesicht sah. Mit einem traurigen Lächeln küßte er sie und sagte: "Wenn er unbedingt seine Krone und seinen Namen für dich aufgeben will, dann nimm es hin." Plötzlich änderte er seinen Ton und fuhr etwas strenger fort: "Was bist du überhaupt für eine Ifrey? Was kümmert es dich, was er für dich aufgibt? Sein Titel ist nicht mehr als Schall und Rauch! Deine menschlichen Vorväter sind barfuß übers Eis gelaufen!" Er gab seinen letzten Worten Nachdruck, in dem er ihr eine sanfte Kopfnuß gab.
Bei der Erwähnung ihrer Vorväter brach ihr wie jeder gut erzogene Ifrey das Herz und sie weinte noch verzweifelter bei dem Gedanken an einem barfüßigen Legolas. "Aber ich will nicht, daß er das auch tun mußt. Ich will nicht, daß er wegen mir leiden..."
"Dies ist nicht deine Entscheidung", unterbrach Oberon sie ruhig. Er hielt ihr Gesicht in seinen Händen, um ihr in die verweinten Augen zu sehen. "Es geht hier um seinen Titel, seine Verantwortung und seine Heimat. Also, seine Entscheidung...verstehst du, Liebes?"
"Nein!" empörte sie sich und schniefte undamenhaft. "Ich kann das doch nicht zulassen..."
Oberon unterbrach sie, indem er einfach die Hand auf ihren Mund legte. "Wenn es an dir wäre, alles wegen ihm aufzugeben. Würdest du dich da von ihm aufhalten lassen?"
Es sah sehr danach aus, als würde sie Oberon böse anfauchen, aber statt dessen weinte sie noch mehr. Sie schüttelte jämmerlich den Kopf und mißbrauchte sein teures Hemd als Taschentuch. "Nein, ich hätte ihm die Ohren abgeschnitten."
"Na, siehst du." Oberon hob ihr Kinn mit dem Zeigefinger hoch und lächelte sie an. "Er ist deinetwegen bereit seinen Namen und die dazugehörige Macht aufzugeben. Dieser Prinz wird sich nicht aufhalten lassen, dir überallhin zu folgen, weil er dich so sehr liebt. Und du dankst es ihm, in dem du in zurückweist, weil du glaubst, er wäre glücklicher als König, als mit dir zusammen zu sein. - Kaum zu glauben, daß du mein Nachfahre bist. Du dummes Kind." Er hielt inne, um ihr erneut eine Kopfnuß zu geben.
"Das tut weh!" klagte sie kleinlaut.
"Das will ich hoffen", zitierte Oberon sie lächelnd. "Außerdem glaube ich nicht, daß weder dein Clan oder Thranduil gegen eure Beziehung haben wird. Eure Väter sind so kauzig, daß sie sich als verlorene Brüder erkennen werden. Es ist erstaunlich, wie ähnlich sie sich sind. Total verbohrt, stur, zurückgeblieben und so was von..."
"Ich glaube, ich weiß, warum sein Vater dich verbannt hat", unterbrach Asani trocken. Sie wischte sich mit dem Rock übers Gesicht, als Oberon erneut ihr Gesicht mit beiden Händen hielt.
"Asani, geliebtes Kind", flüsterte er und zum ersten Mal an diesem Morgen war sein Blick ernst. "Wenn Thranduil seinen Sohn verjagt und du sterblich wirst...werde ich euch hier mit offenen Armen erwarten."
Asani legte ihre Hände über seine und lehnte ihre Stirn gegen sein. "Danke, Oberon..."
Der Elb drückte lächelnd einen Kuß auf ihre Nasenspitze und drehte sie zur Tür. Mit einem sanften Klaps auf ihren Hintern schickte er sie ins Bad. Als Asani immer noch etwas schniefend und mit Schluckauf das Zimmer verließ, blickte Oberon zur Decke hoch und flüsterte: "Oh großer Iluvatar, hier ist dein mißratener Sohn Oberon. Ich weiß, wie beschäftigt du bist, daher will ich dir die Aufgabe abnehmen, dafür zu sorgen, daß Grünblatt meine kleine Asani schwängert. Ich hoffe, du verstehst das nicht als Eingriff in dein Territorium."
Als erwartungsgemäß keine Reaktion von oben kam, fuhr Oberon fort: "Danke für dein Verständnis."
~*~
Die Sonne kletterte immer noch eifrig den Himmel hoch, als Asani frisch gewachsen und gekleidet aus der Tür des "Elbenwalds" kam. Sie schirmte ihre Augen vor der blendenden Sonne ab und blickte in das Gewirr von Menschen auf den Straßen. Seit König Aragorn die Feiertage ausgerufen hatte, herrschte hier Chaos. Die Stadt platzte aus allen Nähten. Vor allem in dem Viertel der roten Laternen war es bunter als zuvor. Es wäre die beste Zeit gewesen, einige steckbrieflich gesuchte Verbrecher zu suchen. Asani überlegte kurz und gestand sich grinsend ein, daß sie niemals einen der Kriminellen in dem Durcheinander erkannt hätte. Außerdem war sie zu verhungert, um an irgendwelche Kriminelle zu denken.
Teigtaschen wären jetzt ideal! Ob Elben Teigtaschen mochten? Asani lächelte in sich hinein. Komisch...sie dachte immerzu an diesen Elben und sie fand es zum ersten Mal weder peinlich noch ärgerlich. Vielleicht nur noch dieses Grinsen, das sich nicht unterdrücken ließ. Sie blickte kurz hoch zum "Elbenwald" und dankte Oberon im Stillen, daß er sich so viele Gedanken um seine Wiese machte.
Aber wo war der Stand mit den leckeren Teigtaschen hin? Gestern war er doch noch da gewesen. Asani kratzte sich am Kopf und murrte so grimmig wie ihr Magen knurrte. In diesen Durcheinander fand man ja gar nichts mehr wieder. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, um sich umzusehen und stieß dabei mit jemanden zusammen. Aus Reflex packte sie den anderem am Arm, als dieser zu fallen drohte. Aber seltsamerweise entglitt ihr der Arm und die Person - ein Bettler - fiel zu Boden. Ein Stab fiel klappernd zu Boden. Asani zögerte, ihm aufzuhelfen, weil etwas warmes, feuchtes und klebriges in ihrer Hand zurückgeblieben war. Es war dunkelrot und ein Fetzen verfaulte Haut hing daran. Entsetzt schrie sie auf und zupfte es angewidert von ihrer Hand und suchte sich etwas anderes als ihren Rock, um ihre Hand abzuwischen. Dabei fiel ihr Blick auf den Bettler, mit dem sie zusammengestoßen war.
"Tut mir leid! Tut mir leid!" jammerte dieser gerade und richtete sich zitternd auf Händen und Knien auf, während er nach seinem Stab tastete und weiter wimmerte. "Es tut mir so leid. Bitte tut mir nichts...ich bin gleich weg...es tut mir so leid..."
Asani blickte zuerst völlig verdatterte auf die kleine zitternden Gestalt, die unter einem schmutzigen und zerrissenen Umhang auf dem Boden hektisch herum krabbelte. Ohne weiter nachzudenken, griff sie nach dem Stab des Bettlers und wunderte sich, als er sich ängstlich von ihr zurückzog. Er hob sogar abwehrend die Hände vor seinem verhüllten Gesicht und warf sich vor ihr auf den Boden.
"Nein...bitte, tut mir nichts...es tut mir leid..." Er kauerte sich zusammen und flehte sie weiter an, ihm nichts anzutun. Als Asani lange nichts dergleichen tat, blickte er vorsichtig hoch, dabei fiel die Kapuze zurück und offenbarte einen bandagierten Kopf. Er und Asani erschraken sich gleichzeitig. Schnell zog der Bettler die Kapuze zurück und bewegte auf Händen und Knien zu einer Seitengasse. Der Umhang schleifte über den Boden und offenbarte dabei weitere bandagierten Körperteile und einen verdrehten Fuß.
Er war ein Aussätziger.
Das erklärte auch das Stück verfaulte Haut in ihrer Hand oder den intensiven Verwesungsgeruch oder die Augen, die gelblich gefärbt und so deformiert waren, daß sie wie die eines Ork aussahen. Der arme Mann litt an etwas, das die Perrigoner "Orkkrankheit" nannten. Niemand wußte, woher diese Krankheit kam, die einen Menschen langsam verkrüppelte und ihn einem Ork recht ähnlich machten. Man wußte nur, daß man diese Kranken niemals anfassen sollte, weswegen all diese Kranken jämmerlich starben, weil nicht einmal die Ärzte sich trauten, sie anzufassen.
Asani wurde dazu erzogen, daß es ein Verrat am Clan war, sich von den Ausgestoßenen abzuwenden. Die glorreichen Vorväter des heutigen Clans waren ja nichts anderes gewesen. Ein Verrat am Clan und ihren Vorvätern war undenkbar für ein Ifrey. Außerdem schützte sie das Schwert vor Krankheit und Tod. So atmete sie so flach wie möglich, als sie dem Kranken folgte und sich zu dem Bettler kniete, um ihm seinen Stab zu reichen. "Es tut mir leid. Ich habe Euch nicht gesehen."
"Nein, nein...", krächzte der Bettler und wehrte Asanis helfende Hände ab. Zu ihrer Bestürzung wich er weiter vor ihr zurück und machte sich ganz klein. "Bitte, faßt mich nicht an. Ich bin krank. Ich bin so krank, junge Frau. Ich habe die Orkkrankheit...bitte faßt mich nicht an..."
"Ich weiß", erwiderte sie ruhig und diesmal kam ihr Lächeln vom Herzen. Sie nahm vorsichtig seinen Arm zog sie ihn hoch, während er sie stumm ansah. "Alles in Ordnung?"
Auch wenn die Kapuze sein Gesicht verdreckte, Asani spürte seinen erstaunten Blick. "Iluvatar segne Euch und belohnt Euch für Euer gutes Herz. Habt vielen Dank", flüsterte er bewegt und nahm den Stab entgegen. Er verneigte sich tief und wollte gehen, als er plötzlich erstarrte und sich hastig von Asani fortbewegte. Wieder stützte sie ihn, als er zu fallen drohte.
"Guten Morgen, Asani."
Asani erschrak seltsamerweise nicht, als Legolas auf einmal hinter ihr stand und mit der Hand über ihren Rücken strich. Seine Hand blieb kurz auf der Kurve ihres Hinterns liegen. Neugierig blickte er den Aussätzigen an und kam ihm zu Hilfe, als er bei seinem Fluchtversuch strauchelte.
"Verzeiht bitte, Herr Elb", wimmerte der Aussätzige und zog mit seiner bandagierten Hand die Kapuze tiefer ins Gesicht. "Ich bin nur gefallen. Ich wollte die junge Dame nicht belästigen. Ich bin sofort wieder weg. Es tut mir so leid..."
"Ich will Euch nichts böses", erwiderte Legolas sanft und hielt den Aussätzigen am Arm fest, als dieser sich in den schweren Falten seines Umhangs verfing. So schnell und geschickt wie es nur ein Elb sein konnte, ließ Legolas einige Goldmünzen unbemerkt in die Taschen des Aussätzigen gleiten. Umso überraschter war Legolas, als der Bettler sich für eine atemlose Sekunde versteifte. Hatte er es etwa gespürt? Das war doch unmöglich. Ein Irrturm war aber ausgeschlossen. Legolas' Griff um den Arm verstärkte sich kaum merklich, während er dem Aussätzigen genau ins Gesicht sah. Aber dieser verbeugte sich so oft, daß es gar nicht ging. Langsam ließ er ihn wieder los. Aber sein Mißtrauen blieb.
"Habt vielen Dank für Eure Freundlichkeit, Herr Elb. Iluvatar segne Euch für Euer gutes Herz", krächzte der Aussätziger weiter und entfernt sich hastig von Legolas und Asani. Legolas sah diesem kranken Menschen lange hinterher, während dieser auf seinem Stab gestützt weiter davon humpelte.
"Hast du Hunger", fragte Asani in seine Grübeleien hinein. "Legolas?"
Der Elbenprinz schenkte ihr sein schönstes Lächeln und legte einen Arm um ihre Schultern. "Ich habe dich nur ganz knapp im Bad verpaßt."
Legolas erwartete schon fast, daß sie wieder nach ihm schlug, aber nur ein säuerliches Lächeln kräuselte ihre Lippen, als sie trocken fragte: "Was heißt nun 'blöder Elb' in deiner Sprache?"
Lachend zog er ihre Hand unter seinen Arm und spazierte mit ihr durch die verwinkelten Gassen und Straßen des Viertels mit den roten Laternen.
~*~
Er war so nah an ihr dran gewesen. Der Morgen hatte so gut angefangen und dann war dieser Elb aufgetaucht. Natürlich hatte dieser verdammte Prinz etwas bemerkt. Er hatte seinen mißtrauischen Blick durchaus gespürt. Genauso wie dessen Überraschung, als dieser Elb ihm aus lauter Mitleid die drei Goldmünzen zugesteckt hatte. Verächtlich schnaubend nahm der Aussätziger die Münzen heraus und warf sie weg. Sofort krochen einige Bettler aus ihren Löchern und stritten sich um die wertvollen Münzen. Keiner von ihnen fragte sich, was in diesen Aussätzigen gefahren war, daß er soviel Geld wegwarf. Vielmehr interessierte es sie, ob er noch mehr hatte. Einer lief dem Aussätzigen hinterher. Weder der abstoßende Geruch von verfaulter Haut oder der Gedanken, daß er sich anstecken und ebenfalls zum Aussätzigen werden konnte, schreckten ihn ab. Er war ein Bettler und diese konnten nicht lange auf Perrigons Straßen überleben. Aber er konnte sich diese kurze Lebensspanne mit etwas Gold versüßen.
Er folgte dem Aussätzigen in eine dunkle und verlassene Hinterhofanlage. Hier war er noch nie gewesen. Aber dem Geruch zu urteilen, trafen sich die Aussätzigen. Als er über die erste verfaulte Leiche stolperte, bestätigte sich seine Vermutung. Seine Gier erhielt einen Dämpfer und seine Instinkte meldeten sich wieder. Eine Stimme sagte ihm, daß es ein Fehler gewesen war, dem Aussätzigen zu folgen, und daß er hier sterben würde, wenn er nicht sofort verschwand.
Schnell wirbelte er herum und stieß gegen den Aussätzigen, den er verfolgt hatte. Still und ruhig stand der Kranke vor ihm. Der Bettler wich unwillkürlich zurück. Irgendwie wirkte er nun anders. So mächtig und böse...
Eine Hand schoß vor, umschloß sofort seine Gurgel und drückte zu. So dünn die Hand auch wirkte, sie war ungeheuerlich stark. Der Bettler starrte den Aussätzigen entsetzt an, ehe er mit den beiden Händen das schmale Handgelenk packte und verzweifelte versuchte, sich zu befreien. Er röchelte und flehte den Kranken an. Er wäre doch nur ein armer Mann wie jeder in diesen Straßen. Man möge Gnade walten lassen.
"Gnade?" fragte eine krächzende Stimme. Seelenruhig hob der Aussätzige seine andere Hand und nahm die Bandagen von seinem Gesicht herunter. "Du erwartest Gnade von mir, Mensch?"
"Ork!" keuchte der Bettler panisch und brach in Tränen aus.
"Ich bin kein Ork", erwiderte sein Peiniger. "Ich bin ein Dunkelelb."
Dem Bettler war das herzlich egal, als was sich dieses Monster betrachtete. Er kämpfte verzweifelt gegen den Dunkelelben, der teilnahmslos seinen Todeskampf beobachtete. Der Mensch kratzte, schlug um sich und schluchzte ohne Scham. Zu seinen Füßen bildete sich eine Lache, von der der scharfe Geruch von Urin hochstieg.
"Menschlicher Abfall." Der Dunkelelb verlagerte seine langen Finger um den Hals des Menschen und mit einem Ruck war das Genick gebrochen. Der Mensch gab noch ein letztes lang gezogenes Röcheln von sich und seine Augen rollten in den Kopf zurück. Als der Dunkelelb ihn endlich losließ, fiel er mit einem dumpfen Geräusch auf die Straße. Ohne der Leiche auch nur ein Blick zu gönnen, wandte sich der Dunkelelb ab und nahm sich beim Gehen die vielen Bandagen ab, die er zur Tarnung getragen hatte.
Asani hieß also die nordische Kriegerin, die so viele seiner Männer auf dem Gewissen hatte. Sie sah ziemlich harmlos aus. Klein und schwach wie jeder Mensch. Aber sie war wohl nicht zu unterschätzen. Wie lange sie wohl der Folter standhalten konnte? Es würde auf jeden Fall sehr lustig mit ihr werden, denn die nordische Kriegerin war auch die Geliebte von Legolas Grünblatt.
Ende des 25. Kapitel
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Ihr erinnert euch, daß ich "Herr der Ringe" noch nicht gelesen habe, ne? Ich muß nicht wieder jeden HdR Kenner bitten, nicht nur die Augen sondern auch die Hühneraugen zu zumachen, oder?
So, nachdem ich dieses Kapitel ungefähr 12 Tage lang 34521 Mal umgeschrieben, gelöscht, gekürzt, aufgesplittet, neu geschrieben, umstrukturiert, zerrissen und dann wieder zusammen gepuzzelt habe, bin ich in der Stimmung, einige Leute umzubringen. Ich will Blut sehen. Ich will metzeln und schlachten. Vielleicht noch etwas quälen und foltern. Ich hoffe, es macht euch nicht aus, daß ich mit dem Erwürgen von unschuldigen Bettlern angefangen habe...Aber ja, sonst geht es mir ziemlich gut. Cheers!
