Titel: Den Jäger erlegen
Autorin: Sleepy Tiger
Warnung: Wißt ihr eigentlich noch, worum's geht?
Disclaimer: Lord of the Rings © J.R.R. Tolkien
29. Kapitel: Haut an Haut
(NC-17)
Jede Bewegung.
Jede Berührung.
Jeder Atemzug.
Alles war eine unendliche Qual.
Legolas lehnte sich schwer gegen Asani, während sie versuchte, ihn die Treppe hochzuschleppen, auf deren Geländer er noch einigen Stunden hinunter gerutscht war. Jede erklommene Stufe war wie eine gewonnene Schlacht. Er kam sich auch wirklich vor, als stünde er auf einem Schlachtfeld. Seine leichten Abendkleider waren schwerer als eine Rüstung und scheuerten sogar noch schlimmer als jedes Metall auf seiner Haut. Seiner Bewegungen kamen ihm zu langsam und mühsam vor. Ihm war unerträglich heiß und er schwitzte. Seine Atemzüge kamen schwer und keuchend. Seit geraumer Zeit hatte er die Augen geschlossen, damit er nicht ohnmächtig wurde. Die vielen Lampen in den Gängen waren unerträglich und erst recht die Musik, die vom Hof her schallte. Hätte er alleine den Weg zu seinem Zimmer gehen müssen, er hätte sich hoffnungslos in diesem großen Palast verlaufen. Irre geleitet von den vielen Reizen, die auf ihn einstürmten.
Zum Glück führte Asani ihn durch dieses Gewirr von Gängen. Aber sie blieb immer wieder stehen und fragte nach seinem Wohlergehen, wenn seine Hand sich plötzlich um ihre Schulter verkrampfte oder wenn er erfolglos versuchte, ein schmerzhaftes Stöhnen zu unterdrücken. Ihr Arm, der um seinen Rücken lag, und ihre Schulter, die sich in seine Achselhöhle stemmte, um ihn aufrecht zu halten, drückten auch seine Kleider eng an seine hochempfindliche Haut. So sehr er auch litt, er spürte ihre Furcht. Legolas hörte sie einige Male schlucken, sah, wie sie auf ihrer Unterlippe kaute, ehe sie wieder den Arm um ihn legte und weiter hoch trug. Jedes Mal schaute sie fort, wenn er ihren Blick suchte. Sie wußte nicht, was sie tun sollte und war deswegen den Tränen nahe. Aber um seinetwillen riß sie sich zusammen. Wie er um ihretwillen.
Irgendwie waren sie sich ziemlich ähnlich...
Legolas lächelte schwach bei diesem Gedanken und legte seine Hand fester um ihre Schulter. Diese kleine Zeichen der Zuneigung veranlaßte sie allerdings sofort stehenzubleiben. Sie blickte ihm besorgt ins Gesicht.
"Legolas, willst du dich ausruhen?" fragte sie wieder einmal und hob sein Kinn zu sich, damit sie ihm in die Augen sehen konnte, die er nur einen Spalt breit öffnete. Seine Pupillen waren immer noch erschreckend weit geöffnet. Tiefe Schwärze blickte ihr entgegen und schien alles Licht zu verschlucken.
"Nein, es ist nicht mehr weit", flüsterte er kaum hörbar. "Halt nicht an. Geh weiter und achte nicht auf mich."
Sie sahen sich eine Weile stumm an. Auf ihren verunsicherten Blick hin nickte der Elb entschlossen. Er legte wieder den Arm um ihre Schultern und richtete sich mit ihrer Hilfe etwas auf. Legolas versteifte sich unwillkürlich, als ihre Hand sich fester in seine Seite drückte, um ihn zu stützen. Aber diesmal hielt sie nicht inne, sondern half ihm weiter über die Treppe.
Es kam ihr wie eine Ewigkeit vor, als sie endlich den zweiten Stock erreichten. Warum bloß gab es so viele Stufen? Warum wurde er ausgerechnet im zweiten Stock einquartiert? Asanis Herz raste, als wäre sie einmal durch Mittelerde gelaufen. Ihre Schultern und ihr Rücken schmerzten von der Anstrengung, den Elbenprinzen zu stützten. Der kurze Weg zu seinen Gemächern war im Gegensatz zu den vielen Stufen leichter zu bewältigen. An seiner Tür angekommen, fand sie sich vor der Aufgabe, diese zu öffnen. Aber mit Legolas, der schwer auf ihr lastete, konnte sie die Türklinke nur schwer erreichen. Also nahm sie seinen Arm von ihrer Schulter und stellte ihn an die Wand, um die Tür zu öffnen. Die Klinke gab mit einem leisen "Klick" nach und die Tür schwang lautlos auf. Asani griff nach Legolas, den sie dicht neben sich an die Wand gelehnt hatte. Sie fand ihn dort aber nicht.
Mit zusammen gebissenen Zähnen war Legolas von der Wand weg getaumelte. Es hatte sich angefühlt, als stechen ihm tausend Nadeln. Aber ohne sich abzustützen, konnte er sich auch nicht lange aufrecht halten. Zum Glück war Asani so geistesgegenwärtig, ihn aufzufangen.
Sie umklammerte seinen Oberkörper und drückte dabei natürlich seine Kleider an seine Haut. Als er sich vor Schreck von ihr wegbewegte, rieb sich der Stoff noch ein bißchen mehr an ihm und das brachte ihn in schiere Verzweiflung. Er stöhnte und verzog voller Schmerzen das Gesicht. "Asani!"
"Tut mir leid!" rief sie entsetzt und ließ ihn sofort los.
Nach diesem Reiben und Drücken der Kleidung folgte nun ein abruptes Loslassen. Er spürte, wie sich die Luft zwischen seine Haut und seiner Kleidung schlich. Das war zuviel. Legolas wurde schwarz vor Augen und die Knie knickten unter ihm ein. Aber Asani fing ihn erneut auf. Er wußte nicht, ob er lachen oder weinen sollte, als das Ganze von vorne anfing. Seine Hand grub sich unbewußt und sehr fest in ihr Haar, als er ergeben auf das Ende der Qualen wartete.
"Was mache ich mit dir?" fragte Asani verzweifelt. Es klang, als würde sie die Frage mehr sich als ihm stellen. Sie stemmte ihn hoch und versuchte, ihn ins Zimmer zu führen. Als seine Beine immer mehr nachgaben, zerrte und trug sie ihn hinein.
"Es tut mir so leid, Feredir", hauchte er und unternahm einen letzten Versuch, sich selbst aufrecht zu halten. Aber kippte nur zur Seite und Asani mußte sich anstrengen, ihn wieder einigermaßen abzustützen. "Es tut mir so leid."
Asani ging nicht weiter darauf ein. Jetzt mußte sie irgendwie die Tür schließen, damit niemand seine Nase ins Zimmer stecken konnte. Legolas lag schon fast auf den Knie und klammerte sich zitternd an sie fest. Wütend knurrend gab sie der Tür einen Tritt, die dann laut krachend ins Schloß flog. Asani wollte erleichtert aufatmen, aber Legolas zerquetschte ihre Hüften.
Er glaubte taub zu werden. Es war so laut, als hätte es gleich neben ihm gedonnert. Ein stechender Schmerz schoß durch sein Trommelfell und er hörte für einen Moment ein penetrantes Piepsen. Stöhnend hielt er sich die Ohren. "Feredir..."
"Tut mir leid!" wimmerte sie bedauernd. "Das wollte ich nicht!"
Zu allem Überfluß entglitt er ihren Händen und fiel auf Knie und Hände. Entsetzt riß er die Hände hoch, als hätte er sich verbrannt, und fiel gleich wieder zur Seite. Asani blieb nichts anderes übrig, als ihn wieder zu aufzufangen. Er wand sich in ihren Armen und schien wirklich große Schmerzen zu haben.
"Legolas, es tut mir so leid", weinte sie fast und wollte ihn wieder aufhelfen. Aber er schüttelte den Kopf und blieb auf den Boden knien.
"Es ist nicht deine Schuld", hauchte er kaum hörbar und versuchte sich so weit wie möglich von ihr fernzuhalten und dabei nicht umzukippen. Es war denkbar schwer.
"Komm, leg dich aufs Bett." Sie ergriff seine Hand und Legolas wunderte sich erneut, warum sie so kühl war. Erstaunt starrte er sie an. Es war eigentlich unmöglich. Das Treppensteigen mit ihm war sehr anstrengend für sie gewesen. Er konnte ihr Herz rasen hören. Er konnte ihre schweißfeuchte Haut im schwachen Licht des Mondes, daß durch die Fenster fiel, schimmern sehen. Wenn er noch näher an sie kam, konnte er ihre gestiegene Körperwärme spüren.
Aber sie fühlte sich überhaupt nicht heiß an.
"Legolas?"
Der Elb blinzelte einige Male und bereute es gleich wieder. Es fing an, hinter seinen Augen zu schmerzen. Sein Zustand war wirklich unerträglich.
"Leg dich aufs Bett, Legolas", wisperte sie und zog sanft an seiner Hand. "Du kannst nicht auf dem Boden bleiben."
"Nein, nicht das Bett", flüsterte er beinahe entsetzt. Er wurde blaß, als er an die bestickte Tagesdecke dachte. Wie würde sich das wohl anfühlen? Sicherlich wäre es nur unnötige Qual.
"Willst du vielleicht ein Kissen?"
Kissen? Waren die nicht auch bestickt? Er schüttelte vehement den Kopf. "Nein, bitte nicht. Ich ertrage kaum die Kleider an meinem Körper. Wenn ich mich hinlege, wird es nur noch schlimmer. Ich kann auch gar nicht mehr stehen...Laß mich einfach hier auf den Boden."
"Legolas, was ist mit dir? Was ist das bloß für ein Schwächeanfall?" fragte sie bang und streckte die Hände nach ihm aus, aber sie traute sich dann doch nicht, ihn anzufassen.
"Es ist kein...", begann er und verstummte, als er zunehmend diesem unangenehmen Gefühl auf seiner Haut überdrüssig wurde. Dieses Reiben und Scheuern und Drücken bei jeder Bewegung machte ihn wahnsinnig. Er griff nach den Knöpfen seiner Jacke und atmete zischend ein, als diese seine Finger verbrannten. Nicht einmal das konnte er...
"Warte hier, ich hole einen Arzt", sagte sie und sprang auf. Aber Legolas hielt sie zurück. Er verschlang seine Finger mit ihren und wundersamerweise hörte seine Handfläche auf, wie verrückt zu prickeln.
"Si dartho...", flüsterte er und strich mit der Hand zittert über ihre. Ihre Berührungen waren wie ein kühlender Balsam auf seiner brennender Haut. "Bleib hier, Asani."
"Ein Arzt kann einem Elben wohl nicht helfen, oder?" Sie lachte verlegen. "Daran habe ich nicht gedacht."
"Nein, das ist es nicht", erwiderte er und begann mit bebenden Fingern, ihren Ärmel hochzuschieben. Er ignorierte ihren verwirrten Blick, als er seine Wange an ihren Unterarm legte. "Asani, ich habe keinen Schwächeanfall."
"Was hast du dann?" Zaghaft strichen ihre Fingerspitzen über seine erhitzte Haut und er erzitterte unter dieser Berührung. Er wollte mehr davon...Ruppig griff er nach ihrer Hand, als sie diese wieder zurückziehen wollten und preßte sie beinahe verzweifelt gegen seine andere Wange. Nach ihrem anfänglichen Schock schien sie zu verstehen, was er von ihr wollte, und umfaßte sein Gesicht mit beiden Händen. Mit einem zitternden Atemzug fiel seine Stirn auf ihre. Legolas hätte hier und jetzt vor Wonne sterben können...
Aber vorher mußte er ihr noch die Angst nehmen.
"Oberon gab mir etwas von einem exotischem Gewürz", erzählte er zittrig. Er atmete langsam ein, um sein Herz zu einem gemäßigterem Rhythmus anzuhalten. "Kurz nachdem ich es eingenommen habe, ging es mir...bin ich immer empfindlicher geworden. Alle meine Sinne sind überscharf. Jeder Laut ist ein Donnergrollen in meinen Ohren. Jedes noch so schwache Licht blendet mich und jede sanfte Berührung wie eine harter Schlag."
"Aber....", Asani blickte ihn etwas verwirrt an und spreizte ihre Finger soweit, daß sie sich in seine Haare gruben, "was ist damit?"
"Deine Berührungen", begann Legolas zitternd und mußte sich beherrschen, nicht lustvoll zu seufzen, als ihre Hände vorsichtig durch sein Haar fuhren. Sie verstärkte sanft den Druck ihrer Fingerspitzen auf seiner Kopfhaut und ein angenehmer Schauer lief über seine Wirbelsäule hinab und breitete sich über seinen ganzen Körper aus. "Sie sind so anders." Er blickte sie aus halb geschlossenen Augen and und kam ihr unbewußt etwas entgegen. Ihre Nasenspitzen berührten sich, als er fortfuhr: "Sie fühlen sich gut an."
Er wollte sie küssen, wußte aber nicht, wie sich das nun wieder anfühlen würde. Er hatte es immer genossen, ihre weichen Lippen unter seinen zu spüren. Aber wie würde sich dieses Wohlgefühl in seinem übersensiblen Zustand auswirken? Legolas verzog das Gesicht, als er sich ausmalte, wie er von einem kleinen Kuß ohnmächtig wurde.
"Weißt du", sagte sie nach einer Weile, "egal, was dir Oberon anbietet. Nimm es nie an."
Legolas lachte leise. "Deine Warnung kommt etwas spät, Feredir."
"Es tut mir leid", erwiderte sie ehrlich.
"Du konntest es nicht wissen", beruhigte er sie. "Ich hätte nichts davon probieren sollen."
Asani blickte ihn immer schuldbewußt an. Er schenkte ihr ein sanftes Lächeln und tupfte vorsichtig einen Kuß auf ihren rechten Mundwinkel. Dann hielt er mit zusammen gekniffenen Augen kurz inne. Nichts. Er wurde nicht ohnmächtig. Beinahe hätte er gegrinst. Vielleicht war er doch nicht so empfindlich...Erleichtert rieb er seine Nase an ihre und versuchte es weiter mit einer Reihe von flüchtigen und zarten Küssen. Mehr wagte er nicht. Aber sie waren Trost genug. So schrecklich er litt...er war nicht allein. Asani war bei ihm und sorgte sich sehr um ihn.
Leider hatten diese Zärtlichkeiten doch eine Nebenwirkung. Legolas wurde sich das erst bewußt, als Asani eine feuchte Strähne von seiner Stirn zupfte. Schweiß rann über seine Schläfen und seine Sachen klebten an ihm. Das Blut floß viel zu schnell und zu heftig durch seine Adern. Das Atmen fiel ihm immer schwerer und die Luft in diesem Zimmer drückte ihn nieder. Er konnte es nicht fassen. Er hatte sie kaum berührt und er kochte förmlich.
"Mir ist so heiß, Asani." Etwas kraftlos zerrte er an seinem Kragen und gab es bald auf, da seine Finger jedes Mal brannten, sobald er den Stoff seiner Kleider berührte. "Hilf mir bitte", flehte er und deutete auf die vielen Knöpfen und Schnüren, die sein Gewand zusammen hielten. Asani kniete sich vor ihm und beeilte sich seine Bitte folge zu leisten. Aber sie war ihm anscheinend nicht schnell genug, denn er fing trotz seines Zustandes an, seine Sachen wie von Sinnen vom Körper zu reißen. Er ging dabei so verzweifelt zu Werke, daß er sich verhedderte. Das schien ihn nur zu verärgern und er gab jede Rücksicht und Geduld auf. Asani staunte nicht schlecht, als er mit einem Ruck den Ärmel seines Gewand einfach herunterriß.
Wieder einmal wurde sie sich bewußt, wie stark ein Elb war. Selbst in diesem geschwächten Zustand zerriß Legolas sein Hemd wie dünnes Papier. Die meisterlich gefertigten Nähten platzten einfach auf und die wenigen Knöpfen flogen wie Geschosse davon. Asani mußte sich beeilen, um seine Hose und seine leichten Schuhe vor dem Zerfetzen zu bewahren. Asani zog ihm geschwind aus und warf alles in eine Ecke. Aber Legolas wimmerte vor Schmerzen und begann an seinen Haaren zu ziehen. Entsetzt schlug sie ihm die Hände fort. "Legolas, bleib ruhig!"
"Asani, mein Haar", jammerte er hilflos.
"Was ist damit?" fragte sie verdutzt.
"Es ist so schwer und so hart. Es sticht mich wie Nadeln", klagte er und schüttelte den Kopf, als könnte er so seine Haare loswerden. Dabei entging ihm der wirklich erstaunter Ausdruck in ihrem Gesicht. Schweigend faßte sie nach seinen Haaren und hob sie hoch für ihn hoch. Mit einem Seufzer der Erleichterung fiel er dann gegen sie. Vorsichtig legte sie den Arm um seine nackten Schultern, um ihn zu stützen, aber er fuhr dabei so heftig zusammen, daß sie sich erschrocken zurückzog.
"Tut mir leid!!"
"Nein!" rief er schnell und griff nach ihrem Arm. "Mach das noch einmal....bitte, Feredir."
"Was?" fragte sie ihn etwas verwirrt.
"Nimm mich in den Arm", hauchte er und blickte ihr etwas verschämt in die Augen. "Bitte halte mich, Feredir."
Als sie ihn etwas erstaunt ansah, lächelte er etwas schief und schmiegte sich in ihre Arme. Er erstickte seinen erleichterten Seufzer an ihrem Hals, als sie endlich die Arme um ihn legte und ihn an sich zog. Aber sie war ihm noch nicht nah genug. Daher setzte er sie einfach auf seinen Schoß. Ohne Widerspruch ließ sie es zu und setzte sich mit gegrätschten Beinen auf ihn, damit sie besser die Arme um ihn legen konnte. Vorher zog sie sorgsam den Rock über ihre Beine und zwischen ihnen weg.
Erleichtert rieb er seine Wange an ihrem Hals und zuckte zurück, als er mit ihrem Hemd in Kontakt kam. Er verzog das Gesicht und widerstand dem Drang, sich über seine Wange zu reiben. Ihr Kleid, gemacht aus feiner und widerstandsfähiger Wolle, fühlte sich wie das rauhste Sandpapier Mittelerdes an. Außerdem verdeckte und verhüllte es ihre Haut, die glatt, weich und kühl war.
"Asani?"
"Ja?"
Legolas erschauerte, als ihr warmer Atem sein empfindliches Ohr streifte. "Hast du noch eine andere Uniform?"
"Ja, wieso?"
Er sah ihr mit ehrlichem Bedauern in die Augen. "Es tut mir leid."
Sie wiederum sah ihn verdutzt an. "Was tut dir leid?"
Legolas griff mit beiden Händen in ihren Ausschnitt, um das Kleid vorne auseinanderzureißen.
"LEGOLAS!" schrie sie erschrocken und wollte aufspringen, als er sein Gesicht an ihren nackten Busen drückte. Erleichtert atmete er aus und hielt sie fest, als sie sich entsetzt gegen ihn sträubte. "Was zum...?"
Legolas küßte ihre Wange, Schläfen und Augen, während er leise in Sindarin redete. Aus seiner Stimme hörte sie tiefes Bedauern und noch tiefere Reue. Allerdings widersprachen seine Handlungen seinen Worten. Seine Hände fuhren unter dem zerfetzten Oberteil und strichen beinahe gierig über ihren nackten Rücken. Er schien ihr nicht nahe genug sein zu können. Seine Arme legten sich fest um sie, um sie so dicht wie möglich an ihn zu pressen. Asani wand sich und sagte ihm, daß sie kaum atmen konnte. Aber der enge Körperkontakt beruhigte ihn wieder. Seine Muskeln entspannten sich und die breiten Schulten senkten sich ein wenig. Sein Herz schlug langsamer und sein Zittern ließ nach. Seufzend gab sie auf, lehnte sich an den Elben und gestattete ihm, sein Gesicht an ihren Busen drücken, obwohl sie sich dabei reichlich seltsam vorkam. Aber so lange er davon wieder ruhig wurde....
Sie rutschte etwas auf seinem Schoß herum, um für sich eine gemütlichere Position zu finden, als sie wieder die ersten Versteifungen in seinen Schultern und Hals bemerkte. Asani sah an sich hinunter und ihr Blick fiel auf den weiten Rock und die vielen steifen Unterröcke. Wenn schon Legolas' Kleider ihn schon so zusetzten, wie fühlten sich dann diese Röcke für ihn an?
Asani schoß das Blut ins Gesicht, als sie sich auf die Knie erhob und ihn etwas von sich weg drückte. Sie hielt ihn auf Abstand, als Legolas wieder nach ihr griff. Sie öffnete die ihr verbliebenen Verschlüsse und Schleifen und zog sich das lädierte Kleid über den Kopf. Legolas sah ihr dabei fasziniert zu. Seine Fingerspitzen strichen über ihre Taille und zeichneten die weiche Kontur ihrer Hüfte nach. Er erinnerte sich, wie weich ihr Bauch war. Wie fest ihre Beine und wie heiß...
"Unterwäsche auch, oder?" fragte sie mit unsicherer Stimme in seine Gedanke hinein.
Legolas konnte sie nur anblicken. Er war zu keiner Antwort fähig.
Tief einatmend stand sie auf und schlüpfte aus ihrer dünnen Unterwäsche und warf diese mit dem Kleid auf Legolas' Sachen. Sie sah überall hin nur nicht in sein Gesicht, als sie sich wieder zu ihm auf den Boden kniete. Etwas schüchtern setzte sie sich wieder auf ihn und legte die Arme um ihn. "Besser so?"
Der Elbenprinz schüttelte zu ihrem Erstaunen den Kopf.
"Soll ich mich doch lieber wieder anziehen?" fragte sie noch unsicherer.
"Nein!" rief er heftig und errötete selbst etwas. Er suchte nach Worten, um ihr zu erklären, was er meinte und fand doch keine. Er hatte zwar die Chance gehabt, sie nackt zu betrachten, aber immer noch raubte ihn ihr Anblick den Atem. Vor allem als sie so tapfer versuchte, sich nicht anmerken zu lassen, wie peinlich ihr das hier war. Er hob die Hand und deutete auf ihr fest hochgestecktes Haar. Mit einem schiefen Lächeln bat er dann: "Bitte laß es herunter."
Sie blinzelte zuerst und zog dann ohne zu zögern sämtliche Nadeln aus der Frisur. Noch bevor sie ihr Haar ausschütteln konnte, griff Legolas lächelnd mit beiden Händen hinein und küßte sie zart.
So blieben sie lange auf den Boden sitzen.
Arm in Arm.
Haut an Haut.
Nach Stunden oder gar nur Minuten hatten sich sein Herz und seine Atmung einem gemäßigteren Rhythmus zugewandt. Jedoch waren alle seine Sinne immer noch viel zu sehr geschärft. Vor allem seine Kehrseite und seine Beine fühlten sich taub an und die Haut brannte dort auch, sobald er sich etwas bewegte. Immer noch ließ ihn der leiseste Luftzug zusammenfahren. Aber so lange Asani ihn so liebevoll umfangen hielt, wollte er sich nicht darum kümmern. Bei ihr waren seine Qualen erträglich. Gelegentlich strich ihre Hand sanft über seinen Rücken und sie rieb ihre Wange wie ein verschlafenes Kätzchen an seinen Hals. Er genoß es, sie bei sich zu haben.
"Willst du dich nicht lieber hinlegen?" fragte sie und hob dabei den Kopf, um ihn anzusehen.
Legolas wollte ihr antworten, aber schmiegte sich doch lieber wieder an sie und schüttelte den Kopf.
"Dann willst du also die ganze Nacht hier sitzend auf den Boden verbringen? Und Nackt?" fragte sie grinsend weiter.
Der Elb blickte zu ihr hoch. Seine Augen waren immer noch tiefschwarz. "Macht es dir etwas aus?" fragte er beinah schüchtern zurück.
Sie spitzte die Lippen und legte ihre Stirn in tiefe Falten. "Nein, ich glaube nicht."
"Danke."
Sie schmunzelte bei diesem erleichterten Seufzer und legte ihre Wange auf seinen Scheitel. Über ihren Arm, den sie leicht um seine Schultern geschlungen hatte, lagen seine Haare. Sie wären schwer und hart, hatte er gesagt. Aber Asani kamen sie wie Seidenfäden vor. Das waren sie schon immer gewesen. Sie erinnerte sich an den peinlichen Abend in Lothlorien, als er sie zum Tanz aufgefordert hatte. Da hatte sie zum ersten Mal sein Haar berühren dürfen. Von wegen hart und schwer...Asani faßte seine Haare vorsichtig zu einem Zopf zusammen und wickelte ihn um ihre Hand.
Legolas bekam durchaus mit, wie Asani mit seinen Haare spielte. Von jeher waren Menschen von den langen hellen Haaren der Elben fasziniert gewesen. Er hatte diese Begeisterung nie wirklich verstanden. Aber es machte ihn glücklich, daß Asani Gefallen an seinen Haaren gefunden hatte.
Denn er liebte ihr Haar genauso wie sie seines. Ihr langes Haar kitzelte auf seinen Armen. Es war nicht unangenehm, sondern fühlte weich und so seidig an. Das fahle Mondlicht schien sich in den Locken verirrt zu haben, denn hier und da schimmerten ihre Haare bläulich. Und sie dufteten immer nach Blumen...oder? Legolas runzelte verwirrt die Stirn und griff nun nach ihren Haaren. Irgendwas war anders.
Sie rochen heute nicht nach Blumen oder nach einem ganzen Festbankett, wie man annehmen müßte. Es war aber ein sehr angenehmer Duft und er war viel intensiver. Legolas hob eine dicke Strähne an seine Nase und atmete tief ein. Nein, keine Blumen. Während er versuchte, herauszufinden, was es sein könnte, bemerkte er nicht, wie benebelt er davon wurde. Bilder tauchte vor seinem geistigen Auge auf. Bilder von der Nacht auf Oberons Wiese.
Er erinnerte sich an ihre Küsse, ihre Berührungen und an jede ihrer Reaktionen auf ihm. Ihre Beine, die an seinen so genüßlich langsam entlang gestrichen hatten oder wie sie seine Hüften umschlungen hielten, damit sie ihn noch näher bei sich...und in sich haben konnte. Vor allem die Erinnerungen an ihre bedingungslose Hingabe und ihren Eifer, ihm nahe zu sein kamen zurück. Der Gedanke an ihr anfängliche Scheu ließ sein Herz erneut zerspringen.
Es war eine Qual daran zu denken. Denn wieder fing alles an und in ihm zu kribbeln und zu brennen. Sein Herz begann wieder zu rasen. Seine Atemzüge beschleunigten sich. Diesmal war es jedoch anders. Erwartung, Ungeduld und Erregung mischte sich diesmal mit in die übliche Qual. Die Bilder ihrer ersten Nacht vermischten sich mit Phantasien...Visionen...
Legolas schob ihr Haar beiseite und preßte die Lippen auf ihren Nacken. Vorsichtig strich er mit der Zungenspitze über ihre Haut. Sie schmeckte heute abend etwas anders. Süßer...und noch etwas. Bloß was? Er sog sachte an der zarte Haut über ihrer Kehle und küßte an der Stelle, wo ihr Puls raste. Sie versuchte, etwas von ihm zu rücken. Aber er ließ es nicht zu. Er erwiderte ruhig ihren besorgten Blick.
Irgendwas an ihr war heute abend anders und er brannte darauf zu erfahren, was es war. Er hob langsam sein Gesicht zu ihr und seine Lippen hielten dicht vor ihren inne. Warteten, daß sie ihnen entgegenkam. Zögernd folgte sie dieser Einladung und küßte ihn zart. Er war ihr nicht böse, daß sie so schüchtern und zurückhaltend war, denn er wußte ja selbst, wie er auf das leichte Schmusen von vorhin reagiert hatte. Aber ganz auf ihre Küsse verzichten, konnte und wollte er nicht. Vorsichtig erwiderte er ihren Kuß, wobei er sie immer noch unerbittlich festhielt. Als nach einer Weile nichts geschah, verstärkte er den Druck seiner Lippen und begann, sie ernsthafter zu liebkosen.
Asani warf alle Bedenken über Bord und küßte ihn ohne Rückhalt zurück. Ihre Beine fanden von selbst den Weg um seine Taille und ihre Hände griffen in sein Haar oder verfolgten gespannt, wie sich seine Muskeln unter ihren Berührungen anspannten und wieder entspannten. Er war ihr vertraut und doch schien sie noch mehr über ihn wissen zu wollen. Unbewußt bewegte sie ihre Hüften, preßte sich noch enger an ihn. Legolas stöhnte abgrundtief und erschauerte heftig. Ein Körperteil schien noch empfindlicher zu sein als sonst...
Je inniger ihre Berührungen, je größer der Hautkontakt, desto verzweifelter und erregter wurde er. Seine Hände drückte ihre Hüften fest an seinen Unterkörper. Stöhnend hielt er sie umschlungen und sog heftig an ihrem Hals. Ohne zu wissen wie, hatte er sich auf die Knie erhoben und legte ihre Beine fest um seine Hüften. Eine Hand stützte ihr Becken, die andere umfing ihren Kopf. Bevor er sie auf den Boden legen konnte, trennte sie sich jedoch schweratmend von ihm und setzte sich etwas auf.
"Das ist jetzt keine gute Idee, Legolas", flüsterte sie kaum hörbar.
"Meinst du?" Legolas konnte nicht aufhören, sie zu berühren. Sie war überall so weich und glatt. Dort, wo sie ihn berührte, hörte das unangenehme Prickeln auf und etwas anderes trat an dessen Stelle. Was immer es auch war. Er wurde langsam süchtig danach.
"Ja, meine ich!" rief sie etwas panisch und ihr stockte der Atem, als er mit den beiden Händen ihre Brüste bedeckte. "Du hast bei den kleinen Küssen angefangen zu schwitzen. Was ist, wenn dich das hier überreizt?"
"Das wird es nicht", erwiderte er selbstsicher. Ein Schweißtropfen rann zwischen ihren Brüsten und er fing ihn mit der Zungenspitze auf. Lächelnd hörte er, wie ihr der Atem stockte. Er blies etwas Luft auf ihre feuchte Haut und drückte sanft ihre Brüste zusammen. Sie paßten genau in seine Hände. Nicht zu groß und nicht zu klein. Rund und voll mit der richtigen Schwere. Und so weich...Ah, er liebte ihren Busen wirklich. Er biß in die weiche Rundung und atmete tief diesen betörenden Duft ein, der ihn immer mehr die Beherrschung raubte.
Er startete erneut den Versuch, sie auf den Boden zu legen, aber sie hielt ihn wieder davon ab. Sie blickte ihn lange an. Obwohl er langsam ungeduldig wurde, gehorchte er, und wunderte sich nicht schlecht, als er sie erröten sah. Ein Muskel in ihrer Wange bewegte sich und sie blickte von ihm weg.
"Asani?" Etwas besorgt drehte er ihr Gesicht wieder zu sich. "Was hast du?"
Sie antwortete ihm nicht sofort und rieb mit einer Hand etwas geistesabwesend über seine Schulter. Er fing ihre Hand ein und drückte sie sanft. "Asani?"
"Geht es eigentlich auch so?" flüsterte sie kaum hörbar und räusperte sich laut, als wollte sie die letzten Worte übertönen.
Ihr senkte ihren Blick und ihr Haar warf Schatten in ihr Gesicht. Aber konnte spüren, wie sich ihre Wangen erhitzten. Lächelnd legte er eine Hand auf ihre Wange.
"Du willst also auf mir sitzenbleiben?" fragte er schelmisch und spürte unter seiner Hand, daß anscheinend noch mehr Blut in ihr Gesicht schoß. Impulsiv küßte er sie. Es war nur eine kleine Berührung, aber sie ihm durch Mark und Bein. "Du hast recht, der Boden ist ziemlich hart."
"Und ins Bett willst du nicht", wisperte sie, als wollte sie sich verteidigen.
Legolas verbiß sich das Lachen und nickte bloß. Er küßte sie innig, während er die Hände um ihr Gesäß legte und sie etwas anhob. "Komm zu mir, Feredir."
Zitternd hielt sie sich an seinen Schultern fest, während sie Stück für Stück ihn mit seiner Hilfe in sich aufnahm. Legolas atmete tief ein und aus, als sie sich vorsichtig voran tastete. Er mußte sich beherrschen, sie nicht mit einem Ruck zu sich hinunter zu ziehen. Stöhnend hielt er sie umklammert, küßte sie mit wachsender Verzweiflung, um sich abzulenken. Es war wirklich nicht zu leugnen. Ihre Vorsicht und Scheu waren einfach nur eine Qual.
Er zwang sich, daran zu denken, daß Asani in Liebesdingen noch sehr unerfahren war und daß er ihr Zeit geben mußte. Er spreizte die Finger über ihren Rücken und biß sich auf die Unterlippe statt ihr in den Hals. Er zwang sich an etwas anderes zu denken, während sie langsam an ihn auf und ab glitt. Aber immer wieder holten ihre kleinen rauhen Seufzer zurück in die Wirklichkeit. Zu deutlich spürte er ihre Küsse, ihre Berührungen...ihren Herzschlag.
Legolas stöhnte auf. Nicht nur aus Lust, sondern vor allem aus Verzweiflung und Frustration.
Nein, er konnte es nicht.
Diesmal nicht.
Mit aller Macht hielt er sie fest und grub seine Finger tief ihr Fleisch. Ohne auf ihren Protest zu achten legte er sie auf den Boden und hielt ihre Hände über ihren Kopf fest. Sie stöhnte und wand sich widerwillig, aber diesmal gab es keine Gnade. Keine Kompromisse.
Konnte sie ihn schon im Mondlicht kaum erkennen, erschwerten es seine lange Haare, die ihm wild ins Gesicht fielen, jetzt noch mehr. Er ragte still über ihr, drückte ihre Hände am Boden fest und sie konnte ihm nicht ins Gesicht sehen. Es war unheimlich und Angst schlich sich in ihr Herz. Vor allem erkannte sie, daß sie ihm völlig ausgeliefert war.
Da Asani nun auf den Boden lag, fiel das bißchen Licht auf ihr Gesicht und die Furcht, die sich in ihren Augen widerspiegelte, ließ Legolas innehalten. Er war schon damit beschäftigt gewesen, eine Position zu finden, in der er ganz tief in sie eindringen konnte. Aber er war nicht so außer sich, daß er Asani vergessen hatte. Schweigend neigte er sich zu seiner Geliebten hinunter und tupfte äußerst zärtlich einen Kuß auf ihre Lippen. Auf ihren fragenden und besorgten Blick hin legte er nur die Stirn auf ihre. Sie verstand ihn auch ohne Worte...oder sie spürte nur einfach seine mangelnde Selbstbeherrschung. Legolas lächelte schief bei dieser Möglichkeit.
Erst als sie sich entspannte und von selbst die Beine eng um seine Taille legte, ließ er seiner Wollust freien Lauf. Sein Rhythmus war geprägt von primitiver Begierde und Verzweiflung. Er grenzte beinahe an Gewalt. Es war, als hätte er jegliche Kontrolle und Hemmung verloren.
Asani wollte nicht leugnen, daß seine Kraft und seine Verzweiflung sie unbedingt zu besitzen, sie nicht erregen würden. Seine Begierde nach ihr trieb ihn dazu. Sie trieb ihn dazu. Und nein, es ängstigte sie nicht. Es vermittelte ihr vielmehr ein kleines Gefühl der Macht. Macht über diesen unsterblichen und schönen Elben.
Aber dennoch... der blanke Holzboden scheuerte an ihrem Rücken und Legolas übte so starken Druck auf ihre Handgelenke aus, daß sie fast brachen. In seiner Wollust verfangen, versuchte er jede Bewegung und jedes ihrer Atemzüge zu diktieren. Auch hier ging er gnadenlos und unerbittlich vor.
Es war unerträglich.
Sie schrie.
Anders als bei Legolas mischte sich keine Verzweiflung in ihre Lust hinein. Sondern Wut. Obendrein übertrug sich seine Aggressivität auf sie. Er sollte es ihr büßen, daß er sie so einfach wehr- und hilflos machen konnte. Er sollte dafür zahlen. Dafür daß er seine Macht über sie ausspielte, wie es ihm beliebte, verlangte sie seinen Körper, seinen Geist, sein Herz und nicht zuletzt seine unsterbliche Seele. Sie reckte sich soweit wie möglich zu ihm hoch und küßte ihn gierig. Ihre Zunge stieß fast grob in seine Mundhöhle. Sie suchte nach soviel Hautkontakt wie möglich, bewegte sich immer lasziver und begann ihm zuzuflüstern, wie sehr sie ihn wollte und brauchte. Sie unterstrich ihre Worte mit einem zärtlichen Biß an seinem empfindlichen Ohrläppchen.
Legolas brach beinahe auf ihr zusammen. Zitternd stützte er sich auf seine Ellbogen versuchte sie mit Küssen zum Schweigen zu bringen. Der Klang ihrer Stimme war einfach zuviel. Sie war immer mehr ins Ifreyische zurück gefallen. Es war eine sehr rauhe und gutturale Sprache. Jeder noch so freundlicher Satz klang in den Ohren eines Nicht-Ifrey wie eine Drohung. Aber in Legolas bewirkten sie etwas anderes. Was immer Asani ihm da zuhauchte. Es machte ihn immer schwächer.
Und er gab ihr, wonach sie verlangte.
Bedingungslos.
Rückhaltlos.
Willenlos.
Ohne zu wissen, ob sie ihm jemals etwas zurückgeben würde, verlor er sich immer mehr in ihrer Umarmung...bis zum Ende.
~*~
Er war ohnmächtig geworden.
Und er lag immer noch auf ihr. Er schüttelte über sich selbst den Kopf und seine Schultern zuckten vor unterdrücktem Lachen. Das war ihm noch nie passiert!
Aber gemeinsam mit Asani waren ihm viele Sachen passiert, die er noch nie erlebt hatte. Seufzend stützte er sich auf die Ellbogen. Seine Arme schmerzten von der Anstrengung, Asani auf den Boden zu halten und seine Finger fühlten sich an, als wären sie gebrochen. Er blickte auf Asani hinunter, die anscheinend friedlich schlief. Wie konnte sie - mit ihm auf ihr - bloß schlafen?
Aber sie schlief nicht. Ihr Fuß strich träge an seinem Bein entlang und sie drehte langsam ihr Gesicht zu ihm. Mit einer angerauhten Stimme sagte sie: "Du bist ziemlich schwer, Elb."
Statt Bedauern zu empfinden, brachte ihn das zum Lachen. Zum Glück war sie ihm nicht böse und lächelte ihn schläfrig an.
"Wie geht es dir jetzt?" Verträumt strich sie ihm die Haare aus der Stirn und schien so versunken in seinem Anblick, daß sie nicht wirklich eine Antwort von ihm erwartete. Sie wickelte eine lange helle Strähne um ihren Finger und strich dann mit ihr über seine Schulter. "Wie fühlt sich das an? Immer noch schwer und hart?"
Lächelnd schüttelte er den Kopf.
"Du bist nicht mehr überempfindlich?" Sie fuhr mit ihren Nägeln über seine Haut und blickte ihn immer noch besorgt an. Aber das Lächeln blieb auf seinen Zügen und er zuckte weder zusammen noch sprang er von ihr zurück. Sie seufzte erleichtert auf und fragte dann: "Dann können wir also endlich das Bett ausprobieren?"
Ende des 29. Kapitel
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Alas...ich kann's einfach nicht! *spielt mit einem Seil* Manche Sachen sollte man wirklich lieber MACHEN als zu BESCHREIBEN!!!! *knüpft sich eine Schlinge aus dem Seil* An dieser Stelle möchte ich mich auch entschuldigen *sucht sich einen hohen, stabilen Balken* Das hat mal wieder gedauert....Nein, es lag nicht daran, daß ich keine liebe, liebe, liebe Post von euch bekommen habe. Ich glaube, ich muß noch einige beantworten *schäm*. Ich hoffe, ihr seid mir nicht allzu böse und habt Verständnis dafür. *holt sich einen Hocker* Es gab so einige Leute, die meinte, die könnten nicht auf dieses Kapitel warten. Ich hoffe, es hat sich gelohnt.
Entschuldigt mich jetzt, ich muß mich mal kurz erhängen gehen J
