Wer sich immer noch an Kapitel 30 stößt, den bitte ich die neuen Anmerkungen des Kapitels durch zu lesen. Vielen Dank!

Titel: Den Jäger erlegen

Autorin: Sleepy Tiger

Email: lapoetica@web.de

Entwarnung: kein weiteres Blutvergießen

Disclaimer: Lord of the Rings © by J.R.R. Tolkien

Kapitel 31: Vergangenes

Es war der erste Tag in der Geschichte des Elbenwalds, an dem Oberon es für mehr als einen Tag geschlossen hatte. Soweit er wußte, hatten sich seine Mädels und Jungs bei der gestrigen großen Feier unters Volk gemischt. Die meisten waren noch nicht zurückgekehrt und es würde sicherlich noch einige Stunden dauern, bis einer von ihnen müde herein torkeln würde.

Das Haus war praktisch leer. Die Zimmer waren verlassen. Niemand war im Wald...außer der Hausherr, der langsam unter den Bäumen wandelte. Er hatte die Feier im Palast kurz nach dem Essen verlassen. Kurz nachdem er Legolas Asani überantwortet hatte. Danach hatte er keinen Grund mehr, zu bleiben. Außerdem war letzte Nacht die erste seit der Erbauung dieses Hauses, die er alleine in der Nachbildung seines geliebten Düsterwalds verbringen konnte. Zusammen mit dem Wind, der sich durch die Blätter zu schleichen versuchte. Getragen vom Zwitschern der Vögeln und dem holzigen Geruch der Bäume. Wie Zuhause. Wie Düsterwald. Beinah.

Er bereute keines seiner Taten. Aber er vermißte das echte Düsterwald. Die Soldaten, die in den Baumkronen saßen und Lieder sagen. Er dachte an die rauschenden Feste in den Hallen des Palastes. Er sah sich in seinem kleinem Büro neben dem Privatgemächern der Königsfamilie. Wenn er die Augen schloß, entlockte ihm das Bild des kleinen Legolas Grünblatts mit klebrigen Händen inmitten seiner Akten sitzend, immer noch ein Lächeln. Er hatte sich sehr darauf gefreut, den Jungen aufwachsen zu sehen, statt dessen verbannte Thranduil ihn. Der Lauf der Zeit war auch für Elben unergründlich. Außer für eine vielleicht...

Oberon sah hoch und erwiderte das Lächeln der Sonne. Ja, er vermißte sogar Thranduil. Er mußte es sehr schwer gehabt haben, all die Jahrtausende ohne seine weisen Ratschläge. Er war manchmal so stur und verbissen in den alten Traditionen, daß es niemanden verwunderte, daß plötzliche Veränderungen ihm ein Greuel gewesen waren. Thranduil brauchte immer so unendliche lange, bis er sie nicht nur verstanden, sondern auch akzeptiert hatte. Oberon bekam sogar jetzt nach all der Zeit Kopfschmerzen. Berater von Thranduil zu sein, war schwer verdientes Brot.

Apropos Veränderungen...Vielleicht sollte er Thranduil über den kommenden Nachwuchs unterrichten. Ja, das sollte er. Ein Kind bringt sehr viele Veränderungen mit sich. Thranduil wäre völlig überfordert. Schmunzelnd schlenderte Oberon in sein Büro im ersten Stock, in dem er Geschäftspartner und andere hohe Gäste empfing. Heraus aus der Düsterwaldnachbildung, durch die großzügige Eingangshalle und über die geschwungene Treppe mit dem extravaganten Geländer.

In seinem etwas zu klein geratenem Büro stapelten sich überall Briefe und Papierrollen. Ganz abgesehen von den vielen Rechnungsbüchern, die hier verstaubten. Er setzte sich an den Schreibtisch und suchte in den Schubladen nach Papier, Feder und Tinte. Hatte Asani hier wieder umgeräumt? Gewöhnlich überredete er Asani dazu, seine Korrespondenz zu erledigen. Natürlich in der Absicht, das Mädchen nicht zu einer vollkommenen Barbarin verkommen zu lassen. Auch wenn Asani es nicht so sah.

Er fand die Sachen in der obersten Schublade. Alles fein säuberlich geordnet, zusammengebunden und verschlossen. Selbst die Federn waren gespitzt. Während er die Sachen auf den Tisch stellte und legte, setzte er bereits im Gedanken den Brief an Thranduil auf.

"An König Thranduil unter Buche und Eiche..." Oberon öffnete gerade den Tintenfaß und hielt bei dieser Anrede inne. Er sprach die Worte laut aus und schüttelte den Kopf. Nein, zu formal. Er legte den Deckel beiseite und nahm eine Feder zur Hand. Wie wäre es dann mit: "Lieber Thranduil..."

Unerklärlicherweise schüttelte sich Oberon bei diesen Worten. Thranduil war vieles für ihn, aber nicht lieb. Irgendwie klang das auch zu intim...Intim...Dieses Wort in Verbindung mit dem Elbenkönig widerte ihn an.

Nein, so ging das auch nicht. Es sollte vertraulich klingen, aber nicht zu...intim. Oberon erschauderte wieder. Er tauchte die Federspitze in die Tinte. Dann vielleicht so: "Thranduil, mein Bruder..."

Nein...nein, nein, Brüder waren sie nicht gewesen. Oberon kratzte sich am Kopf. Warum war es so schwer, Briefe zu schreiben? Beschwerte sich Asani deswegen immer? Er setzte die Federspitze aufs Papier und mit einem anfänglich kleinen Kratzer schrieb er das erste, was ihm einfiel.

"Thranduil, du alter Ork!

Stell dir vor, dein Sohn erwartet ein Kind von einem meiner Nachkommen.

Beste Grüße aus Perrigon, Oberon Temonis."

Oberon stützte sein Kinn auf seiner Faust und starrte lange auf die drei Zeilen. Sah gut aus. Es entsprach dem Umgangston, der damals zwischen ihnen herrschte. Es war kurz und bündig, aber so aussagekräftig. Ein Meisterwerk von Brief.

Oberon schnitt das überflüssige Papier fort, rollte den schmalen Streifen mit den drei Zeilen fest zusammen und verzierte es noch mit einem dünnen roten Band. Vom Schreibtisch bis zum Fenster war es nicht einmal eine Armlänge, daher erhob sich der Elb nicht einmal, um sie zu öffnen. Sekunden später tauchte ein Falke auf, der sich elegant mit einigen Flügelschlägen seinen Sturzflug abbremsend auf dem Fensterbrett landete. Er schüttelte sich kurz und blickte Oberon fragend an. Als der Elb ihm mit einem gutgelaunten Grinsen eine kurze Papierrolle zeigte, streckte er ihm das Bein entgegen. Oberon befestigte die Nachricht daran und erklärte: "Das geht an König Thranduil in Düsterwald. Ich erwarte keine Antwort."

Der Falke nickte knapp und breitete wieder die Flügel aus, als Oberon ihn zurückhielt. "Ach, bleib doch trotzdem kurz dort und guck dir seine Reaktion auf die Nachricht an. Ich möchte wissen, ob sich seine Gesichtsfarbe beim Lesen ändert und ob er anfängt zu schreien."

Der Falke verharrte absolut still in seiner Abflughaltung und starrte seinen Herrn an. Oberon erwiderte ungerührt seinen Blick. "Frag nicht, flieg los."

Der Falke blinzelte und es sah aus, als würde er den Kopf schütteln, als er sich in die Lüfte erhob.

So, nun sollte er sich langsam auf dem Weg zum Palast machen und Asani beruhigen, die jetzt sicherlich die Welt nicht mehr verstand. Sein Gewürz hatte eine große Nebenwirkung: Menschen überlebten die langen Liebesnächte nicht. Elben hingegen wurden dadurch sehr, sehr erschöpft und schliefen so tief und fest wie Menschen. Ihre Augen schlossen sich dabei. Bei einer ungünstigen Dosierung konnten sie ganze Jahrhunderte verschlafen.

Sein Spaziergang zum Palast war doch anders, als er erwartet hatte. Statt in Ruhe und Muße durch leere Straßen zu gehen, rannten vereinzelt Menschen an ihm vorbei. Oberon fand diese Unruhe an diesem Morgen etwas seltsam. Die Menschen hatten gestern ziemlich lange und ausgiebig gefeiert, als daß sie jetzt so einen Tumult veranstalten konnten. Sie waren schließlich keine Elben.

Noch seltsamer war, daß sie alle in Richtung Palast liefen. Warum nur? Lud der König zum Frühstück ein? Das käme auch ihm nur gerade recht. Oberon beschleunigte seine Schritte, behielt aber seine wachsame Haltung bei. Die Menschen waren nämlich nicht freudig erregt. Sie hatten Angst. Er konnte ihr Flüstern hören, ihr Zittern spüren. Er blickte zum Palast der Familie Kerrigan und sah auf den Wehrgängen ungewöhnlich viele Wachen. Elbische Wachen.

Der einzige Kommandeur, der momentan in Perrigon über Elben befehligte, war König Aragorn. Was war passiert, daß der König seine Garde einsetzte? Oberon hatte das Tor kaum erreicht, als er eine vertraute Stimme hörte.

Ein riesiger Ritter in der Uniform der königlichen Garde kam durch das Tor und trug etwas unter seinem Arm. Oberon konnte nicht erkennen, was es war, aber es schien mächtig hin und her zu zappeln. Der Ritter schien völlig genervt zu sein.

"Hey!! Laßt mich los, verdammt!" schrie eine helle Jungenstimme. Oberon lief schneller. Es war Puni, sein kleiner Page.

"Ich werde dir noch viel mehr weh tun, wenn ich dich hier noch einmal erwische", hörte Oberon die riesige Garde knurren und sah, wie er Puni einen warnenden Klaps auf den Hintern gab.

"Hey! Laßt meinen Hintern in Ruhe!" schrie der Junge gekränkt. "Der ist ein Vermögen wert, wenn ich älter bin!"

Der Mann schnaubte, setzte Puni auf die Straße und kehrte zu seinem Posten hinter dem Tor zurück, wo bereits vier weitere Garden auf ihn warteten. Puni unterdessen schlug die Hände der Leute weg, die ihn aufhelfen wollten. Mürrisch stand er auf, klopfte sich ab, während er mit einem vernichtenden Blick der Garde nachsah. Er holte tief Luft, um ihm gehörig die Meinung zu sagen. Was dachte sich dieser Kerl? Nur weil er zur königlichen Garde gehörte, dachte er wohl, er könnte sich alles erlauben.

Aber jemand ziemlich großes stellte sich neben ihn. Er wußte das nicht nur, weil großer ein Schatten die Sonne für ihn verdeckte, sondern weil eine sanfte Hand mit langen Fingern seinen Kopf umfaßte und ihn vorsichtig an den Haaren nach hinten zog. Er sah einen großen Mann mit hellen, langen Haaren. Oberon Temonis.

"Was hast du angestellt?" fragte dieser amüsiert

"Gar nichts!" antwortete Puni sofort und blinzelte unschuldig zu dem Elben hoch.

Oberon schwieg eine ganze Weile lang, aber seine Finger zerzausten mit entnervender Langsamkeit die weichen Haare des Jungen. "Puni, du sollst doch nicht lügen."

"Es gab einen Mord im Palast!" sprudelte der Junge dann hervor.

"Einen Mord?"

"Ja, ein Mädchen wurde im Palast abgestochen und die suchen jetzt die Stadt nach dem Mörder ab", berichtete Puni aufgeregt weiter. "Aber man findet die Leiche nicht. Von der ist nur noch ein schwarze Zopf übrig geblieben."

Oberon runzelte kaum merklich die Stirn. Asani hatte auch schwarzes Haar. "Vielleicht ist das Mädchen auch entführt worden."

"Nicht bei dem Blutbad. Die ist bestimmt schon tot", diagnostizierte Puni altklug. "Das Zimmer sieht aus wie ein Schlachthaus."

"Du warst da drin?"

Puni war sich nicht sicher, ob Oberon deswegen wütend war. Er entschloß sich dennoch für die Wahrheit und nickte vorsichtig. "Der Mörder hat sogar was an die Wand geschrieben. ‚Wie unzerbrechlich ist Mithril?' Gruselig, oder?"

Oberon glaubte wirklich ohnmächtig zu werden. Wie unzerbrechlich ist Mithril? "Asani...Es ist Asani."

Puni verstand nicht ein Wort von dem, was Oberon gerade geflüstert hatte. Es war Sindarin. Aber er schreckte bei dem Namen "Asani" hoch. Er hatte doch selbst gesagt, daß nur ein schwarzer Zopf übrig geblieben war und Fräulein Asani hatte schwarzes Haar. Er zupfte an Oberons Sachen. "Was sagt Ihr da? Asani? Fräulein Asani würde sich doch nie entführen lassen. Sie ist doch eine Kriegerin."

Oberon hörte ihn nicht. Er ging auf die Palasttore zu.

"Ist es Asani, Herr?" Puni rannte dem Elben hinterher. Rücksichtslos schubste er die Leute beiseite, um Oberon einholen zu können. "Herr!"

"Such alle anderen und dann zurück ins Elbenwald. Verriegle alles", befahl Oberon barsch. Der sonst so freche Puni zuckte bei dem Ton zusammen. Noch nie hatte er Oberon Temonis so sprechen hören. Unsicher blickte er sich um und fragte sich, ob er nicht doch...Aber Herr Temonis schien es wirklich ernst zu meinen. Puni blickte auf die breiten Straßen Perrigons. Zum ersten Mal erschienen sie ihm viel zu breit und gefährlich.

~*~

Legolas biß die Zähne zusammen und schüttelte stur den Kopf, als Gimli ihm das Glas erneut hinhielt. Es war ein Medikament in dem Wein, der einen beruhigen sollte. Beruhigen. Er war doch war bereits ruhig. Sogar viel zu ruhig. Seit er Alarm geschlagen hatte, war er wie betäubt gewesen. Er stand oder saß völlig still in der Gegend und mußte mit ansehen, wie alles im Palast in Panik geriet.

Er hatte das Gefühl, sich nicht bewegen zu können. Natürlich wollte er sich bei der Suche beteiligen. Er wollte seine Pflicht als Aragorns Verbündeter und Asanis Geliebter nachkommen, aber sein Körper gehorchte ihm nicht. Er war nicht zu schnellen Bewegungen bereit. Nur widerwillig hob sich seine Hand und bedeckte seine Augen. Sein Nacken schmerzte bei jeder Bewegung. Das Schlucken fiel ihm schwer. Sogar zum Atmen mußte er sich zwingen. Seine Beine waren ganz und gar taub.

Sein Inneres rebellierte gegen den Ungehorsam seines Körpers und schließlich verzweifelte er an seiner eigenen Handlungsfähigkeit. Wieder einmal tat sein Körper das, was er nicht verstand und diesmal war Asani nicht da.

Statt dessen waren es Gimli, Gandalf, Aragorn und seine Garde, die ihm diesmal beistanden. Aber leider waren sie ihm nicht wirklich ein Trost, so sehr sie sich auch bemühten. Gimli und Gandalf wachten neben ihm und versuchten ihn vorsichtig über das Geschehene auszufragen. Aber irgendwie konnte Legolas nicht ein Wort sagen. Es war, als hätte er die Zunge verschluckt.

Daher nahm Aragorn, nur in Hemd und Hose bekleidet und reichlich zerzaust, alles in die Hand und gab beinahe ununterbrochen Befehle. Er hatte die Ein- und Ausgänge des Palastes und Perrigons bewachen lassen. Niemand durfte den Palast betreten oder Perrigon verlassen. Die Anweisung machte Sinn, da das Blut in Legolas Zimmer noch warm und flüssig war, als Elb Alarm geschlagen hatte. Aragorn befahl seiner Garde alle Gäste des Palastes zu bewachen und ließ nach den Hobbits suchen, um sie in das provisorische Hauptquartier zu bringen. Das Hauptquartier war ein kleiner Konferenzraum neben dem Audienzsaal. Nebst dem langen Tisch und den Stühlen wurde das Zimmer sehr gemütlich mit Sesseln und dicken Teppichen eingerichtet. Momentan herrschte hier ein kleines Chaos. Verängstigte Diener kamen und gingen nur mit Erlaubnis der Wachen, die vor der Tür standen und sie bei jeder ihrer Bewegungen scharf beobachtet.

Legolas nahm nur am Rande wahr, daß ein kleines Frühstück serviert oder wie das Feuer im Kamin angezündet wurde oder wie Karten heran geschafft wurden. Alles schien so weit entfernt und es setzte ihm zu, daß er sich dem Ganzen nicht nähern konnte. Es überraschte ihn wirklich, als die Tür erneut aufging. Diesmal jedoch kamen keine Wachen oder Diener herein. Es waren Frodo und Sam.

Die beiden Hobbits sahen sehr verschlafen aus und schienen in aller Schnelle in ihre Sachen geschlüpft zu sein. Sam trug seine Weste in der Hand und versuchte mit der anderen seine abstehende Haare zu glätten. Frodos Blick kreuzte sich beim Eintreten mit dem von Legolas und er hörte gleich auf, an seinem Hemd zu zupfen.

Legolas sah wie in einem Traum jede Veränderung in Frodos Gesicht. Wie sich die blauen Augen vor Verwunderung weit öffneten, wie sie sich dann doch wieder verengten, wie ein Schatten auf seiner Stirn ein besorgtes Runzeln ankündigte und wie sich die Lippen zu einer lautlosen Frage öffneten. "Was ist passiert?"

Legolas sah weg. Er konnte die Frage beim besten Willen nicht beantworten.

"Was ist hier los?" fragte Sam mürrisch, verschlafen und vor allem laut.

"Fräulein Asani wurde entführt", erzählte Le Tare leise, der für Aragorn die Karten ausbreitete und Befehle weitergab.

Die beiden Hobbits wurden schlagartig wach und sahen sich erschrocken an. "Was ist passiert?"

"Das wissen wir nicht", erwiderte Le Tare etwas zögernd. Frodo sah trotz seines müden Zustands, daß sich eine verräterische Röte in das Gesicht des Ritters kroch. Räusperte sich der Mann da? Warum wich er seinen Blick aus? Der König sah seinen Hauptmann an und entließ ihn schmunzelnd. Le Tare war ein fabelhafter Krieger und loyaler Gefolgsmann, war aber erstaunlich feinfühlig.

"Wir vermuten, daß sie im Schlaf überwältig und wahrscheinlich auch erpresst wurde", erklärte Aragorn knapp.

"Woher wißt ihr das so genau?" fragte Sam überrascht.

"Legolas hat tief und fest geschlafen."

"Hätte Legolas ihr den helfen können?" fragte Sam stirnrunzelnd. "Ich meine, sie schläft doch beim Personal und Legolas hier irgendwo."

"Sie war bei Legolas auf dem Zimmer", erwiderte der junge König geduldig.

"Bei Legolas auf dem Zimmer?" wiederholte Sam verwirrt. "Was machte sie denn..." Sam unterbrach sich selbst und nickte dann langsam. "Verstehe."

"Es ist furchtbar", flüsterte Aragorn Frodo zu, der mit sich selbst zu ringen schien, ob er zu Legolas hinüber gehen sollte. Der Elbenprinz wirkte ungewöhnlich kühl und viel zu ruhig. Es konnte einem schon Angst machen. "Überall ist seinem Zimmer ist Blut. Der Entführer hat sogar mit dem Blut etwas an die Wand geschrieben und ihr den Zopf abgeschnitten."

Aragorn deutete mit dem Kinn dezent auf den schwarzen Zopf auf dem Tisch. Sam und Frodo blickten zögernd hin. Sam schlug die Hände vor dem Mund zusammen und erbleichte deutlich. Frodo jedoch wagte zu fragen: "Habt ihr schon daran gedacht, ob sie vielleicht...tot ist?"

"Nein, wenn man sie umgebracht hätte, hätte es keinen Sinn gehabt, ihre Leiche wegzuschaffen", erwiderte Aragorn so leise wie möglich. Er bereute gleich seine Worte, denn er sah Legolas die Augen schloß und mit der Hand den Mund bedeckte. Seine Hand zitterte deutlich.

Die Tür wurde plötzlich aufgestoßen und herein stürmte in seiner gewohnt dramatischen Art Oberon Temonis. "Wo ist Asani?"

"Moment, mein Herr!" Le Tare lief ihm entgegen. "Ihr dürft nicht..."

"Schweig, Mensch!" befahl Oberon streng und wirbelte zu dem Hauptmann herum. "Und raus hier!"

Zu Erstaunen aller erstarrte Le Tare bei diesem barschen Befehl. Wohl aus Reflex salutierte er und schlug die Hacken zusammen. Und tatsächlich ging er wieder hinaus. Aber auf dem halben Weg blieb er jedoch stehen und kam wutentbrannt zurück. "Mein Herr! Ich muß doch sehr bitten!"

Aragorn blickte zwar sehr erstaunt drein, weil er noch nie gesehen hatte, daß Le Tare jemand anderem gehorcht hatte als ihm oder seiner Frau. Aber Oberon Temonis' Befehlston war wirklich außergewöhnlich hart. Sehr ungewöhnlich für einen Elben. Aragorn hob die Hand und hielt Le Tare zurück. "Herr Temonis...Ihr solltet nicht hier sein."

"Ich werde wieder gehen, wenn Ihr mir sagen könnt, wo Asani ist", erwiderte Oberon ruhig.

"Woher wißt Ihr...?" Aragorn blickte scharf zu Le Tare. Der Hauptmann errötete zwar wieder, aber er schüttelte vehement den Kopf.

"Sie ist mein Nachkomme", sagte Oberon eindringlich. "Es geht mich etwas an, wenn sie verschwunden ist und man sie vorher wie ein Schwein ausbluten ließ."

"Le Tare!" Aragorns Gesichtszüge verhärteten sich, als er seinen Hauptmann wütend anfuhr.

"Majestät, ich schwöre, ich weiß nicht, wie das passieren konnte, aber ich werde sofort die Informationslücke schließen", stotterte der Ritter geschlagen und lief wieder hinaus.

"Also, was ist?" Oberon blickte dem jungen König in die Augen. "Wo ist mein Kind?"

"Asani wurde entführt", erwiderte Legolas statt dessen.

Jeder im Raum wurde still und drehte sich zu Legolas herum. Dieser saß auf seinem Platz und schien der aufwendigen Schnitzereien auf der linken Armlehne besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Seine Stimme war monoton und sehr ruhig gewesen. Es wirkte auf die Anwesenden schlimmer, als hätte er getobt und geschrien. Und in dem gleichen Ton fuhr er auch fort: "Ich habe geschlafen...Ich habe geschlafen, während sie um ihr Leben kämpfte." Er sah Oberon direkt in die Augen. "Ich habe geschlafen", wiederholte er. "In ihrer unmittelbarer Nähe....Ich habe geschlafen. Vielleicht hat ihr gedroht, weil mir sonst etwas zugestoßen wäre. Ich war hilflos. Ich habe geschlafen."

"Legolas, du konntest es nicht wissen", warf Gimli schnell ein und legte eine Hand vorsichtig auf Legolas' Schulter.

Zu Überraschung aller kniete Oberon vor Legolas nieder. "Ihr habt keine Schuld."

Noch mehr erstaunte es sie, als Oberon Legolas' Gesicht umfaßte und, dann vorsichtig seine Augenlider auseinander zwang, um sich die blauen Augen anzusehen, und schließlich seinen Puls fühlte. Dann griff er nach seinem Kinn und fragte er: "Kommt Euch alles sehr weit weg vor?"

Erst jetzt zeigte Legolas eine Regung. Er blinzelte erschrocken und zuckte instinktiv vor Oberon zurück. Aber Oberon ließ sich davon nicht beirren. Schließlich nickte Legolas langsam, als wundere er sich selbst darüber.

Oberon lächelte beruhigend. "Keine Sorge, das gibt das wieder. Es sind nur die Nachwirkungen."

"Welche Nachwirkungen?" wollte Gimli wissen und blickte fragend zu Gandalf hinüber. Er staunte nicht schlecht, daß der Zauberer eine völlig finstere Miene zur Schau stellte.

Das wahrlich Seltsame war jedoch, als Gandalf Oberons Hand fort schlug und sich zu dem knienden Elben beugte. "Was hast du getan, du unseliger Elb?"

"Gandalf!" rief Oberon grinsend. "Was machst du in dieser schönen Stadt?"

Legolas' Freunde wunderten sich ziemlich. Hatte Oberon Temonis Gandalf erst jetzt bemerkt? War er irgendwie blind? Gandalf war doch nicht zu übersehen. Aber Frodo fing an zu zweifeln. Oberons fröhlicher Ton klang nicht sehr überzeugend. Es mußte etwas anderes sein.

"Tu nicht so unschuldig", fuhr Gandalf den Elben an. "Oberon Temonis. Was hast du diesmal getan?"

So verwirrt alle von der neuen Wendung der Geschehnisse war, so war für jeden dennoch sichtbar, daß es ein altes Zerwürfnis zu geben schien. Oberon bestätigte es auch gleich. Sein lässiges Lächeln verschwand und stand wieder auf, um Gandalf auf gleicher Augenhöhe zu begegnen. Aus den blauen Augen sprach unverhohlener Hochmut. Jegliche Freundlichkeit war aus seiner geschmeidigen Stimme verschwunden und der charmante Elb klang auf einmal sehr kühl: "Ich habe mir wirklich all die Jahrtausende die Mühe gegeben, dir aus dem Weg zu gehen. So wie du es damals gefordert hast, Gandalf. Sogar gestern bin ich früher gegangen, damit du das Fest unbeschwert genießen konntest. Dennoch solltest du nicht vergessen, daß ich zuerst hier war."

Gandalf konnte, wenn er wollte, mindestens die gleiche kühle Arroganz an den Tag legen wie der Elb und deutete nur mit einer hoch gezogenen Braue seinen Unmut an. Ungerührt wiederholte er: "Was hast du diesmal getan?"

"Geht dich nichts an", erwiderte Oberon kurzangebunden.

"Du hast etwas getan, was du nicht tun solltest, nicht wahr?"

"Wie bitte?"

"Und du hast es mit etwas getan, das seit Jahrtausenden verboten wurde."

"Gandalf, du wirst senil."

"So? Senil, ja?" Gandalf mochte wie ein alter Mann aussehen, aber er bewegte sich so schnell wie ein Elb. Seine Hand schoß ohne Vorwarnung hervor und griff durch Oberons geöffnete Jacke in die Innentasche. Zwischen Zeige- und Mittelfinger hielt er ein silbernes Döschen.

"Das nennt sich Diebstahl", erwiderte Oberon trocken und schnappte es sich mit der gleichen Schnelligkeit zurück. Gandalf schlug mit seinem Stab auf Oberons Hand und fing das Döschen wieder auf. Mit einem Murren wollte Oberon Gandalf es wieder abnehmen, als Gimli, der sich das Ganze wie jeder andere im Raum absolut verwirrt mit angesehen hatte, ins Geschehen eingriff. Er trat dem Elben einfach gegen das Schienbein. Der Elb spürte diesen "Angriff" jedoch und sprang zurück.

"Auf welcher Seite seid Ihr, Gloins Blag?" knurrte Oberon verstimmt. Das schadenfrohe Grinsen des Zwergs beantwortete diese Frage.

"Ist es das, was ich vermute?" wollte Gandalf wissen und versuchte das Döschen zu öffnen.

"Ich weiß nicht, wovon du redest." erwiderte Oberon verstimmt.

Gandalf bekam den kleinen Behälter auf und beschnupperte vorsichtig den Inhalt. "Dieses verdammte Gewürz! Du mischst es immer noch?!? Und du hast es Legolas gegeben? Elb, was hast du getan?"

"Sie ist nicht schwanger, Zauberer", erwiderte Oberon ernst. "Ich habe lediglich nur etwas nachgeholfen. Woher sollte ich wissen, daß so etwas passieren würde?"

"Schwanger?" wiederholte Gandalf etwas baff. Er sah auf Legolas hinunter, aber der Elbenprinz stand auf und ging schweigend zum Fenster. Da er von ihm keine Antwort bekommen würde, blickte er Gimli an. Dieser wiederum blies in einem Akt der Ratlosigkeit die Backen auf und zuckte mit den Schultern. Schließlich flüsterte der Zwerg: "Ich bin mir nicht sicher. Aber es kann was passiert sein."

"Und wie es passiert ist", mischte Oberon lakonisch ein. "Mein Wiese..."

Gandalf verschloß das Döschen wieder und achtete dabei sorgsam darauf, daß kein Pulverkorn herunterfiel. "Das ist trotzdem unverantwortlich. Aber von dir kann man auch nichts anderes erwarten."

Jetzt war Oberon wirklich gereizt. "Unverantwortlich? Weißt du, was für ein Skandal das für diese Sterblichen ist, wenn das Mädchen erlegt worden, aber nicht schwanger ist? Man hackt ihr die Hand dafür ab, weil sie ihre Ehre beschmutzt hätte. Sie ist meine Nachkommen. Ich bin meiner Pflicht nachgekommen, sie zu schützen!"

"Du schützt sie, in dem du Legolas schadest?" fragte Gandalf fassungslos.

"Was heißt hier schaden? Er ist doch wach!"

"Es hätte etwas passieren können! Und es ist auch passiert!"

"Mir blieb nichts anderes übrig!" erwiderte Oberon heftig. "Was hättest du getan? Ein Nachfahre von dir droht Opfer alter Traditionen zu werden, von denen sich er niemals lösen würde. Egal wie sehr er darunter zu leiden hätte. Die Rettung bietet sich, in dem du nur einen Elbenprinzen liebestoll machst."

Gandalf erwiderte darauf nichts. Aber sein Blick war immer noch unerbittlich.

"Anscheinend kannst du das nicht verstehen", sagte Oberon dann plötzlich. "Du hast ja keine Nachkommen."

Es war viel mehr Oberons Ton als seine Worte, die Gandalf bis aufs Blut reizten. Diese unerträgliche Arroganz, gepaart mit Jahrtausend alten Sarkasmus, war wirklich nicht auszuhalten. Gandalf drückte das Döschen so fest zusammen, daß sogar Gimli hörte, wie das Metall nachgab.

"ELB!" donnerte Gandalf erzürnt.

"Was, Zauberer?" schrie Oberon zurück.

"Bitte hört auf", rief Frodo dazwischen. Er verstand zwar nicht, was zwischen den beiden war. Aber dieses Geschreie war sicherlich nicht gut. "Das bringt uns doch nicht weiter." Aber der Zauberer und der Elb hörten den Hobbit nicht. Frodo seufzte tief auf und lief auf die beiden Streithähne zu, um sie zu trennen.

"Hättest du das nicht ahnen können, Elb?" fuhr Gandalf den Elb an.

"Wie denn? Mein Name ist Oberon Temonis und nicht Galadriel von Lorien, Zauberer!" schnappte der Elb zurück. "Ich kann nicht in die Zukunft sehen!"

"Wie konntest du dieses Pulver einsetzen? Es war unverantwortlich! Lernst du denn nie dazu?" rief Gandalf empört und richtete sich zu seiner ganzen Größe auf. Frodo trat einen Schritt unwillkürlich zurück. Gandalf regte sich wirklich auf. Die Luft um ihn vibrierte und man sah die ersten Funken sprühen.

"Laß den Quatsch!" zischte Oberon ebenso gereizt zurück. "Damit beeindruckst du mich nicht im geringsten!"

Gandalfs Augen verengten sich zu Schlitzen und verschwanden im Schatten seiner buschigen Brauen. "Du verdammter Elb!"

Sam packte Frodo bei der Hand und steuerte eins der großen Sessel an. "Laßt uns besser in Deckung gehen. Das sieht nicht gut aus."

Frodo zögerte, aber als Oberon die Jacke abnehmen sah, folgte er Sam gehorsam.

"Hört auf." Es kam sehr leise von den Fenstern, vor den Legolas stand. "Hört auf. Bitte."

Gandalf und Oberon hörten wie auf Befehl auf, sich weiter anzuschreien. Auch wenn ihre Stimmen verstummten, ihre Blicke kämpften weiter. Keiner war bereit nachzugeben. Aber Legolas' Stimme hielt sie zurück.

"Frodo hat recht", fuhr der Elbenprinz ruhig fort. Legolas schien absolut unerschüttert zu sein, als er sich wieder zu seinen Freunden umdrehte. Er sprach zwar immer noch sehr beängstigend ruhig, aber da jetzt etwas anderes. In seinen Augen war Leben zurückgekehrt. "Wir verlieren damit nur Zeit."

Er blickte auf den abgeschnitten Zopf, der auf dem Tisch lag. Er kam sich immer noch sehr langsam vor, als er die Hand danach ausstreckte. Zögernd tauchten seine Fingerspitzen zwischen Haaren. Sie waren rauh und hart vom getrocknetem Blut.

Ihrem Blut.

Dann warf er den Zopf in das lodernde Feuer des Kamins.

"Laßt uns anfangen, den Palast zu durchsuchen", sagte er und schritt entschlossen zur Tür hinaus. Er schloß beim Gehen seine Kleider und befahl knapp einige Wachen vor der Tür, ihm Waffen zu besorgen und ihm zu folgen.

Bewunderung. Mitleid. Oder Schock. All diese Worte trafen auf die momentane Stimmung in dem kleinen Konferenzraum nicht zu. Es vermischte sich alles und sehr viel anderes kam hinzu. Es verwirrte die Anwesenden sehr.

"Ich will auch nicht hier bleiben", sagte Frodo in die Stille hinein. "Ich will nicht untätig hier sitzen."

"Das können wir auch nicht", warf Sam in einem genervten Ton ein. Als ihn alle ansahen, breitete er die Arme aus und fuhr fort: "Merry und Pippin sind nicht hier!"

Frodo fuhr mit beiden Händen in seine braunen Locken. "Die beiden laufen wahrscheinlich im Palast herum..."

"Und rennen bestimmt dem Entführer in die Arme", beendete Sam kopfschüttelnd. "Das würde ihnen ähnlich sehen."

"An die haben ich ja gar nicht gedacht", gestand Aragorn. "Wachen!"

"Wir erledigen das", unterbrach Oberon freundlich. Er stand hinter Frodo und Sam. "Ihr braucht die Männer woanders. Außerdem brauche ich etwas frische Luft. Hier ist sie etwas dick geworden."

Aragorn blickte kurz zu Gandalf, aber dieser stierte Oberon immer noch böse an. Vielleicht war es besser, einen der Streithähne wegzuschicken.

"Aber gerne", erwiderte Frodo freundlich, aber dennoch sehr verunsichert.

"Es wird sicherlich helfen, einen Elben bei sich zu haben", meinte auch Sam.

"Nicht ohne mich!" rief Gimli empört und stellte sich zwischen Frodo und Oberon. Grimmig funkelte er den Elben an. "Ihr werdet mich nicht so schnell los!" Gimli starrte den Elben böse an, als dieser ihn mit einem breiten Grinsen bedachte. "Was?"

Der elbische Bordellvater nickte mit einem feinen Lächeln. "Ich verstehe Euch so langsam."

"Was versteht ihr?" fauchte der Zwerg und schulterte seine Axt.

"Oh, Gloins Blag...Ihr seid ein schlimmer Finger. Ich meine...Hobbits..."

Gimli blickte ihn mit einer Mischung aus Verwirrung und der üblichen Portion Abscheu an. "Wovon redet Ihr?"

"Ich meine....Hobbits", wiederholte Oberon und preßte die Lippen nachdenklich zusammen. "Ich dachte, ich hätte ausgefallene Vorlieben, aber Ihr...Ich meine, Hobbits! Gloins Blag, Ihr überrascht mich."

Gimli wurde zunehmend wütender. "Drückt Euch klarer aus, wenn Ihr nicht meine Axt zu spüren bekommen wollt!"

Oberon ignorierte ihn und runzelte nachdenklich die Stirn. Er ging einfach los und tippte sich dabei mit dem Finger auf seine Lippen. "Es gibt immer noch Überraschung auf der Welt. Zwerge und Hobbits...meine Güte!"

Frodo und Sam blickten Gimli fragend an, aber der Zwerg winkte lässig ab. Innerlich jedoch fragte er sich das Gleiche. Zwerge und Hobbits? Was sollte denn daran so schlimm? Dieser Elb war wirklich ein Rätsel. Wer hatte schon von einem elbischen Bordellvater gehört? Sollten Elben nicht jenseits von derartigen Gelüsten sein? Gimli hielt inne und dachte über das Wort "Gelüste" nach. Warum blieb es so schwer haften?

Es traf ihn schließlich wie ein Blitz. Gimli ließ seine Axt mitsamt seinem Unterkiefer fallen. Dieser Elb dachte, daß er mit Frodo und Sam...??? "Dieser. Abartige. Elb."

Ende des 31. Kapitel

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Werden sie Merry und Pippin finden? Wird sich Oberon benehmen können? Wird Gimli die Beherrschung verlieren und dem Elben die Ohren abschneiden? Was ist das für ein alter Streit zwischen Gandalf und Oberon?.......Ist die Welt eckig? Können wir die Welt tatsächlich zerstören, in dem wir alle gleichzeitig den Fön einschalten? Was ist mit meinem Diskettenlaufwerk los? Wo ist mein Käse - Schinken Baguette? Und hat mir jemand in den letzten drei Wochen geschrieben und keine Antwort bekommen? Ts, ts, ts, ts...Schande über mich...