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Ich sollte es widerlich finden, was er mit mir tut jetzt, seine offensichtliche Geilheit, seine gierige, tierische Lust, nur auf eines hat er es abgesehen und er kriegt es, für seine paar Münzen, und er verschwendet keine Zeit, tut immerhin das Nötigste, er bereitet mich vor, nimmt von dem Öl, was ich ihm in die Hand drücke, und dann ist es auch schon so weit, er stößt sich in mich und ich höre an seinem Keuchen, an seinem unterdrückten Stöhnen, dass es nicht lange gehen wird und so ist es denn auch, mit einem heftigen Stoß ergießt er sich in mich und er scheint sich für seine Tat irgendwie zu schämen, denn er stößt mich sofort von sich und macht sich nicht die Mühe, mir auch nur ein einziges Mal ins Gesicht zu sehen danach, er lässt mich einfach allein und verschwindet.

Ich nehme das Geld und gebe es sofort weiter, wie jede Nacht, wenn ich mich auf den Weg mache. Auf das Geld kommt es mir nicht an, es sind die Männer, die ich will, die ich sammle wie andere Leute Steine oder Schmuckstücke. ich sammle Männer, so viel wie möglich in einer Nacht, es gibt mir eine seltsame Art der Befriedigung, wenn ich sie habe - oder besser, wenn sie mich haben. Ich kann mich dann vollkommen aufgeben und bin nichts anderes als etwas, das sie begehren - und das ist es, was ich wieder möchte. Begehrt sein. Ich möchte, dass sie mich wollen, dass sie mich begehren, dass sie mich nehmen - je mehr, desto besser. Und egal, wie.

Da ist schon wieder einer, er lächelt mir eindeutig zweideutig zu und seine Zunge macht Bewegungen in seinem Mund, die da drauf schließen lassen, was er möchte. Ich nicke und bedeute ihm mit meinen Fingern, was ich dafür an Geld erwarte, und er kommt auf mich zu, drückt mir das Geld in die Hand und es ist sogar mehr, als ich wollte... und ich verschwinde mit ihm in die dunkle Nacht und er wartet gar nicht ab, mit mir in einen Stall oder in eine Kammer zu gehen, mitten auf der Gasse, in einer kleinen Nische, drückt er mich auf die Knie, öffnet seine Hose und schiebt mir sein riesiges Glied zwischen die Lippen.

Ich gebe die Münzen dem Bettler, der uns dabei zugesehen hat, und wische die Reste seiner Lust von meinem Kinn, dann gehe ich weiter auf meine Suche, ich bin noch nicht fertig für heute.