Es tut mir leid, dass ich für die letzten paar Kapitel immer so lange gebraucht habe. Das liegt vermutlich daran, dass ich in meinem Kopf schon seit langem mit dieser Geschichte abgeschlossen habe. ABER meine liebe Freundin Lilli hat mir wieder zu ein paar neuen Anregungen verholfen, die es mir leicht machen dürften, die nächsten Kapitel zu schreiben.
Also, verzweifelt nicht!!! *g*. Es wird bald weitergehen!
Nichtsdestotrotz dankeschön für all die lieben Reviews. Sorry, dass ich euch immer so lange warten lasse.
Achtung: Ziemliche Draco-Abwesenheit in diesem Kapitel. Nächstes Mal ist er aber wieder dabei.
--°''°-- Kapitel XX --°''°--
Wieder träumte er. Doch diesmal war es anders, das spürte er gleich von Beginn an. Harry sah sich um. Die Flure, durch die ihn sonst Monster gejagt hatten, waren in das silbrige Licht des Mondes getaucht. Das Gefühl der Panik, welches ihn sonst immer verfolgt hatte, fehlte. Stattdessen fühlte er sich ruhig. Diesmal war ihm vollauf bewusst, dass er träumte. Er fühlte sich leicht und körperlos. Von Vorahnungen geleitet tastete sein Blick die Umgebung ab.
Dort hinten wartete die leuchtende Gestalt auf ihn, dort, am Ende des Flurs.
Langsam ging er auf sie zu, befürchtend, dass sie verschwinden könnte, wenn er sich zu abrupt bewegen würde.
Während er immer näher kam, festigte sich die verschwimmende Gestalt. Sie nahm Konturen an. Schlanke Arme, ein wilder Haarschopf, der über die Schultern floss. Ein weiches Gesicht, das ihn sanftmütig anlächelte.
Hermine.
Er blieb dicht vor ihr stehen, streckte vorsichtig seine Hand aus, und berührte ihre Wange. Sie war angenehm kühl. Ein unerklärliches Gefühl von Frieden breitete sich in ihm aus. Hermine sah ihn liebevoll an. Und Harry ging das Herz fast über. So hatte sie ihn nicht mehr angesehen seit... seit einer Ewigkeit.
„Hermine, was hat das zu bedeuten?", fragte er sie leise, während er leicht mit seinen Fingern über ihre Wange strich. Nachsichtig schüttelte sie den Kopf.
„Weißt du es denn immer noch nicht, Harry?" Mit diesen Worten begann sie langsam zu verschwimmen. Genauso, wie sie vorher aufgetaucht war. Bestürzt spürte Harry, wie die glatte Haut unter seinen Fingern verschwand und durch Luft ersetzt wurde.
„Nein, geh nicht!", rief er und seine Stimme hallte von den steinernen Wänden wieder.
Doch Hermine erhörte ihn nicht. Mit einem letzten Lächeln verschwand sie.
Diesmal wachte er nicht abrupt und mit wild hämmerndem Herzen auf. Er öffnete einfach nur träge die Augen und blinzelte ein paar Mal, während ihm langsam, Stück für Stück, die Erinnerung an den Traum entglitt. Angestrengt versuchte er, sie festzuhalten, doch die Bilder verschwammen und er behielt nur noch eine dumpfe Ahnung zurück, in der er sich einen Flur hinunterlaufen sah. Seufzend schlug er die Bettdecke zurück und schwang die Beine über die Bettkante. Der kalte Fliesenboden unter seinen Füßen sorgte dafür, dass seine Schläfrigkeit abrupt verflog. Während er sich die Brille auf die Nase schob und seine Sachen für den Tag zusammensuchte, sah er aus dem Fenster. Schlagartig fiel ihm ein, was für ein Tag heute eigentlich war. Quidditch. Endspiel. Alleine der Gedanke verursachte ein Kribbeln in seinem Magen. Vermutlich würde er keine Bissen von seinem Frühstück hinunterkriegen. Schnell zog er sich seine Sachen an und ging dann zu Rons Bett hinüber. Dieser lag mit den Armen von sich gestreckt da, die Decke war weggestrampelt, das rote Haar stand ihm wild vom Kopf ab. „Hey Ron, wach auf", sagte Harry und stieß ihn leicht an. Ron murmelte unverständlich und dreht sich einfach auf seine Seite.
„Ron", sagte er etwas genervt, „steh auf. Wir müssen noch was essen gehen."
Unwillig öffnete dieser seine Augen einige Millimeter. „Welcher Tag ist heute?", fragte er murmelnd.
„Samstag. Heute ist das Quidditchspiel, Ron", antwortete Harry. Das brachte die erwünschte Reaktion. Ron schoss im Bett hoch und riss die Augen weit auf.
„Quidditch?", rief er geschockt. Damit sprang er aus dem Bett und warf sich seine Sachen über. „Verdammt", sagte er, während er sich eilig die Schnürsenkel zu machte.
Gemeinsam liefen sie die Stufen des Schlafsaals hinunter zum Frühstück.
Nervös umklammerte Harry wenig später in der Umkleidekabine der Gryffindors seinen Feuerblitz. Wie schon erwartet, hatte er beim Frühstück kaum etwas hinunterbekommen, und auch Ron, der sonst alleine bei der Erwähnung von Essen nicht mehr zu halten war, hatte nur lustlos auf seinem Teller herumgepickt. Kein Wunder, schließlich war dies das wichtigste Spiel des Jahres. Nach monatelangem Training standen sie nun im Endspiel. Unruhig lief er auf und ab und sah immer wieder nach draußen zum Himmel empor.
Eigentlich war es ideales Wetter zum Fliegen. Die Sonne hielt sich hinter dicken weißen Wolken versteckt, welche die Spieler so nicht unnötig blenden konnte. Wenn doch nur dieser starke Wind nicht wäre, der ums Quidditchfeld pfiff. Es würde sicherlich nicht leicht sein, seinen Kurs beizubehalten, wenn einen plötzlich eine Böe von der Seite ergriff.
Schließlich, nachdem Katie Bell noch schnell ein paar aufmunternde Worte gesprochen hatte, machte sich das Team, die Besen schulternd, auf den Weg zum Feld.
Die Tribünen waren gefüllt mit plappernden, aufgeregten Schülern, die alle gespannt auf den Beginn des Matches Hufflepuff – Gryffindor warteten. Seit langem hatte Hufflepuff nicht mehr im Endspiel gestanden. Während Harrys Blick über die Schüler schweifte, bemerkte er neben Ginny Hermine. Wie magisch angezogen, trafen sich ihre Blicke.
Zögernd hob er die Hand, um ihr zu winken. Bevor er jedoch auf eine Reaktion von ihr warten konnte, trat Madam Hooch in die Mitte zwischen den aufgereihten Teams und forderte die Kapitäne dazu auf, sich die Hände zu schütteln. Katie Bell trat vor und reichte Thomas Jeff, dem Anführer der Hufflepuffs, die Hand, welche dieser freundlich schüttelte. Ein Vorteil gegen Hufflepuff zu spielen, war, dass man sich hier auf eine faires Match verlassen konnte. Der Kapitän der Slytherins hätte Katie bestimmt schon die Hand gebrochen.
„Auf die Besen", orderte Madam Hooch und Harry schwang sich elegant auf seinen Feuerblitz. Neben ihm warf Ron einen letzten nervösen Blick zu ihm. Im nächsten Moment ertönte der Anpfiff und die Bälle zischten in die Luft.
„Da ertönt der Anpfiff. Und sofort geht es los. Gryffindor geht in Ballbesitz. Alicia Spinnet zischt durch die Verteidigung der Hufflepuffs", tönte Lee Jordans Stimme laut über das Feld. Er hatte es sich nicht nehmen lassen, auch dieses Spiel wieder zu kommentieren, obwohl er eigentlich schon kein Schüler von Hogwarts mehr war. Harry hatte von Rons Brüdern Fred und George gehört, dass Lee jetzt sogar in der Sportabteilung des Ministeriums arbeitete. ‚Konzentrier dich lieber', schalt er sich in Gedanken selbst, verdrängte Lees Stimme aus seinem Kopf und hielt stattdessen nach dem Glitzern des Schnatzes Ausschau.
Unter ihm sausten die Klatscher übers Feld, die es scheinbar auf Alicia Spinnet* abgesehen hatten, welche gerade mit dem Quaffel unter dem Arm auf die Ringe des Gegners zuflog. „Alicia, PASS AUF!!", schallte Lees Stimme über das Feld.
Im letzten Moment, bevor der Klatscher sie erwischte, warf sich Ron dazwischen und knallte den Ball mit voller Wucht auf die andere Seite des Feldes.
„Ein guter Schlag von Weasley", lobte Lee, der ganz außer Atem klang. Alicia warf Ron einen dankbaren Blick zu, bevor sie den Quaffel an Katie weitergab, die daraufhin unaufhaltsam auf die Ringe zuflog.
„Und Katie wirft- aargh, Montgomery hat gehalten! Es steht weiterhin Null zu null."
Harry, der die ganze Zeit das Spiel unter ihm verfolgt hatte, konzentrierte sich nun wieder auf seine eigene Aufgabe. Minutenlang flog er vergeblich suchend um das Feld, doch nirgends war das Glitzern zu sehen. Unten ging es weiter so rasant zu. Einem Tor folgte das Nächste, sei es auf der Seite von Gryffindor oder auf der von Hufflepuff. Die Klatscher surrten wild über das Feld und die Treiber sausten hinterher.
Eine Weile lang ging es so weiter und Harry begann, sich zu langweilen.
Da geschah es plötzlich.
In dem ganzen Tumult schien Ron nur für eine Sekunde lang die Orientierung zu verlieren. Doch das reichte schon. Unabsichtlich traf er den Klatscher so ungünstig, das dieser in die Tiefe raste. Auf die Tribünen zu.
Entsetzt riss Harry die Augen auf, als er erkannte, wer da unten saß. Hermine.
„Achtung!!!", schrie Harry stürzte sich in der nächsten Sekunde mit seinem Besen nach unten. Die Schüler auf der Tribüne rannten schreiend auseinander, doch in dem Durcheinander ging es nicht schnell genug. Harry lehnte sich so weit es ging nach vorn, doch der Klatscher hatte einen erheblichen Vorsprung. „Schneller", knurrte er seinen Besen an.
Hermine stand derweil wie festgefroren am Boden und sah zu, wie der Ball direkt auf sie zusauste. Harry fühlte sich, als hätte jemand den Zeitlupenknopf gedrückt. Unendlich langsam kam er dem Klatscher näher. Doch schließlich, nur Sekunden vor dem Aufprall, holte er ihn ein.
Im letzten Augenblick warf er sich vor Hermine. Erschrockene Rufe gingen durch die Menge, als Harry, vom Klatscher an der Schulter getroffen, zu Boden sank.
„Aus dem Weg, Kinder! Beiseite!", rief von weiter hinten ihnen Madam Pomfrey, die sich eilig ihren Weg zwischen den Schülern entlang bahnte. Alle starrten Harry besorgt an, der am Boden zusammengekrümmt dalag. „Colloportus", sagte die Krankenschwester und richtete ihren Zauberstab auf ihn. Sofort erschien eine Trage und Madam Pomfrey eilte mit Ron und Hermine an ihrer Seite hinauf zum Schloss. Beide warfen immer wieder Blicke auf Harry, der blass und mit schmerzverzerrtem Gesicht auf der Trage lag und Ron entschuldigte sich wieder und wieder bei Hermine, der ja der Verursacher dieses Schlamassels war.
Später am Tag, nachdem Harry erst mal mit einem ordentlichen Krafttrank versorgt war, saß er schon wieder aufrecht im Bett. Madam Pomfrey hatte angeordnet, dass er über Nacht zur Beobachtung hier bleiben sollte, aber morgen könne er wieder gehen. Hermines erster Kommentar war, dass Harry glücklich sein konnte, dass heute Samstag war und er so keinen Unterricht verpasste. Ron verdrehte genervt die Augen.
„Ist das das Einzige, worum du dir Sorgen machst?" Hermine sah ihn streng an.
„Natürlich nicht. Aber wenn er den Unterricht versäumt, dann ist das auch nicht so toll." Ron entschloss sich, sie einfach nicht weiter zu beachten und wandte sich an Harry.
„Noch nicht mal eine Woche rum und du liegst schon wieder hier. Findest du die Ausstattung hier einfach nur klasse, oder weshalb zieht es dich immer wieder in den Krankenflügel?",
witzelte Ron. Harry stimmte mit ein.
„Und dabei hat Trewlaney das doch gar nicht prophezeit." Hermine betrachtete die Beiden kopfschüttelnd.
„Das ist überhaupt nicht witzig", sagte sie und bedachte Harry mit einem vorwurfsvollen Blick. „Du solltest mehr auf dich aufpassen. Andauernd bringst du dich in Gefahr."
„Ach, ich hätte also lieber einfach zusehen sollen, wie dich der Klatscher erwischt und mich schön aus der Gefahrenzone raushalten sollen?", fragte er mit hochgezogenen Augenbrauen. Stumm sah sie ihn an. Um die angespannte Stimmung aufzulockern, warf Ron dazwischen: „Gut, dass das Spiel verschoben wurde. So haben wir immer noch eine Chance, dem Pokal zu gewinnen. Wenn du dich vorher nicht wieder außer Gefecht setzt", wandte er sich an Harry. Doch weder er noch Hermine schienen ihn gehört zu haben. Sie starrten sich nur weiter an. Offensichtlich versicherte irgendetwas in ihren Augen Ron davon, dass die Beiden vielleicht lieber allein sein wollten.
„Ähm, na schön. Ich gehe dann schon mal. Wir sehn uns im Gemeinschaftsraum", sagte er zu Hermine und erhob sich.
Nachdem er hinaus war, saßen sie schweigend da, bis sie sich schließlich räusperte.
„Das eben war mein Ernst gewesen, Harry. Du solltest wirklich besser auf dich Acht geben", erklärte sie schlicht.
„Denkst du, ich hab es nicht ernst gemeint?", erwiderte Harry und sah sie eindringlich an. „Glaubst du, ich lasse zu, dass dir was passiert?" Verlegen sah Hermine zur Seite.
„Harry, ich-"
„Nein, Hermine. Bitte hör mir zu. Scheinbar kriege ich ja immer nur hier die Gelegenheit, mit dir zu reden." Hermine seufzte auf, um das Kichern zu unterdrücken, dass sich anbahnte. Er hatte recht. Das letzte Mal, dass sie mehr als nur zwei Wörter gewechselt, war ebenfalls im Krankenflügel gewesen.
„Na gut, was ist los?", fragte sie. Harry holte tief Luft, so als müsse er sich erst auf das Kommende vorbereiten.
„Du fehlst mir."
Überrascht und verwirrt zugleich starrte sie ihn an. „Ich.. fehle dir?", fragte sie unsicher nach. Er nickte. „Natürlich. Ich vermisse dich. Und das nicht nur im freundschaftlichen Sinne." Kopfschüttelnd sah sie ihn an. „Harry, hör zu, es gibt da etwas-" Doch wieder unterbrach er sie.
„Ich will, dass es wieder so wird wie früher. Ich will wieder mit dir reden können, ohne dass du vor mir davonläufst."
„Das geht aber nicht so von dem einen Tag auf den anderen", sagte sie nüchtern. Zögerlich nahm er ihre Hand.
„Dann lass es uns doch einfach langsam angehen", sagte er leise und mit tiefer Stimme. Hermine sah auf ihre Hände hinunter und fühlte eine seltsame Empfindung in ihr aufsteigen. Ein Teil von ihr, der Teil, der sich als fünfzehnjähriges Mädchen in Harry verliebt hatte und scheinbar immer noch an ihm hing, wollte nachgeben. Doch dann fiel ihr schlagartig ein, was sie Harry schon die ganze Zeit mitteilen wollte.
„Hör zu, es gibt da jemanden", sagte sie unsicher. Harry runzelte die Stirn. „Wie meinst du das?"
„Ich meine damit", begann sie langsam, „dass ich mit jemandem zusammen bin."
Für eine Weile sah er sie an, als ob er nicht so recht begreife, was sie ihm da erzählte. Dann schien ihm die Erkenntnis zu kommen, denn er verzog das Gesicht.
„Du hast einen Freund?", fragte er mit tonloser Stimme und abgewandtem Kopf, so als wolle er die Antwort gar nicht so genau wissen. Hermine nickte, wobei sie nicht sicher war, dass er es sah. Doch offensichtlich hatte er es mitgekriegt, denn nach ein paar Sekunden Stille fragte er: „Und, kenne ich ihn?"
Nun war es an Hermine, wegzublicken. Sollte sie die Wahrheit sagen und ihm von Draco erzählen? Oder wäre das dumm?
„Ähm, ja, irgendwie schon", antwortete sie ausweichend. Doch das schien ihm nicht zu reichen, denn sofort hakte er nach. „Ist er auch Hogwartsschüler?"
„Ja."
Harry sah sie nachdenklich an. Solche kurz angebundenen Antworten waren völlig untypisch für sie.
„Hermine, du kannst es mir ruhig sagen. Ich werde schon nicht ausrasten." Nach einer Pause fügte er hinzu: „Ich meine, es ist ja schließlich nicht so, als ob du mit Malfoy zusammen wärst", sagte er mit einem belustigten Unterton.
Hermine konnte förmlich spüren, wie sie rot wurde. Daher sah sie schnell auf die weiße Bettdecke hinunter und hoffte, dass Harry es nicht bemerkt hatte. Doch ihre abrupte Kopfbewegung schien zu verdächtig gewirkt zu haben. Aufmerksam blickte er sie an. „Hermine...?", fragte er ahnungsvoll. Sie vermied es, aufzublicken, weil sie wusste, dass er die Antwort in ihren Augen lesen könnte.
„Sag mir jetzt sofort, dass das nur eine blöde Vermutung war", verlangte Harry. Er schien sich zusammennehmen zu müssen, um sie nicht bei den Schultern zu packen und die Wahrheit aus ihr herauszuschütteln. Schließlich, nachdem sie immer noch nicht aufblickte, legte er ihr einen Finger unters Kinn und hob ihren Kopf. „Es ist nicht wahr, oder?", fragte er leise und suchte ihren Blick. Langsam hob sie die Augen und sah ihn schuldbewusst an. Für eine Minute sagte niemand von ihnen etwas, bis Harry seufzte.
„Es ist wahr", sagte er. Hermine nickte stumm.
„Du und Malfoy." Sie nickte wieder, weil sie nicht so recht wusste, wie sie anders reagieren sollte. Als Harry plötzlich abgehackt lachte, zuckte sie leicht zusammen.
„Echt, wenn ich nicht schon sitzen würde, wäre ich jetzt vermutlich umgekippt."
„Es ist halt so.. passiert", sagte sie, als suche sie nach einer Ausrede. Er schüttelte ungläubig den Kopf. „Du und Malfoy? Wie soll dass denn so einfach passieren?", fragte er. „Ihr könnt euch auf den Tod nicht leiden. Ich hätte gedacht, dass Malfoy eher Säure anfassen würde, als-"
„Danke, ich hab verstanden, was du meinst", unterbrach sie ihn unwirsch. „Entschuldige, aber du musst doch zugeben, dass es nicht gerade normal ist."
Offensichtlich waren sie zu laut geworden, denn in dem Moment kam Madam Pomfrey aus ihrem Büro gerauscht.
„Was soll denn diese Lautstärke? Das hier ist ein Krankensaal!" Vorwurfsvoll blickte sie Harry und Hermine an, mit in die Hüften gestemmten Hände. „Miss Granger, ich muss sie jetzt bitten, zu gehen. Der Patient braucht Ruhe." Und bevor sie noch etwas zu Harry sagen konnte, hatte sie Madam Pomfrey auch schon aus der Tür bugsiert.
* aufmerksamen Lesern wird vielleicht aufgefallen sein, dass Alicia zwei Jahre älter ist als Harry und demnach eigentlich nicht mehr in Hogwarts sein dürfte. Ich bitte, diesen Fehler zu verzeihen.
