Daaaaaaaaaaanke wieder mal an Yury, erstens für die Arbeit, die sie sich mit meiner Story macht und zweitens für die lieben Reviews!! knuffs
Kapitel 3„Daddy!" Deidre schloss ihn in die Arme.
„Sonnenschein." flüsterte er.
Buffy beobachtete das rührende Vater-Tochter-Wiedersehen. Doch sie konnte noch immer nicht fassen, was sie da sah, oder besser wen! Deidres Vater erhob sich langsam, denn er hatte sich nieder gekniet um Deidre fest in seine Arme zu schließen. Jetzt sah er Buffy an.
„Was...?" fragte Buffy und sah Deidre an. „Das ist dein Vater?" fragte sie dann.
Deidre nickte und hatte seine Hand ergriffen. Buffy begutachtete Deidres Vater genau. Er war groß, gutaussehend und ihr so bekannt und doch so fremd. „Hallo, Buffy."
Sie starrte ihn an. „Spike." sagte sie dann.
Er kam zusammen mit Deidre auf sie zu. Er trug schwarze Kleider, anders, als in dieser Zeit und seinen schwarzen Ledermantel.
Buffy musste sich setzten. Sie hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit. Aber jetzt wurde ihr einiges klar. Sie konnte sich Deidres Wissen erklären.
Deidres Daddy sah sie an. „Entschuldige bitte, wenn ich dir Umstände bereitet habe, aber ich hielt es am sichersten Deidre her zu schicken."
„Weshalb?" fragte Buffy schließlich, als sie ihre Sprache wiederfand.
Spike sah lächelnd auf Deidre hinab. „Sie ist deine Tochter." sagte er dann.
Sie starrte ihn an und spürte, wie ihre Knie nachgaben. Sie schaffte es gerade noch bis zur Couch und ließ sich dort nieder. Deidre blieb stehen, doch Spike kam auf sie zu und kniete vor ihr nieder. Er sah ihr in die Augen. „Es tut mir leid, dass ich dich mit deiner Zukunft konfrontiere, aber es geht nicht anders. Wir brauchen deine Hilfe."
Buffy schluckte hart und sah ihn an. Sie konnte das alles nicht glauben. Das würde bedeuten sie und Spike würden einander näher kommen. Das war etwas zuviel für sie. Sie warf einen Blick zu Deidre, die jetzt sehr unsicher schien. Sie holte tief Luft und sah Spike an. „In Ordnung, es geht mir gut." Sie versuchte ein Lächeln zustande zu bringen.
„Danke." sagte Spike. „Ich kann und darf dir nicht viel sagen, aber die Zukunft sieht zurzeit nicht rosig aus."
Deidre zappelte schließlich rum und kam zu ihnen. „Daddy, was ist mit Mom?"
Spike sah sie an und Deidre kamen die Tränen. „Ich hab sie nicht gefunden, Sonnenschein." Deidre umarmte ihn. „Aber ich weiß, dass sie nicht tot ist. Deine Mom stirbt nicht einfach so." Dabei sah er Buffy an. „Hör zu, Sonnenschein, ich muss weiter nach den anderen suchen. Angel muss irgendwo zwischen Sunnydale und L.A. sein. Wenn ich ihn gefunden habe, werden wir die anderen suchen. Du musst hier bleiben und versuchen die Wurzel des Bösen zu finden."
Deidre nickte tapfer. „Ich kann mich darauf verlassen, dass sie bei dir sicher ist, oder?"
Buffy nickte. „Ich werde auf sie aufpassen."
Er lächelte und stand auf. „Danke." Er umarmte seine kleine süße Tochter. „Es wird alles gut und wir seh'n uns bald wieder."
Deidre bemühte sich nicht loszuheulen. „Okay, Daddy."
Spike gab ihr einen letzten Kuss auf den Mund. "Mach's gut, Sonnenscheinchen." Damit zauberte er wieder ein Lächeln auf ihr Gesicht. Dann wandte er sich noch mal an Buffy.
„Ich werde es keinem erzählen. Damit es nicht noch mehr Verwirrungen gibt." meinte sie dann.
„Solltest du aber tun, wenn es nicht anders geht." sagte er und kam näher. Er sah ihr in die Augen und Buffy bekam äußerst weiche Knie. „Falls ich dich nie wiedersehen sollte..." Bevor Buffy etwas tun konnte küsste er sie auf den Mund.
Ein warmes elektrisierendes Gefühl durchfuhr sie. Noch bevor sie etwas tun konnte hatte er das Portal geöffnet und war wieder verschwunden. Zurück blieben eine ziemlich verwirrte Buffy und ihre zukünftige Tochter, die zu ihr kam und ihre Hand ergriff.
„Ich glaub's noch immer nicht!" Buffy saß wieder auf der Couch und Deidre neben ihr. „Du bist so süß." flüsterte Buffy und sah sie an. „Sonnenschein." Sie strich Deidres Haare nach hinten.
„Das macht Mom auch immer."
Buffy lächelte. „Ich muss es Spike sagen, nicht?"
Deidre zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht. Vielleicht ja. Auf jeden Fall müssen wir die Wurzel suchen, von der Daddy sprach." Sie schwieg kurz. „Ich hoffe, er findet Mom."
Buffy lächelte. „Bestimmt." Sie sah auf die Uhr. „Hey, für kleine Mädchen ist jetzt Schlafenszeit."
Sie lachte. „Okay, aber nur wenn du mich ins Bett bringst." Bat Deidre. Zusammen gingen sie nach oben. Deidre putzte Zähne und zog einen Schlafanzug von Buffy an. Buffy reichte ihr Mr. Gordo.
„Danke." Deidre streichelte das Stofffell des Schweins. „Mir fehlt mein Zuhause. Meine Eltern." gestand sie leise.
Buffy zog sie in ihre Arme. „Ich bin für dich da. Egal, was passiert. Aber jetzt schlaf etwas." Deidre nickte und sank auf Buffys Bett nieder. Sie schlief nach ein paar Minuten ein.
Buffy erhob sich und ging ins Badezimmer. Sie war müde und noch immer etwas angeschlagen von dieser Sache. Sie zog sich im Bad langsam aus. Sie stellte sich unter die Dusche, aber einen klaren Gedanken konnte sie nicht fassen. Sie dachte an das, was sie gerade erfahren hatte. Einerseits musste sie lächeln. Sie würde eine wundervolle Tochter haben. Aber andererseits...mit Spike. Diese Vorstellung rief Übelkeit in ihr hervor. Obwohl der Kuss nicht schlecht gewesen war. Sie drehte das Wasser ab und lehnte mit dem Kopf gegen die kalte Wand.
Sie musste es Spike sagen. Es war ihre Pflicht, zumindest würde sie ihr Gewissen beruhigen. Sie wollte es loswerden. Sie sah auf die Uhr. Es war zwar schon spät, aber sie konnte Giles bestimmt noch erreichen. Sie schnappte sich schnell ein Handtuch.
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Giles hatte nicht lange gezögert und war zu Buffy gekommen. „Was ist denn los? Du hast am Telefon sehr aufgewühlt geklungen."
Buffy nickte. „Ja. Ich hab Tee gekocht, wollen Sie auch einen?" Er nickte und sie holte zwei Tassen aus dem Küchenschrank und goss aus. „Hören Sie, ich hab Ihnen doch erzählt, dass Deidre aus der Zukunft kommt." Er nickte und sie setzte sich auf einen Stuhl und er tat es ihr gleich. „Nun ja…wir hatten vorhin Besuch von ihrem Vater aus der Zukunft. Er hat uns erklärt, dass wir die Wurzel des Übels in dieser Zeit suchen, finden und vernichten sollen."
„Aber das ist doch gut, so erfahren wir mehr darüber."
Buffy sah ihn an. „Giles, das ist ja auch nicht mein Problem. Spike ist Deidres Vater!"
Giles machte große Augen.
„Oh." meinte er nur.
„Ja, und nun kommt das Beste: ich bin ihre Mutter!"
Jetzt klappte Giles die Kinnlade runter. „Du…du bist ihre Mutter?!"
Buffy nickte und trank einen Schluck von ihrem Tee. „So habe ich auch reagiert. Was soll ich jetzt machen Giles? Deidres Vater, also der Spike aus der Zukunft, meinte, dass ich, wenn es nötig ist, erzählen soll, was in der Zukunft geschieht. Nun weiß ich nicht, ob ich es Spike sagen soll. Einerseits hat er ja das Recht es zu erfahren, aber andererseits weiß ich nicht, ob ich will, dass er es erfährt." Sie seufzte.
Giles hatte sich von dem Schock erholt. „Ich denke, es ist vielleicht besser, wenn du es ihm sagst, dann könnt ihr offener mit der Sache umgehen. Es sei denn, du kannst ihm weiterhin normal gegenüber treten, dann sag es ihm nicht. Buffy, diese Entscheidung kannst nur du selbst treffen."
Sie nickte. „Danke, dass Sie noch hergekommen sind, Giles."
Er nickte lächelnd und stand auf. „So, dann werde ich mal wieder. Ich werde noch etwas in dem Buch nachlesen."
Buffy nickte und brachte ihn noch zur Tür. „Gute Nacht, Giles."
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Buffy konnte in dieser Nacht nicht besonders viel schlafen. Sie lag wach, starrte die Decke an und dachte nach. Das alles verwirrte sie so sehr. Doch sie dachte an Deidre. Sie war so unglaublich süß. Buffy rollte sich zur Seite und sah auf das Bild ihrer Mom, das auf dem Nachttisch stand. „Ach, Mom." Sie fragte sich, was ihre Mutter tun wohl tun würde. Aber darauf wusste sie keine Antwort, denn ihre Mom wäre wohl nie in eine solche Situation gelangt.
Buffy wollte sich gerade wieder umdrehen, als sich die Tür einen Spalt öffnete und Deidre ins Zimmer schlüpfte. „Hey." meinte Buffy.
„Hey. Kann ich bei dir schlafen?" Buffy lächelte, als sie Deidre sah. Sie trug ihr T-Shirt, ihre Haare waren total verstrubbelt und sie hatte Mr. Gordo im Arm.
„Klar doch." Buffy hob die Decke hoch und klopfte neben sich aufs Bett. Deidre kroch zu ihr ins Bett. Buffy strich sanft über die weichen Haare des Mädchens.
„Alles okay?" fragte Buffy. „Hast du schlecht geträumt?"
Deidre nickte. „Alles wird wieder gut, dass verspreche ich dir. Schlaf jetzt."
Deidre kuschelte sich an ihre zukünftige Mom und schlief ein. Buffy lag noch eine Weile wach und lauschte dem gleichmäßigen Atem der Kleinen, bis sie auch einschlief.
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Am nächsten Morgen wachte Buffy ziemlich früh auf. Deidre schlief noch fest. Buffy beobachtete sie lächelnd und suchte etwas von sich und Spike in ihr. Und sie fand einige Dinge. Sie hatte zum Beispiel Spikes Augen. Das war ihr gestern sofort aufgefallen.
Sie seufzte leise und strich über Deidres Haare. Das Wichtigste war jetzt allerdings, dass sie so schnell wie möglich herausfanden, wer oder was Schuld an dem Zustand in der Zukunft war.
Leise stand sie auf, um Deidre nicht zu wecken. Sie putze zuerst einmal Zähne und als sie nach unten kam, kam Dawn gerade nach Hause. „Hey, guten Morgen, Buffy."
„Morgen Dawn." Dawn folgte ihrer großen Schwester in die Küche. „Na, gibt's was Neues?"
Buffy nickte. „Mehr oder weniger." Sie erzählte Dawn, was gestern geschehen war, aber nichts von der Tatsache, dass Spike und sie die Eltern von Deidre waren.
„Wow. Man, die Kleine muss schreckliches Heimweh haben."
Buffy nickte.
„Guten Morgen." Deidre lächelte.
„Guten Morgen, Sonnenschein."
Dawn war etwas überrascht über die Vertrautheit, die plötzlich zwischen Buffy und Deidre bestand. Deidre setzte sich neben Buffy an den Tisch und aß die Pfannkuchen, die Buffy ihr hinstellte. Buffy beobachtete sie lächelnd dabei.
„Tja, ansonsten habt ihr noch nichts raus gefunden?" fragte Dawn.
Buffy schüttelte den Kopf. „Nein. Das heißt, ich weiß es nicht, denn Giles und Spike wollten sich etwas kundig machen. Das erfahren wir also erst später. Kommst du mit?"
Dawn schüttelte den Kopf. „Ich treffe mich mit Kevin." meinte sie glücklich lächelnd.
Buffy lächelte zurück. „Na dann viel Spaß!"
„Danke, werde ich haben. Ich werde mich dann mal umziehen gehen."
Buffy nickte und Dawn ließ die beiden alleine. „Gut geschlafen?" fragte Buffy und Deidre nickte. „Ja." Dann sah sie auf ihren Teller und wieder zu Buffy.
„Magst du Spike denn nicht einmal ein ganz kleines bisschen?" fragte sie.
Buffy rang mit sich und griff nach Deidres Hand. „Nun ja, ein kleines bisschen vielleicht. Aber Liebe ist das noch nicht, Sonnenschein, falls du das meinst."
Deidre nickte leicht. „Mh." meinte sie nur und aß weiter.
Buffy strich ihr wieder die Haare zurück. „Aber was nicht ist, kann ja noch werden, nicht wahr?"
Deidre lächelte und nickte glücklich.
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Spike hatte die ganze Nacht wach gelegen und in dem Buch geblättert. Er hatte ein paar Stellen in diesem Buch gefunden, die seiner Meinung nach etwas mit der Wurzel allen Übels in der Zukunft zu tun haben könnten.
Er lag auf seinem Bett und steckte sich eine Zigarette an. Er war müde. Also legte er das Buch beiseite, drückte die Zigarette wieder aus und versuchte einzuschlafen. Doch was geschah? Nichts! Wie immer. Er seufzte. Er musste wieder etwas an Buffy denken. Sie war einfach ständig in seinen Gedanken. Und hey, manchmal war sie richtig nett zu ihm. Aber eben nur manchmal. Und dann gab es wieder die Tage, an denen sie einfach nur fies zu ihm war. Okay, zugegeben, sie war etwas anders, seit sie zurück war. Zumindest ein bisschen. Sie schien das Leben etwas anders zu sehn. Er seufzte laut. Manchmal würde er sie am liebsten töten. Und doch wusste er, dass er das auch nicht könnte, selbst wenn er diesen Chip loswerden würde. Und genau das machte ihm Angst. Diese Liebe zur Jägerin. Spike drehte sich auf die Seite und schlief ein.
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Buffy brachte Deidre wieder mit in die Magic Box und stellte sie Willow und Tara vor. Deidre war bemüht so zu tun, als würde sie Willow und Tara erst kennen lernen.
„Freut mich dich kennen zu lernen, Deidre." sagte Tara und Deidre schenkte der Hexe ein Lächeln.
„Mich auch." meinte sie fast schüchtern.
Der Tag verging ziemlich schnell und ohne weitere Ergebnisse. Deidre machte ein betrübtes Gesicht. Buffy stand auf. „So, ich gehe auf die Jagd. Hat jemand von euch heute Spike schon gesehen?"
Xander sah sie an. „Seit wann vermisst du ihn?"
Buffy warf Xander einen vorwurfsvollen Blick zu. „Schon gut!" meinte er.
„Kann ich mitkommen?" fragte Deidre.
Buffy sah sie an und wollte zuerst nein sagen, doch sie hatte die Kleine kämpfen sehen und sie war sehr gut gewesen. Sie lächelte. „Ja, dann lass uns gehen. Wir gehen nachher sofort nach Hause, Giles. Bis morgen dann. Rufen Sie mich an, wenn sie etwas finden." Giles nickte.
Buffy und Deidre gingen mit Pflöcken bewaffnet über den Friedhof. „Hey Ladys!"
Deidre strahlte förmlich, als sie Spike sah. „Spike!" rief sie und lief zu ihm.
„Hey, kleiner Engel." Er sah sie an. „Sorry, hab etwas verpennt. Hab hier aber einige interessante Sachen gefunden. Ist Giles noch in der Magic Box?"
Buffy nickte. „Ja, das ist er."
Spike wandte sich wieder an Deidre. „Na? Geht ihr auf die Jagd?"
Deidre hielt den Pflock hoch und nickte. „Dann fangt mal an!" Er wies auf die beiden Vampire, die gerade aus ihren Gräbern stiegen.
„Oh nein!" meinte Buffy plötzlich. „Da kommt die neue Jägerelite!" Sie wies auf die neue Jägerin.
Spike zuckte mit den Schultern. „Dann überlass es doch ihr. Wow!" Er wich zurück, als sich ein helles glänzendes Portal öffnete. Buffy und Deidre kannten das ja bereits und warteten gespannt ab. Als das Licht erlosch stand ein Junge dort, wo das Licht gewesen war.
Er war etwa so alt wie Dawn, vielleicht auch ein Jahr jünger und sah für sein Alter gar nicht mal so schlecht aus.
„Ben!"
„Deidre!" Der Junge kam auf sie zu und schloss sie in seine Arme.
„Sag, wie geht es Daddy? Hast du ihn gesehen?"
Ben, wie sie den Jungen nannte, nickte. „Er hat mich hergeschickt. Er und mein Dad sind auf der Suche nach deiner Mom."
Deidre stiegen die Tränen in die Augen und Ben sah Buffy und Spike an, sagte aber nichts. „Ich bin froh, dass es dir gut geht."
Deidre nickte. Also war das Angels Sohn, da war sich Buffy sicher, denn sie dachte daran, was ihr Deidres Vater gesagt hatte. Und wenn sie den Jungen so besah, hatte er eine gewisse Ähnlichkeit mit Angel. Wer wohl seine Mutter war? Doch das tat jetzt nichts zur Sache.
„Hey ihr zwei, lasst uns verschwinden, bevor die neue Jägerin uns anscheißt." meinte Spike zu den Kids und griff nach Buffys Hand, die sich seltsamerweise nicht wehrte oder ihm eine rein schlug. Die Kids folgten ihnen. „Hey, Moment, wir können doch zur Magic Box und müssen nicht…" Da stürzten sich mindestens zehn Vampire auf sie.
„Scheiße, was ist denn jetzt los?!" fragte Spike. Buffy drückte ihm einen Pflock in die Hand und wies Deidre und Ben an in Spikes Gruft zu gehen.
Buffy und Spike schlugen sich zusammen durch die Vampire und die neue Jägerin mischte mit. „Okay, alles Asche. Netter Kampf." meinte Spike, packte Buffy und zog sie mit sich in die Gruft.
Ben und Deidre saßen neben einander auf Spikes Bett und es sah so aus, als hätte Deidre Ben aufgeklärt, wer hier wie viel wusste. Spike schlug die Grufttür zu und verriegelte sie. „Sorry, hab nicht aufgeräumt. Ich hab keine Gäste erwartet."
Buffy warf ihm einen Blick zu, musste aber ein Lächeln unterdrücken. „Hast du vielleicht ein Telefon?" fragte sie.
Spike ging zu dem kleinen Holztisch und wühlte unter seinen Zeitungen und Abfällen und zog ein Telefon hervor.
„Klasse. Ich werde Giles schnell anrufen." Sie sagte Giles Bescheid, dass sie von einem Rudel Vampire angegriffen worden waren, weiteren Besuch aus der Zukunft erhalten hatten und jetzt in Spikes Gruft waren und dort auch eine Weile bleiben würden, bis es draußen wieder etwas sicherer war. Als sie den Hörer aufgelegt hatte, sah sie Spike an. „Und jetzt?" fragte sie.
„Wir können Scrabble spielen oder so."
Buffy musste sich beherrschen nichts Böses zu sagen.
„Na, kleiner Sonnenschein, alles okay?" fragte Spike Deidre und ging zu ihr und Ben rüber.
„Hm." meinte sie und sah Spike an.
„Müde?"
„Ein bisschen."
Spike sah Ben an. „Ich glaub kaum, dass du über sie herfallen wirst. Wie wär's also, wenn ihr beiden euch etwas hinlegt."
Deidre nickte und rutschte ganz auf Spikes Bett. Ben ließ sich neben ihr nieder. Spike ging zurück zu Buffy, die sich auf den alten Steinsarg gesetzt hatte, der in einer Ecke der Gruft stand. „Bei dir auch alles klar?" fragte er.
Buffy sah ihn an. „Hm."
Sie war völlig in Gedanken.
Er verdrehte die Augen. „Gott, seid ihr alle mal wieder gesprächig!" meinte er.
„Spike?"
„Was?"
. „Ich muss dir was sagen."
„Und das wäre?"
Buffy rutschte von dem Sarg hinunter und ging auf und ab, dann sah sie ihn an. „Ich hatte gestern Abend weiteren Besuch aus der Zukunft." Leicht zögernd hielt sie inne. „Deidres Vater war bei mir."
„Und weiter? Hat er etwas gesagt, was uns weiter hilft?"
„Ja, nein, Spike, da liegt nicht das Problem!"
„Nein? Wo dann?"
Buffy verschränkte die Arme vor der Brust. „Spike, ich weiß nicht genau…ach, Quatsch!" Sie sah ihm in die Augen. „Du bist Deidres Vater." Dann wartete sie auf eine Reaktion.
Spike klappte der Mund auf und zu. So sprachlos hatte Buffy Spike noch nie erlebt. Sie wartete weiter ab. Er stand ebenfalls auf, fuhr sich durch die Haare, warf einen Blick auf sein Bett, wo das blonde Mädchen lag und schlief und sah dann Buffy wieder an. „Dieses süße kleine Engelchen ist meine Tochter?" fragte er dann nach und Buffy nickte bestätigend. Er setzte sich wieder. „Ich glaub's einfach nicht!" meinte er dann. „Ich…ich mein, dass ich überhaupt Kinder haben werde und so. Das, wow, das ist einfach großartig, vor allem….sie ist so unglaublich süß."
Buffy sah ihn an und konnte seinen Gefühlsausbruch nur zu gut nachempfinden. „Spike…da ist noch etwas." sagte sie dann leise.
Er hielt inne . „Und das wäre?"
Buffy kam ein paar Schritte näher. „Willst du nicht wissen, wer Deidres Mutter ist?" Er sah sie an, legte den Kopf schief und dachte nach.
„Doch, denn darüber hab ich ehrlich nicht nachgedacht." meinte er lächelnd.
„Ich bin oder werde Deidres Mutter sein." Sie fühlte sich besser, nachdem es raus war.
Spikes Reaktion war ähnlich der, als er von seiner zukünftigen Vaterschaft erfahren hatte. „Du?"
Sie nickte. „Ich."
. „Wow." Mehr konnte er nicht sagen. „Aber das würde ja bedeuten, dass wir ein Paar werden würden, dass wir Sex haben würden und…"
Buffy hob die Hand. „Erspar mir das jetzt bitte, ja?" Sie setzte sich wieder neben ihn.
„Ist die Vorstellung denn wirklich so schlimm?" fragte er dann.
Buffy sah auf ihre Hände.
„Ich meine, dass wir beide zusammen sein könnten? Sieh dir den kleinen Sonnenschein an. So falsch kann es dann ja nicht sein."
Buffy sah ihn wieder an. „Stimmt. Aber, na ja, es kam so plötzlich."
Er lächelte. „Aber ich finde es nicht schlecht." Sie zog die Brauen hoch. „Das war nicht auf das bezogen, was du jetzt wieder denkst. Ich meinte Deidre damit. Ich hatte gleich so ein Gefühl, als ich sie sah."
Buffy lächelte zurück. „Du hast für solche Fälle immer ein Gefühl, was?"
Er nickte. „Scheint so. Und jetzt?"
Sie zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung." gestand sie.
„Ich könnte dich jetzt küssen und du haust mir eine rein, vielleicht fühlst du dich dann besser, denn glücklich siehst du nicht aus."
Sie sah ihn an und wollte ihm eigentlich eine patzige Antwort geben, doch er küsste sie, noch bevor sie dazu eine Chance hatte. Als er den Kopf wieder zurückzog, erwartete er eigentlich einen Schlag, aber nichts kam.
Sie sah ihn nur an.
„Äh, kein Wutausbruch, kein Schlag, kein Fausthieb?"
Sie lächelte. „Wohin hättest du ihn gerne?" fragte sie.
„Hier. Ja, hier wäre gut." meinte er und wies auf seine Nase. „Da schlägst du ja doch am liebsten drauf."
Sie lächelte und gab ihm einen Kuss auf die Nasenspitze. „Entschuldigung." meinte sie dann.
„Wow, langsam wirst du mir unheimlich, Buffy."
Sie sah auf ihre Hände und rutschte wieder von dem Sarg hinunter. „Weißt du was? Vergessen wir die Sache einfach!"
„So hab ich das nicht gemeint!" meinte Spike, packte sie am Arm und drehte sie zu sich um. „Es ist schön, dich zu küssen, aber…" Er hielt kurz inne. „Ich weiß, dass du mich nicht liebst." sagte er dann.
Buffy sah ihn lange an, bevor sie antwortete. „Spike, hör zu, ich…ich scheine dich in der Zukunft aber sehr zu lieben. Das habe ich in Deidres Vaters Augen gesehen. Und das, was ich in diesem Moment gefühlt habe, das war einfach mehr als nur überwältigend, verstehst du?" Sie berührte sanft seine Wange. „Du hast vielleicht Recht. Ich weiß nicht, ob es Liebe ist." Sie wollte ihre Hand zurückziehen und hielt sie fest. Er warf einen kurzen Blick auf Deidre.
„Aber es wird Liebe sein." sagte er.
Buffy nickte. „Scheint ja so." Sie sahen einander an.
„Das wäre jetzt alles nicht passiert, wenn die Kleine nicht aufgetaucht wär. Ich muss mich später wohl bei ihr bedanken." meinte Spike und zog Buffy enger an sich.
„Hm, scheint so." Ihr Gesicht näherte sich seinem wieder, ihre Nasenspitzen berührten einander und Spike küsste sie leidenschaftlich. Erst ein leises Kichern ließ sie auseinander schrecken. Deidre hatte sie beobachtet. Die Kleine kam zu ihnen und sah ihre zukünftigen Eltern an.
„Jetzt ist Spike aber dein Freund!" meinte sie.
Buffy lächelte und sah Spike kurz an. „Ja."
Deidre sah sehr zufrieden aus.
„Komm her!" meinte Spike und packte Deidre. Sie schlang ihre Arme um seinen Hals, als er sie hoch hob. „Kleiner Sonnenschein, ich verspreche dir, dass wir die Sache hinkriegen und dass du wieder zurück nach Hause kannst."
Deidre lächelte. „Danke."
Ben kam ebenfalls zu ihnen. „Dann sollten wir aber mit suchen anfangen. Wer weiß, wie viel Zeit wir noch haben, bevor in unserer Zeit die Situation noch mehr eskaliert."
Buffy schenkte dem Jungen ein Lächeln. „Da könntest du allerdings Recht haben." Sie sah Spike an. „Wir sollten zur Magic Box gehen."
Spike nickte und ließ Deidre wieder runter. „Auf geht's."
Ende Kapitel 3
