An charlie, Romi, Sailam und inlaka: Danke, danke. Hier kommt dann auch schon das nächste. Heute, morgen und übermorgen wahrscheinlich mehrere, weil ich schulfrei hab.

An kara: :D. Naja, früher stand ich in Deutsch immer 1 (und dass obwohl ich mündlich max. 3 war, einfach wegen den Aufsätzen), aber seid wir Interpretationen machen, bin ich wohl auf ne 2 abgerutscht. Meistens schreibe ich für mich selber (Geschichten und Gedichte) und meine Lehrerin kriegt an sich wenig von meinen Arbeiten zu sehen, aber von dem, was sie gehört hat war sie immer ganz angetan ;).

Ein ganz normaler Montag?

„Was haben wir als nächstes?", fragte Sirius gut gelaunt, da er Verwandlung mehr oder weniger unbeschadet rum bekommen hatte. Remus warf einen Blick auf den Stundeplan. „Geschichte der Zauberei", antwortete er. Sirius rieb sich die Hände: „Exzellent!" James blieb so abrupt stehen, dass Peter gegen ihn prallte und hinfiel. Keiner schien es zu bemerken. „Exzellent? Was soll daran denn exzellent sein? Binns war ja früher schon der totale Langweiler, aber seit er tot ist…", beschwerte sich James. Sirius schüttelte den Kopf und sprach zu James, als redete er mit einem kleinen Kind: „Wir müssen doch noch unsere Revenge an die Slytherins planen." Remus schaltete sich ein: „Wofür denn eine Revenge? Was haben sie denn getan?" „Ihre bloße Existenz ist Grund genug", Sirius Stimme ließ keine Widerrede zu. Peter, der sich mittlerweile wieder aufgerappelt hatte, fragte: „Was haben wir danach?" Remus antwortete: „Doppelstunde Verteidigung gegen die dunklen Künste bei dem Neuen, diesem Grippin." „Exzellent", freute sich Sirius. James grummelte nur: „Du wiederholst dich, Padfoot."

Sie brachten die Geschichtsstunde hinter sich. James, Sirius und Remus planten irgendwelche Streiche, Lily starrte aus dem Fenster, Emmy feilte sich ihre Nägel, Peter schlief und Candy? Die machte sich eifrig Notizen. Hinterher fragte Sirius sie: „Sag mal, Bonbon, worüber hat der olle Geist heute wieder gequatscht?" Candy blühte bei der Frage richt gehend auf: „Oh, über den Koboldkrieg im 11 JH. Sehr interessant. Würde angezettelt von…" Sirius unterbrach sie: „STOPP! Viel zu viele Informationen." Dann gähnte er und setzte sich an seinen Platz. James küsst Lily auf die Wange und murmelte etwas von „muss noch mal kurz weg" und er und Remus suchten das Weite. Lily verdrehte die Augen und Sirius grinste sie an: „Mach dich auf was gefasst, Jewel…" Lily lachte: „Werde ich, Padfoot, werde ich!"

„Hey, wusstet ihr schon, dass wir Astronomie dieses Jahr bei Dumbledore haben?", fragte Candy in die Runde. Alle schüttelten den Kopf und Sirius meinte ungläubig: „Bonbon, du willst damit doch nicht ernsthaft behaupten, dass Dumbi unter die Sternengucker gegangen ist?!" Candy beherzigte Lilys Rat, den sie ihr in der Winkelgasse gegeben hatte, überging das ‚Bonbon' einfach und fügte hinzu: „Ja, und Zaubertränke immer noch beim Wicked. Morgen früh, Doppelstunde mit den Slytherins." Sirius heulte auf und James, der grade heran getreten war jammerte: „Womit haben wir DAS verdient? Wir sind doch so liebe und arme, kleine Griffindors…" Lily hob eine Augenbraue: „Griffindors ja. Klein auch, zumindest wenn man von euer kleinkindhaftes Benehmen ausgeht, aber lieb und brav? Never ever!" James wollte etwas hinzufügen, da meldete sich Remus zu Wort: „Lasst uns gehen. Wir wollen doch nichts verpassen..." "Aber ich habe noch nichts gegessen", jammerte James schon wieder. Keiner reagierte.

Als sie zum Klassenzimmer gingen, stapfte ein immer noch jammernder und verstimmter James hinter den anderen sechs her. „Lily", bettelte Remus, „tu etwas, egal was, aber bitte unternimm was. Ich ertrage das nicht mehr länger!" Lily lachte: „Weil du es bist, Moony." Sie betraten das Klassenzimmer. Sie waren die Ersten, was Sirius vollkommen aus der Bahn warf. Er kam für gewöhnlich IMMER zu spät und NIE zu früh. Lily drückte James nun in einen Stuhl, setzte sich auf seinen Schoß, schlang ihre Arme um seinen Hals und küsste ihn. Um sie herum füllte sich der Klassenraum langsam und dann hörten sie ein lautes Räuspern hinter sich. „Miss Evans, Mister Potter, hätten sie die Freundlichkeit…", Professor Grippin brach ab und schien nach den richtigen Worten zu suchen. Lily löste sich von James uns lächelte ihren Lehrer freundlich an, während sie fragte: „Die Freundlichkeit was zu tun, Professor?" Der war nun völlig aus dem Konzept gebracht und murmelte: „Sie wissen sicher was ich meine..." „Wir können nur raten", kam es von James. Professor Grippin schlich nach vorne. Lily erhob sich von James Schoß und setzte sich auf den Platz neben ihn. „Sehr amüsant, der hatte euch nichts mehr entgegen zu setzten", hörten sie Sirius Stimme von hinten.

„Also, in der heutigen Stunde nehmen wir den Patronus-Zauber durch. Wer möchte den mal nach vorne kommen und etwas darüber berichten? Niemand? Nun, dann kommen sie doch mal, Miss Evans", bestimmte der Lehrer mit einem gemeinen Lächeln. Das sollte dann wohl so etwas wie eine Rache werden. Da hatte Professor Grippin aber die Falsche für erwischt. Lily war nicht umsonst Jahrgangsbeste, sie konnte den Patronus-Zauber bereits seit der vierten Klasse. Lily stand nun auf, grinste James noch einmal an und ging nach vorne.

„Der Patronus ist ein sehr mächtiger Schutzzauber. Er wird oft gegen Dementoren oder auch Letifolde angewendeten. Nicht jeder Zauberer kann einen wirken, denn der Patronus erfordert viel Macht und vor allem Konzentration. Man führt ihn aus, indem man ganz fest an eines der glücklichsten Erlebnisse in seinem Leben denkt und sich hundertprozentig darauf konzentriert. Während man das tut, sagte man ‚Expecto Patronum'. Klappt es, dann kommt ein silbriger Schleier aus der Spitze des Zauberstabes. Ein mächtiger Patronus nimmt eine Form an, meistens eine Tierform, die etwas mit dem Zauberer, der den Zauber gewirkt hat, zu tun hat. Der Patronus eines Zauberers nimmt immer ein und dieselbe Gestalt an." Lily überlegte kurz, zog dann ihren Zauberstab, konzentrierte sich kurz und murmelte: „Expecto Patronum!" Ein silberner Faden schoss aus ihrem Zauberstab und formte sich. Ein Jaguar aus silbernem Licht lief durch die Klasse und fauchte hier und da einige Schüler an.

Professor Grippin schien verwirrt. DAS hatte er nicht erwartet. Sie hatte ihm nicht nur eine nahezu lückenlose Erklärung über den Patronus-Zauber geliefert, nein, Lily Evans hatte den Zauber auch noch gewirkt und das perfekt. „Ähm… sehr gut, Miss Evans, wirklich sehr gut. 20 Punkte für Griffindor. Setzten… setzten Sie sich, Miss Evans", er bemühte sich krampfhaft normal zu sprechen, schaffte es aber nicht ganz. Sirius Black und James Potter grinsten ihn unverschämt an. Nun, dass würden sie bereuen. „Mister Potter, Mister Black, wenn man nach Ihrem Grinsen urteilt, dann scheint Ihnen der Patronus-Zauber ja bekannt zu sein. Möchten Sie ihre Künste vorführen?" Beide sahen sich an, zuckten die Schultern und hoben ihre Zauberstäbe. Ein zweistimmiges „Expecto Patronum" hallte durch die Klasse und kurz darauf galoppierte ein mächtiger Hirsch neben einem wolfsähnlichen Hund auf den Lehrer zu. Beide waren perfekt und sehr mächtig. Wieder nickte der Lehrer verwirrt: „Weitere 20 Punkte für Griffindor."

Die erste Stunde verließ ohne Zwischenfälle. Kaum ein Schüler schaffte es, einen Patronus zu wirken. Außer James, Sirius und Lily, kriegten es nur Remus und Candy hin. Ein Wolf und ein Reh. Dann begann Professor Grippin mit der nächsten Stunde: „Nun, den Patronus-Zauber üben sie bitte noch. Ich möchte in der nächsten Stunde zumindest kleine Erfolge sehen, was heißt, dass jeder von ihnen zumindest einen silbernen Schleier zustande kriegen sollte. In der zweiten Stunde werden wir über die Unverzeihlichen Flüche reden. Wer weiß etwas darüber? Miss Reynolds, wie wäre es mit Ihnen?"

Emmy stöhnte innerlich auf. Die Unverzeihlichen Flüche, davon hatte sie nicht wirklich eine Ahnung. Eigentlich war sie ja nicht dumm, aber lernen war zu anstrengend. Emmy gehörte zu den Schülern, die sich ihre Noten durch abschreiben sicherten und dadurch – wieso um den heißen Brei herumreden – das sie mit fast der gesamten männlichen Lehrerschaft schlief. Und diesen Professor Grippin würde sie auch noch rumkriegen. Er sah gar nicht so schlecht aus, nicht dass das Aussehen etwas gemacht hätte, und wenn sie ehrlich war, dann war er sogar sehr attraktiv. Aber alle Verführungspläne würden ihr jetzt nicht helfen. Verdammt! Sie hätte doch einmal in ihr Buch schauen müssen. Professor Grippin lächelte gemein: „Keine Ahnung, Miss Reynolds? Nun gut, 10 Punkte Abzug für Griffindor. Wer möchte? Ah, Miss Evans."

Lily begann zu reden und Emmy dankte ihr im Stillen. „Zu den Unverzeihlichen Flüchen zählen der Imperio-, der Cruciatus- und der Avada Kedavra-Fluch. Der Imperio unterwirft den Verfluchten vollständig dem Willen, des Zauberers, der den Fluch angewandt hat. Der Verfluchte hat keinen eignen Willen mehr, keine Gefühle oder Erinnerungen. Das Leben kommt ihm mit einem Mal sehr leicht vor und die wenigsten haben die Kraft gegen den Imperio anzukämpfen. Er gilt als der am wenigsten Schlimmste der Unverzeihlichen. Der Zweitschlimmste ist der Cruciatus. Er dient dazu, sein Opfer zu quälen. Der Verfluchte spürt plötzlich einen völlig unbegründeten Schmerz. Meistens hat er das Gefühl, als würde ihm das Herz herausgerissen oder er würde bei lebendigem Leibe verbrennen. Die Folter bricht erst ab, wenn der Zauberer, der den Fluch aussprach, den Kontakt des Zauberstabs zum Verfluchten abbricht. Das Opfer ist danach noch oft stundenlang müde und kraftlos und hat große Schmerzen. Man kann Menschen mit den Cruciatus bis zum Tode oder zum Wahnsinn foltern. Der letzte Fluch ist der Avada Kedavra, der Todesfluch, der zugleich als der Schlimmste überhaupt gilt. Der Avada Kedavra tötet sauber und schmerzlos. Das Opfer sieht nur noch einen charakteristischen grünen Blitz und ist dann sofort tot. Kein Blut, keine Qual oder sonst etwas, einfach tot. Der Avada Kedavra ist noch von keinem Zauberer überlebt worden, es gibt keinen Gegenfluch", leierte Lily in einer irren Geschwindigkeit herunter.

„Gut, Miss Evans. Weitere 10 Punkte für Griffindor. Nun möchte ich bei allen, die möchten, mal den Imperio ausprobieren. Wer nicht verflucht werden möchte, der sagt das bitte und geht an die Seite. Ich verspreche Ihnen, dass keine bleibenden Schäden zurückbleiben werden." Lily hob den Kopf: „Ach, dass hatte ich ganz vergessen: Jedem, der einen der unverzeihlichen Flüche anwendet, drohen hohe Strafen. Meistens Askaban oder sogar der Kuss der Dementoren." Sie lächelte unschuldig und dir ganze Klasse brach in schallendes Gelächter aus. Professor Grippin runzelte die Stirn: „Möchten sie beginnen, Miss Evans?" Lily nickte, stand auf und ging nach vorne. Der Lehrer griff nach seinem Zauberstab und wollte den Fluch aussprechen, doch da machte ihm sein Stab einen Strich durch die Rechnung.

Der Zauberstab begann ihm auf die Finger zu schlagen und als der Professor danach greifen wollte, rollte sich der Stab vom Tisch und verhexte den Lehrer mit tausend Flüchen. Die Marauder wollten sich schier ausschütten vor Lachen und auch der Rest der Klasse – immerhin bestehend aus zwei weiteren Jungen (Frank Longbottom und Jonathan Finnigan), Emmy und Candy, sowie drei anderen Mädchen (Bertha Huber, Pasana Patil und Undine Kontagan) – lachte schallend. Lily lächelte und fragte unschuldig: „Kann man Ihnen irgendwie helfen, Sir?" Der Lehrer winkte ab und erklärte die Stunde für beendet. Die Schüler verließen das Klassenzimmer, während Grippin immer noch seinem Zauberstab hinterher jagte, was sich als schwierig gestaltete, da er mit Wabbelbeinen, rollenden Augen und einer Halbkörperklammer gestraft war. „Guter Streich, Jungs. Wirklich gut", lobte Lily anschließend und fügte hinzu, „beim nächsten möchte ich aber mitmachen…" Sie erntete vier vollkommen verwirrte Blicke und freute sich diebisch darüber.