Gespräche
„Bis zum nächsten Donnerstag erwarte ich eine Rolle Pergament von jedem, auf der detailliert beschrieben steht, wie man Tiere in Gegenstände verwandelt und mögliche Nebenwirkungen, falls man den Zauberstab nach links schwingt und nicht nach rechts. Sie können dann gehen." Hermine packte langsam ihre Bücher zusammen und verließ dann mit Harry und Ron das Klassenzimmer.
„Das hätte McGonagall sich wirklich sparen können! Jetzt werde ich das ganze Wochenende über Büchern hängen und diesen blöden Aufsatz schreiben müssen, weil unter der Woche zu wenig Zeit bleibt."Beschwerte sich Ron, dessen Gesicht langsam aber sicher die Farbe seiner Haare annahm.
„Hättest du im Unterricht aufgepasst und nicht aus dem Fenster gestarrt, müsstest du dir viel weniger Arbeit mit diesem Aufsatz machen,"tadelte Hermine und verdrehte genervt die Augen. Sie würde wohl nie verstehen, wie Ron so durchs Jahr schlitterte und es am Ende doch noch schaffte, ganz akzeptable Noten zustande zu kriegen.
„Die Standpauke hast du mir schon e in paar Mal gehalten, denkst du -"
„Das es jemals fruchten wird? Nein. Jetzt lasst uns schnellstens zur großen Halle, ich verhungere gleich."
Doch als sie die große Halle erreichten, verging Hermine plötzlich der Appetit. Draco Malfoy stand mal wieder am Slytherin-Tisch, den Kopf in den Wolken und hielt irgendeine Ansprache, während die anderen Slytherins ihn bewundernd anstarrten.„Er nimmt langsam noch mehr Züge an, die mir nicht gefallen. Ist ja wie in Deutschland in den Dreißigern."
„Was war da?" Fragte Ron irritiert.
„Wirklich, du solltest, auch wenn du bei Zauberern aufgewachsen bist, zumindest etwas Ahnung von der Weltgeschichte haben, Ron." Hermine setzte sich auf ihren Platz und starrte misstrauisch zu den Slytherins hinüber, wo Malfoy gerade zu Höchsttouren aufzulaufen schien und wild mit den Armen rumfuchtelte.
„Was war denn jetzt da?"Fragte Ron nochmals, als er sich auf seinen Platz gegenüber von Hermine niederließ.
„Vergiss es,"murmelte Harry, der jetzt keine Lust hatte, Geschichtsunterricht zu geben und nahm seinen Platz neben Ron ein. (A/N: Keine Ahnung, wie die jetzt beim Essen sitzen, bin auch zu faul, um nachzulesen lol Man möge mir vergeben .)
Langsam trudelten auch die letzten Schüler ein und das Essen konnte beginnen. Nachdem Hermine sich hungrig wie noch nie auf die Köstlichkeiten gestürzt hatte, - es schien sie nicht mal zu stören, dass die Hauselfen dafür Stunden lang schuften mussten (g) – seufzte sie zufrieden. Endlich hatte sie wieder genug Energie, um die bevorstehenden 2 Stunden Pflege magischer Geschöpfe mit Hufflepuff zu überstehen.
„Ah, gut, du bist fertig. Ich dachte schon, du platzt, wenn du so weiter futterst."Witzelte Fred, der zwischen Ron und George saß.
„Sehr lustig. Sagt der Richtige. Du bist es doch, der immer schaufelt, als wäre das deine Henkersmahlzeit. Und George ist auch nicht besser, nebenbei bemerkt.
„Woher weißt du, dass er Fred ist?" Fragte George, dem wieder einfiel, wie sie Fred am Vortag angeschnauzt hatte.
Hermine schaute skeptisch zu ihm rüber: „Ihr seid zwar Zwillinge und seht gleich aus, aber eure Stimmen kann ich schon unterscheiden."
„Aber gestern hatte Fred doch kein Wort gesagt, als du aus dem Gemeinschaftsraum kamst und ihn angefahren hast."
„Nicht? Oh,"Hermine sah kurz verwirrt von einem Zwilling zum anderen und zuckte dann die Schultern: „Gut geraten wahrscheinlich."Sie wusste zwar, wie sie die beiden auseinander halten konnte, ohne, dass sie mit ihr redeten, aber sie musste George ja nicht gerade auf die Nase binden, dass sie Fred an seinem Geruch erkannte. Sie konnte nicht genau definieren, nach was er roch, es war eine Mischung aus irgendwas... (A/N: Bor, ich wusste jetzt echt nicht, wie ich das beschreiben soll... halt kein Schweiß oder so XDD Ihr wisst hoffentlich, wie ich das meine sweatdrop ) Es war ihr das erste mal aufgefallen, als er sie am Anfang des Schuljahres zur Begrüßung umarmt hatte, als sie sich alle vor dem Hogwarts Express trafen und als er gestern wieder fast in sie hineingerannt war, hatte sie es wieder bemerkt. (A/N: Öhm, bei der Sache mit der Statue hatte sie es nicht bemerkt, weil sie so unter Schock war, is klar, ne ... gut rausgeredet XDD)
George sah sie verwirrt drein, widmete sich aber dann wieder seinem Essen.
„Mein Charme ist einfach so stark, dass man ihn auf 100 Kilometer bemerkt," scherzte Fred.
„Und dein Ego stinkt 200 Kilometer gegen den Wind." Murmelte Hermine und verließ unter verstörten Blicken die große Halle.
„Hermine?"Nach dem Unterricht war Ginny als erstes zu Hermines Zimmer gegangen, da sie ihre Freundin zwischen den Klassen nicht in den Fluren getroffen hatte. Sie klopfte leicht gegen die Tür.„Ja?" Ginny trat ein und fand Hermine auf dem Bett sitzend, ein Buch auf dem Schoß.
Also schlecht geht's ihr wohl nicht, wenn sie wie immer am Lesen ist, ging es ihr durch den Kopf.
„Na, was war das denn heute beim Essen?"
„Was?"
„Du weißt, was ich meine. Fred macht zwar oft blöde Witze, aber sonst reagierst du nicht drauf und schon gar nicht so."
Hermine verdrehte die Augen: „Es stimmt doch. Sein Ego ist größer als Hagrid. Auch wenn es ein Scherz war, steckt doch Wahrheit dahinter."
Ginny runzelte die Stirn und lies sich neben ihrer Freundin nieder: „Also ich weiß ja nicht." Dann erhellte sich ihr Gesichtsausdruck: „Magst du ihn?"
„Natürlich mag ich ihn. Er ist dein großer Bruder, warum sollte ich ihn nicht mögen?" Hermine hatte sich wieder in ihr Buch vertieft und schüttelte abwesend den Kopf.
„Du weißt was ich meine!"
„Nein, weiß ich nicht, ich... Moment mal."Sie lies das Buch neben sich aufs Bett fallen und stand auf: „Ginny Weasley! Hast du den Verstand verloren?"Sie baute sich wütend vor der Rothaarigen auf.
„Du klingst wie meine Mutter."Lachte Ginny, da sie Hermines Ausbruch nicht wirklich ernst nahm.
„Kein Wunder wenn du dich wie ein Kleinkind benimmst! Wie kommst du nur auf diese absurde Idee?"
Ginny hörte auf zu Lachen und sah Hermine ernst an: „Hey, war nur ne Idee, weil du so komisch auf ihn reagierst. Und wenn sich hier wer wie ein Kleinkind aufführt, dann du. Schau nur mal wie rot du bist!"Da fing sie wieder an zu kichern und flüchtete aus dem Zimmer, ehe Hermine sich auf sie stürzen konnte.
„Okay, hör zu und schwör mir, dass du nicht wütend wirst."„Ja doch. Was ist denn?"
„Nicht so laut! Ich glaube, wie gesagt, ich glaube...."
„Was?!"
„Psst! ... Hermine steht auf Fred."
Mit einem lauten Knall fiel Ron von seinem Sessel im Gemeinschaftsraum. Als er sich wieder aufgerappelt hatte, hatte sein Gesicht die Farbe seiner Haare angenommen:
„Bitte?! Seit wann? Warum weiß ich nichts davon und warum FRED?"
„Was ist?"Fred, der mit George und Lee am anderen Ende des Raumes saß, sah fragend zu Ron hinüber.
„Äh..."
„Nichts!"Rief Ginny schnell und zog Ron aus dem Portraitloch.
„Spinnst du? Wenn er jetzt gehört hätte, was los ist?!"
„Was, also... Warte. Wie kommst du auf die Idee, dass Hermine auf ihn steht?"
Ginny verdrehte die Augen: „Schon mal gemerkt, wie komisch sie seit Beginn des Schuljahres auf ihn reagiert? Und als ich sie eben in ihrem Zimmer drauf angesprochen habe, ist sie fuchsteufelswild geworden und rot angelaufen wie eine Tomate."
Ron sah sie abschätzend an: „Ich glaube, du bildest dir da was ein. Sie ist wütend geworden, weil alleine der Gedanke schon total krank ist. Hermine und unser bescheuerter, großer Bruder?"
„Hermine und mein jüngster großer Bruder wäre besser, was?"
Ron wurde wütend: „Was soll das heißen?"
„Ach komm, jeder in diesem Schloss, mal von dir und Hermine abgesehen, hat gemerkt, dass du in sie verknallt bist. Darum hab ich dir ja das mit Fred erzählt, weil -"
„Weil was?!"
„... du sie in Ruhe lassen sollst. Wenn Hermine wirklich auf Fred steht, verdient sie die Chance, es zu versuchen und mal so nebenbei, Fred hat sie heute beim Essen bevor sie gegangen ist ziemlich oft angeschaut."
Ron schnaufte und schloss die Augen: „Ich bin NICHT in Hermine verliebt." Damit schlängelte er sich an Ginny vorbei, um wieder in den Gemeinschaftsraum zu gehen.
„Hör mal, ich weiß, dass du es nicht gut fändest, wenn die beiden... Aber Hermine soll doch glücklich sein, oder?"
Ohne zu antworten, sagte Ron der Fetten Lady das Passwort und verschwand.
„Tztz, das war nicht sehr nett von dir, Kleine Dame." Ginny sah zur Fetten Lady auf, die kopfschüttelnd auf sie herunter blickte.
„Was?"
„Wenn dieser Junge wirklich Gefühle für das Mädchen hat, kann er kaum einfach auf Kommando zur Seite treten, oder?"
„Hm... stimmt wohl. Ich hab nicht nachgedacht."
„Würde ich meinen. Aber falls deine Theorie stimmt, wird er von alleine nachgeben. Er wird sie nicht unglücklich machen wollen. Von daher war eure Unterhaltung überflüssig."
„Woher wissen Sie das?"
„Denkst du, ich hänge hier seit über 100 Jahren herum und lern nichts über euer Verhalten?"
To be continued...
A/N: Sorry o Es hat sich ein kleines Problem eingestellt. Soll heißen, ich habe nur noch Internetzugang, wenn ich bei meiner Sis bin, da wir jetzt doch umgezogen sind (wollte meine Mutter erst, dann doch nicht, dann wieder... ach kA). Da jetzt aber der größte Stress vorbei ist und in Hamburg ab dem 24.6. Ferien sind, werde ich öfter bei meiner Sis vorbeischauen können und die weitern Chapter hochladen.
Vielen dank für eure Kommis, ich hab mich echt riesig gefreut und ich hoffe, ihr haltet bis zum Schluss durch, auch wenn es etwas länger dauern könnte, als unter normalen Umständen.
Mata ne!
