So, da wäre Story Nummer 2 ^^

Vorneweg möchte ich sagen, dass ich die Story auch nicht alleine geschrieben habe, sondern mit Yury, einer lieben Freundin zusammen (Yurys ID: 369067)

Die Story ist aus unserer Verrücktheit raus entstanden, was man sicher auch schnell merkt. *grins *

Noch als kleine Anmerkung: Alles was mit PotC zusammenhängt gehört nicht uns, aber alles was euch unbekannt vorkommt gehört uns.

Viel Spaß beim Lesen, ich freu mich über Reviews

Kapitel 1

Das leise Rascheln des Windes in den Wipfeln der Bäume. Das sanfte Wogen der Wellen des Meeres. Das waren die Geräusche, die des Nachts in das Schlafzimmer der Governeurstochter drangen. Irgendwo kreischte eine Möwe auf. Das Mondlicht fiel durch das geöffnete Fenster und erhellte das große Himmelbett. Elizabeth schlief bereits seit längerer Zeit in den Armen ihres Verlobten. Er strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Übermorgen würde sie seine Frau werden. Eigentlich sollte er glücklich sein, doch er war es nicht. Seit Jack, Captain Jack Sparrow in sein Leben getreten war, ist es nicht mehr so wie zuvor. Er hatte eine Welt kennen gelernt, von der er sein Leben lang überzeugt war, sie sei verflucht.

Vorsichtig ohne Elizabeth zu wecken stand er auf und verließ das Schlafzimmer.  Das Haus lag in völliger Dunkelheit. Keiner der Bediensteten war noch auf, das machte es Will um so leichter es zu verlassen, nachdem er sich etwas angezogen hatte. Er ging runter zum Pier. Sein neuer Lieblingsplatz. Er setzte sich in den Sand der Dünen und lies den Blick über das Schwarz des Meeres gleiten. Der Mond und die Sterne spiegelten sich in den Wellen.

Seit seiner Rettung hatte er jeden Moment seines Lebens hier in dieser Kolonie verbracht, doch nun sehnte sich etwas in seinem Innern hinaus aufs Meer. Will war sich sicher, dass dies das Piratenblut seines Vaters war. Nichts konnte dieses seltsame Verlangen sonst erklären. Eine Ironie. Bis vor kurzer Zeit noch verabscheute er jeden Piraten und nun verspührte er das Verlangen selbst als einer tätig zu werden.

Will fuhr sich mit der linken Hand durch die Haare. Wo Jack gerade war?

Captain Jack Sparrow war ernsthaft am Verzweifeln. Genau wie er es sich vorgenommen hatte, versuchte er seinen Leuten das Lied von Elizabeth bei zubringen, allerdings stellten sich die Männer schrecklich an und behielten kaum den leichten Text. Jack seufzte frustriert.

Er übernahm selbst wieder das Steuer. Sein Ziel war, wie immer, wenn er eine kleine Auszeit brauchte, Tortuga.

Dort angekommen, gab Jack seiner Mannschaft bis auf weiteres frei. Ihm war, wenn er ehrlich war, etwas langweilig. Jetzt hatte er endlich die Pearl wieder, da geschah nichts mehr. Und immer nur Handelsschiffe kapern und ausrauben war nicht sein Ding.

Nachdem die Sache mit Barbossa vorüber gewesen war, war er mit seiner Mannschaft zurück zur Isla de muerta gesegelt und hatte den Schatz gehoben, bis auf diese verfluchte Truhe, die hatten sie genau da gelassen, wo sie gewesen war. Eigentlich war er nun ein reicher Mann. Er konnte mehr saufen als ein Loch und ne Menge Freundinnen brachte ihm das Geld auch ein. Aber das Abenteuer fehlte ihm einfach.

Anstatt den nächstbesten Puff zu besuchen schlenderte Jack durch die dunklen Gassen, als ihn jemand am Arm packte. Er griff nach seiner Pistole.

„Loslassen!", meinte er sofort.

„Seid ihr Captain Jack Sparrow?"

"Ja, verdammt, wer will das wissen?!"

„Ich habe etwas, dass für euch von großem Interesse sein wird."

Jack sah den Kerl an. Das hörte sich ja nicht schlecht an. Und da er so und so nichts besseres zu tun hatte....warum also nicht. Er folgte dem Kerl in eine heruntergekommene Bruchbude.

„Herrje wo sind wir hier?" Jack rückte die Krone auf seinem Haupt zurecht. Er liebte das Ding und außerdem fand er es unglaublich schick.

Der Kerl reichte ihm ein altes Buch.

„Hier."

Jack nahm es und schlug es auf.

„Und??", fragte er, bis ihm da etwas auffiel.

„Postblitz, hol mich der Teufel...." murmelte Jack.

„Woher..."

Doch der Kerl war verschwunden und Jack stand mit dem Buch in seinen Händen da. Er runzelte die Stirn. Es war ein kostbares Geschenk, was man ihm da gerade gemacht hatte, aber irgendwie kam ihm das gerade seltsam vor. Er klappte das Buch zu und steckte es unter seinem Mantel, rückte die Krone zurecht und stolzierte pfeifend zurück zum Kern Tortugas. Er musste sich das genau ansehen und dann entscheiden, ob es das Abenteuer wert war.

„Nun, Elizabeth, du wirst mir doch sicherlich das Kleid für das du dich entscheidest vorführen?", fragte Governour Swan beim Frühstück während er den Becher an seine Lippen ansetzte.

„Sehr gern.", antwortete Elizabeth und zwinkerte ihrem Verlobten verführerisch zu.

„Mr. Turner, ich meine, William, hast du dir bereits überlegt, wie du nach der Hochzeit für meine Tochter sorgen willst. Ich werde es nicht akzeptieren, dass Elizabeth auf alle Annehmlichkeiten verzichten muss, die sie bisher genossen hat, nur weil ihr Ehemann nichts besseres ist als ein Waffenschmied.", das letzte Wort sprach der Governour besonders verächtlich aus.

„Vater! Du kannst Will doch nicht vorschreiben, wie er zu leben hat.", kam von Elizabeth die empörte Antwort.

„Aber ich kann es dir! Bei Commodore Norrington hätte ich diesbezüglich keinerlei Bedenken geäußert. Du solltest froh sein, dass ich dieser Hochzeit überhaupt zustimme. Eine Governourstochter und ein Waffenschmied. Ich bitte dich Elizabeth. So etwas gibt es nur in Geschichten."

„Er ist kein Waffenschmied!"

„Jetzt fang bitte nicht schon wieder damit an. Wir haben das bereits diskutiert. Würde ich ein strengerer Vater sein, dürfte dein Verlobter bis zur Eheschließung nicht das Bett mit dir teilen, oder überhaupt dich zur Frau nehmen." Er schlug mit der flachen Hand auf den Tisch.

Will zuckte leicht bei dem Aufschlag zusammen und konnte gerade noch so verhindern, dass sein Becher mit dem Wein vom Tisch fiel. Diese Art der Auseinandersetzung musste er seit er zu Elizabeth gezogen war bei fast jeder Mahlzeit über sich ergehen lassen.

„Will, sag doch auch mal was!", flehte sie.

„Ähm...", mehr fiel ihm nicht ein.

„Die Kolonieverwaltung könnte einen Schreiber gebrauchen. Du kannst doch lesen und schreiben?", fragte der Governour.

„Ja das kann ich, aber ich bin mir nicht sicher, ob es auch das richtige für mich ist."

„Aber für Elizabeth ist es das richtige!"

„Er will nicht, Vater! Du kannst ihm doch nicht einfach so etwas aufzwingen. Du machst ihn nur unglücklich und mich dazu."

„Ich dulde aber keinen Schwiegersohn, der sein Geld aus der Arbeiterklasse verdient. Schluss jetzt! Ich werde nachher alles veranlassen und Will seinen neuen Arbeitsplatz zeigen."

Wütend stand Elizabeth vom Tisch auf.  So endete immer der Streit. Entweder Elizabeth oder ihr Vater verließen wütend den Raum.

„Es wird dir gefallen. Einfache Schreibarbeit ohne große Muskelanstrengung.", versuchte der Governour wieder ein Gespräch zu beginnen.

Das glaubte Will kaum. Seine Verlobte hatte recht, er würde mit dieser Arbeit niemals glücklich werden schon gar nicht, wenn sein Verlangen nach dem Meer weiterhin Tag für Tag stärker würde.

Jack hatte die ganze Nacht über im Zimmer eines Mädchen verbracht, allerdings ohne das Mädchen und mit dem Buch.

Das Mädchen versuchte zwar die ganze Zeit seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, aber vergebens.

Captain Jack Sparrow hielt den wahrscheinlich wertvollsten Schatz der ganzen Karibik in seinen Hände.

Es war nicht nur ein einfaches altes Buch. Nein, keineswegs. Dieses Buch, war der Schlüssel zu einem sagenhaften Schatz.

Jack hatte viele Geschichten über diesen Schatz gehört, er war noch sagenumwobener, als der Schatz des Cortes.

Schon sein Großvater hatte Jack davon erzählt, als er noch ganz klein gewesen war. Und genau daran versuchte sich Jack nun zu erinnern, denn in dem Buch war keine Karte aufgemalt. Man musste, aus den Texten selbst die Karte entschlüsseln.

Er grübelte die ganze Nacht über dem Buch, notierte Jahreszahlen und alles, was ihm nach Karte aussah.

Jack war sich nicht sicher, ob er auf dem richtigen Weg war, aber einen Versuch war es wert, denn er war sicher, dass man ihm dieses Buch nicht zufällig zugespielt hatte.

Nach Sonnenaufgang verließ er das Freudenhaus und trommelte seine Mannschaft am Hafen zusammen.

Gibbs kam zu Jack rüber.

„Was ist los? Wollten wir nicht eine Weile hier bleiben?"

Jack sah ihn ernst an.

„Das hatte ich vor, aber gestern wurde mir etwas zugespielt, was von großem Wert ist."

Er wies Gibbs das Buch und dessen Augen weiteten sich.

„Potzblitz, hol mich der Teufel, Jack, das ist...."

Jack nickte.

„Genau das ist es!", meinte er und wandte sich an seine Mannschaft.

„Leute, wir haben gestern ein kleines Geschenk bekommen!"

Er hielt das Buch hoch.

„Das ist die Karte, zum größten Schatz der Piratengeschichte.", erklärte er.

Seine Männer murmelten unter einander.

„Worauf warten wir dann eigentlich noch?", fragte Anamaria.

Jack lachte auf.

„Joho, dann nichts wie los, ihr Landratten!", befahl er.

„Aye!", schallte es zurück.

Und so legte die Black Pearl an diesem Morgen in Tortuga ab. Jack gab den Kurs an.

„Port Royal?" fragte Gibbs ihn, der neben ihm stand.

Jack nickte.

„Wir brauchen noch einen guten Mann, der uns sicher helfen kann."

„Und du glaubst, dass er mitkommen wird??"

Jack grinste breit und seine Goldzähne funkelten. Er rückte seine Krone zurecht.

„Aye! Er hat den Piraten im Blut."

Gibbs lachte auf.

„Aye, wenn du das sagst!"

Jack grinste und segelte die Pearl in Richtung Port Royal.

Ende Kapitel 1