Ay!
Hier melden wir uns wieder zurück!
Es hat etwas gedauert, da ich mit der Uni sehr viel zu tun hatte und keine Zeit hatte was hoch zu laden.
Wir beide bedanken uns aber sehr für eure Reviews und hoffen doch, dass ihr uns weiterhin welche schreibt! J
Ach ja...jemand hatte gefragt, ob es sich um die beiden Piraten aus dem Film handelt: ja natürlich, um welche denn sonst. ;)
Viel Spaß beim Lesen!
Kapitel 7
Viktoria hatte sich wieder etwas beruhigt. Sie hatte das Kleid angezogen, das sie von Beth zuvor bekam. Sie sah sich ein bisschen in Jacks winziger Kabine um. Ziemlich klein, für einen angeblich so großen Captain. Er schien ja nicht sehr viele Reichtümer zu besitzen. Nur diese alberne Krone, die über einer kleinen Lampe hing und die paar verstreuten Kleider auf dem Boden. Sie besah das sehr wackelig aussehende Bett und ließ sich darauf nieder.
„Autsch.", murmelte sie und griff unter die leicht miefig riechende Decke. Sie zog ein dickes, altes Buch hervor. „Na was haben wir denn hier?" Sie schlug die ersten Seiten auf. „Das ist ja mal interessant." Sie blätterte das Buch durch, es schien völlig aus Rätseln zu bestehen. Sie setzte sich im Schneidersitz auf Jacks Bett. Viktoria mochte Rätsel und das hier schien das Größte zu sein, das jemals vor ihr gelegen hatte.
Will sah Jack an und Jack hielt noch immer seine Pistole auf die beiden jämmerlichen Gestalten gerichtet. „Glaubt mir, dieses Mal ist mehr als nur eine Kugel drin!"
Will seufzte. „Was wollen die denn schon wieder?" Das war echt nicht zum aushalten. Nicht mal eine Schatzsuche konnte man in Ruhe machen.
„Rauf hier!", befahl Jack und die beiden leidlichen Gestalten folgten Jacks Aufforderung. Captain Sparrow ließ sie am Hauptmast festbinden. „Und nun schön der Reihe nach, Jungs. Was zur Hölle wollt ihr auf meinem Schiff?", fragte er mit kühler Stimme.
Der dünne kicherte dämlich. „Wir suchen ein neues Schiff." Dafür bekam er von seinem Freund unsanft den Ellbogen in die Seite, bevor seine Arme ganz fest an den Mast gebunden waren.
„Halts Maul. Der macht keine Witze!"
„Soso, ihr wollt also ein neues Schiff." Jack trat nah an die beiden heran. Seine Goldzähne blitzten im Mondschein. Der blonde Bursche mit dem Holzauge schluckte nervös. „Da kam euch als erstes natürlich die Pearl in den Sinn, was? Könnte ja sein, dass der alte Captain Sparrow nach Barbossas Tod nachlässig geworden ist. Das habt ihr euch erhofft."
„Oh nein, phu und ich dachte schon wir sind so gut wie tot.", grinste Holzauge wieder dämlich. Er zuckte abrupt zusammen als Jack zu ihm herumsprang und den Lauf seiner Pistole an dessen Kinn presste. „Das seid ihr auch. Im Morgengrauen werde ich euch den Haien zum Frass vorwerfen!"
„Findest du das nicht etwas zu barbarisch?", fragte Will zweifelnd.
„Genau, der Junge hat recht. Das ist viel zu barbarisch.", unterstützte Holzauges Freund Will.
„Ruhe!", gebot Jack. „Wir sind Piraten. Unser Gebot ist es barbarisch zu sein."
„Auch wenn sie angeheuert werden wollen?", fragte Holzauge. Als er seinen Kopf zu ruckartig bewegte fiel entsprechendes hinaus. „Ah, mein Auge! Nicht schon wieder." Es rollte verdächtig schnell auf die Rehling zu. Mit einem schnellen Schritt stoppte Will den Rolllauf.
„Ihr wollt bei uns anheuern?"
„Ja, warum denn nicht? Wir kennen uns hier aus und sind Spitzenleute.", sagte Holzauges Freund.
„Ihr seid Meuterer!", zischte Jack ihm ins Gesicht.
„Ich würde das mehr als eine Art gewalttätigen Gruppenzwang bezeichnen. Wir hatten keine Wahl. Entweder mit euch auf einer Insel und somit dem sicheren Tod ausgesetzt werden oder den Oberbefehl Barbossas anzuerkennen. Schließlich ist es nur uns gelungen aus dem Gefängnis zu entkommen.", redete sich Holzauges Freund raus.
Will spielte mit dem Holzauge. Er warf es hoch und fing es wieder auf. Bang beobachtete der Besitzer des Auges das Spiel. „Willst du sie immer noch verfüttern, Jack?", fragte Will.
Es klopfte an die hölzerne Kabinentür. Viktoria sah von dem Buch auf, mit diesem Besuch hatte sie nicht gerechnet. „Ich wollte mich wegen vorhin entschuldigen. Es war nicht richtig so zu reagieren." Elizabeth war in die Kabine getreten und musterte die blonde Frau. „Das Kleid steht dir gut."
„Danke.", das war alles was Viktoria antwortete.
Beth machte zwei Schritte und war somit einmal durch die Kabine gegangen. Verächtlich nahm sie die Krone zwischen zwei Finger. „Ich glaube es nicht. Er hat das scheußliche Ding mal nicht auf." Achtlos hängte sie sie zurück an ihren Platz. „Musst du nun hier in dieser Kabine bleiben?", versuchte sie wieder ein Gespräch mit der anderen Frau zu beginnen.
„Sieht wohl so aus. Hätte nicht gedacht, dass ein solcher Captain so schäbig haust."
„Tut er normalerweise nicht, aber da er unbedingt Will an Bord haben wollte und ich nicht bereit bin in einer solchen Schabrake zu hausen blieb ihm nichts anderes übrig, als mich und meinen Mann in sein Quartier einziehen zu lassen."
„Edelmütig ist er auch?", hauchte sie fast. Viktorias Blick nahm einen verträumten Ausdruck an.
„Das ist Jacks Buch!" Beth hatte nun erkannt was sich im Schoß der blonden Frau befand. Sie nahm es in ihre Hand, während sie sich zu Viktoria setzte. Eilig blätterte sie durch die Seiten als sie gefunden hatte was sie suchte, gab sie das Buch zurück.
„Das ist die Stelle von der über das Mahl berichtet wird das du auf dem Rücken trägst und eine Karte zu dem Schatz sein könnte."
Vicky sah Beth an. „Ich...", sie brach ab und strich ihre blonden Haare zurück, die wild über ihre Schultern fielen. Beth sah sie mit gerunzelter Stirn an. „Was?"
Vicky seufzte. „Ich weiß, was das Mahl bedeutet. Es ist sowas wie ein Wegweiser. Als ich neun Jahre alt war, bin ich einem alten Piraten begegnet... er ... er hat mir prophezeit, dass eines Tages ein Mann kommen würde, für den dieses Mahl von Bedeutung ist." Sie schwieg und sah auf ihre Hände, mit denen sie an ihrem Rock spielte. Ihre Stimme war, während sie erzählt hatte, sehr ruhig und ernst geworden. Sie sah auf und Beth an. „Und ich will nicht, dass mich ein Mann als Schatzkarte benutzt!", meinte sie. „Ich werde ihn da nicht ranlassen, nur weil er Gold und Schätze will!" Sie klang sehr bestimmt.
„Hmm.", meinte Beth. Sie konnte sehr gut nachvollziehen, was Vicky meinte. Sie würde sich auch niemals von einem Mann benutzen lassen. „Ich verstehe dich, Vicky, aber ohne dich ist diese Reise umsonst."
Viktoria seufzte auf, antwortete aber nicht weiter darauf.
„Komm erst mal mit mir rüber in meine Kabine. Dort ist es viel angenehmer, als in diesem miefenden Loch!" Vicky lächelte leicht. „Ja, danke." Samt dem Buch gingen die beiden Frauen in Elizabeths Kabine.
Jack sah Will an, dann diese beiden erbärmlichen Kreaturen, die sich Piraten schimpften. „Ich werde es mir überlegen.", knurrte er grimmig. „Vorerst bleiben sie da angebunden." Er wartete keine Antwort ab, sondern stapfte hoch zum Steuer.
Will sah die beiden an. „Sorry, Jungs, er ist der Captain. Am besten haltet ihr euch brav ruhig!" Er wandte sich zum gehen, um Jack zu folgen. „Ach... hier!" Er drückte Ragetti sein Holzauge grinsend rein und eilte zu Jack ans Steuer.
„Alles okay?", fragte Will, denn Jack hatte so einen seltsamen Blick drauf.
„Japp.", meinte er. „Bestens." Will zog die Brauen hoch. „Mir gefällt es einfach nicht, Will, dass die so einfach auftauchen. Das kann nichts Gutes bedeuten!" Er sah zum Himmel. „Ein Sturm zieht auf."
Jacks Voraussage schien zu zutreffen. Nur wenig später fegte ein peitschender Wind über die Black Pearl. Der Captain ließ die Segel einholen und behielt das Ruder im Griff.
Will hielt eine der Leinen gut fest. Es war ein sehr heftiger Sturm. Den beiden Gefangenen am Mast ging es im Gegensatz zu der Mannschaft recht gut. Rutschte diese über die durch die Feuchtigkeit glatten Bretter des Decks, waren sie fest angebunden.
"Hey, Sparrow!", rief Ragettis Gefährte.
"Captain!", befahl dieser.
"Jaja, schon gut. Wäs hälst du davon uns los zubinden, dann können wir dir helfen."
"Auf keinen Fall."
Will schlitterte neben das Ruder. "Jack, die Mannschaft hat es schwer genug. Einer unserer Leute ist gerade über Bord gegangen. Sie können wirklich helfen und um die tut es auch keinem Leid wenn sie baden gehen."
Jack warf Will einen grimmigen Blick zu und wies auf die beiden Gefangenen. „Auf deine Verantwortung!", maulte er vor sich her und hielt das Ruder weiter fest. "Anamaria??"
Die junge Frau kam zu Jack "Aye?"
"Tu mir den Gefallen und sieh kurz nach unseren beiden Hoheiten"
"Aber Jack.........du brauchst jede Hilfe hier"
"Sieh einfach nach, okay?!" Sein Blick verriet, dass er es sehr ernst meinte.
Anamaria seufzte "Aye!" Sie machte sich auf den Weg unter Deck.
Es klopfte an die Kabinentür. "Ja?", fragte Beth.
Anamaria trat ein. "Ist bei euch alles in Ordnung?" Die Frage hätte sie sich sparen können. Viktoria war bleich wie der Schnee im Gesicht.
„Ich will festen Boden unter den Füßen.", jammerte die blonde Frau.
Elizabeth war bei ihr und brachte sie zu dem großem Bett. "Kannst du uns eine Schale mit kaltem Wasser bringen?", fragte sie Anamaria.
"Werde ich." Anamarie verließ die Kabine und verdrehte die Augen, wie konnte man nur so empfindlich sein??? Sie holte eine Schale mit frischem Wasser und brachte es Beth zusammen mit einem Eimer "Da kann sie reinkotzen falls es sein muss.", meinte sie seufzend. "Bleibt unter Deck, der Sturm ist sehr stark!"
Beth nickte. "Werden wir."
Anamarie eilte wieder nach oben zu Jack
"Und?"
"Deine neue kleine Freundin ist nicht sehr seetauglich."
"Sie ist nicht meine Freundin."
"Dann eben dein Betthäschen."
Er sah sie böse mit zusammen gekniffenen Augen an, sagte aber nichts mehr.
Will band währenddessen die beiden armen Seelen am Mast los. "Na dann macht euch mal nützlich und keine Tricks."
„Hähä, wir sind ganz gute Seeleute.", grinste der eine dämlich.
Will verzog nur das Gesicht, er konnte sich denken, was dabei rauskommen
sollte. Dann entschied er sich dafür ebenfalls mal nach den Frauen zu sehen.
Vicky hing mit dem Kopf mehr oder weniger in dem Eimer, den Anamaria gebracht hatte, als Will seinen Kopf in die Kabine steckte.
Beth strich ihr über den Rücken und redete ruhig auf sie ein.
"Kann ich euch etwas bringen?", fragte er.
"Wie wärs mit festem Boden?", jammerte Vicky in den Eimer.
Beth grinste leicht, was Vicky Gott sei Dank nicht sehen konnte.
"Sie ist leicht seekrank, das wird sich spätestens mit dem Sturm legen."
Will setzte sich auf eine der Stühle am Tisch und schnappte sich einen saftig aussehenden Apfel aus einer Schale. Herzhaft biss er hinein. „Ich finde es gar nicht so schlimm. Richtig schön sogar, das ganze Schaukeln."
Ein heftiges Würgen unterstrich diese Aussage besonders.
„Du wirst langsam wie er.", tadelte Beth.
„Nein, ich bin was ich bin und nicht wie jemand anderes."
Beth stöhnte und verdrehte die Augen. Als Vicky aus ihrem Eimer aufsah, biss Will gerade wieder zufrieden in seinen Apfel. Vicky wurde noch bleicher, dann etwas leicht grünlich und würgte wieder in den Eimer.
"Will, das ist nicht nett." Beth sah ihn an.
"Entschuldigung, aber ich habe Hunger!", kam es als Antwort.
"Dann iss vor der Tür!!!"
Den Apfel hinter seinem Rücken versteckend kam er zu Beth, hauchte ihr einen Kuss auf die Wange und ging wieder raus. Oben an Deck wollte er soeben sein Obst weiter essen als eine große Welle von Backbord sie erwischte und er sein Essen verlor. Über die Planken kullernd verschwand das saftige Obststück im Meer. Fluchend ging Will wieder zum Ruder zu Jack..
"Wäre es nicht besser wenn wir uns in Küstengewässer bringen? Solange wir nicht wissen wohin wir segeln müssen, ist es dort doch sicherer."
Jack sah ihn mit großen Augen an. "Und riskieren von den Schurken an den Henker verraten zu werden? Nein, wir bleiben auf dem Meer. Die Pearl ist das sicherste Schiff auf allen Weltmeeren. So ein kleiner Sturm wird ihr nichts anhaben können." Um diese Worte zu unterstreichen fiel einer der Matrosen kreischend aus der Takelage und knallte auf Gipps.
Will zog die brauen hoch und sah Jack an.
Jack seufzte frustrierend "Okay, okay. Aber du bindest die beiden Idioten da wieder fest, sobald wir näher zur Küste kommen!!"
Will nickte "Einverstanden."
Jack brachte de Pearl auf anderen Kurs und lenkte das Schiff näher zur Küste hin. Dort war es nicht ganz so schlimm. Jacks Blick ging durch den Sturm.
"Bald haben wirs hinter uns"
Ende Kapitel 7