Erklärung: Positive Resonanz auf letztes Kapitel + zunehmender Irrsinn =
Kapitel 2
Disclaimer: Meinen Wahnsinn halte ich noch immer fest in meinem Besitz,
jedoch sind die Herr der Ringe Rechte fernab meiner Reichweite.
Lacrima Draconis proudly presents
~ Rapunzel ~
alias
~ Fortpflanzungshormonsprießwurzel ~
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In einem friedlichen Wäldchen lebten einst zwei Elben, die sich mehr als alles andere ein Kind wünschten. Doch vergingen Ewigkeiten und nichts geschah.
So kam es eines Zeitalters, dass ein Zwerg sich in ihre Wälder verirrte, sich dort niederließ und einen Garten anlegte.
Die Elbenfrau, die täglich mehrere Stunden aus dem Fenster starrte war nicht gerade erfreut über die Anwesenheit jenes Gesellen. Sie sah in Zwergen Kreaturen mit üblen Auras, die die Chance auf ein Kind noch weiter verringern würden. Zweifelsohne würde er in spätestens zwei Jahrhunderten tot sein, jedoch wuchs ihr Verlangen nach einem Kind, sodass sie nicht mehr so lange warten wollte.
Eines Tages, als die Elbenfrau wieder einmal durch das Fenster sah, bemerkte sie, dass der Zwerg ein sehr seltsames Kraut erntete, welches sie in dieser Form und Farbe noch nie gesehen hatte. Voller Neugier überwand sie ihr Ekel und fragte: "He, Zwerg! Sag an, was erntest du da für ein sonderbares Gewächs?" "Einen feuchten Dreck geht dich das an, garstiges Elbenweib!", wetterte er und verschwand in seinem Haus.
Von großer Wut aber noch größerer Neugier getrieben bat die Elbin ihren Mann noch am selben Tag, er möge ihr doch etwas von dem Kraut aus dem Garten des Zwerges stehlen.
"Ooooh nein, vergiss es!!"
"MACH DICH AUF DIE SOCKEN ABER FLOTT SONST KANNST DU WAS ERLEBEN!!!!"
Da er seine Gattin über alles liebte, erfüllte er ihr diesen Wunsch natürlich sofort. Er stahl das Kraut und braute sich und seiner Frau einen Tee daraus.
Es schmeckte vorzüglich und als sich keine Anzeichen einer Vergiftung bemerkbar machten und die Elben noch immer genauso viele Farben sagen wie früher, war die Freude groß.
Von da an beschlossen die beiden, täglich etwas von dem Kraut des Zwerges zu stehlen. Dieser bemerkte scheinbar nichts von dem, was sich jeden Abend in seinem Garten abspielte.
Nach neun Monaten jedoch machte sich etwas anderes bemerkbar. Und zwar das Kind, welches die Elbenmaid in eben jenem Monat gebar.
Kaum hatte der kleine Elbenjunge seinen ersten Schrei getan, erschien im Zimmer der glücklichen Eltern ein wesentlich weniger glücklicher Zwerg.
"IHR WART DAS ALSO!!! IHR HABT MEIN POTENZKRAUT GESTOHLEN!!!", schrie er in die Gesichter der verschreckten Elben. "Na wartet, dafür werdet ihr bezahlen!! Ich nehme euch jetzt, was ihr mir einst gestohlen habt!!"
Mit diesen Worten packt er das Elbenkind und verschwand in seinem Haus.
Nach einer kurzen Schrecksekunde rannte der Elbenmann ihm nach und klopfte an seiner Türe. "Edler Zwerg, gebt uns unseren Sohn zurück!!", flehte er. Doch es war vergebens.
"Ich werde ihn behalten, als Entschädigung. Er wird bei mir aufwachsen und für mich arbeiten. Vor euren Augen werde ich ihn schuften lassen und zur Strafe wird er den Namen jenes verfluchten Krautes tragen - Fortpflanzungshormonsprießwurzel!! HAHAHAHAHAHAHAHAHA!", lachte der Zwerg und schlug die Türe vor der Nase des Elben zu.
Die Trauer und Verzweiflung der Elben war groß. Fünf Jahre lang mussten sie machtlos mit ansehen, wie der Zwerg den kleinen Fortpflanzungshormonsprießwurzel schuften ließ, obgleich er doch nicht einmal groß genug war um eigenständig eine Türe zu öffnen.
Im sechsten Jahr hielt es die Elbin nicht mehr aus, entsagte ihrer Unsterblichkeit und starb vor Trauer. Der Elbenmann jedoch hatte nun nichts mehr zu verlieren. In der darauffolgenden Nacht schlich er in das Haus des Zwerges und entführte seinen Sohn. Er brachte ihn aus den Wäldern, weit fort vom bösen Zwerg.
Viele Tagesmärsche später machte er in einem Königreich namens Gondor halt. Dort erspähte er einen Turm mit der Aufschrift "Ruhestätte des verfluchten Prinzen Boromir - wegen Entfluchung außer Betrieb"
Dieser Ort schien ihm ein perfektes Versteck für seinen Sohn, da der Turm nur ein Fenster und sonst keinen Aufgang besaß. Graziös kletterte der Elbe die Ranken des Turmes hinauf und legte seinen kleinen Sohn in das Turmzimmer. Zurück ließ er Pfeile, einen Bogen und einen Zettel auf dem geschrieben stand:
Mein geliebter Fortpflanzungshormonsprießwurzel,
Ich muss dich hier zurücklassen, jedoch gibt es keinen anderen Weg. Du wirst nicht dein Leben lang für den Zwerg schuften, das lasse ich nicht zu. Warte nur hier, bis dein Vater zurückkehrt und dir Kunde vom Tod des Zwerges bringt. Dann wirst du befreit und kannst ein Leben in Frieden leben, wie du es verdient hättest. Egal wo ich bin, meine Liebe ist mit dir,
dein Vater
Dann brannte er die Pflanzen, die sich um den Turm ragten nieder und ließ somit keine Möglichkeit in oder aus dem Turm zu gelangen übrig. Als er das getan hatte, machte er sich schweren Herzens auf den Heimweg.
Während sein Vater im Wald trauerte und der Zwerg fanatisch nach ihm suchte, wuchs der junge Fortpflanzungshormonsprießwurzel zu einem wunderschönen Jüngling heran. Überhaupt war er die Schönheit in Person. Das schönste an ihm waren jedoch seine langen, güldenen Haare, die sich über den ganzen Zimmerboden erstreckten.
Doch auch diese konnten ihn nicht aus seiner Gefangenschaft und Einsamkeit befreien.
Nun, wie es aber in Märchen so oft der Fall war, kam irgendwann ein holder Prinz dahergeritten, der sich gerade auf dem Weg zu einem Meeting mit König Boromir befand.
Und als er da so in unmittelbarer Nähe des Turmes umherritt, traf ihn plötzlich aus heiterem Himmel ein Pfeil.
"AUA!!!!", schrie er, als das Geschoss seine Schulter durchbohrte.
"Verzeiht!", rief der inzwischen zwanzigjährige Fortpflanzungshormonsprießwurzel mit einer glockenhellen Stimme. "Ich war gerade dabei meine morgendlichen Schießübungen auszuführen und hielt Euch für einen vorbeiziehenden Olifanten!"
Jeden anderen hätte der Prinz augenblicklich geköpft, aber diesen Elben verschonte er gerne. Gerne war vielleicht übertrieben, da er erstens keinen schnellen Weg auf den Turm sah und zweitens jenen Elben für eine Elbin hielt.
"Sag holdes Weib, was treibt dich in diesen Turm?", rief der Prinz, dessen Name übrigens Aragorn war, zu 'ihr' hinauf.
'Ich spiele hier oben Golf', wollte Fortpflanzungshormonsprießwurzel schon hinunterkeifen. Doch dann witterte er gerade noch rechtzeitig seine Chance. 'Wenn der Typ mich für eine holde Maid hält, so schaffe ich es vielleicht, ihn zu meiner Errettung zu nötigen.', dachte der junge Elb erfreut.
So legte er seine höchste und süßeste Stimme auf und rief: "Ich wurde hier eingesperrt und warte darauf, dass ein holder Prinz mich errettet!"
'Eine Maid in Nöten? Und noch dazu eine dieser heißen Elbenbräute?', dachte Aragorn und erinnerte sich dabei an ein altes Prinzengesetz: Wer's rettet, der darf's heiraten.
Darin sah er eine Chance, sein leidiges Singledasein zu beenden. 'Endlich jemand, der mir Essen kocht und meine Wäsche bügelt!', dachte Aragorn vergnügt und legte seinen besten Prinzenton an: "Oh holde Maid, ich werde Euch befreien!!"
'Hehe . . . . klappt ja prima.', dachte Fortpflanzungshormonsprießwurzel.
"Hab tausend Dank, oh edler Prinz!!", rief er hinunter - immer darauf bedacht sein Gesicht mit seinen Haaren zu bedecken, um sein Geschlecht nicht zu früh zu offenbaren.
'Hehe . . . . klappt ja prima.', dachte Aragorn.
Doch so prima das alles auch war, tat sich nun ein nicht zu vernachlässigendes Problem auf. Wie sollte Aragorn Fortpflanzungshormonsprießwurzel befreien??
Ein kleiner Smalltalk würde wohl Zeit zum Nachdenken schaffen. "Wie heißt Ihr?", fragte Fortpflanzungshormonsprießwurzel.
"Nun, ich habe viele Namen, doch so viel Zeit haben wir trotz Eures ewigen Lebens nicht. Also nennt mich Aragorn!", rief er der 'Maid' zu. "Und wie ist Euer Name, geliebtes Wesen?"
"Fortpflanzungshormonsprießwurzel!", antwortete selbiger.
"Verzeihung??", fragte Aragorn ungläubig.
"Fortpflanzungshormonsprießwurzel, so ist mein Name!", rief dieser abermals.
'Kaum ein Name für so ein wunderschönes Geschöpf. Und schon gar kein Name für meine zukünftige Braut', dachte Aragorn. 'Doch halt. Eine Elbin. Ist das elbische Wort für Fortpflanzungshormonsprießwurzel nicht . . . '
"Legolas!!"
"Wie bitte??", fragte Fortpflanzungshormonsprießwurzel verblüfft.
"Das ist Euer Name in der Sprache Eures Volkes. Wisst Ihr das nicht?"
Fortpflanzungshormonsprießwurzel wusste es nicht. Doch gefiel es ihm und würde ihm noch dazu ermöglichen, Verträge aller Art schneller und mit geringerem Tintenverbrauch zu unterschreiben.
"Er klingt schön, dieser Name!!", rief Legolas - formally known as Fortpflanzungshormonsprießwurzel - zu seinem Prinzen. Diesem war inzwischen etwas eingefallen.
"Hört zu, edle Legolas!", rief er hinauf. "Mir ist nicht entgangen, wie lieblich und länglich sich Euer Haar im Turme windet. Lasset es herunter und ich werde zu Euch hinaufklettern!"
'Diesen Flegel mein wunderbares Haar betatschen lassen? Und dann noch Spliss und Wurzelschwund kriegen, so fett wie der ist? Niemals!!', dachte Legolas. "NIEMALS!!", rief er die Turmmauer hinab.
"Aber . . . . . aber . . . . . nur so kann ich Euch erretten!"
'Mist . . . da geht sie dahin meine geile Elbenbraut.', dachte Aragorn sauer.
'Mist . . . da geht sie dahin meine einfache Befreiung', dachte Legolas enttäuscht.
"Habt Ihr Euch wenigstens die Hände gewaschen?", fragte Legolas besorgt.
Aragorn dachte zurück. Gestern . . . . vorgestern . . . . oh ja, letzte Woche war er doch an einem kleinen Bach vorbeigekommen. "Das habe ich!!", rief er erfreut.
Legolas seufzte und sammelte seine Haarsträhnen vom Boden auf. Mit einem entgeisterten: "Klettert hinauf!", warf er einen Ballen blonder Locken zum Fenster hinaus.
Aragorn ergriff die Haarpracht und setzte zum Aufstieg an. Mehrere Male, da er an den seidigen Locken immer wieder abrutschte. 'Verflucht sei der, der die Pflegespühlung erfunden hat!', dachte er, als er erschöpft im Zimmer seiner 'Braut' ankam.
Diese stand nun mit dem Gesicht zur Wand vor ihm. "Die Befreiung ist geglückt! Dreht Euch um holdes Weib und gebt Eurem Retter einen Belohnungskuss!"
Legolas zuckte zusammen. Wie schwer die Verletzungen wohl sein würden, wenn er nun aus dem Fenster springe?
"So dreht Euch doch um!", drängte Aragorn und packte Legolas an den Schultern. Mit einem Ruck riss er den Elben zu sich und küsste ihn auf den Mund. Dieser kämpfte sich mit einem gekonnten Fußtritt frei.
"IGITT!!!", schrie Legolas nun schon wesentlich unweiblicher und kaum noch lieblich.
"Oh mein Gott! Oh mein Gott! Oh mein Gott!", murmelte Aragorn, als er spuckend zurückwich und dadurch fast aus dem Fenster gefallen wäre.
"Hahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahaha!", ertönte eine tiefe Stimme neben den beiden.
"Ein Zwerg!!", riefen die zwei wie aus einem Munde, wobei ihnen übel wurde, als sie auch nur an das Wort Mund dachten.
"Das ist der Zwerg, vor dem mich mein Vater immer gewarnt hat!"
"Dann bist du es also, Fortpflanzungshormonsprießwurzel. Lange habe ich nach dir gesucht.", er ergriff Legolas' Arm "Und nun ist es Zeit, dass du wieder mit mir mitkommst um in meinem Garten zu arbeiten!"
"Mein Name ist nicht mehr Fortpflanzungshormonsprießwurzel, und deinen Garten kannst du dir an den Hut stecken!", knurrte Legolas und schüttelte sich frei. Doch der Zwerg ließ nicht locker. Legolas richtete seinen Blick hilfesuchend auf Aragorn. Dieser war jedoch noch immer damit beschäftigt, seinen Mund zu säubern.
"Spuck, pfui, igitt! Eingesperrt in einem Turm mit einem Elb vom anderen Ufer. Spuck! Bäh!", nuschelte dieser wütend.
Eingesperrt. Noch immer. Da fiel Legolas etwas ein. Er ergriff seinen Bogen und tackerte den nervigen Zwerg mit vier Pfeilschüssen an die Wand. Dann ergriff er das Barthaar des selbigen.
'Es ist zwar nicht so glatt und geschmeidig wie meines, von den Läusen und dem Spliss mal abgesehen, aber . . .', Legolas umklammerte den roten Lausbuschen und schwang sich graziös aus dem Fenster. Obgleich noch etwas abgelenkt war Aragorn dennoch sofort zur Stelle und befreite sich mit einem mindestens genauso gekonnten Kletterakt aus dem Turm.
"Freiheit!!", riefen beide zugleich und fielen sich freudig in die Arme. Natürlich nur für wenige Sekunden, nach denen sie sofort wieder hysterisch voneinander Abstand nahmen und ihre Kleidung abbürsteten.
"Ähm . . ."
"Tja . . . ."
"LEBT WOHL!!", ertönte es von beiden Seiten und es wurde so schnell wie möglich das Weite gesucht.
Danach kehrte Legolas mit neuem Lebensmut und vor allem einem neuen Namen in den Wald zu seinem Vater zurück und verbrachte dort noch einige wunderbare Leben.
Aragorn setzte seinen Reise fort, kam jedoch eine halbe Stunde zu spät zu seinem Meeting, weshalb er zur Strafe zum Probehörer für des Königs neue Hornoper ernannt wurde.
Und der Zwerg . . . .
"HOLT MICH SOFORT HIER RUNTER!! MACHT MICH VON DER WAND AB!! NA WARTET IHR RATTEN!! WARTET ES NUR AB!! MIESER NOTGEILER PRINZ!! GRAUSIGER TUNTIGER ELB!! GRRRRRR!!!!"
~ ENDE ~
+ + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + + +
@ hi1810: Juchhu! Ein treuer Groupie! ^__^ Mja, ich entwickle gerade eine üble Zelda Nebenerscheinung und muss mal auf diesem Gebiet ein bisschen Müll abladen ^^;
@ Sky9: Wenn man vom Teufel sprich . . . nicht dich, ich meinte ‚mehr von der Sorte' – den hier ist mehr! MUAHAHAHAHA! ^^
@ Megchen: Nach einem Besuch im Lager kann ich dir freudig eben – hoffentlich – von dir gelesenes Kapitel präsentieren. ^_^ Und freu dich nicht zu früh, denn mein Lager ist seeeeeeehr groß!
@ Naru Taru: Genaaauuuu das dachte ich mir auch ^^ Danke für's Rev!
@ Vicky23: Hab dein Rev leider zu spät gelesen. Hoffe, das hier kommt auch einigermaßen hin. Zu den anderen Märchen komm ich sicher auch noch ^_^
Danke, dass ihr mich nicht gleich gelyncht habt! ^_^ Aber Gott sei Dank gibt es da draußen noch ein paar mehr Irre, wie mich. Und falls ihr irgendwelche Märchen, - oder/und Charakterwünsche habt, dann sagt mir Bescheid! In diesem Sinne: Horn ahoi! ^^
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In einem friedlichen Wäldchen lebten einst zwei Elben, die sich mehr als alles andere ein Kind wünschten. Doch vergingen Ewigkeiten und nichts geschah.
So kam es eines Zeitalters, dass ein Zwerg sich in ihre Wälder verirrte, sich dort niederließ und einen Garten anlegte.
Die Elbenfrau, die täglich mehrere Stunden aus dem Fenster starrte war nicht gerade erfreut über die Anwesenheit jenes Gesellen. Sie sah in Zwergen Kreaturen mit üblen Auras, die die Chance auf ein Kind noch weiter verringern würden. Zweifelsohne würde er in spätestens zwei Jahrhunderten tot sein, jedoch wuchs ihr Verlangen nach einem Kind, sodass sie nicht mehr so lange warten wollte.
Eines Tages, als die Elbenfrau wieder einmal durch das Fenster sah, bemerkte sie, dass der Zwerg ein sehr seltsames Kraut erntete, welches sie in dieser Form und Farbe noch nie gesehen hatte. Voller Neugier überwand sie ihr Ekel und fragte: "He, Zwerg! Sag an, was erntest du da für ein sonderbares Gewächs?" "Einen feuchten Dreck geht dich das an, garstiges Elbenweib!", wetterte er und verschwand in seinem Haus.
Von großer Wut aber noch größerer Neugier getrieben bat die Elbin ihren Mann noch am selben Tag, er möge ihr doch etwas von dem Kraut aus dem Garten des Zwerges stehlen.
"Ooooh nein, vergiss es!!"
"MACH DICH AUF DIE SOCKEN ABER FLOTT SONST KANNST DU WAS ERLEBEN!!!!"
Da er seine Gattin über alles liebte, erfüllte er ihr diesen Wunsch natürlich sofort. Er stahl das Kraut und braute sich und seiner Frau einen Tee daraus.
Es schmeckte vorzüglich und als sich keine Anzeichen einer Vergiftung bemerkbar machten und die Elben noch immer genauso viele Farben sagen wie früher, war die Freude groß.
Von da an beschlossen die beiden, täglich etwas von dem Kraut des Zwerges zu stehlen. Dieser bemerkte scheinbar nichts von dem, was sich jeden Abend in seinem Garten abspielte.
Nach neun Monaten jedoch machte sich etwas anderes bemerkbar. Und zwar das Kind, welches die Elbenmaid in eben jenem Monat gebar.
Kaum hatte der kleine Elbenjunge seinen ersten Schrei getan, erschien im Zimmer der glücklichen Eltern ein wesentlich weniger glücklicher Zwerg.
"IHR WART DAS ALSO!!! IHR HABT MEIN POTENZKRAUT GESTOHLEN!!!", schrie er in die Gesichter der verschreckten Elben. "Na wartet, dafür werdet ihr bezahlen!! Ich nehme euch jetzt, was ihr mir einst gestohlen habt!!"
Mit diesen Worten packt er das Elbenkind und verschwand in seinem Haus.
Nach einer kurzen Schrecksekunde rannte der Elbenmann ihm nach und klopfte an seiner Türe. "Edler Zwerg, gebt uns unseren Sohn zurück!!", flehte er. Doch es war vergebens.
"Ich werde ihn behalten, als Entschädigung. Er wird bei mir aufwachsen und für mich arbeiten. Vor euren Augen werde ich ihn schuften lassen und zur Strafe wird er den Namen jenes verfluchten Krautes tragen - Fortpflanzungshormonsprießwurzel!! HAHAHAHAHAHAHAHAHA!", lachte der Zwerg und schlug die Türe vor der Nase des Elben zu.
Die Trauer und Verzweiflung der Elben war groß. Fünf Jahre lang mussten sie machtlos mit ansehen, wie der Zwerg den kleinen Fortpflanzungshormonsprießwurzel schuften ließ, obgleich er doch nicht einmal groß genug war um eigenständig eine Türe zu öffnen.
Im sechsten Jahr hielt es die Elbin nicht mehr aus, entsagte ihrer Unsterblichkeit und starb vor Trauer. Der Elbenmann jedoch hatte nun nichts mehr zu verlieren. In der darauffolgenden Nacht schlich er in das Haus des Zwerges und entführte seinen Sohn. Er brachte ihn aus den Wäldern, weit fort vom bösen Zwerg.
Viele Tagesmärsche später machte er in einem Königreich namens Gondor halt. Dort erspähte er einen Turm mit der Aufschrift "Ruhestätte des verfluchten Prinzen Boromir - wegen Entfluchung außer Betrieb"
Dieser Ort schien ihm ein perfektes Versteck für seinen Sohn, da der Turm nur ein Fenster und sonst keinen Aufgang besaß. Graziös kletterte der Elbe die Ranken des Turmes hinauf und legte seinen kleinen Sohn in das Turmzimmer. Zurück ließ er Pfeile, einen Bogen und einen Zettel auf dem geschrieben stand:
Mein geliebter Fortpflanzungshormonsprießwurzel,
Ich muss dich hier zurücklassen, jedoch gibt es keinen anderen Weg. Du wirst nicht dein Leben lang für den Zwerg schuften, das lasse ich nicht zu. Warte nur hier, bis dein Vater zurückkehrt und dir Kunde vom Tod des Zwerges bringt. Dann wirst du befreit und kannst ein Leben in Frieden leben, wie du es verdient hättest. Egal wo ich bin, meine Liebe ist mit dir,
dein Vater
Dann brannte er die Pflanzen, die sich um den Turm ragten nieder und ließ somit keine Möglichkeit in oder aus dem Turm zu gelangen übrig. Als er das getan hatte, machte er sich schweren Herzens auf den Heimweg.
Während sein Vater im Wald trauerte und der Zwerg fanatisch nach ihm suchte, wuchs der junge Fortpflanzungshormonsprießwurzel zu einem wunderschönen Jüngling heran. Überhaupt war er die Schönheit in Person. Das schönste an ihm waren jedoch seine langen, güldenen Haare, die sich über den ganzen Zimmerboden erstreckten.
Doch auch diese konnten ihn nicht aus seiner Gefangenschaft und Einsamkeit befreien.
Nun, wie es aber in Märchen so oft der Fall war, kam irgendwann ein holder Prinz dahergeritten, der sich gerade auf dem Weg zu einem Meeting mit König Boromir befand.
Und als er da so in unmittelbarer Nähe des Turmes umherritt, traf ihn plötzlich aus heiterem Himmel ein Pfeil.
"AUA!!!!", schrie er, als das Geschoss seine Schulter durchbohrte.
"Verzeiht!", rief der inzwischen zwanzigjährige Fortpflanzungshormonsprießwurzel mit einer glockenhellen Stimme. "Ich war gerade dabei meine morgendlichen Schießübungen auszuführen und hielt Euch für einen vorbeiziehenden Olifanten!"
Jeden anderen hätte der Prinz augenblicklich geköpft, aber diesen Elben verschonte er gerne. Gerne war vielleicht übertrieben, da er erstens keinen schnellen Weg auf den Turm sah und zweitens jenen Elben für eine Elbin hielt.
"Sag holdes Weib, was treibt dich in diesen Turm?", rief der Prinz, dessen Name übrigens Aragorn war, zu 'ihr' hinauf.
'Ich spiele hier oben Golf', wollte Fortpflanzungshormonsprießwurzel schon hinunterkeifen. Doch dann witterte er gerade noch rechtzeitig seine Chance. 'Wenn der Typ mich für eine holde Maid hält, so schaffe ich es vielleicht, ihn zu meiner Errettung zu nötigen.', dachte der junge Elb erfreut.
So legte er seine höchste und süßeste Stimme auf und rief: "Ich wurde hier eingesperrt und warte darauf, dass ein holder Prinz mich errettet!"
'Eine Maid in Nöten? Und noch dazu eine dieser heißen Elbenbräute?', dachte Aragorn und erinnerte sich dabei an ein altes Prinzengesetz: Wer's rettet, der darf's heiraten.
Darin sah er eine Chance, sein leidiges Singledasein zu beenden. 'Endlich jemand, der mir Essen kocht und meine Wäsche bügelt!', dachte Aragorn vergnügt und legte seinen besten Prinzenton an: "Oh holde Maid, ich werde Euch befreien!!"
'Hehe . . . . klappt ja prima.', dachte Fortpflanzungshormonsprießwurzel.
"Hab tausend Dank, oh edler Prinz!!", rief er hinunter - immer darauf bedacht sein Gesicht mit seinen Haaren zu bedecken, um sein Geschlecht nicht zu früh zu offenbaren.
'Hehe . . . . klappt ja prima.', dachte Aragorn.
Doch so prima das alles auch war, tat sich nun ein nicht zu vernachlässigendes Problem auf. Wie sollte Aragorn Fortpflanzungshormonsprießwurzel befreien??
Ein kleiner Smalltalk würde wohl Zeit zum Nachdenken schaffen. "Wie heißt Ihr?", fragte Fortpflanzungshormonsprießwurzel.
"Nun, ich habe viele Namen, doch so viel Zeit haben wir trotz Eures ewigen Lebens nicht. Also nennt mich Aragorn!", rief er der 'Maid' zu. "Und wie ist Euer Name, geliebtes Wesen?"
"Fortpflanzungshormonsprießwurzel!", antwortete selbiger.
"Verzeihung??", fragte Aragorn ungläubig.
"Fortpflanzungshormonsprießwurzel, so ist mein Name!", rief dieser abermals.
'Kaum ein Name für so ein wunderschönes Geschöpf. Und schon gar kein Name für meine zukünftige Braut', dachte Aragorn. 'Doch halt. Eine Elbin. Ist das elbische Wort für Fortpflanzungshormonsprießwurzel nicht . . . '
"Legolas!!"
"Wie bitte??", fragte Fortpflanzungshormonsprießwurzel verblüfft.
"Das ist Euer Name in der Sprache Eures Volkes. Wisst Ihr das nicht?"
Fortpflanzungshormonsprießwurzel wusste es nicht. Doch gefiel es ihm und würde ihm noch dazu ermöglichen, Verträge aller Art schneller und mit geringerem Tintenverbrauch zu unterschreiben.
"Er klingt schön, dieser Name!!", rief Legolas - formally known as Fortpflanzungshormonsprießwurzel - zu seinem Prinzen. Diesem war inzwischen etwas eingefallen.
"Hört zu, edle Legolas!", rief er hinauf. "Mir ist nicht entgangen, wie lieblich und länglich sich Euer Haar im Turme windet. Lasset es herunter und ich werde zu Euch hinaufklettern!"
'Diesen Flegel mein wunderbares Haar betatschen lassen? Und dann noch Spliss und Wurzelschwund kriegen, so fett wie der ist? Niemals!!', dachte Legolas. "NIEMALS!!", rief er die Turmmauer hinab.
"Aber . . . . . aber . . . . . nur so kann ich Euch erretten!"
'Mist . . . da geht sie dahin meine geile Elbenbraut.', dachte Aragorn sauer.
'Mist . . . da geht sie dahin meine einfache Befreiung', dachte Legolas enttäuscht.
"Habt Ihr Euch wenigstens die Hände gewaschen?", fragte Legolas besorgt.
Aragorn dachte zurück. Gestern . . . . vorgestern . . . . oh ja, letzte Woche war er doch an einem kleinen Bach vorbeigekommen. "Das habe ich!!", rief er erfreut.
Legolas seufzte und sammelte seine Haarsträhnen vom Boden auf. Mit einem entgeisterten: "Klettert hinauf!", warf er einen Ballen blonder Locken zum Fenster hinaus.
Aragorn ergriff die Haarpracht und setzte zum Aufstieg an. Mehrere Male, da er an den seidigen Locken immer wieder abrutschte. 'Verflucht sei der, der die Pflegespühlung erfunden hat!', dachte er, als er erschöpft im Zimmer seiner 'Braut' ankam.
Diese stand nun mit dem Gesicht zur Wand vor ihm. "Die Befreiung ist geglückt! Dreht Euch um holdes Weib und gebt Eurem Retter einen Belohnungskuss!"
Legolas zuckte zusammen. Wie schwer die Verletzungen wohl sein würden, wenn er nun aus dem Fenster springe?
"So dreht Euch doch um!", drängte Aragorn und packte Legolas an den Schultern. Mit einem Ruck riss er den Elben zu sich und küsste ihn auf den Mund. Dieser kämpfte sich mit einem gekonnten Fußtritt frei.
"IGITT!!!", schrie Legolas nun schon wesentlich unweiblicher und kaum noch lieblich.
"Oh mein Gott! Oh mein Gott! Oh mein Gott!", murmelte Aragorn, als er spuckend zurückwich und dadurch fast aus dem Fenster gefallen wäre.
"Hahahahahahahahahahahahahahahahahahahahahaha!", ertönte eine tiefe Stimme neben den beiden.
"Ein Zwerg!!", riefen die zwei wie aus einem Munde, wobei ihnen übel wurde, als sie auch nur an das Wort Mund dachten.
"Das ist der Zwerg, vor dem mich mein Vater immer gewarnt hat!"
"Dann bist du es also, Fortpflanzungshormonsprießwurzel. Lange habe ich nach dir gesucht.", er ergriff Legolas' Arm "Und nun ist es Zeit, dass du wieder mit mir mitkommst um in meinem Garten zu arbeiten!"
"Mein Name ist nicht mehr Fortpflanzungshormonsprießwurzel, und deinen Garten kannst du dir an den Hut stecken!", knurrte Legolas und schüttelte sich frei. Doch der Zwerg ließ nicht locker. Legolas richtete seinen Blick hilfesuchend auf Aragorn. Dieser war jedoch noch immer damit beschäftigt, seinen Mund zu säubern.
"Spuck, pfui, igitt! Eingesperrt in einem Turm mit einem Elb vom anderen Ufer. Spuck! Bäh!", nuschelte dieser wütend.
Eingesperrt. Noch immer. Da fiel Legolas etwas ein. Er ergriff seinen Bogen und tackerte den nervigen Zwerg mit vier Pfeilschüssen an die Wand. Dann ergriff er das Barthaar des selbigen.
'Es ist zwar nicht so glatt und geschmeidig wie meines, von den Läusen und dem Spliss mal abgesehen, aber . . .', Legolas umklammerte den roten Lausbuschen und schwang sich graziös aus dem Fenster. Obgleich noch etwas abgelenkt war Aragorn dennoch sofort zur Stelle und befreite sich mit einem mindestens genauso gekonnten Kletterakt aus dem Turm.
"Freiheit!!", riefen beide zugleich und fielen sich freudig in die Arme. Natürlich nur für wenige Sekunden, nach denen sie sofort wieder hysterisch voneinander Abstand nahmen und ihre Kleidung abbürsteten.
"Ähm . . ."
"Tja . . . ."
"LEBT WOHL!!", ertönte es von beiden Seiten und es wurde so schnell wie möglich das Weite gesucht.
Danach kehrte Legolas mit neuem Lebensmut und vor allem einem neuen Namen in den Wald zu seinem Vater zurück und verbrachte dort noch einige wunderbare Leben.
Aragorn setzte seinen Reise fort, kam jedoch eine halbe Stunde zu spät zu seinem Meeting, weshalb er zur Strafe zum Probehörer für des Königs neue Hornoper ernannt wurde.
Und der Zwerg . . . .
"HOLT MICH SOFORT HIER RUNTER!! MACHT MICH VON DER WAND AB!! NA WARTET IHR RATTEN!! WARTET ES NUR AB!! MIESER NOTGEILER PRINZ!! GRAUSIGER TUNTIGER ELB!! GRRRRRR!!!!"
~ ENDE ~
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@ hi1810: Juchhu! Ein treuer Groupie! ^__^ Mja, ich entwickle gerade eine üble Zelda Nebenerscheinung und muss mal auf diesem Gebiet ein bisschen Müll abladen ^^;
@ Sky9: Wenn man vom Teufel sprich . . . nicht dich, ich meinte ‚mehr von der Sorte' – den hier ist mehr! MUAHAHAHAHA! ^^
@ Megchen: Nach einem Besuch im Lager kann ich dir freudig eben – hoffentlich – von dir gelesenes Kapitel präsentieren. ^_^ Und freu dich nicht zu früh, denn mein Lager ist seeeeeeehr groß!
@ Naru Taru: Genaaauuuu das dachte ich mir auch ^^ Danke für's Rev!
@ Vicky23: Hab dein Rev leider zu spät gelesen. Hoffe, das hier kommt auch einigermaßen hin. Zu den anderen Märchen komm ich sicher auch noch ^_^
Danke, dass ihr mich nicht gleich gelyncht habt! ^_^ Aber Gott sei Dank gibt es da draußen noch ein paar mehr Irre, wie mich. Und falls ihr irgendwelche Märchen, - oder/und Charakterwünsche habt, dann sagt mir Bescheid! In diesem Sinne: Horn ahoi! ^^
