Erklärung: Lange Updatelosigkeit mal Sex plus Drugs plus Rock'n'Roll = ein
Kapitel!
Disclaimer: Meins?? MEINS???? .... I don't think so.
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- Hans im Glück -
alias
- Boromir im Koma -
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In einem fernen Land namens Gondor gab es einst eine Familie mit dem Namen Hurin. Um ihre Angehörigen wanden sich zahlreiche Sagen, Geschichten, Erzählungen, Märchen, Mythen und Gerüchte.
„Ist das nicht alles das Gleiche?"
Halt die Klappe!!
Ja, ähm... wie gesagt ... und Gerüchte. Eines davon berichtet vom ständigen Zwist des Familienvaters mit seinem jüngsten Sohn. Warum dieser so lange anhielt und wie er überhaupt entstand war nur wenigen klar, bis sie eines Tages folgende Erzählung hörten;
In einem fernen Land namens Gon-
„Du wiederholst dich!"
Halt die Klappe!!!
„Du wiederholst dich noch immer!"
ICH SAGTE- .... ach, hör doch einfach mal fünf Minuten zu, ohne mich zu unterbrechen!!
„...biiiiiitte."
Danke. Also; In einem fernen Land namens Gondor lebte einst ein junger Mann, der den Namen Boromir trug. Doch die Familie des jungen Mannes war arm, da seine Mutter tot und sein Vater stinkfaul war. Geschwister hatte er keine und so musste er als illegaler Orkzüchter bei seinem fiesen Nachbarn Sauron arbeiten.
Als er dies viele Jahre lang durchgehalten hatte, sprach Sauron eines Tages zu ihm-
„Die fünf Minuten sind um! Kann ich wieder reden?"
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHH!!!!!!
„...schon gut, schon gut. Bin ja schon still."
Seufz. Wie auch immer ... Sauron sprach also zu Boromir;
„Junge, du hast mit gut gedient. Als Zeichen meiner Dankbarkeit ... oder vielmehr, weil es die Gewerkschaft verlangt ... gebe ich dir nun deine schon lange fällige Bezahlung."
Boromir war von großer Freude erfüllt, als Sauron ihm sodann einen Ring aus purem Gold überreichte.
„Dies ist ein Ring sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.", sprach Sauron. „Allerdings könnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, was ich damit anfangen soll. Bring ihn also zu deinem Vater und tausche ihn für Essen und Kleidung ein."
Mit diesen Worten entließ Sauron Boromir aus seinem Diensten. Dieser machte sich glücklich auf den Weg nach Hause, wo sein Vater – durch eine Briefmotte bereits von der frohen Nachricht unterrichtet – bereits auf ihn wartete.
Doch just als Boromir die Grenze Mordors überschritt, wurde ihm etwas Grauenvolles bewusst;
‚Pfoah, he. Des san jo sicha zehn Minutn rüber nach Minas Tirith. Des muas i oba net ernsthaft ois z'Fuas gengan, oda?'
Oh doch, das musste er. Nun ... jedenfalls hätte er das müssen, wäre ein gerade vorbeifliegender Nazgul nicht durch seinen leidenden Gesichtsausdruck zur Landung veranlasst worden.
„He, Bursche! Dein leidender Gesichtsausdruck veranlasste mich zur Landung! So sag, was ist denn geschehen? Hat Sauron dir schon wieder den Weihnachtsbonus gestrichen?"
„Na, na, des net. I hob jo eh wos zoit kriagt. Nur mog i des net durtn noch Minas Tirith umischleifn. I hob jo koa Pferd oda so, wast..."
Verwundert durch den Dialekt des Jünglings sprang der Nazgul erst mal zur Sicherheit ein paar Schritte zurück. Dann jedoch sah am Hals Boromirs die Bezahlung seines Arbeitgebers baumeln. Diese erfüllte ihn mit großem Verlangen und er exklamierte: „GIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIB!! MIRMIRMIRMIRMIRMIR!!!"
Boromir – durch dieses plötzlich sehr aufdringliche Verhalten erschreckt – wich seinerseits ebenfalls ein paar Schritte in die andere Richtung.
„Naaaa! Des g'hert mia! Los des in Rua!"
Der Nazgul jedoch wollte dies nicht in Ruhe lassen und dachte sich deshalb eine List aus. Nun, List ist vielleicht nicht das richtige Wort, da er Boromir kurzerhand niederschlug, sich den Ring krallte und lachend davonlief.
„MUUUUAHAHAHAAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA!"
Als Boromir nach einem kurzen Wachkoma-Intermezzo wieder zu sich kam musste er feststellen, dass seine Bezahlung für unzählige Jahre treue Dienste verschwunden war. Frustriert stand er auf und bereitete sich auf einem mühsamen und traurigen Heimmarsch vor, als ihm plötzlich etwas auffiel.
„JÖSSAS!!!", rief er voller Verblüffung auf. Was ihm nämlich gerade aufgefallen war, war das Reittier des Nazguls. Besagter hatte nämlich seinen Flugdrachen nach dem Diebstall des Ringes vollkommen vergessen, weshalb dieser nun vor den Toren Mordors lag und ein Nickerchen machte.
Erst hatte Boromir Angst und wollte schon schnell das Weite suchen. Doch gerade, als er das Weite gefunden hatte und schon fast auf dem Weg nach Hause war, ergriff ihn eine Idee!
Und so ergriff auch er etwas und zwar die Zügel des Flugdrachens. Dieser wieherte erschrocken auf-
„Halt, halt, halt!!"
Was denn jetzt schon wieder???
„Ich wollte ja eigentlich nix sagen, aber-"
Dann tu es auch nicht.
„ABER so geht das nun auch wieder nicht. Wie bitteschön soll ein Flugdrache wiehern?"
Wäre es dir lieber, wenn er Muh macht?
„Quatsch! Aber er könnte ja zum Beispiel-"
WAS AUCH IMMER!! Das tut doch nichts zur Sache!!
„Nein, natürlich nicht. Achte nur nicht auf die Details in deiner Geschichte, es wird den Lesern schon nicht auffallen ... kein Problem, stört sicher niemanden. MACH RUHIG WEITER SO!!"
.... das gedenke ich zu tun. Wo war ich also? Ach ja...
Der Reitdrache hatte gerade irgendein reitdrachiges Geräusch von sich gegeben und erhob sich nun mit Boromir auf seinem Rücken in die Lüfte. Erfreut stelle Boromir fest, dass sein Plan aufzugehen schien. Er würde mit einem Reittier bequem nach Hause fliegen und dieses dann gegen Essen und Kleidung eintauschen.
Nun muss jedoch erwähnt werden, dass Boromir nicht die geringste Ahnung von der Gangschaltung oder allgemeinen Steuerung eines Flugdrachens hatte. Leider fiel dies selbigem Tier bald auf, weshalb es einen Kurzstreckensprintflug ins Gebirge wagte, um Boromir dort in einer scharfen Linkskurve gegen eine Felswant zu semmeln.
Kichernd ließ es sich nach dem gelungenen Kunststück auf einer Bergspitze nieder und überließ Boromir seiner zweiten Gehirnerschütterung.
Dieser wurde jedoch schon nach kurzer Zeit von einem vorbeiziehenden Ork aufgeweckt.
„HEDA! Uno: Wer bist du? Duo: Was machst du auf meinem Berg?? Trio: Ist das dein Flugdrache auf der Bergspitze???"
Auf Frage eins bis zwei wusste er spontan keine definitive Antwort, auf Frage drei konnte er jedoch in einem sicheren „Aye, that's me dragon." antworten.
Der Ork schnüffelte – von der englischen Sprache und dem Yorkshire-Akzent des Menschen verwirrt – nachdenklich in der Luft herum, bis ihm schließlich etwas einfiel und er dem unfreiwilligen Bergbesucher sofort freudig einen Dolch an die Kehle hielt.
„So und nun hör mal gut zu; Ich schnappe mir jetzt deinen Drachen und verzieh mich nach Rio! Wenn du versuchst mich aufzuhalten, wirst du es dein Leben lang bereuen, was dich dann allerdings nicht mehr stören wird, da dein Leben in diesem Falle nur mehr sehr, sehr kurz sein wird! Solltest du mich aber ungestört ziehen lassen, so darfst du dir nachher unten im Berg mein Haustier abholen und dies als einen Tausch sehen. Verstanden??"
Boromir war kurzzeitig eingeschlafen und verstand kein Wort, hielt es aber im Angesicht des spitzen Gegenstandes neben seiner Hauptschlagader für weise, einfach mit dem Kopf zu nicken.
Dies hatte zur Folge, dass der Ork hastig die Spitze des Berges erklomm, sich auf den Drachen schwang und mit einem letzten „YIIIIIIIHAW!!"gen Süden flog.
Boromir jedoch blieb einsam und verlassen auf seinem Bergpfad hocken, ohne Ring, ohne Transportmittel und ohne- nein, mit gravierender Sprachstörung. Und da er sonst nichts zu tun hatte, dachte er nach.
‚So this lad's been talkin' 'bout summit down t'mines, aye?'
Und obwohl er sich selbst nicht ganz verstand, beschloss er einfach mal den Berg hinab in die Mienen zu gehen. Dort nämlich – so erinnerte er sich nun – hielt der Ork sich angeblich ein Haustier, welches nun Eigentum Boromirs war.
Dieses jedoch war keineswegs eine kleine, essbare Zwischenmahlzeit, so wie Boromir es sich erhofft hatte, sondern ein ausgewachsener, übellauniger Balrog.
„GRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR!!!!", muhte der Balrog, als er Boromir zu Gesicht bekam.
„ABER BALROGS KÖNNEN NICHT- ach, vergiss es!!!!"
Das werde ich. Nun, als der Balrog also so aufflammte und seine Peitsche peitschen ließ, packte Boromir die Angst und er beschloss die Flucht zu ergreifen.
Leider allerdings wurde er zuvor selbst von etwas ergriffen und zwar von dem Balrog.
„Oh bloody shite!", exklamierte Boromir und dies zurecht, da er gerade im Begriff war, wieder einmal unsanft an eine Felswand geworfen zu werden.
Was danach geschah, bekam Boromir logischerweise nicht mit. Soviel sei jedoch gesagt, dass es etwas mit einer Flamme, noch mehr Gepeitsche, einem Sturz und dem Satz „Du kannst hier nicht vorbei!"zu tun hatte.
Irgendwann jedoch musste der Gondorianer ja wieder aufwachen und als er das tat, stellte er fest, dass-
„Oh mein Gott! Welch kuriose Koinzidenz! Ich besitze plötzlich die Abilität des hochdeutschen Sprachgebrauchs!"
Ja, das auch.
Was jedoch viel wichtiger für den Verlauf der Geschichte war, war der Stab, den Boromir am Rande eines Abgrundes liegen sah.
„Heurika! Welch formidables Holzstück! Der Usus des selbigen als Stock für den Spaziergang wird mir von immenser Nützlichkeit sein!"
Was Boromir damit sagen wollte war, dass das Gehen für ihn nun nicht mehr allzu mühsam war und er sich deshalb schleunigst auf den Heimweg machte.
Als er jedoch einige Zeit gewandert war, traf er auf einen Zauberer. Oder genauer gesagt traf der Zauberer auf ihn. Oder genauerer gesagt traf ihn der Zauberer. Und zwar mit einem Palantir, den er gerade aus seinem Fenster geworfen hatte.
„VERFLUCHTES MISTSTÜCK! SCHON WIEDER KEIN GUTHABEN UND EIN SCHEIß EMPFANG!! DAS DARF DOCH WOHL NICHT WAHR SEIN!!!", fluchte er Zauberer und sah seinem Medium der Kommunikation nach, als es aus dem Fenster gesegelt war.
So entdeckte er zwangsläufig auch den Menschen, den er damit KO geschlagen hatte.
‚Na toll.', dachte sich der Zauberer. ‚Erst ist mein Palantir im Arsch und jetzt kill ich auch noch so einen dämlichen Passanten und darf erst wieder vor Gericht gehen. Ich hab das ja alles so satt!'
Verärgert machte sich der alte Mann daran, die Stiegen seines Turmes hinunterzugehen, um die Leiche schnell im Wald zu begraben. Unten jedoch stellte er zwei Dinge fest. A: Der Tote war noch gar nicht tot. B:
„EIN ZAUBERSTAB!!"
Ja, ein Zauberstab. Denn im Gegensatz zu Boromir wusste der Zauberer, dass man solche Holzstücke zu wesentlich mehr als nur zum Wandern verwenden konnte.
Begeistert von seinem Fund, doch frustriert von der Tatsache, dass er nun doch keine Leiche sondern wahrscheinlich eine Klage wegen Körperverletzung am Hals hatte, beschloss der Magier einen letzten Versuch der Schadensbegrenzung zu unternehmen.
Er hieß seine Diener also an, den verletzten Gondorianer samt Palantir nach Rohan zu schicken.
So geschah es dann auch und schon am nächsten Morgen fand sich Boromir im Briefkasten des Königs von Rohan wieder.
„Eomer!!! Hast du einen Gondorianer und einen sprechenden Stein bestellt??"
„Quatsch, das muss Eowyn gewesen sein!"
„Blöde Göre! Verflucht sei der Tag, an dem ich ihr einen Account bei besorgt habe!"
„HEY!! Was redet ihr da??? Das ist doch Schwachsinn!! Sofern das keine Tasche von Gucci ist, habe ich nichts damit zu zun!!"
„EINE GUCCI TA-"
„Wartet mal, wartet mal! Vielleicht gehört das Ding ja Grima, der hat neulich nämlich Stunden bei ebay verbracht!!"
„Du hast Recht, das wird's wohl sein."
„GRIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIMAAAAAAAAAAAAAA!!!!"
Und so trug es sich zu, dass Boromir samt Palantir und Verpackung im Gemach von Grima Schlangenzunge landete.
Dieser hatte jedoch lediglich eine DVD Kollektion bestellt und war keineswegs erfreut mit seinem neuen Mitbewohner. Was Grimas Aufmerksamkeit allerdings doch auf sich zog war der Palantir, den Boromir mit sich trug. So machte er sich schnell daran, den Bewusstlosen mit einem spitzen Stöckchen zu pieken, um ihn zum Aufwachen zu bewegen. Als ihm dies endlich gelang, stellte er jedoch fest, dass sein Gast eine eigenartige Art der Sprache gebrauchte und sowieso nicht mehr ganz dicht schien.
„Unmenschliche Kopfschmerzen ich habe! Hochdeutsch sprechen ich nicht mehr tue! Frustriert mich das macht!"
„Nun mal langsam, Kumpel. Also was auch immer du sagen willst ... äh, egal. Hey, willst du mir vielleicht diesen vollkommen wertlosen Palantir schenken?"
„Vergessen du das kannst. Mein einziger Besitz er ist."
„Okay, okay, dann eben nicht. Aber ... wie wär's mit einem Tausch?"
„Schlag auf den Kopf er involviert?"
„Hä? .... na ja, was auch immer. Hör zu; Du gibst mir das Steinchen und ich gebe dir ... ähm ... öh .... ein prachtvolles Pferd ... und .... ähm .... ASPIRIN!!!"
„ASPIRIN???"
„Aspirin." „Erfreuen mich das tut! In den Tausch einwilligen ich werde!!"
Gesagt, getan. Boromir wurde sowohl seinen Palantir als auch seine Kopfschmerzen los und machte sich per Pferd auf den Weg nach Hause.
An den Ring, den er seinem Vater eigentlich mitbringen sollte, dachte er gar nicht mehr. Er war einfach nur glücklich, nicht mehr doppelt zu sehen.
Doch dieses Glück hielt nicht lange an. Denn als Boromir eine halbe Stunde vor Erreichen seiner Heimatstadt noch schnell eine Pinkelpause einlegte, wurde sein Pferd plötzlich von einem jodelndem Maulwurf erschreckt, sodass es vollkommen verstört das Weite suchte.
Natürlich nicht ohne Boromir zuvor einen kräftigen Huftritt zu verpassen, der ihn für einen weiteren Nachmittag kaltstellte. Armer, armer Gondorianer! Was musste sein Sprachzentrum nur alles erdulden!
Er selbst war allerdings auch dementsprechend arm dran. Denn außer Kopfschmerzen hatte Boromir nun nichts mehr. Und ich meine wirklich nichts, nicht mal mehr eine Abnormalität seiner Sprache!
Was sollte er nun nur tun? Der Abend war gerade angebrochen und seine Heimatstadt war nicht mehr weit entfernt. Jedoch hatte er nun nichts mehr, was er seinem Vater bringen konnte. Kein Essen würden sie haben und keine neue Kleidung. Oh, welch unendliches Leid!
Dennoch ... Boromir wollte seinen Vater nicht mehr länger in Sorge um ihn warten lassen und machte sich deshalb schnellen Schrittes auf nach Minas Tirith.
Und als er dann bei Sonnenuntergang in der Stadt war, setzte er sich an den Rand eines Brunnens und machte noch eine letzte Pause, um Worte zu finden, mit denen er seinem Vater die Geschichte seiner schrecklichen Reise erzählen würde.
Doch als er da so saß, hörte er plötzlich ein Geräusch, das aus dem Brunnen zu kommen schien.
„HIIIIIIIIIIIIIIIIIIILFEEEEEEEEEEEEEEEE!!!"
Verblüfft sah Boromir nach unten, konnte jedoch nichts erkennen, da der Brunnen zu tief und zu dunkel war.
„Heft mit! Ich bin in den Brunnen gefallen!! Bitte holt mich hier raus!!"
Das ließ sich der von Natur aus äußerst heroische Gondorianer natürlich nicht zweimal sagen. Das heißt ... eigentlich schon aber nur deshalb, weil er es das erste Mal nicht verstanden hatte. Na ja, wie auch immer. Boromir holte also so schnell wie möglich ein Seil, warf es in den Brunnen und zog die sich dort befindliche Person an die Oberfläche.
Es stellte sich heraus, dass diese Person ebenfalls ein Bürger Gondors war. Es war ein Mann, höchstens ein paar Jahre jünger als Boromir selbst. Und er war sehr erfreut über seine Rettung, dieser Mann.
Denn augenblicklich sprang er Boromir um den Hals und warf ihn zu Boden.
„Aua!! Was soll das??"
„Du hast mich gerettet!! Dankedankedankedanke! Dafür sollst du mich nun zur Frau nehmen dürfen!"
„WAS???"
„Na ja, die Sache ist die; Eigentlich sollte ja eine Freundin von mir heute in diesem Brunnen fallen und geheiratet werden, aber dann hat sie sich beim Schach spielen den Finger verstaucht und konnte nicht kommen. Sie hat mich also gebeten für sie einzuspringen und na ja ... hier bin ich."
„Aber ... aber ... aber-"
„Jaja, schon gut. Das Heiraten ist wahrscheinlich eine blöde Idee. Ich hatte auch eigentlich gehofft, dass eine kriegerische, kampflustige und starke Maid hier vorbeikommt und mich befreit. So wie diese Eowyn aus Rohan. Mann, das ist vielleicht eine Frau. Ähm ... wie auch immer. Das Problem ist nur, dass ich im Fixen Glauben an eine Heirat bereits mein Haus verkauft habe und meine Familie verlassen und so weiter und jetzt habe ich nichts und niemanden und ich bin ja so alleine und .... kann ich bei dir bleiben?"
‚Na toll. Da versucht man einmal heroisch zu sein und was hat man davon? Andererseits...'
Andererseits hatte sich Boromir schon immer einen jüngeren Bruder gewünscht. Und so eine fröhliche Persönlichkeit würde sicher auch seinem Vater gefallen und ihn aufheitern, besonders, da ihnen außer immateriellen Freuden ja nicht mehr viel blieb.
Doch als Boromir und sein neuer Bruder endlich das Haus ihres Vaters erreicht hatten...
„Boromir!!! Was ist mit deinem Akzent passiert? Und wo ist Saurons Lohn für deine langjährigen Dienste?? Und wer ist dieser Typ da???"
„Nun, das war so..."
- wenige Stunden später -
„.... und dann schließlich nur mehr mein neuer Bruder, sprich dein neuer Sohn."
Stille.
„Was sagst du dazu, Vater? .... Vater?"
Unsere Geschichte endet hier, kurz bevor ein sehr lauter, sehr böser Fluch im ganzen Lande Gondors zu hören war.
So spricht die Vorgeschichte der Legende und den Rest .... also mehr Flüche ... na ja, das kennt ihr ja schon....
- Ende -
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Seht es euch an! Es ist vollbracht! Nach Jahren! Endlich wieder ein Märchen! Zugegeben, es ist nicht besonders gut, aber ich bin nun mal aus der Übung ... seufz.
Verzeiht mir und macht ruhig weiter Vorschläge für mehr Charaktere oder Geschichten!
[at] alle: Muchas Danke für eure Reviews! Bin im Moment leider zu verwirrt einzelne Teile zu beantworten, aber falls es wichtige Fragen gibt, die ich übersehen hab ... fragt nochmal. (unschuldig pfeif) Bis denne!
Disclaimer: Meins?? MEINS???? .... I don't think so.
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In einem fernen Land namens Gondor gab es einst eine Familie mit dem Namen Hurin. Um ihre Angehörigen wanden sich zahlreiche Sagen, Geschichten, Erzählungen, Märchen, Mythen und Gerüchte.
„Ist das nicht alles das Gleiche?"
Halt die Klappe!!
Ja, ähm... wie gesagt ... und Gerüchte. Eines davon berichtet vom ständigen Zwist des Familienvaters mit seinem jüngsten Sohn. Warum dieser so lange anhielt und wie er überhaupt entstand war nur wenigen klar, bis sie eines Tages folgende Erzählung hörten;
In einem fernen Land namens Gon-
„Du wiederholst dich!"
Halt die Klappe!!!
„Du wiederholst dich noch immer!"
ICH SAGTE- .... ach, hör doch einfach mal fünf Minuten zu, ohne mich zu unterbrechen!!
„...biiiiiitte."
Danke. Also; In einem fernen Land namens Gondor lebte einst ein junger Mann, der den Namen Boromir trug. Doch die Familie des jungen Mannes war arm, da seine Mutter tot und sein Vater stinkfaul war. Geschwister hatte er keine und so musste er als illegaler Orkzüchter bei seinem fiesen Nachbarn Sauron arbeiten.
Als er dies viele Jahre lang durchgehalten hatte, sprach Sauron eines Tages zu ihm-
„Die fünf Minuten sind um! Kann ich wieder reden?"
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHH!!!!!!
„...schon gut, schon gut. Bin ja schon still."
Seufz. Wie auch immer ... Sauron sprach also zu Boromir;
„Junge, du hast mit gut gedient. Als Zeichen meiner Dankbarkeit ... oder vielmehr, weil es die Gewerkschaft verlangt ... gebe ich dir nun deine schon lange fällige Bezahlung."
Boromir war von großer Freude erfüllt, als Sauron ihm sodann einen Ring aus purem Gold überreichte.
„Dies ist ein Ring sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.", sprach Sauron. „Allerdings könnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, was ich damit anfangen soll. Bring ihn also zu deinem Vater und tausche ihn für Essen und Kleidung ein."
Mit diesen Worten entließ Sauron Boromir aus seinem Diensten. Dieser machte sich glücklich auf den Weg nach Hause, wo sein Vater – durch eine Briefmotte bereits von der frohen Nachricht unterrichtet – bereits auf ihn wartete.
Doch just als Boromir die Grenze Mordors überschritt, wurde ihm etwas Grauenvolles bewusst;
‚Pfoah, he. Des san jo sicha zehn Minutn rüber nach Minas Tirith. Des muas i oba net ernsthaft ois z'Fuas gengan, oda?'
Oh doch, das musste er. Nun ... jedenfalls hätte er das müssen, wäre ein gerade vorbeifliegender Nazgul nicht durch seinen leidenden Gesichtsausdruck zur Landung veranlasst worden.
„He, Bursche! Dein leidender Gesichtsausdruck veranlasste mich zur Landung! So sag, was ist denn geschehen? Hat Sauron dir schon wieder den Weihnachtsbonus gestrichen?"
„Na, na, des net. I hob jo eh wos zoit kriagt. Nur mog i des net durtn noch Minas Tirith umischleifn. I hob jo koa Pferd oda so, wast..."
Verwundert durch den Dialekt des Jünglings sprang der Nazgul erst mal zur Sicherheit ein paar Schritte zurück. Dann jedoch sah am Hals Boromirs die Bezahlung seines Arbeitgebers baumeln. Diese erfüllte ihn mit großem Verlangen und er exklamierte: „GIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIB!! MIRMIRMIRMIRMIRMIR!!!"
Boromir – durch dieses plötzlich sehr aufdringliche Verhalten erschreckt – wich seinerseits ebenfalls ein paar Schritte in die andere Richtung.
„Naaaa! Des g'hert mia! Los des in Rua!"
Der Nazgul jedoch wollte dies nicht in Ruhe lassen und dachte sich deshalb eine List aus. Nun, List ist vielleicht nicht das richtige Wort, da er Boromir kurzerhand niederschlug, sich den Ring krallte und lachend davonlief.
„MUUUUAHAHAHAAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA!"
Als Boromir nach einem kurzen Wachkoma-Intermezzo wieder zu sich kam musste er feststellen, dass seine Bezahlung für unzählige Jahre treue Dienste verschwunden war. Frustriert stand er auf und bereitete sich auf einem mühsamen und traurigen Heimmarsch vor, als ihm plötzlich etwas auffiel.
„JÖSSAS!!!", rief er voller Verblüffung auf. Was ihm nämlich gerade aufgefallen war, war das Reittier des Nazguls. Besagter hatte nämlich seinen Flugdrachen nach dem Diebstall des Ringes vollkommen vergessen, weshalb dieser nun vor den Toren Mordors lag und ein Nickerchen machte.
Erst hatte Boromir Angst und wollte schon schnell das Weite suchen. Doch gerade, als er das Weite gefunden hatte und schon fast auf dem Weg nach Hause war, ergriff ihn eine Idee!
Und so ergriff auch er etwas und zwar die Zügel des Flugdrachens. Dieser wieherte erschrocken auf-
„Halt, halt, halt!!"
Was denn jetzt schon wieder???
„Ich wollte ja eigentlich nix sagen, aber-"
Dann tu es auch nicht.
„ABER so geht das nun auch wieder nicht. Wie bitteschön soll ein Flugdrache wiehern?"
Wäre es dir lieber, wenn er Muh macht?
„Quatsch! Aber er könnte ja zum Beispiel-"
WAS AUCH IMMER!! Das tut doch nichts zur Sache!!
„Nein, natürlich nicht. Achte nur nicht auf die Details in deiner Geschichte, es wird den Lesern schon nicht auffallen ... kein Problem, stört sicher niemanden. MACH RUHIG WEITER SO!!"
.... das gedenke ich zu tun. Wo war ich also? Ach ja...
Der Reitdrache hatte gerade irgendein reitdrachiges Geräusch von sich gegeben und erhob sich nun mit Boromir auf seinem Rücken in die Lüfte. Erfreut stelle Boromir fest, dass sein Plan aufzugehen schien. Er würde mit einem Reittier bequem nach Hause fliegen und dieses dann gegen Essen und Kleidung eintauschen.
Nun muss jedoch erwähnt werden, dass Boromir nicht die geringste Ahnung von der Gangschaltung oder allgemeinen Steuerung eines Flugdrachens hatte. Leider fiel dies selbigem Tier bald auf, weshalb es einen Kurzstreckensprintflug ins Gebirge wagte, um Boromir dort in einer scharfen Linkskurve gegen eine Felswant zu semmeln.
Kichernd ließ es sich nach dem gelungenen Kunststück auf einer Bergspitze nieder und überließ Boromir seiner zweiten Gehirnerschütterung.
Dieser wurde jedoch schon nach kurzer Zeit von einem vorbeiziehenden Ork aufgeweckt.
„HEDA! Uno: Wer bist du? Duo: Was machst du auf meinem Berg?? Trio: Ist das dein Flugdrache auf der Bergspitze???"
Auf Frage eins bis zwei wusste er spontan keine definitive Antwort, auf Frage drei konnte er jedoch in einem sicheren „Aye, that's me dragon." antworten.
Der Ork schnüffelte – von der englischen Sprache und dem Yorkshire-Akzent des Menschen verwirrt – nachdenklich in der Luft herum, bis ihm schließlich etwas einfiel und er dem unfreiwilligen Bergbesucher sofort freudig einen Dolch an die Kehle hielt.
„So und nun hör mal gut zu; Ich schnappe mir jetzt deinen Drachen und verzieh mich nach Rio! Wenn du versuchst mich aufzuhalten, wirst du es dein Leben lang bereuen, was dich dann allerdings nicht mehr stören wird, da dein Leben in diesem Falle nur mehr sehr, sehr kurz sein wird! Solltest du mich aber ungestört ziehen lassen, so darfst du dir nachher unten im Berg mein Haustier abholen und dies als einen Tausch sehen. Verstanden??"
Boromir war kurzzeitig eingeschlafen und verstand kein Wort, hielt es aber im Angesicht des spitzen Gegenstandes neben seiner Hauptschlagader für weise, einfach mit dem Kopf zu nicken.
Dies hatte zur Folge, dass der Ork hastig die Spitze des Berges erklomm, sich auf den Drachen schwang und mit einem letzten „YIIIIIIIHAW!!"gen Süden flog.
Boromir jedoch blieb einsam und verlassen auf seinem Bergpfad hocken, ohne Ring, ohne Transportmittel und ohne- nein, mit gravierender Sprachstörung. Und da er sonst nichts zu tun hatte, dachte er nach.
‚So this lad's been talkin' 'bout summit down t'mines, aye?'
Und obwohl er sich selbst nicht ganz verstand, beschloss er einfach mal den Berg hinab in die Mienen zu gehen. Dort nämlich – so erinnerte er sich nun – hielt der Ork sich angeblich ein Haustier, welches nun Eigentum Boromirs war.
Dieses jedoch war keineswegs eine kleine, essbare Zwischenmahlzeit, so wie Boromir es sich erhofft hatte, sondern ein ausgewachsener, übellauniger Balrog.
„GRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR!!!!", muhte der Balrog, als er Boromir zu Gesicht bekam.
„ABER BALROGS KÖNNEN NICHT- ach, vergiss es!!!!"
Das werde ich. Nun, als der Balrog also so aufflammte und seine Peitsche peitschen ließ, packte Boromir die Angst und er beschloss die Flucht zu ergreifen.
Leider allerdings wurde er zuvor selbst von etwas ergriffen und zwar von dem Balrog.
„Oh bloody shite!", exklamierte Boromir und dies zurecht, da er gerade im Begriff war, wieder einmal unsanft an eine Felswand geworfen zu werden.
Was danach geschah, bekam Boromir logischerweise nicht mit. Soviel sei jedoch gesagt, dass es etwas mit einer Flamme, noch mehr Gepeitsche, einem Sturz und dem Satz „Du kannst hier nicht vorbei!"zu tun hatte.
Irgendwann jedoch musste der Gondorianer ja wieder aufwachen und als er das tat, stellte er fest, dass-
„Oh mein Gott! Welch kuriose Koinzidenz! Ich besitze plötzlich die Abilität des hochdeutschen Sprachgebrauchs!"
Ja, das auch.
Was jedoch viel wichtiger für den Verlauf der Geschichte war, war der Stab, den Boromir am Rande eines Abgrundes liegen sah.
„Heurika! Welch formidables Holzstück! Der Usus des selbigen als Stock für den Spaziergang wird mir von immenser Nützlichkeit sein!"
Was Boromir damit sagen wollte war, dass das Gehen für ihn nun nicht mehr allzu mühsam war und er sich deshalb schleunigst auf den Heimweg machte.
Als er jedoch einige Zeit gewandert war, traf er auf einen Zauberer. Oder genauer gesagt traf der Zauberer auf ihn. Oder genauerer gesagt traf ihn der Zauberer. Und zwar mit einem Palantir, den er gerade aus seinem Fenster geworfen hatte.
„VERFLUCHTES MISTSTÜCK! SCHON WIEDER KEIN GUTHABEN UND EIN SCHEIß EMPFANG!! DAS DARF DOCH WOHL NICHT WAHR SEIN!!!", fluchte er Zauberer und sah seinem Medium der Kommunikation nach, als es aus dem Fenster gesegelt war.
So entdeckte er zwangsläufig auch den Menschen, den er damit KO geschlagen hatte.
‚Na toll.', dachte sich der Zauberer. ‚Erst ist mein Palantir im Arsch und jetzt kill ich auch noch so einen dämlichen Passanten und darf erst wieder vor Gericht gehen. Ich hab das ja alles so satt!'
Verärgert machte sich der alte Mann daran, die Stiegen seines Turmes hinunterzugehen, um die Leiche schnell im Wald zu begraben. Unten jedoch stellte er zwei Dinge fest. A: Der Tote war noch gar nicht tot. B:
„EIN ZAUBERSTAB!!"
Ja, ein Zauberstab. Denn im Gegensatz zu Boromir wusste der Zauberer, dass man solche Holzstücke zu wesentlich mehr als nur zum Wandern verwenden konnte.
Begeistert von seinem Fund, doch frustriert von der Tatsache, dass er nun doch keine Leiche sondern wahrscheinlich eine Klage wegen Körperverletzung am Hals hatte, beschloss der Magier einen letzten Versuch der Schadensbegrenzung zu unternehmen.
Er hieß seine Diener also an, den verletzten Gondorianer samt Palantir nach Rohan zu schicken.
So geschah es dann auch und schon am nächsten Morgen fand sich Boromir im Briefkasten des Königs von Rohan wieder.
„Eomer!!! Hast du einen Gondorianer und einen sprechenden Stein bestellt??"
„Quatsch, das muss Eowyn gewesen sein!"
„Blöde Göre! Verflucht sei der Tag, an dem ich ihr einen Account bei besorgt habe!"
„HEY!! Was redet ihr da??? Das ist doch Schwachsinn!! Sofern das keine Tasche von Gucci ist, habe ich nichts damit zu zun!!"
„EINE GUCCI TA-"
„Wartet mal, wartet mal! Vielleicht gehört das Ding ja Grima, der hat neulich nämlich Stunden bei ebay verbracht!!"
„Du hast Recht, das wird's wohl sein."
„GRIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIMAAAAAAAAAAAAAA!!!!"
Und so trug es sich zu, dass Boromir samt Palantir und Verpackung im Gemach von Grima Schlangenzunge landete.
Dieser hatte jedoch lediglich eine DVD Kollektion bestellt und war keineswegs erfreut mit seinem neuen Mitbewohner. Was Grimas Aufmerksamkeit allerdings doch auf sich zog war der Palantir, den Boromir mit sich trug. So machte er sich schnell daran, den Bewusstlosen mit einem spitzen Stöckchen zu pieken, um ihn zum Aufwachen zu bewegen. Als ihm dies endlich gelang, stellte er jedoch fest, dass sein Gast eine eigenartige Art der Sprache gebrauchte und sowieso nicht mehr ganz dicht schien.
„Unmenschliche Kopfschmerzen ich habe! Hochdeutsch sprechen ich nicht mehr tue! Frustriert mich das macht!"
„Nun mal langsam, Kumpel. Also was auch immer du sagen willst ... äh, egal. Hey, willst du mir vielleicht diesen vollkommen wertlosen Palantir schenken?"
„Vergessen du das kannst. Mein einziger Besitz er ist."
„Okay, okay, dann eben nicht. Aber ... wie wär's mit einem Tausch?"
„Schlag auf den Kopf er involviert?"
„Hä? .... na ja, was auch immer. Hör zu; Du gibst mir das Steinchen und ich gebe dir ... ähm ... öh .... ein prachtvolles Pferd ... und .... ähm .... ASPIRIN!!!"
„ASPIRIN???"
„Aspirin." „Erfreuen mich das tut! In den Tausch einwilligen ich werde!!"
Gesagt, getan. Boromir wurde sowohl seinen Palantir als auch seine Kopfschmerzen los und machte sich per Pferd auf den Weg nach Hause.
An den Ring, den er seinem Vater eigentlich mitbringen sollte, dachte er gar nicht mehr. Er war einfach nur glücklich, nicht mehr doppelt zu sehen.
Doch dieses Glück hielt nicht lange an. Denn als Boromir eine halbe Stunde vor Erreichen seiner Heimatstadt noch schnell eine Pinkelpause einlegte, wurde sein Pferd plötzlich von einem jodelndem Maulwurf erschreckt, sodass es vollkommen verstört das Weite suchte.
Natürlich nicht ohne Boromir zuvor einen kräftigen Huftritt zu verpassen, der ihn für einen weiteren Nachmittag kaltstellte. Armer, armer Gondorianer! Was musste sein Sprachzentrum nur alles erdulden!
Er selbst war allerdings auch dementsprechend arm dran. Denn außer Kopfschmerzen hatte Boromir nun nichts mehr. Und ich meine wirklich nichts, nicht mal mehr eine Abnormalität seiner Sprache!
Was sollte er nun nur tun? Der Abend war gerade angebrochen und seine Heimatstadt war nicht mehr weit entfernt. Jedoch hatte er nun nichts mehr, was er seinem Vater bringen konnte. Kein Essen würden sie haben und keine neue Kleidung. Oh, welch unendliches Leid!
Dennoch ... Boromir wollte seinen Vater nicht mehr länger in Sorge um ihn warten lassen und machte sich deshalb schnellen Schrittes auf nach Minas Tirith.
Und als er dann bei Sonnenuntergang in der Stadt war, setzte er sich an den Rand eines Brunnens und machte noch eine letzte Pause, um Worte zu finden, mit denen er seinem Vater die Geschichte seiner schrecklichen Reise erzählen würde.
Doch als er da so saß, hörte er plötzlich ein Geräusch, das aus dem Brunnen zu kommen schien.
„HIIIIIIIIIIIIIIIIIIILFEEEEEEEEEEEEEEEE!!!"
Verblüfft sah Boromir nach unten, konnte jedoch nichts erkennen, da der Brunnen zu tief und zu dunkel war.
„Heft mit! Ich bin in den Brunnen gefallen!! Bitte holt mich hier raus!!"
Das ließ sich der von Natur aus äußerst heroische Gondorianer natürlich nicht zweimal sagen. Das heißt ... eigentlich schon aber nur deshalb, weil er es das erste Mal nicht verstanden hatte. Na ja, wie auch immer. Boromir holte also so schnell wie möglich ein Seil, warf es in den Brunnen und zog die sich dort befindliche Person an die Oberfläche.
Es stellte sich heraus, dass diese Person ebenfalls ein Bürger Gondors war. Es war ein Mann, höchstens ein paar Jahre jünger als Boromir selbst. Und er war sehr erfreut über seine Rettung, dieser Mann.
Denn augenblicklich sprang er Boromir um den Hals und warf ihn zu Boden.
„Aua!! Was soll das??"
„Du hast mich gerettet!! Dankedankedankedanke! Dafür sollst du mich nun zur Frau nehmen dürfen!"
„WAS???"
„Na ja, die Sache ist die; Eigentlich sollte ja eine Freundin von mir heute in diesem Brunnen fallen und geheiratet werden, aber dann hat sie sich beim Schach spielen den Finger verstaucht und konnte nicht kommen. Sie hat mich also gebeten für sie einzuspringen und na ja ... hier bin ich."
„Aber ... aber ... aber-"
„Jaja, schon gut. Das Heiraten ist wahrscheinlich eine blöde Idee. Ich hatte auch eigentlich gehofft, dass eine kriegerische, kampflustige und starke Maid hier vorbeikommt und mich befreit. So wie diese Eowyn aus Rohan. Mann, das ist vielleicht eine Frau. Ähm ... wie auch immer. Das Problem ist nur, dass ich im Fixen Glauben an eine Heirat bereits mein Haus verkauft habe und meine Familie verlassen und so weiter und jetzt habe ich nichts und niemanden und ich bin ja so alleine und .... kann ich bei dir bleiben?"
‚Na toll. Da versucht man einmal heroisch zu sein und was hat man davon? Andererseits...'
Andererseits hatte sich Boromir schon immer einen jüngeren Bruder gewünscht. Und so eine fröhliche Persönlichkeit würde sicher auch seinem Vater gefallen und ihn aufheitern, besonders, da ihnen außer immateriellen Freuden ja nicht mehr viel blieb.
Doch als Boromir und sein neuer Bruder endlich das Haus ihres Vaters erreicht hatten...
„Boromir!!! Was ist mit deinem Akzent passiert? Und wo ist Saurons Lohn für deine langjährigen Dienste?? Und wer ist dieser Typ da???"
„Nun, das war so..."
- wenige Stunden später -
„.... und dann schließlich nur mehr mein neuer Bruder, sprich dein neuer Sohn."
Stille.
„Was sagst du dazu, Vater? .... Vater?"
Unsere Geschichte endet hier, kurz bevor ein sehr lauter, sehr böser Fluch im ganzen Lande Gondors zu hören war.
So spricht die Vorgeschichte der Legende und den Rest .... also mehr Flüche ... na ja, das kennt ihr ja schon....
- Ende -
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Seht es euch an! Es ist vollbracht! Nach Jahren! Endlich wieder ein Märchen! Zugegeben, es ist nicht besonders gut, aber ich bin nun mal aus der Übung ... seufz.
Verzeiht mir und macht ruhig weiter Vorschläge für mehr Charaktere oder Geschichten!
[at] alle: Muchas Danke für eure Reviews! Bin im Moment leider zu verwirrt einzelne Teile zu beantworten, aber falls es wichtige Fragen gibt, die ich übersehen hab ... fragt nochmal. (unschuldig pfeif) Bis denne!
