Disclaimer: Wofür schreib ich das eigentlich noch?
Pairing: *fg*
Warning: SLASH ja, ja ab jetzt wirklich ~_^
Comment: Ich weiß, ich weiß. Es hat lange gedauert, aber das war eine absolute Ausnahme. Ich bin einfach nicht zum schreiben gekommen. Sorry! Aber hey, ich hatte mal zur Abwechslung keine Schreibblockade. ^^
Ein riesiges Dankeschön an meine Beta-Leserin Shenen und die Co-Beta- Leserin *gg* Lady Arrogance.
@baboon: Ja, ja Al Bundy, ein wahrer Meister seines (Schuh-)faches. *g*
@Werewolf: Ich nehme an, du bist aktives Mitglied einer Menschenrechtsorganisation? : )
@Lady Arrogance: Doppelt hält ja bekanntlich besser. *ggg*
Außerdem lieben Dank an: LenneKumi, netrunnerin14, Ivine und Tarivi. Ich schätze, ihr wisst was ihr seid, oder?
Weil es dich gibt Kapitel 24
***************
Das Erste, was Harry fühlte, als er aufwachte, war der pochende Schmerz in seinem Kopf.
Er konnte die Augen kaum offen halten, wie automatisch tastete seine Hand nach der Brille. Doch diese lag nicht wie gewohnt neben ihm, es war überhaupt nichts wie gewohnt.....
Wo war er hier?
Der Geruch in diesem Raum war fast unerträglich, Harry konnte ihn zwar nicht ganz einordnen, aber er kam ihm alles seltsam bekannt vor. Seine Hände tasteten die nähere Umgebung ab. Er lag zweifellos auf einem Bett, warum war ihm hier alles so vertraut? Die Angst kroch langsam in ihm hoch. Das letzte an das er sich erinnerte war.....
.....Voldemort.....
...in Rons Gestalt. Ein kalter Schauer lief seinen Rücken hinunter. Da war der dunkle Lord gewesen und dann.... was war dann?
Alles, an was er sich erinnerte, war eine unheimliche Dunkelheit. Mehr war da nicht, so, als hätten die letzten Stunden, oder waren es Tage, nie existiert.
War er vielleicht noch immer bei ihm? War Voldemort noch hier?. Sein Blick wanderte suchend umher, doch seine Sicht war noch immer furchtbar verschwommen. Er könnte hier sein... in diesem Raum... bei dir... um dich zu töten. Entgültig, dachte er fieberhaft.
"Nein...", seine Stimme klang seltsam rau, so, als hätte er schon wochenlang nicht mehr geredet. Wo war er hier? Bei wem? Vorsichtig versuchte Harry aufzustehen, doch kaum war er ein paar Schritte gegangen, überkam ihn ein unheimliches Schwindelgefühl und er begann zu straucheln. Er ignorierte es und ging ein paar Schritte, dabei tastete er sich nach vorne, wie ein Blinder, doch weit schaffte er es nicht. Das Schwindelgefühl wurde zu stark und drohte, ihn in eine erneute Ohnmacht zu führen.
Langsam drehte er sich immer um und setzte sich wieder auf sein Bett. Die Angst wich reiner Panik. Mit jeder Sekunde wuchs der Zweifel darüber, dass er hier herauskommen würde. Und warum, verdammt, erinnerte er sich an nichts? Es war so, als hätte er die letzten Tage einfach verschlafen. Aber das war doch nicht möglich...
Vielleicht sollte er sich einfach ruhig hinsetzen und warten, bis jemand kam, um ihm zu helfen. Aber jetzt war wohl nicht der richtige Zeitpunkt, sich auf andere zu verlassen, denn war es nicht immer so gewesen, dass er sich ganz alleine geholfen hatte und nie jemanden gebraucht hatte. War er es nicht immer gewesen, der den Menschen half? So würde es auch jetzt sein, er würde es alleine schaffen. Ohne Hilfe.
Es schien ihm, als ob hätte sich der riesige Knoten in seiner Brust gelockert.....
Schließlich hatte er schon so oft gegen Voldemort gekämpft und gewonnen, also warum sollte er das jetzt nicht auch schaffen? Es war ja nicht so, dass er hilflos war, das war er noch nie gewesen. Wie viele Leben hatte er schon gerettet, warum sollte er das hier nicht auch überstehen? Er war doch Harry Potter, der Junge der lebt, er brauchte niemanden um sich zu retten. Das all seine Gedanken vollkommen irrational waren, wurde im schon im nächsten Moment schmerzhaft bewusst.....
"Harry?"
Ruckartig riss Harry den Kopf nach oben. Was?... Seine Hände verkrampften sich im Stoff des Bettes. Die Angst lähmte ihn und all seine Heldentaten waren vergessen... Was nützten sie ihm, wenn er seinen Feind nicht richtig sehen konnte.....
"Wer ist da?", fragte Harry mit zittriger Stimme. Obwohl ihm klar war, dass niemand antworten würde. Sicher war das nur der Wind gewesen, einfach nur der Wind,.....
"Ich bin´s."
Eine Welle der Angst durchflutete Harrys Körper. Sein Atem stockte und er hatte das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Sein Körper zitterte, doch schon im nächsten Moment, wurde ihm klar wer da vor ihm stand.....
"Sirius?", fragte er in die unheimliche Stille. Es klang fast wie ein Flehen.
"Poppy!", schrie der Mann vor ihm, "Harry, alles wird wieder gut. Jetzt bist du wieder wach. Du bist wieder da.". Das war Sirius. Die Angst fiel schlagartig von ihm ab. Egal was passieren würde, er war nicht mehr alleine. Wenn er noch vor Sekunden ernsthaft geglaubt hatte, dass er das hier ohne Hilfe überstehen würde, so war er jetzt einfach nur dankbar, dass jemand bei ihm war. Die Stimme seines Patens klang fast weinerlich, so, als habe er Angst gehabt, dass...dass Harry nicht mehr aufwachen würde.
"Alle, ok. Du bist in Hogwarts. Mach dir keine Sorgen. Alles wird wieder gut. Alles kommt wieder in Ordnung. POPPY!". Harry versuchte angestrengt, mehr als nur die Umrisse seines Patens wahrzunehmen, doch seine Augen waren noch immer wie zugeschwollen.
"Ich bin in Hogwarts?", fragte der Schwarzhaarige und seine Stimme klang rau, sein Hals war ausgetrocknet und es kostete Harry furchtbar viel Mühe zu reden.
" Ja, bist du. Mach dir keine Sorgen."
Plötzlich hörte er Schritte näher kommen und wie durch einen Reflex zuckte der Gryffindor zusammen.
"Potter?", fragte eine besorgt klingende Frauenstimme. Das war Madame Pomfrey. Er musste in Krankenflügel sein. Eine unheimliche Erleichterung breitete sich ihn aus, Harry hatte nichts mehr zu befürchten.
"Los, du musst Albus holen.", forderte Sirius die Krankenschwester auf. " Alles kommt in Ordnung.", sagte er wieder, an Harry gewandt, doch der Schwarzhaarige, hörte den beunruhigten Tonfall heraus..
Doch Madame Pomfrey schien Sirius vollkommen zu ignorieren. "Potter, geht es ihnen gut?", fragte sie.
"Mir ist schlecht, aber sonst geht es mir gut." Dass, das eine glatte Lüge war, musste sogar Madame Pomfrey aufgefallen sein. "Was ist passiert? Wo ist Voldemort? Was hat er mit mir gemacht?", fragte Harry aufgebracht. Er achtete nicht darauf, das seine Stimme fast nur noch ein Krächzen war. Der Gryffindor wollte Antworten. Jetzt.
"Bald Harry, bald. Ich verspreche es dir, aber jetzt sprich lieber nicht mehr. Deine Stimme klingt angeschlagen.", antwortete Sirius und wenn auch zögerlich, legte er einen Arm auf Harry Schulter.
Schon diese kleine Berührung reichte aus um Harry zu besänftigen. Wie lange hatte er Sirius nicht mehr gesehen?
"Trinken sie das, es wir ihre Sicht verbessern.", sagte die Krankenschwester, auch wenn sie nicht sehr überzeugt klang.
Vorsichtig griff Harry nach der Flasche, die sie ihm reichte. Sie fühlte sich kühl und angenehm an. "Sie müssen es ganz austrinken."
Langsam nippte er an dem Trank, er schmeckte nach... gar nichts. Wie Wasser. Harry schloss die Augen. Es passierte absolut nichts. Er wartete auf ein angenehmes Kribbeln, einen kalten Schauer, oder irgend ein anderes Anzeichen für einen Zaubertrank.
Seine Augen hielt er fest geschlossen, sie fühlten sich noch immer angeschwollen an. Fast als wäre er verprügelt worden. Um ihn herum herrschte absolute Stille. Er wollte seinen Mund aufmachen, um nach Sirius zu fragen, doch es war, als fehle ihm einfach die Kraft, um zu sprechen. Sein Mund blieb geschlossen.
Ein Art Müdigkeit überkam ihn, sie lähmte seine Gedanken und plötzlich fühlten sich seine Arme und Beine unglaublich schwer an.
Wie von einer unsichtbaren Kraft ins Bett gedrückt, sackte er langsam zurück und ehe er es sich versah, fiel er in einen tiefen, traumlosen Schlaf.
*********************
"Er ist aufgewacht."
"Wann?"
"Jetzt gerade, aber Poppy hat ihm etwas zur Beruhigung gegeben.", sagte Sirius und holte tief Luft. Albus Dumbledore, der vor ihm saß, stand ruckartig auf. "Ist er verletzt?"
"Nur seine Augen.", antwortete der Schwarzhaarige, noch immer ein wenig atemlos.
"Ich werde zu ihm gehen.", sagte Dumbledore ruhig. Sirius machte Anstalten, ihm zu folgen, doch der Direktor hielt ihn zurück, " Bitte, geh Miss. Granger und Mr. Weasley holen. Sie werden sich sicher freuen.", sagte er und ein Lächeln umspielte seine Lippen.
******************
Ein lauter Knall hallte in den Gängen zum Krankenzimmer wieder. Die Tür zur Krankenstation flog auf und.....
Ron blieb vollkommen außer Atem stehen. Sein Gesicht ähnelte einer Tomate und sein Brustkorb hob und senkte sich rasend schnell. Direkt hinter ihm stand Mione. Ihre Haare standen zu Berge und auch sie war ein wenig rosa im Gesicht.
"Was soll das? Ich kann mich nicht erinnern, sie hierher gebeten zu haben.", zischte Madame Pomfrey wutentbrannt. Sie war aus ihrem Büro geeilt, um zu sehen, wer das so einen Lärm machte und ihn zurecht zu weisen. Schließlich brauchte Potter Ruhe, daran änderten auch seine Freunde nichts.
"´Tschuldigung, Madame. Es ist nur, Sirius hat uns geholt wegen Harry, weil er aufgewacht sein soll. Und da wollten wir....", stotterte Ron und auch seine Ohren liefen rot an. Er wollte keinen Lärm machen, es war nur wegen Harry. Wenn er tatsächlich aufgewacht war.....
"Ihr habt gedacht? Das bezweifle ich stark. Und noch einmal bitte sie inständig und sicher zum letzten Mal, draußen gesittet Platz zu nehmen.", erwiderte die Krankenschwester und stemmte ihre Hände in die Hüften.
"Nur eins, ist Harry wirklich wach?", fragte Hermione hoffnungsvoll. Der Gedanke, dass Harry endlich wieder wach war, ließ ihr Herz vor Freude höher schlagen.
"Es ist so, dass Mr. Potter tatsächlich wieder zu Bewusstsein gekommen ist.", antwortete Madame Pomfrey widerwillig.
Ron und Hermione sahen sich begeistert an. "JAHHHHHH:", schrie Ron und stieß triumphierend die Faust in die Luft. Mione hingegen schien den Tränen nahe, denn ihre Augen wirkten glasig.
"Mr. Wealsey.", fauchte die Krankenschwester zornbebend. Das war doch nicht normal. Natürlich konnte man sich freuen, aber geziemten Maßen. "Sie nehmen jetzt sofort draußen Platz und warten, bis ich sie rufe oder ich sehe mich gezwungen,..."
Doch weiter kam sie nicht....
"Poppy, vielleicht ist es dir selbst noch nicht aufgefallen, aber du schreist auch gerade. Und das ist, wie du gerade erwähntest, nicht unbedingt förderlich für Harrys Genesung.", Albus Dumbledore lächelte Madame Pomfrey amüsiert an. Diese lief knallrot an und murmelte ein paar unverständliche Worte.
"Aber ich bin mir sicher, Harry wird sich freuen die beiden zu sehen, wenn er aufwacht, sagte Dumbledore und zwinkerte den beiden kurz zu.
Mione strahlte den Direktor an. "Wir sind auch ganz leise" Mit diesen Worten beeilte sie sich, Ron ins Krankenzimmer zu folgen.
Zuerst sahen sie ihn gar nicht. Doch im hintersten Eck des ganzen Zimmers lag, unter Decken "begraben", Harry Potter. Er schien nur zu schlafen, zumindest hob und senkte sich seine Brust gleichmäßig.
Nun musste Mione endgültig weinen. Es war ihr, als wäre es Jahre her, seit sie ihren besten Freund das letzte Mal gesehen hatte.
Auch Ron schien mit sich zu kämpfen. "Hi, Harry.", flüsterte er leise.
Aber dieser reagierte nicht. Sein Gesicht wirkte ein wenig blass, doch sonst war alles beim Alten.
Langsam ließen sich Ron und Mione auf die zwei Besucherstühle neben Harrys Bett nieder.
************
Ron wusste nicht genau, wie lange er da gesessen und gewartet hatte, doch irgendwann waren ihm die Augen zugefallen, auch wenn er sich mit aller Kraft dagegen gewehrt hatte.
Mione, neben ihm, schien nun endlich eingeschlafen zu sein. Sie hatte ihren Kopf neben Harry auf dass Bett gelegt und seufzte leise. Ron musste bei ihrem Anblick unwillkürlich schmunzeln.
"Auch wieder wach?"
Fast hätte der Rothaarige vor Überraschung aufgeschrieen, doch dann erkannte er die Stimme als die von Sirius. Dieser stand mit verschränkten Armen neben ihm. Er hatte seinen Blick auf den schlafenden Gryffindor gerichtet. "Er wacht sicher bald auf. Poppy hat ihm etwas zu Beruhigung gegeben. Du weißt schon, die ganze Verwirrung.", sagte Sirius und sah Harry mitleidig an. Ron konnte die Erleichterung in Sirius Augen sehen, es war die gleiche Erleichterung die ihn erfüllte.
"Wo ist Dumbledore?", fragte der Rothaarige und auch er wandte sich Harry zu.
"Er musste zurück. Jetzt da wir den Beweis haben, dass er zurück ist, kann das Ministerium Albus nicht mehr länger ignorieren. Sie werden wohl oder übel reagieren müssen.
"Was wird er Harry erzählen?", fragte Ron flüsternd.
Sirius zuckte mit den Schultern. "Ehrlich, ich weiß es nicht. Ich meine, er wird ihm schlecht die Wahrheit sagen können, oder?", fragte der Schwarzhaarige und sah Ron eindringlich an.
"Sie haben Malfoy extra in ein anderes Zimmer gelegt, er hatte ja auch nur leichte Verletzungen. Aber wenn du mich fragst war das eine richtige Entscheidung,. Denn stell dir mal vor, Harry erfährt, was.... dieses.....", es schien als fehlten ihm die Worte, um Draco einen passenden Namen, für sein Verbrechen zu geben, " du weißt schon."
"Aber er wird doch Fragen stellen, was passiert ist.", fragte Ron leise.
"Ja, ich weiß es auch nicht, aber glaub mir, es wäre besser, wenn er nicht wüsste, was Malfoy fast getan hätte.", sagte Sirius und sah Harry mit einem seltsam leeren Blick an, "Ihr solltet nach unten schlafen gehen. Morgen ist zwar Sonntag, aber ihr solltet nicht so lange hier herumsitzen."
"Nein," antwortete der Rothaarige sofort, "ich warte hier, egal was passiert. Ich will dabei sein, wenn er endlich aufwacht. Ich gehe nicht und Mione auch nicht.", er sah kurz zu Mione, die noch immer friedlich schlief.
"Wenn du meinst. Aber ich muss runter zu Remus. Heute ist Vollmond. Du kannst dir nicht vorstellen, wie zornig er war. Schließlich wird er wahrscheinlich gerade "beschäftigt" sein , wenn Harry aufwacht. Und weil Snape nicht da ist, verwandelt er sich quasi wie immer. Und ich kann ihn dann nicht alleine lassen, auch wenn ich gerne hier bleiben würde.", sagte Sirius. Er drückte kurz Harrys Hand, wünschte Ron eine gute Nacht und verschwand dann in die Dunkelheit.
Der Rothaarige sah Sirius noch kurz nach und wandte sich dann wieder Harry zu. Er hielt sich die Hände vors Gesicht, er wollte nicht, dass Harry sah, wie er seinetwegen weinte. Es war kein richtiges Weinen, es waren eigentlich nur stumme Tränen.
All die Anspannung und Angst hatten ihn viel Kraft gekostet. Hoffentlich kam Harry wieder in Ordnung und Malfoy sollte in der Hölle schmoren, für das was er fast getan hatte. Unwillkürlich kam die Wut wieder in ihm hoch. Wie hatte dieses Arschloch es wagen können, Harry etwas an zu tun? Doch mit der Wut kam auch die Angst um seinen besten Freund zurück. Was würde er wohl machen, wenn er die Wahrheit erfuhr?
***************************************************************************
So! Das war´s. Ich hoffe es gefiel. Vielleicht könntet ihr euch zu einem kleine review hinreißen lassen. Büdde!
Nya, wahrscheinlich poste ich morgen einen neuen Teil von "Liebe?" Und es ist noch nicht der letzte.....
Also, ich bin fertig für heute.
grüßle aly
Pairing: *fg*
Warning: SLASH ja, ja ab jetzt wirklich ~_^
Comment: Ich weiß, ich weiß. Es hat lange gedauert, aber das war eine absolute Ausnahme. Ich bin einfach nicht zum schreiben gekommen. Sorry! Aber hey, ich hatte mal zur Abwechslung keine Schreibblockade. ^^
Ein riesiges Dankeschön an meine Beta-Leserin Shenen und die Co-Beta- Leserin *gg* Lady Arrogance.
@baboon: Ja, ja Al Bundy, ein wahrer Meister seines (Schuh-)faches. *g*
@Werewolf: Ich nehme an, du bist aktives Mitglied einer Menschenrechtsorganisation? : )
@Lady Arrogance: Doppelt hält ja bekanntlich besser. *ggg*
Außerdem lieben Dank an: LenneKumi, netrunnerin14, Ivine und Tarivi. Ich schätze, ihr wisst was ihr seid, oder?
Weil es dich gibt Kapitel 24
***************
Das Erste, was Harry fühlte, als er aufwachte, war der pochende Schmerz in seinem Kopf.
Er konnte die Augen kaum offen halten, wie automatisch tastete seine Hand nach der Brille. Doch diese lag nicht wie gewohnt neben ihm, es war überhaupt nichts wie gewohnt.....
Wo war er hier?
Der Geruch in diesem Raum war fast unerträglich, Harry konnte ihn zwar nicht ganz einordnen, aber er kam ihm alles seltsam bekannt vor. Seine Hände tasteten die nähere Umgebung ab. Er lag zweifellos auf einem Bett, warum war ihm hier alles so vertraut? Die Angst kroch langsam in ihm hoch. Das letzte an das er sich erinnerte war.....
.....Voldemort.....
...in Rons Gestalt. Ein kalter Schauer lief seinen Rücken hinunter. Da war der dunkle Lord gewesen und dann.... was war dann?
Alles, an was er sich erinnerte, war eine unheimliche Dunkelheit. Mehr war da nicht, so, als hätten die letzten Stunden, oder waren es Tage, nie existiert.
War er vielleicht noch immer bei ihm? War Voldemort noch hier?. Sein Blick wanderte suchend umher, doch seine Sicht war noch immer furchtbar verschwommen. Er könnte hier sein... in diesem Raum... bei dir... um dich zu töten. Entgültig, dachte er fieberhaft.
"Nein...", seine Stimme klang seltsam rau, so, als hätte er schon wochenlang nicht mehr geredet. Wo war er hier? Bei wem? Vorsichtig versuchte Harry aufzustehen, doch kaum war er ein paar Schritte gegangen, überkam ihn ein unheimliches Schwindelgefühl und er begann zu straucheln. Er ignorierte es und ging ein paar Schritte, dabei tastete er sich nach vorne, wie ein Blinder, doch weit schaffte er es nicht. Das Schwindelgefühl wurde zu stark und drohte, ihn in eine erneute Ohnmacht zu führen.
Langsam drehte er sich immer um und setzte sich wieder auf sein Bett. Die Angst wich reiner Panik. Mit jeder Sekunde wuchs der Zweifel darüber, dass er hier herauskommen würde. Und warum, verdammt, erinnerte er sich an nichts? Es war so, als hätte er die letzten Tage einfach verschlafen. Aber das war doch nicht möglich...
Vielleicht sollte er sich einfach ruhig hinsetzen und warten, bis jemand kam, um ihm zu helfen. Aber jetzt war wohl nicht der richtige Zeitpunkt, sich auf andere zu verlassen, denn war es nicht immer so gewesen, dass er sich ganz alleine geholfen hatte und nie jemanden gebraucht hatte. War er es nicht immer gewesen, der den Menschen half? So würde es auch jetzt sein, er würde es alleine schaffen. Ohne Hilfe.
Es schien ihm, als ob hätte sich der riesige Knoten in seiner Brust gelockert.....
Schließlich hatte er schon so oft gegen Voldemort gekämpft und gewonnen, also warum sollte er das jetzt nicht auch schaffen? Es war ja nicht so, dass er hilflos war, das war er noch nie gewesen. Wie viele Leben hatte er schon gerettet, warum sollte er das hier nicht auch überstehen? Er war doch Harry Potter, der Junge der lebt, er brauchte niemanden um sich zu retten. Das all seine Gedanken vollkommen irrational waren, wurde im schon im nächsten Moment schmerzhaft bewusst.....
"Harry?"
Ruckartig riss Harry den Kopf nach oben. Was?... Seine Hände verkrampften sich im Stoff des Bettes. Die Angst lähmte ihn und all seine Heldentaten waren vergessen... Was nützten sie ihm, wenn er seinen Feind nicht richtig sehen konnte.....
"Wer ist da?", fragte Harry mit zittriger Stimme. Obwohl ihm klar war, dass niemand antworten würde. Sicher war das nur der Wind gewesen, einfach nur der Wind,.....
"Ich bin´s."
Eine Welle der Angst durchflutete Harrys Körper. Sein Atem stockte und er hatte das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Sein Körper zitterte, doch schon im nächsten Moment, wurde ihm klar wer da vor ihm stand.....
"Sirius?", fragte er in die unheimliche Stille. Es klang fast wie ein Flehen.
"Poppy!", schrie der Mann vor ihm, "Harry, alles wird wieder gut. Jetzt bist du wieder wach. Du bist wieder da.". Das war Sirius. Die Angst fiel schlagartig von ihm ab. Egal was passieren würde, er war nicht mehr alleine. Wenn er noch vor Sekunden ernsthaft geglaubt hatte, dass er das hier ohne Hilfe überstehen würde, so war er jetzt einfach nur dankbar, dass jemand bei ihm war. Die Stimme seines Patens klang fast weinerlich, so, als habe er Angst gehabt, dass...dass Harry nicht mehr aufwachen würde.
"Alle, ok. Du bist in Hogwarts. Mach dir keine Sorgen. Alles wird wieder gut. Alles kommt wieder in Ordnung. POPPY!". Harry versuchte angestrengt, mehr als nur die Umrisse seines Patens wahrzunehmen, doch seine Augen waren noch immer wie zugeschwollen.
"Ich bin in Hogwarts?", fragte der Schwarzhaarige und seine Stimme klang rau, sein Hals war ausgetrocknet und es kostete Harry furchtbar viel Mühe zu reden.
" Ja, bist du. Mach dir keine Sorgen."
Plötzlich hörte er Schritte näher kommen und wie durch einen Reflex zuckte der Gryffindor zusammen.
"Potter?", fragte eine besorgt klingende Frauenstimme. Das war Madame Pomfrey. Er musste in Krankenflügel sein. Eine unheimliche Erleichterung breitete sich ihn aus, Harry hatte nichts mehr zu befürchten.
"Los, du musst Albus holen.", forderte Sirius die Krankenschwester auf. " Alles kommt in Ordnung.", sagte er wieder, an Harry gewandt, doch der Schwarzhaarige, hörte den beunruhigten Tonfall heraus..
Doch Madame Pomfrey schien Sirius vollkommen zu ignorieren. "Potter, geht es ihnen gut?", fragte sie.
"Mir ist schlecht, aber sonst geht es mir gut." Dass, das eine glatte Lüge war, musste sogar Madame Pomfrey aufgefallen sein. "Was ist passiert? Wo ist Voldemort? Was hat er mit mir gemacht?", fragte Harry aufgebracht. Er achtete nicht darauf, das seine Stimme fast nur noch ein Krächzen war. Der Gryffindor wollte Antworten. Jetzt.
"Bald Harry, bald. Ich verspreche es dir, aber jetzt sprich lieber nicht mehr. Deine Stimme klingt angeschlagen.", antwortete Sirius und wenn auch zögerlich, legte er einen Arm auf Harry Schulter.
Schon diese kleine Berührung reichte aus um Harry zu besänftigen. Wie lange hatte er Sirius nicht mehr gesehen?
"Trinken sie das, es wir ihre Sicht verbessern.", sagte die Krankenschwester, auch wenn sie nicht sehr überzeugt klang.
Vorsichtig griff Harry nach der Flasche, die sie ihm reichte. Sie fühlte sich kühl und angenehm an. "Sie müssen es ganz austrinken."
Langsam nippte er an dem Trank, er schmeckte nach... gar nichts. Wie Wasser. Harry schloss die Augen. Es passierte absolut nichts. Er wartete auf ein angenehmes Kribbeln, einen kalten Schauer, oder irgend ein anderes Anzeichen für einen Zaubertrank.
Seine Augen hielt er fest geschlossen, sie fühlten sich noch immer angeschwollen an. Fast als wäre er verprügelt worden. Um ihn herum herrschte absolute Stille. Er wollte seinen Mund aufmachen, um nach Sirius zu fragen, doch es war, als fehle ihm einfach die Kraft, um zu sprechen. Sein Mund blieb geschlossen.
Ein Art Müdigkeit überkam ihn, sie lähmte seine Gedanken und plötzlich fühlten sich seine Arme und Beine unglaublich schwer an.
Wie von einer unsichtbaren Kraft ins Bett gedrückt, sackte er langsam zurück und ehe er es sich versah, fiel er in einen tiefen, traumlosen Schlaf.
*********************
"Er ist aufgewacht."
"Wann?"
"Jetzt gerade, aber Poppy hat ihm etwas zur Beruhigung gegeben.", sagte Sirius und holte tief Luft. Albus Dumbledore, der vor ihm saß, stand ruckartig auf. "Ist er verletzt?"
"Nur seine Augen.", antwortete der Schwarzhaarige, noch immer ein wenig atemlos.
"Ich werde zu ihm gehen.", sagte Dumbledore ruhig. Sirius machte Anstalten, ihm zu folgen, doch der Direktor hielt ihn zurück, " Bitte, geh Miss. Granger und Mr. Weasley holen. Sie werden sich sicher freuen.", sagte er und ein Lächeln umspielte seine Lippen.
******************
Ein lauter Knall hallte in den Gängen zum Krankenzimmer wieder. Die Tür zur Krankenstation flog auf und.....
Ron blieb vollkommen außer Atem stehen. Sein Gesicht ähnelte einer Tomate und sein Brustkorb hob und senkte sich rasend schnell. Direkt hinter ihm stand Mione. Ihre Haare standen zu Berge und auch sie war ein wenig rosa im Gesicht.
"Was soll das? Ich kann mich nicht erinnern, sie hierher gebeten zu haben.", zischte Madame Pomfrey wutentbrannt. Sie war aus ihrem Büro geeilt, um zu sehen, wer das so einen Lärm machte und ihn zurecht zu weisen. Schließlich brauchte Potter Ruhe, daran änderten auch seine Freunde nichts.
"´Tschuldigung, Madame. Es ist nur, Sirius hat uns geholt wegen Harry, weil er aufgewacht sein soll. Und da wollten wir....", stotterte Ron und auch seine Ohren liefen rot an. Er wollte keinen Lärm machen, es war nur wegen Harry. Wenn er tatsächlich aufgewacht war.....
"Ihr habt gedacht? Das bezweifle ich stark. Und noch einmal bitte sie inständig und sicher zum letzten Mal, draußen gesittet Platz zu nehmen.", erwiderte die Krankenschwester und stemmte ihre Hände in die Hüften.
"Nur eins, ist Harry wirklich wach?", fragte Hermione hoffnungsvoll. Der Gedanke, dass Harry endlich wieder wach war, ließ ihr Herz vor Freude höher schlagen.
"Es ist so, dass Mr. Potter tatsächlich wieder zu Bewusstsein gekommen ist.", antwortete Madame Pomfrey widerwillig.
Ron und Hermione sahen sich begeistert an. "JAHHHHHH:", schrie Ron und stieß triumphierend die Faust in die Luft. Mione hingegen schien den Tränen nahe, denn ihre Augen wirkten glasig.
"Mr. Wealsey.", fauchte die Krankenschwester zornbebend. Das war doch nicht normal. Natürlich konnte man sich freuen, aber geziemten Maßen. "Sie nehmen jetzt sofort draußen Platz und warten, bis ich sie rufe oder ich sehe mich gezwungen,..."
Doch weiter kam sie nicht....
"Poppy, vielleicht ist es dir selbst noch nicht aufgefallen, aber du schreist auch gerade. Und das ist, wie du gerade erwähntest, nicht unbedingt förderlich für Harrys Genesung.", Albus Dumbledore lächelte Madame Pomfrey amüsiert an. Diese lief knallrot an und murmelte ein paar unverständliche Worte.
"Aber ich bin mir sicher, Harry wird sich freuen die beiden zu sehen, wenn er aufwacht, sagte Dumbledore und zwinkerte den beiden kurz zu.
Mione strahlte den Direktor an. "Wir sind auch ganz leise" Mit diesen Worten beeilte sie sich, Ron ins Krankenzimmer zu folgen.
Zuerst sahen sie ihn gar nicht. Doch im hintersten Eck des ganzen Zimmers lag, unter Decken "begraben", Harry Potter. Er schien nur zu schlafen, zumindest hob und senkte sich seine Brust gleichmäßig.
Nun musste Mione endgültig weinen. Es war ihr, als wäre es Jahre her, seit sie ihren besten Freund das letzte Mal gesehen hatte.
Auch Ron schien mit sich zu kämpfen. "Hi, Harry.", flüsterte er leise.
Aber dieser reagierte nicht. Sein Gesicht wirkte ein wenig blass, doch sonst war alles beim Alten.
Langsam ließen sich Ron und Mione auf die zwei Besucherstühle neben Harrys Bett nieder.
************
Ron wusste nicht genau, wie lange er da gesessen und gewartet hatte, doch irgendwann waren ihm die Augen zugefallen, auch wenn er sich mit aller Kraft dagegen gewehrt hatte.
Mione, neben ihm, schien nun endlich eingeschlafen zu sein. Sie hatte ihren Kopf neben Harry auf dass Bett gelegt und seufzte leise. Ron musste bei ihrem Anblick unwillkürlich schmunzeln.
"Auch wieder wach?"
Fast hätte der Rothaarige vor Überraschung aufgeschrieen, doch dann erkannte er die Stimme als die von Sirius. Dieser stand mit verschränkten Armen neben ihm. Er hatte seinen Blick auf den schlafenden Gryffindor gerichtet. "Er wacht sicher bald auf. Poppy hat ihm etwas zu Beruhigung gegeben. Du weißt schon, die ganze Verwirrung.", sagte Sirius und sah Harry mitleidig an. Ron konnte die Erleichterung in Sirius Augen sehen, es war die gleiche Erleichterung die ihn erfüllte.
"Wo ist Dumbledore?", fragte der Rothaarige und auch er wandte sich Harry zu.
"Er musste zurück. Jetzt da wir den Beweis haben, dass er zurück ist, kann das Ministerium Albus nicht mehr länger ignorieren. Sie werden wohl oder übel reagieren müssen.
"Was wird er Harry erzählen?", fragte Ron flüsternd.
Sirius zuckte mit den Schultern. "Ehrlich, ich weiß es nicht. Ich meine, er wird ihm schlecht die Wahrheit sagen können, oder?", fragte der Schwarzhaarige und sah Ron eindringlich an.
"Sie haben Malfoy extra in ein anderes Zimmer gelegt, er hatte ja auch nur leichte Verletzungen. Aber wenn du mich fragst war das eine richtige Entscheidung,. Denn stell dir mal vor, Harry erfährt, was.... dieses.....", es schien als fehlten ihm die Worte, um Draco einen passenden Namen, für sein Verbrechen zu geben, " du weißt schon."
"Aber er wird doch Fragen stellen, was passiert ist.", fragte Ron leise.
"Ja, ich weiß es auch nicht, aber glaub mir, es wäre besser, wenn er nicht wüsste, was Malfoy fast getan hätte.", sagte Sirius und sah Harry mit einem seltsam leeren Blick an, "Ihr solltet nach unten schlafen gehen. Morgen ist zwar Sonntag, aber ihr solltet nicht so lange hier herumsitzen."
"Nein," antwortete der Rothaarige sofort, "ich warte hier, egal was passiert. Ich will dabei sein, wenn er endlich aufwacht. Ich gehe nicht und Mione auch nicht.", er sah kurz zu Mione, die noch immer friedlich schlief.
"Wenn du meinst. Aber ich muss runter zu Remus. Heute ist Vollmond. Du kannst dir nicht vorstellen, wie zornig er war. Schließlich wird er wahrscheinlich gerade "beschäftigt" sein , wenn Harry aufwacht. Und weil Snape nicht da ist, verwandelt er sich quasi wie immer. Und ich kann ihn dann nicht alleine lassen, auch wenn ich gerne hier bleiben würde.", sagte Sirius. Er drückte kurz Harrys Hand, wünschte Ron eine gute Nacht und verschwand dann in die Dunkelheit.
Der Rothaarige sah Sirius noch kurz nach und wandte sich dann wieder Harry zu. Er hielt sich die Hände vors Gesicht, er wollte nicht, dass Harry sah, wie er seinetwegen weinte. Es war kein richtiges Weinen, es waren eigentlich nur stumme Tränen.
All die Anspannung und Angst hatten ihn viel Kraft gekostet. Hoffentlich kam Harry wieder in Ordnung und Malfoy sollte in der Hölle schmoren, für das was er fast getan hatte. Unwillkürlich kam die Wut wieder in ihm hoch. Wie hatte dieses Arschloch es wagen können, Harry etwas an zu tun? Doch mit der Wut kam auch die Angst um seinen besten Freund zurück. Was würde er wohl machen, wenn er die Wahrheit erfuhr?
***************************************************************************
So! Das war´s. Ich hoffe es gefiel. Vielleicht könntet ihr euch zu einem kleine review hinreißen lassen. Büdde!
Nya, wahrscheinlich poste ich morgen einen neuen Teil von "Liebe?" Und es ist noch nicht der letzte.....
Also, ich bin fertig für heute.
grüßle aly
