Elben, Zwerge und andere Katastrophen

Kapitel 5: Die Brücke von Khazad-dum

A/N: Hallo, hier sind wir wieder mit unserer sagenhaften Story g. Eigentlich wollten wir ja ganz Moria in einem Kapitel updaten, aber ich hatte Erbarmen mit Nienna, damit sie nicht alles abschreiben muss (bin ich nicht nett?) und so haben wir es aufgeteilt. Mit den Reviews klappt es ja noch nicht so ganz, das müsste man noch ändern. Also outet euch, ihr stillen Leser und schreibt uns doch mal. Schreibt ruhig, dass unsere Story Schrott ist (wissen wir ja auch g ) aber bitte schreibt uns doch. Danke nochmal an Shiruy und ShivaElf, dass sie in den vorherigen Kapiteln reviewt haben. Ihr seid super! Aber jetzt macht schön weiter damit! Also dann, genug vom Geschwafel.

Disclaimer: Da freuen wir uns mal, dass wir die geniale Idee haben, eine Welt namens Mittelerde zu erschaffen und denken uns unzählige Charaktere aus, die dort wohnen. Und dann lesen wir ein gewisses Buch und merken empört, dass uns da jemand die Idee geklaut hat. Das blöde daran ist nur, dass ers schon ein paar Jahre vor uns veröffentlicht hat und wir kriegen jetzt nichts mehr. So ist das Leben g

5. Die Brücke von Khazad-dum

Um meine absolute Tauglichkeit als möglicher Ringträger-nachfolger unter Beweis zu stellen und um diesen Hobbit-und Schnapsbodyguards zu zeigen, was ein Elbenkrieger wert ist, schaffe ich meinen treuen „Gefährten"den minderbemittelten Troll vom Hals.

Aber anscheinend war es total umsonst, denn als das Gemetzel beendet ist, regt sich der aktuelle Ringträger plötzlich, schade! So viel zu meiner Ringträger-nachfolge. Aber früher oder später werden wir ihn schon noch los.

Im Moment allerdings scheint er sehr vital. Hustet zwar ein wenig, sagt aber dann in seiner grenzenlosen Tapferkeit: „Mir fehlt nichts!"Ja, dem fehlt wirklich nichts, wenn man mal vom Verstand absieht. Ein bisschen mehr davon würde ihm bestimmt nicht schaden.

Sein fürsorglicher Bodyguard und Psychologe ist natürlich schon zur Stelle, um den traumatisierten Halbling zu betreuen. Jetzt will er auch noch mit seinen angeblichen Heilerkenntnissen angeben und öffnet Frodos Hemd. Dabei kommt tatsächlich ein prächtiger Harnisch aus Mithrilringen zum Vorschein. Donnerwetter! Der Handel mit diesem widerlichen Pfeifenkraut lohnt sich doch tatsächlich! Sollte ich auch mal versuchen.

Bei dem Anblick ist sogar der Hobbypsychologe ausnahmsweise mal sprachlos, wenn auch nicht lange. Prompt fällt ihm wieder ein äußerst geistreicher Spruch für diese Situation ein: „An diesem Hobbit ist mehr dran, als das Auge sieht." Und auch der Zwerg scheint schwer beeindruckt. Jetzt wo auch die letzten Hoffnungen auf einen bedeutenden Schnapsfund zunichte sind, erinnert er sich wieder an sein zweites Hobby: Mithril suchen.

Endlich kann die Reise wieder mal ne Weile weitergehen. Wenn auch nicht für lange, denn diese Orks sind äußerst ehrgeizig. „Die können einfach nicht mit negativen Erfahrungen umgehen!", ist das Statement unseres Hobbypsychologen hierzu. Jetzt wo sich dieser schleichende Gollum auf Distanz hält (der wird schon wissen warum) gehen unserem Führer nämlich langsam die Therapieopfer aus. Dauert nicht mehr lang, dann lädt er die Orks tatsächlich zu seiner Sprechstunde ein. Zuzutrauen wäre es ihm schon. Na ja, solange er nicht auf die absurde Idee kommt, mich zu therapieren, kann er machen was er will.

Gerade versuchen wir, zur Brücke von Khazad-dum durchzukommen. Die Orks haben allerdings was dagegen und kreisen uns ein. Gandalf freut sich wie ein Schnitze, dass sein Therapieangebot auf so viel Nachfrage stößt. Doch als er sie gerade freundlich willkommen heißen will, hauen sie alle wieder ab.

Das kann der Herr Psychologe natürlich gar nicht verstehen und denkt jetzt vermutlich total niedergeschlagen darüber nach, was er denn falsch gemacht haben könnte. Kurz darauf scheint er jedoch wieder total happy, weil er herausgefunden hat, was seine Patienten vergrault hat: Ein Balrog. Zumindest sind es nicht seinen mangelnden Fähigkeiten als Psychologe gewesen, sondern „nur"ein Dämon aus der alten Welt.

Unser Führer scheint sich allerdings davor drücken zu wollen, mit dem ungeheuer zu kämpfen, denn er ruft was von: „Flieht zur Brücke von Khazad- dum!"und von „Schwerter nützen hier nichts mehr!"Ganz meine Meinung. Ich mag auch keine Schwerter. Aber mit dieser Anweisung missachtet er selbst einen seiner schlauen Sätze, oder wie war das mit „seinem Feind ins Auge sehen?"

Jedenfalls stürmen wir jetzt alle zur Brücke. Ein Elb und fliehen! Das wird man mir noch Jahrtausende nachsagen. Andererseits will ich aber keine Verbrennungen auf meiner makellosen Porzellanhaut riskieren. Und so renne ich auch mit, dem pessimistischen Heerführer hinterher.

Der scheint jetzt aber nicht mehr sehr stolz und würdevoll zu sein. Hat es sehr eilig, fort zu kommen. Etwas zu eilig. Wenn ich ihn in meiner grenzenlosen, aufopferischen Hilfsbereitschaft nicht gehalten hätte, wäre er in den Abgrund gestürzt. Und dieser unhöfliche Mensch hält es nicht mal für angebracht, sich bei mir zu bedanken. Hätte ich das vorher gewusst, dann würde er jetzt nicht mehr hier oben stehen. Ein Idiot weniger auf dieser Welt. Aber Leben retten ist eben verdammt gut für mein Image.

(Das ist doch nicht zu fassen! Dieser „Ringträger"hat doch tatsächlich ein Mithrilhemd. Mich Würde ja interessieren, wo er das her hat. Muss mal sehen, ob man den Halbling nicht unauffällig aus dem Weg schaffen kann. Aber bei der Anzahl von Bodyguards könnte das durchaus ein Problem darstellen, sogar für mich. Aber wenn ich nicht mal ein bisschen Schnaps krieg, könnte doch wenigstens mal so ein Kettenhemd für mich rausspringen, oder?

Die „Gefährte"und vor allem der Hobbypsychologe scheinen aber absolut anderer Meinung zu sein: Kaum steht der kleine Fresssack wieder auf eigenen Beinen, laufen alle auch schon hinter ihrem Psychologen her, der irgendwas von Ehrgeiz und Orks und flüchten labert. Was soll das jetzt? Aber ich renne mal hinterher, kann ja nicht schaden, habe ich gedacht.

Aber als wir von den Orks eingekreist werden, werde ich eines besseren belehrt: es kann doch schaden, sogar tödlich schaden. Jetzt versucht der selbsternannte Ork-therapeut, die Aggressionen dieser Monster abzubauen. Von mir aus können sie sich ruhig abreagieren, aber bitte nicht an mir!

Jedoch scheint heute nicht mal Gandalfs Geheimwaffe viel zu bewirken, die Orks sind immer noch fest entschlossen, uns erst in Partyhäppchen zu zerlegen und dann zu verspeisen. Allerdings wäre ich kein Zwerg, wenn ich jetzt Angst zeigen würde. (Zeigen tu ich sie nicht, haben allerdings schon, aber das ist jetzt egal, das müssen wir nicht weiter vertiefen.)

Ich schneide einige Grimassen in Richtung der dunklen Kreaturen und lasse kampflustige Geräusche hören. Ach ja, warum eigentlich kampf-lustig? Dieser Kampf wird alles andere als lustig, aber für die Orks, wie ich inständig hoffe. Doch kaum haben diese widerlichen Fratzen mein Kampfgeschrei gehört, flüchten sie auch schon vor mir.

Gandalf hat wohl doch nicht nur unrecht mit seinem Psycho-Gequatsche: Große Klappe, nichts dahinter. Das ist ganz wie bei den Halblingen. Die fressen auch nur mit ihren großen Mäulern, sonst sind sie absolut unbrauchbar. Die sind ja, wie man sieht, nicht mal fähig, ein paar mickrigen Orksen (wie Gollum sagen würde, jaja, Alk beeinflusst eben die Lautbildung) Paroli zu bieten. Als ob diese Orks in irgendeiner Weise gefährlich wären. Das ist ja lächerlich, oder? Die vier Fresssäcke scheinen ja mächtig Angst gehabt zu haben. Diese Schwächlinge! Ein echter Zwerg kennt eben keine Angst!

Aber kaum habe ich die Orks vertrieben, muss unser Psychofreak den ganzen Ruhm, die Kreaturen weggescheucht zu haben, irgendsoeinem Dämon aus der alten Zeit zuschreiben. Was soll denn das jetzt Es war eindeutig ich, vor dem die Orks geflüchtet sind, nicht so ein Ball-Rock, oder wie auch immer dieser Feuerspucker heißen soll. Seit wann gibt es Ballröcke? Ich hab immer nur von Ballkleidern gehört.

Na ja, wenn er meint. Besonders freundlich sieht dieser rote Genosse nicht aus. Würde ich wahrscheinlich auch nicht sein, wenn ich in Flammen stehen würde. Da scheint sogar Gandalf die Lust auf einen neuen Patienten für sein Therapiesofa vergangen zu sein. Also laufen wir schon wieder davon. Toll, wir laufen genau auf eine Treppe zu, die direkt in einen Abgrund führt. Die andern haben davon keine Ahnung und ich hab echt keinen Bock, es ihnen jetzt zu sagen. Vielleicht werden wir jetzt doch noch ´n paar von diesen Volldeppen los

Und wie ich es gehofft hatte, rennt der Elb ganz vorne mit. Ja, beim wegrennen waren Elben schon immer am schnellsten. Aber als ich auch endlich bei der Treppe ankomme, hat dieser Elb doch tatsächlich diesem Mensch aus Gondor das Leben gerettet und ist dabei nicht mal selbst runtergefallen. Sonst hat es auch keinen erwischt. Wäre auch zu schön gewesen um wahr zu sein, nicht wahr?)

Schon kommt die Brücke von Khazad-dum in Sicht. Ich halte mich lieber mal ganz vorne, weil der tapfere Heerführer allem Anschein nach jetzt auch noch ein Kindermädchen braucht. Langsam gibt's hier mehr Betreuungsbedürftige als Betreuer. Aber wie schon gesagt, es gibt keine edlere Tat als Leben retten. Und wenn ich fleißig Held spiele steigen immerhin die Chancen, dass ich irgendwann doch noch Ringträger-Nachfolger werde.

Also schütze ich meine „Gefährten"schön brav und schieße nebenbei noch ein paar Orks ab. Schade nur, dass es wieder mal keiner zu würdigen weiß. Jetzt müssen wir auch noch durch so ein bescheuertes Treppenlabyrinth. Wer das gebaut hat, möchte ich lieber nicht wissen. Nur eins weiß ich: Nüchtern war er dabei sicher nicht (wäre auch ungewöhnlich bei den Zwergen).

Aber dieses Balrog scheint gar nicht mit unserer flucht einverstanden zu sein. Jedenfalls will es nicht aufhören, ständig Steine auf die ohnehin instabilen Treppen fallen zu lassen, was ihnen nicht gerade gut bekommt. Unser Hobbypsychologe scheint eine mögliche Therapieerfolglosigkeit aber bedauerlicherweise nicht eingeplant zu haben und so müssen wir zusehen, wie unser Fluchtweg stark durchlöchert wird.

Gandalf redet unterdessen munter (oder eher mit dem Mut der Verzweiflung) auf seinen neuen Patienten ein: „Sieh dir doch mal an, wohin dich deine kämpferische Lösung von Konflikten gebracht hat! Seit drei Zeitaltern hockst du nun schon hier unten, ganz alleine!"Aber das Unterweltwesen will seinen Fehler offenbar nicht so Recht einsehen und geht einfach auf seinen Therapeuten los. Jetzt müssen wir doch tatsächlich über diese sogenannten Treppen, von denen aber inzwischen nicht mehr allzuviel übrig ist.

Doch für was haben die denn so einen äußerst fähigen Elben dabei? Leichtfüßig springe ich über die (mehr oder weniger großen) Lücken in den Treppen. Die anderen sind natürlich wieder mal total mit der Gesamtsituation überfordert. Die tapferen, edelmütigen Halblinge klammern sich natürlich sofort an ihre Bodyguards und werden mehr oder weniger über die Lücken geworfen. Schade nur, dass ihre Bodyguards so gut zielen. Auf diese Weise hätte man die kleinen Plagegeister ganz unauffällig entsorgen können.

Der mutige Zwerg will natürlich wieder mal beweisen, welch ein tapferer Gefährte doch in ihm steckt und belehrt uns mit gewichtiger Miene: „Ein Zwerg wird von niemandem geworfen!"Und bevor ihn irgendjemand aufhalten kann, ist er auch schon gesprungen. Ich kann ihn gerade noch an seinem Bart packen, sonst wäre er in der Tiefe verschwunden. Wäre wohl für alle Beteiligten besser gewesen, aber auf diese Weise kann ich schon wieder ein Leben retten. Ich glaube, das wird noch mein neues Hobby.

Dieser kleine Mistkerl hat aber nichts besseres zu tun, als mich anzuschnauzen: „Nicht am Bart!"Wo denn sonst, wenn dieser blöde Zwerg nur aus Bart besteht? Jetzt hätte ich wirklich gute Lust, einfach mal (aus Versehen versteht sich) loszulassen. Aber wenn dieser bescheuerte Zauberer mich durchschauen würde, würde ich mit größter Wahrscheinlichkeit sein nächstes Therapieopfer werden, wegen mangelnder Solidarität meinen Gefährten gegenüber. Das will ich dann doch nicht riskieren.

Nun sind nur noch unser hochgeschätzter Ringträger und sein Bodyguard, der verwahrloste Möchtegernkönig auf der anderen Seite der Treppe. Diese verliert immer mehr an Stabilität, den dieses Balrog hat seinen Stinwurfamoklauf immer noch nicht beendet. Vermutlich ist Gandalf mit seinem Psychogeschwafel an allem schuld. Wenn das Biest eines nicht vertragen kann, dann Kritik an seiner Lebensweise.

Unsere beiden Gefährten werden jedenfalls höchstwahrscheinlich in den Abgrund stürzen. Nicht schlecht! Andererseits ist dann der Ring endgültig futsch und dich krieg ihn nie. Aber der Möchtegernkönig hat alles im Griff. (Wenn nicht kann ers verdammt gut verbergen) und bringt den Steinblock dazu, in unsere Richtung zu fallen. Kurz darauf springen sie einfach auf uns drauf. Also so weit geht mein Lebensrettungseinsatz dann auch wieder nicht! Ich will vorher wenigstens gefragt werden, wenn mir so ein Hüne von Mensch um den Hals fliegt. Aber so ist dieser Haufen eben: ungehobelt und unhöflich. In Gesellschaft von denen wird mir erst richtig bewusst, wie kultiviert ich doch bin.

(Jetzt kommen wir also zur Brücke von Khazad-dum. Nachdem unsere männliche Barbie mal wieder edler Lebensretter gespielt hat, laufen wir die Treppe weiter runter. Zuvor bringt Gandalf mal wieder einen seiner Standartsprüche: „Schwerter nützen hier nichts!"Das ist mal wieder typisch für diesen neumodernen Therapeuten. Keine Gewalt gegen geistig Minderbemittelte, oder wie? Aber da Gandalf unbedingt der Meinung ist, wir sollten uns ruhig vom Ball-Rock mit riesigen Felsbrocken bewerfen lassen, laufen wir die Treppen, die einem Schweizer Käse immer ähnlicher werden, hinab.

Die schönen Treppen! Die haben meine Vorfahren gebaut und irgend so ein Idiot von einem durchgedrehten Feuerspucker benutzt sie, um seine Aggressionen abzubauen, was zumindest der Psychotherapeut behauptet. Der muss ja ziemlich wütend sein, der hört ja gar nicht mehr auf mit dem Steine schmeißen. Jetzt versucht es Gandalf doch noch mit Gewalt, nämlich seiner tödlichsten Waffe: dem Totreden. Scheint aber nicht gerade viel zu bewirken, das Monster scheint gegen Gandalfs Gequatsche immun zu sein. Kennt ihn anscheinend schon länger.

Endlich hat auch der Therapeut eingesehen, dass seine Therapie wenig Erfolgschancen hat und wir fliehen weiter. Doch schon nach kurzer Zeit hat es der Feuerspucker geschafft, das Meisterwerk meiner Vorfahren zu zerstören. Natürlich hüpft der Therapeut als erster über den Abgrund, der entstanden ist. Wie war das mit „seiner Angst ins Auge sehen"? Als zweites springt – wie ich es vermutet habe – der Elb. Wer sonst? Wäre doch schade um seinen perfekten Teint.

Dann kommt auch schon der Möchtegern-heerfüher mit zwei Halblingen und der treue Gefährte des Ringträgers. Jetzt springe ich auch. Ich springe! Ich lasse mich von niemandem herumwerfen, sie diese vertrauensseligen Fresssäcke. Vor allem nicht von diesem verwahrlosten Menschen Könnte ja ein gut inszenierter Beseitigungsplan sein. Also hüpfe ich und komme so unglücklich auf, dass ich fast abstürze. Da wagt es dieser blonde Elb doch tatsächlich, mich an meinem Heiligtum, meinem Bart, festzuhalten. Als hätte hätte er den nicht schon genug ramponiert, mit seinem übereifrigen Späher- gehabe.

Jetzt fehlen bloß noch der Penner und der „Herr Frodo". Glücklicherweise besteht eine große Chance, dass wir doch wieder nach Hause dürfen, da der Ringträger sowieso gleich in den schwarzen Abgrund stürzt. Aber wie immer haben er und sein Bodyguard mehr Glück als Verstand (Was auch noch nicht viel heißt) und schaffen es doch zu uns, leider. )

So jetzt sind wir doch tatsächlich bis zu dieser Brücke durchgekommen., ohne verbrannt, erschlagen oder sonstwas zu werden. Ich durch meine elbischen Fähigkeiten, der Rest teils durch Zufall, teils durch meine professionelle Hilfe. Das Unterweltwesen ist aber immer noch sauer, denn es kommt jetzt auch zur Brücke. Was hat dieser missratene Zauberer da nur wieder angerichtet? Dieses Balrog ist doch jetzt noch mindestens zwei Zeitalter beleidigt. Langsam komme ich zu dem Schluss, dass wir ohne Gandalf besser dran wären.

Na ja, vielleicht erledigt das ja dieses Balrog für mich. Genug Heldenmut hat unser Führer ja schon mal. Er will es doch tatsächlich alleine mit dem Biest aufnehmen und wir sollen uns schön brav im Hintergrund halten. Das wäre doch mal was neues: Balrog gegen Halbling! Aber wenn wir's dem Zauberer überlassen, erzielen wir vermutlich das gleiche Resultat. Ich bin ja schon gespannt, welchen Spruch er jetzt wieder rauskramt.

Zumindest befolgt er jetzt gerade ausnahmsweise mal seine eigenen Ratschläge: Er sieht doch tatsächlich seinem Feind ins Auge, wenn er dazu auch ganz schön hochblicken muss. Und schon kommt der erste Versuch des Psychologen: „ Ich bin ein Diener des geheimen Feuers, der Gebieter über die Flammen von Arnor!"Aha, da haben wir's schon: jetzt verlegt er sich doch aufs Prahlen. Aber das Balrog ist davon auch nicht beseigert.

Überhaupt nicht begeistert. Er schlägt nämlich mit der Peitsche auf seinen Psychologen ein. Und daraufhin will der gute Zauberer doch tatsächlich noch Forderungen stellen: „ Geh zurück zu den Schatten, Flamme von Udun!", ruft er in gebieterischen Ton. Und ich dachte immer, der würde seine Patienten lieber aus der Nähe behandeln. Weshalb schickt er das Balrog dann auf derart unhöfliche Weise weg? Weiß er wohl selber nicht.

Ist sowieso egal, weil das Balrog trotzdem schön brav hier bleibt und weniger schön brav auf seien Psychologen einprügelt. So ist's gut. Immer schön alle Agressionen abbauen! Aber dem Zauberer liegt aufgeben irgendwie nicht sonderlich. Die nächste – und wirklich sehr weise – Behandlungsmethode des Zauberers ist nämlich folgende: Sich einfach trotzig vor den Patienten stellen und sagen: „ Du kannst nicht vorbei!"

Außerdem will unser Führer wieder mal den großen Zauberer raushängen lassen, der tief in ihm schlummert und bricht die Brücke mal eben in der Mitte auseinander. Der hat bei all seinen schlauen Sprüchen wohl einen wichtigen vergessen: Man sollte nicht den Ast absägen, auf dem man gerade steht. Erstaunlicherweise hält die Seite der Brücke, auf der er steht, sogar stand. So eine durchdachte Konstruktion hätte ich den Zwergen gar nicht zugetraut.

Gandalfs Patient gerät dadurch etwas ins Wanken und stürzt schließlich in den Abgrund. So entsorgt er also seine Patienten! Ich kann nur hoffen, dass ich nie einer werde. Auch das Balrog ist mit dieser Art der Entsorgung gar nicht zufrieden. Immer noch mächtig beleidigt schwingt es seine Peitsche herauf. Unser Führer, der gerade voll und ganz damit beschäftigt ist, sich selbst zu bewundern, weil es sonst niemand tut, merkt erst etwas zu spät, dass er von der Peitsche erwischt worden ist.

Also er s dann doch kapiert, hängt er nur noch mit knapper Not an der Brücke. Juhu! In maximal 10 Sekunden bin ich ihn los! Wenn ich schon nicht Ringträger werden kann, Führer ist doch auch ein ehrenwerter Beruf. Aber unser Noch-führer hat in seiner aussichtslosen Situation nichts besseres zu tun, als uns anzufahren: „Flieht, ihr Narren!"Also wirklich! Was erlaubt der sich, mich einen Narren zu nennen. Der Großteil hier hat es ja wohl verdient, aber ich ganz bestimmt nicht.

Jetzt sind zwei auf ihn beleidigt: Das Balrog und ich. Das ist vorerst sein letzter kluger Spruch gewesen, wie es aussieht, denn jetzt fällt er gerade in den Abgrund. So, nun kann die Reise weitergehen, würde ich sagen.

(Endlich sind wir angekommen, beim Meisterwerk meiner geheiligten Zwergenvorfahren. Vielleicht hat Balin ja hier den Alk gebunkert. Und ich hab jetzt noch nicht mal Zeit, nachzusehen. Was mußte Gandalf auch unbedingt ein Unterweltwesen therapieren? Die machen doch nur Probleme, da wundert es mich nicht, wenn sie ausgeschlossen werden, aus der Gesellschaft. Genau wie Orks eben! Aber Gandalf muss sich ja unbedingt mit diesen Randgruppen abgeben. Bei diesen gesellschaftlichen Aussteigern ist echt nichts mehr zu retten.

Aber diesem Feuerspucker kann man auch nichts recht machen. Wenn ein Therapeut sich schon mal herablässt, ihn zu behandeln, lässt er an ihm nur alle seine aufgestauten Aggressionen aus. Jetzt scheint sich Gandalf endich mal wieder an den schlauen Spruch mit „der Gefahr ins Auge sehen"zu erinnern. Todesmutig tritt er seinem Patienten entgegen, immer mit seinem Stab in der Hand, um sich gegen die Angriffe zu wehren.

Hat der eigentlich keine Ahnung davon, dass Holz brennt? Aber Therapeuten haben ja Geld wie Heu und es so ganz sicher nicht nötig, mal ein Lagerfeuer anzuzünden. Das ist so typisch! Und so jemand ist unser Anführer! Letztendlich (jetzt weiß ich nicht mehr, was ich schreiben wollte, das kommt davon, wenn man mitten im Satz aufhört und eine ganzes Wochenende nicht weiterschreibt) bin ich aber doch froh, dass er das freiwillig macht und sich vom Balrog grillen lässt.

Jetzt gibt er endlich sein therapeutisches Gequatsche auf und verlegt sich darauf, dem Feuerspucker lieber Angst vor seiner „ furchtbaren Macht"über die Flammen von Arnor zu machen. Toll, wirklich. Einem Feuerwesen Angst vor Feuer einjagen. So was kann echt nur einem überbezahlten Therapeuten einfallen. Das Balrog scheint das ähnlich zu sehen wie ich und sieht auch nicht sonderlich beeindruckt aus, wenn du mich fragst. Jetzt bringt es der „Zauberer"mit seinem mulitfunktionalen Gehstock doch tatsächlich fertig, die schöne Brücke, wahrscheinlich sogar mitsamt den Schnapspullen, die dort versteckt sind, in zwei Teile zu hauen.

Anfangs sieht's auch fast so aus, als hätte er einen Glückstreffer erzielt, denn sein feuriger Feind fällt hinter der Brücke her. Während Gandalf noch auf mehr oder weniger sicherem Grund steht. Aber eines muss man dem Feuerspucker lassen, er ist verdammt hartnäckig: Als er schon mitten im schönsten Fallen ist, schwingt er noch mal seine Peitsche und reißt den tapferen Führer unserer Gemeinschaft mit in den Abgrund. Doch noch einer weniger, wird ja auch Zeit!)

A/N: So das wars, jetzt lasst doch mal was hören! Wir haben jetzt zum Glück endlich Sommerferien und werden deshalb voraussichtlich ne Weile nicht updaten. Ihr habt also genug Zeit, alles gründlich zu lesen, verzweifelt nach dem Sinn zu suchen und dann zu reviewen!! Bis bald, Yavanna