Hermines POV:

Die Winterferien waren zu Ende und nun ging der "Ernst des Lebens" wieder los. Ich seufzte. Aber nichts konnte meine Laune eintreten, ich war so glücklich wie nie zuvor und das verdanke ich Ginny. Sie ist mein Ein und Alles. Ich liebe sie so sehr!

Obwohl, es gab da etwas, das meine Laune ins Negative schleudert: die ersten beiden stunden vom ersten Schultag. Wir hatten Doppelstunde Zaubertränke. Ich hoffe, Harry, Ron und ich überleben das. Ginny ist ja eine Klasse unter mir und hat nun Pflege magischer Geschöpfe. Ich schleifte mich missmutig Richtung Kerker mit meinen beiden Freunden.

"Harry, vergiss nicht, dass du noch was in Snapes Trank mischen musst!" mahnte ihn Ron und grinste. Wir setzten uns nebeneinander in die erste Reihe und hörten ausnahmsweise zu. Snape lief im Raum auf und ab.

"Ich warne euch, höre ich auch nur einen Ton, dann werdet ihr es bereuen!" sagte er drohend zu der Klasse. "Selbst mit einem Zaubertrank kann man sich in etwas x-beliebiges verwandeln. Ich schreibe die Zutaten an die Tafel und ihr gebt alles ordentlich und exakt in euren Kessel hinein. Wenn alles klappt, dann solltet ihr euch in eine Maus verwandeln. Die wichtigste Zutat ist die letzte; ihr braucht irgendwas von dem Tier, oder dem Ding, der Pflanze, je nachdem was ihr werden wollt."

Snape lief zur Tafel, fuchtelte mit seinem Zaubertrank herum und es erschienen die Zutaten. Ich hatte eigentlich keine Probleme, doch Harry schien unkonzentriert. Ich glaube, er wartete auf den richtigen Moment. Er hatte ein Spinnenbein mitgenommen. Ron hatte sich fast in die Hose gemacht, als er die Spinne gesehen hatte. Ich unterdrückte ein Kichern.

"Zehn Punkte Abzug für Gryffindor. Kein Kichern in meinem Unterricht!" Daraufhin prusteten einige Slytherin vor Lachen los, doch das ignorierte Snape. Ich wurde wütend. Der Professor hatte uns den Rücken zugedreht. Ich stoß Harry an der das Spinnenbein aus seiner Hosentasche holte, sich umschaute ob auch keiner zu ihm guckt und dann warf er es in den Kessel von Snape.

"Damit ihr euch wieder zurückverwandeln könnt," fuhr Snape fort, "müsst ihr nur Wasser trinken. Hört sich simpel an, oder? Also, fangt an!" Er mixte die benötigten Zutaten in seinen eigenen Kessel und rührte dreimal um, bevor er wieder zur Klasse schaute. "Der Trank sollte klar und durchsichtig sein, wer das nicht erfüllt, bekommt fünf Punkte abgezogen!"

Doch zu seiner Überraschung waren alle Tränke klar. Ich seufzte. Er hatte einfach kein Vertrauen zu uns Gryffindors. Ich hoffte, er würde jetzt endlich mal seinen Trank trinken! Er würde sich schon wundern .. Bin gespannt, was mit ihm passiert.

Snape schüttete etwas von seinem Trank in ein Glas. "Ich werde euch zeigen, was passiert." Er setzte an und trank die Flüssigkeit Schluck für Schluck. Er stellte das Glas auf den Tisch neben ihm und ich fand, dass er wirklich sehr komisch aussah. Sein Gesicht hatte sich grau gefärbt und er schrumpfte. Ihm wuchsen noch vier weitere arme hinzu, seine Beine wurden dünn und haarig, ebenso wie seine Arme.

Ich blickte zu Ron, dessen Miene vor Angst wie versteinert und gelähmt war. Ich unterdrückte ein Kichern. Wenn Ginny das miterleben könnte. Die Slytherins sahen alle geschockt aus, während sich die Gryffindors einen ablachen. Snape sah aber auch wirklich zu komisch aus!

Er krabbelte durch den Kerker auf der Suche nach Wasser, bis er einen Tropfen fand und ihn trank. Doch er verwandelte sich nicht zurück. Es schien, als würde er fluchen und er "rannte" aus dem Kerker heraus zum Krankenflügel, schätzte ich mal. Wir alle lachten noch mehr und nach ein paar Minuten befanden wir uns wieder in der Großen Halle.

Ich entdeckte Ginny an einem Tisch, über ein Buch gebeugt und ich machte mich auf dem Weg zu ihr. Ich setze mich neben meine Freundin, die erst erschrocken zusammenfährt, mich aber dann anlächelte, als sie erkannte, wer sich neben sie gesetzt hat.

"Hermine! Ich hab dich vermisst!" Ich verdrehte lachend die Augen.
"Es waren nur zwei Stunden! Ach ja, Harry hat es getan!"
"Was getan?" Ginny schaute verwirrt.
"Seine Pflicht. Er hat Snape ein Spinnenbein in den Trank getan und dieser ist zu einer Mischung aus einer Spinne und einer maus mutiert. Sah so witzig aus und er konnte sich nicht mehr zurückverwandeln."
"Hat er nicht anders verdient!" meinte sie. Ginny lachte schadenfroh und ich stimmte fröhlich mit ein.

Ich würde etwas dafür geben, sie jetzt ungesehen küssen zu können, aber es waren zu viele Schüler um uns herum. Es wäre zu auffällig und es machte mich traurig, wenn ich daran dachte, wie sie reagieren könnten. Wahrscheinlich würden die meisten uns nur verachten oder so .. Aber irgendwann muss es mal raus!, dachte ich.

"Was ist los?" fragte mich Ginny besorgt.
"Ich denke nur daran, wann der richtige Augenblick ist, uns als Paar zu outen. Wir können nicht immer versteckt leben, aber ich bin selbst noch nicht bereit, in die Öffentlichkeit zu treten. Wir sollten noch warten, meiner Meinung nach." Sie nickte verständnisvoll.
"Ich habe genau dieselbe Meinung." Ich nahm ihre Hand und drückte sie.

Ginnys POV:

Ich würde mich auch gerne outen, aber wie Hermine, fühlte ich mich noch nicht dazu bereit. Wir waren kaum vier Wochen zusammen, und Ron fragte mich, wann ich denn endlich einen Freund bekomme. Warum will er das wissen?, dachte ich. Ich will keinen Freund! Ich habe Hermine und ich liebe sie.

Vielleicht sollten wir es aber Harry und Ron zuerst sagen, immerhin waren die beiden unsere besten Freunde. Ihnen konnten wir uns hoffentlich anvertrauen. Aber ich wollte darüber jetzt erstmal gar nicht nachdenken, Hermine und ich hatten ja noch genug Zeit.

"Hermine, ich muss los. Ich hab jetzt Wahrsagen ..," sagte ich zu ihr und verdrehte die Augen.
"Wahrsagen ist schlimm, ich bin froh es in meinem dritten Schuljahr hingeschmissen zu haben."

Ich lächelte, schaute mich um und gab Hermine schnell einen Kuss auf den Mund und stand auf. Ich winkte ihr zum Abschied bevor ich zum Nordtum lief, in dem wir Wahrsagen hatten.

Ich betrat den stickigen Raum und setzte mich neben Luna Lovegood, einer meiner Freunde aus meinem Jahrgang. Sie schaute resigniert durch den Raum und dann zu mir. Sie lächelte freundschaftlich.

"Na, wie waren deine Winterferien?" Ich wurde rot.
"Sie waren gut, ich bin in der Schule mit Harry, Ron und Hermine geblieben. Wir hatten jede Menge Spaß! Was hast du so gemacht?"
"Ach, ich war bei mir zu hause und musste meinem Vater bei der Arbeit helfen. Gähnend langweilig, den ganzen Tag kaputte Besen reparieren." Luna schüttelte den Kopf und starrte auf die Mitte des Tisches.

In diesem Moment erschien Professor Trelawny wie aus dem Nichts und stapfte zur Mitte des Raumes. Sie hatte ein Tuch über ihren Kopf gebunden, was ihr lockiges Haar bändigen sollte, es aber dadurch nur noch wilder aussah. Durch ihre dicke Brille konnte man denken, dass sie durchgeknallt war, was aber eigentlich keine Lüge war.. Ich hoffte, diese Stunde ging schnell vorüber.

"Also Kinder," Oh mein Gott, sie nennt uns immer noch Kinder. "heute nehmen wir Kleeblätter durch und was wir alles in ihnen entdecken können." In ihnen? Die hatte echt einen Knall. Wie konnte man IN Kleeblättern etwas sehen? Ich schnaubte leise.

"Nicht jedes vierblättrige Kleeblatt bringt Glück, nur die, die eine geschwungene Linienform beherbergen, das sind die waren Glücksbringer! Ich gebe jedem Tisch nun ein vierblättriges Kleeblatt und ihr schlagt in eurem Buch Seite 57 auf, dort stehen die Linien beschrieben. Wenn ihr weitere Fragen habt, bin ich für euch da!" Professor Trelawny holte eine Tüte und verteilte ein Kleeblatt nach dem anderen an jedem Tisch.

Ich verdrehte die Augen.
"Die hatte wohl zu wenig Freizeit," flüsterte ich zu Luna.
"Wohl eher zu viel .."
Ich schlug das Buch auf und schaute auf das Kleeblatt. Es hatte kreuz-ähnliche Linien und ich schaute nach, was die zu bedeuten haben:

Kreuze:

Derjenige, der ein vierblättriges Kleeblatt mit so genannten Kreuzen gefunden hat, wird auf ewig Pech gewährt. Damit man das Unglück stoppen kann, muss man das Kleeblatt vierteilen und um Mitternacht bei Vollmond in einen See werfen.

Oh mein Gott, wie schwachsinnig, dachte ich. Ich hob meine Hand.
"Ja, Ginny?" kam es von Professor Trelawny.
"Haben Sie die Kleeblätter gefunden?" fragte ich.
"Ja, habe ich. Alle. Wieso fragst du?"
"Ach, nur so aus reinem Interesse.." Luna schaute mich verwirrt an.

"Seit wann interessiert dich was sie gefunden hat und so?" fragte sie mich verwundert. Ich gab ihr das Buch und zeigte ihr die besagte Stelle. Sie kicherte. Ich schaute zu Trelawny, die gerade eine Vase umgehauen hat. Ich schüttelte lachend den Kopf. Die Frau ist so arm dran, dachte ich.

Am Ende der Stunde verließ ich den stickigen Raum so schnell ich konnte, denn ich brauchte dringend frische Luft. Auf dem Weg zu dem Gemeinschaftsraum inhalierte ich die Luft förmlich. Es tat so gut, in dem muffigem Raum war es mir eine Spur zu staubig und parfümiert. Ich redete noch eine Weile mit Luna, bevor ich das Passwort der Fetten Dame nannte ("Stinkender Goblin") und eintrat.

Der Raum war leer doch ich entdeckte meine Freundin Hermine, wie sie an ihren Hausaufgaben arbeitete. Ich sprintete zu ihr und schmiss mich neben sie in Couch.

"Ginny! Wie war Wahrsagen?"
"Die hat nicht mehr alle Tassen im Schrank, die Trelawny ist so schrullig!"
"Da stimme ich dir zu. Du brauchst eine Belohnung, da du die Stunde so gut überstanden hast. .." Ich kicherte.

Hermines POV:

Ich bedeckte Ginnys Gesicht mit Küssen. Einfach jede Stelle – Stirn, Augen, Wangen, Schläfen, Nase, Kinn .. und dann nahm ich den Mund in Visier. Aus einem schüchternen Kuss wurde bald pure Leidenschaft und Lust. Ich fuhr ihr durch die Haare und sie brachte mich dazu, leise in ihren Kuss hinein zu stöhnen. Ich ließ meine rechte Hand unter ihr T-Shirt gleiten und streichelte ihren Rücken. Die sanfte Haut machte mich an.

Ginny keuchte in mein Ohr.

"Was wenn jemand ..auftaucht? Oh außerdem, du küsst ziemlich gut .." Ja, was wenn jemand auftauchte? Ich löste mich von ihr, als ich ein Geräusch hörte.
"Tja, wenn man vom Teufel spricht ..." Ich griff zu meinen Hausaufgaben und gab vor, noch nicht mit ihnen fertig zu sein.
Ron tauchte vor uns auf.

"Na, hockt ihr immer noch vor euren Hausaufgaben?"
"Als ob du sie je machen würdest," antwortete ich schnippisch. Ron setzte einen beleidigten Blick auf.
"Snape ist nicht in den Krankenflügel gekommen, Madam Pomfrey hat sich so sehr vor ihm erschreckt, dass sie zum Besen gegriffen und ihn weggefegt hat!" berichtete er dann aufgeregt.

"Strafe dafür wegen dem Punkteabzug!" grinste ich. "Ich hoffe doch sehr, dass er von irgendwem ‚ausversehen' zerquetscht wurde."

Ron schüttelte den Kopf. "Leider nicht. Er krabbelt nun irgendwo im Schloss herum, verdammt!"
Ich hob eine Augenbraue. "Will er denn gar nicht mehr der Arsch werden, der er früher war? Obwohl, ich wäre auch liebe eine Maus mit Spinnenbeinen, als Snape. Er hat eine gute Entscheidung getroffen!" sagte ich ohne jeglichen Sarkasmus in meiner Stimme. Ginny schmunzelte und schaute mir tief in die Augen. Ich wurde sichtlich rot.

Es vergingen ein paar tage, bis der kommende Ball anstatt. Wir hatten die ganze Zeit kein Zaubertränke – Unterricht, weil der Professor immer noch irgendwo herumkroch. Doch ich wurde sichtlich nervös, was den Ball anbelangte. Es war natürlich klar, dass Ginny und ich hingehen würden, hatte sie vorher noch gefragt. Doch das heißt, das jeder merken und sehen wird, dass wir nicht nur Freunde sind. Und die Reaktionen der anderen machten mir etwas Angst.

Seamus kam zwei Tage vor dem Ball zu mir.
"Ähm, Hi Hermine," sagte er etwas schüchtern und wurde rot. "Ich habe eine Frage .. Würdest du mit mir vielleicht .. zum Ball gehen?"
"Tut mir leid Seamus, aber ich habe schon eine Begleitung." Er war sichtlich getroffen und meinte nur "Okay, wir sehen uns später" und verschwand dann schnell.

Ginny tauchte neben mir auf.
"Stell dir vor, Dean hat mich gefragt, ob er mit mir zum Ball will. Der Typ hat Nerven! Wir hatten vor längerer Zeit Schluss gemacht, und er schaut mich immer noch so an, als ob er mich jederzeit haben könnte! Aber das wird er nicht schaffen, und auch kein anderer. Denn ich gehöre zu dir, und du zu mir. Wir beide wissen das, und keiner wird uns trennen können."

Ich lächelte sie an. "Das war süß, was du eben gesagt hast. Ich liebe dich, Ginny!"
"Ich dich auch, 'Mione." Ich nahm ihre Hand und drückte sie.

"Wenn das nicht Ginger und das Schlammblut ist. Oh und wie ich sehe Händchenhaltend! Ihr seid wirklich das Allerletzte, wisst ihr das? Nur weil ihr keinen Jungen abbekommt, der euch mal richtig durchnimmt, fallt ihr über euch selbst her. Widerlich!" Ertönte es verächtlich hinter mir und ich konnte mir denken wer es war. Ich verdrehte die Augen und drehte mich um.
"Malfoy, kannst du nicht einfach deine Klappe halten und abhauen?" fragte ich wütend.

"Könnte ich aber ich will nicht.."
"Ach ja, wir brauchen keinen Jungen, der uns, wie du es so schön sagst, durchnimmt. Nein danke, darauf können wir verzichten! Und nun mach die Fliege und gesell dich zu Snape. Der sollte hier irgendwo noch herum kriechen .. Kannst ja deine Zeit nutzen um ihn zu suchen," warf Ginny ein, hakte sich bei mir unter und zerrte mich von Malfoy weg, der zum zweiten Mal wie zur Salzsäule erstarrt, dastand.

"Du kannst dich wirklich gut mit Worten verteidigen ..," sagte ich zu ihr. Sie zuckte die Schultern und grinste.
"Tja, wenn man Fred und George als Brüder hat, ist das ja kein Wunder!"
Wir liefen zu den Schlafräumen und sagten Harry und Ron, die noch im Gemeinschaftsraum saßen, gute Nacht.

Ginnys POV:

Der große Tag war gekommen. Hermine war schon unten im Gemeinschaftsraum und wartete auf mich. Meine Hände zitterten wie verrückt und ich war total aufgeregt. Ich hatte beschlossen, ein schwarzes, eng anliegendes Kleid anzuziehen, das von hinten zugebunden werden musste. Deswegen ließ ich mir von Ron helfen.

"Mit wem gehst du eigentlich zum Ball?" fragte er neugierig.
"Mit Hermine."
"Habt ihr keinen mehr abbekommen?" Er drehte sich um und schaute mich von vorne an, den Daumen nach oben gestreckt.
"Ne, daran liegt es nicht!" meinte ich und wünschte ihm viel Spaß, während ich die Treppen zum Gemeinschaftsraum runterlief. Ich stolzierte irgendwie in den hohen Absätzen, die ich trug.

Hermine starrte mich fasziniert an und ihr Mund blieb vor Staunen offen. Sie selbst sah perfekt aus. Ihr Haar war sah etwas gezähmt aus, schön wellig. Sie hatte ein dunkelrotes Kleid mit schwarzen Streifen an der Seite an. Sie wirkte sexy in meinen Augen und ich wäre fast über sie hergefallen, doch ich konnte ich noch zurück halten.

"Du siehst heiß aus," flüsterte ich in Hermines Ohr mit einem verschmitzten Lächeln.
"Das Kompliment kann ich nur wiedergeben!" Sie nahm meine Hand.
"Tja, das wird sozusagen unser Outing-Tag! Wir zusammen beim Ball .. eng tanzend mit dir, ich kann mich ja jetzt schon kaum zurückhalten!" sagte Hermine und schaute mich gespielt besorgt an. Ich grinste und gab ihr einen Kuss auf den Mund.

"Wir schaffen das, ganz sicher. Und den lästigen Kommentaren gehen wir aus dem Weg und ignorieren sie." Sie nickte und wir machten uns fast schleichend auf den Weg zur großen Halle.

Die Tische waren nicht mehr da und an ihre Stelle standen eine Theke und eine Tanzfläche, drum herum waren kleine Tische plaziert worden. Die Halle war voll von Paaren; wir entdecken Harry mit Cho Chang, Ron mit Lavender und Malfoy mit Pansy Parkinson. Missmutig starrte ich auf den blonden Jungen und Wut machte sich in mir breit, doch ich unterdrückte den Drang ihm die Nase zu brechen.

Ein langsames Lied wurde gespielt.
"Komm Hermine, lass uns tanzen!" lachte ich meine Freundin an und zog sie auf die Tanzfläche, wo ich einen Arm um ihre Hüfte legte, meine freie Hand sich an ihrer festhielt. Wir tanzten eng zusammen und bewegten uns nur langsam von der Stelle. Ich schaute in Hermines wunderschöne braune Augen und lächelte sie an.

"Ginny?"
"Ja?"
"Ich glaube ich pack das noch nicht.."
"Ich auch nicht, ich bin noch nicht wirklich bereit dazu ... ich finde, wir sollten uns erst outen, wenn wir beide wirklich hundertprozentig wollen und dazu bereit sind. Was meinst du?" Ich schaute Hermine etwas traurig rein.

"Ja, genau dasselbe habe ich auch gerade gedacht. Sind wir wohl wieder nur als Freunde beim Ball ..." Ich nickte betrübt, lächelte sie aber aufmunternd an.
"Irgendwann schaffen wir's!" Jetzt grinste sie.

Malfoy erschien mit Pansy und schaute uns komisch an. Er grinste. Doch ich konnte einen Glänzen in seinen Augen erkennen, das nichts gutes verhieß.
"Ach, die beiden wollen sich outen. Wie süß!"
"Malfoy, was willst du?" fragte Hermine erbost.
"Nun, ich kann es ja für euch übernehmen, ich werde euch vor der gesamten Schule bloßstellen!" Er setzte ein böses Lachen auf.

"Nein, das wirst du nicht!" schrie ich ihn an.
"Oh doch, das werde ich, pass auf, Ginger ... Ihr werdet bald euer blaues Wunder erleben, das Schlammblut und die arme, kleine Schwester vom Weasel. Ihr seid wirklich zu bedauern .." Malfoy schaute gespielt traurig. Hermine wurde rot im Gesicht, vor Wut. Ich konnte es erkennen.

Sie holte aus und schlug ihm gegen die Nase. Er schrie auf und Blut spritze auf sein weißes Hemd. Danach trat sie ihm noch in die Eier. Ich schaute sie schockiert an.
"Damit du schön impotent wirst, du Missgeburt!" Hermine nahm mich an die Hand und zog mich aus der Halle. Sie stolzierte wütend in den Gemeinschaftsraum und ließ sich in einen Sessel nieder. Ich setzte mich auf ihren Schoß, so dass ich ihr ins Gesicht blicken konnte.

"Uh, du hast vorhin ja ziemlich überreagiert. Aber das war so süß!" Zur Beruhigung und als "Belohnung" küsste ich sie leidenschaftlich auf den Mund. Sie lächelte.
"Hat er ja nur verdient..."

Malfoys POV:

Ich fühlte Schmerz. Blut tropfte aus meiner Nase, Schmerz zwischen meinen Beinen. Es tat so weh, dass wird mir die Granger noch büßen! Dieses kleine widerliche dreckige Schlammblut! Ich war so rasend sauer!

"Pansy, das zahlen wir denen heim .. Wir werden jedem hier von ihrer Beziehung erzählen, wir werden sie bloßstellen! Bist du dabei?" Pansy nickte heftig. Ich grinste fies und verzauberte meinen Zauberstab so, dass er als Mikrofon dienen könnte.

"Hey, ich hab was Hochinteressantes zu berichten!" brüllte ich zu der Menschenmenge auf der Tanzfläche. Ich kletterte auf einen Tisch. "Ich hoffe, es wird euch ekeln, denn ich finde es wirklich widerwärtig!" Jeder schaute mich an. Das war gut.

"Jetzt mach's nicht so spannend!" rief einer weiter hinten.
"Klappe halten, hör einfach nur zu!" entgegnete ich wütend. "Wie ihr wisst, haben die Granger und die kleinere Version vom Weasel keinen Jungen abbekommen. Und ich frage euch, woran liegt das wohl?"

Ich blickte in die Runde, nur verwirrte Gesichter. Potty und das Original Weasel hatte ich eben grade entdeckt und schaute sie fies grinsend an.

"Die beiden führen eine Beziehung! Sie sind zusammen und das ist sowas von abstoßend, ich finde, man sollte sie nach Askaban schicken!" Die Slytherins grölten zustimmend. Doch auch ein paar andere stimmten mit ein.

Harry und Rons Münder standen sperrangelweit offen und blickten mich ungläubig an.
"Es stimmt Weasel, diene kleine Schwester ist eine gottverdammte Lesbe!" schrie ich ihm entgegen. Ich sprang vom Tisch runter und stampfte auf ihn zu.

"Vielleicht sollte ich die beiden mal richtig durchnehmen .. um sie umzupolen," schlug ich Ron vor und grinste hämisch.

"DU WIRST MEINER SCHWESTER NICHTS ZULEIDE TUN, KLAR?!" Er geriet außer Kontrolle und wollte mir an die Gurgel, doch Potty ging dazwischen.
"Ist schon gut, Ron .."
"SCHON GUT? SCHON GUT?!" Ron rannte wütend aus dem Raum. Ich lächelte vor mich hin und warf Potter noch einen letzten Blick zu, der Ron hinterher rannte, bevor ich wieder mit Pansy tanzte.