HINWEIS: Öhm... Noch mal danke an Sleepy.. nach diesem Kapitel bekommst du ihn
Frisch gewaschen und gebügelt zurück.. na vielleicht borg ich ihn mir hin
Und wieder zum Spielen aus

Disclaimer: siehe Kap 1

Rating: PC 13... ich will euch ja zu Atem kommen lassen

Timeline: Anfang 3. Zeitalter

Paring: Callendil, armes einsames Elblein Lothlorien

Haldir/Alagos... zurzeit in Trennung lebend

Danke für alle Reviews.. hoffen wir, dass es jetzt wieder besser läuft mit FF.. Antworten am Schluss. Macht nur weiter so... hach... freu mich auf viel Post

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Kapitel 9 Schuldgefühle

Callendil ging durch die Höhlen und versuchte nicht bemerkt zu werden. Der Umhang war fest um sie gewickelt und sie mied belebte Orte. Kurz bevor sie ihr Zimmer erreichte legte sich eine Hand auf ihre Schulter. Die Elbin fuhr herum und wollte schon zuschlagen, als sie ihr Gegenüber erkannte. „Seni!"ihre Stimme klang merkwürdig heißer.

„Callendil, was ist geschehen?" Die Vertraute des Königs sah das Mädchen entsetzt an. „Nichts!"antwortete sie und lief weiter zu ihrem Zimmer. Aber die Tawarwaith gab nicht auf und folgte ihr.

Als Callendil in ihrem Zimmer ankam brach sie zusammen. Sie fiel auf den harten Steinboden und begann zu weinen. Seni nahm sie in ihre Arme. „Kind was ist geschehen?" Sie nahm ihr den Umhang ab und sah die zerrissene Kleidung. „Callendil, ich werde sofort deine Mutter holen!"„NEIN!"Die junge Elbin hielt Seni am Arm fest. „Bitte nicht. Ich will nicht dass mich jemand sieht. Niemand! Du darfst niemandem etwas sagen. Versprich es mir, schwöre es bei Varda!" „Schhhhh. Beruhige dich Kleine. Ich werde es niemandem sagen, wenn du es nicht möchtest. Aber dann lass dir bitte von mir helfen. Du bist verletzt!"

Callendil nickte und ließ sich zu ihrem Bett bringen. „Bleib liegen. Ich hole alles Nötige und erklär deinen Eltern, dass du schlafen würdest. Versprich mir hier zu bleiben" Die Elbin nickte.

Es dauerte eine unendlich lange Zeit, bis die weise Elbin zurückkehrte. Callendil lag zusammengekauert auf ihrem Bett und hielt ihr Kissen fest. Sie schloss die Augen nicht, denn sie sah sonst Bilder die sie nicht sehen wollte. Seni streichelte ihr liebevoll über das Haar. „Es ist alles gut. Deine Eltern werden dich bis zum Mittag nicht stören. Lass dich nun versorgen."

Callendil stand auf und gemeinsam zogen die beiden Frauen die Kleidung aus. Seni wusch sie vorsichtig und salbte ihre Wunden. „Möchtest du baden?" Callendil nickte und ließ sich ein Kleid anziehen. „Erzählst du mir wer dir das angetan hat? Ich werde schweigen, ich verspreche es!"Callendil sah zu Boden.

Schließlich fasste sie doch den Mut und begann der Wahrsagerin des Königs ihr Herz auszuschütten. „Ich... habe es verdient! Er hat ja so Recht. Wie konnte ich nur so egoistisch sein?"„Kleines niemand verdient es so behandelt zu werden. Du hast es nicht freiwillig getan, nicht wahr?"

Callendil schüttelte den Kopf. „Es tat so weh! Es war so ganz anders als mit Haldir!"sie begann erneut zu weinen. „Warum hab ich es nur gewollt. Ich habe ihn unglücklich gemacht!"Seni nahm sie in den Arm und wiegte sie hin und her. „Es war Alagos, nicht wahr?"Callendil nickte. „Er hat mir gezeigt, was ich ihm angetan habe und ich verstehe!"

Die Tawarwaith war entsetzt. Was hatte dieser Bastard ihr nur eingeredet. Sie konnte das Mädchen doch nicht in diesem Glauben lassen. Es war kaum fassbar. „Callendil, bitte hör mir jetzt genau zu. Was mit deinem Bruder geschehen ist, war nicht eure Schuld, ihr hättet es gar nicht verhindern können. Auf keinen Fall. Hat dir jemand von Oberons Gewürzen erzählt?" Callendil nickte. „Also, vor drei Jahren haben wir alle hier ziemlich verrückt gespielt. Glaube mir, dank Oberon haben nicht unbedingt Elben zueinander gefunden, die auch zueinander gehören. Ich weiß von einigen, die sich vereint haben und Ihre Partner waren wo anders. Aber wir haben es akzeptiert und hingenommen. Sogar Lord Glorfindel...und der Zauberer...aber das ist eine andere Geschichte."

Callendil wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. „Du meinst, dass ihnen verziehen wurde?"„Nicht nur dass, niemandem wurde ein Vorwurf gemacht...außer Oberon. Er hatte sein Fett abbekommen. Er kam mit Mühe und Not einer Verbannung davon.... Jedenfalls hatte Alagos keinen Grund so zu reagieren. Niemals! Nicht einmal wenn es eure volle Absicht gewesen wäre. Ich denke du solltest wenigstens mit deinem Bruder darüber reden!"

„Worüber?"fragte Haldir, der gerade die Tür öffnete. Er sah schlecht aus, blass und sein Haar war zerzaust. Callendil sah ihn ängstlich an. „Nicht, gar nichts. Ich will nicht mit dir reden! Verschwinde!"Ihn zu sehen überstieg ihre Kräfte bei Weitem. „Hast du Alagos gesehen?"fragte er kalt, aber seine Augen sprachen eine andere Sprache. Er hatte Angst, machte sich große Sorgen um die beiden Elben, die er über alles liebte. „VERSCHWINDE!" schrie Callendil fast hysterisch. „Er war nicht hier!"sagte Seni völlig ruhig und behielt Callendil in ihren Armen. Haldir drehte sich wortlos um und verließ den Raum. „Ich will sie nie wieder sehen, beide... niemals wieder!"erneut ergossen sich ein Schwall von Tränen auf dem Kleid der älteren Elbin. „Ja mein Kind... das wird das Beste sein."

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Callendil saß in der Badewanne, die mit heißem Wasser gefüllt war. Der Duft unzähliger Kräuter drang in ihre Nase. Erst jetzt war ihr bewusst wo sie sich befand. Wie kam sie hier her? Sie hatte keine Ahnung, aber ihre Kleidung lag fein säuberlich zusammengelegt über einem Stuhl. Sie war alleine.

Sie betrachtete ihre Hände und fühlte sich schmutzig. Mit dem Schwamm der neben ihr lag seifte sie sich ein und begann sich zu schrubben, all der Schmutz und das Grauen der letzten Stunden versuchte sie wegzuwaschen. Solange bis ihre Haut gerötet war, von der vielen Reiberei.

Schließlich tauchte sie unter und alles war auf einmal so ruhig. Es war ein angenehmes Gefühl. Sie blieb Unterwasser und fasste einen Entschluss. Sie nahm das Gefühl dieser absoluten Stille und des Friedens in sich auf und vergrub die Pein und den Schmerz ihres Herzens tief in ihrer Seele, dort wo es niemand finden würde. Sie beschloss nie wieder zu lieben und schwor es bei den Valar.

Schließlich musste sie wieder Luft holen und tauchte mit Schwung auf. Ihr erster Atemzug, war wie eine Wiedergeburt. Sie streifte sich die Haare aus dem Gesicht. „Na Kleines, geht es dir wieder bessern?"

Callendil drehte sich erschrocken um. „Naneth! Was tust du hier?"„Ich wollte mal sehen wie es dir geht. Seni wollte, dass wir dich etwas in Ruhe lassen. Aber mein Mutterherz hat sich nach ihrem Baby gesehnt!"

Callendil stand auf und stieg aus der Wanne. Nass wie sie war ließ sie sich von ihrer Mutter in die Arme nehmen. Taetholil sah den geschundenen Körper ihrer Tochter, was war nur Geschehen. Sie konnte sich kaum vorstellen, dass das ihr Sohn gewesen sein sollte. „Iëll nin. Was ist geschehen? Willst du mit mir darüber reden?" „Nein naneth, bitte frag nicht. Es ist gut. Ich bin darüber hinweg... Ich habe aus meinen Fehlern gelernt!"„Niben nin, du hast doch keinen Fehler begannen!" „Naneth, bitte ich werde sofort gehen, wenn du mich weiter bedrängst!"

Taetholil nahm ihre Tochter erneut in den Arm und streichelte sie liebevoll. „Ganz wie du willst!" Sie half ihrer Tochter sich abzutrocknen und gab ihr das Kleid. „Oberon erhält heute Abend sein Urteil, möchtest du dabei sein?"„Nein, nicht wenn ich nicht muss."„Du musst nicht, Thranduil hat Haldir's Aussage, die genügte ihm."

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Am Abend hielt Thranduil eine Versammlung in seinem Thonsaal. Seine Berater saßen an seiner Seite. Celarion und sein Bruder Lord Celeborn saßen ebenfalls dort und Seni, des Prinzen Gouvernante, wie ihre offizielle Bezeichnung war, stand hinter Thranduil, leicht versetzt. Haldir stand mit seiner Mutter hinter seinem Vater.

Als Oberon hereingeführt wurden, wollte der junge Galadhrim sich sofort auf den Elben stürzen, doch seine Mutter hielt ihn zurück. „Beherrsche dich ionn nin"

Oberon lächelte selbstgefällig. „Nun alter Ork...was ist dir eingefallen, wie du mich quälen kannst? Wie wäre es mit deinem kleinen rothaarigen Leibwächter... mit dem würde ich gerne einige Jahre in einem Verließ einsperren lassen, ich liebe diese grünen Augen, die immerzu sein Verlangen widerspiegeln." „Oberon! Sei still, oder ich werde dich sofort töten!"schrie Thranduil und Oberon konnte sich ein lächeln nicht verkneifen.

„Dir wird dein Lachen schon vergehen. Ich habe mit allen beteiligten geredet und bin daher zum Schluss gekommen..."Oberon unterbrach den König. „Mit ALLEN Beteiligten? Was ist mit dem Mädchen, hat sie dir erzählt was SIE wollte?"

Haldir trat hervor und noch ehe jemand reagierten konnte, hatte er Oberon an der Kehle gepackt. „Weißt du was du meiner Schwester angetan hast? Weißt du was du mir angetan hast?"„Ich habe...euch...eine aufregende Nacht... geschenkt!"flüsterte Oberon, der kaum noch Luft bekam.

Nun war der Tawarwaith nicht erst über fünttausend Jahre alt geworden, weil er unachtsam war. Mit einer schnellen Bewegung hatte er Haldir auf dem Boden und kniete über ihm. „Du riechst verdammt gut, kleiner Baumelb! Wenn ich Zeit hätte würd ich gerne mit dir... Aber lassen wir das."Haldir versuchte sich zu befreien, doch er konnte sich nicht bewegen.

„Hör mir gut zu, mein Sohn! Ich wusste nicht, dass ihr Geschwister seid... obwohl mir das, wahrscheinlich egal gewesen wäre. Aber ihr hattet euren Spaß, also reg dich nicht so auf. Dein Liebhaber wird sich schon wieder beruhigen. Warum seid ihr nur so furchtbar steif... Na ja an den falschen Stellen eben!"

„Oberon lass den Jungen sofort los!"hinter ihm stand eine Wache mit dem Schwert an Oberons Kehle. Er ließ von dem Galadhrim ab und stand auf. Er wollte Haldir helfen aufzustehen. „Nichts für ungut Kleiner!"Doch der junge Elb schlug ihm die Hand aus und stand ohne Hilfe auf.

Seni flüsterte ein Paar Worte in Thanduils Ohr. Er stand auf und räusperte sich kurz. „Oberon Temonis, du bist hiermit aus Eryn Lasgalen verbannt, genauso wie aus allen andren Elbengebieten. Solltest du dich noch einmal dem Wald nähern wirst du sofort getötet." Seine Gefährtin flüsterte ihm erneut etwas ins Ohr und Thranduil nickte.

„Wie es der Brauch schon bei meinem Vater war, sei es dir gestattet 1 Andenken aus Eryn mitzunehmen. Wähle mit Bedacht, es wird das einzige sein, das dich an deine Heimat erinnern wird!"

Oberon lächelte wieder. Er sah nicht aus, wie jemand, der so eben heimatlos wurde. „Gebt mir die Ifrey mit, die in euren Kerkern verrottet."„Die Diebin? Sie hat versucht meine Krone zu stehlen, ich sollte sie eigentlich töten... diese Menschen! Ein Fluch Ardas!" „Sie hat es ja nicht geschafft, außerdem hab es ja wohl ich verhindert!" „Ja auch du, Oberon hast mal etwas Gutes getan in deinem Leben und nicht nur Elben verführt! Warum die Ifrey.. die ist nicht von hier, sie hat nichts mit Eryn Lasgalen zu tun!"

Oberon lächelte und seine Augen begannen zu blitzen. „Ich liebe diese Ifrey und sie mich! Ich werde sie hier nicht zurücklassen und in deinen Kerkern verrecken lassen. Sie hat etwas Besseres verdient, sie und unser Kind!" Ein raunen ging durch den Saal.

Thranduil war außer sich. Seni musste ihn zurüchalten. „DU... DU hast es geschaft eine... Gefangene zu schwängern???? Du BASTARD! Holt die Gefangene!"

Während die Anwesenden warteten kam eine Frau herein und brachte zwei Kinder, die nicht aufhörten mit weinen. Seni lief sofort ihnen entgegen. „Oh mein Blättchen was ist den los... Seni ist doch hier!"Sofort hörte der Junge auf zu weinen und drückte seine kleinen Ärmchen fest an ihren Körper.

Der zweite Junge wurde Taetholil gebracht. „Schhhh. Orophin, mein Kleiner was ist denn los?"„Legi böse.. hat mich haut!"„Wir werden das später bereden!"„Hadi...Hadi..!"Der Junge wollte zu seinem Bruder und Haldir nahm ihn auf seinen Arm, während die Tür auf ging und eine Frau hereingebracht wurde.

Die Frau hatte ein rotes Kleid an, das schon ziemlich mitgenommen aussah. Aber stolz stand sie vor dem König und hatte ihr Haupt hoch erhoben. Ihre schwarzen langen Haare hingen wild herunter. Sie hatte sicher schon seit Tagen sich nicht Pflegen dürfen.

Oberon stellte sich neben die Frau. Thranduil setzte sich und nahm seinen Sohn entgegen. „So...Ifrey.. Tremonis will dich mit in die Verbannung nehmen. Ich spiele mit dem Gedanken zuzustimmen. Dann wären wir zwei Übel auf einmal los! Ihr erwartet ein Kind?" Die Ifrey sah erst Oberon an und dann den König. „Ich wollt mich freilassen?"„Wenn du dich noch einmal unserem Wald näherst wirst du sofort sterben! Schwanger oder Nicht!" Die Ifrey grinste. Ihre Augen begannen zu leuchten. „Niemals werde ich wieder einen Fuß in diesen Wald setzten. Die Bewohner sind mir zu unfreundlichen... na ja fast alle!"

So wurden die Beiden hinaus geführt aus den Höhlen. Es sprach sich wie ein Lauffeuer herum. Das Lord Oberon Tremonis den Wald verlassen musste und eine Menschenfrau mitnahm. Der ganze königliche Garten war gefüllt von Elben, die dem Verbannten die letzte Ehre erwiesen. Etliche Elbinnen weinten und einige Elben wischten sich verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel. Kurz bevor er das Tor aus dem Schlossbereich durchschritt drehte er sich noch einmal um, ohne seine Menschenfrau loszulassen.

„Es war mir ein Vergnügen... meine Lieben.. . ich werde euch vermissen, im Gegensatz zu eurem verbitterten, vertrockneten, verklemmten Kerl, der sich König nennt." Er verbeugte sich noch einmal und verließ hocherhobenen Hauptes die Sicherheit des Schlosses und wurde mit seiner Gefährtin zu den Grenzen geführt.

Kaum waren sie durchs Tor geschritten, küsste er seine Ifrey..."Lass uns zu seinem Clan gehen... Ich wollte schon immer sehen wie es in der Eiswüste ist!"„Aber ich werde dort getötet!"„Nein Kleines, mit Sicherheit nicht... denn schließlich hab ich dich erlegt... und der Beweis dafür trägst du hier!" Er legte seine Hand auf ihren Bauch während sie sich küssten. In der anderen Hand hielt er einen Reif auf Mithril, den Thranduil sicher bald vermissen würde.

Ff

@ Heitzi: Hey... ich kann nichts dafür... das ist der Einfluss einer gewissen Autorin.. die
mich zu so etwas beflügelt *ganz unschuldig schau* Aber keine Sorge... ich
werde mir was einfallen lassen (hoff ich). Jedenfalls freuts mich, wenn dir mein
vorheriges Kapitel gefallen hat...(hab mir ja auch Mühe gegeben...)

@ Seni: So jetzt hoffe ich dass du zufrieden bist... und Ruhe kommt in dein Wald
zurück.. damit du dein Blättchen versorgen kannst. Du solltest dich beeilen, wenn
du Oberon noch die Meinung geigen willst. Na vielleicht treffen wir mal wieder auf
den sympathischen Exil Elben.

@ Eirien: Shushi... ich sollte es auf das Shushi schieben...gute Ideee.. gib ihn uns roh und
zappelnd!!!! Also wenn ich wieder mal was Schlüpfriges brauch geh ich zum
Japaner und wenn es wieder mal blutrünstig werden soll...nehm ich Heitzi.. oder
Beides für beides?? Ach ich werds Mal ausprobieren.

@ Cerris Stifte: Ha... scheit wohl vorbei zu sein... na wie ich gesagt hab..Wahrheit setzt
sich immer durch.