Sehnsüchte und andere Schwierigkeiten +++ by S.E.

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HINWEIS: Dammich ... mir fällt heute keiner ein.. ähm... ach ja doch: Dieses Kapitel möchte ich Thomas K. aus H. widmen, der mich Samstag Nacht mit Costa Cordalis, Wolfgang Petri und Dschingis Khan gefoltert hat... zum Seelischen Ausgleich habe ich dieses Kapitel gebraucht... also seid mir nicht böse... Es war ein Notfall

Disclaimer: siehe Kap 1

Rating: R wegen Gewalt...jedoch nicht sehr plakativ :-)

Timeline: Anfang 3. Zeitalter

Paring: Callendil, armes einsames Elblein Lothlorien

Haldir/Alagos...

Antworten am Schluss... So jetzt gibt's mal wieder etwas Callendil... nicht so viel wie's sein sollte aber es wird..

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Kapitel 12 Begegnungen

Callendil hatte ihre Ausbildung wieder aufgenommen. Ihr Vater war ein strenger Ausbilder und seine Tochter nahm er besonders hart ran. Aber ihr war es recht. Sie hatte keine Zeit über ihr Leben nachzudenken. Das Training dauerte von Morgens bei Sonnenaufgang bis spät Abends. Meistens schaffte es Callendil gerade noch etwas zu Essen und fiel dann in ihr Bett.

Ihren Bruder traf sie noch seltener. Er hatte noch immer die Wache der Stadt unter sich, doch sie waren zu unterschiedlichen Zeiten unterwegs. Nur bei der Feier des Bündnisses zwischen Alagos und ihm sah sie beide.

Callendil wäre lieber in Mordor gewesen, doch sie stand es tapfer durch. Alagos sprach sie nicht an, und blickte nur gelegentlich verschämt zu ihr herüber. Keiner der Familie zwang die Beiden Freunde zu sein. Dachten doch alle noch, es ging um die Angelegenheit mit Oberons Pulver. Aber dem war nicht so und das wussten nur die Beiden.

Nur Haldir litt wirklich unter dieser Situation. Er fand es schrecklich, dass die beiden Elben, die er liebte sich nicht ausstehen konnten. Aber er versuchte nicht die Zwei zusammenzubringen.

Als sich das Brautpaar zurückziehen wollte verabschiedete sich Callendil von ihnen. Sie gab Haldir einen Kuss und wünschte ihm alles Glück dieser Welt. Dann nahm sie allen Mut zusammen und stellte sich vor Alagos. Er sah so glücklich aus. Er liebte ihren Bruder. „Ich wünsche auch dir, dass du glücklich bist, sei Haldir ein guter Partner und mach ihn glücklich!"

Für ein paar Sekunden war es völlig Ruhig im Raum. Man hätte eine Feder fallen hören. Alagos wollte Callendil's Hand nehmen. Doch kurz vorher zog er sie wieder zurück. „Es bedeutet mir unendlich viel, dass du das gesagt hast. Callendil ich danke dir und verspreche, dass ich meinen Gemahl glücklich mache, solange ich auf Arda wandle."

Seni stellte sich hinter Callendil und nahm sie in ihre Arme. Nachdem die Männer fort waren drehte sie das Mädchen um und lächelte sie an. „Du bist eine außergewöhnliche Elbin. Ich mehr als stolz auf dich."

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Ein halben Jahr später bekam der Goldene Wald hohen Besuch. König Thranduil beehrte das Volk der Galadhrim mit seiner Anwesenheit. Er kam vom Rückweg aus Bruchtal und wollte seinen Sohn abholen. Aber als man seine Augen sah wusste man, dass es wohl eher die Gouvernante war, nach dem es ihm sehnte. Ihre Begrüßung fiel etwas unköniglich aus, da er sie unverhohlen in den Arm nahm und sie innig küsste, während Legolas auf ihrem Arm war und sich fast erdrückt fühlte. Diese Szene sahen nur die Anwesenden in Lord Celeborns Palast und so war die Zahl der Zuschauer auf wenige begrenzt.

Callendil war anwesend, da sie Orophin abholen wollte, der den ganzen Tag mit Legolas gespielt hatte. Sie trug noch ihre Uniform und stand stramm vor dem König, so wie es für eine Soldatin gehörte.

„Ihr seid mir bekannt! Doch woher kenn ich euch?"fragte der König als er die Elbin betrachtete. „Ich bin die Tochter Celarions und Taetholils."Dem König dämmerte es. „AH... ich weiss, Oberon!"

Sofort verfinsterte sich Callendil's Blick. Doch Seni lenkte sofort ein. „Mein König, es wird mir eine Ehre sein euch in eure Unterkunft zu bringen!" Callendil atmete erleichtert auf. „Darf ich den Prinzen mitnehmen? Dann können die Kinder noch etwas Spielen. Ich bringe sie später zurück!"

Seni lächelte. „Gerne mein Kind, aber wir werden ihn bei dir abholen!"Sie stellte Legolas auf den Boden und er ging bereitwillig mit der jungen Elbin und seinem kleinen Spielgefährten mit.

Der König jedoch ging mit seiner Gefährtin, in sein Quartier und spielte etwas mit ihr.

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Haldir und Alagos wurde zurückversetzt an die Nordgrenzen. Ihr Leben war nicht gerade romantisch. Sie hatten mit den anderen Soldaten einen Gemeinschaftstalan, in dem sie sich zum Schlafen aufhielten. Nur der Hauptmann hatte einen eigen Talan, der gleichzeitig als Hauptquartier diente.

Ihre wenigen gemeinsamen Stunden, außerhalb des Dienstes, verbrachen sie weit ab auf einer kleinen Lichtung auf der sie sich ungestört lieben konnten, das genügte ihnen.

Sie genossen ihre Beziehung und im Lager wurde zur Kenntnis genommen, dass sie ein Paar waren, das den Bund eingegangen hatte. Obgleich nicht jeder begeistert war. Doch sie spürten keine Anfeindungen. Solange sie gleichgestellte Soldaten waren gab es keine Probleme. Sobald Haldir das Kommando in Vertretung übernahm, hielt sich Alagos streng an alle Regeln und Vorschriften, außerdem drosselte er sein aufbrausendes Temperament.

Die Angriffe der Orks wurden häufiger und die Grenzen dementsprechend noch stärker bewacht.

Alagos stand auf seinem Wachbaum und war wütend. Am Abend zuvor hatte er ein paar Stunden mit Haldir verbracht. Sie waren auf der Lichtung und liebten sich.

Es war so lange her, dass sie beieinander lagen, Wochen oder waren es schon Monate? Er wusste es gar nicht mehr so genau. Denn immer war ihnen etwas dazwischen gekommen.

Sie langen zusammen im Gras, eng umschlungen. „Meinst du die Angriffe werden zunehmen?"frage Alagos nachdenklich und spielte mit einem von Haldir's Zöpfen. „Wenn ich das wüsste, würde ich Thranduil's Sternendeuterin den Rang ablaufen! Aber ich denke es wird sicher noch schlimmer weden. Solange die Brut aus unserem Wald draußen bleibt ist es mir jedoch gleich!"antwortete Haldir völlig ruhig. „Und was ist mit Bruchtal und Eryn Lasgalen? Schließlich stammt ein Teil deiner Familie dorther!" „Natürlich will ich nicht, dass irgendein Elbenreich den dunklen Mächten zum Opfer fällt. Nicht einmal die Noldors haben es verdient. Außerdem lebt meine Cousine in Bruchtal. Ich meinte außerhalb! Sollten sich doch die Menschen mit den Orks rumschlagen!" „HALDIR! Das ist nicht dein ernst?" „Natürlich ist es das. Ist doch deren Schuld, dass das Böse weiter existieren durfte. Alagos ich war dabei. Ich habe die Schwäche der Menschen gesehen, die Schwäche deren Anführer. Niemals würde ich mich mit einem Menschen einlassen!"

Alagos küsste seinen Galadhrim und lächelte. „Niemals ist eine ziemlich lange Zeit, mein Lieber. Auch wenn ich dir hierbei zustimme. Wir sollten nur im äußersten Notfall mit diesen Barbaren Kontakt aufnehmen. Ich verstehe nicht, wie die sich so derart vermehren, wie die Karnickel. Schau dir doch nur mal ihre Frauen an. So... unförmig und...so schmutzig..." „Alagos lass es!" „Was?" „Frauen!" „Was ist mit Frauen?" „Du hasst alle! Gleichgültig welcher Spezies sie angehören!" „Stimmt nicht!" „So, dann sag mir eine Frau, die du zu deinen Freunden zählst. Hier bei den Soldaten...Zuhause... Du.."Haldir vermied es seine Schwester zu erwähnen, doch er sah, dass Alagos an sie dachte. „Ich...habe schon bei Frauen gelegen!"protestierte schließlich der jüngere Elb, stand auf und suchte seine Uniform zusammen, die verstreut auf der Lichtung lag.

Haldir betrachtete ihn und schüttelte den Kopf. Er hatte seinen wunden Punkt berührt. „Du hast es sicher genossen!"gab nun Haldir schnippisch zurück. Er fühlte die Eifersucht, doch hatte sich sofort wieder im Griff. „Verzeih!" Alagos sah ihn jedoch nur wütend an und verließ wortlos die Lichtung.

Nun stand er auf dem Baum und hielt Wache. Seine Einheit war gut trainiert und übersah nicht die kleinste Maus, die in ihr Gebiet eindringen wollte.

Weit außerhalb des Waldes sahen sie eine Gruppe Menschen, die sich gehetzt umsahen. Sie wurden von einer Horde Orks gejagt.

Sowie Alagos es sehen konnte, bestand die Gruppe aus einem Mann, einer Frau und zwei kleinen Menschen, möglicherweise Kinder. Sie wurden von 10 Orks zu Fuß gejagt. Alagos konnte sie schreien hören. Es würde nicht lange dauern, da hätten die Orks sie eingeholt.

Ein Reiter tauchte auf.

Alagos fühlte, wie seine Männer unruhig wurden. „Jeder bleibt auf seinem Posten. Solange sie nicht in unser Gebiet eindringen wird nicht angegriffen."Die Elben wurden still und sahen dem grausamen Spiel zu.

Der Reiter erreichte die Menschen vor den Orks. Die Frau und der Mann setzten die Kinder auf das Pferd. Man konnte die Frau etwas schreien hören. Doch die Elben sprachen nicht die Sprache der Menschen. Der Reiter schüttelte den Kopf, doch die Frau gab dem Pferd einen Schlag, sodass es davon raste. „Wie Brutal doch die Menschen sind!"dachte sich Alagos.

Es dauerte nicht lange, da hatten die Orks die beiden Menschen erreicht. Der Mann verteidigte sich so gut es ging und es gelang ihm und seiner Frau die Hälfte der Orks zu töten. Alagos hätte den Beiden nicht so viel Kampfkraft zugetraut. Schließlich wurde der Mann von einem Orkschwert am Bein verletzt und brach zusammen.

Zwei Orks hielten ihn aufrecht und zwei weitere schnappten sich die Frau, die sich verzweifelt versuchte sich zu wehren. Jedoch ohne Erfolg. Ihr wurden die Kleider vom Leib gerissen und die Orks vergingen sich an ihr, während der Mann zusehen musste.

Alagos schloss die Augen und eine Träne mischte sich zwischen seine Wut und Verzweiflung.

Die Elben hörten die Schreie noch lange. Die Menschen waren zäh! Bis dem Mann mit einem kräftigen Stoß ein Schwert in den Bauch gerammt wurde um ihn ins Jenseits zu befördern. Mit seiner letzten Kraft versuchte er die Frau zu erreichen, die ihm entgegen kroch, nachdem der letzte Ork von ihr gelassen hatte. Doch bevor sie sich berührten schmiss sich ein weiterer Ork auf sie und es dauerte nicht mehr lange, da rührte sich auch die Frau nicht mehr.

Die Orks grölten und führten einen Freudentanz auf, der durch das Surren von Pfeilen unterbrochen wurde. Die Orks fielen einer nach dem anderen um.

Neben Alagos tauchte Hauptmann Dagor auf, gefolgt von Haldir. Sie hatten ihre Bögen noch gespannt und schossen die letzten Pfeile ab.

Alagos stand sprachlos vor seinem Hauptmann. Er sah kurz zu Haldir hinüber, dessen Gesicht eine völlig neutrale Maske war.

„Hauptmann, uns wurde befohlen außerhalb unserer Grenzen nicht einzugreifen!" Dagor stand vor Alagos und hielt kurz inne. Vor den Männern wollte er nichts sagen. „Haldir, übernimm das Kommando ich werde Alagos mitnehmen." Haldir nickte nur kurz und sah zu Alagos. Noch immer sah der junge Galadhrim nicht, was Haldir fühlte. Er folgte dem Hauptmann wortlos.

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„Alagos, ich möchte dir nicht zu Nahe treten, denn du hast nach den Vorschriften gehandelt. Ich werde dich auch nicht bestrafen. Ich möchte, dass du über deine Handlung nachdenkst. Beziehungsweise über deine ‚nicht Handlungen'. Ihr habt Urlaub ab nächster Woche, nicht wahr?" Alagos nickte. „Gut, ich würde mich freuen, wenn du eine Woche davon an der Südgrenze Dienst tust. Dort ist die Grenze nicht so klar gezogen wie hier. Sieh dich um und lerne!"

Alagos verstand genau, was der Hauptmann von ihm wollte, das machte ihn erst recht wütend, aber nur auf sich selbst. „Ich werde an die Südgrenzen gehen, Hauptmann. Darf ich sie etwas fragen?" „Ja natürlich." „Glaubt ihr, ich habe es gerne getan? Glaubt ihr, es war ein vergnügen, zuzusehen, wie jemand zu Tote gequält wird? Aber ich konnte keinen meiner Männer opfern für diese Menschen!"

Der Hauptmann holte tief Luft und sah Alagos an. „Du bist ein wirklich ausgezeichneter Soldat. Du weißt deine Einheit zu führen. Du bist ein guter Taktiker. Es wird ein großer Krieger aus dir, das weiss ich. Aber denk bitte an eines. Verliere dabei nicht das Wesentliche aus dem Auge. Der Schutz des Lebens und der Achtung einander. Ich rede hier nicht von Orks. Es geht um Respekt aller Rassen, die sich mit uns gegen das Dunkle aus dem Osten stellen." Alagos nickte.

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Die Einheit kehre in der darauf folgende Woche nach Caras Galadhon zurück Haldir und Alagos genossen zwei Tage ihr Zuhause, bevor der junge Soldat in den Süden zog. Er hatte mit Haldir nicht wieder über den Vorfall gesprochen und auch Haldir sprach nicht davon.

Callendil hatte ihre Ausbildung abgeschlossen und war an die Grenzen versetzt worden. Haldir wusste nicht ob er sich darüber freuen sollte, oder ob er froh war. Doch er vermisste sie, sie und ihr lachen und ihre....

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Callendil stand auf ihrem Wachbaum und sah in die Nacht hinaus. Es war kalt. Seit einem Monat war sie nun auf ihrem neuen Posten, nachdem sie ein Jahr die Grenze zum Fluss bewacht hatte. Doch sie musste alle Grenzen kennen lernen. Leider konnte man so nicht wirklich Freundschaften schließen. Denn sie gehörte noch keiner festen Einheit an und wurde von allen nur ‚Frischling' gerufen. Sie nahm an den Festen und Zusammenkünften teil, die die Soldaten veranstalteten, doch sie hielt sich immer im Hintergrund. Jeder Annäherungsversuch, erstickte sie im Keim. Sie wollte es so.

Es war kalt an der Grenze. Der Schutz der Herrin endete hier. Das konnte man spüren. Sie fror nicht. Sie war eine Elbin. Die Kälte kam von innen heraus.

Callendil hörte jemand den Baum hinaufklettern. Ihre Ablösung konnte es noch nicht sein. Sie war erst eine Stunde oben. „Callendil, bist du da?" „Ja!"antwortete sie. Eine andere Soldatin kam. Sie war das nächste, dass Callendil als Freundin bezeichnete. „Haltharil, hast du keine Wache?"„Nein, erst in einer Stunde. Es sind neue Elben eingetroffen. Ich habe sie gesehen! Schmucke Jungs, sag ich dir!"

Callendil schüttelte den Kopf und lachte, ohne dabei die Gegend außer Acht zu lassen. „Dir ist nicht zu helfen!"„Nein nicht mir, dir! Callendil, die halbe Einheit ist hinter dir her und du zeigst ihnen nur die kalte Schulter. Stehst du nicht auf Elben?" Callendil gab der anderen Elbin einen Stoß in die Rippen. „Natürlich mag ich Elben, ich hab nur keine Lust auf SEX, das ist alles!"„Callendil!" „Was? Das ist es doch, darum dreht es sich doch bei euch ausschließlich." „Dir ist nicht zu helfen! Darf ich dir einen Tipp geben?"„Nur wenn es sich nicht vermeiden lässt!"„Du solltest gelegentlich jemanden an dich heran lassen, dann ist dir auch nicht mehr kalt"

Jetzt sah Callendil die Elbin verwundert an, doch ehe sie was sagen konnte hatte sich Haltharil auf den Weg nach unten gemacht. So beobachtete Callendil weiterhin die Grenze.

Es dauerte nicht lange, da hörte sie erneut jemanden zu ihr herauf kommen. „Haltharil, gib's doch endlich auf! Ich hab kein Interesse!"

„Schade! Aber das wird sich sicher bald ändern!"

Callendil's Blut gefror als sie die Stimme hörte. Sie drehte sich um und zog gleichzeitig ihren Dolch. „Thalos!"

Wird fortgesetzt...

Ich liebe Cliffis (evil grin) kann nix dafür.. siehe oben Hinweis!!!

@ Seni: Dein Liebesleben liegt mir natürlich auch am Herzen :-) und das deines Königs...

@ Eirien: Du weiss nichts gar nichts... du wirst dich noch wundern...