Sehnsüchte und andere Schwierigkeiten +++ by S.E.

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HINWEIS: Achtung HARMONIE WARNUNG!! Ziemlich fluffig das Kapitel.. ach
Es muss der Frühling sein
Dieses Kapitel widme ich Cupido...spitz die Pfeile mein Kleiner

Diclaimer: siehe Kap 1

Rating: PG13 ...

Timeline: Anfang 3. Zeitalter

Paring: Callendil, armes einsames Elblein Lothlorien die ihren Prinzen trifft
Haldir/Alagos...

Danke an eurem regen Interesse... hab nicht viel Zeit also ..viel Spaß

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Kapitel 15 Blitzschlag

Callendil's Herz schlug hinauf bis zum Hals, als sie in seine sturmgrauen Augen blickte. War es möglich? „Callendil! Was tust du da? Das ist der Enkel der Herrin!"hörte sie neben sich Haltharil's entsetzte Stimme. „Ich lehre ihm Anstand und Demut!" antwortete Callendil und schickte ihrer Freundin ein Lächeln.

Der schwarzhaarige Elb nutzte die Unachtsamkeit der Elbin und ehe sie sich versah, lag sie auf dem Boden und er saß auf ihr. Das Schwert lag außerhalb ihrer Reichweite. Sie sah zu ihm hinauf. Warum roch er so gut? Warum verlangte es ihr nach seinen Lippen? Callendil war völlig verwirrt.

„Geh sofort von mir runter!"fauchte sie ihn an. Doch Elladan lächelte nur „Wer wird denn so ungehalten sein? Kleine Galadhrim!" Er beugte sich über sie und küsste ihren Mund, der gerade eine Antwort brüllen wollte.

Es war wie ein Blitzschlag, als er ihre Lippen berührte. Callendil schloss ihre Augen und vergaß die Welt um sich herum. Gegen ihren Willen erwiderte sie den Kuss, intensivierte ihn. Ihre Zungen berührten sich leicht. Wie gut er schmeckte, nach Honig und Blumen. Sie fühlte kleine Schmetterlinge in ihrem Bauch, die an den Blüten Nektar sammeln wollten. Dieser Kuss sollte niemals Enden.

Haltharil stand sprachlos neben den Beiden und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. „Wurde auch Zeit!" flüsterte sie. Neben ihr tauchte ein 2. Elb auf. Haltharil hatte ihren Bogen bereits gespannt, als sie den Ankömmling erkannte. Da war derselbe Elb, der gerade auf dem Boden des Goldnen Waldes lag und einen seiner Wächter küsste, ein Doppelgänger, ein Zwilling.

Sie kannte natürlich die Zwillinge aus Bruchtal, wer nicht! Fast alle Galadhrim kannten die Söhne Elronds, obwohl sie selten ihre Mutter oder ihre Großeltern besuchten. Nur ihre Schwester Arwen lebte die meiste Zeit in Lothlorien.

Elladans Bruder grinste ebenfalls breit, als er seinen Bruder auf dem Boden liegen sah. „Na Bruderherz, du hast dir aber nicht viel Zeit gelassen, um die kleine Galadhrim zu erobern. Sie ist dir schon verfallen! Sie ist wohl doch nicht so ein Eisblock."

Durch die Stimme des Bruders wurde Callendil wieder in die eiskalte Realität zurückgeholt. Gegen den Willen ihres Herzens, trennte sie ihre Lippen von denen Elladans und stieß ihn mit aller Kraft, mit ihrem Knie, zwischen die Beine. Anschließen warf sie ihn von sich herunter.

Völlig außer Atem stand sie auf. Der dunkelhaarige Elb krümmte sich auf dem Boden und sah mit einem gequälten Lächeln zu seinem Bruder hinauf. „Tja Elrohir, ich glaube du hast sie erschreckt! Warte das nächste Mal bis....wir fertig sind!"

Elrohir half seinem Bruder auf und Callendil wollte ihm sofort an die Kehle springen. Aber Haltharil hielt sie zurück. „Tu das nie wieder!"schrie sie Elladan an.

„Was ist hier los?"Keiner der Anwesenden hatte Haldir bemerkt, der mit dem Bogen in der Hand hinter Haltharil auftauchte. „Nichts!"brummte Callendil und verschwand auf ihrem Wachbaum.

Haldir sah ihr besorgt nach, richtete jedoch sofort seine Aufmerksamkeit auf die Zwillinge. „Willkommen in Lothlorien, Lords aus Imladris! Darf ich euch zu meinem Talan begleiten. Ihr seid sicher erschöpft und eine Pause würde euch gut tun."Elrohir nickte und sein Grinsen wurde immer breiter. „Hallo Haldir. Es ist nett, wie wir von den Bewohnern des Goldnen Waldes begrüßt werden. Deine Schwester ist charmant wie eh und je!"

Haldir wollte nicht darüber reden, während alle Wachsoldaten um sie herumstanden. Er führte die Zwillinge in seinen Talan. Dort ließ er sein seine Hauptmann-Verhalten fallen und lächelte den Beiden zu. „Schön euch mal wieder zu sehen!" Sie umarmten sich freundschaftlich. „Seid ihr alleine gereist? Es ist viel zu gefährlich! Wie konnte es Lord Elrond nur zulassen?"

Die Zwillinge lächelten sich an. „Wir haben nicht direkt um Erlaubnis gebeten. Wir haben ihm einen Brief hinterlassen, in dem wir ihm mitteilten, dass wir unsere Mutter besuchen wollten"erklärte Elladan.

„Ihr habt etwas ausgefressen!"Elrohir schüttelte den Kopf. „Nicht ganz, aber mein großer Bruder wollte unbedingt diese bezaubernde Galadhrim wieder sehen, die wir in Eryn Lasgalen getroffen hatten.

Haldir sah Elladan überrascht an. „Es gibt Galadhrim in Eryn?"„Bei dem großen Fest vor ein paar Jahren, weißt du nicht mehr? Ihr ward doch schließlich länger dort als wir." Haldir erinnerte sich nicht gerne an diesen Aufenthalt. „Wen hast du denn ins Visier genommen?" Auf einmal fühlte sich Elladan unwohl. Was wenn Haldir ganz und gar nicht gut findet, nach was ihm verlangt. „Ahm..."er druckste herum. Elrohir ergriff deshalb das Wort: „Mein lieber Bruder hat einen Narren an deiner Schwester gefressen!" „ELROHIR!"schrie Elladan empört.

Haldir wechselte seinen Blick zwischen den beiden Noldor. „Callendil?" fragte er schließlich. Er konnte sich nicht vorstellen, dass sie von seiner Schwester redeten. Elladan nickte. Er zupfte an seiner Tunika herum. „Was willst du von meiner Schwester?"Haldir hatte das Gefühl sie beschützen zu müssen. Elladan spürte die Kälte, die sich im Zimmer breit machte.

„Ich liebe sie!"jetzt ließ sich Haldir völlig unelbisch auf einen Stuhl fallen. „Wie kommst du darauf? Du kennst sie doch gar nicht?"Jetzt lächelte Elladan mutig. „Ich habe sie bereits öfters hier im Wald gesehen und in Eryn haben wir und nett unterhalten!" „Nett unterhalten?"Haldir konnte es sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich Callendil dort amüsiert hatte. Sie war doch kaum aus ihrem Zimmer zu bekommen und wenn, war sie mit ihren Eltern oder mit der Gouvernante des Königs unterwegs.

„Wann hast du sie getroffen? Sie war nicht gerade in bester Stimmung dort!" fragte Haldir nach. „Auf dem Fest, als wir ankamen. Sie stand am Eingang und sah so wunderschön aus. Nie habe ich etwas Schöneres gesehen!" Haldir schüttelte den Kopf. „Callendil hat sich mit dir unterhalten?"

Jetzt begann Elrohir lauthals zu lachen. „Na ja Unterhaltung ist bestimmt etwas übertrieben. Sie hat ihn angeschnauzt!"„Aber diese Augen, ich bekomme sie einfach nicht mehr aus meinem Kopf!"schwärmte Elladan. „Ich musste sie wieder sehen! Warum sieht sie nur so traurig aus?"

Haldir atmete tief durch. „Sie hatte nicht gerade den schönsten Aufenthalt in Eryn. Habt ihr nichts erfahren?"Elladan schüttelte den Kopf. „Hat es was mit Oberon Temonis zutun?"„Indirekt... aber ich werde sicher nicht mehr darüber sprechen!"„Haldir, sie sieht immer noch nicht glücklich aus!" stellte Elladan fest.

„Sie hatte eine schreckliche Zeit im Süden. Ihr wurde übel mitgespielt!" Elladan sah den Galadhrim entsetzt an. „Was ist geschehen?"„Sie wurde von einem Elben, der ein ‚nein' nicht akzeptieren konnte verschleppt und hat nur mit Mühe überlebt. Sie musste schreckliches durchgemacht haben. Aber sie spricht mit niemanden darüber...nicht einmal mit mir!"

Jetzt ließ sich Elladan auf einen Stuhl fallen. „Und ich... war so ... rüde zu ihr...kein Wunder!"„Was hast du getan?"wollte Haldir wissen. „Ich habe sie geküsst!" Elrohir grinste erneut. „Keine Sorge, ihr hat es gefallen!"Haldir sah den Zwilling an, mit einem Blick, der töten konnte. „Wirklich! Sie hat ihn doch förmlich verschlungen!"„Elrohir, lass es. Ich hätte sie fragen müssen!" „Elladan, sie hat es doch gemocht. Man hat es sogar in der Luft gespürt. Es sind geradezu Funken geflogen!"

„Ich werde euch zum Lord und Lady bringen, danach werde ich mit Callendil sprechen!" bestimmte Haldir und erhob sich. „Callendil ist alt genug!"versuchte Elladan sich zu rechtfertigen.

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Callendil saß in ihrem Talan in der Stadt und wartete auf ihre Aburteilung. In einer Stunde sollte sie zu ihrem Onkel kommen. Warum war sie auch nur so ungehalten mit den Zwillingen umgegangen. Die Elbin rechnete mit einer disziplinarischen Strafe, dabei wusste sie gar nicht, warum sie zurückbeordert wurde.

Immer und immer wieder stellte sie sich die Frage, warum sie sich hat küssen lassen, von diesem arroganten, eingebildeten, Halbelben, der so unheimlich gut roch... nein sie wollte nicht weiter darüber nachdenken und ging zu ihrer Mutter. Orophin wartete schon darauf, dass sie mit ihm spielte.

Schließlich ging die Elbin in den Palast ihres Onkels. Sie fühlte sich sehr unwohl. Callendil trat in den Empfangssaal, dort standen die Zwillinge neben ihrem Onkel. Galadriel und ihre Tochter waren nicht anwesend. „Wenigstens erspar ich mir die hämischen Blicke der Herrin"dachte sie sich.

„Ah, Callendil! Schön dass du gekommen bist. Du hast ja schon die Fürsten an der Grenze getroffen. Ich wurde gebeten, dass du dich etwas um sie kümmerst, während sie in der Stadt sind!" Callendil stand sprachlos da, unfähig eine vernünftige Antwort zu geben. „Ich...ich.. aber ... ich muss doch...zurück!"

„Nein, nein Kleines, etwas Abwechslung wird dich sicher gut tun. Außerdem waren die Beiden hier schon fast hundert Jahre nicht mehr bei uns. Zeig ihnen wo sich die Jungend aufhält, was ihr so macht, in eurer Freizeit!" Lord Celeborn lächelte und nickte Elladan zu.

Callendil wusste es, ein abgekartetes Spiel... schon wieder. Warum immer sie. „Ich weiß nicht, wo sich die Jugend hier trifft. Ich bin so selten hier. Außerdem wäre da Haldir schon geeigneter, oder sein ... Gemahl..."

Celeborn stand auf und kam auf seine Nichte zu. „Nein, nein. Erstens ist Haldir schon zu alt, zweitens ist er verheiratet und drittens ist er zurück an seiner Grenze. Also mein liebes Kind, geht euch amüsieren. Es ist der Befehl deines Lords!" „Aber..."doch der Blick Celeborns genügte, Callendil zum Schweigen zu bringen.

Mit hängendem Kopf verließ sie den Herrschaftssitz. Die Zwillinge folgten ihr gutgelaunt.

Callendil führte sie durch Galadriels Garten und wollte sie zum Ausgang bringen, als sie Elladan stoppte. „Nein, lass uns doch etwas hier bleiben." Die Elbin sah den Noldo verwirrt an. „Ich denke ihr wollt zur Jugend. Hier werdet ihr die Anderen sicherlich nicht finden!"gab sie schnippisch zurück. „Dafür haben wir noch sehr viel Zeit"stellte Elladan fest. Doch Elrohir wendete sich ab. „Ich werde aber mal zu den Stallungen gehen. Ich habe gehört, es gibt neue Pferde!"und schon war der jüngere Zwilling verschwunden.

Elladan stellte sich dicht vor Callendil, die sich sofort zurückziehen wollte. Doch er ergriff ihre Hände. „Lass mich los!"fauchte sie, aber mit fehlendem Nachdruck. „Deine Hände sind eiskalt!"stellte Elladan fest. „Es...ist eben...nicht sehr warm..." „Es ist doch immer gleich warm in Lothlorien! Callendil, bitte! Ich möchte mich bei dir entschuldigen!" Erst jetzt wagte die Elbin einen kurzen Blick auf Elladan. Als sich ihre Blicke trafen, war es wieder da, das eigenartige Gefühl im Bauch. Sofort senkte sie ihren Blick wieder.

Elladan nahm ihr Kinn und hob ihren Kopf. „Sieh mich an! Ich wollte dich nicht ängstigen, oder gar verletzten!" „Du hast mich nicht verletzt, oder geängstigt. Ich bin kein kleines Kind!" „Ich weiß, ich sehe es. Du bist wunderhübsch. Ich kann mich an deiner Schönheit gar nicht statt sehen." „Elladan, du spricht Unsinn!" „Nein, ich meine es sehr ernst. Ich hab mich in deinen Augen verloren und jetzt sehnt sich jede Faser meines Seins nach dir." Callendil schüttelte den Kopf. „Du kennst mich doch gar nicht!"ihre Stimme wurde rau und ihr ganzer Körper begann zu zittern.

Elladan führte sie langsam zu einer Steinbank nahe der Mauer, die vollkommen von Efeu bedeckt war. „Setzt dich, du siehst mitgenommen aus!" Er legte einen ihrer Zöpfe hinter ihr Ohr und Callendil ließ es geschehen.

„Was willst du von mir?"fragte sie und versuche zu schlucken... was nahezu unmöglich war, denn ihr Mund war staubtrocken. „Ich möchte dich kennen lernen. Ich möchte ganz nah bei dir sein. Ich möchte dich....."weiter wagte er nicht zu sprechen, seine weitern Wünsche waren zu gewagt. „Ich mag dich nicht!"hauchte sie, doch nicht einmal sie selbst glaubte das mehr. „Du kennst mich nicht, Callendil o Lorien. Bitte gib mir eine Chance." „Ich will nicht!" „Warum? Gehört dein Herz schon jemand anderes?" Die Elbin sah auf und versuchte ihre Beherrschung zu behalten. „Ich werde mein Herz niemandem geben, niemals ..."und fügte ganz leise „wieder"hinzu.

Elladan begann ganz sanft über ihr Haar zu streicheln. Callendil ließ es geschehen. Wieso wollte sie seine Nähe, er war doch nur ein arrogantes, verzogenes Vatersöhnchen. Jeder wusste, dass Elrond seinen Kindern alles durchgehen ließ.

Noch während die Elbin in ihren Gedanken versunken war, drehte Elladan ihren Kopf zu sich und küsste sie. Erneut ließ sie es geschehen, sie drückte sich sogar näher an den Elben, so dass er sie in seine Arme nehmen konnte.

Callendil wusste nicht wie ihr geschah. Sie war vollkommen in dem Kuss gefangen, in seinen Armen, in seinem Duft. Die Schmetterlinge flatterten wie verrückt in ihrem Bauch. Es sollte nicht vergehen. Sie wollte nur diesen Elben spüren, ganz nah, ganz eng.

Aber schließlich mussten die Beiden auch mal Luftholen und so trennten sie sich. Ihre Lippen rot geschwollen und die Wangen gerötet. Die Elbin wagte es nicht zu sprechen, sie hielt sich an seiner Tunika fest und wagte es nicht den Blickkontakt zu unterbrechen. Was war nur los mit ihr?

„Wollen wir auf...mein Zimmer gehen?"fragte Elladan heißer. Doch Callendil wollte auf keinen Fall in den Palast zurück.„Komm mit!"hauchte sie und führte den Elben zu ihrem Talan, den sie seit einiger Zeit, ganz alleine bewohnte.

Callendil lief vor Elladan, da nur sie den Weg kannte. Er genoss es hinter ihr herzulaufen und ihr silberblondes Haar zu bewundern, das ihr fast bis zu den Hüften reichte. Die Kriegerzöpfe ordentlich geflochten. Er erwischte sich bei dem Gedanken sie zu lösen und in ihrem Haar zu versinken. Warum zeigte sie nicht, dass sie eine Elbin war, warum versteckte sie sich hinter Kriegerzöpfen und Uniformen.

Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als sein Name gerufen wurde. Er sah auf und auch Callendil hielt inne.

Eine Elbin, die Callendil nur flüchtig kannte, kam auf Elladan zu und nahm ihn sofort in ihre Arme. „Da bis du ja! Wo bleibst du denn mein Fürst!" Elladan sah sie verwundert an. „Hallo!?" Callendil sah die Elbin wütend an. „Was willst du?" „Na meinen Elben! Wir haben noch einiges zu erledigen!" „Ich glaube du irrst dich!" sagte Elladan völlig ruhig. „Nein, tu ich nicht... Letzte Nacht hast du nicht genug von mir bekommen! Was ist los mit dir? Ich will dich ja nicht heiraten!"

Callendil starrte beide an und konnte kaum atmen. Die Elbin sah Callendil an: „Hab dich nicht, ich war zu erst... nimm doch seinen Bruder!"

Ohne darauf zu reagierten rannte Callendil davon und hörte noch das hämische Lachen der Elbin die etwas bezüglich Soldaten sagte. Callendil rannte direkt zu ihren Talan und warf sich weinend auf ihr Bett.

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Elladan wollte Callendil sofort folgten, doch die fremde Elbin hielt ihn fest. „Was willst du denn von der Soldatin. Die ist doch nicht mal eine richtige Frau!" „Verschwinde, ich kenn dich nicht, lass mich in Ruhe, bevor ich ungehalten werde."

„Elladan? Was tust du mit Ephelil? Hast du nicht genug zu tun mit deiner kleinen Callendil?" Elrohir stellte sich neben seinen Bruder. Die Elbin sah die Brüder entsetzt an. „Ups!" Elladan sah die Frau entsetzt an. „Ups?" „Ähm.. das hätte ich nie gedacht, ich denke ich hab euch wohl verwechselt!" Die Elbin ließ Elladan los und hängt sich an Elrohir. Er schüttelte den Kopf. „Du solltest doch wissen, dass wir uns ähnlich sehen!" sagte Elrohir und lächelte sie an. „Ach ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas passierten könnte! Komm mein Fürst, du hast mir was versprochen!"„Gerne!"hauchte Elrohir und beide ließen Elladan einfach stehen, der ihnen nur sprachlos nachsah.

Er rannte sofort los und wollte zu Callendil, doch wohin? Er hat keine Ahnung wo sie wohnte. Er fragte jeden Elben der ihm entgegenkam. Es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis er endlich vor ihrem Talan stand.

Langsam ging er die Stufen hinauf und klopfte an. „Callendil, bitte. Darf ich mit dir reden?"

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Callendil lag auf ihrem Bett und weinte, sie wusste nicht, ob sie aus Wut, Enttäuschung oder Trauer Tränen vergoss. Warum musste so etwas immer ihr passieren. Sie wusste warum sie sich nicht verlieben wollte.

Die Elbin lag lange da, während sich draußen bereits die Nacht ausbreitete. Irgendwann hörte sie Schritte, laute Schritte. Es war kein Galadhrim. Es klopfte an ihre Tür. „Callendil, bitte. Darf ich mit dir reden?" „Verschwinde!"schrie sie, obwohl sich ihr Herz nach ihm sehnte. „Bitte, lass mich den Irrtum aufklären!" Irrtum aufklären! Sie konnte sich schon vorstellen, was er sagen würde. Aber sie wollte ihm ins Gesicht sagen was sie von ihm dachte.

Sie öffnete die Türe und sah ihn an. Als sie in seine sturmgrauen Augen sahen, vergaß sie völlig was sie sagen wollte. „Ich... du...warum.."„Ich kannte die Elbin nicht. Sie ist eine Freundin Elrohirs. Sie hat uns verwechselt."„Als ob ihr euch ähnlich sehen würdet!"sagte Callendil schließlich weinerlich. „Wir sind Zwillinge!"„Na und? Du .. wolltest mich nur...ins Bett zerren... bin ich eine....Trophäe für dich? Wie viele Galadhrim hast du schon?"„Callendil nein. Ich will niemanden! Nur dich.. ich ...kann gar nicht klar denken wenn ... du vor mir stehst!"

Er wischte mit seinem Daumen ihre Tränen aus den Augen. „Glaube mir! Ich....möchte dich...kennen lernen!" „Nur kennen lernen? Du willst mich nicht ... nehmen... mich..."Callendil wurde rot und sah zu Boden. Wieso sagte sie das nur. Er hatte nicht einmal davon gesprochen, keine Andeutungen gemacht. „Verzeih!"haucht sie und drehte sich um. „Ich kann nicht denken wenn du in der Nähe bist."

Elladan lachte. „Da haben wir wohl etwas gemeinsam!"„Komm herein und lass uns ... einander kennen lernen."Mit zitternden Händen führte sie ihn an ihren Tisch. Elladan setzte sich brav und Callendil brachte ihnen etwas zu Essen und zu Trinken. Gemeinsam saßen sie nun an dem Tisch und schwiegen. Keiner traute sich etwas zu sagen.

Schließlich griffen beide gleichzeitig nach dem selbem Stück Lembas. Als sich ihre Hände berührten gab es kein Halten mehr. Elladan nahm ihre Hand und zog sie zu sich. Callendil setzte sich auf seinen Schoß und ihre Lippen trafen sich. Ihre Küsse wurden leidenschaftlich und fordernd. Ihre Hände begannen einander zu erkunden und Elladan begann ihre Zöpfe zu lösen. Callendil stand auf und noch während Elladan ihre Zöpfe öffnete zog die Elbin ihn in den Raum, in den sie niemals einen Elben lassen wollte... Ihre Augen leuchteten.

Wird fortgesetzt

Revs werden beim nächsten Mal beantwortet.. bin etwas unter Zeitdruck... gelle Seni ;-)