Sehnsüchte und andere Schwierigkeiten +++ by S.E.
*********************************************
HINWEIS: Beziehungskisten sind nie leicht, wie lange sind Elben in der Pubertät?
Diclaimer: siehe Kap 1
Rating: PG 15 ½ ungefähr......
Timeline: Anfang 3. Zeitalter
Paring: Callendil, armes einsames Elblein Lothlorien die auf Elladan trifft :-)
Haldir/Alagos...
Ach ja... ich glaube es Frühlingt bei mir :-)
Ein Dank für eure Treue Reviewantworten zum Schluss wie immer
*******************************************
Kapitel 17
Gute Ratschläge
Elladan ergriff Panik. Sie konnte doch nicht einfach fort gehen. Sie musste ihn doch erst einmal anhören. Verzweifelt ließ er sich auf einem Stuhl niedern. Er senkte seinen Kopf und sah dabei einen Brief auf dem Tisch liegen.
Er nahm das Blatt und las was darauf stand. Es war ihm gleich für wen die Zeilen waren, die in feiner Schrift feinsäuberlich niedergeschrieben wurden. Nur einige Buchstaben waren verschwommen, so als seinen sie nass geworden.
Elladan begann zu lesen:
Liebe naneth, ich kann noch immer keinen vernünftigen Gedanken fassen. Ich werde erst einmal zurück an die Grenze gehen, dann weiter nach Eryn. Ich muss mir ernsthaft Gedanken über mein Leben machen. Das kann ich hier nicht, es ist unmöglich. Es läuft mir alles aus der Hand. Nicht wird so wie ich es ersehne. Jetzt kommt auch noch dieser Elb in mein Leben und bringt mich vollends durcheinander. Selbst jetzt, während ich schreibe, geht mir sein Gesicht nicht mehr aus dem Kopf. Ich weiß nicht, ob ich ihn will, oder nur mein Körper sein Verlangen stillen will. Ich liebe dich, nanaeth. Mach dir keine Sorgen. Du hast mir geraten mich jemandem Anzuvertrauen. Ich weiß wem mein Vertrauen gehört... Ich werde wiederkehren, wenn ich mir sicher über meine Gefühle bin.
Callendil
P.S.: Gib den Jungs einen Kuss und adar auch (auch wenn er es nicht will). Ich werde bei meinem Hauptmann um Urlaub ersuchen.
Elladan schluckte schwer. Sie war durcheinander. Das konnte er noch verstehen. Er fühlte sich selbst recht eigenartig. Aber dass sie seinetwegen flüchtet, sogar vor ihrer Familie und ihrer Verpflichtung als Soldatin?
Das verstand der Elb nicht. Er stand auf legte das Blatt zurück und suchte Callendils Eltern.
Er wusste, dass ihr Talan in der Nähe war, doch er brauchte eine Ewigkeit bis er ihn fand. Die Sonne war nun schon aufgegangen und er wusste, dass er nun vermisst wurde.
Nachdem seine Rufe erhörte wurden kam Taetholil heraus. „Elladan? In Eru's Namen, warum machst du so einen Krach. Du..."Doch der junge Elb unterbrach die Elbin. „Sie ist weg!" „Wer ist weg?" „Callendil, meinetwegen! Wo kann ich sie finden?" Jetzt wurde die Elbin unruhig. „Wie kommst du darauf, dass sie weg ist?" „Sie hat es geschrieben...sie will an die Grenze zurück.. oder nach Eryn. Was hab ich nur getan?"
Taetholil nahm den Elben an die Hand, wie einen kleinen Jungen und ging mit ihr in Callendils Behausung.
Sie las den Brief und nickte. „Elladan, ich denke... Du hast Glück!" „Glück? Sie ist vor mir davon gerannt!"„Ja eben! Sie ist erst einmal vor einem Elben davon gerannt. Es ist ein gutes Zeichen. Sie liebt dich. Sie weiß es nur nicht. Du solltest ihr Zeit lassen!"
„Zeit lassen? Was wenn sie sich in jemanden anderes verliebt. Wenn ihr etwas zustößt. Haldir hat mir erzählt, dass ihr schon einmal etwas Schreckliches passiert ist."
Taetholil nickte. „Ja sie hat schlimmes erlebt. Aber das hat nichts mit dir zu tun und ich weiß, dass Haldir sie niemals alleine nach Eryn Lasgalen schicken würde. Er wird ihr helfen, ihr wird sicher nichts geschehen. Du allerdings, solltest dich erst einmal zurück halten. Warte einige Zeit, dann kannst du zu ihr." „Einige Zeit? Was verstehst du darunter? Ich will sie nicht wieder gehen lassen!" „Elladan, sie ist nicht gerade einfach in Liebesdingen. Glaub mir. Wenn du jetzt überstürzt wirst du sie für immer verlieren. Komm in ein paar Jahren ganz rein zufällig zurück. Treff sie und du wirst wissen, ob sie dich will!" „EIN PAAR JAHRE? Ich kann nicht mit dieser Ungewissheit leben. In ein paar Jahren kann sie sich wer weiß wen an den Hals geworfen haben."
Thaetholil musste lächeln, als sie das eifersüchtige Funkeln in seinen Augen sah. „Du wirst es überleben."
Elladans Namen wurde quer durch die Stadt bebrüllt. „Deine Mutter! Du solltest gehen!"
Er nickte und rannte los, hatte er doch völlig vergessen, dass er den Palast nicht verlassen durfte.
Als er seiner Mutter gegenüberstand musste er sofort seine Augen senken. Ihr Blick traf ihn hart. Wut und Enttäuschung konnte er darin erkennen. „Verzeih, naneth. Ich musste sie suchen, versteh doch!"Doch ohne ein Wort zu sagen ging sie zurück zum Palast.
Die Rückreise nach Bruchtal begann mit eisigem Schweigen.
+++
Alagos streifte eine Strähne aus Haldir's verschwitztem Gesicht. Dann küsste er seine Stirn. „Ich sollte wirklich gehen!"sagte der junge Soldat „Warum fängst du wieder davon an. Ich möchte nicht eine Ehe auf Distanz. „Haldir, bitte. Du bist ab morgen der Hauptmann dieser Einheit. Du hast es so sehr verdient." „Was hat das mit uns zutun?" Haldir setzte sich auf und griff nach seinem Hemd. „Du kannst doch nicht gleichzeitig mein Gemahl und mein Vorgesetzter sein!" „Warum nicht, es wäre nicht das erste Mal!" „Weil wir es einfach nicht leicht haben würden. Ständig müssten wir bedacht sein, dass du mich nicht bevorzugst."
„Ich würde dich niemals bevorzugen! Du bist mein Adjutant, das ist alles!" Alagos lachte und gab seinem Mann einen liebevollen Kuss. „Ja, du würdest mich nie bevorzugen. Du würdest mich schinden lassen, Doppelwachen halten lassen, die letzte Drecksarbeit müsste ich machen!" Jetzt warf Haldir ein Kissen auf seinen jüngeren Partner. „So das denkst du also von mir?"
Das Spiel gipfelte in eine wilde Balgerei, die schließlich ganz friedlich mit einem Kuss endete. „Ich liebe dich Alagos"hauchte Haldir und sein Gemahl lächelte. „Ich begehre dich mehr als alles andere auf Arda. Wir werden die Zeit die wir getrennt sind ganz leicht überbrücken und unsere gemeinsame Zeit wird dafür umso besser. Ich werde dich dann tagelang nicht aus dem Bett lassen!" hauchte Alagos.
Haldir zog eine Augenbraue hoch und legte sein Hauptmann-Blick auf. „So DU willst MICH nicht aus dem Bett lassen! Wie willst du denn das anstellen? Ich bin der ranghöhere Offizier!" „Das werde ich dir gleich zeigen!"
Alagos zog Haldir an seiner geöffneten Tunika zu sich heran und leckte ihm ganz zärtlich über seine Lippen, bis sie sich öffneten und ihre Zungen einander berührten. Sie spielten und rangen miteinander und Alago's Hände arbeiteten sich langsam nach unten. Er konnte schon genau spüren, wie sich sein Gatte regte.
Doch ihr Liebesspiel wurde abrupt gestoppt. Beide Männer sahen auf und Haldir griff nach einer Decke. Jemand kam die Treppe hinauf.
„Haldir? Kann ich dich sprechen?"Die Männer sahen einander an. Haldir hob die Schultern und Alagos schloss seine Augen. Er wollte seine Enttäuschung nicht so offenbaren. „Ja einen Moment, Kleines ich komme gleich!"
Haldir schnappte sich seine Legging verschloss sie, was gar nicht so leicht war, da seine Erregung keine Anstallten machte sich ab zu regen. Schnell schloss er noch seine Tunika. So würde sie es nicht sehen. Er gab seinem Gatten noch einen Kuss und schloss die Türe des Schlafraums. Alagos begann sich auch anzuziehen, er hatte jedoch nicht vor das Zimmer zu verlassen.
Haldir ließ seine Schwester herein. Sie umarmten sich und setzten sich an den Tisch. „Du bist schnell wieder zurück. Wir sind selbst erst seit gestern wieder hier! Solltest du nicht in der Stadt bleiben?"
„Ich bin fortgelaufen!"flüsterte sie leise. „Fortgelaufen? Warum das? Hat er dir etwas getan?"Haldir's Augen verfinsterten sich. Doch Callendil schüttelte den Kopf. „Nein, nein.. nichts es ist gar nichts passiert. Obwohl ich es gerne getan hätte! Aber vielleicht ist es besser so!" „Was ist besser so? Weglaufen ist nie der richtige Weg. Was ist denn passiert, sag es deinem großen Bruder!"
Callendil wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. „Wo ist Alagos?"Haldir sah hinüber zum Schlafraum. „Er ist unpässlich!"sagte er schließlich. Da ging auch schon die Türe auf und Alagos kam heraus. Er wollte diesem Gespräch nicht beiwohnen. Er fühlte sich elendig. „Ich werde etwas Luft schnappen, dann könnt ihr in Ruhe reden! Hallo Callendil!"
Callendil sah ihn, wie immer, mit ihren eisblauen Augen an. Sofort wurde ihm kalt. „Alagos"sagte sie emotionslos. Haldir beobachtete dieses kurze Zwischenspiel, wie immer, mit Sorge. Alagos verbeugte sich und verließ den Talan ohne noch etwas zu sagen. „Callendil, was hab ihr nur? Ich dachte, jetzt nach der Sache im Süden würde alles besser werden!"
Die Elbin schloss die Augen und sah zu Boden. „Ich...es ist nichts. Bitte du hast es mir versprochen. Ich werde ihn nie lieben!" „Callendil, ich verlange nicht, dass du ihn liebst. Du sollst ihn nur nicht derart hassen!"„Ich hasse ihn nicht!"„Doch das tust du. Ich habe Augen im Kopf."
„Ach Haldir, Alagos ist mein kleinstes Problem, glaub mir! Ich bin froh, dass du glücklich bist mit ihm. Ich hasse ihn nicht... ich... er... ich mag ihn einfach nicht sehr." Haldir schüttelte den Kopf. Wie immer verstand er seine Schwester nicht. „Was mach ich nur mit dir Kleines?"
„Ich möchte nach Eryn reisen. Seni besuchen. Ich brauche Abstand. Es war alles zu viel für mich."
„Was ist mit Elladan?"
„Ich weiß es nicht."
„Liebst du ihn?"
„Ich weiß es nicht!"
„Hasst du ihn?"
„Ich weiß es nicht!.... Nein... hassen, ganz und gar nicht!"
Sie dachte an seine sturmgrauen Augen und seinem wunderbaren Duft. Ihr Magen begann sich zusammenzuziehen.
„Also liebst du ihn doch!"
„Warum? Gibt es nicht irgendwas dazwischen?"
„Doch sicher, aber nicht bei euch!"
Callendil stand auf und begann im Raum herumzulaufen, wie ein eingesperrtes Tier. „Wie kommst du nur darauf! Was ist nur los mit allen. Warum will mich jeder mit diesem...diesem arroganten, aufgeblasenen, verzogenen Bruchtal Noldor verkuppeln?"
Sie ging zur Tür: „Ich muss raus hier!" „Callendil, warte!"Haldir fing sie an der Treppe ab. „Ich glaube es wird wirklich nötig sein, dass du dir über deine Gefühle im Klaren wirst. Ich werde dir eine Gruppe Soldaten mit an die Seite geben, die dich sicher nach Eryn bringen. Wir haben sowieso eine Lieferung dort hinzubringen. So nehmen wir einfach ein paar Soldaten mehr mit!"
+++
Callendil war damit beschäftigt ihr Pferd zu bepacken. Alles, was sie in ihrer Soldatenunterkunft hatte packte sie in eine Tasche. Die Soldaten waren zum Aufbruch bereit. Sie wartete nur noch auf ihren Bruder, der sich von ihr verabschieden wollte. Doch erst musste er noch irgendwelche Ankömmlinge begrüßen, oder verabschieden. Callendil hatte nicht wirklich zugehört. Ihre Gedanken kreisten um ganz andere Dinge.
Endlich legte sich eine Hand auf ihre Schulter. „Wurde auch Zeit, dass du kommst. Wir wollen aufbrechen!"Sie drehte sich um, und erstarrte, als sie die grauen Augen sah. „Ich möchte dir nur ein sagen, meleth nin. Ich werde dir alle Zeit der Welt geben. Ich liebe dich Callendil o Lorien. Ich werde dich auch in hundert Jahren lieben, in Tausend in alle Ewigkeiten. Ich werde auf dich warten!"
Sie bekam keine Luft mehr. Ihr wurde schwindelig. Das war das Allerletzte, was sie hören wollte. Sie wollte ihn nicht hören und nicht sehen. Denn erneut begann es, das Gefühl der Schmetterlinge in ihrem Bauch. Wie sie nur noch den Wunsch hatte in seinen Armen zu liegen. Ihn zu schmecken ihn zu lieben.
Er nahm ihre zitternde Hand. „Bitte nicht!"hauchte sie. „Callendil, nur einen Kuss zum Abschied. Ich werde ihn in mein Herz einschließen!"
Sie versuchte sich zu wehren, doch ihr Körper drängte sich bereits ihm entgegen. Und nicht, konnte sie dagegen tun, nur sich ergeben.
Sanft berührten sich ihre Lippen. Es war, als ob die Welt stillstand. Diese sanfte Berührung, dieser feine Duft, der Geschmack von Honig und Blumen. Sie wollte in seinem Honig ertrinken, sich treiben lassen und die Welt vergessen.
Doch ihr Gewissen rührte sich und befahl ihr aufzuhören.
Callendil riss sich los von Elladan und schubste ihn von sich. „Nein, nicht!"sie sprang auf ihr Pferd und ritt los.
Haldir konnte gerade noch den Befehl für die anderen Soldaten geben, ihr zu folgen. Er sah seiner Schwester traurig nach.
Callendil sah nicht einmal wo hin sie ritt. Sie spürte nur ihre heißen Lippen. „Ich liebe dich!"flüsterte sie.
Elladan stand ganz starr da, wie eine marmorne Statue. Sein schwarzes Haar flattere im Wind. Er sah der Gruppe Elben nach, die nach Norden ritten. Eine Träne stahl sich aus seinen sehnsuchtsvollen Augen. „Ja ich weiß"
Tbc
@ Lion: Ich bin stolz auf mich, trotz widriger Umstände hab ich ein Kapitel geschafft. (Muss wohl an einem Bestimmten Versammlungssaal liegen). Was Calle vor hat sieht man ja jetzt
@ Seni: Hab Nachsicht mit Celebrian... sie hat schon einiges mitgemacht mit diesen Schlingeln. Du musst dir doch nur mal diesen Elrohir ansehen! Der treibts doch wahrlich wild... gut das ich das hier alles gar nicht schreiben kann....wäre dann wohl NC 30 Raiting :-) Ich erinnere mich schwach daran, als ein gewisser Zwilling zu Cirdan musste und sogar dort geflogen ist, weil er sich an jeden Elben/in ran gemacht hat, die zu den Anfurten kamen. Nur mein armer armer armer kleiner Elladan muss darunter leiden... hach...
@ Eirien: Hey hat doch geklappt, stolz bin auf deine Post.. bitte nicht die Rev an Seni lesen.. schon wieder.. ach pech.. schon wieder zu spät.. ich sollte das nächste Mal anders herum schreiben... tssss.. Ok War heute im Real und hab mein Brauseflummie Vorrat aufgestockt... Kein Engpass in sicht... dann kann ja Eryn kommen... Ach ja Orophin... wer liebt ihn nicht den Kleinen.. na ja außer große Schwestern.. und große Brüder... aber sonst alle! Aber solang kein Balrog im Schrank ist (ganz verschämt zu Heitzi rüberschielt)
@Tweety: Danke, für deine Mails...ich freu mich. Apropos freuen, ich komm noch immer nicht auf dein Board. :-(
*********************************************
HINWEIS: Beziehungskisten sind nie leicht, wie lange sind Elben in der Pubertät?
Diclaimer: siehe Kap 1
Rating: PG 15 ½ ungefähr......
Timeline: Anfang 3. Zeitalter
Paring: Callendil, armes einsames Elblein Lothlorien die auf Elladan trifft :-)
Haldir/Alagos...
Ach ja... ich glaube es Frühlingt bei mir :-)
Ein Dank für eure Treue Reviewantworten zum Schluss wie immer
*******************************************
Kapitel 17
Gute Ratschläge
Elladan ergriff Panik. Sie konnte doch nicht einfach fort gehen. Sie musste ihn doch erst einmal anhören. Verzweifelt ließ er sich auf einem Stuhl niedern. Er senkte seinen Kopf und sah dabei einen Brief auf dem Tisch liegen.
Er nahm das Blatt und las was darauf stand. Es war ihm gleich für wen die Zeilen waren, die in feiner Schrift feinsäuberlich niedergeschrieben wurden. Nur einige Buchstaben waren verschwommen, so als seinen sie nass geworden.
Elladan begann zu lesen:
Liebe naneth, ich kann noch immer keinen vernünftigen Gedanken fassen. Ich werde erst einmal zurück an die Grenze gehen, dann weiter nach Eryn. Ich muss mir ernsthaft Gedanken über mein Leben machen. Das kann ich hier nicht, es ist unmöglich. Es läuft mir alles aus der Hand. Nicht wird so wie ich es ersehne. Jetzt kommt auch noch dieser Elb in mein Leben und bringt mich vollends durcheinander. Selbst jetzt, während ich schreibe, geht mir sein Gesicht nicht mehr aus dem Kopf. Ich weiß nicht, ob ich ihn will, oder nur mein Körper sein Verlangen stillen will. Ich liebe dich, nanaeth. Mach dir keine Sorgen. Du hast mir geraten mich jemandem Anzuvertrauen. Ich weiß wem mein Vertrauen gehört... Ich werde wiederkehren, wenn ich mir sicher über meine Gefühle bin.
Callendil
P.S.: Gib den Jungs einen Kuss und adar auch (auch wenn er es nicht will). Ich werde bei meinem Hauptmann um Urlaub ersuchen.
Elladan schluckte schwer. Sie war durcheinander. Das konnte er noch verstehen. Er fühlte sich selbst recht eigenartig. Aber dass sie seinetwegen flüchtet, sogar vor ihrer Familie und ihrer Verpflichtung als Soldatin?
Das verstand der Elb nicht. Er stand auf legte das Blatt zurück und suchte Callendils Eltern.
Er wusste, dass ihr Talan in der Nähe war, doch er brauchte eine Ewigkeit bis er ihn fand. Die Sonne war nun schon aufgegangen und er wusste, dass er nun vermisst wurde.
Nachdem seine Rufe erhörte wurden kam Taetholil heraus. „Elladan? In Eru's Namen, warum machst du so einen Krach. Du..."Doch der junge Elb unterbrach die Elbin. „Sie ist weg!" „Wer ist weg?" „Callendil, meinetwegen! Wo kann ich sie finden?" Jetzt wurde die Elbin unruhig. „Wie kommst du darauf, dass sie weg ist?" „Sie hat es geschrieben...sie will an die Grenze zurück.. oder nach Eryn. Was hab ich nur getan?"
Taetholil nahm den Elben an die Hand, wie einen kleinen Jungen und ging mit ihr in Callendils Behausung.
Sie las den Brief und nickte. „Elladan, ich denke... Du hast Glück!" „Glück? Sie ist vor mir davon gerannt!"„Ja eben! Sie ist erst einmal vor einem Elben davon gerannt. Es ist ein gutes Zeichen. Sie liebt dich. Sie weiß es nur nicht. Du solltest ihr Zeit lassen!"
„Zeit lassen? Was wenn sie sich in jemanden anderes verliebt. Wenn ihr etwas zustößt. Haldir hat mir erzählt, dass ihr schon einmal etwas Schreckliches passiert ist."
Taetholil nickte. „Ja sie hat schlimmes erlebt. Aber das hat nichts mit dir zu tun und ich weiß, dass Haldir sie niemals alleine nach Eryn Lasgalen schicken würde. Er wird ihr helfen, ihr wird sicher nichts geschehen. Du allerdings, solltest dich erst einmal zurück halten. Warte einige Zeit, dann kannst du zu ihr." „Einige Zeit? Was verstehst du darunter? Ich will sie nicht wieder gehen lassen!" „Elladan, sie ist nicht gerade einfach in Liebesdingen. Glaub mir. Wenn du jetzt überstürzt wirst du sie für immer verlieren. Komm in ein paar Jahren ganz rein zufällig zurück. Treff sie und du wirst wissen, ob sie dich will!" „EIN PAAR JAHRE? Ich kann nicht mit dieser Ungewissheit leben. In ein paar Jahren kann sie sich wer weiß wen an den Hals geworfen haben."
Thaetholil musste lächeln, als sie das eifersüchtige Funkeln in seinen Augen sah. „Du wirst es überleben."
Elladans Namen wurde quer durch die Stadt bebrüllt. „Deine Mutter! Du solltest gehen!"
Er nickte und rannte los, hatte er doch völlig vergessen, dass er den Palast nicht verlassen durfte.
Als er seiner Mutter gegenüberstand musste er sofort seine Augen senken. Ihr Blick traf ihn hart. Wut und Enttäuschung konnte er darin erkennen. „Verzeih, naneth. Ich musste sie suchen, versteh doch!"Doch ohne ein Wort zu sagen ging sie zurück zum Palast.
Die Rückreise nach Bruchtal begann mit eisigem Schweigen.
+++
Alagos streifte eine Strähne aus Haldir's verschwitztem Gesicht. Dann küsste er seine Stirn. „Ich sollte wirklich gehen!"sagte der junge Soldat „Warum fängst du wieder davon an. Ich möchte nicht eine Ehe auf Distanz. „Haldir, bitte. Du bist ab morgen der Hauptmann dieser Einheit. Du hast es so sehr verdient." „Was hat das mit uns zutun?" Haldir setzte sich auf und griff nach seinem Hemd. „Du kannst doch nicht gleichzeitig mein Gemahl und mein Vorgesetzter sein!" „Warum nicht, es wäre nicht das erste Mal!" „Weil wir es einfach nicht leicht haben würden. Ständig müssten wir bedacht sein, dass du mich nicht bevorzugst."
„Ich würde dich niemals bevorzugen! Du bist mein Adjutant, das ist alles!" Alagos lachte und gab seinem Mann einen liebevollen Kuss. „Ja, du würdest mich nie bevorzugen. Du würdest mich schinden lassen, Doppelwachen halten lassen, die letzte Drecksarbeit müsste ich machen!" Jetzt warf Haldir ein Kissen auf seinen jüngeren Partner. „So das denkst du also von mir?"
Das Spiel gipfelte in eine wilde Balgerei, die schließlich ganz friedlich mit einem Kuss endete. „Ich liebe dich Alagos"hauchte Haldir und sein Gemahl lächelte. „Ich begehre dich mehr als alles andere auf Arda. Wir werden die Zeit die wir getrennt sind ganz leicht überbrücken und unsere gemeinsame Zeit wird dafür umso besser. Ich werde dich dann tagelang nicht aus dem Bett lassen!" hauchte Alagos.
Haldir zog eine Augenbraue hoch und legte sein Hauptmann-Blick auf. „So DU willst MICH nicht aus dem Bett lassen! Wie willst du denn das anstellen? Ich bin der ranghöhere Offizier!" „Das werde ich dir gleich zeigen!"
Alagos zog Haldir an seiner geöffneten Tunika zu sich heran und leckte ihm ganz zärtlich über seine Lippen, bis sie sich öffneten und ihre Zungen einander berührten. Sie spielten und rangen miteinander und Alago's Hände arbeiteten sich langsam nach unten. Er konnte schon genau spüren, wie sich sein Gatte regte.
Doch ihr Liebesspiel wurde abrupt gestoppt. Beide Männer sahen auf und Haldir griff nach einer Decke. Jemand kam die Treppe hinauf.
„Haldir? Kann ich dich sprechen?"Die Männer sahen einander an. Haldir hob die Schultern und Alagos schloss seine Augen. Er wollte seine Enttäuschung nicht so offenbaren. „Ja einen Moment, Kleines ich komme gleich!"
Haldir schnappte sich seine Legging verschloss sie, was gar nicht so leicht war, da seine Erregung keine Anstallten machte sich ab zu regen. Schnell schloss er noch seine Tunika. So würde sie es nicht sehen. Er gab seinem Gatten noch einen Kuss und schloss die Türe des Schlafraums. Alagos begann sich auch anzuziehen, er hatte jedoch nicht vor das Zimmer zu verlassen.
Haldir ließ seine Schwester herein. Sie umarmten sich und setzten sich an den Tisch. „Du bist schnell wieder zurück. Wir sind selbst erst seit gestern wieder hier! Solltest du nicht in der Stadt bleiben?"
„Ich bin fortgelaufen!"flüsterte sie leise. „Fortgelaufen? Warum das? Hat er dir etwas getan?"Haldir's Augen verfinsterten sich. Doch Callendil schüttelte den Kopf. „Nein, nein.. nichts es ist gar nichts passiert. Obwohl ich es gerne getan hätte! Aber vielleicht ist es besser so!" „Was ist besser so? Weglaufen ist nie der richtige Weg. Was ist denn passiert, sag es deinem großen Bruder!"
Callendil wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. „Wo ist Alagos?"Haldir sah hinüber zum Schlafraum. „Er ist unpässlich!"sagte er schließlich. Da ging auch schon die Türe auf und Alagos kam heraus. Er wollte diesem Gespräch nicht beiwohnen. Er fühlte sich elendig. „Ich werde etwas Luft schnappen, dann könnt ihr in Ruhe reden! Hallo Callendil!"
Callendil sah ihn, wie immer, mit ihren eisblauen Augen an. Sofort wurde ihm kalt. „Alagos"sagte sie emotionslos. Haldir beobachtete dieses kurze Zwischenspiel, wie immer, mit Sorge. Alagos verbeugte sich und verließ den Talan ohne noch etwas zu sagen. „Callendil, was hab ihr nur? Ich dachte, jetzt nach der Sache im Süden würde alles besser werden!"
Die Elbin schloss die Augen und sah zu Boden. „Ich...es ist nichts. Bitte du hast es mir versprochen. Ich werde ihn nie lieben!" „Callendil, ich verlange nicht, dass du ihn liebst. Du sollst ihn nur nicht derart hassen!"„Ich hasse ihn nicht!"„Doch das tust du. Ich habe Augen im Kopf."
„Ach Haldir, Alagos ist mein kleinstes Problem, glaub mir! Ich bin froh, dass du glücklich bist mit ihm. Ich hasse ihn nicht... ich... er... ich mag ihn einfach nicht sehr." Haldir schüttelte den Kopf. Wie immer verstand er seine Schwester nicht. „Was mach ich nur mit dir Kleines?"
„Ich möchte nach Eryn reisen. Seni besuchen. Ich brauche Abstand. Es war alles zu viel für mich."
„Was ist mit Elladan?"
„Ich weiß es nicht."
„Liebst du ihn?"
„Ich weiß es nicht!"
„Hasst du ihn?"
„Ich weiß es nicht!.... Nein... hassen, ganz und gar nicht!"
Sie dachte an seine sturmgrauen Augen und seinem wunderbaren Duft. Ihr Magen begann sich zusammenzuziehen.
„Also liebst du ihn doch!"
„Warum? Gibt es nicht irgendwas dazwischen?"
„Doch sicher, aber nicht bei euch!"
Callendil stand auf und begann im Raum herumzulaufen, wie ein eingesperrtes Tier. „Wie kommst du nur darauf! Was ist nur los mit allen. Warum will mich jeder mit diesem...diesem arroganten, aufgeblasenen, verzogenen Bruchtal Noldor verkuppeln?"
Sie ging zur Tür: „Ich muss raus hier!" „Callendil, warte!"Haldir fing sie an der Treppe ab. „Ich glaube es wird wirklich nötig sein, dass du dir über deine Gefühle im Klaren wirst. Ich werde dir eine Gruppe Soldaten mit an die Seite geben, die dich sicher nach Eryn bringen. Wir haben sowieso eine Lieferung dort hinzubringen. So nehmen wir einfach ein paar Soldaten mehr mit!"
+++
Callendil war damit beschäftigt ihr Pferd zu bepacken. Alles, was sie in ihrer Soldatenunterkunft hatte packte sie in eine Tasche. Die Soldaten waren zum Aufbruch bereit. Sie wartete nur noch auf ihren Bruder, der sich von ihr verabschieden wollte. Doch erst musste er noch irgendwelche Ankömmlinge begrüßen, oder verabschieden. Callendil hatte nicht wirklich zugehört. Ihre Gedanken kreisten um ganz andere Dinge.
Endlich legte sich eine Hand auf ihre Schulter. „Wurde auch Zeit, dass du kommst. Wir wollen aufbrechen!"Sie drehte sich um, und erstarrte, als sie die grauen Augen sah. „Ich möchte dir nur ein sagen, meleth nin. Ich werde dir alle Zeit der Welt geben. Ich liebe dich Callendil o Lorien. Ich werde dich auch in hundert Jahren lieben, in Tausend in alle Ewigkeiten. Ich werde auf dich warten!"
Sie bekam keine Luft mehr. Ihr wurde schwindelig. Das war das Allerletzte, was sie hören wollte. Sie wollte ihn nicht hören und nicht sehen. Denn erneut begann es, das Gefühl der Schmetterlinge in ihrem Bauch. Wie sie nur noch den Wunsch hatte in seinen Armen zu liegen. Ihn zu schmecken ihn zu lieben.
Er nahm ihre zitternde Hand. „Bitte nicht!"hauchte sie. „Callendil, nur einen Kuss zum Abschied. Ich werde ihn in mein Herz einschließen!"
Sie versuchte sich zu wehren, doch ihr Körper drängte sich bereits ihm entgegen. Und nicht, konnte sie dagegen tun, nur sich ergeben.
Sanft berührten sich ihre Lippen. Es war, als ob die Welt stillstand. Diese sanfte Berührung, dieser feine Duft, der Geschmack von Honig und Blumen. Sie wollte in seinem Honig ertrinken, sich treiben lassen und die Welt vergessen.
Doch ihr Gewissen rührte sich und befahl ihr aufzuhören.
Callendil riss sich los von Elladan und schubste ihn von sich. „Nein, nicht!"sie sprang auf ihr Pferd und ritt los.
Haldir konnte gerade noch den Befehl für die anderen Soldaten geben, ihr zu folgen. Er sah seiner Schwester traurig nach.
Callendil sah nicht einmal wo hin sie ritt. Sie spürte nur ihre heißen Lippen. „Ich liebe dich!"flüsterte sie.
Elladan stand ganz starr da, wie eine marmorne Statue. Sein schwarzes Haar flattere im Wind. Er sah der Gruppe Elben nach, die nach Norden ritten. Eine Träne stahl sich aus seinen sehnsuchtsvollen Augen. „Ja ich weiß"
Tbc
@ Lion: Ich bin stolz auf mich, trotz widriger Umstände hab ich ein Kapitel geschafft. (Muss wohl an einem Bestimmten Versammlungssaal liegen). Was Calle vor hat sieht man ja jetzt
@ Seni: Hab Nachsicht mit Celebrian... sie hat schon einiges mitgemacht mit diesen Schlingeln. Du musst dir doch nur mal diesen Elrohir ansehen! Der treibts doch wahrlich wild... gut das ich das hier alles gar nicht schreiben kann....wäre dann wohl NC 30 Raiting :-) Ich erinnere mich schwach daran, als ein gewisser Zwilling zu Cirdan musste und sogar dort geflogen ist, weil er sich an jeden Elben/in ran gemacht hat, die zu den Anfurten kamen. Nur mein armer armer armer kleiner Elladan muss darunter leiden... hach...
@ Eirien: Hey hat doch geklappt, stolz bin auf deine Post.. bitte nicht die Rev an Seni lesen.. schon wieder.. ach pech.. schon wieder zu spät.. ich sollte das nächste Mal anders herum schreiben... tssss.. Ok War heute im Real und hab mein Brauseflummie Vorrat aufgestockt... Kein Engpass in sicht... dann kann ja Eryn kommen... Ach ja Orophin... wer liebt ihn nicht den Kleinen.. na ja außer große Schwestern.. und große Brüder... aber sonst alle! Aber solang kein Balrog im Schrank ist (ganz verschämt zu Heitzi rüberschielt)
@Tweety: Danke, für deine Mails...ich freu mich. Apropos freuen, ich komm noch immer nicht auf dein Board. :-(
