Sehnsüchte und andere Schwierigkeiten +++ by S.E.
*********************************************
HINWEIS: Was man so schreibt an einem schönen Sonnentag im Garten
Diclaimer: siehe Kap 1
Rating: R sex nur angedeutet...ich bin ja gemein also eigentlich PG 13 aber was solls
Timeline: Anfang 3. Zeitalter es wird düster im Wald
Paring: Callendil, armes einsames Elblein Lothlorien die auf Elladan trifft :-)
Haldir/Alagos...
Ach ja... ich glaube es Frühlingt bei mir :-) immer noch
Ein Dank für eure Treue Reviewantworten zum Schluss wie immer
*******************************************
Kapitel 18 Märchenwald
Die Gruppe der Lorien-Elben erreichten ohne Zwischenfälle den Rand Eryn Lasgalen. Callendil war erleichtert, als sie auf die ersten Grenzwachen trafen. In wenigen Stunden würde sie ihr Ziel erreicht haben.
Die Elben beschlossen die Nacht bei den Grenzwachen zu bleiben, da es schon begann zu dämmern. Doch Callendil sah das ganz anders. Sie wollte auf schnellstem Weg ins Schloss kommen. Sie ersehnte sich ein heißes Bad, ein weiches Bett und Zuwendung von der Freundin ihrer Mutter.
„Ich werde vorreiten!"beschloss sie. Die Elbin hat nicht gefragt, es war kein Vorgesetzter dabei, der ihr hätte etwasBefehlen konnen. Sie stellte es einfach als Tatsache hin. „Ihr könnt nicht alleine durch den Wald, es ist nicht mehr sicher! Spinnen, und andere dunkle Geschöpfe schleichen durch den Wald und suchen nach Beute, besonders in der Dunkelheit"stieß einer der Waldelben hervor.
„Ich werde den Weg nicht verlassen, ich bin nicht das erste Mal hier!" sagte Callendil schon leicht erzürnt. „Callendil bitte, dein Bruder würde uns alle töten... einen nach dem Anderen und wenn er uns nicht alle erwischt wird dein Vater uns den Rest geben!"
Callendil grinste. „Das ist ein verlockendes Angebot. Ihr habt mich jetzt zwei Wochen derart genervt, dass die Vorstellung mein Bruder jagt euch durch den Wald ziemlich erfreulich ist. Aber keine Sorge ich werde auf mich achten."
Mit den Worten stieg sie auf ihr Pferd und ritt los. Noch ehe sie das Lager verlassen hatte wurde sie von 2 Soldaten verfolgt. „OK, meine lieben Jungs.. .dann folgt mir mal!" Die Waldelben sahen einander an und schüttelten den Kopf.
Der Morgen begann zu grauen, als sie das Höhlenschloss erreichten. Noch bei dem Tor verabschiedeten sich die zwei Soldaten von Callendil, da sie zurückkehren mussten.
So stieg Callendil von ihrem Pferd und wurde von den Wachen am Tor durchgelassen. Ganz langsam ging sie durch den Garten.
Das Grau des frühen Morgens ließ den Garten wie verzaubert, in sanften Farbtönen, erstrahlen. Es war so still. Callendil hatte das Gefühl durch einen Traum zu schreiten, einen schönen Traum voller Liebe und Poesie. Sie sah hinüber zu dem kleinen geschützten Wäldchen und ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken.
„Warum bin ich nur wieder hier her gekommen?"fragte sie sich. „Nein, nicht wieder verrück machen. Du hast es überwunden. Es ist gleichgültig was damals geschah. Dein Leben ist gut, du bist glücklich!"Tränen rannen über ihr Gesicht.
Ihr Pferd gab ihr einen kleinen Stups sodass sie weiterging. Die Elbin schloss die Augen, wollte somit ihre Erinnerungen verbannen. Die Bilder, die sie in ihrem Kopf zu sehen bekam überraschten sie. „Elladan"flüsterte sie und eine bekannte Stimme riss sie aus ihren Gedanken.
„Callendil, du hier? Ich freu mich dich zu sehen!"Seni, die Gefährtin des Königs kam die Treppen herunter gerannt und nahm, die noch sichtlich verwirrte, Callendil in ihre Arme. „Kleines was ist? Du weinst ja! Was ist geschehen?"
Die Galadhrim ließ sich in die Arme nehmen und schluchzte noch einige Male kräftig. Ein Stallbursche kam und nahm Callendils Pferd mit. „Ach was sag ich denn, komm erst einmal rein. Wir waren gerade in der Küche und machen ein paar Omelette!"Callendil nickte. „Klingt köstlich. Ich habe einen riesen Hunger!"hörte man aus ihrem Schluchzen heraus.
+++
„Du willst wirklich morgen schon fort?"fragte Haldir und zerkrümelte das Brot auf seinem Teller. „Ich habe meinen Versetzungsbefehl bekommen. Ich bin doch nicht aus dem Wald! Außerdem hab ich den einfacheren Auftrag!" Alagos grinste breit. „Ich werde ein feines Leben haben im Süden."„Niemand anderes wollte Thalos Posten haben! Warum musstest ausgerechnet DU ihn annehmen?"
„Weil ich ein Adjutant ohne Hauptmann war! Man ist an mich herangetreten. Das weißt du doch."
„Natürlich weiß ich das. Ich hätte dich aber lieber in der Nähe gehabt. Jetzt bis du ab entferntesten Punkt den es gibt hier im Goldenen Wald. Alagos du fehlst mir jetzt schon!"
„Du mir auch!"
Alagos nahm Haldir's Hand und küsste seine Fingerspitzen. „Lass uns unseren letzten Abend genießen!"
„Genießen? Was hast du dir denn so vorgestellt?"Haldir lächelte wohl wissend.
„Hmm.. lass uns überlegen. Du hast keinen Dienst bis zum Sonnenaufgang. ICH muss erst bei Sonnenaufgang los. Wir könnten die ganze Nacht lang hemmungslos einander hingeben!" „Hast du dabei an etwas Bestimmtes gedacht?"fragte Haldir und zog seinen Lebenspartner zu sich auf den Schoß.
„Ich dachte wir beginnen mit einem heißen Bad!"
„Hier an der Grenze?"
Alagos seufzte. „Du hast Recht.. Kaltes Bad ist zwar erfrischend, aber nicht...sehr entspannend!"
„Du wisst Entspannung?"
„ Sicher doch! Danach währe ich sicher sehr entspannt gewesen! Aber so werde ich werde ich dir deine Uniform vom Leib reißen und dich zu erst ihr auf deinem Tisch nehmen, dann dich ins Bett jagen.. dort darfst du mich dann nehmen und schließlich werde ich Dinge mit dir tun, die dir in deinem Gedächtnis eingebrannt sein werden. Du wirst es nicht wagen während meiner Abwesenheit jemand anderes auch nur anzusehen!
„In mein Gedächtnis eingebrannt? Da bin ich aber neugierig!"
„Du wirst meinen Namen schreien!"
Haldir küsste Alagos leidenschaftlich. Seine Zunge verlangte Einlass und Alagos gewährte es ihm bereitwillig. Keuchend trennten sich die Beiden.
„Lass mich deinen Namen schreien!"hauchte der Hauptmann der Nordgrenze Lothloriens.
+++
„ALAGOS! Bitte!"Haldir vergrub seine Fingernägel in die Schultern Alagos, der über ihn gebeugt war. Jetzt hatte er seinen Gemahl so weit.... Er wimmerte voller Verlangen. Voller Zufriedenheit schloss er seine Augen und hörte das gepresste Atmen Haldirs. „Alagos bitte!"klang es schon flehender.
Alagos sah mit seinen geschlossenen Augen das Gesicht seines Elben...schmerzverzerrt. Die Haare zerzaust und ungeflochten. Die blauen Augen panisch. Es war nicht sie Stimme Haldirs, sie... er hörte.. eine Elbin.. Callendil, sie schrie und wimmerte.
Alagos riss die Augen auf und zog sich aus Haldir zurück. Entsetzt starrte er vor sich hin. „Alagos, was tust du? Bist du verrückt? Du kannst doch nicht einfach..."
Der Junge Elb taumelte zurück bis er die Wand im Rücken hatte. „Was hab ich getan?"rief er. Besorgt sah Haldir seinen Partner an. „Alagos, in Eru's Namen, was ist denn geschehen? Was hast du getan?"
Alagos rutschte die Wand entlang und blieb auf dem Boden, zusammengekauert sitzen. „Es tut mir Leid...warum .. warum nur?"Er begann hemmungslos zu weinen.
Haldir nahm seinen Gemahl in die Arme und streichelte liebevoll über sein blondes Haar. „Schhhh. Es ist doch alles gut! Es ist doch nichts passiert. Was hast du nur?"
„Wenn du mit Haldir darüber redest werde ich dich töten!"hallten die Worte Callendil's in Alagos Ohren.
„Halt mich einfach nur fest!"flüsterte Alagos. So saßen die beiden Elben auf Boden, einander im Arm haltend. Haldir verstand nicht was hier vor sich ging. Er machte sich Vorwürfe, ob er etwas falsch gemacht haben könnte. Aber ihm fiel beim besten Willen nichts ein.
Nach dem sich Alagos wieder etwas beruhigt hatte führte ihn Haldir zurück in ihr Bett. Er nahm seinen Elben in den Arm und streichelte ihn liebevoll. „Bitte Alagos, rede mit mir darüber! Du sollst dich vor mir nicht verschließen. Ich bin dein Mann. Ich möchte auch den Kummer mit dir teilen!"
„Du hilfst mir schon genug, Liebster. Ich hab dich gar nicht verdient!"
„Rede doch nicht so ein Unsinn!"
„Ich liebe dich, Haldir!"
„Ich liebe dich auch, Alagos! Würdest du mir jetzt erzählen was geschehen ist?"
„Nichts!"
„Nichts? Während wir uns lieben ziehst du dich aus mir zurück, als hättest du entdeckt, dass ich ein Balrog bin. Du machst mir Angst! Was hast du gesehen?"
„Ich... ich ... hab... ich kann es nicht, ich hab mein Wort gegeben. Aber ich schwöre dir, dass es nichts mit dir zu tun hat. Ich liebe dich glaube mir. Es wird wieder gut!"
Alagos schmiegte sich fest an seinen Partner und beide blieben so liegen bis sie eingeschlafen waren.
+++
Callendil und Seni saßen auf einer Steinbank im königlichen Garten. Sie sahen zu wie Legolas die Bäume erkletterte. Er war schon recht geschickt im Erklimmen des Geästs. „Er wird sicher einmal ein guter König werden" stellte Callendil fest und Seni lachte. „Na ja, da werden wir doch noch etwas Zeit haben. Ich denke das mein König noch etwas regieren möchte!"
Callendil schloss die Augen und ließ sich die Sonne auf ihr Gesicht scheinen. Die Gefährtin des Königs beobachtete die junge Elbin nun schon die ganze Zeit, seit das Kind in Eryn Lasgalen war. Ein halbes Jahr war sie schon hier und doch bekam Seni nicht heraus was die Galadhrim bedrückte.
„Würdest du mir eine Frage ganz ehrlich beantworten?"fragte die Waldelbin. Callendil antwortete ohne ihr Gesicht von der Sonne abzuwenden. „Sicher doch!" „Warum bist du hier?"
Jetzt drehte sich die junge Elbin um. „Warum ich hier bin? Ich wollte dich besuchen, das weißt du doch!" „Ich will den wahren Grund wissen!" Callendil begann nervös an ihrer Tunika herumzuzupfen. „Ich ... muss etwas nachdenken!" „Hast du dafür jetzt nicht reichlich Zeit gehabt?" „Nein, nicht wirklich. Ich komme auf keinen grünen Zweig!" „Erzählst du mir es?" „Ich ... weiß.. nicht... Eigentlich ist es ja der Grund warum ich hier bin. Ich wollte mit dir darüber reden." „Du kannst in Lothlorien mit niemand darüber reden?"
Callendil schüttelte den Kopf. „Ich habe Angst Seni!" „Angst? Wovor? Wirst du bedroht? Ich weiß, dass Thalos dir nichts mehr anhaben kann, nie wieder!" „Es ist nicht wegen ihm... doch schon.. nein nicht wirklich.. ach ich weiß nicht!" „Alagos?" Jetzt sah Callendil der Waldelbin direkt in die Augen. „Ich weiß nicht, ich denke es wäre so vieles leichter in meinem Leben wenn er „ES"nicht getan hätte. Aber ich habe keine Angst mehr vor ihm. Er wird mir nie wieder etwas tun, das weiß ich spätestens seit er mir das Leben gerettet hatte."
Callendil machte eine längere Pause. „Es... ist wegen... dem ....Noldor!" „Noldor?" „Dem Bruchtal-Elben...Er hat...er macht... ich... weiß nicht was ich tun soll!" „Bruchtal Elben? Von wem redest du? Oh warte... lass mich raten... Natürlich! Elladan!"
Callendil sah die Elbin verwundert an. „Woher weißt du?" „Oh Mädchen, er ist schon das letzte Mal hier wie ein liebeskranker Hahn durch das Schloss gerannt, als er dich das erste Mal wieder gesehen hat."
„Ja Elladan! Er will mich!"
„Er will dich? Was will er?"
„Ich weiß es nicht! Ich weiß nicht ob er mich liebt, oder mich nur besitzen will oder ob er mich nur als Trophäe nehmen will, damit er vor seinem Bruder angeben kann. Seni ich hätte um ein Haar mich mit ihm vereinigt. Wenn Orophin nicht gekommen wäre..."
„Hat er dich dazu gezwungen?"
„Nein! In Eru's Namen er würde mir niemals wehtun!"
„Warum wolltest du dann nicht?"
„Ich wollte ja, das ist das Schlimme. Ich wollte ihn so sehr, dass es wehtat. Ich wollte ihn tief in mir spüren. Ich wollte vor Lust vergehen. Noch nie habe ich für einen Elben so gefühlt, nicht einmal für Haldir!"
„Aber du liebst ihn nicht? Kleines Man kann wilden Sex haben ohne jemanden zu lieben!"
„Ich würde das nie tun! Ich ... weiß nicht.. ich liebe ihn!"
„Wo ist dein Problem Kleines? Er liebt dich nicht?"
„Ich weiß es doch nicht, ich... spüre tief in meinem Herzen so große Sehnsucht nach ihm. Ich kann ihn nachts, wenn ich alleine im Bett liege und versuche zu schlafen, sogar riechen und schmecken. Ich will nie wieder benutzt werden, hörst du nie wieder!"
Callendil stand auf und ging ins Schloss zurück. Seni versuchte Legolas einzufangen. +++
Callendil war nun schon zwei Jahre in Eryn und machte keine Anstallten zurück in den Goldenen Wald zu wollen. Sie fühlte sich wohl im Schloss und bei Seni. Sie trainierte mit den Soldaten und zog viel alleine durch die nahe gelegenen Wälder, die streng bewacht wurden. Die Spinnen schienen sich auszubreiten, man konnte gar nicht vorsichtig genug sein.
An einem herrlichen Sommerabend ging Callendil am Besprechungsraum des Königs vorbei und hörte einige Wortfetzen, die Thranduil mit einem Berater wechselten. Sie hörte das Wort Bruchtal und blieb abrupt stehen.
„Elrond hat ihnen die Reise erlaubt. Sie werden doch schon Morgen eintreffen. Du solltest es der Elbin sagen. Stell sie nicht vor vollendete Tatsachen. Auch Taetholil und ihr Gemahl wollen ihre Tochter wieder in ihrem Wald sehen. Es wäre doch am Einfachsten, wenn die Zwillinge sie ...."
Bei dem Wort Zwillinge riss sie aus. Callendil lief los und rannte in ihr Zimmer. Sie packte ein Kleid in die Tasche und eine Flasche. Sie griff Dinge die herumlagen und stopfte sie in den Beutel. Dann nahm sie ihren Bogen, den Köchen und ihr Schwert und rannte los.
Sie rannte in den Stall und holte ihre Stute heraus. Gemeinsam ritten sie los.. Sie ritten blind in die Dunkelheit. Es war IHR egal wo es hin ging, doch ihre Seele wusste wo sie ruhen wollte. So schlug das Pferd den Weg in den gefährlichen Süden ein. Niemand hielt sie auf, sie war niemandem verpflichtet.
+++
„Thanduil wir müssen doch etwas unternehmen. Sie ist einfach abgehauen! Kopflos davon gerannt!"„Sie steht nicht in meinem Dienst sie ist nicht einmal eine Tawarwaith und sie ist erwachsen... na ja... zumindest alt genug!" „Mein lieber Herr König! Sie ist die Tochter Taetholils und ist sie nicht von deinem Volke, seit über 2 Tausend Jahren? Ist sie nicht auch mit dir aus Doriath geflüchtet? Wir dürfen das Kind nicht im Stich lassen! Sie ist in den Süden geritten, haben die Wachen gesagt. Thranduil! IN DEN SÜDEN! Wir beide wissen, dass das Böse nicht alleine aus dem Norden kommt. Ich glaube nicht, dass Callendil weiß in welcher Gefahr sie sich befindet!"
„Callendil ist in Gefahr?" Die beiden Waldelben drehten sich zur Tür. Elladan stand da und sah die Beiden entsetzt an. „Bitte handle wenigstens du mit Vernunft, Elladan!"bat Seni.
„Vernunft? Während Callendil in Gefahr ist? Ich wähne sie hier in Sicherheit und ihr schickt sie quazi in den sicheren Tod! Was seid ihr nur für Elben? Sie hat euch vertraut!"
Elladan macht kehrt und verließ das Zimmer. Seni rief ihm noch nach doch der junge Noldor weigerte sich zu zuhören. Er rannte hinaus und holte sein Pferd aus dem Stall. Nur mit seinem Schwert bewaffnet bestieg er seinen weißen Hengst. Seni kam angerannt und hielt die Zügel fest. „Elladan tu nichts Unüberlegtes. Du liebst sie doch oder?" „Deshalb werde ich sie auch finden!"antwortete der Elb erbost. „Elladan, bitte! Es ist gefährlich. Du könntest umkommen!" „Dann sehen wir uns in Mandos Hallen wieder, HA!"gab er seinem Pferd zu hören und es breschte los.
+++
Callendil kniete an dem kleinen Bach und säuberte ihre Wunden. Es waren nur Kratzer, aber sie waren umso schmerzhafter. Sie riss einen herunterhängenden Stofffetzen von ihrer Tunika ab und verband sich ihren linken Oberarm dessen Kratzer nicht aufhören wollte zu bluten. „Verdammt! Diese verdammten Untiere hier. Weißt du was, meine Kleine, es hätten nur noch ein paar Spinnen gefehlt und wir wären jetzt nicht hier!"
Die Elbin zog ihre ebenfalls zerfetzte und völlig durchschmutzte Leggin aus und setzte sich in den Bach. Sie wusch sich und das fließende Wasser trug all den Schmutz und das Blut fort.
Ihr Pferd blieb stets an ihrer Seite. Selbst als diese drei Orks meinten sie könnten einen leichten Fang machen.
Nach dem Callendil sauber war griff sie in die Tasche, die noch fest verschnürt auf ihrem Pferd lag.
Sie griff alle Kleidungsstücke heraus die sie eingepackt hatte. Doch alles was sie fand war ein weißes Kleid, das eher für ein Fest geeignet gewesen wäre, als für einen Ausritt im gefährlichsten Wald ganz Mittelerdes. Aber sie wollte ja unbedingt auf diese Lichtung zurück.
Die Lichtung! Ja hier hatte sie schon als Kind so gerne geträumt, geträumt von einem Prinzen, der sie abholte mit einem Schimmel und sie zu seinem Schloss nahm.
Sie musste lachen bei dem Gedanken und zog sich das Kleid über. Es war immer noch besser ein Kleid als ganz nackt.
Jetzt fand sie die Zeit sich umzusehen. Die Lichtung hatte sich überhaupt nicht verändert, dabei war sie bestimmt 200 Jahre nicht mehr hier gewesen.
Es war eine weite Lichtung die vollkommen mit Moos bedeckt war, kleine gelbe Blumen wuchsen darin. Die Lichtung war umrahmt von hohen, dichten Bäumen doch es drang genug Licht herein um das blau des kleinen Baches widerzuspiegeln. Das Wasser sprang lustig über so viele kleine Steine die im Wasser lagen. Das plätschernde Geräusch beruhigte einen jeden, der in seine Nähe kam.
Callendil sprang über den kleinen Bach und rannte zu einem großen Busch, der am Rand der Lichtung stand. Sie waren noch da! Ihre Rosen! Als kleines Elben-Mädchen hatte sie die Rosen zusammen mit ihrer Mutter dort gepflanzt.
Das erste Mal seit einer Ewigkeit fühlte sich Callendil völlig befreit, befreit und glücklich. So glücklich, dass sie begann über die Lichtung zu tanzen. Sie vergas die Welt um sich herum und sah nicht wie jemand durch das Dickicht kam.
+++
Elladan ritt stetig Richtung Süden. Er war froh darüber, das Callendil so eindeutige Spuren hinterlassen hatte. Es schien ihr gleichgültig ob sie verfolgt würde.
So folgte er ihre Fährte bis er an drei Orkleichen vorbei kam. Sofort stieg der Elb ab um die Leichen zu untersuchen. Sie waren von einem Elbenschwert getötet worden und einer hatte zwei Pfeile mit weißen Federn in seiner Brust stecken. Einer der Orks hatte einen Stofffetzen in der Hand. Elladan entriss es ihm uns sah, den grauen Stoff der Galadhrim. „Callendil"flüsterte er besorgt. Ohne zu zögern ritt er weiter. Er musste sie so schnell wie möglich finden.
Nach einer unendlich langen Zeit stand er plötzlich vor einer undurchdringlichen Wand aus Unterholz. Er stieg ab und suchte einen Durchlass zur anderen Seite.
Es dauerte nicht lange als er ihn fand. Er ließ sein Pferd los uns sprach zu ihm. „Bleib du hier, ich werde erst einmal nachsehen was dahinter liegt!"
Als der Noldor das Dickicht durchbrach stand er plötzlich auf einer Lichtung. Ein Ort mitten im düsteren Wald von Eryn Lasgalen. Doch hier schien die Sonne und hier war die Luft frisch und klar und was er sah, raubte ihm den Atem.
Es musste eine Valar sein, die auf der anderen Seite der Lichtung tanzte. Ihr langes silberblondes Haar glänzte in der Sonne, die Sonnenstrahlen durchdrangen das weiße Kleid, sodass Elladan die Konturen dieses perfekten Elbenkörpers erkennen konnte. Er kannte diesen Körper. Es war keine Valar. Es war seine große Liebe, die er gefunden hatte, endlich.
Fasziniert sah er ihr bei ihrem Tanz zu. Wie sie sich ohne Musik elegant über die Lichtung schwang. Elladan hatte nur noch einen Wunsch. Deshalb musste er auf sich Aufmerksam machen.
„Liebste Callendil"
Entsetzt drehte sich die Elbin um.
Tbc
@Eirien: Versammlungssaal? Ich?? Ich bin hier in einem feuchten Keller eingesperrt und bekomme nur zu Essen und zu Trinken wenn ich was geschrieben habe. Find dich damit ab, dass Elrohir ein Schwerenöter ist! Er ist Weltmeister im Kleiderzerreißen hab ich mir sagen lassen.
@ Lion: Tss.. schon wieder.. Versammlungssaal .. warum konnte ich nur mein Mund..bzw meine Finger nicht halten... ähmm... ich bin in einem dunklen Kellerloch...bla bla.. ich habe nur einen Existensgrund.. euch zu erfreuen... Toll Sklave.. was für ein Leben.
@ Seni: Danke für deine Hilfe.. mach Thrulli nur ordentlich fertig.. er hats verdient... Der soll mir nur nach Valinor kommen..eines Tages... Danke dann DU nicht auch noch erzählst, dass ich mich in irgendwelchen Sälen rumtreiben würde... ich NIE.. dunkles Kellerverließ..ganz ohne Ketten...nur Wasser und Brot und ne alte Schreimaschine.....
*********************************************
HINWEIS: Was man so schreibt an einem schönen Sonnentag im Garten
Diclaimer: siehe Kap 1
Rating: R sex nur angedeutet...ich bin ja gemein also eigentlich PG 13 aber was solls
Timeline: Anfang 3. Zeitalter es wird düster im Wald
Paring: Callendil, armes einsames Elblein Lothlorien die auf Elladan trifft :-)
Haldir/Alagos...
Ach ja... ich glaube es Frühlingt bei mir :-) immer noch
Ein Dank für eure Treue Reviewantworten zum Schluss wie immer
*******************************************
Kapitel 18 Märchenwald
Die Gruppe der Lorien-Elben erreichten ohne Zwischenfälle den Rand Eryn Lasgalen. Callendil war erleichtert, als sie auf die ersten Grenzwachen trafen. In wenigen Stunden würde sie ihr Ziel erreicht haben.
Die Elben beschlossen die Nacht bei den Grenzwachen zu bleiben, da es schon begann zu dämmern. Doch Callendil sah das ganz anders. Sie wollte auf schnellstem Weg ins Schloss kommen. Sie ersehnte sich ein heißes Bad, ein weiches Bett und Zuwendung von der Freundin ihrer Mutter.
„Ich werde vorreiten!"beschloss sie. Die Elbin hat nicht gefragt, es war kein Vorgesetzter dabei, der ihr hätte etwasBefehlen konnen. Sie stellte es einfach als Tatsache hin. „Ihr könnt nicht alleine durch den Wald, es ist nicht mehr sicher! Spinnen, und andere dunkle Geschöpfe schleichen durch den Wald und suchen nach Beute, besonders in der Dunkelheit"stieß einer der Waldelben hervor.
„Ich werde den Weg nicht verlassen, ich bin nicht das erste Mal hier!" sagte Callendil schon leicht erzürnt. „Callendil bitte, dein Bruder würde uns alle töten... einen nach dem Anderen und wenn er uns nicht alle erwischt wird dein Vater uns den Rest geben!"
Callendil grinste. „Das ist ein verlockendes Angebot. Ihr habt mich jetzt zwei Wochen derart genervt, dass die Vorstellung mein Bruder jagt euch durch den Wald ziemlich erfreulich ist. Aber keine Sorge ich werde auf mich achten."
Mit den Worten stieg sie auf ihr Pferd und ritt los. Noch ehe sie das Lager verlassen hatte wurde sie von 2 Soldaten verfolgt. „OK, meine lieben Jungs.. .dann folgt mir mal!" Die Waldelben sahen einander an und schüttelten den Kopf.
Der Morgen begann zu grauen, als sie das Höhlenschloss erreichten. Noch bei dem Tor verabschiedeten sich die zwei Soldaten von Callendil, da sie zurückkehren mussten.
So stieg Callendil von ihrem Pferd und wurde von den Wachen am Tor durchgelassen. Ganz langsam ging sie durch den Garten.
Das Grau des frühen Morgens ließ den Garten wie verzaubert, in sanften Farbtönen, erstrahlen. Es war so still. Callendil hatte das Gefühl durch einen Traum zu schreiten, einen schönen Traum voller Liebe und Poesie. Sie sah hinüber zu dem kleinen geschützten Wäldchen und ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken.
„Warum bin ich nur wieder hier her gekommen?"fragte sie sich. „Nein, nicht wieder verrück machen. Du hast es überwunden. Es ist gleichgültig was damals geschah. Dein Leben ist gut, du bist glücklich!"Tränen rannen über ihr Gesicht.
Ihr Pferd gab ihr einen kleinen Stups sodass sie weiterging. Die Elbin schloss die Augen, wollte somit ihre Erinnerungen verbannen. Die Bilder, die sie in ihrem Kopf zu sehen bekam überraschten sie. „Elladan"flüsterte sie und eine bekannte Stimme riss sie aus ihren Gedanken.
„Callendil, du hier? Ich freu mich dich zu sehen!"Seni, die Gefährtin des Königs kam die Treppen herunter gerannt und nahm, die noch sichtlich verwirrte, Callendil in ihre Arme. „Kleines was ist? Du weinst ja! Was ist geschehen?"
Die Galadhrim ließ sich in die Arme nehmen und schluchzte noch einige Male kräftig. Ein Stallbursche kam und nahm Callendils Pferd mit. „Ach was sag ich denn, komm erst einmal rein. Wir waren gerade in der Küche und machen ein paar Omelette!"Callendil nickte. „Klingt köstlich. Ich habe einen riesen Hunger!"hörte man aus ihrem Schluchzen heraus.
+++
„Du willst wirklich morgen schon fort?"fragte Haldir und zerkrümelte das Brot auf seinem Teller. „Ich habe meinen Versetzungsbefehl bekommen. Ich bin doch nicht aus dem Wald! Außerdem hab ich den einfacheren Auftrag!" Alagos grinste breit. „Ich werde ein feines Leben haben im Süden."„Niemand anderes wollte Thalos Posten haben! Warum musstest ausgerechnet DU ihn annehmen?"
„Weil ich ein Adjutant ohne Hauptmann war! Man ist an mich herangetreten. Das weißt du doch."
„Natürlich weiß ich das. Ich hätte dich aber lieber in der Nähe gehabt. Jetzt bis du ab entferntesten Punkt den es gibt hier im Goldenen Wald. Alagos du fehlst mir jetzt schon!"
„Du mir auch!"
Alagos nahm Haldir's Hand und küsste seine Fingerspitzen. „Lass uns unseren letzten Abend genießen!"
„Genießen? Was hast du dir denn so vorgestellt?"Haldir lächelte wohl wissend.
„Hmm.. lass uns überlegen. Du hast keinen Dienst bis zum Sonnenaufgang. ICH muss erst bei Sonnenaufgang los. Wir könnten die ganze Nacht lang hemmungslos einander hingeben!" „Hast du dabei an etwas Bestimmtes gedacht?"fragte Haldir und zog seinen Lebenspartner zu sich auf den Schoß.
„Ich dachte wir beginnen mit einem heißen Bad!"
„Hier an der Grenze?"
Alagos seufzte. „Du hast Recht.. Kaltes Bad ist zwar erfrischend, aber nicht...sehr entspannend!"
„Du wisst Entspannung?"
„ Sicher doch! Danach währe ich sicher sehr entspannt gewesen! Aber so werde ich werde ich dir deine Uniform vom Leib reißen und dich zu erst ihr auf deinem Tisch nehmen, dann dich ins Bett jagen.. dort darfst du mich dann nehmen und schließlich werde ich Dinge mit dir tun, die dir in deinem Gedächtnis eingebrannt sein werden. Du wirst es nicht wagen während meiner Abwesenheit jemand anderes auch nur anzusehen!
„In mein Gedächtnis eingebrannt? Da bin ich aber neugierig!"
„Du wirst meinen Namen schreien!"
Haldir küsste Alagos leidenschaftlich. Seine Zunge verlangte Einlass und Alagos gewährte es ihm bereitwillig. Keuchend trennten sich die Beiden.
„Lass mich deinen Namen schreien!"hauchte der Hauptmann der Nordgrenze Lothloriens.
+++
„ALAGOS! Bitte!"Haldir vergrub seine Fingernägel in die Schultern Alagos, der über ihn gebeugt war. Jetzt hatte er seinen Gemahl so weit.... Er wimmerte voller Verlangen. Voller Zufriedenheit schloss er seine Augen und hörte das gepresste Atmen Haldirs. „Alagos bitte!"klang es schon flehender.
Alagos sah mit seinen geschlossenen Augen das Gesicht seines Elben...schmerzverzerrt. Die Haare zerzaust und ungeflochten. Die blauen Augen panisch. Es war nicht sie Stimme Haldirs, sie... er hörte.. eine Elbin.. Callendil, sie schrie und wimmerte.
Alagos riss die Augen auf und zog sich aus Haldir zurück. Entsetzt starrte er vor sich hin. „Alagos, was tust du? Bist du verrückt? Du kannst doch nicht einfach..."
Der Junge Elb taumelte zurück bis er die Wand im Rücken hatte. „Was hab ich getan?"rief er. Besorgt sah Haldir seinen Partner an. „Alagos, in Eru's Namen, was ist denn geschehen? Was hast du getan?"
Alagos rutschte die Wand entlang und blieb auf dem Boden, zusammengekauert sitzen. „Es tut mir Leid...warum .. warum nur?"Er begann hemmungslos zu weinen.
Haldir nahm seinen Gemahl in die Arme und streichelte liebevoll über sein blondes Haar. „Schhhh. Es ist doch alles gut! Es ist doch nichts passiert. Was hast du nur?"
„Wenn du mit Haldir darüber redest werde ich dich töten!"hallten die Worte Callendil's in Alagos Ohren.
„Halt mich einfach nur fest!"flüsterte Alagos. So saßen die beiden Elben auf Boden, einander im Arm haltend. Haldir verstand nicht was hier vor sich ging. Er machte sich Vorwürfe, ob er etwas falsch gemacht haben könnte. Aber ihm fiel beim besten Willen nichts ein.
Nach dem sich Alagos wieder etwas beruhigt hatte führte ihn Haldir zurück in ihr Bett. Er nahm seinen Elben in den Arm und streichelte ihn liebevoll. „Bitte Alagos, rede mit mir darüber! Du sollst dich vor mir nicht verschließen. Ich bin dein Mann. Ich möchte auch den Kummer mit dir teilen!"
„Du hilfst mir schon genug, Liebster. Ich hab dich gar nicht verdient!"
„Rede doch nicht so ein Unsinn!"
„Ich liebe dich, Haldir!"
„Ich liebe dich auch, Alagos! Würdest du mir jetzt erzählen was geschehen ist?"
„Nichts!"
„Nichts? Während wir uns lieben ziehst du dich aus mir zurück, als hättest du entdeckt, dass ich ein Balrog bin. Du machst mir Angst! Was hast du gesehen?"
„Ich... ich ... hab... ich kann es nicht, ich hab mein Wort gegeben. Aber ich schwöre dir, dass es nichts mit dir zu tun hat. Ich liebe dich glaube mir. Es wird wieder gut!"
Alagos schmiegte sich fest an seinen Partner und beide blieben so liegen bis sie eingeschlafen waren.
+++
Callendil und Seni saßen auf einer Steinbank im königlichen Garten. Sie sahen zu wie Legolas die Bäume erkletterte. Er war schon recht geschickt im Erklimmen des Geästs. „Er wird sicher einmal ein guter König werden" stellte Callendil fest und Seni lachte. „Na ja, da werden wir doch noch etwas Zeit haben. Ich denke das mein König noch etwas regieren möchte!"
Callendil schloss die Augen und ließ sich die Sonne auf ihr Gesicht scheinen. Die Gefährtin des Königs beobachtete die junge Elbin nun schon die ganze Zeit, seit das Kind in Eryn Lasgalen war. Ein halbes Jahr war sie schon hier und doch bekam Seni nicht heraus was die Galadhrim bedrückte.
„Würdest du mir eine Frage ganz ehrlich beantworten?"fragte die Waldelbin. Callendil antwortete ohne ihr Gesicht von der Sonne abzuwenden. „Sicher doch!" „Warum bist du hier?"
Jetzt drehte sich die junge Elbin um. „Warum ich hier bin? Ich wollte dich besuchen, das weißt du doch!" „Ich will den wahren Grund wissen!" Callendil begann nervös an ihrer Tunika herumzuzupfen. „Ich ... muss etwas nachdenken!" „Hast du dafür jetzt nicht reichlich Zeit gehabt?" „Nein, nicht wirklich. Ich komme auf keinen grünen Zweig!" „Erzählst du mir es?" „Ich ... weiß.. nicht... Eigentlich ist es ja der Grund warum ich hier bin. Ich wollte mit dir darüber reden." „Du kannst in Lothlorien mit niemand darüber reden?"
Callendil schüttelte den Kopf. „Ich habe Angst Seni!" „Angst? Wovor? Wirst du bedroht? Ich weiß, dass Thalos dir nichts mehr anhaben kann, nie wieder!" „Es ist nicht wegen ihm... doch schon.. nein nicht wirklich.. ach ich weiß nicht!" „Alagos?" Jetzt sah Callendil der Waldelbin direkt in die Augen. „Ich weiß nicht, ich denke es wäre so vieles leichter in meinem Leben wenn er „ES"nicht getan hätte. Aber ich habe keine Angst mehr vor ihm. Er wird mir nie wieder etwas tun, das weiß ich spätestens seit er mir das Leben gerettet hatte."
Callendil machte eine längere Pause. „Es... ist wegen... dem ....Noldor!" „Noldor?" „Dem Bruchtal-Elben...Er hat...er macht... ich... weiß nicht was ich tun soll!" „Bruchtal Elben? Von wem redest du? Oh warte... lass mich raten... Natürlich! Elladan!"
Callendil sah die Elbin verwundert an. „Woher weißt du?" „Oh Mädchen, er ist schon das letzte Mal hier wie ein liebeskranker Hahn durch das Schloss gerannt, als er dich das erste Mal wieder gesehen hat."
„Ja Elladan! Er will mich!"
„Er will dich? Was will er?"
„Ich weiß es nicht! Ich weiß nicht ob er mich liebt, oder mich nur besitzen will oder ob er mich nur als Trophäe nehmen will, damit er vor seinem Bruder angeben kann. Seni ich hätte um ein Haar mich mit ihm vereinigt. Wenn Orophin nicht gekommen wäre..."
„Hat er dich dazu gezwungen?"
„Nein! In Eru's Namen er würde mir niemals wehtun!"
„Warum wolltest du dann nicht?"
„Ich wollte ja, das ist das Schlimme. Ich wollte ihn so sehr, dass es wehtat. Ich wollte ihn tief in mir spüren. Ich wollte vor Lust vergehen. Noch nie habe ich für einen Elben so gefühlt, nicht einmal für Haldir!"
„Aber du liebst ihn nicht? Kleines Man kann wilden Sex haben ohne jemanden zu lieben!"
„Ich würde das nie tun! Ich ... weiß nicht.. ich liebe ihn!"
„Wo ist dein Problem Kleines? Er liebt dich nicht?"
„Ich weiß es doch nicht, ich... spüre tief in meinem Herzen so große Sehnsucht nach ihm. Ich kann ihn nachts, wenn ich alleine im Bett liege und versuche zu schlafen, sogar riechen und schmecken. Ich will nie wieder benutzt werden, hörst du nie wieder!"
Callendil stand auf und ging ins Schloss zurück. Seni versuchte Legolas einzufangen. +++
Callendil war nun schon zwei Jahre in Eryn und machte keine Anstallten zurück in den Goldenen Wald zu wollen. Sie fühlte sich wohl im Schloss und bei Seni. Sie trainierte mit den Soldaten und zog viel alleine durch die nahe gelegenen Wälder, die streng bewacht wurden. Die Spinnen schienen sich auszubreiten, man konnte gar nicht vorsichtig genug sein.
An einem herrlichen Sommerabend ging Callendil am Besprechungsraum des Königs vorbei und hörte einige Wortfetzen, die Thranduil mit einem Berater wechselten. Sie hörte das Wort Bruchtal und blieb abrupt stehen.
„Elrond hat ihnen die Reise erlaubt. Sie werden doch schon Morgen eintreffen. Du solltest es der Elbin sagen. Stell sie nicht vor vollendete Tatsachen. Auch Taetholil und ihr Gemahl wollen ihre Tochter wieder in ihrem Wald sehen. Es wäre doch am Einfachsten, wenn die Zwillinge sie ...."
Bei dem Wort Zwillinge riss sie aus. Callendil lief los und rannte in ihr Zimmer. Sie packte ein Kleid in die Tasche und eine Flasche. Sie griff Dinge die herumlagen und stopfte sie in den Beutel. Dann nahm sie ihren Bogen, den Köchen und ihr Schwert und rannte los.
Sie rannte in den Stall und holte ihre Stute heraus. Gemeinsam ritten sie los.. Sie ritten blind in die Dunkelheit. Es war IHR egal wo es hin ging, doch ihre Seele wusste wo sie ruhen wollte. So schlug das Pferd den Weg in den gefährlichen Süden ein. Niemand hielt sie auf, sie war niemandem verpflichtet.
+++
„Thanduil wir müssen doch etwas unternehmen. Sie ist einfach abgehauen! Kopflos davon gerannt!"„Sie steht nicht in meinem Dienst sie ist nicht einmal eine Tawarwaith und sie ist erwachsen... na ja... zumindest alt genug!" „Mein lieber Herr König! Sie ist die Tochter Taetholils und ist sie nicht von deinem Volke, seit über 2 Tausend Jahren? Ist sie nicht auch mit dir aus Doriath geflüchtet? Wir dürfen das Kind nicht im Stich lassen! Sie ist in den Süden geritten, haben die Wachen gesagt. Thranduil! IN DEN SÜDEN! Wir beide wissen, dass das Böse nicht alleine aus dem Norden kommt. Ich glaube nicht, dass Callendil weiß in welcher Gefahr sie sich befindet!"
„Callendil ist in Gefahr?" Die beiden Waldelben drehten sich zur Tür. Elladan stand da und sah die Beiden entsetzt an. „Bitte handle wenigstens du mit Vernunft, Elladan!"bat Seni.
„Vernunft? Während Callendil in Gefahr ist? Ich wähne sie hier in Sicherheit und ihr schickt sie quazi in den sicheren Tod! Was seid ihr nur für Elben? Sie hat euch vertraut!"
Elladan macht kehrt und verließ das Zimmer. Seni rief ihm noch nach doch der junge Noldor weigerte sich zu zuhören. Er rannte hinaus und holte sein Pferd aus dem Stall. Nur mit seinem Schwert bewaffnet bestieg er seinen weißen Hengst. Seni kam angerannt und hielt die Zügel fest. „Elladan tu nichts Unüberlegtes. Du liebst sie doch oder?" „Deshalb werde ich sie auch finden!"antwortete der Elb erbost. „Elladan, bitte! Es ist gefährlich. Du könntest umkommen!" „Dann sehen wir uns in Mandos Hallen wieder, HA!"gab er seinem Pferd zu hören und es breschte los.
+++
Callendil kniete an dem kleinen Bach und säuberte ihre Wunden. Es waren nur Kratzer, aber sie waren umso schmerzhafter. Sie riss einen herunterhängenden Stofffetzen von ihrer Tunika ab und verband sich ihren linken Oberarm dessen Kratzer nicht aufhören wollte zu bluten. „Verdammt! Diese verdammten Untiere hier. Weißt du was, meine Kleine, es hätten nur noch ein paar Spinnen gefehlt und wir wären jetzt nicht hier!"
Die Elbin zog ihre ebenfalls zerfetzte und völlig durchschmutzte Leggin aus und setzte sich in den Bach. Sie wusch sich und das fließende Wasser trug all den Schmutz und das Blut fort.
Ihr Pferd blieb stets an ihrer Seite. Selbst als diese drei Orks meinten sie könnten einen leichten Fang machen.
Nach dem Callendil sauber war griff sie in die Tasche, die noch fest verschnürt auf ihrem Pferd lag.
Sie griff alle Kleidungsstücke heraus die sie eingepackt hatte. Doch alles was sie fand war ein weißes Kleid, das eher für ein Fest geeignet gewesen wäre, als für einen Ausritt im gefährlichsten Wald ganz Mittelerdes. Aber sie wollte ja unbedingt auf diese Lichtung zurück.
Die Lichtung! Ja hier hatte sie schon als Kind so gerne geträumt, geträumt von einem Prinzen, der sie abholte mit einem Schimmel und sie zu seinem Schloss nahm.
Sie musste lachen bei dem Gedanken und zog sich das Kleid über. Es war immer noch besser ein Kleid als ganz nackt.
Jetzt fand sie die Zeit sich umzusehen. Die Lichtung hatte sich überhaupt nicht verändert, dabei war sie bestimmt 200 Jahre nicht mehr hier gewesen.
Es war eine weite Lichtung die vollkommen mit Moos bedeckt war, kleine gelbe Blumen wuchsen darin. Die Lichtung war umrahmt von hohen, dichten Bäumen doch es drang genug Licht herein um das blau des kleinen Baches widerzuspiegeln. Das Wasser sprang lustig über so viele kleine Steine die im Wasser lagen. Das plätschernde Geräusch beruhigte einen jeden, der in seine Nähe kam.
Callendil sprang über den kleinen Bach und rannte zu einem großen Busch, der am Rand der Lichtung stand. Sie waren noch da! Ihre Rosen! Als kleines Elben-Mädchen hatte sie die Rosen zusammen mit ihrer Mutter dort gepflanzt.
Das erste Mal seit einer Ewigkeit fühlte sich Callendil völlig befreit, befreit und glücklich. So glücklich, dass sie begann über die Lichtung zu tanzen. Sie vergas die Welt um sich herum und sah nicht wie jemand durch das Dickicht kam.
+++
Elladan ritt stetig Richtung Süden. Er war froh darüber, das Callendil so eindeutige Spuren hinterlassen hatte. Es schien ihr gleichgültig ob sie verfolgt würde.
So folgte er ihre Fährte bis er an drei Orkleichen vorbei kam. Sofort stieg der Elb ab um die Leichen zu untersuchen. Sie waren von einem Elbenschwert getötet worden und einer hatte zwei Pfeile mit weißen Federn in seiner Brust stecken. Einer der Orks hatte einen Stofffetzen in der Hand. Elladan entriss es ihm uns sah, den grauen Stoff der Galadhrim. „Callendil"flüsterte er besorgt. Ohne zu zögern ritt er weiter. Er musste sie so schnell wie möglich finden.
Nach einer unendlich langen Zeit stand er plötzlich vor einer undurchdringlichen Wand aus Unterholz. Er stieg ab und suchte einen Durchlass zur anderen Seite.
Es dauerte nicht lange als er ihn fand. Er ließ sein Pferd los uns sprach zu ihm. „Bleib du hier, ich werde erst einmal nachsehen was dahinter liegt!"
Als der Noldor das Dickicht durchbrach stand er plötzlich auf einer Lichtung. Ein Ort mitten im düsteren Wald von Eryn Lasgalen. Doch hier schien die Sonne und hier war die Luft frisch und klar und was er sah, raubte ihm den Atem.
Es musste eine Valar sein, die auf der anderen Seite der Lichtung tanzte. Ihr langes silberblondes Haar glänzte in der Sonne, die Sonnenstrahlen durchdrangen das weiße Kleid, sodass Elladan die Konturen dieses perfekten Elbenkörpers erkennen konnte. Er kannte diesen Körper. Es war keine Valar. Es war seine große Liebe, die er gefunden hatte, endlich.
Fasziniert sah er ihr bei ihrem Tanz zu. Wie sie sich ohne Musik elegant über die Lichtung schwang. Elladan hatte nur noch einen Wunsch. Deshalb musste er auf sich Aufmerksam machen.
„Liebste Callendil"
Entsetzt drehte sich die Elbin um.
Tbc
@Eirien: Versammlungssaal? Ich?? Ich bin hier in einem feuchten Keller eingesperrt und bekomme nur zu Essen und zu Trinken wenn ich was geschrieben habe. Find dich damit ab, dass Elrohir ein Schwerenöter ist! Er ist Weltmeister im Kleiderzerreißen hab ich mir sagen lassen.
@ Lion: Tss.. schon wieder.. Versammlungssaal .. warum konnte ich nur mein Mund..bzw meine Finger nicht halten... ähmm... ich bin in einem dunklen Kellerloch...bla bla.. ich habe nur einen Existensgrund.. euch zu erfreuen... Toll Sklave.. was für ein Leben.
@ Seni: Danke für deine Hilfe.. mach Thrulli nur ordentlich fertig.. er hats verdient... Der soll mir nur nach Valinor kommen..eines Tages... Danke dann DU nicht auch noch erzählst, dass ich mich in irgendwelchen Sälen rumtreiben würde... ich NIE.. dunkles Kellerverließ..ganz ohne Ketten...nur Wasser und Brot und ne alte Schreimaschine.....
