Sehnsüchte und andere Schwierigkeiten +++ by S.E.
*********************************************
HINWEIS: Wir möchten uns für dieses und nächstes Kapitel alle bei Seni bedanken.
Sie weiß warum....
Diclaimer: siehe Kap 1
Rating: R wegen etwas Sex und etwas Gewalt.. ich stimm mich gerade erst ein
Timeline: Anfang 3. Zeitalter es wird düster im Wald
Paring: Callendil/ Elladan
Haldir/Alagos...
Und als Gastpaar: Thranduil und Seni
Inspiration dieses Kapitel??? Zuviel Glorfindel gelesen!
Kapitel 20 Traum oder Alptraum
A/N: Sätze in ** in Westron...
„Thranduil bitte, du kannst sie nicht alleine im Süden lassen! Ich habe es gesehen, sie sind in großer Gefahr! Bitte schicke Soldaten."Die Gefährtin des Königs sah ihn flehend an. „Ich soll meine Männer in Gefahr bringen wegen einem dummen Mädchen und einem dummen verzogenen Fürsten Sohn?"„Thranduil, wenn Elladan etwas zustößt wird Elrond dich persönlich dafür verantwortlich machen. Das wird eure Beziehung nicht einfacher machen."
Der König seufzte. „Dieser verdammte Noldo, wir hätten uns nie mit ihm einlassen sollen!"
„Elronds Vorfahren stammen aus Doriath, genau wie wir! Nur wurde er von Noldor aufgezogen wurde? Dafür kann er nichts!"
„Er benimmt sich aber wie einer!"Thranduil schlug mit der Faust auf den Tisch.
„Du benimmst dich wie ein kleines Kind, selbst Legolas ist nicht so verbohrt wie du!"
Des Königs Augen begannen zu blitzen. „Wie sprichst du denn mit mir?"
„So wie du es verdienst!"
Wütend verließ die Elbin ihr gemeinsames Schlafgemach. Thranduil sah ihr nur wütend nach.
Eine Stunde später hörte Seni lautes Pferdegetrappel auf dem Hof. Die Leibgarde des Königs machte sich auf den Weg, voll bewaffnet. Der rothaarige Oberst führte die Einheit von 30 Elben an. Die Gefährtin des Königs atmete erleichtert auf.
Hinter ihr tauchte der König auf und küsste ihren Nacken. „Natürlich hast du Recht meine Liebe!"Seni drehte sich um und küsste Thranduil. „Ich liebe dich, mein König!"hauchte sie in sein Ohr und mit einer eleganten Bewegung nahm er sie auf seine Arme und trug sie zum Bett.
„Dafür haben wir beide eine Belohnung verdient"hauchte er und seine Augen funkelten schelmisch. „Aber Legolas wird gleich kommen!" „Nein, dafür habe ich gesorgt!" Mit einem langen innigen Kuss begannen sie einander zu beschenken.
+++
Elladan und Callendil lagen eng umschlungen auf dem weichen Waldboden ihrer Lichtung. Die Elbin hatte ihren Kopf auf seine Brust gelegt und er spielte mit ihren Zöpfen.
„Es wird langsam hell"stellte Callendil fest. „Dabei ist doch eben erst dunkel geworden!" Elladan küsste ihren Kopf. „Dieser Ort hat wohl seine eigene Zeit. Wie hast du diese Lichtung gefunden?" „Meine Mutter hat sie mir gezeigt, als ich meine Jugend erreichte, kurz nach meinem 50. Jahrestag. Sie hat sie entdeckt, als sie aus Doriath nach Eryn geflohen waren. Naneth hat mir erzählt, dass sie mich ihr von meinem adar empfangen hatte."
Elladan strich seiner Geliebten sanft über ihren nackten Rücken. „Wie romantisch"stellte er trocken fest. Callendil stieß ihn in die Rippen. Der Noldo ließ einen gespielten Schrei heraus. Die Elbin beugte sich über ihn. „Mach dich nicht lustig über mich. Es ist mir sehr ernst! Ich liebe diesen Ort!"
Elladan richtete sich ebenfalls auf. „Und ich liebe dich, wenn du so wütend aussiehst. Wenn deine Augen blitzen und deine Brauen hier oben sich zusammenziehen."Mit einem Finger fuhr er die fein geschwungenen Konturen ihrer Augenbrauen nach.
Callendil versuchte vergeblich ernst zu bleiben. Seine Augen blickten so verführerisch, dass sie sich auf die Unterlippe beißen musste. Sanft küsste er sie und die Elbin löste sich von seinen Lippen. „Nein" hauchte sie.
Elladan neigte dien Kopf zur Seite. „Nein? Du willst nicht? Was? Mich küssen? Ich soll dich nicht küssen? Nicht berühren? Nicht in Extasse bringen?"
„ELLADAN!"ihre Stimme klang verzweifelt.
„Liebste du musst mir sagen was du nicht möchtest. Ich habe geschworen dir nie etwas zu tun, dass du nicht möchtest!"
„Ich liebe dich, Noldo"hauchte sie und drückte den Elben auf den Boden. „Ich möchte alles von dem was du gesagt hast! Ich werde einfach später weiter wütend auf dich sein!"
Erneut wurden ihre Körper zu einem und nur die Vögel und zwei Pferde sahen, wie sich die beiden Elben einander hingaben, bedingungslos. Doch den Pferden war es gleich, sie grasten lieben weiter und rieben ihre Hälse aneinander.
+++
Die Sonne begann im Westen zu versinken als sich Callendil aus der Umarmung Elladans befreite. „Wir sollten zurück!" Der Elb küsste seine Liebste auf die Schulter. „Wollen wir nicht lieber die Nacht hier verbringen?" Callendil lächelte und gab ihm einen Kuss auf die Nase. „Wir werden nie zur Ruhe kommen, wenn wir nicht aufbrechen. Ich brauche dringen Schlaf! Wenn wir hier noch eine Nacht verbringen werde ich in einen tiefen Heilschlaf fallen!"
Die Elbin stand auf und lief zu ihrem Kleid, das in einiger Entfernung auf dem Boden lag. Elladan beobachtete sie dabei, wie elegant sie über den Boden schritt. Ihr nackter Körper glänzte in den letzten Sonnenstrahlen und ihr Haar schien für einen Augenblick wie flüssiger Honig.
Elladan hatte den Wunsch an ihr zu naschen, doch er versuchte sich zurück zuhalten und suchte auch seine Kleidung zusammen.
Als sich Callendil ihr Kleid überziehen wollte stand Elladan wieder hinter ihr und nahm ihren Arm. Sie schüttelte den Kopf. „Bitte, wir müssen aufbrechen. Ich könnte auch hier mein Leben verbringen, aber es hilft nichts. Ich habe eine tiefe Unruhe in mir."
Der Elb küsste erneut ihren Nacken. „Ich will dir nur deine Wunde neu verbinden. Ich bin nicht blind meine Liebe. Du hast einiges abbekommen aber nicht von mir!"
Er nahm den provisorischen Verband ab und säuberte die Wunde. Sie war bereits geschlossen, sah aber noch schlimm aus. „Du musst zu einem Heiler, die Wunde hat sich entzündet. Du musst doch Schmerzen haben. Warum hast du nichts gesagt?" „Es tut nicht weh"gab sie trotzig zurück, ließ sich aber bereitwillig einen neuen Verband mit heilenden Kräutern anlegen.
„Lass uns aufbrechen!"sagte schließlich Elladan und half der Elbin in ihr Kleid. „Wie willst du mit dem Kleid reiten?"fragte er lächelnd. „Du wirst schon sehen, wie gut das geht!" grinste sie zurück.
„Hast du nichts Bequemeres dabei?"fragte der Elb.
„Nein, hab ich nicht. Meine Uniform hat unter den Orks gelitten und das Kleid ist doch immer noch besser als nackt zu reiten!"
„Wie man's nimmt. Ich hätte jedenfalls nichts dagegen!" „Das glaub ich dir!"Callendil sprang mit Schwung auf ihre Stute und ritt durch die schmale Öffnung des Unterholzes. Elladan beeilte sich um ihr zu folgen.
Der Noldo ritt langsam neben Callendil her und konnte kaum seine Augen von ihr lassen. Um reiten zu können musste sie das Kleid bis zu ihren Oberschenkel hochschieben während ihre längere Schleppe hinter ihr wie eine Fahne wehte.
„Du solltest immer mit Kleidern reiten!"
„Elladan! Ich werde dir gleich die Augen verbinden. Halte dich zurück!"Sie musste lächeln und versuchte ihr Kleid wieder etwas herunter zu ziehen, was jedoch ein sinnloses Unterfangen war, denn schon nach kurzer Zeit hatte es sich wieder nach oben geschoben.
Ihre Pferde stoppten gleichzeitig. Die Elben zogen ihre Schwerter. „Orks?" flüsterte Callendil. „Nein, sie haben Pferde... es sind sicher diese barbarische Menschen, die hier im Süden leben sollen. Lass und versuchen ihnen auszuweichen!"
Die Beiden sahen sich um. Ein wildes Gebrüll war zu hören. Das Geschrei schien aus allen Richtungen zu kommen.
„Liebste reite vor. Ich werde die Menschen ablenken."Callendil sah den Noldo entsetzt an.
„Ich lasse dich nicht alleine mit diesen Barbaren!"
„Du musst, bitte. Sie werden mir nichts tun. Aber du bist in größter Gefahr. Bitte reite los... Du musst dich beeilen!" „Ich lass dich nicht alleine. Du kannst mich nicht dazu zwingen!"Callendil rannen Tränen herunter. „Bitte....Elladan...ich liebe dich. Ich kann dich nicht alleine lassen"
„Du wirst immer in meinem Herzen sein. Ich liebe dich meine kleine Rose!"
Noch ehe Callendil sich wehren konnte befahl Elladan der Stute los zureiten und nicht anzuhalten bis sie in Sicherheit waren. Das Pferd begann sofort davon zu spurten, ohne auf seine Reiterin zu reagieren, die verzweifelt versuchte ihre Stute zu stoppen.
Sie sah über ihre Schulter und konnte noch erkennen wie Elladan von seinem Pferd stieg und die Menschen mit seinem Schwert empfing. Er konnte keine Chance haben. Gebrüll holte sie in ihre Wirklichkeit und es gelang ihr gerade noch einem Pfeil auszuweichen und einem Menschen den Arm abzutrennen, der an ihrem nackten Bein zerrte.
Das Gebrüll wurde lauter und erneut hörte sie das Surren eines Pfeils. Sie schloss die Augen und spürte einen Augenblick später wie die kalte Pfeilspitze in ihren Arm eindrang.
„Elladan!"hauchte sie noch und erwartete den nächsten Pfeil, der sie in die Hallen Mandos bringen sollte.
+++
Elladan stieg von seinem Pferd ab und schickte es fort. Mit seinem Schwert in der Hand wartete er auf die Angreifer. Er würde sie solange aufhalten, bis er annehmen konnte, dass Callendil in Sicherheit war.
Sie kamen... und waren nicht alleine. Der Elb konnte auch einige Orks erkennen. Er schloss kurz die Augen und bat die Valar um Hilfe. Dann stürzte er sich auf die ersten beiden Menschen die auf ihn zukamen.
Im Augenwinkel sah er das weiße Kleid zwischen den Bäumen verschwinden. „Bitte Valar beschützt sie"flehte er in Gedanken, während er einem Menschen sein Schwert zwischen die Rippen rammte.
Der Noldo kämpfte tapfer und konnte einen Angriff nach dem Anderen abwehren. Mit einem großen Baum im Rücken konnte er sich verteidigen. Er hatte Glück, dass keine Bogenschütze unter seinen Angreifern war.
Doch sein Glück hielt nicht lange an. Ein Schlag traf ihn an seinem Arm und er verlor sein Schwert. Er griff sofort mit seiner linken Hand nach ihm und es gelang ihm noch einen Ork zur Stecke zu bringen. Doch dann traf ihn ein Pfeil am Oberschenkel. Sein Bein gab nach und er sackte zu Boden.
„Bitte lasst sie in Sicherheit sein!"flüsterte er und erwartete nur seinen Tod. Er spürte noch einen Schlag gegen seinen Kopf und tiefe Schwärze um gab ihn
Elladan kam langsam zu sich, ohne zu wissen wo er sich befand. Er öffnete die Augen und sah, dass er in einer Höhle war. Er stand mitten in einem großen Gewölbe, der gefüllt war von Menschen. Er sah sich um.
Auf dem Boden lag eine nackte Frau, die blutüberströmt war. In zwei Käfigen sah er eine Elbin und eine weitere Menschenfrau. An einer Wand war ein Elb angekettet, den er nicht kannte, der ihm aber bekannt vorkam. Er war schwer verletzt und ohne Bewusstsein.
Niemand nahm Notiz von Elladan. Um ihn herum war geschäftiges Treiben doch niemand beachtete den Elben.
Ein Mensch zog aus dem Käfig die Elbenfrau heraus. Elladan hielt die Luft an.
„Callendil!"schrie er schließlich. Aber sie sah so anders aus ... ihre Haare. Er hörte ihr wimmern.
„Bitte nicht meine Babys!"Doch er Mann kannte keine Gnade und rammte sein Schwert in die Elbin, noch ehe Elladan etwas unternehmen konnte. Er schrie sich sie Lunge aus dem Leib.
Ein Schwall Wasser weckte ihn. *Elb bist du endlich wach?* hörte er eine Menschenstimme in deren Sprache.
Elladan versuchte sich zu orientieren. Er war noch im Wald. Er spürte die Baumrinde an seinen Armen. Er war an einen Baum gefesselt. In seinem Bein pochte der Schmerz und sein Kopf drohte zu zerspringen. „Nur ein Traum!" stellte er erleichtert fest.
*Wo hast du das Elbenweib hingeschickt?* wollte der Mensch wissen. Doch Elladan beschloss die Sprache der Menschen angeblich nicht zu verstehen. Er sah ihn nur hasserfüllt an und spuckte dem dreckigen Wesen ins Gesicht.
„Mögen deine fauligen Eingeweide einem Warg als Futter dienen!"sprach Elladan so ruhig er nur konnte.
Dafür bekam er einen Schlag ins Gesicht. *Ich weiß nicht was zu gesagt hast, aber du wirst jedes Mal dafür, das du in der verfluchten Elbensprache sprichst einen neuen Schmerz fühlen.*
Noch ehe Elladan reagieren konnte spürte er das heiße Eisen in seiner Schulter.
Tbc
*********************************************
HINWEIS: Wir möchten uns für dieses und nächstes Kapitel alle bei Seni bedanken.
Sie weiß warum....
Diclaimer: siehe Kap 1
Rating: R wegen etwas Sex und etwas Gewalt.. ich stimm mich gerade erst ein
Timeline: Anfang 3. Zeitalter es wird düster im Wald
Paring: Callendil/ Elladan
Haldir/Alagos...
Und als Gastpaar: Thranduil und Seni
Inspiration dieses Kapitel??? Zuviel Glorfindel gelesen!
Kapitel 20 Traum oder Alptraum
A/N: Sätze in ** in Westron...
„Thranduil bitte, du kannst sie nicht alleine im Süden lassen! Ich habe es gesehen, sie sind in großer Gefahr! Bitte schicke Soldaten."Die Gefährtin des Königs sah ihn flehend an. „Ich soll meine Männer in Gefahr bringen wegen einem dummen Mädchen und einem dummen verzogenen Fürsten Sohn?"„Thranduil, wenn Elladan etwas zustößt wird Elrond dich persönlich dafür verantwortlich machen. Das wird eure Beziehung nicht einfacher machen."
Der König seufzte. „Dieser verdammte Noldo, wir hätten uns nie mit ihm einlassen sollen!"
„Elronds Vorfahren stammen aus Doriath, genau wie wir! Nur wurde er von Noldor aufgezogen wurde? Dafür kann er nichts!"
„Er benimmt sich aber wie einer!"Thranduil schlug mit der Faust auf den Tisch.
„Du benimmst dich wie ein kleines Kind, selbst Legolas ist nicht so verbohrt wie du!"
Des Königs Augen begannen zu blitzen. „Wie sprichst du denn mit mir?"
„So wie du es verdienst!"
Wütend verließ die Elbin ihr gemeinsames Schlafgemach. Thranduil sah ihr nur wütend nach.
Eine Stunde später hörte Seni lautes Pferdegetrappel auf dem Hof. Die Leibgarde des Königs machte sich auf den Weg, voll bewaffnet. Der rothaarige Oberst führte die Einheit von 30 Elben an. Die Gefährtin des Königs atmete erleichtert auf.
Hinter ihr tauchte der König auf und küsste ihren Nacken. „Natürlich hast du Recht meine Liebe!"Seni drehte sich um und küsste Thranduil. „Ich liebe dich, mein König!"hauchte sie in sein Ohr und mit einer eleganten Bewegung nahm er sie auf seine Arme und trug sie zum Bett.
„Dafür haben wir beide eine Belohnung verdient"hauchte er und seine Augen funkelten schelmisch. „Aber Legolas wird gleich kommen!" „Nein, dafür habe ich gesorgt!" Mit einem langen innigen Kuss begannen sie einander zu beschenken.
+++
Elladan und Callendil lagen eng umschlungen auf dem weichen Waldboden ihrer Lichtung. Die Elbin hatte ihren Kopf auf seine Brust gelegt und er spielte mit ihren Zöpfen.
„Es wird langsam hell"stellte Callendil fest. „Dabei ist doch eben erst dunkel geworden!" Elladan küsste ihren Kopf. „Dieser Ort hat wohl seine eigene Zeit. Wie hast du diese Lichtung gefunden?" „Meine Mutter hat sie mir gezeigt, als ich meine Jugend erreichte, kurz nach meinem 50. Jahrestag. Sie hat sie entdeckt, als sie aus Doriath nach Eryn geflohen waren. Naneth hat mir erzählt, dass sie mich ihr von meinem adar empfangen hatte."
Elladan strich seiner Geliebten sanft über ihren nackten Rücken. „Wie romantisch"stellte er trocken fest. Callendil stieß ihn in die Rippen. Der Noldo ließ einen gespielten Schrei heraus. Die Elbin beugte sich über ihn. „Mach dich nicht lustig über mich. Es ist mir sehr ernst! Ich liebe diesen Ort!"
Elladan richtete sich ebenfalls auf. „Und ich liebe dich, wenn du so wütend aussiehst. Wenn deine Augen blitzen und deine Brauen hier oben sich zusammenziehen."Mit einem Finger fuhr er die fein geschwungenen Konturen ihrer Augenbrauen nach.
Callendil versuchte vergeblich ernst zu bleiben. Seine Augen blickten so verführerisch, dass sie sich auf die Unterlippe beißen musste. Sanft küsste er sie und die Elbin löste sich von seinen Lippen. „Nein" hauchte sie.
Elladan neigte dien Kopf zur Seite. „Nein? Du willst nicht? Was? Mich küssen? Ich soll dich nicht küssen? Nicht berühren? Nicht in Extasse bringen?"
„ELLADAN!"ihre Stimme klang verzweifelt.
„Liebste du musst mir sagen was du nicht möchtest. Ich habe geschworen dir nie etwas zu tun, dass du nicht möchtest!"
„Ich liebe dich, Noldo"hauchte sie und drückte den Elben auf den Boden. „Ich möchte alles von dem was du gesagt hast! Ich werde einfach später weiter wütend auf dich sein!"
Erneut wurden ihre Körper zu einem und nur die Vögel und zwei Pferde sahen, wie sich die beiden Elben einander hingaben, bedingungslos. Doch den Pferden war es gleich, sie grasten lieben weiter und rieben ihre Hälse aneinander.
+++
Die Sonne begann im Westen zu versinken als sich Callendil aus der Umarmung Elladans befreite. „Wir sollten zurück!" Der Elb küsste seine Liebste auf die Schulter. „Wollen wir nicht lieber die Nacht hier verbringen?" Callendil lächelte und gab ihm einen Kuss auf die Nase. „Wir werden nie zur Ruhe kommen, wenn wir nicht aufbrechen. Ich brauche dringen Schlaf! Wenn wir hier noch eine Nacht verbringen werde ich in einen tiefen Heilschlaf fallen!"
Die Elbin stand auf und lief zu ihrem Kleid, das in einiger Entfernung auf dem Boden lag. Elladan beobachtete sie dabei, wie elegant sie über den Boden schritt. Ihr nackter Körper glänzte in den letzten Sonnenstrahlen und ihr Haar schien für einen Augenblick wie flüssiger Honig.
Elladan hatte den Wunsch an ihr zu naschen, doch er versuchte sich zurück zuhalten und suchte auch seine Kleidung zusammen.
Als sich Callendil ihr Kleid überziehen wollte stand Elladan wieder hinter ihr und nahm ihren Arm. Sie schüttelte den Kopf. „Bitte, wir müssen aufbrechen. Ich könnte auch hier mein Leben verbringen, aber es hilft nichts. Ich habe eine tiefe Unruhe in mir."
Der Elb küsste erneut ihren Nacken. „Ich will dir nur deine Wunde neu verbinden. Ich bin nicht blind meine Liebe. Du hast einiges abbekommen aber nicht von mir!"
Er nahm den provisorischen Verband ab und säuberte die Wunde. Sie war bereits geschlossen, sah aber noch schlimm aus. „Du musst zu einem Heiler, die Wunde hat sich entzündet. Du musst doch Schmerzen haben. Warum hast du nichts gesagt?" „Es tut nicht weh"gab sie trotzig zurück, ließ sich aber bereitwillig einen neuen Verband mit heilenden Kräutern anlegen.
„Lass uns aufbrechen!"sagte schließlich Elladan und half der Elbin in ihr Kleid. „Wie willst du mit dem Kleid reiten?"fragte er lächelnd. „Du wirst schon sehen, wie gut das geht!" grinste sie zurück.
„Hast du nichts Bequemeres dabei?"fragte der Elb.
„Nein, hab ich nicht. Meine Uniform hat unter den Orks gelitten und das Kleid ist doch immer noch besser als nackt zu reiten!"
„Wie man's nimmt. Ich hätte jedenfalls nichts dagegen!" „Das glaub ich dir!"Callendil sprang mit Schwung auf ihre Stute und ritt durch die schmale Öffnung des Unterholzes. Elladan beeilte sich um ihr zu folgen.
Der Noldo ritt langsam neben Callendil her und konnte kaum seine Augen von ihr lassen. Um reiten zu können musste sie das Kleid bis zu ihren Oberschenkel hochschieben während ihre längere Schleppe hinter ihr wie eine Fahne wehte.
„Du solltest immer mit Kleidern reiten!"
„Elladan! Ich werde dir gleich die Augen verbinden. Halte dich zurück!"Sie musste lächeln und versuchte ihr Kleid wieder etwas herunter zu ziehen, was jedoch ein sinnloses Unterfangen war, denn schon nach kurzer Zeit hatte es sich wieder nach oben geschoben.
Ihre Pferde stoppten gleichzeitig. Die Elben zogen ihre Schwerter. „Orks?" flüsterte Callendil. „Nein, sie haben Pferde... es sind sicher diese barbarische Menschen, die hier im Süden leben sollen. Lass und versuchen ihnen auszuweichen!"
Die Beiden sahen sich um. Ein wildes Gebrüll war zu hören. Das Geschrei schien aus allen Richtungen zu kommen.
„Liebste reite vor. Ich werde die Menschen ablenken."Callendil sah den Noldo entsetzt an.
„Ich lasse dich nicht alleine mit diesen Barbaren!"
„Du musst, bitte. Sie werden mir nichts tun. Aber du bist in größter Gefahr. Bitte reite los... Du musst dich beeilen!" „Ich lass dich nicht alleine. Du kannst mich nicht dazu zwingen!"Callendil rannen Tränen herunter. „Bitte....Elladan...ich liebe dich. Ich kann dich nicht alleine lassen"
„Du wirst immer in meinem Herzen sein. Ich liebe dich meine kleine Rose!"
Noch ehe Callendil sich wehren konnte befahl Elladan der Stute los zureiten und nicht anzuhalten bis sie in Sicherheit waren. Das Pferd begann sofort davon zu spurten, ohne auf seine Reiterin zu reagieren, die verzweifelt versuchte ihre Stute zu stoppen.
Sie sah über ihre Schulter und konnte noch erkennen wie Elladan von seinem Pferd stieg und die Menschen mit seinem Schwert empfing. Er konnte keine Chance haben. Gebrüll holte sie in ihre Wirklichkeit und es gelang ihr gerade noch einem Pfeil auszuweichen und einem Menschen den Arm abzutrennen, der an ihrem nackten Bein zerrte.
Das Gebrüll wurde lauter und erneut hörte sie das Surren eines Pfeils. Sie schloss die Augen und spürte einen Augenblick später wie die kalte Pfeilspitze in ihren Arm eindrang.
„Elladan!"hauchte sie noch und erwartete den nächsten Pfeil, der sie in die Hallen Mandos bringen sollte.
+++
Elladan stieg von seinem Pferd ab und schickte es fort. Mit seinem Schwert in der Hand wartete er auf die Angreifer. Er würde sie solange aufhalten, bis er annehmen konnte, dass Callendil in Sicherheit war.
Sie kamen... und waren nicht alleine. Der Elb konnte auch einige Orks erkennen. Er schloss kurz die Augen und bat die Valar um Hilfe. Dann stürzte er sich auf die ersten beiden Menschen die auf ihn zukamen.
Im Augenwinkel sah er das weiße Kleid zwischen den Bäumen verschwinden. „Bitte Valar beschützt sie"flehte er in Gedanken, während er einem Menschen sein Schwert zwischen die Rippen rammte.
Der Noldo kämpfte tapfer und konnte einen Angriff nach dem Anderen abwehren. Mit einem großen Baum im Rücken konnte er sich verteidigen. Er hatte Glück, dass keine Bogenschütze unter seinen Angreifern war.
Doch sein Glück hielt nicht lange an. Ein Schlag traf ihn an seinem Arm und er verlor sein Schwert. Er griff sofort mit seiner linken Hand nach ihm und es gelang ihm noch einen Ork zur Stecke zu bringen. Doch dann traf ihn ein Pfeil am Oberschenkel. Sein Bein gab nach und er sackte zu Boden.
„Bitte lasst sie in Sicherheit sein!"flüsterte er und erwartete nur seinen Tod. Er spürte noch einen Schlag gegen seinen Kopf und tiefe Schwärze um gab ihn
Elladan kam langsam zu sich, ohne zu wissen wo er sich befand. Er öffnete die Augen und sah, dass er in einer Höhle war. Er stand mitten in einem großen Gewölbe, der gefüllt war von Menschen. Er sah sich um.
Auf dem Boden lag eine nackte Frau, die blutüberströmt war. In zwei Käfigen sah er eine Elbin und eine weitere Menschenfrau. An einer Wand war ein Elb angekettet, den er nicht kannte, der ihm aber bekannt vorkam. Er war schwer verletzt und ohne Bewusstsein.
Niemand nahm Notiz von Elladan. Um ihn herum war geschäftiges Treiben doch niemand beachtete den Elben.
Ein Mensch zog aus dem Käfig die Elbenfrau heraus. Elladan hielt die Luft an.
„Callendil!"schrie er schließlich. Aber sie sah so anders aus ... ihre Haare. Er hörte ihr wimmern.
„Bitte nicht meine Babys!"Doch er Mann kannte keine Gnade und rammte sein Schwert in die Elbin, noch ehe Elladan etwas unternehmen konnte. Er schrie sich sie Lunge aus dem Leib.
Ein Schwall Wasser weckte ihn. *Elb bist du endlich wach?* hörte er eine Menschenstimme in deren Sprache.
Elladan versuchte sich zu orientieren. Er war noch im Wald. Er spürte die Baumrinde an seinen Armen. Er war an einen Baum gefesselt. In seinem Bein pochte der Schmerz und sein Kopf drohte zu zerspringen. „Nur ein Traum!" stellte er erleichtert fest.
*Wo hast du das Elbenweib hingeschickt?* wollte der Mensch wissen. Doch Elladan beschloss die Sprache der Menschen angeblich nicht zu verstehen. Er sah ihn nur hasserfüllt an und spuckte dem dreckigen Wesen ins Gesicht.
„Mögen deine fauligen Eingeweide einem Warg als Futter dienen!"sprach Elladan so ruhig er nur konnte.
Dafür bekam er einen Schlag ins Gesicht. *Ich weiß nicht was zu gesagt hast, aber du wirst jedes Mal dafür, das du in der verfluchten Elbensprache sprichst einen neuen Schmerz fühlen.*
Noch ehe Elladan reagieren konnte spürte er das heiße Eisen in seiner Schulter.
Tbc
