Sehnsüchte und andere Schwierigkeiten +++ by S.E.
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HINWEIS: Ich hoffe ihr hattet schöne Ostern...
Diclaimer: siehe Kap 1
Rating: PG13
Timeline: Anfang 3. Zeitalter Ort: Eryn Lasgalen oder wie die garstigen
Menschen sagen Düsterwald
Paring: Callendil/ Elladan
Haldir/Alagos...
Warnung: Es gibt keine... es wird nur viel geredet....
Ein Dank an meine Treue Leserschaft und ein dickes Bussi an die Reviewer Es wurde uns ja nicht mehr gestattet auf Reviews zu antworten. Ich hoffe ich erhalte weiterhin eure reviews und für Notfälle gibt's ja e-mail
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Kapitel 22 Hingabe
Der Heiler hatte sich über Elladan gebeugt und versorgte seine offenen Wunden. Callendil half ihm dabei und lies den Noldo dabei nicht aus den Augen. Er sah so unendlich verzweifelt aus.
Der Heiler verband dem Zwilling die Augen nachdem er heilende Kräuter darauf gelegt hatte. Elladan sprach während der ganzen Zeit kein Wort. Der Heiler kleidete ihn mit Hilfe von Callendil wieder an.
Elladan wurde vor den Oberst auf dessen Pferd gesetzt und die Gruppe der Elben machten sich sofort auf den Rückweg, ohne das ein weiteres Wort gesprochen wurde. Callendil weinte den ganzen Weg zurück. Drei lange Tage, in denen sie vor Verzweiflung und Schmerz fast verging.
Kaum einer beachtete die Elbin während des Rückweges, denn die Sorge um den jungen Elbenfürsten, lenkte alle Gedanken auf ihn.
Als die Gruppe durch das Tor des Schlossgartens ritt kamen viele helfende Hände, die Elladan herunternahmen und ihn sofort ins Schloss brachten. Seni kam zu Callendil, die am Schluss des Zuges ritt und konnte die junge Elbin noch auffangen, als sie vom Pferd viel.
+++
Callendil öffnete die Augen und versuchte sich zu orientieren. Sie lag in einem Bett. Das irritierte sie. Sie war doch eben noch im Wald gewesen, auf dieser Lichtung...mit Elladan. Sie hatten sich geliebt, einander hingegeben. Sie spürte noch seine heiße Haut auf der ihren. Nie hätte sie gedacht, dass es so schön sein würde jemanden in sich zu spüren. Elladan zu spüren. Elladan.
Da viel ihr alles wieder ein. Sie schreckte auf und ein stechender Schmerz warf sie zurück aufs Bett. „Elladan!"flüsterte sie und sofort begannen die Tränen auf neue zu fließen.
„Schhhh. Ganz ruhig, Kleines. Es geht ihm gut....den Umständen entsprechend. Ich mach mir größere Sorgen um dich!"
Callendil sah neben sich die Gefährtin des Königs sitzen. Auf ihrem Schoß saß Legolas und spielte mit seinem Holzpferd.
„SENI! Was tust du hier?"
„Ich lebe hier. Ich achte auf unser Blättchen und verwöhne unseren König!"
„Das meine ich nicht. Was tust du hier bei mir...Eigentlich wüsste ich gerne was ICH hier mache. Wo ist hier überhaupt. Warum bin ich hier?"
„Kleines, ihr seid überfallen worden. Man hat euch zurück gebracht, ihr wurdet beide verletzt .Deine Wunde war derart entzündet, dass du eine Woche im Heilschlaf lagst. Du hast während dem ganzen Rückweg mit niemandem über deine Verletzung geredet. Der Heiler hat nur die Pfeilwunde versorgt. Dabei hattest du schlimme Schnittwunden von einer vergifteten Orkklinge. Kind warum hast du denn niemandem etwas gesagt!"
Callendil richtete sich langsam auf, während Seni den jungen Prinzen auf den Boden stellte. „Blättchen, geh bitte zu deinem Vater und gib Bescheid, dass Callendil wach ist. Tust du das für deine Nanny?" Der kleine Elbling nickte und sagte voller Stolz. „Gerne tu ich dass, ich kann nämlich schon so was. Ich bin jetzt ein großer Elb!"Die Elbin lächelte. „Ich weiß mein Kind, nun auf, auf zu Ada!"und schon war der blonde Wirbelwind verschwunden.
Callendil fuhr sich über ihren Arm und fühlte die Verbände. Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. „Wo ist Elladan ich muss zu ihm!"
„Das darfst du auch. Aber sag mir erst warum du dich nicht behandeln hast lassen."
„Seni, er will mich nicht mehr! Ich habe ihm das angetan. Ich wünschte ich wäre tot!"Ein neuer Schwall Tränen brach über sie ein.
Die Wald-Elbin nahm Callendil in ihre Arme. „Das darfst du nicht sagen, niemals. Ich weiß nicht was vorgefallen ist. Elladan spricht nicht. Aber eines weiß ich. Er liebt dich über alles. Er verzehrt sich nach dir. Aber er hat Angst. Deshalb stößt er dich fort!"
„Angst? Aber warum denn. Ich tu ihm noch nichts. Ich könnte ihm nie wehtun!"
„Er hat Angst, dass er nie wieder sehen kann. Er will niemandem zu Last fallen!"
Callendil's Hände begannen zu zittern. „Seni, sei bitte ehrlich. Wird er wieder sehen können?" „Ist dir das wichtig?"
„Aber natürlich! Wie könnte ich mir etwas anderes ersehnen. Ich liebe ihn. Ich möchte nicht, dass er leidet."
„Was wäre wenn er nicht mehr sehen könnte?"
„Was soll dann sein? Ich werde alles für ihn tun. Ich werde ihn nicht deshalb verlassen, wenn du das meinst! Seni, wie kannst du das von mir denken. Ich habe meine große Liebe erst gefunden. Ich kann und will sie nicht jetzt schon wieder verlieren. Ich könnte es nicht."
Ganz leise fügte sie hinzu: „Ich würde sterben, wenn er mich nicht an seiner Seite will! Ich habe mich an ihn gebunden!"
Seni riss ihre Augen auf. „Ihr habt was getan?"
„Bitte, er weiß es nicht. Ich war mir nie in meinem Leben sicherer. Ich liebe diesen sturen, hochnäsigen, gefühlvollen, gut aussehenden Elben so sehr, dass es weh tut!"
„Er weiß es nicht? Es hat das Recht dazu es zu wissen. Callendil, wie kannst du so etwas heimlich tun?"
„Du darfst ihm nichts sagen. Ich werde es tun, zur gegebenen Zeit. Nicht früher."Callendil holte tief Luft und stand auf. „Ich will ihn sehn, bitte!"
Die ältere Elbin küsste sie auf die Stirn und nahm ihren gesunden Arm um sie zu führen. „Er ist nicht weit, gleich nebenan. Wir haben gehofft die Nähe zueinander würde euch gut tun."
Callendil nickte. „Ich fühle seine Verzweiflung. Wird es gut werden?" fragte sie mit zittriger Stimme erneut.
„Wir haben nach Elrond geschickt. Er wird herkommen und alles tun was in seiner Macht steht. Unsere Heiler haben keine Möglichkeit gefunden ihm schnell zu helfen. Sie sind der Meinung, dass seine Augen sich selbst helfen und irgendwann wieder sehen können. Du musst jetzt stark für euch beide sein. Kind du hast kaum genug Stärke deine Wunden heilen zu lassen. Übernimm dich nicht. Geh wenn es dir zu viel wird. Du hast eine Ewigkeit Zeit um ihn zu kämpfen...denk immer daran. Du hast alle Zeit dieser Welt!"
Callendil nickte und ging durch die Tür des Nachbarzimmers. Die Vorhänge am Fenster waren zugezogen. Deshalb war das Licht sehr gedämpft. Im Bett lag der Bruchtal-Elb völlig ruhig. Seine Augen waren noch immer mit einem dicken Verband umhüllt. Die Decke war bis zum Bauchnabel heruntergezogen und Callendil konnte die vielen Wunden sehen, die nur langsam verheilten.
Für gewöhnlich müssten die Narben kaum noch zusehen sein. Doch auch Elladans Heilungskräfte schienen nicht auszureichen. An seiner Schulter war noch ein fester Verband.
Callendil konnte erahnen was ihr Geliebter durchmachen musste, ihretwegen. Ängstlich trat sie langsam uns lautlos an das Bett. Sie wollte ihn nicht wecken. Denn die ruhige, gleichmäßige Atmung ließ sie vermuten, dass er sich im Heilschlaf befand. Die Elbin setzte sich neben das Bett auf einen Stuhl.
„Verschwindet, hab ich nicht gesagt, dass ich alleine sein will."
Heiße Tränen rannen Callendil herab und hinterließen eine heiße Spur in ihrem Gesicht. Sie wagte nicht zu sprechen.
„Ich will alleine sein! Welches dieser Worte ersteht ihr nicht. Ihr verblödeten Waldelben!"
„Elladan bitte!"hauchte sie in ihrer Verzweiflung.
Der Noldo drehte sein Gesicht in die Richtung aus der die Stimme kam. „Callendil!"Er schluckte trocken.
„Geh!"
„Nein, ich werde nicht gehen. Ich werde dich nicht verlassen. Es ist mir gleich was du sagst oder tust. Ich bleibe."
„Was willst du von mir? Ich brauche dein Mitleid nicht. Ich ertrag es nicht. Verschwinde."
„Ich werde nicht verschwinden. Ich liebe dich Elladan, Elbenlord aus Bruchtal!"
„Was willst du von mir? Ich will dich nicht."
Der Elb machte eine kurze Pause und fuhr dann mit fester Stimme fort. „Ich hab dich nie gewollt. Ich wollte dich nur nehmen, meinen Spaß haben und dann gehen. Dich mit meinem Samen markieren und dich dann wegschicken. Du bist doch nur eine weitere Nummer im Spiel gegen meinen Bruder. Ich will dich nicht. Verschwinde endlich Hure aus Lorien, geh und treibs mit deinem Bruder!"
Das war zu viel für die junge Elbin. Sie stand auf, rannte aus dem Zimmer und solange bis sie eine Tür nach draußen fand.
Die Sonne schien ihr gnadenlos ins Gesicht und ihr Magen verkrampfte sich. Sie musste sich übergeben.
Nachdem ihr Magen nichts mehr hergab stolperte sie einfach weiter, ohne auf den Weg zu achten ... immer weiter. Bis sie über eine Wurzel stolperte und hinfiel, direkt in den Dreck und das feuchte Moos des Waldbodens. Sie blieb einfach liegen und flehte die Valar an sie zu sich zu nehmen.
+++
Seni kam zurück in den Krankenflügel, als sie die offene Tür von Elladan's Zimmer sah. Sie ging hinein und sah Elladan auf der Seite liegen. Seine Schultern zuckten und er wimmerte.
Die Elbin kniete sich vor ihn. „Was ist geschehen! Sag es mir Elladan bitte!"
„Ich hab es getan. Ich bin sie los!"schluchzte er.
„Was hast du getan?"fragte Seni entsetzt
„Ich habe sie fortgejagt. Jetzt werde ich ihr nicht mehr zur Last fallen!"
„OH Elladan, was hast du getan? Weißt du nicht, dass sie alles für dich aufgibt! Warum willst du nicht, dass sie bei dir ist?"
„Sie..ich...ich möchte ihr Mitleid nicht!"
„Sie will dir kein Mitleid schenken, sondern ihre Liebe. Elladan sie liebt dich bedingungslos. Was hast du ihr gesagt?"
„Sie soll aus meinem Leben verschwinden und das meine ich auch so. Ich brauche weder Mitleid noch als Mitleid getarnte Liebe! Ich will endlich alleine sein. Verschwinde jetzt endlich. Das gilt auch für dich... Geh und treibs mit deinem König."
„Ach mein Kind. Bei mir funktionieren keine Beleidigungen. Du wirst dich an mir die Zähne ausbeißen. Aber ich werde erst einmal nach Callendil sehen. Nur für den Fall das du es vergessen hast, obwohl ich es dir jeden Tag gesagt habe. Sie ist verletzt, es ist keine kleinen Kratzer die sie davon getragen hat. In ihr fließt noch immer Orkgift. Sie ist zurzeit alles andere als Stark. Sie war eine Woche im Heilschlaf ohne dass nennenswerte Heilungen eingetreten wären. Versuche wenigstens aus deinem Selbstmitleid herauszukommen und dich wie ein vernünftiger, erwachsener Elb zu benehmen."
+++
Die Gefährtin des Königs machte sich sofort auf die Suche nach Callendil. Sie fand sie recht schnell in einem der hinteren Gärten des Schloss. Sie lag bewusstlos unter einem Baum.
Seni war entsetzt wie blass das Mädchen war. Das letzte Mal als sie in diesem Zustand war, war als die Sache mit Alagos passierte. Die Waldelbin machte sich große Vorwürfe. „Warum immer hier bei uns. Sie wird sicher nie wieder herkommen!"
Die Elbin lies die Bewusstlose zurück in ihr Krankenzimmer bringen, wo bereits ein Heiler wartete.
+++
Callendil lag bereits drei Tage in ihrem Bett ohne zu Bewusstsein zu kommen. Seni versuchte alles sie aus dem tiefen Tal der Finsternis zu befreien. Die Heiler waren sich sicher, dass es sich um einen tiefen Heilschlaf handelte, doch die Elbin war sich sicher, dass dem nicht so war.
Auch wenn die Wunden langsam heilten, das Orkblut aus ihrem Körper verschwand, wollte sie nicht zurück in die Realität ihres Lebens.
+++
Elrond war eingetroffen und saß am Bett seines Sohnes und schüttelte den Kopf. „Elladan, du musst es auch wollen. Ich kann ein noch so fähiger Heiler sein. Wenn mein Patient nicht will, kann er nicht gesunden. Warum glaubst du mir nicht, dass es nur vorübergehend ist, deine Blindheit. Du sagst selbst, du siehst helle Lichtblitze."
„Warum lässt du mich nicht einfach in Ruhe?"Elladan stand auf und tastete sich durch den Raum. Er wollte zum Fenster, stieß dabei die Waschschüssel um, die im Weg stand, fiel auf die Knie und begann hemmungslos zu Weinen.
Die Augen waren nicht mehr verbunden und erste Tropfen seiner Tränen berührten den Boden.
Elrond kniete sich vor seinen Sohn und nahm ihn in seine Arme. „Warum vertraust du dir nicht? Warum bestrafst du dich selbst? Was ist los mein Sohn?"
„Ich habe ... ich war... so dumm!"schluchzte der junge Elb.
„Jetzt wird es gut, glaube mir. Habe etwas Geduld und du wirst wieder völlig Gesund!"
Elladan ließ sich von seinem Vater an das Fester führen. Die Sonne auf seinem Gesicht tat ihm gut. Er hielt die Augen geschlossen, damit er wenigstens das Gefühl hatte das alles gut werden würde.
„Vater lässt du mich etwas alleine? Ich muss nachdenken!"
Elrond hielt ihn kurz an der Schulter fest. „Ich werde später wieder hereinsehen!"
Beim hinausgehen nickte der Elbenlord Seni zu, die gerade aus Callendils Krankenzimmer kam.
„Wie geht es der Galadhrim?"fragte der Elrond und Seni verengte ihre Augen ein kleinwenig. „Callendil ist noch immer nicht bei Bewusstsein. Seit zwei Wochen liegt sie nur so da. Sie hat die Augen nun schon fast eine Wochen wieder geöffnet. Elrond, das ist keine Heilschlaf!"
„Das Kind sollte doch froh sein, dass sie gerettet wurde. Warum stellt sie sich so an? Mein Sohn hat für sie sein Leben aufs Spiel gesetzt und sie ist so undankbar, ihn mit seiner Verwundung alleine zu lassen. Galadhrim!"
Er wand sich um und ließ eine sichtlich wütende Waldelbin zurück. „Was bildet sich dieser arrogante Halbelb überhaupt ein. Nur weil er diesen dämlichen Ring hat....."
Vor sich herschimpfend ging die Elbin an Elladan's Zimmer vorbei uns sah ihn am Fenster sitzen. Er weinte.
Die Gefährtin des Königs klopfte an den Türrahmen. „Darf ich kurz mit dir sprechen Elladan?"
Er nickte unmerklich.
„Dein Vater ist nicht gerade die Feinfühligkeit in Person nicht wahr?"Er schüttelte den Kopf, unfähig etwas zu sagen.
„Du glaubst jetzt, dass du wieder sehen wirst?"Wieder ein nicken. „Du weißt, dass du es wollen musst!"
„Ja!"kam die raue Stimme des Elben.
„Was ist mit Callendil?"
Ein neuer Schwall Tränen verließen die noch immer geschlossenen Augen des Elben. „Du liebst sie doch, nicht wahr?"Das obligatorische Nicken.
„Willst du ihr nicht helfen? Willst du sie nicht wieder zurück haben? Sie liegt neben an und stirbt! Du hast ihr Herz gebrochen. Sie schwindet!"
Jetzt riss Elladan seine Augen auf. Tausend Blitze durchstachen seinen Kopf und auch nach dem er die Augen wieder geschlossen hatte hörten die Blitze nicht auf.
„Sie schwindet? Meinetwegen? Ich bin ein nutzloses Stück Fleisch, warum sollte sie mich haben wollen?"
„Weil sie dich liebt, du Dummkopf. Warum bekommst du das nicht in deinen verzogenen Schädel! Sie würde dich lieben, selbst wenn du bewegungslos liegen würdest, in einem Bett, ohne Aussicht auf Besserung. Das ist Liebe! Nicht die Extase die man beim Sex hat, das ist nur schön! Liebe ist so viel mehr und hält so viel länger!"
„NANA!"hörten sie Legolas durch die Flure schreien.
„Ich muss zu unserem Prinzen. Denk darüber nach Elladan, Fürst aus Bruchtal."
Sie ließ den verstörten Elben alleine zurück.
+++
Elladan saß noch eine zeitlang am Fenster und grübelte. Sein Kopf schmerzte schon, vom vielen Nachdenken. Schließlich stand er auf und tastete sich langsam durch das Zimmer. Er fand die Türe, die noch immer offen stand. „Man traut dir nicht!"dachte er sich und trat in den Flur.
Es schien niemand in der nähe zu sein, so taste er sich an der Wand entlang bis er die nächste Tür erreichte. Er wusste genau wohin er musste.
Leise trat er in das fremde Zimmer. Kein Geräusch war zu hören, außer der flache Atem, den Elladan hören konnte. Es war nicht sein Atem. Langsam tastete er sich vor. Stolperte mehrmals über Stühle und Tische, die im Weg standen, doch schließlich fühlte er das Bett.
Den weichen Stoff der Decke. Eine Hand, die auf der Decke lag. Er nahm sie. Wie kalt und zerbrechlich sie sich anfühlte.
„Was hab ich dir nur angetan. Ich habe doch geschworen dir nie wehzutun."
Langsam kniete er sich vor sie, sodass er ihren Kopf berühren konnte.
Sanft strich er über ihre eingefallenen Wangen.
„Callendil. Ich liebe dich! Bitte verzeih mir. Ich war dumm! Ich werde dich ewig lieben. Die Valar sollen meine Zeugen sein."
Seine Tränen benetzten ihr Gesicht. „Ich gebe dir mein Herz, meine Liebe. Ich gehe hiermit mit dir den Bund ein, für alle Ewigkeiten bin ich dein, solange du mich nur willst!"
Sanft küsste er ihre Wange, die er zuvor ertastet hatte, danach ihre kalten Lippen.
„Bitte Callendil komm zurück zu mir. Verlass mich nicht!"
Er konnte nicht sehen, wie zwei Augen klar wurden und ihn ansahen.
„Elladan?"
TBC
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HINWEIS: Ich hoffe ihr hattet schöne Ostern...
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Rating: PG13
Timeline: Anfang 3. Zeitalter Ort: Eryn Lasgalen oder wie die garstigen
Menschen sagen Düsterwald
Paring: Callendil/ Elladan
Haldir/Alagos...
Warnung: Es gibt keine... es wird nur viel geredet....
Ein Dank an meine Treue Leserschaft und ein dickes Bussi an die Reviewer Es wurde uns ja nicht mehr gestattet auf Reviews zu antworten. Ich hoffe ich erhalte weiterhin eure reviews und für Notfälle gibt's ja e-mail
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Kapitel 22 Hingabe
Der Heiler hatte sich über Elladan gebeugt und versorgte seine offenen Wunden. Callendil half ihm dabei und lies den Noldo dabei nicht aus den Augen. Er sah so unendlich verzweifelt aus.
Der Heiler verband dem Zwilling die Augen nachdem er heilende Kräuter darauf gelegt hatte. Elladan sprach während der ganzen Zeit kein Wort. Der Heiler kleidete ihn mit Hilfe von Callendil wieder an.
Elladan wurde vor den Oberst auf dessen Pferd gesetzt und die Gruppe der Elben machten sich sofort auf den Rückweg, ohne das ein weiteres Wort gesprochen wurde. Callendil weinte den ganzen Weg zurück. Drei lange Tage, in denen sie vor Verzweiflung und Schmerz fast verging.
Kaum einer beachtete die Elbin während des Rückweges, denn die Sorge um den jungen Elbenfürsten, lenkte alle Gedanken auf ihn.
Als die Gruppe durch das Tor des Schlossgartens ritt kamen viele helfende Hände, die Elladan herunternahmen und ihn sofort ins Schloss brachten. Seni kam zu Callendil, die am Schluss des Zuges ritt und konnte die junge Elbin noch auffangen, als sie vom Pferd viel.
+++
Callendil öffnete die Augen und versuchte sich zu orientieren. Sie lag in einem Bett. Das irritierte sie. Sie war doch eben noch im Wald gewesen, auf dieser Lichtung...mit Elladan. Sie hatten sich geliebt, einander hingegeben. Sie spürte noch seine heiße Haut auf der ihren. Nie hätte sie gedacht, dass es so schön sein würde jemanden in sich zu spüren. Elladan zu spüren. Elladan.
Da viel ihr alles wieder ein. Sie schreckte auf und ein stechender Schmerz warf sie zurück aufs Bett. „Elladan!"flüsterte sie und sofort begannen die Tränen auf neue zu fließen.
„Schhhh. Ganz ruhig, Kleines. Es geht ihm gut....den Umständen entsprechend. Ich mach mir größere Sorgen um dich!"
Callendil sah neben sich die Gefährtin des Königs sitzen. Auf ihrem Schoß saß Legolas und spielte mit seinem Holzpferd.
„SENI! Was tust du hier?"
„Ich lebe hier. Ich achte auf unser Blättchen und verwöhne unseren König!"
„Das meine ich nicht. Was tust du hier bei mir...Eigentlich wüsste ich gerne was ICH hier mache. Wo ist hier überhaupt. Warum bin ich hier?"
„Kleines, ihr seid überfallen worden. Man hat euch zurück gebracht, ihr wurdet beide verletzt .Deine Wunde war derart entzündet, dass du eine Woche im Heilschlaf lagst. Du hast während dem ganzen Rückweg mit niemandem über deine Verletzung geredet. Der Heiler hat nur die Pfeilwunde versorgt. Dabei hattest du schlimme Schnittwunden von einer vergifteten Orkklinge. Kind warum hast du denn niemandem etwas gesagt!"
Callendil richtete sich langsam auf, während Seni den jungen Prinzen auf den Boden stellte. „Blättchen, geh bitte zu deinem Vater und gib Bescheid, dass Callendil wach ist. Tust du das für deine Nanny?" Der kleine Elbling nickte und sagte voller Stolz. „Gerne tu ich dass, ich kann nämlich schon so was. Ich bin jetzt ein großer Elb!"Die Elbin lächelte. „Ich weiß mein Kind, nun auf, auf zu Ada!"und schon war der blonde Wirbelwind verschwunden.
Callendil fuhr sich über ihren Arm und fühlte die Verbände. Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. „Wo ist Elladan ich muss zu ihm!"
„Das darfst du auch. Aber sag mir erst warum du dich nicht behandeln hast lassen."
„Seni, er will mich nicht mehr! Ich habe ihm das angetan. Ich wünschte ich wäre tot!"Ein neuer Schwall Tränen brach über sie ein.
Die Wald-Elbin nahm Callendil in ihre Arme. „Das darfst du nicht sagen, niemals. Ich weiß nicht was vorgefallen ist. Elladan spricht nicht. Aber eines weiß ich. Er liebt dich über alles. Er verzehrt sich nach dir. Aber er hat Angst. Deshalb stößt er dich fort!"
„Angst? Aber warum denn. Ich tu ihm noch nichts. Ich könnte ihm nie wehtun!"
„Er hat Angst, dass er nie wieder sehen kann. Er will niemandem zu Last fallen!"
Callendil's Hände begannen zu zittern. „Seni, sei bitte ehrlich. Wird er wieder sehen können?" „Ist dir das wichtig?"
„Aber natürlich! Wie könnte ich mir etwas anderes ersehnen. Ich liebe ihn. Ich möchte nicht, dass er leidet."
„Was wäre wenn er nicht mehr sehen könnte?"
„Was soll dann sein? Ich werde alles für ihn tun. Ich werde ihn nicht deshalb verlassen, wenn du das meinst! Seni, wie kannst du das von mir denken. Ich habe meine große Liebe erst gefunden. Ich kann und will sie nicht jetzt schon wieder verlieren. Ich könnte es nicht."
Ganz leise fügte sie hinzu: „Ich würde sterben, wenn er mich nicht an seiner Seite will! Ich habe mich an ihn gebunden!"
Seni riss ihre Augen auf. „Ihr habt was getan?"
„Bitte, er weiß es nicht. Ich war mir nie in meinem Leben sicherer. Ich liebe diesen sturen, hochnäsigen, gefühlvollen, gut aussehenden Elben so sehr, dass es weh tut!"
„Er weiß es nicht? Es hat das Recht dazu es zu wissen. Callendil, wie kannst du so etwas heimlich tun?"
„Du darfst ihm nichts sagen. Ich werde es tun, zur gegebenen Zeit. Nicht früher."Callendil holte tief Luft und stand auf. „Ich will ihn sehn, bitte!"
Die ältere Elbin küsste sie auf die Stirn und nahm ihren gesunden Arm um sie zu führen. „Er ist nicht weit, gleich nebenan. Wir haben gehofft die Nähe zueinander würde euch gut tun."
Callendil nickte. „Ich fühle seine Verzweiflung. Wird es gut werden?" fragte sie mit zittriger Stimme erneut.
„Wir haben nach Elrond geschickt. Er wird herkommen und alles tun was in seiner Macht steht. Unsere Heiler haben keine Möglichkeit gefunden ihm schnell zu helfen. Sie sind der Meinung, dass seine Augen sich selbst helfen und irgendwann wieder sehen können. Du musst jetzt stark für euch beide sein. Kind du hast kaum genug Stärke deine Wunden heilen zu lassen. Übernimm dich nicht. Geh wenn es dir zu viel wird. Du hast eine Ewigkeit Zeit um ihn zu kämpfen...denk immer daran. Du hast alle Zeit dieser Welt!"
Callendil nickte und ging durch die Tür des Nachbarzimmers. Die Vorhänge am Fenster waren zugezogen. Deshalb war das Licht sehr gedämpft. Im Bett lag der Bruchtal-Elb völlig ruhig. Seine Augen waren noch immer mit einem dicken Verband umhüllt. Die Decke war bis zum Bauchnabel heruntergezogen und Callendil konnte die vielen Wunden sehen, die nur langsam verheilten.
Für gewöhnlich müssten die Narben kaum noch zusehen sein. Doch auch Elladans Heilungskräfte schienen nicht auszureichen. An seiner Schulter war noch ein fester Verband.
Callendil konnte erahnen was ihr Geliebter durchmachen musste, ihretwegen. Ängstlich trat sie langsam uns lautlos an das Bett. Sie wollte ihn nicht wecken. Denn die ruhige, gleichmäßige Atmung ließ sie vermuten, dass er sich im Heilschlaf befand. Die Elbin setzte sich neben das Bett auf einen Stuhl.
„Verschwindet, hab ich nicht gesagt, dass ich alleine sein will."
Heiße Tränen rannen Callendil herab und hinterließen eine heiße Spur in ihrem Gesicht. Sie wagte nicht zu sprechen.
„Ich will alleine sein! Welches dieser Worte ersteht ihr nicht. Ihr verblödeten Waldelben!"
„Elladan bitte!"hauchte sie in ihrer Verzweiflung.
Der Noldo drehte sein Gesicht in die Richtung aus der die Stimme kam. „Callendil!"Er schluckte trocken.
„Geh!"
„Nein, ich werde nicht gehen. Ich werde dich nicht verlassen. Es ist mir gleich was du sagst oder tust. Ich bleibe."
„Was willst du von mir? Ich brauche dein Mitleid nicht. Ich ertrag es nicht. Verschwinde."
„Ich werde nicht verschwinden. Ich liebe dich Elladan, Elbenlord aus Bruchtal!"
„Was willst du von mir? Ich will dich nicht."
Der Elb machte eine kurze Pause und fuhr dann mit fester Stimme fort. „Ich hab dich nie gewollt. Ich wollte dich nur nehmen, meinen Spaß haben und dann gehen. Dich mit meinem Samen markieren und dich dann wegschicken. Du bist doch nur eine weitere Nummer im Spiel gegen meinen Bruder. Ich will dich nicht. Verschwinde endlich Hure aus Lorien, geh und treibs mit deinem Bruder!"
Das war zu viel für die junge Elbin. Sie stand auf, rannte aus dem Zimmer und solange bis sie eine Tür nach draußen fand.
Die Sonne schien ihr gnadenlos ins Gesicht und ihr Magen verkrampfte sich. Sie musste sich übergeben.
Nachdem ihr Magen nichts mehr hergab stolperte sie einfach weiter, ohne auf den Weg zu achten ... immer weiter. Bis sie über eine Wurzel stolperte und hinfiel, direkt in den Dreck und das feuchte Moos des Waldbodens. Sie blieb einfach liegen und flehte die Valar an sie zu sich zu nehmen.
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Seni kam zurück in den Krankenflügel, als sie die offene Tür von Elladan's Zimmer sah. Sie ging hinein und sah Elladan auf der Seite liegen. Seine Schultern zuckten und er wimmerte.
Die Elbin kniete sich vor ihn. „Was ist geschehen! Sag es mir Elladan bitte!"
„Ich hab es getan. Ich bin sie los!"schluchzte er.
„Was hast du getan?"fragte Seni entsetzt
„Ich habe sie fortgejagt. Jetzt werde ich ihr nicht mehr zur Last fallen!"
„OH Elladan, was hast du getan? Weißt du nicht, dass sie alles für dich aufgibt! Warum willst du nicht, dass sie bei dir ist?"
„Sie..ich...ich möchte ihr Mitleid nicht!"
„Sie will dir kein Mitleid schenken, sondern ihre Liebe. Elladan sie liebt dich bedingungslos. Was hast du ihr gesagt?"
„Sie soll aus meinem Leben verschwinden und das meine ich auch so. Ich brauche weder Mitleid noch als Mitleid getarnte Liebe! Ich will endlich alleine sein. Verschwinde jetzt endlich. Das gilt auch für dich... Geh und treibs mit deinem König."
„Ach mein Kind. Bei mir funktionieren keine Beleidigungen. Du wirst dich an mir die Zähne ausbeißen. Aber ich werde erst einmal nach Callendil sehen. Nur für den Fall das du es vergessen hast, obwohl ich es dir jeden Tag gesagt habe. Sie ist verletzt, es ist keine kleinen Kratzer die sie davon getragen hat. In ihr fließt noch immer Orkgift. Sie ist zurzeit alles andere als Stark. Sie war eine Woche im Heilschlaf ohne dass nennenswerte Heilungen eingetreten wären. Versuche wenigstens aus deinem Selbstmitleid herauszukommen und dich wie ein vernünftiger, erwachsener Elb zu benehmen."
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Die Gefährtin des Königs machte sich sofort auf die Suche nach Callendil. Sie fand sie recht schnell in einem der hinteren Gärten des Schloss. Sie lag bewusstlos unter einem Baum.
Seni war entsetzt wie blass das Mädchen war. Das letzte Mal als sie in diesem Zustand war, war als die Sache mit Alagos passierte. Die Waldelbin machte sich große Vorwürfe. „Warum immer hier bei uns. Sie wird sicher nie wieder herkommen!"
Die Elbin lies die Bewusstlose zurück in ihr Krankenzimmer bringen, wo bereits ein Heiler wartete.
+++
Callendil lag bereits drei Tage in ihrem Bett ohne zu Bewusstsein zu kommen. Seni versuchte alles sie aus dem tiefen Tal der Finsternis zu befreien. Die Heiler waren sich sicher, dass es sich um einen tiefen Heilschlaf handelte, doch die Elbin war sich sicher, dass dem nicht so war.
Auch wenn die Wunden langsam heilten, das Orkblut aus ihrem Körper verschwand, wollte sie nicht zurück in die Realität ihres Lebens.
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Elrond war eingetroffen und saß am Bett seines Sohnes und schüttelte den Kopf. „Elladan, du musst es auch wollen. Ich kann ein noch so fähiger Heiler sein. Wenn mein Patient nicht will, kann er nicht gesunden. Warum glaubst du mir nicht, dass es nur vorübergehend ist, deine Blindheit. Du sagst selbst, du siehst helle Lichtblitze."
„Warum lässt du mich nicht einfach in Ruhe?"Elladan stand auf und tastete sich durch den Raum. Er wollte zum Fenster, stieß dabei die Waschschüssel um, die im Weg stand, fiel auf die Knie und begann hemmungslos zu Weinen.
Die Augen waren nicht mehr verbunden und erste Tropfen seiner Tränen berührten den Boden.
Elrond kniete sich vor seinen Sohn und nahm ihn in seine Arme. „Warum vertraust du dir nicht? Warum bestrafst du dich selbst? Was ist los mein Sohn?"
„Ich habe ... ich war... so dumm!"schluchzte der junge Elb.
„Jetzt wird es gut, glaube mir. Habe etwas Geduld und du wirst wieder völlig Gesund!"
Elladan ließ sich von seinem Vater an das Fester führen. Die Sonne auf seinem Gesicht tat ihm gut. Er hielt die Augen geschlossen, damit er wenigstens das Gefühl hatte das alles gut werden würde.
„Vater lässt du mich etwas alleine? Ich muss nachdenken!"
Elrond hielt ihn kurz an der Schulter fest. „Ich werde später wieder hereinsehen!"
Beim hinausgehen nickte der Elbenlord Seni zu, die gerade aus Callendils Krankenzimmer kam.
„Wie geht es der Galadhrim?"fragte der Elrond und Seni verengte ihre Augen ein kleinwenig. „Callendil ist noch immer nicht bei Bewusstsein. Seit zwei Wochen liegt sie nur so da. Sie hat die Augen nun schon fast eine Wochen wieder geöffnet. Elrond, das ist keine Heilschlaf!"
„Das Kind sollte doch froh sein, dass sie gerettet wurde. Warum stellt sie sich so an? Mein Sohn hat für sie sein Leben aufs Spiel gesetzt und sie ist so undankbar, ihn mit seiner Verwundung alleine zu lassen. Galadhrim!"
Er wand sich um und ließ eine sichtlich wütende Waldelbin zurück. „Was bildet sich dieser arrogante Halbelb überhaupt ein. Nur weil er diesen dämlichen Ring hat....."
Vor sich herschimpfend ging die Elbin an Elladan's Zimmer vorbei uns sah ihn am Fenster sitzen. Er weinte.
Die Gefährtin des Königs klopfte an den Türrahmen. „Darf ich kurz mit dir sprechen Elladan?"
Er nickte unmerklich.
„Dein Vater ist nicht gerade die Feinfühligkeit in Person nicht wahr?"Er schüttelte den Kopf, unfähig etwas zu sagen.
„Du glaubst jetzt, dass du wieder sehen wirst?"Wieder ein nicken. „Du weißt, dass du es wollen musst!"
„Ja!"kam die raue Stimme des Elben.
„Was ist mit Callendil?"
Ein neuer Schwall Tränen verließen die noch immer geschlossenen Augen des Elben. „Du liebst sie doch, nicht wahr?"Das obligatorische Nicken.
„Willst du ihr nicht helfen? Willst du sie nicht wieder zurück haben? Sie liegt neben an und stirbt! Du hast ihr Herz gebrochen. Sie schwindet!"
Jetzt riss Elladan seine Augen auf. Tausend Blitze durchstachen seinen Kopf und auch nach dem er die Augen wieder geschlossen hatte hörten die Blitze nicht auf.
„Sie schwindet? Meinetwegen? Ich bin ein nutzloses Stück Fleisch, warum sollte sie mich haben wollen?"
„Weil sie dich liebt, du Dummkopf. Warum bekommst du das nicht in deinen verzogenen Schädel! Sie würde dich lieben, selbst wenn du bewegungslos liegen würdest, in einem Bett, ohne Aussicht auf Besserung. Das ist Liebe! Nicht die Extase die man beim Sex hat, das ist nur schön! Liebe ist so viel mehr und hält so viel länger!"
„NANA!"hörten sie Legolas durch die Flure schreien.
„Ich muss zu unserem Prinzen. Denk darüber nach Elladan, Fürst aus Bruchtal."
Sie ließ den verstörten Elben alleine zurück.
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Elladan saß noch eine zeitlang am Fenster und grübelte. Sein Kopf schmerzte schon, vom vielen Nachdenken. Schließlich stand er auf und tastete sich langsam durch das Zimmer. Er fand die Türe, die noch immer offen stand. „Man traut dir nicht!"dachte er sich und trat in den Flur.
Es schien niemand in der nähe zu sein, so taste er sich an der Wand entlang bis er die nächste Tür erreichte. Er wusste genau wohin er musste.
Leise trat er in das fremde Zimmer. Kein Geräusch war zu hören, außer der flache Atem, den Elladan hören konnte. Es war nicht sein Atem. Langsam tastete er sich vor. Stolperte mehrmals über Stühle und Tische, die im Weg standen, doch schließlich fühlte er das Bett.
Den weichen Stoff der Decke. Eine Hand, die auf der Decke lag. Er nahm sie. Wie kalt und zerbrechlich sie sich anfühlte.
„Was hab ich dir nur angetan. Ich habe doch geschworen dir nie wehzutun."
Langsam kniete er sich vor sie, sodass er ihren Kopf berühren konnte.
Sanft strich er über ihre eingefallenen Wangen.
„Callendil. Ich liebe dich! Bitte verzeih mir. Ich war dumm! Ich werde dich ewig lieben. Die Valar sollen meine Zeugen sein."
Seine Tränen benetzten ihr Gesicht. „Ich gebe dir mein Herz, meine Liebe. Ich gehe hiermit mit dir den Bund ein, für alle Ewigkeiten bin ich dein, solange du mich nur willst!"
Sanft küsste er ihre Wange, die er zuvor ertastet hatte, danach ihre kalten Lippen.
„Bitte Callendil komm zurück zu mir. Verlass mich nicht!"
Er konnte nicht sehen, wie zwei Augen klar wurden und ihn ansahen.
„Elladan?"
TBC
