Sehnsüchte und andere Schwierigkeiten by S.E.
HINWEIS: vielleicht etwas traurig
Diclaimer: siehe Kap 1
Rating: PG 13 nur angedeuteter Sex
Timeline: 1050 III – 1500 III (ca Angaben) Ort: Eryn Lasgalen und Lothlorien
Paring: Callendil/ Elladan
Haldir Wittwer
Danke an alle Reviewer und ein dickes Bussi
Lion: Sorry…noch keine Lösung in Sicht
Seni: Du hast wirklich alles versucht…aber…na ja du wirst lesen müssen. Kümmere dich erst mal um deine Mädchen
Eirien: Für den großen Bruder opfere ich ALLES! Er ist zu wichtig!
So jetzt wünsch ich euch viel Spaß oder so..
Irgendwie hab ich das Gefühl, dass das Timing der beiden völlig daneben ist!
Kapitel 27
Getrennte Wege
Callendil saß auf der Bank des Pavillons im Garten des Palastes. Sie bemerkte nicht, das geschäftige Treiben um sich herum. Sie hatte ihre Beine auf die Bank gestellt und die Knie fest an ihren Körper gezogen. Ihr Blick war in die Unendlichkeit gerichtet. Callendil hat ihre Liebe gegen das Leben ihres Bruders eingetauscht. Wie sollte sie jetzt damit leben? „Du hast 300 Jahre ohne Liebe gelebt. Du kannst es auch die nächsten 1000 Jahre" redete sie sich ein.
Die Elbin schloss die Augen, doch sie sah sofort Elladans entsetztes Gesicht und riss die Lider wieder auf. Sie zog ihren Umhang fester um sich. Es war kalt, sie fror. Sie konnte spüren wie sie zu schwinden begann. Elladan! Jede Faser ihres Körpers schrie nach ihm. Tränen flossen ohne unterlass aus ihren rot unterlaufenen Augen.
Seni setze sich neben die Galadhrim, ohne dass sie es bemerkte. Erst als sie Callendil in den Arm nahm, sah diese auf. „Seni! Ich möchte sterben!" Die ältere Elbin sah sie entsetzt an. „Alagos Tod war doch nicht deine Schuld. Was sagst du da?" Callendil ließ sich in die Arme Senis sinken und schluchzte nur noch. Die Tarwarwaith sah sich um, irgendetwas stimmte hier ganz und gar nicht. „Wo ist Elladan?"
Abrupt setze sich Callendil auf. „Ich weiß es nicht, er hat mich verlassen und er hat allen Grund dafür!" „Ich verstehe nicht? Warum, was ist geschehen?"
„Haldir, er war so verzweifelt! Ich musste ihm doch helfen. Er ist doch mein Bruder! Ich glaube er wusste nicht einmal was er tat!" „Was habt ihr getan?" Seni's Blick wurde immer besorgter. „Er...er...wir…haben miteinander…wir sind…wir haben uns vereinigt!"
Seni sog scharf die Luft ein und schloss kurz die Augen ‚Warum immer in Eryn?' dachte sie sich. „Elladan hat uns beobachtet!" sagte Callendil schließlich. „Oh nein!" stöhnte Seni, mehr konnte sie nicht sagen. „Er hat mich verlassen und er hat Recht, vollkommen Recht. Ich habe ihn betrogen!" „Wo ist er?" „Ich weiß es nicht, ich habe ihn nicht mehr gesehen." „Wo ist dein Bruder?" „Er schläft. Er ist sofort eingeschlafen. Ich bin aufgestanden und hier her gegangen."
Seni musste mit dem Elben reden, doch sie konnte Callendil in diesem Zustand nicht alleine lassen. „Ich bring dich zu Legolas. Er soll bei dir bleiben!"
Callendil ließ sich in das Zimmer von Legolas bringen. Es war ihr gleich wo sie sich aufhielt.
Doch als sie das Zimmer des Prinzen betrat erstarrte sie. „Elladan!" flüsterte sie, drehte sich um und rannte davon. Sie konnte seinen Anblick nicht ertragen.
„Legolas bitte!" „Ja naneth, ich werde zu ihr gehen und sie nicht alleine lassen. Ich verstehe!"
Elladan sah Legolas nach und blickte dann zu Boden. Seni setzte sich auf den freigewordenen Platz. „Es tut mir leid Elladan!" Jetzt sah der Noldo auf. „Warum sollte es dir Leid tun. Es sind nicht deine Kinder! Seni, warum hat sie mir das angetan? Warum haben sie das getan? Alagos war noch nicht einmal in den Hallen angekommen, da treiben es die zwei wieder miteinander!" Verzweiflung und Wut lag in seiner Stimme.
„Elladan, es war bestimmt nicht so wie du denkst. Ich glaube es war eine Art Verzweiflungstat. Sie lieb dich. Callendil will dich nicht verlieren!"
Elladan stand auf. „Das hat sie bereits!"
„Elladan! Warum lässt du sie nicht sprechen. Ihr könnt doch nicht wegen eines kleinen Fehlers euer Leben wegwerfen!" jetzt klang Seni's Stimme verzweifelt.
„NANA, NANA!" hörten sie eine Kinderstimme. Ein kleines Elbenmädchen kam ins Zimmer. „Nana, da bist du ja. Ada will mit dir reden!" „Ja Thenithil, Schatz. Ich komme gleich. Wo ist deine Schwester?" „Die ist natürlich bei ihrem Pferd wo sonst!"
Seni stand auf. „Elladan, es tut mir leid ich muss gehen. Bitte mach nichts Unüberlegtes. Ihr liebt einander, das spüre ich. Du bist jetzt wütend, das verstehe ich. Warte einige Zeit und entscheide dann!"
Der Noldo Zwilling nickte. „Ich werde nichts übereilen. Ich sitze hier sowieso fest. Der König lässt niemanden hinaus aus dem Bereich der Höhlen.
……..
Am Nachmittag nahm sich Seni die Zeit um Haldir aufzusuchen. Er saß vor seinem Fenster und sah hinaus in den Park. Leise schloss die Elbin die Tür und setzte sich neben ihn.
Haldir reagierte nicht auf den Besuch sondern sah weiterhin zu dem Pavillon hinunter in dem noch immer seine Schwester kauerte.
„Ich habe ihr ganzes Leben verpfuscht!" Seine Stimme klang kratzig. „Was hab ich nur getan?" „Du erinnerst dich nicht?"
Haldir schüttelte den Kopf. „Woher weißt du, dass sie deinetwegen leidet?"
„Elladan war bei mir!" „Und? Möchtest du mit mir darüber reden?" Erst jetzt sah Haldir zu der Waldelbin. „Ich habe mit ihr vereinigt! Ich kann mich nicht erinnern, wirklich. Callendil würde es niemals freiwillig tun. Sie liebt Elladan so sehr. Ich musste sie also gezwungen haben. Wie konnte ich nur. Alagos wird mich verachten, wie hab ich sein Andenken beschmutzt!"
„Haldir, es war eine Ausnahmesituation. Du wärst nicht mehr hier gewesen, wenn du sie nicht genommen hättest. Du wolltest sterben!" „Das will ich immer noch!"
„Was hat Alagos zu dir gesagt, als er starb?" Haldir schloss die Augen und doch fanden seine Tränen ihren Weg nach draußen.
„Ich sollte mein Herz zurücknehmen und eine neue Liebe finden. Ich soll leben. Seni ich will nicht!" „Du hast dein Herz zurückgenommen. Erfülle Alago's Wunsch. Er hatte bestimmt einen Grund warum er das tat und irgendwann wirst du auch erfahren warum.
Jetzt traure um deinen Gemahl, aber lebe weiter!"
„Ich kann nicht, wie soll ich das alleine schaffen?" „Du bist nicht alleine. Deine Schwester liebt dich. Lass dir von ihr helfen. Ihr müsst euch gegenseitig helfen." „Wie kann ich noch mehr von ihr verlangen?" „Sie wird es dir freiwillig geben!"
Seni sah wieder zum Fenster hinaus und bemerkte wie Elladan in den Pavillon ging.
…..
Callendil hatte bemerkt wie sich ihr jemand näherte. „Seni bitte ich wollte doch alleine sein!"
„Ich wollte…" Callendil erkannte die Stimme ihres Elben. „Elladan!" Erst jetzt sah sie auf.
„Ich…es ist…gut…du bist..da!" Sichtlich nervös trat der Noldo von einem Bein auf andere. Er wusste nicht was er fühlen sollte. Er sah ihre blauen Augen und es tat im weh, er liebte sie so sehr. „Ich will… nur wissen warum!" Seine Stimme war nur ein Flüstern. „Ich liebe dich Elladan! Ich möchte, dass du das weißt. Egal was geschehen wird. Ich liebe dich für alle Zeiten!" „Du hast meine Frage nicht beantwortet!"
„Er wäre gestorben. Er verkraftet den Tod Alagos nicht! Ich musste ihm helfen. Er ist doch mein Bruder!"
„Callendil o Lorien! Ich weiß, dass du ein ganz besonderes Verhältnis zu deinem Bruder hast. Das wusste ich schon immer. Aber das? Ist das der richtige Weg, Trauer zu verarbeiten? Weißt du was du getan hast?"
„Ich weiß was ich getan habe. Ich habe dich nicht gerne betrogen glaube mir. Aber ich konnte meinen Bruder nicht sterben lassen!"
„Was ist mit mir? Wenn mein Herz nun für immer gebrochen ist und ich es nicht länger hier ertrage? Hast du dir darüber Gedanken gemacht? Wenn ich schwinde, was tust du dann?"
„Elladan sag so etwas nicht!" „Was tust du dann?" „Ich werde sterben!"
„Dann scheint unser Schicksal besiegelt. Denn ich liebe dich Callendil, aber ich kann nicht mehr in deiner Nähe sein. Er bricht mir mein Herz!"
Ohne auf eine Antwort zu warten drehte er sich um und Callendil sah ihn für eine sehr lange Zeit nicht mehr.
….
Nach zwei Jahren war der Angriff erfolgreich gestoppt worden. König Thranduil verlor zwar den kompletten Süden von Eryn Lasgalen und das Böse blieb in den Wäldern, doch der Norden war gesichert! Elladan reiste schon ein Jahr zuvor nach Bruchtal zurück und nun gingen auch Callendil und Haldir zurück nach Lothlorien.
Haldir hatte den Tod Alagos überwunden, doch niemals verkraftet. Er würde nicht schwinden, doch er wurde zu einem ernsten in sich gekehrten Elben, der nur noch seinen Dienst im Kopf hatte. Für ihn gab es kein Privatleben mehr.
Als sie zurückkehrten, blieb Haldir nur kurz in der Stadt und klärte alle Angelegenheiten von Alagos. Dann verließ er seine Familie und ging zurück zur Nordgrenze und verrichtete dort pflichtbewusst seinen Dienst.
Callendil tat ihrem Bruder gleich. Sie stürzte sich sofort in die Arbeit. Sie wurde jedoch der Palastwache zugeteilt. Taetholil sorgte dafür, dass ihre Tochter in ihrer Nähe blieb, denn sie erkannte sofort, das Callendil tiefe Trauer in sich trug. Auch wenn sie es nicht zeigte. Callendil schwieg über die Geschehnisse in Eryn und über ihr Zerwürfnis mit Elladan.
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Fünfhundert Jahre taten sie nur ihre Arbeit. Haldir an den Nordgrenzen, er war selten zu Hause und Callendil war fast ausschließlich in der Stadt und bewachte den Palast und war hin und wieder an der Nordgrenze. Sie hatte regen Briefkontakt mit Haldir, der in der Form von Tagebucheinträgen stattfand. Jeder schrieb dem anderen was so vorgefallen war, was sie fühlten und was sie erlebten. Sie sprachen jedoch niemals über die Geschehnisse in Eryn, es war nicht mehr nötig.
Eines Tages wurde Callendil zu Celeborn gerufen. Sie stand vor seiner Tür und wartete auf Einlass. „Komm rein Kind!" rief der Herrscher des Goldenen Waldes.
Callendil stellte sich vor Celeborn, der ihr einen Kuss auf die Stirn gab. „Callendil, wir bekommen Besuch aus Bruchtal. Bitte eskortieren unsere Gäste von der Grenze in die Stadt!"
Bruchtal! Callendil wurde ganz unruhig und wusste nicht wohin mit ihren Händen. „Darf ich Fragen, wer uns besuchen kommt?"
Celeborn lächelte. Das versprach nichts Gutes. „Lord Elrond bringt deine Cousine hierher, zusammen mit Arwen!" „Wann soll ich aufbrechen?" Sie traute sich nicht, die wichtigste Frage zu stellen, was war mit den Zwillingen. „Heute noch. Sie kommen morgen zur Grenze. Nimm 3 Wachen mit und grüsse mir den Hauptmann!"
Am späten Abend kam Callendil mit den Männern an der Grenze an. Sie brachten die Pferde in die Ställe und ließen sich eine Unterkunft geben. Callendil ging anschließend zum Talan des Hauptmanns.
Haldir saß hinter seinem Schreibtisch und ordnete die letzten Tagesberichte als seine Schwester eintrat. „Callendil! Was verschafft mir die Ehre? Du hier im Norden?" Er stand auf und umarmte sie. „Du hast mir gefehlt, Bruder!" Er küsste ihre Stirn und lächelte. „Du mir auch! Nun erzähl, was tust du hier? Ich habe keine neuen Krieger angefordert!"
„Ich soll Besuch in die Stadt eskortieren." „Besuch? Es ist niemand angekommen!" „Sie kommen morgen an!" „Hat Galadriel sich mal wieder nicht überraschen lassen wollen? Wer kommt?" Callendil wurde mit einem Mal erst.
„Elrond, Celebrian und Arwen!" „Ah gut! Na dann lass uns gemeinsam noch Abendessen und dann schlafen gehen. Morgen bei Sonnenaufgang werden alle Wachen bereit sein!"
Callendil wurde von einem Geräusch geweckt. Sie wusste nicht was es war doch nun saß sie da und wischte sich den Schlaf auf den Augen. Die Sonne war bereits aufgegangen. Sie hatte verschlafen. Warum hatte sie sich auch einen eigenen Talan geben lassen. Sie zog sich schnell an richtete ihre Zöpfe neu und rannte zum Hautpmannstalan.
Haldir erwartete sie schon grinsend. „Na, verschlafen? Unser Besuch ist gerade eingetroffen. Komm ich bringe dich hin. Ich habe sie auch noch nicht willkommen geheißen."
Zusammen gingen sie zu eine großen Gruppe Elben. Da die meisten davon dunkelhaarig waren, konnte man davon ausgehen das es die Eskorte für Elrond war.
Haldir begrüßte den Lord als ersten, nachdem sie ihn in der Mitte der Elbengruppe entdeckt hatten. Callendil stellte sich etwas hinter ihren Bruder.
„Ah Hauptmann Haldir! Schön euch einmal wieder zusehen. Ihr wart nun schon Jahrzehnte nicht mehr in Bruchtal!" „Lord Elrond, es ist mir eine Freude euch und eure Familie wieder einmal in Lothlorien begrüßen zu dürfen. Ich nehme an sie wollen sofort weiter reisen, nach Caras Galadhon?"
Der Elbenlord nickte. „Dann darf ich euch eine Eskorte zur Seite stellen. „Hier ist meine Schwester!" Callendil versuchte so ruhig und gelassen wie möglich zu bleiben. „Lord Elrond es ist mir eine Ehre euch zu meinem Onkel zu geleiten!" sagte sie nur und war stolz so ruhig geblieben zu sein. Elrond hob eine Augenbraue an, schwieg jedoch und nickte lediglich.
Dann sah sie IHN. Eigentlich nur sein Haar, denn er stand mit dem Rücken zu ihr. Doch würde sie ihn unter tausenden von Elben erkennen. „Wenn ihr mir nun folgen würdet!" sagte sie sichtlich nervös.
Da drehte ER sich um und ihre Blicke trafen sich. Sofort wurde ihn ihr ein Feuer entfacht, das sie längst als erloschen glaubte. Sie hatte in den vergangenen Jahrhunderten Liebhaber gehabt, aber das konnte sie an einer Hand abzählen. ES war jedoch für sie nur des Sexes wegen. Keine Liebe, nur ihr Verlagen wollte sie damit stillen. Doch es gelang nicht, irgendwann hörte sie auf irgendetwas stillen zu wollen.
Doch nun war alles wieder da, alles aufgerissen: Alle Wunden, die Gefühle, sie konnte förmlich seinen Duft auf ihren Lippen schmecken. Er sah sie so merkwürdig an. Callendil musste sich wegdrehen um nicht sofort in Tränen auszubrechen. Sie ging voran. „Hier entlang!"
Sie geleitete die Gruppe, mit der Routine einer Wächterin, sicher in die Stadt. Vor dem Palasttalan verabschiedete sie sich von Elrond, der sie mit einem nicken entließ. Callendil flüchtete in ihren Talan.
…
Elladan's Herz stand in Flammen als er Callendil sah, wie gerne hätte er sie in den Arm genommen, sie geküsst, durch ihr Haar gestreichelt und sie überall berührt. Doch sie sah ihn an. Er konnte ihren Blick nicht deuten, irgendwie entsetzt, so kam es ihm vor. Sie hatten sich ein halbes Jahrhundert nicht gesehen und doch war er verliebt wie am ersten Tag. Er wusste, dass er sie ewig lieben würde. Doch er dachte nicht, dass es auch ewig schmerzen würde.
Elrohir spürte wie unglücklich Elladan war und versuchte ihn abzulenken.
Er mied den Kontakt mit Callendil und konzentrierte sich auf seinen Bruder, der ihm eine unvergessliche Zeit in Lothlorien verprach. Er kannte zwei Schwestern, die hübscher als Arwen sein sollten. Was allerdings für die Zwillinge keine Kunst war.
In der Stadt angekommen warteten die Elbinnen bereits auf die Zwillinge und Elladan stürzte sich ohne nachzudenken in das Abenteuer. Denn die Elbin gefiel ihm in der Tat sehr gut.
Er verbrachte mit ihr eine leidenschaftliche Nacht am Seeufer und er genoss es. Seine Gedanken kreisten nur um seine Lust und darum, der Elbin eine unvergessliche Nacht zu bereiten.
….
Callendil konnte nicht schlafen, sie wälzte sich in ihrem Bett und ihre Gedanken kreisten nur um IHN. Schließlich stand sie auf und beschloss etwas spazieren zu gehen. Der Mond war voll und die Nacht war mild. So ging sie ziellos durch den Wald und versuchte sich zu beruhigen.
Sie war derart in ihren Gedanken versunken, dass sie gar nicht bemerkte wie sie sich zwei Elben näherte, die sich am Ufer des Sees liebten. Erst als sie ein stöhnen hörte sah Callendil auf und blieb, wie zur Salzsäule erstarrt, stehen. Sie sah IHN über eine Elbin gebeugt und sich auf ihr bewegend. Sein langes schwarzes Harr hing ihm ins Gesicht.
Trotz ihres Liebesspiels bemerkte Elladan, dass sie beobachtet wurden. Er sah auf und sah SIE, genau in dem Moment als er seinen Höhepunkt erreichte. Er stöhnte IHREN Namen.
„Callendil!" Die Elbin unter ihm setzte sich auf. „Spinnst du?" Dann drehte sich die Elbin um und sah in die gleiche Richtung wie Elladan. Sie entdeckte Callendil und Elladan rollte sich von ihr herunter und schnappte sich ein Kleidungsstück um sich zu bedecken. „Was willst du Wache? Spannst du gerne?" fragte die Elbin ungehalten und noch völlig außer Atem.
Erst jetzt kam Callendil wieder zu sich: „Verzeihung, ich wollte nicht stören. Es tut mir Leid!" Sie drehte sich um und rannte davon. Es war ihr unendlich peinlich und gleichzeitig fühlte sie sich verletzt. Warum? Sie hatte keine Rechte an ihm. Er konnte tun und lassen was er wollte.
Sie rannte zurück in die Stadt und legte sich so wie sie war in ihr Bett. ‚Warum bist du nur überhaupt aufgestanden!' Sie weinte sich in den Schlaf. So wie sie es vor so vielen Jahren gemacht hatte, als die Wunden noch frisch waren.
TBC
