Sehnsüchte und andere Schwierigkeiten by S.E.

Diclaimer: siehe Kap 1

Rating: R wegen etwas Sex,

Timeline: 2780 III in Düsterwald

Paring: Callendil/ Elladan getrennt lebend

Haldir / Elanor

Ein dickes Bussi an alle Reviewer.

Andvagoriel: Kleine Atempause..jetzt geht's Haldir mal an den Kragen, Sarah: schön dass du dich meldest freu…und ähm..es dauert wohl noch etwas mit den beiden, Seni: Komisch und wieder ein Wendepunkt geschieht in Eryn..irgendwas hat der Wald wohl..mag er keine Galadhirm?, Lion: Auch Elben sind nicht vor Dummheit gefeit, Eichen: Ich sag ja Elrond ist böse und an allem Schuld, aber das hast du ja schon selbst zu spüren bekommen….,Mary: Ich glaube ich möchte auch nicht meine Zukunft wissen…das wäre mir zu gefährlich.

So ich war fleißig und hab die Story eigentlich schon fertig..ätsch…aber es gibt noch ein paar Kapitel. So jetzt geht's erstmal weiter mit meinem Hal:


Kapitel 32

Große und kleine Fehler

Zwei Tage später traf Callendil ihren Bruder beim Frühstück. Er sah sehr besorgt aus.

„Haldir was ist?"

„Elanor! Sie wollte einen Ausflug machen und eben hab ich erfahren, dass sie außerhalb des Schlossbereichs gesehen wurde."

„War sie alleine?"

„Das konnte man mir nicht sagen. Ich werde sofort aufbrechen. Sag Rúmil und Orophin Bescheid, dass ich einige Zeit weg sein werde!"

„Ich werde dich begleiten. Zu zweit können wir sie schneller finden!"

„Callendil, nein ich will dich nicht in Gefahr bringen!"

„Wie gut kennst du dich in Eryn aus? Ich habe hier sehr viel Zeit verbracht! Bitte lass mich dir helfen. Nimm mich mit, raus aus diesen Mauern, die mich zu ersticken drohen!"

Jetzt sah Haldir seine Schwester noch besorgter an.

„Elladan?" Seine Frage traf den Nagel auf den Kopf.

„Wenn er in meiner Gegenwart ist, nimmt er mir die Luft zu atmen. Ich kann seine Nähe nicht ertragen. Ich habe mein Zimmer nicht mehr verlassen, nur aus Angst im zu begegnen. Haldir ich vermisse ihn so sehr, es ist noch nie so schlimm gewesen wie in diesen Tagen. Bitte lass mich mit!"

Haldir strich seiner Schwester über die Haare und küsste ihre Stirn.

„Komm, mach dich fertig. Wir brechen gleich auf!" Callendil nickte und stürmte geradezu in ihr Zimmer.

..

Den ganzen Tag suchten sie schon die Gegend, um das Schloss herum, ab. Orophin hatte den Auftrag erhalten ebenfalls die Augen offen zu halten. Genauso wie Rúmil, der jedoch vermutlich noch in seinen Gemächern war, als Haldir und Callendil aufbrachen.

„Kannst du dir nicht vorstellen wo sie hinwollte?" fragte schließlich Callendil.

Haldir dachte eine zeitlang nach.

„Sie wollte neulich mit mir auf eine Lichtung, zwei Tage vom Schloss, unten im Süden.

Callendil überlegte kurz dann nickte sie.

„Ich kann mir vorstellen wo sie hinwollte. Ich kenne eine Lichtung, auf der ich öfters mit Elladan…"

Sie sprach nicht weiter, sonder schluckte hart. Die Erinnerung an diese Lichtung, die schönen Stunden die sie dort verbracht hatten, trieben Callendil die Tränen in die Augen.

„Du musst mich nicht begleiten. Reite zurück. Ich werde den Ort schon finden" versuche Haldir sie zu trösten.

„Nein, dort ist es noch schlimmer. Komm und lenk mich etwas ab. Erzählst du mir von deinen Zukunftsplänen mit Elanor?" fragte Callendil nachdem sie sich wieder fasste.

„Ich habe keine Pläne für die Zukunft. Sie möchte gerne mehr. Aber ich bin noch nicht soweit!"

„Drängt sie dich?"

„Nein. Sie ist so einfühlsam und liebevoll. Ich denke, ich möchte die Ewigkeit mit ihr verbringen!"

„Sag es ihr!"

Eine zeitlang ritten sie schweigend nebeneinander her. Sie wurden von niemandem gestört, kein Ork war in der Nähe, keine Spinne weit und breit. Es war so unendlich friedlich, so wie früher.

Als es dunkel wurde errichtete sie ein Lager und saßen um ein kleines Feuer. Denn ihr Glück wollten sie nicht überstrapazieren.

Nach einer kleinen Malzeit legte Callendil ihren Kopf auf Haldir's Schoß und sah zu den Sternen.

„Meinst du ich werde je glücklich werden und eine Familie haben?"

„Du hast eine Familie!"

„Ich meine einen Mann und Kinder?"

„Du hast einen Mann!"

Callendil schwieg und starrte weiter in die Sterne. Haldir begann ihren Kopf zu streicheln.

„Warum gebt ihr soviel auf Elronds Visionen? Selbst die Herrin sagt, es ist nur eine mögliche Zukunft!"

„Deshalb haben wir den Entschluss gefasst uns zu trennen, damit nicht die Visionen, die ich hatte, die tatsächliche Zukunft wird."

„Du hast mir nie erzählt was du wirklich gesehen hast!"

„Ich möchte darüber nicht reden. Ich bin müde!"

..

Am nächsten Mittag erreichten sie die Nähe der Lichtung. Die Geschwister ritten noch immer schweigend nebeneinander her.

„Hast DU dir überlegt was du Elanor sagen willst?"

„Ich denke du hast Recht, Kleines. Ich werde mit ihr reden. Ich werde sie fragen ob sie mich nach Lothlorien begleitet, um mit mir zu leben!"

Callendil lächelte.

„Und den Bund?"

„Ich bin nicht bereit mit jemand anderem den Bund einzugehen."

Callendil nickte: „Wie du willst."

..

Kurze Zeit später hatten sie die Lichtung erreicht. Die Geschwister hörten Geräusche aus der entsprechenden Richtung. Sie ließen ihre Pferde zwischen den Bäumen und gingen mit gezogenen Waffen auf die Lichtung.

Was sie zu sehen bekamen ließ Haldir das Blut gefrieren und Callendil den Atem anhalten.

Elanor war auf der Lichtung. Sie war aber nicht alleine.

Mitten im Moos lag sie nackt und über ihr war ein silberblonder Elb, ebenfalls wie Eru ihn erschaffen hatte.

Er hatte seine Männlichkeit in Elanor versenkt. Er hatte die Ankömmlinge noch nicht bemerkt und flüsterte obszöne Worte in ihr Ohr während er seinen Rhythmus verstärkte.

Elanor hingegen sah sofort die Geschwister auf der Lichtung auftauchen. Doch anstatt den Elben auf sich wegzustoßen, lächelte sie Haldir an und schlang ihre Beine um die Hüften des Elben über sie.

„Rúmil!" War das einzige Wort, das Haldir sagen konnte, während Callendil nicht fähig war zu sprechen.

Rúmil sah entsetzt auf und als er seine Geschwister entdeckte, ließ er sofort von Elanor ab. Er stand auf und bedeckte seine Blöse mit dem erstbesten Kleidungsstück, dass er zwischen seine Finger bekam.

„Haldir, was….was…was tust du hier?" fragte der jüngere Bruder und versuchte den entsetzten Gesichtsausdruck Haldirs zu ignorieren.

„Elanor hat mir erzählt, du hast dich von ihr getrennt! Sie wollte getröstet werden….Ich habe noch nur…"

„Ach halt doch deinen Mund!" zischte Elanor. „Ich hatte nur einfach Lust es mit dir zu treiben."

Dann sah sie mit blitzenden Augen, die Callendil schon einmal gesehen hatte, Haldir an.

„Was glaubst du, Haldir, dass ich ewig auf dich warte? Dass ich jahrelang warte, bis der gnädige Herr aus Lorien kommt um mich zu ficken? Nein…ich bin eine Frau und ich brauche es, wenn mir danach ist und nicht wenn mein Gefährte dazu bereit ist! Ich liebe dich Haldir, ich liebe dich wirklich. Aber es genügt mir nicht! Finde dich damit ab. Je schneller, desto besser für dich!"

Callendil wollte sich auf die Elbin stürzen. Sie hatte ihr Schwert erhoben und wollte zuschlagen. Doch Haldir hielt sie auf.

„Komm! Lass es!" sagte er nur und führte seine Schwester von der Lichtung.

Ohne ein weiters Wort zu sagen stieg Haldir auf sein Pferd und preschte davon. Callendil gelang es ihm mit Mühe zu folgen.

Er ritt bis zum Sonnenuntergang, bis schließlich das Pferd sich weigerte weiterzureiten.

Er stieg ab und ließ sich unter einem Baum nieder.

Callendil setze sich neben ihn und nahm seine Hand. Keiner sprach ein Wort. Sie wusste nicht ob es die richtigen Worte gab um ihn zu trösten, oder ihr nur keine einfielen. So schwieg sie lieber.

Schließlich schlief Haldir ein. Callendil war erleichtert, ihren Bruder ruhig atmen zu sehen und seinen Blick in die Unendlichkeit gerichtet. Sie kuschelte sich dicht an ihn und traute sich schließlich selbst etwas zu schlafen.

..

Haldir saß noch immer unter dem Baum und starrte vor sich hin. Der Morgen war bereits eingebrochen. Callendil lag in seinem Schoß und schlief noch tief und fest. Er streichelte ihr sanft über das Haar, so als ob er sich so selbst trösten könnte.

Wie konnte seine Geliebte ihm das nur antun. Er war fassungslos, fühlte sich leer. Doch war es völlig anderes, als mit Alagos. Jetzt war er hauptsächlich wütend. Wütend auf Elanor, wütend auf Rúmil und vor allem wütend auf sich selbst.

Er hatte nur den Wunsch dass alles endlich zu Ende wäre und er Frieden finden könnte.

Tränen trübten seine Augen. Deshalb dachte er erst, er würde ein Trugbild sehen.

Er sah eine Frau, eine Menschenfrau zwischen den Bäumen vor ihm.

Sie kam ihm vertraut vor und doch so fremd. Er hatte nie viel Kontakt zu Menschen gehabt. Aber diese Frau? Ihre blonden Locken, ihre dunkle Lederkleidung dieser geschmeidige Gang, fast lautlos näherte sie ihm.

„Wer seid ihr?" fragte Haldir und steckte die Hand nach der Frau aus. Er hatte das Bedürfnis ihre Haare zu berühren.

„Wer ist wer?" hörte er die Stimme Callendils.

Er sah kurz zu seiner Schwester, die nun wieder erwacht war.

„Diese Waldläuferin dort drüben!"

Callendil richtete sich auf und suchte mit ihren Augen die Gegend ab.

„Ich sehe niemanden!"

Auch Haldir sah wieder auf und suchte. Doch ihre Umgebung war verwaist. Niemand war zu sehen, oder zu hören.

„Ich muss wohl geträumt haben!" stellte Haldir nüchtern fest und stand auf um sich für den Weiterritt fertig zu machen.

„Erzählst du mir von ihr?"

„Von wem?"

„Na von der Frau, die du gesehen hast!"

„Nicht wichtig!"

Haldir schwang sich auf sein Pferd und Callendil folgte ihm.

Am Mittag trafen sie wieder in Thranduil's Palast ein. Haldir suchte sofort seine Soldaten auf und ordnete die Rückreise nach Lothlorien, für den frühen Morgen an.

Sofort zog er sich in sein Zimmer zurück.

Selbst den Zwillingen war sofort das Verhalten Haldirs aufgefallen und Elladan nahm all seine Kraft zusammen und ging zu Callendil, die noch immer bei den Soldaten war.

„Callendil, kann ich dich sprechen?"

Um eine Szene vor den Soldaten zu vermeiden stimmte sie zu und folgte dem Noldo in den Garten. Sie setzten sich in den Pavillon und Callendil begann nervös mit ihren Händen zu spielen.

„Was willst du?" fragte sie so barsch wie sie nur sein konnte, ohne es wirklich zu sein.

„Du siehst auch völlig durcheinander aus. Was ist geschehen. Wo ist Elanor? Was ist mit Haldir?"

Callendil bekam das Bild Rúmils und Elanors nicht aus dem Kopf. Sie rieb sich die Augen und Elladan legte seine Hand auf ihre Schulter. Es brannte.

„Nimm deine Hand weg!" fuhr sie ihn an. Sofort zog er sie zurück.

„Verzeih!"

„Elanor hat ihm das Herz gebrochen. Davon wird er sich nicht wieder erholen. Diesmal hab ich nicht die Kraft ihm zu helfen. Ich kann ja nicht einmal mir selbst helfen!"

„In Erus Namen was ist geschehen? Ist sie tot?"

Callendil lachte verbittert und schüttelte den Kopf.

„Nein, sie hat nur beschlossen, sich von einem anderen Familienmitglied vögeln zu lassen!"

„Callendil!"

„Sie ist jetzt Rúmils Hure!"

„Das meinst du nicht ernst? Sie waren doch so verliebt!" stellte Elladan entsetzt fest

„Ach ja wirklich, es soll schon vorgekommen sein, dass ich ein Paar trennt obwohl es verliebt ist!"

Callendil stand auf und ließ Elladan mal wieder stehen.

„Callendil warte, ich möchte euch helfen. Ich möchte dir helfen!"

„Du willst mir helfen? Dann verschwinde endlich aus meinem Leben. Es hat keinen Wert. Ich will nicht…." Ihre Stimme bracht und sie musste schlucken.

Callendil wollte nicht, dass er ihre Tränen sah und lief ins Schloss.

..

Haldir lag auf seinem Bett, genauso wie er sein Zimmer betreten hatte. Nicht einmal die Stiefel hatte er ausgezogen. Er starrte zur Decke.

Die Türe öffnete sich leise, doch Haldir bemerkte es.

„Komm rein Kleines!" sagte er lächelnd.

Callendil trat ein und sah ihren Bruder verwundert an.

„Ist alles in Ordnung?"

„Ja, keine Sorge. Es geht mir gut. Ich habe erkannt, dass ich einen Fehler begangen habe. Doch er hat sich von selbst erledigt. Eigentlich müsste ich Rúmil dankbar sein!"

„Haldir!"

„Sorge dich nicht. Ich werde ihm nichts antun und ich werde ihr nichts antun. Sie existieren nicht mehr für mich. Willst du mich morgen nach Hause begleiten, oder bei deinem Mann bleiben!"

Die Worte Haldirs waren, wie ein Schlag ins Gesicht. „Dein Mann" schrie es. Er ist nicht mehr ihr Mann.

„Ich werde mit dir gehen! Auch er existiert für mich nicht mehr. Lass uns diesen Pakt schließen!"

Erst jetzt richtete sich Haldir auf und nahm seine Schwester in die Arme.

„Packt, Liebes. Wir werden uns nicht unterkriegen lassen. Wir werden diesen verdammten Krieg überstehen und gemeinsam nach Valinor ziehen!"

Zufrieden nickte Callendil. Sie wusste, dass sie niemals alleine sein würde. Haldir würde immer an ihrer Seite sein, wenn sie ihn brauchte und umgekehrt.

tbc