Urusei Yatsura wurde von Rumiko Takahashi erfunden. Die Rechte an den Figuren liegen somit bei ihr und ihrem Verlag. Die Geschichte dient keinem finanziellen Zweck sondern ist einfach Ausdruck eines Fans.

Hier ist Teil zwei der Geschichte und einige andere werden noch folgen. Also, viel Spaß... Anbei noch: Bei den Zeichen „"sagen die Leute was, bei diesen handelt es sich um Gedanken...

Die Nacht im UFO – Kapitel 2

Ataru sah sich neugierig um. Er war schon einige Male in Lums UFO gewesen, doch es war immer wieder ein Erlebnis. Von innen schien es größer zu sein, als von außen, vollgestopft mit seltsamen Apparaturen und Gerätschaften und eine eigene Art von Exotik umgab diesen Ort. Ja, Lum war eine Außerirdische, aber irgendwie erschien sie ihm nicht mehr fremd, da sie nun doch schon sehr viel Zeit miteinander verbracht hatten. Er seufzte auf, als er an all die Dinge dachte, die ihm seit dieser Zeit widerfahren waren. „Darling?" Die Stimme des Oni-Mädchens riß ihn aus seinen Gedanken. „Das Bett ist fertig", verkündete sie strahlend und brachte Ataru damit zum Erröten. „Lum", rief er entrüstet. „Ja?"entgegnete sie unschuldig. Der Junge schluckte. „Äh ... äh, nichts ... nichts... nur, du hast doch etwas von Essen bestellen gesagt", lenkte er das Thema in unverfänglichere Bahnen. „Es müßte jeden Moment hier eintreffen." Lum lächelte ihn wieder so eigenartig an. Ataru schluckte. „Ja, gut, - äh, Moment mal..." Er stutzte. „Lum, sag mir, wie können sie das Essen hier her liefern? Wir befinden uns fast zwei Kilometer über dem Boden...", fragte er mißtrauisch. „Das ist kein Problem, Schatz. Es handelt sich um den Milchstraßen-Essens- Zustelldienst. Sie liefern überall hin und haben Speisen aller Art." Ataru war schlagartig wach, seine Müdigkeit verflog, als er mit Entsetzen an die paar Male dachte, wo außerirdisches Essen der Auslöser für Katastrophen gewesen war. „Sch... Bei allen... Lum, du weißt doch, daß nicht irdische Lebensmittel ....." „Ist ja schon gut, beruhige dich! Darling", unterbrach ihn Lum selbstbewußt. „Ich habe das bei der Bestellung berücksichtigt und mir ist versprochen worden, daß sie nur Sachen nehmen, die für Menschen bekömmlich sind", meinte sie beschwichtigend. „Oh", überrascht musterte er das triumphierend lächelnde Mädchen. „Du wirst sehen, es ist ganz harmlos", Lum nickte bekräftigend. Danach sahen sich beide einfach nur an, bis sie es nicht mehr aushielten und verlegen den Blick abwandten. Plötzlich erklang eine Art Glockenton. „Oh, das müssen sie sein", rief sie und eilte davon. Ataru stand schweigend da und seufzte auf. „Ob das vielleicht doch nicht eine so gute Idee gewesen ist?"murmelte er nachdenklich.

Zwanzig Minuten später saßen die beiden vor dem bestellten Essen, welches Ataru leicht skeptisch musterte. Da gab es etwas, das aussah wie blauer Reis, gelbviolette Fleischbällchen, grüne Kartoffel (!) und ähnliche in allen Farben schimmernde Gerichte. Obwohl es seltsam aussah, ging ein köstlicher Geruch davon aus. Ihm lief langsam das Wasser im Mund zusammen. „Dann laß es dir schmecken, Darling." Er schluckte. „Und du bist sicher, daß es harmlos ist?" „Natürlich, komm, probier doch", lachte sie und nahm mit den Stäbchen eines der gelbvioletten Fleischbällchen auf. „Sag AAAHHH, Darling!" „Lum, laß da.... mpfh" Ataru schluckte das Fleischbällchen, welches sie ihm einfach in den Mund geschossen hatte. Es war köstlich. Ich habe mich wohl geirrt...., zerstreute er seine eigenen Bedenken und begann mit großem Appetit zu essen. „Siehst du, ich habe es dir ja gesagt", meinte Lum triumphierend. Plötzlich stockte Ataru. „Was ist denn das?"fragte er und deutete auf einen Tiegel, der etwas abseits stand. Es befand sich eine Art roter Paste darin, die etwas eigen aussah. Das traf jedoch auf das meiste Essen um ihn herum ohnedies zu. Der Junge zuckte mit den Achseln, nahm etwas davon mit einem Löffel auf und probierte. „Herrlich!"gierig nahm er das ganze Gefäß und löffelte es vollkommen aus. „Wie Schokoladenpudding, nur viel besser..." Lum runzelte die Stirn. Sie erinnerte sich nicht daran, das bestellt zu haben. Das Oni-Mädchen nahm den leeren Tiegel und ihr fiel ein aufgeklebter Zettel auf, der am Boden des Gefäßes festgeklebt war. Entsetzt las sie den in Galacto gehaltenen Text:

„Werter Kunde, da Sie Ihre 100ste Bestellung bei uns gemacht haben, erlauben wir uns, eine spezielle Delikatesse beizufügen, die wegen ihrer Wirkung allseits geschätzt wird. Es handelt sich dabei um die berühmte Blitzpaste von Proxima III. Anbei eine Warnung: Diese Speise ist nicht für Venusianer und Erdenmenschen geeignet, wegen der Nebenwirkungen, die es auf deren Organismus hat."

„Darling!" „Ist etwas?"fragte dieser. Sie drehte sich hastig um und versteckte den Tiegel hinter ihrem Rücken. „Nein, gar nichts, Darling", meinte sie nervös. „Dann ist es ja gut." Als Ataru einen weiteren Bissen nehmen wollte, verharrte er plötzlich. Ein lautes Rumpeln erklang in seinem Inneren und es donnerte kurz. „Was..." Der Junge verkrampfte sich und ließ sein Essensbesteck fallen. Er schrie auf, als sein Körper langsam von einem weiß glühenden Energiefeld umgeben wurde und aus seinen Augen begannen Blitze zu schießen, die sich um seinen Körper schlängelten. Er spürte, wie sich immer mehr Energie um ihn sammelte, die sich krachend in seine Hände entlud. „LUM! DU HAST ES SCHON WIEDER GETAN MIT DIESEM VERDAMMTEN ESSEN....", schrie Ataru wütend auf. Lum merkte, daß er kurz davor stand zu explodieren und zwar nicht im sprichwörtlichen Sinne... Er mußte sofort entladen werden, sonst war alles zu spät. „Darling, komm mit!" Sie zerrte den Jungen zu einem der Apparate, die in der Nähe standen und drückte ihm zwei Kabel in die Hände. „Laß hier die Energien hineinfließen, sonst bist du verloren, Darling!" rief Lum verzweifelt. Dieser blickte nur auf die Kabel und danach auf das Oni-Mädchen. „Wie soll ich das machen?"preßte Ataru unter Schmerzen hervor, während sich knatternd weitere Energie aufbaute. „Konzentriere dich auf die beiden Kabel und führe die überflüssige Kraft aus dir heraus!" Das Oni-Mädchen begann zu schluchzen. „Du mußt es schaffen!" Ataru Moroboshi begann sich zu konzentrieren, sich vorzustellen, daß die Kabel Mendo Shutaro und Professor Onsen seien und er – Ataru – ein Oni wäre, der sie mit seinen Blitzen bestrafen würde!!! Lum sah staunend zu, wie sich die Energie zu kanalisieren begann und durch die Kabel floß – nein – eher schoß.... Er schafft es... Nach einigen Minuten war Ataru vollkommen entladen und er ließ müde die Kabel fallen. Der Junge sank auf die Knie und stöhnte auf. Das Ganze war doch schmerzhaft gewesen. „Darling, du hast es geschafft", hauchte Lum und sprang auf ihn zu. Weinend umarmte sie ihn. Sie schniefte. „Es tut mir leid." „Ist ja schon gut", murmelte er zerschlagen und befreite sich aus ihrem Griff. Oh, da war etwas Staub auf seiner Schlafanzugsjacke – und er klopfte ihn sich weg. Bedauerlicherweise war das genau eine Belastung zu viel für seine Kleidung, die sich in lauter kleine Fasern zu zerlegen begann. Mit einem Mal stand er absolut nackt vor Lum, die ihn mit großen Augen anstarrte. „OOOOOOOOHHHHHHH, ABER DARLING", hörte er Lum sagen, bevor er sich aus seiner Erstarrung lösen konnte und laut schreiend in sich zusammenfiel um so schnell wie möglich seine Blöße zu bedecken.

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Ende des zweiten Kapitels.

Das wäre es für heute. Aber es wird weitergehen. Die Nacht ist ja noch jung!!! HarHar!