Urusei Yatsura wurde von Rumiko Takahashi erfunden. Die Rechte an den Figuren liegen somit bei ihr und ihrem Verlag. Die Geschichte dient keinem finanziellen Zweck sondern ist einfach Ausdruck eines Fans.

Kapitel drei der Geschichte ist da und es geht sicher weiter.... Nebenbei arbeite ich an einem Ranma/Urusei Yatsura Crossover (stellt euch vor, einer der Ranma Charaktere verirrt sich nach Tomobiki. Ratet mal welcher g) Anbei noch: Bei den Zeichen „"sagen die Leute was, bei diesen handelt es sich um Gedanken...

Die Nacht im UFO – Kapitel 3

„Das steht dir, Darling." Ataru seufzte, als er sich im Spiegel betrachtete. Das einzige Kleidungsstück, das sich im UFO hatte auftreiben lassen, war eine Badehose im Tigerstreifenlook. Was denn auch sonst, dachte er zynisch. Nach dem kleinen „Mißgeschick"mit seinem Gewand, blieb ihm keine andere Wahl, als diese anzuziehen. Ataru besah sich die zwei gurtähnlichen Streifen, welche vorne und hinten von der Hose weggingen. „Diese mußt du dir über die Schultern binden, Darling." Er schluckte. Da war wieder dieser seltsame Tonfall in dem Lum sprach, der ihm Schauer über den Rücken laufen ließ. Das Oni-Mädchen trat zu Ataru und half beim Festbinden der Schulterriemen. Nachdem sie fertig waren, meinte Lum beinahe schüchtern: „Das ... sieht gut an dir aus." Er wurde rot. „Ich hätte hier noch Bein- und Armschienen, die ... es perfekt machen....", sie brach ab und wandte verlegen den Blick ab, ihr Gesicht genauso rot verfärbt, wie das von Ataru. Zögernd legte der Junge, die im gleichen Muster gehaltenen Schienen an. Lum stockte der Atem, als sie ihn darin sah. „Oh, mein..." War das Oni-Mädchen schon vorher rot gewesen, schillerte es jetzt in allen möglichen Farben. „DAAAAAARLIIIIIIIIING", hauchte sie. Lum musterte ihn mit offenem Mund. Seine Beine, seine Schultern, die Hörner... sie stutzte. HÖRNER???? „Uha..." Ataru blickte zu ihr. „Stimmt etwas nicht?" Stumm deutete Lum auf seine Stirn und danach auf einen Spiegel. „Was denn?" Er wandte sich wieder dem Spiegel zu. „Da ist doch alles ..." Ataru brach ab. „Ach du... LUM!" Wütend drehte er sich zu ihr um. Diese hob gerade vom Boden ab und wollte sich davon machen. Sie kicherte nervös. „Darling, das ist doch kein Grund zur Überreaktion. Man kann über alles reden..." Als sie seinen Gesichtsausdruck sah, floh sie. „So nicht!"rief der wütende Junge und stürzte ihr nach.

Eine halbe Stunde später. Lum schwebte an der Decke ihres UFOs und keuchte schwer. Ataru, dem es nicht viel besser ging, sah zu ihr hoch. „Komm herunter, Lum!" „Nein, du bist mir böse." „Bin ich nicht", meinte er ruhig, „... und jetzt komm herunter zu mir." Das Oni-Mädchen schüttelte den Kopf. „Ich glaube dir nicht, du bist mir ganz sicher böse." Ataru setzte sich einfach auf den Boden. „Lum, ich möchte einfach nur..." Er schloß die Augen und seufzte schwer. Langsam schwebte diese zum Boden runter. „Darling?" Sie beugte sich vor, als er wieder aufsah und mit einem kalten Lächeln auf sie zusprang. „Hab ich dich!" Lum kreischte auf. „Du hast es doch versprochen...." Sie schloß die Augen und als nichts geschah, öffnete sie diese verdutzt wieder. Ataru lag auf ihr und hatte einen eigenartigen Gesichtsausdruck aufgesetzt. „Darling?"konnte sie nur stammeln, als er sich weiter vorbeugte und seine Lippen beinahe die ihren berührten. Plötzlich stoppte Ataru abrupt und wich mit knallrotem Gesicht zurück. „Es tut mir ... leid.... ich...", stotterte er verlegen. Lum war geschockt. Wollte er mich etwa küssen? Ihr wurde furchtbar warm und sie schluckte. „Ist ja in Ordnung, es ist nichts geschehen", entgegnete sie verwirrt. Leider, ging es ihr durch den Kopf. „Wenn du willst, kann ich sehen, ob wir etwas wegen der Hörner tun können", fuhr Lum fort. Ataru nickte. „Das wäre gut." Die beiden standen auf und hielten ihre Köpfe gesenkt. Als sie hochsahen, trafen sich ihre Blicke wieder und beide schluckten. Vorsichtig trat Ataru näher. „Lum." „Darling." Auf einmal ging eine Seitenluke auf und Ten flog in das UFO hinein, Lums vorwitziger Cousin. „Lum-chan, ich..." Er verharrte in der Luft, als er die beiden in einer Beinahe-Umarmung sah. „Waaaaa....", schrie der kleine Oni-Junge auf und fiel in Ohnmacht. Abrupt lösten sie sich voneinander. Verdammt, mußte er jetzt auftauchen? dachten sie synchron.

Lum nahm ein Tuch, das sie in kaltes Wasser getaucht hatte und legte es dem zitternden Ten auf die Stirn. „Er hat einen Schock erlitten, Darling", meinte sie besorgt. „Uh", murmelte Ataru geistesabwesend. Wenn Ten nicht aufgetaucht wäre, hätten wir... „Darling, was ist mit dir?" Ihre Stimme riß ihn aus seinen Gedanken. „Äh ... nichts...", stammelte er verwirrt. „Woran hast du denn gerade gedacht?"fragend sah das Oni-Mädchen zu ihm rüber. Ataru fühlte, wie er rot wurde und wich zurück. „An gar nichts!"rief er aus, „Und daran hab ich auch nicht gedacht!" Kaum hatte er dies gesagt, erstarrte Ataru entsetzt. Jetzt war es wieder an Lum in den schönsten Rottönen zu schillern. „Aber Darling", brachte sie hervor und fühlte sich ganz kribbelig. „Du denkst doch nicht etwas ... DARAN???" Ten, der gerade wieder das Bewußtsein erlangte, hörte dies und sackte wieder zusammen. „Jariten", schrie Lum entsetzt auf und versuchte wieder ihn wach zu bekommen, während Ataru das Ganze mit einem bösen Grinsen zur Kenntnis nahm.

Einige Zeit später war der kleine Oni wieder auf den Beinen und musterte Ataru ungläubig. „Er hat Hörner, Lum-chan, genau wie wir." Dieser brummte mißmutig. „Du kannst aufhören, so überrascht zu sein! Ja, ich habe Hörner, na und?" Ten schnaubte auf. „Wer hat mit dir gesprochen, du Idiot! An uns sehen Hörner einfach gut aus, während sie bei dir nur pathetisch wirken." Lum wollte ihren Cousin gerade zurecht weisen, als sie die Energiewirbel um Ataru sah. „Dar...", begann sie, als aus seinen Händen Blitze direkt auf Ten zuschossen und ihn voll zappten. Diese entluden sich krachend und knockten den kleinen Oni aus. Es herrschte einen Moment Stille, als Ataru klar wurde, was er eigentlich getan hatte. Er betrachtete erstaunt seine Hände. „Seit wann ... Lum, kannst du mir sagen, was mit mir geschieht? Was geht hier vor?" Schweigend betrachtete das Oni-Mädchen ihn und schüttelte den Kopf. „Ich weiß es nicht, Darling", sagte sie schlicht.

Währenddessen in Tomobiki: Cherry stand vor dem Haus der Moroboshis und betrachtete es ruhig. „Dunkle Dinge geschehen heute Nacht", murmelte der alte Mönch, „Furchtbares bahnt sich an." Er wiegte den Kopf hin und her und straffte sich schließlich. „Doch ich werde da sein und mit meiner großen, spirituellen Kraft das Schlimmste verhindern", rief er und hob seinen Stock. Wie aus dem Nichts fuhr ein Blitz aus dem Himmel herab und schlug seinen Stock ein. „...oder vielleicht doch nicht", sagte er und kippte um. Niemand in Tomobiki bemerkte diesen Vorfall und die Stadt schlummerte friedlich weiter, ohne zu ahnen, daß oben in den Sternen bereits ein dunkler Schatten aufgezogen war.

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So, das wäre es für dieses Mal. Fortsetzung folgt. Bitte macht Rückmeldung, ob es euch gefallen hat, würde mich freuen. Saraton