Urusei Yatsura wurde von Rumiko Takahashi erfunden. Die Rechte an den
Figuren liegen somit bei ihr und ihrem Verlag. Die Geschichte dient keinem
finanziellen Zweck sondern ist einfach Ausdruck eines Fans.
Teil 6 von 7 ist da. Langsam nähern wir uns ja dem Ende der Story. Ganz im Geheimen – ganz unter uns – Teil 7 wäre zwar schon fertig, aber ich muß ihn noch überarbeiten, danach kommt er jedoch umgehend ins Netz. Weitere Urusei- Yatsura Geschichten sind in Planung, aber da ich meistens an mehreren Dingen gleichzeitig schreibe könnte es ein wenig dauern. Also kann ich nur noch beim Lesen dieses Kapitels viel Spaß wünschen.
Saraton
Anbei noch: Bei den Zeichen „"sagen die Leute was, bei diesen handelt es sich um Gedanken... Somit bleibt mir nur noch zu wünschen:
Die Nacht im UFO – Kapitel 6
Langsam kam Lum wieder zu sich. „Autsch..." Sie schüttelte noch leicht benommen den Kopf. „Was ist..." Dann kam ihr die Erinnerung wieder und sie sprang abrupt auf. „Darling!" Als das Oni-Mädchen sich nach hinten drehte, gefror ihr das Blut in den Adern. Ataru lag regungslos am Boden, während sich eine Blutlache um ihn bildete. „Oh, mein ..." Lum raste zu dem ohnmächtigen Jungen und beugte sich über ihn. Sie tastete Ataru vorsichtig ab und fand schließlich die Ursache für das viele Blut. Ein etwas tieferer Schnitt an seinem linken Arm war dafür verantwortlich, zudem hatte er eine riesige Beule am Kopf, ansonsten fehlte ihm jedoch nichts. Darling ist hart im Nehmen, dachte Lum erleichtert und machte sich daran seine Wunden zu versorgen.
Zwei Stunden später: Als Ataru seine Augen aufschlug und sich verwirrt aufsetzte, erwachte auch Lum dadurch, da sie neben ihm geschlafen hatte. Die beiden lagen auf ihrem tigergemusterten Bett und seine Wangen röteten sich, als ihm das bewußt wurde. „Lum? Was..." Das Oni-Mädchen errötete ebenfalls. „Darling, es ist nicht so..." Sie stockte und senkte verlegen den Blick. Er griff mit schmerzverzerrtem Blick an seinen Kopf. „Autsch, Uugg,.." Ataru befühlte die Beule an seinem Schädel und seufzte schließlich auf. Er hatte schon Schlimmeres abbekommen. „Was ist eigentlich passiert? Ich weiß noch, daß ich Ten in die Kapsel gesteckt habe, dann wurde alles dunkel um mich", sagte Ataru matt. Lum nickte. „Du hast dir den Kopf gestoßen, Darling. Zudem hast du noch eine Wunde am linken Arm. Das muß geschehen sein, als wir in den Hyperraum gesprungen sind. Die Energiewellen der Hauptgeschütze haben uns wohl doch noch erreicht." „Aha." Sie griff vorsichtig nach seinem Arm und musterte kritisch den Verband. „Du mußt dich noch ein wenig schonen, ansonsten solltest du keine Schwierigkeiten haben." Er seufzte erneut auf. „Wo ist eigentlich Ten? Nicht, daß ich ihn vermissen würde, aber immerhin habe ich mich seinetwegen verletzt." Lum lächelte. „Er ist in Sicherheit und mit der Notkapsel unterwegs nach Hause. Beim Sprung in den Hyperraum wurde die Notfallsequenz aktiviert und die Kapsel abgeschossen." Ataru lachte auf, brach jedoch ab, als er in das Gesicht des Oni-Mädchen sah. „Ja, ich freue mich, daß wir diese kleine Pest los sind", stellte er trotzig fest. Lum schüttelte den Kopf. „Darum geht es nicht..." Sie zögerte kurz. „Da gibt es noch etwas, das du wissen solltest, Darling." Mißtrauisch kniff dieser die Augen zusammen. „Ja?" „Eigentlich sind es mehrere Sachen", begann sie umständlich, während ihn langsam ein ungutes Gefühl überkam. „Lum! Sag schon was los ist!" Die Oni schluckte kurz. „Also zu aller erst: Beim Sprung in den Hyperraum ist der Antrieb meines UFO's beschädigt worden. Das habe ich aber erst jetzt bemerkt." Lum atmete aus. „Im Moment kreisen wir als Satellit um den Erdenmond." „WAS???"unterbrach Ataru sie, „...und wie kommen wir wieder zurück?" „Es ist nicht so schlimm, Darling", fuhr sie hastig fort, „ich habe bereits den galaktischen Abschleppdienst verständigt..." „Dann ist es ja gut", erleichtert atmete er aus. „An und für sich schon, aber da sie im Moment so viel zu tun haben, können sie erst in einer Woche kommen." „In einer Woche?"kickste Ataru auf. „Das ist nicht so schlimm. Unsere Umlaufbahn ist stabil und alles andere in meinem UFO ist voll funktionstüchtig. Uns kann also nichts geschehen..." Lums Stimme verklang. „Darling?" Der Junge legte seinen Kopf in die Arme. „Lum, was sollen wir in dieser Woche essen? Du weißt, daß außerirdisches Essen bei mir meist irgendwelche seltsamen Reaktionen hervorruft." Als er aufsah, wurden auch die zwei Hörner auf seiner Stirn wieder sichtbar und die Fangzähne in seinem Mund blitzten auf. Das Oni-Mädchen errötete wieder. Er sieht so gut aus... Sie faßte sich und sprach ruhig weiter. „Wir könnten ja... beim Milchstraßenessenszustelldienst bestellen..." Kaum hatte Lum das gesagt, legte sie sich erschrocken die Hand vor den Mund. Ataru starrte mit großen Augen auf das Oni-Mädchen. Diese wich etwas zurück. „Darling, es ist kein Grund böse zu..." Lum stockte, als er den Kopf zurücklegte und schallend zu lachen begann. Nach einigen Minuten hatte der Junge sich wieder beruhigt und wischte sich Lachtränen aus dem Gesicht. „Sag, bei der Gelegenheit, weißt du, was mit unseren Vätern geschehen ist?"
Die Leute der Nachbarschaft standen vor dem großen, rauchenden Krater, wo einst das Haus der Moroboshis gestanden hatte. Zwei ältere Damen kümmerten sich um die zusammengebrochene Mrs. Moroboshi und sprachen ihr gut zu, zumindest versuchten sie es. „Ach, Mrs. Moroboshi, das wird schon wieder. So ein Haus kann man doch bald wieder aufbauen", sagte die eine. „Genau, das ist doch nicht das erste Mal, daß es kaputt gegangen ist", meinte die andere und brachte damit Atarus Mutter noch mehr zum Schluchzen.
Mrs. Onno warf ihrer Freundin, Mrs. Kanuchi, einen strafenden Blick zu. „Aber hören sie doch auf zu weinen, ihren Mann werden wir ganz sicher noch finden", begann Mrs. Onno wieder ihre Tröstungsversuche. „Da kann ich nur zustimmen. Und in Ihrem Alter dürfte es kein Problem dürfte es kein Problem sein wieder zu heiraten, wenn die Trauerzeit vorbei ist, fügte Mrs. Kanuchi helfend hinzu. Das war zu viel. Mrs. Moroboshi stieß einen weiteren Klageschrei aus und warf sich zu Boden. „Warum? Warum nur?"brachte sie schluchzend hervor. Indessen hatte Mrs. Onno ihre unnütze Freundin weg geschleift und kam gerade zurück, als die Menge aufschrie. Ein gigantisch, tigerartig gestreiftes Raumschiff erschien am Himmel, senkte sich langsam herab – als man dessen angesichtig wurde, verharrten die Anwesenden vor Furcht. Davon ging ein Hauch der Bedrohung aus und man konnte gefährlich aussehende Geschützkuppeln erkennen, die genau in Richtung der Menge gerichtet waren. Die Leute schrieen wieder auf und innerhalb weniger Augenblicke rannten sie panisch los. Nach nicht einmal einer Minute stand nur noch Atarus Mutter vor dem rauchenden Krater und blickte zu dem Raumschiff hinauf. Eine einzelne Gestalt löste sich von diesem und flog zu ihr hinunter. Es war Lums Mutter, die mit schuldbewußtem Blick auf das Loch im Boden starrte. Sie sagte etwas Unverständliches zu Mrs. Moroboshi, die jedoch nur verständnislos den Kopf schütteln konnte. „Tut mir leid, aber ich verstehe sie nicht", entgegnete sie mit ruhiger Stimme. Mrs. Invader nickte und griff in eine Seitentasche ihres Gewandes. Sie heftete ihr schließlich eine Art Medaille ans Gewand. „Verstehst du mich jetzt?"fragte sie. „Ja", bestätigte die Erdenfrau. Danach sahen die beiden auf den rauchenden Krater und fielen sich weinend in die Arme.
Währenddessen am Grund des Kraters: Plötzlich begann sich etwas unter den Trümmerstücken zu regen. Langsam schoben sich zwei zerschlagene Gestalten aus der Asche ins Freie. „Das war knapp", brachte Mr. Moroboshi mühsam hervor. „Ja, das war es - sehr knapp", bestätigte ihm der zerschunden Oni-Chef. „Was bei allen Raumteufeln war das?"grollte Mr. Invader. „Wenn ich es nicht besser wüßte, hätte ich schwören können, daß uns eine volle Breitseite eines Schlachtenkreuzers erwischt hat." „Tatsächlich?" Der Erdenmensch musterte sein Gegenüber, während er sich seine zurechtbog. „Nun, wie auch immer, wir sollten sehen, daß wir hier heraus...." „Onata!" „Schatz!" Ertönten zwei, ihnen wohlbekannte Stimmen. Sie sahen hinauf und starrten verblüfft auf ihre Ehefrauen. Da standen Mrs. Moroboshi und Mrs. Invader nebeneinander mit tränenüberströmten Gesichtern am Rande des Kraters und blickten ungläubig zu ihnen hinunter. Danach sprangen sie einfach hinein und warfen sich ihren Männern in die Arme. „Du lebst Schatz!", rief Atarus Mutter aus und drückte ihren Gatten an sich. Man hörte Knochen knirschen und knacken. „Das ist ... schön, aber könntest du etwas weniger fest drücken?"stieß dieser mit tränenden Augen hervor. „Oh, verzeih", sagte sie und ließ ihn los. Daraufhin verlor er das Gleichgewicht und krachte zu Boden. Mrs. Moroboshi hockte sich glücklich zu ihrem Ehemann. Dieser lag mit verdrehten Augen am Boden und zuckte ab und zu mit dem linken Fuß, was sie nicht weiter störte, da sie ihn schon öfters in diesem Zustand gesehen hatte, meistens nach ihren Ehestreitigkeiten, wenn sie ihn in einem Wutanfall mit irgend einem Gegenstand auf den Kopf geschlagen hatte – mehr als einmal. Währenddessen saß Lums Vater mit ungläubigem Gesicht da und hielt seine schluchzende Frau im Arm. „Hast du dir etwa Sorgen um mich gemacht?"fragte er ungläubig. „Natürlich, du großer Idiot." Die Oni faßte sich wieder. „Ach ja, ich wollte dich noch etwas fragen ... Liebling." Dieser schluckte, als er den speziellen Tonfall in ihrer Stimme hörte. „Äh, ja?" Mrs. Invader begann zuckersüß zu lächeln und fragte mit sanfter Stimme: „Da geht es um ein oder zwei Sachen, die du gesagt hast ..." Ihm trat der Schweiß auf die Stirn. „...wie war das noch mit „diesem verrückten, eingebildeten Weibsstück"?" Er versuchte noch zu fliehen, aber sie ließ ihn nicht entkommen." Die Moroboshis sahen nur stumm zu, wie Lum's Vater von dem Vater aller Blitze getroffen wurde. Als der Oni-Chef rauchend und mit verdrehten Augen auf dem Boden lag, nickte Mrs. Invader zufrieden. „Jetzt sind wir quitt, Liebling." Cherry, der das Ganze vom Rand des Kraters aus beobachtet hatte, nickte nur bekräftigend. „Es ist Schicksal", stellte er lakonisch fest.
Indessen schaltete Lum gerade den Bildschirm aus, wo sie und Ataru das Ganze mit angesehen hatten. „Es ist also alles beim Alten." Er schüttelte den Kopf. „Ob sie jemals erwachsen werden?" Die beiden lachten fröhlich auf und das Oni-Mädchen warf ihm einen heimlichen Blick zu. Seine Laune ist besser geworden... Sie beschloß einen Vorstoß zu machen. „Darling?" „Hmh?" „Es ist doch schon einige Zeit vergangen und wir sollten etwas ... essen." Lum sah ihn an um zu sehen, wie er reagierte. Ataru stand mit ausdruckslosem Gesicht da und wartete, daß sie fortfuhr. „Das heißt ... wir sollten etwas zu essen bestellen", beendete er den Satz für sie. Ataru seufzte auf. „In Ordnung, dann bestell uns etwas, Lum, aber sollte dieses Mal was passieren, dann...." Er beendete den Satz nicht, sondern warf ihr einen düsteren Blick zu. Danach hellte sich seine Miene wieder auf. „Aber heute werde ich mir meine gute Laune nicht verderben lassen." Ataru grinste gemein. „Weißt du, dieses Mal können meine Eltern nicht sagen, daß ich an allem Schuld sei." Das Oni-Mädchen mußte ebenfalls lächeln. „Also, dann bestell' ich jetzt, Darling", sagte sie und machte sich an die Ausführung. „Ja, mach nur", schloß Ataru das Gespräch ab, während er sich insgeheim fragte, ob das Ganze wirklich eine so gute Idee gewesen war. Einmal sollte doch nichts Schlimmes geschehen und in normalen Bahnen verlaufen können, versuchte der Junge sich selber zu beruhigen. Und warum nicht dieses Mal....
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Ende des 6. Teiles. Fortsetzung folgt.
Saraton
Teil 6 von 7 ist da. Langsam nähern wir uns ja dem Ende der Story. Ganz im Geheimen – ganz unter uns – Teil 7 wäre zwar schon fertig, aber ich muß ihn noch überarbeiten, danach kommt er jedoch umgehend ins Netz. Weitere Urusei- Yatsura Geschichten sind in Planung, aber da ich meistens an mehreren Dingen gleichzeitig schreibe könnte es ein wenig dauern. Also kann ich nur noch beim Lesen dieses Kapitels viel Spaß wünschen.
Saraton
Anbei noch: Bei den Zeichen „"sagen die Leute was, bei diesen handelt es sich um Gedanken... Somit bleibt mir nur noch zu wünschen:
Die Nacht im UFO – Kapitel 6
Langsam kam Lum wieder zu sich. „Autsch..." Sie schüttelte noch leicht benommen den Kopf. „Was ist..." Dann kam ihr die Erinnerung wieder und sie sprang abrupt auf. „Darling!" Als das Oni-Mädchen sich nach hinten drehte, gefror ihr das Blut in den Adern. Ataru lag regungslos am Boden, während sich eine Blutlache um ihn bildete. „Oh, mein ..." Lum raste zu dem ohnmächtigen Jungen und beugte sich über ihn. Sie tastete Ataru vorsichtig ab und fand schließlich die Ursache für das viele Blut. Ein etwas tieferer Schnitt an seinem linken Arm war dafür verantwortlich, zudem hatte er eine riesige Beule am Kopf, ansonsten fehlte ihm jedoch nichts. Darling ist hart im Nehmen, dachte Lum erleichtert und machte sich daran seine Wunden zu versorgen.
Zwei Stunden später: Als Ataru seine Augen aufschlug und sich verwirrt aufsetzte, erwachte auch Lum dadurch, da sie neben ihm geschlafen hatte. Die beiden lagen auf ihrem tigergemusterten Bett und seine Wangen röteten sich, als ihm das bewußt wurde. „Lum? Was..." Das Oni-Mädchen errötete ebenfalls. „Darling, es ist nicht so..." Sie stockte und senkte verlegen den Blick. Er griff mit schmerzverzerrtem Blick an seinen Kopf. „Autsch, Uugg,.." Ataru befühlte die Beule an seinem Schädel und seufzte schließlich auf. Er hatte schon Schlimmeres abbekommen. „Was ist eigentlich passiert? Ich weiß noch, daß ich Ten in die Kapsel gesteckt habe, dann wurde alles dunkel um mich", sagte Ataru matt. Lum nickte. „Du hast dir den Kopf gestoßen, Darling. Zudem hast du noch eine Wunde am linken Arm. Das muß geschehen sein, als wir in den Hyperraum gesprungen sind. Die Energiewellen der Hauptgeschütze haben uns wohl doch noch erreicht." „Aha." Sie griff vorsichtig nach seinem Arm und musterte kritisch den Verband. „Du mußt dich noch ein wenig schonen, ansonsten solltest du keine Schwierigkeiten haben." Er seufzte erneut auf. „Wo ist eigentlich Ten? Nicht, daß ich ihn vermissen würde, aber immerhin habe ich mich seinetwegen verletzt." Lum lächelte. „Er ist in Sicherheit und mit der Notkapsel unterwegs nach Hause. Beim Sprung in den Hyperraum wurde die Notfallsequenz aktiviert und die Kapsel abgeschossen." Ataru lachte auf, brach jedoch ab, als er in das Gesicht des Oni-Mädchen sah. „Ja, ich freue mich, daß wir diese kleine Pest los sind", stellte er trotzig fest. Lum schüttelte den Kopf. „Darum geht es nicht..." Sie zögerte kurz. „Da gibt es noch etwas, das du wissen solltest, Darling." Mißtrauisch kniff dieser die Augen zusammen. „Ja?" „Eigentlich sind es mehrere Sachen", begann sie umständlich, während ihn langsam ein ungutes Gefühl überkam. „Lum! Sag schon was los ist!" Die Oni schluckte kurz. „Also zu aller erst: Beim Sprung in den Hyperraum ist der Antrieb meines UFO's beschädigt worden. Das habe ich aber erst jetzt bemerkt." Lum atmete aus. „Im Moment kreisen wir als Satellit um den Erdenmond." „WAS???"unterbrach Ataru sie, „...und wie kommen wir wieder zurück?" „Es ist nicht so schlimm, Darling", fuhr sie hastig fort, „ich habe bereits den galaktischen Abschleppdienst verständigt..." „Dann ist es ja gut", erleichtert atmete er aus. „An und für sich schon, aber da sie im Moment so viel zu tun haben, können sie erst in einer Woche kommen." „In einer Woche?"kickste Ataru auf. „Das ist nicht so schlimm. Unsere Umlaufbahn ist stabil und alles andere in meinem UFO ist voll funktionstüchtig. Uns kann also nichts geschehen..." Lums Stimme verklang. „Darling?" Der Junge legte seinen Kopf in die Arme. „Lum, was sollen wir in dieser Woche essen? Du weißt, daß außerirdisches Essen bei mir meist irgendwelche seltsamen Reaktionen hervorruft." Als er aufsah, wurden auch die zwei Hörner auf seiner Stirn wieder sichtbar und die Fangzähne in seinem Mund blitzten auf. Das Oni-Mädchen errötete wieder. Er sieht so gut aus... Sie faßte sich und sprach ruhig weiter. „Wir könnten ja... beim Milchstraßenessenszustelldienst bestellen..." Kaum hatte Lum das gesagt, legte sie sich erschrocken die Hand vor den Mund. Ataru starrte mit großen Augen auf das Oni-Mädchen. Diese wich etwas zurück. „Darling, es ist kein Grund böse zu..." Lum stockte, als er den Kopf zurücklegte und schallend zu lachen begann. Nach einigen Minuten hatte der Junge sich wieder beruhigt und wischte sich Lachtränen aus dem Gesicht. „Sag, bei der Gelegenheit, weißt du, was mit unseren Vätern geschehen ist?"
Die Leute der Nachbarschaft standen vor dem großen, rauchenden Krater, wo einst das Haus der Moroboshis gestanden hatte. Zwei ältere Damen kümmerten sich um die zusammengebrochene Mrs. Moroboshi und sprachen ihr gut zu, zumindest versuchten sie es. „Ach, Mrs. Moroboshi, das wird schon wieder. So ein Haus kann man doch bald wieder aufbauen", sagte die eine. „Genau, das ist doch nicht das erste Mal, daß es kaputt gegangen ist", meinte die andere und brachte damit Atarus Mutter noch mehr zum Schluchzen.
Mrs. Onno warf ihrer Freundin, Mrs. Kanuchi, einen strafenden Blick zu. „Aber hören sie doch auf zu weinen, ihren Mann werden wir ganz sicher noch finden", begann Mrs. Onno wieder ihre Tröstungsversuche. „Da kann ich nur zustimmen. Und in Ihrem Alter dürfte es kein Problem dürfte es kein Problem sein wieder zu heiraten, wenn die Trauerzeit vorbei ist, fügte Mrs. Kanuchi helfend hinzu. Das war zu viel. Mrs. Moroboshi stieß einen weiteren Klageschrei aus und warf sich zu Boden. „Warum? Warum nur?"brachte sie schluchzend hervor. Indessen hatte Mrs. Onno ihre unnütze Freundin weg geschleift und kam gerade zurück, als die Menge aufschrie. Ein gigantisch, tigerartig gestreiftes Raumschiff erschien am Himmel, senkte sich langsam herab – als man dessen angesichtig wurde, verharrten die Anwesenden vor Furcht. Davon ging ein Hauch der Bedrohung aus und man konnte gefährlich aussehende Geschützkuppeln erkennen, die genau in Richtung der Menge gerichtet waren. Die Leute schrieen wieder auf und innerhalb weniger Augenblicke rannten sie panisch los. Nach nicht einmal einer Minute stand nur noch Atarus Mutter vor dem rauchenden Krater und blickte zu dem Raumschiff hinauf. Eine einzelne Gestalt löste sich von diesem und flog zu ihr hinunter. Es war Lums Mutter, die mit schuldbewußtem Blick auf das Loch im Boden starrte. Sie sagte etwas Unverständliches zu Mrs. Moroboshi, die jedoch nur verständnislos den Kopf schütteln konnte. „Tut mir leid, aber ich verstehe sie nicht", entgegnete sie mit ruhiger Stimme. Mrs. Invader nickte und griff in eine Seitentasche ihres Gewandes. Sie heftete ihr schließlich eine Art Medaille ans Gewand. „Verstehst du mich jetzt?"fragte sie. „Ja", bestätigte die Erdenfrau. Danach sahen die beiden auf den rauchenden Krater und fielen sich weinend in die Arme.
Währenddessen am Grund des Kraters: Plötzlich begann sich etwas unter den Trümmerstücken zu regen. Langsam schoben sich zwei zerschlagene Gestalten aus der Asche ins Freie. „Das war knapp", brachte Mr. Moroboshi mühsam hervor. „Ja, das war es - sehr knapp", bestätigte ihm der zerschunden Oni-Chef. „Was bei allen Raumteufeln war das?"grollte Mr. Invader. „Wenn ich es nicht besser wüßte, hätte ich schwören können, daß uns eine volle Breitseite eines Schlachtenkreuzers erwischt hat." „Tatsächlich?" Der Erdenmensch musterte sein Gegenüber, während er sich seine zurechtbog. „Nun, wie auch immer, wir sollten sehen, daß wir hier heraus...." „Onata!" „Schatz!" Ertönten zwei, ihnen wohlbekannte Stimmen. Sie sahen hinauf und starrten verblüfft auf ihre Ehefrauen. Da standen Mrs. Moroboshi und Mrs. Invader nebeneinander mit tränenüberströmten Gesichtern am Rande des Kraters und blickten ungläubig zu ihnen hinunter. Danach sprangen sie einfach hinein und warfen sich ihren Männern in die Arme. „Du lebst Schatz!", rief Atarus Mutter aus und drückte ihren Gatten an sich. Man hörte Knochen knirschen und knacken. „Das ist ... schön, aber könntest du etwas weniger fest drücken?"stieß dieser mit tränenden Augen hervor. „Oh, verzeih", sagte sie und ließ ihn los. Daraufhin verlor er das Gleichgewicht und krachte zu Boden. Mrs. Moroboshi hockte sich glücklich zu ihrem Ehemann. Dieser lag mit verdrehten Augen am Boden und zuckte ab und zu mit dem linken Fuß, was sie nicht weiter störte, da sie ihn schon öfters in diesem Zustand gesehen hatte, meistens nach ihren Ehestreitigkeiten, wenn sie ihn in einem Wutanfall mit irgend einem Gegenstand auf den Kopf geschlagen hatte – mehr als einmal. Währenddessen saß Lums Vater mit ungläubigem Gesicht da und hielt seine schluchzende Frau im Arm. „Hast du dir etwa Sorgen um mich gemacht?"fragte er ungläubig. „Natürlich, du großer Idiot." Die Oni faßte sich wieder. „Ach ja, ich wollte dich noch etwas fragen ... Liebling." Dieser schluckte, als er den speziellen Tonfall in ihrer Stimme hörte. „Äh, ja?" Mrs. Invader begann zuckersüß zu lächeln und fragte mit sanfter Stimme: „Da geht es um ein oder zwei Sachen, die du gesagt hast ..." Ihm trat der Schweiß auf die Stirn. „...wie war das noch mit „diesem verrückten, eingebildeten Weibsstück"?" Er versuchte noch zu fliehen, aber sie ließ ihn nicht entkommen." Die Moroboshis sahen nur stumm zu, wie Lum's Vater von dem Vater aller Blitze getroffen wurde. Als der Oni-Chef rauchend und mit verdrehten Augen auf dem Boden lag, nickte Mrs. Invader zufrieden. „Jetzt sind wir quitt, Liebling." Cherry, der das Ganze vom Rand des Kraters aus beobachtet hatte, nickte nur bekräftigend. „Es ist Schicksal", stellte er lakonisch fest.
Indessen schaltete Lum gerade den Bildschirm aus, wo sie und Ataru das Ganze mit angesehen hatten. „Es ist also alles beim Alten." Er schüttelte den Kopf. „Ob sie jemals erwachsen werden?" Die beiden lachten fröhlich auf und das Oni-Mädchen warf ihm einen heimlichen Blick zu. Seine Laune ist besser geworden... Sie beschloß einen Vorstoß zu machen. „Darling?" „Hmh?" „Es ist doch schon einige Zeit vergangen und wir sollten etwas ... essen." Lum sah ihn an um zu sehen, wie er reagierte. Ataru stand mit ausdruckslosem Gesicht da und wartete, daß sie fortfuhr. „Das heißt ... wir sollten etwas zu essen bestellen", beendete er den Satz für sie. Ataru seufzte auf. „In Ordnung, dann bestell uns etwas, Lum, aber sollte dieses Mal was passieren, dann...." Er beendete den Satz nicht, sondern warf ihr einen düsteren Blick zu. Danach hellte sich seine Miene wieder auf. „Aber heute werde ich mir meine gute Laune nicht verderben lassen." Ataru grinste gemein. „Weißt du, dieses Mal können meine Eltern nicht sagen, daß ich an allem Schuld sei." Das Oni-Mädchen mußte ebenfalls lächeln. „Also, dann bestell' ich jetzt, Darling", sagte sie und machte sich an die Ausführung. „Ja, mach nur", schloß Ataru das Gespräch ab, während er sich insgeheim fragte, ob das Ganze wirklich eine so gute Idee gewesen war. Einmal sollte doch nichts Schlimmes geschehen und in normalen Bahnen verlaufen können, versuchte der Junge sich selber zu beruhigen. Und warum nicht dieses Mal....
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Ende des 6. Teiles. Fortsetzung folgt.
Saraton
