Urusei Yatsura wurde von Rumiko Takahashi erfunden. Die Rechte an den
Figuren liegen somit bei ihr und ihrem Verlag. Die Geschichte dient keinem
finanziellen Zweck sondern ist einfach Ausdruck eines Fans.
Geschafft. Das letzte Kapitel der Geschichte ist da. Damit wäre „die Nacht im UFO"komplett, was mich ziemlich freut. Das einzige, was mir zum kompletten Glück noch fehlt wären ein paar Reviews, wie die Geschichte denn gefallen hat. Damit bleibt mir nur noch eines übrig zu wünschen: nämlich viel Spaß beim Lesen der Story. Noch eines, die Geschichte hat auch einen Epilog, der angehängt ist und ich glaube, ihr solltet ihn nicht verpassen. g
Saraton
Anbei noch: Bei den Zeichen „"sagen die Leute was, bei diesen handelt es sich um Gedanken... Somit bleibt mir nur noch zu wünschen:
Die Nacht im UFO – Kapitel 7
Knurz Yknadyr war frustriert. Der Bote des Milchstraßenessenszustelldienstes starrte auf die Bestellung der Kundin. Er schüttelte seine Tentakel durch und kratzte sich mit einer davon auf seinem Kopf. „Das ist eine sehr schwierige Bestellung!"stellte der Rigelaner fest. „Nur Sachen, die ein Erdenmensch verträgt und als Nachtisch möchte sie etwas typisch Terranisches. Ojojoj, woher soll ich so was besorgen?" Der Bote seufzte auf. Es blieb ihm wohl nichts anderes übrig, als auf diesen Hinterwäldlerplaneten zu fliegen und dort etwas Dementsprechendes zu besorgen. Grummelnd machte sich Knurz auf den Weg. „Immer diese Sonderwünsche...", murmelte er dabei vor sich hin.
Währenddessen hatten Lum und Ataru es sich im UFO gemütlich gemacht. Die beiden saßen auf dem Bett und sahen fern. „Intergalaktisches Fernsehen hat etwas", meinte er grinsend zu dem Oni- Mädchen. Sie sahen sich gerade eine venusianische Talkshow an, die sich darum drehte, daß sich einige hysterisch wirkende blauhäutige Mädchen den Bewohnern des Mars unstatthaftes und rüpelhaftes Benehmen vorwarfen. Man hatte jedoch auch eine Delegation von Marsianern eingeladen, die natürlich nicht erfreut waren so bezeichnet zu werden. So entstand die schönste Prügelei unter den Anwesenden, wobei der Moderator am meisten abbekam, da ihn beide Seiten verdroschen. „Aber Darling", stellte Lum lächelnd fest, wobei sie sich ein wenig an ihn anlehnte. Ataru stutzte kurz, nahm das Ganze jedoch ruhig hin. So sahen die beiden weiter fern und warteten auf die Ankunft des Essens.
„Ich habe sie gefragt, wieviel das kostet", Knurz hielt ein Glas mit dunkelblau gefärbtem Inhalt in einer seiner Tentakel und blickte irrtiert zu dem erstarrten Supermarktverkäufer. Der stand mit geöffnetem Mund da und rührte sich nicht. Ein älteres Ehepaar, das gerade beim Markt vorbeiging und in die Auslage des Geschäftes sah, verharrte ebenfalls kurz. „Sieh mal, Schatz", sagte die ältere Dame zu ihrem Mann, „ein blauer Oktopus, der einkaufen geht!" Dieser schnaubte nur auf und zog seine Frau mit sich. „Das kommt davon, daß wir in diesen verrückten Ort gezogen sind, Tomobiki, pah!"grollte er. Inzwischen hatte der Rigelaner die Geduld verloren. Er legte etwas von der komischen Menschenwährung auf den Tisch und nahm das Glas mit. „So, jetzt hätten wir auch noch das terranische Gericht!"meinte er zufrieden. Da Knurz die menschliche Schrift nicht lesen konnte, hatte er einfach etwas nach Verdacht genommen. „Es wird schon passen..." Knurz sah auf das Etikett und schüttelte den Kopf. „Was für eine seltsame Schrift." Hätte er diese lesen können, wäre ihm das Wort „Plaumenmus"ins Auge gestoßen. Dann ging er zu seinem Raumschiff um endlich seine Bestellung abzuliefern. Ataru warf heimlich einen Seitenblick zu Lum, die noch immer an ihn gelehnt fern sah. Eigentlich ist das so doch ganz nett, mußte er sich selber eingestehen. Als sie sich zu ihm drehte und ihre Blicke sich trafen, wurde Ataru rot. Er wandte sich hastig ab, doch Lum hatte seine Reaktion bemerkt. „Darling?" Der Junge schluckte und wagte es nicht in ihre Richtung zu sehen. Sein Herz raste. Doch bevor Lum weiter sprechen konnte, erklang ein vertrautes Signal. „Da muß jemand an der Luke sein", sagte er schnell, „Wahrscheinlich ist es das Essen." „Ja, du dürftest recht haben, ich werde es holen gehen." Das Oni-Mädchen klang enttäuscht. Schließlich stand sie auf und flog zur Luke. Ataru sah ihr nach und atmete aus. „Was ist los mit mir? Seit wann benehme ich mich wie ein verliebter Erstklässler?" Er schüttelte sich um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, doch es half nichts. Dieses eigenartige Gefühl blieb bestehen und er schluckte. „Was mache ich nur?"
Es war ein vertrauter Anblick. Die meisten Sachen kannte Ataru schon vom letzten Essen und fühlte sich darum ein wenig sicherer. Noch war er ein wenig aus dem Gleichgewicht und versuchte, es sich nicht anmerken zu lassen. Doch Lum war es aufgefallen und verstohlen blickte sie zu ihm. Was hat er denn? Ich bin mir sicher... Ihre Gedanken stockten. Er hat mich heimlich so seltsam angesehen, oh ...? Sie räusperte sich. „Es ist angerichtet, Darling, wir können beginnen." „Äh, ja, gut." Gemeinsam begannen sie zu essen. Das Oni-Mädchen war in Gedanken nicht ganz bei der Sache und so fiel ihr das Glas mit dem Pflaumenmuß nicht besonders auf. Als sie einen Löffel davon nahm, stutzte sie kurz. Dieser Geschmack kommt mir bekannt vor. Lum betrachtete das Etikett des Glases und ihre Augen weiteten sich. „Oh, nein, Darl..." Sie kam nicht mehr dazu, fertig zu sprechen, da die Wirkung des Mußes auf ihren Organismus einsetzte. Normalerweise vertrugen Oni die Nahrungsmittel der Erde ohne Probleme, da gab es nur eine einzige Ausnahmen: Pflaumen. Diese hatten auf sie eine schlimmere Wirkung als Alkohol und in Mußform mit Zucker... „Hick." Ataru sah auf und blickte überrascht in die glasig wirkenden Augen des Oni- Mädchens. „Lum?" Diese kicherte und kippte den Inhalt des Glases in einem Zug hinunter. Seine Augen weiteten sich ebenfalls, als er den Text der Beschriftung las. „Uh,oh,..." Sie sackte plötzlich zusammen und glitt zu Boden. Er beugte sich über sie. „Lum, alles in Ordnung?" „HICK!" Das Mädchen schlug ihre Augen wieder auf und fing an verliebt zu lächeln. Ihre Wangen waren gerötet und sie schien von innen heraus zu glühen. „Daaarliiiing!" Ataru schluckte. „Lum, du bist ja total betrunken!" Diese kicherte wieder und verzog das Gesicht. „Hast du mich überhaupt noch lieb...?" „Was?"stieß er überrascht hervor. Sie verzog das Gesicht und schluckte. „Du, du hast mich nicht lieb, waahh." Danach fing sie an hemmungslos zu flennen. Ataru, dem das zuviel wurde, schüttelte sie leicht. „Hör auf zu weinen, ich hab dich doch lieb!"und erstarrte. Was habe ich da gerade gesagt? Sie blickte ihn mit großen Augen an. „Darling? Du hast mich wirklich lieb? Ohh!" Das Oni-Mädchen stand abrupt auf und warf ihn dabei um. „Hick."
Lum schwankte leicht, doch irgendwie schaffte sie es stehenzubleiben. Er wich langsam zurück, als er den seltsamen Ausdruck in ihrem Gesicht sah. „Darling?"flüsterte sie sanft und trat einen Schritt vor.
Indessen: Lum's Mutter saß verlegen vor den Moroboshis und servierte ihnen Tee. Ihr Mann saß leicht grummelnd neben ihr. Sie befanden sich an Bord des Schlachtenkreuzers „Tigereyes"in den Räumlichkeiten der Invaders. „Es tut mir wirklich leid", stellte sie mit einem bedauernden Lächeln fest.
„Das mit Ihrem Haus war so nicht gedacht, ich wollte eigentlich nur meinem Mann eine Lektion erteilen...." Der schnaubte auf. „Eine Lektion? Du hast mit den verdammten Schiffsgeschützen auf mich gefeuert!" Als ihn ein vernichtender Seitenblick seiner Frau traf, schluckte er jedoch und sprach nicht weiter. Mrs. Invader begann wieder zu lächeln und wandte sich ihren Gästen zu. „Noch etwas Tee?"fragte sie freundlich.
„Lum, hör auf!"schrie Ataru, während er verzweifelt versuchte das betrunkene Oni-Mädchen von sich zu drücken. „Aber Darling, wir sind doch verheiratet, also dürfen wir das!"heulte diese auf und drängte sich näher an ihn. Das Gerangel dauerte nun schon eine gute halbe Stunde und trotz ihrer Trunkenheit erwies sich Lum als erstaunlich kräftig. Sie versuchte ihn auszuziehen, doch bisher hatte Ataru dies erfolgreich verhindern können. Inzwischen lagen sie auf dem Bett und sie verstärkte ihre Bemühungen. „Darling, warum wehrst du dich denn?" Das Oni-Mädchen hielt kurz ein und warf ihm einen schmachtenden Blick zu. „Ich... Hick ... habe dich doch lieb", sniefte sie und begann wieder zu weinen. Ataru seufzte auf und verdrehte kurz die Augen, während er vorsichtig nach ihrer Schulter griff. „Hör mal, du bist im Moment nicht ganz bei dir und... uff" Der Junge stieß die Luft aus, als das Mädchen auf ihn fiel. „Lum, was, oh..." Ihre gleichmäßigen Atemzüge verrieten ihm, daß sie eingeschlafen war. Sanft lagerte er sich um und ließ sie zur Seite gleiten. Danach legte er seine Arme um sie und kuschelte sich an ihre Seite. Ataru lächelte, da er wußte, daß sich Lum, wenn sie wieder wach war, sich an nichts erinnern würde. Er beugte sich leicht vor. „Lum? Mit dir wird es nie langweilig", flüsterte er dem schlafenden Mädchen zu. „Und weißt du noch etwas? Ich liebe dich auch?" Ataru sah ihr noch eine Weile ins Gesicht und merkte, wie ihn ebenfalls die Müdigkeit einholte. Das Leben ist schon eine seltsame Sache, dachte er noch, bevor er ebenfalls einschlief.
„Nochmals danke, daß wir hier wohnen können, bis unser Haus wieder aufgebaut ist", sagte Mrs. Moroboshi zu der Oni. Lum's Mutter lächelte freundlich. „Aber nicht doch, es ist mir eine Verpflichtung", kam ihre Entgegnung, während sich die beiden Männer nur mit hochgezogenen Augenbrauen ansahen. „Bei der Gelegenheit, wo sind eigentlich Lum und Ataru? Ich habe die beiden schon seit einiger Zeit nicht mehr gesehen." Mrs. Invader kicherte. „Oh, ich glaube, daß es den beiden sehr gut geht", meinte die Oni, als die anderen sie fragend ansahen.
Lum's UFO kreiste in einer gleichmäßigen Umlaufbahn um den Mond. Es war still im Raumschiff. Die beiden jungen Leute schliefen friedlich nebeneinander und aus irgend einem Grund lächelte Lum im Schlaf.
Ende?
-------------------
Epilog:
„Aua." Ten's Kopf tat weh, als der kleine Oni langsam zu sich kam. „Hey, du bist also wieder wach", erklang eine vertraute Stimme. Er schlug die Augen auf und sah in das grinsende Gesicht von einer sehr guten Freundin Lum's. „Benten!"rief Ten freudig aus und sprang abrupt auf. Diese grinste breiter, während sie ihn freundlich musterte. „Du hast Glück gehabt, daß wir dich aufgelesen haben. Deine Rettungskapsel hatte einen Defekt und wäre mit dir glatt in den nächsten roten Stern gerast", meinte sie trocken. Der Oni-Junge schluckte bei diesem Gedanken. Benten lachte auf. „Aber es ist ja noch einmal gut gegangen!"fuhr sie fort. Ten blickte sich neugierig um. „Wo sind wir hier, Benten?" „Ach, im neuesten Raumschiff meines alten Herrn", bekam er die lakonische Antwort. „Daddy wollte es mir unbedingt zeigen, also bin ich halt mitgekommen." Alles strahlte und blitzte in dem Hanger, in dem sie sich befanden. Er war riesig und der kleine Oni konnte nur staunen. Benten nickte. „Das Ding ist sogar größer als der Schlachtenkreuzer von Lum's Alten." „Oh, das wird Onkel Invader aber nicht freuen. Ich glaube, dann wird er sich ein noch größeres Schiff zulegen wollen." Beide fingen zu kichern an, da ihnen die Rivalität zwischen den beiden Männern nur allzu vertraut war. Plötzlich fühlte Ten, daß ihn jemand beobachtete und als er sich umdrehte stand eine jüngere Ausgabe von Benten vor ihm. Das Mädchen war in seinem Alter und starrte ihn seltsam an. „Aja, das ist meine kleine Schwester Rai", erklärte das Biker-Mädchen ihm. Ten wich zurück, als Rai anfing zu lächeln. Abgesehen von der blauen Färbung ihres Gewandes, war sie ebenso wie ihre große Schwester gekleidet. „Wie heißt du?"fragte sie ihn fröhlich. „Ten oder auch Jariten", antwortete der kleine Oni vorsichtig. „Gut, ab jetzt sind wir verlobt", stellte Rai resolut fest. „WAS?" „Du bist ab jetzt mein Verlobter", wiederholte diese nochmals. „Niemals!"heulte Ten auf. Aus einem Reflex trat er die Flucht an und flog in Richtung Luke. „Du entkommst mir nicht! Bleib hier!"schrie die kleine Raumgöttin auf. „Wir sind miteinander verlobt, ich lasse dich nicht gehen!" Wie aus dem Nichts hielt sie plötzlich eine Minibazuka in den Händen und setzte ihm nach. Als Rai das Feuer auf ihn eröffnete schrie Ten verzweifelt auf. „DAS IST NICHT FAIR! ICH WAR DOCH IMMER EIN BRAVER JUNGE!"
Ende?
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So, das wäre es. Die Geschichte ist vorbei. Wir hören uns wieder, reviewt mir.
Saraton
Geschafft. Das letzte Kapitel der Geschichte ist da. Damit wäre „die Nacht im UFO"komplett, was mich ziemlich freut. Das einzige, was mir zum kompletten Glück noch fehlt wären ein paar Reviews, wie die Geschichte denn gefallen hat. Damit bleibt mir nur noch eines übrig zu wünschen: nämlich viel Spaß beim Lesen der Story. Noch eines, die Geschichte hat auch einen Epilog, der angehängt ist und ich glaube, ihr solltet ihn nicht verpassen. g
Saraton
Anbei noch: Bei den Zeichen „"sagen die Leute was, bei diesen handelt es sich um Gedanken... Somit bleibt mir nur noch zu wünschen:
Die Nacht im UFO – Kapitel 7
Knurz Yknadyr war frustriert. Der Bote des Milchstraßenessenszustelldienstes starrte auf die Bestellung der Kundin. Er schüttelte seine Tentakel durch und kratzte sich mit einer davon auf seinem Kopf. „Das ist eine sehr schwierige Bestellung!"stellte der Rigelaner fest. „Nur Sachen, die ein Erdenmensch verträgt und als Nachtisch möchte sie etwas typisch Terranisches. Ojojoj, woher soll ich so was besorgen?" Der Bote seufzte auf. Es blieb ihm wohl nichts anderes übrig, als auf diesen Hinterwäldlerplaneten zu fliegen und dort etwas Dementsprechendes zu besorgen. Grummelnd machte sich Knurz auf den Weg. „Immer diese Sonderwünsche...", murmelte er dabei vor sich hin.
Währenddessen hatten Lum und Ataru es sich im UFO gemütlich gemacht. Die beiden saßen auf dem Bett und sahen fern. „Intergalaktisches Fernsehen hat etwas", meinte er grinsend zu dem Oni- Mädchen. Sie sahen sich gerade eine venusianische Talkshow an, die sich darum drehte, daß sich einige hysterisch wirkende blauhäutige Mädchen den Bewohnern des Mars unstatthaftes und rüpelhaftes Benehmen vorwarfen. Man hatte jedoch auch eine Delegation von Marsianern eingeladen, die natürlich nicht erfreut waren so bezeichnet zu werden. So entstand die schönste Prügelei unter den Anwesenden, wobei der Moderator am meisten abbekam, da ihn beide Seiten verdroschen. „Aber Darling", stellte Lum lächelnd fest, wobei sie sich ein wenig an ihn anlehnte. Ataru stutzte kurz, nahm das Ganze jedoch ruhig hin. So sahen die beiden weiter fern und warteten auf die Ankunft des Essens.
„Ich habe sie gefragt, wieviel das kostet", Knurz hielt ein Glas mit dunkelblau gefärbtem Inhalt in einer seiner Tentakel und blickte irrtiert zu dem erstarrten Supermarktverkäufer. Der stand mit geöffnetem Mund da und rührte sich nicht. Ein älteres Ehepaar, das gerade beim Markt vorbeiging und in die Auslage des Geschäftes sah, verharrte ebenfalls kurz. „Sieh mal, Schatz", sagte die ältere Dame zu ihrem Mann, „ein blauer Oktopus, der einkaufen geht!" Dieser schnaubte nur auf und zog seine Frau mit sich. „Das kommt davon, daß wir in diesen verrückten Ort gezogen sind, Tomobiki, pah!"grollte er. Inzwischen hatte der Rigelaner die Geduld verloren. Er legte etwas von der komischen Menschenwährung auf den Tisch und nahm das Glas mit. „So, jetzt hätten wir auch noch das terranische Gericht!"meinte er zufrieden. Da Knurz die menschliche Schrift nicht lesen konnte, hatte er einfach etwas nach Verdacht genommen. „Es wird schon passen..." Knurz sah auf das Etikett und schüttelte den Kopf. „Was für eine seltsame Schrift." Hätte er diese lesen können, wäre ihm das Wort „Plaumenmus"ins Auge gestoßen. Dann ging er zu seinem Raumschiff um endlich seine Bestellung abzuliefern. Ataru warf heimlich einen Seitenblick zu Lum, die noch immer an ihn gelehnt fern sah. Eigentlich ist das so doch ganz nett, mußte er sich selber eingestehen. Als sie sich zu ihm drehte und ihre Blicke sich trafen, wurde Ataru rot. Er wandte sich hastig ab, doch Lum hatte seine Reaktion bemerkt. „Darling?" Der Junge schluckte und wagte es nicht in ihre Richtung zu sehen. Sein Herz raste. Doch bevor Lum weiter sprechen konnte, erklang ein vertrautes Signal. „Da muß jemand an der Luke sein", sagte er schnell, „Wahrscheinlich ist es das Essen." „Ja, du dürftest recht haben, ich werde es holen gehen." Das Oni-Mädchen klang enttäuscht. Schließlich stand sie auf und flog zur Luke. Ataru sah ihr nach und atmete aus. „Was ist los mit mir? Seit wann benehme ich mich wie ein verliebter Erstklässler?" Er schüttelte sich um wieder einen klaren Kopf zu bekommen, doch es half nichts. Dieses eigenartige Gefühl blieb bestehen und er schluckte. „Was mache ich nur?"
Es war ein vertrauter Anblick. Die meisten Sachen kannte Ataru schon vom letzten Essen und fühlte sich darum ein wenig sicherer. Noch war er ein wenig aus dem Gleichgewicht und versuchte, es sich nicht anmerken zu lassen. Doch Lum war es aufgefallen und verstohlen blickte sie zu ihm. Was hat er denn? Ich bin mir sicher... Ihre Gedanken stockten. Er hat mich heimlich so seltsam angesehen, oh ...? Sie räusperte sich. „Es ist angerichtet, Darling, wir können beginnen." „Äh, ja, gut." Gemeinsam begannen sie zu essen. Das Oni-Mädchen war in Gedanken nicht ganz bei der Sache und so fiel ihr das Glas mit dem Pflaumenmuß nicht besonders auf. Als sie einen Löffel davon nahm, stutzte sie kurz. Dieser Geschmack kommt mir bekannt vor. Lum betrachtete das Etikett des Glases und ihre Augen weiteten sich. „Oh, nein, Darl..." Sie kam nicht mehr dazu, fertig zu sprechen, da die Wirkung des Mußes auf ihren Organismus einsetzte. Normalerweise vertrugen Oni die Nahrungsmittel der Erde ohne Probleme, da gab es nur eine einzige Ausnahmen: Pflaumen. Diese hatten auf sie eine schlimmere Wirkung als Alkohol und in Mußform mit Zucker... „Hick." Ataru sah auf und blickte überrascht in die glasig wirkenden Augen des Oni- Mädchens. „Lum?" Diese kicherte und kippte den Inhalt des Glases in einem Zug hinunter. Seine Augen weiteten sich ebenfalls, als er den Text der Beschriftung las. „Uh,oh,..." Sie sackte plötzlich zusammen und glitt zu Boden. Er beugte sich über sie. „Lum, alles in Ordnung?" „HICK!" Das Mädchen schlug ihre Augen wieder auf und fing an verliebt zu lächeln. Ihre Wangen waren gerötet und sie schien von innen heraus zu glühen. „Daaarliiiing!" Ataru schluckte. „Lum, du bist ja total betrunken!" Diese kicherte wieder und verzog das Gesicht. „Hast du mich überhaupt noch lieb...?" „Was?"stieß er überrascht hervor. Sie verzog das Gesicht und schluckte. „Du, du hast mich nicht lieb, waahh." Danach fing sie an hemmungslos zu flennen. Ataru, dem das zuviel wurde, schüttelte sie leicht. „Hör auf zu weinen, ich hab dich doch lieb!"und erstarrte. Was habe ich da gerade gesagt? Sie blickte ihn mit großen Augen an. „Darling? Du hast mich wirklich lieb? Ohh!" Das Oni-Mädchen stand abrupt auf und warf ihn dabei um. „Hick."
Lum schwankte leicht, doch irgendwie schaffte sie es stehenzubleiben. Er wich langsam zurück, als er den seltsamen Ausdruck in ihrem Gesicht sah. „Darling?"flüsterte sie sanft und trat einen Schritt vor.
Indessen: Lum's Mutter saß verlegen vor den Moroboshis und servierte ihnen Tee. Ihr Mann saß leicht grummelnd neben ihr. Sie befanden sich an Bord des Schlachtenkreuzers „Tigereyes"in den Räumlichkeiten der Invaders. „Es tut mir wirklich leid", stellte sie mit einem bedauernden Lächeln fest.
„Das mit Ihrem Haus war so nicht gedacht, ich wollte eigentlich nur meinem Mann eine Lektion erteilen...." Der schnaubte auf. „Eine Lektion? Du hast mit den verdammten Schiffsgeschützen auf mich gefeuert!" Als ihn ein vernichtender Seitenblick seiner Frau traf, schluckte er jedoch und sprach nicht weiter. Mrs. Invader begann wieder zu lächeln und wandte sich ihren Gästen zu. „Noch etwas Tee?"fragte sie freundlich.
„Lum, hör auf!"schrie Ataru, während er verzweifelt versuchte das betrunkene Oni-Mädchen von sich zu drücken. „Aber Darling, wir sind doch verheiratet, also dürfen wir das!"heulte diese auf und drängte sich näher an ihn. Das Gerangel dauerte nun schon eine gute halbe Stunde und trotz ihrer Trunkenheit erwies sich Lum als erstaunlich kräftig. Sie versuchte ihn auszuziehen, doch bisher hatte Ataru dies erfolgreich verhindern können. Inzwischen lagen sie auf dem Bett und sie verstärkte ihre Bemühungen. „Darling, warum wehrst du dich denn?" Das Oni-Mädchen hielt kurz ein und warf ihm einen schmachtenden Blick zu. „Ich... Hick ... habe dich doch lieb", sniefte sie und begann wieder zu weinen. Ataru seufzte auf und verdrehte kurz die Augen, während er vorsichtig nach ihrer Schulter griff. „Hör mal, du bist im Moment nicht ganz bei dir und... uff" Der Junge stieß die Luft aus, als das Mädchen auf ihn fiel. „Lum, was, oh..." Ihre gleichmäßigen Atemzüge verrieten ihm, daß sie eingeschlafen war. Sanft lagerte er sich um und ließ sie zur Seite gleiten. Danach legte er seine Arme um sie und kuschelte sich an ihre Seite. Ataru lächelte, da er wußte, daß sich Lum, wenn sie wieder wach war, sich an nichts erinnern würde. Er beugte sich leicht vor. „Lum? Mit dir wird es nie langweilig", flüsterte er dem schlafenden Mädchen zu. „Und weißt du noch etwas? Ich liebe dich auch?" Ataru sah ihr noch eine Weile ins Gesicht und merkte, wie ihn ebenfalls die Müdigkeit einholte. Das Leben ist schon eine seltsame Sache, dachte er noch, bevor er ebenfalls einschlief.
„Nochmals danke, daß wir hier wohnen können, bis unser Haus wieder aufgebaut ist", sagte Mrs. Moroboshi zu der Oni. Lum's Mutter lächelte freundlich. „Aber nicht doch, es ist mir eine Verpflichtung", kam ihre Entgegnung, während sich die beiden Männer nur mit hochgezogenen Augenbrauen ansahen. „Bei der Gelegenheit, wo sind eigentlich Lum und Ataru? Ich habe die beiden schon seit einiger Zeit nicht mehr gesehen." Mrs. Invader kicherte. „Oh, ich glaube, daß es den beiden sehr gut geht", meinte die Oni, als die anderen sie fragend ansahen.
Lum's UFO kreiste in einer gleichmäßigen Umlaufbahn um den Mond. Es war still im Raumschiff. Die beiden jungen Leute schliefen friedlich nebeneinander und aus irgend einem Grund lächelte Lum im Schlaf.
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„Aua." Ten's Kopf tat weh, als der kleine Oni langsam zu sich kam. „Hey, du bist also wieder wach", erklang eine vertraute Stimme. Er schlug die Augen auf und sah in das grinsende Gesicht von einer sehr guten Freundin Lum's. „Benten!"rief Ten freudig aus und sprang abrupt auf. Diese grinste breiter, während sie ihn freundlich musterte. „Du hast Glück gehabt, daß wir dich aufgelesen haben. Deine Rettungskapsel hatte einen Defekt und wäre mit dir glatt in den nächsten roten Stern gerast", meinte sie trocken. Der Oni-Junge schluckte bei diesem Gedanken. Benten lachte auf. „Aber es ist ja noch einmal gut gegangen!"fuhr sie fort. Ten blickte sich neugierig um. „Wo sind wir hier, Benten?" „Ach, im neuesten Raumschiff meines alten Herrn", bekam er die lakonische Antwort. „Daddy wollte es mir unbedingt zeigen, also bin ich halt mitgekommen." Alles strahlte und blitzte in dem Hanger, in dem sie sich befanden. Er war riesig und der kleine Oni konnte nur staunen. Benten nickte. „Das Ding ist sogar größer als der Schlachtenkreuzer von Lum's Alten." „Oh, das wird Onkel Invader aber nicht freuen. Ich glaube, dann wird er sich ein noch größeres Schiff zulegen wollen." Beide fingen zu kichern an, da ihnen die Rivalität zwischen den beiden Männern nur allzu vertraut war. Plötzlich fühlte Ten, daß ihn jemand beobachtete und als er sich umdrehte stand eine jüngere Ausgabe von Benten vor ihm. Das Mädchen war in seinem Alter und starrte ihn seltsam an. „Aja, das ist meine kleine Schwester Rai", erklärte das Biker-Mädchen ihm. Ten wich zurück, als Rai anfing zu lächeln. Abgesehen von der blauen Färbung ihres Gewandes, war sie ebenso wie ihre große Schwester gekleidet. „Wie heißt du?"fragte sie ihn fröhlich. „Ten oder auch Jariten", antwortete der kleine Oni vorsichtig. „Gut, ab jetzt sind wir verlobt", stellte Rai resolut fest. „WAS?" „Du bist ab jetzt mein Verlobter", wiederholte diese nochmals. „Niemals!"heulte Ten auf. Aus einem Reflex trat er die Flucht an und flog in Richtung Luke. „Du entkommst mir nicht! Bleib hier!"schrie die kleine Raumgöttin auf. „Wir sind miteinander verlobt, ich lasse dich nicht gehen!" Wie aus dem Nichts hielt sie plötzlich eine Minibazuka in den Händen und setzte ihm nach. Als Rai das Feuer auf ihn eröffnete schrie Ten verzweifelt auf. „DAS IST NICHT FAIR! ICH WAR DOCH IMMER EIN BRAVER JUNGE!"
Ende?
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So, das wäre es. Die Geschichte ist vorbei. Wir hören uns wieder, reviewt mir.
Saraton
