Ok, eigentlich wollte ich ja nicht weiterschreiben *smile* ich weiß nicht, die beiden liegen mir überhaupt nicht *schulterzuck* Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, wenn ich schon eine Story anfange, dann sollte ich auch versuchen sie fertig zu schreiben *smile* na ja, auf jeden fall hier ist mal das zweite kapitel, dieser Story. Ich hoffe es gibt wenigstens ein paar Leute die es gefällt, und wann ja, dann drückt doch bitte das kleine Knöpfchen auf dem ‚Submit Review' steht und sagt es mir ;)

Ich danke auf jeden Fall allen die mir für den Prolog eine Riwu hinterlassen haben *knullzt alle mal kräftig durch*

Ähm... na ja, ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen, und ich hoffe, das nächste Kapitel, dauert nicht wieder so lange *smile*

~*~

Die Dunkelheit schien allmählich weniger kompakt zu werden. Langsam lichteten sich die bedrohlichen Schatten, die seinen Geist umwölkten, und ließen erste rationale Gedanken wieder zu. Auch wenn er immer noch nicht wusste, wo er sich befand, noch was wirklich geschehen war. Alles war noch unter der dicken Decke der Vergessenheit vergraben, würde sich wohl auch nicht mehr so schnell zeigen.

Sein Kopf dröhnte, als würden gleich mehrere Schwärme Bienen sich darin breitgemacht haben. Das kontinuierliche Pochen, das sich von den Nervenspitzen bis tief in sein Innerstes zog, wurde noch um eine Nuance bedrohlicher, und schien ein vorzeitiges Versagen seiner inneren Organe voraus zu sagen. Schmerzvoll stöhnend versuchte er seine Gliedmaßen zu bewegen, nur um einen kurzen Augenblick darauf zu erkennen, dass dies wohl im Moment die Schlechteste aller Ideen war. Denn so unwahrscheinlich es auch zu scheinen mochte, dadurch wurden die Schmerzen nur noch schlimmer. Hatte er bisher geglaubt, dass er bereits den Höhepunkt der Pein erreicht hatte, so wurde diese noch um ein Vielfaches überstiegen, als er nur den kläglichen Versuch gestartet hatte, seinen Kopf in eine etwas bequemere Ruheposition zu betten. Nun, wenn es ihm nicht vergönnt war sich zu bewegen, würde er sich wohl oder übel mit seinem Schicksal abfinden müssen, und seiner bisherigen Lage zu verharren. Alles war besser als noch einmal diese gellenden Schmerzen fühlen zu müssen.

Durch seine mehr oder minder selbstgewählte Reglosigkeit war es ihm zumindest vergönnt, sich seinen Gedanken zu widmen. Das Chaos das in seinem Geist herrschte war ihm sicherlich nicht zum Vorteil gereicht, dessen war er sich wenigstens sicher, auch wenn alles andere noch immer nicht wirklich einen logischen Hintergrund zu haben schien.

Bruchstückhaft kamen Erinnerungen, zumindest nahm er an, dass es sich um solche handelte, in dem schwarzen Nichts empor, dass sich Gedächtnis nannte. Ein blonder hochgewachsener Mann, mittleren Alter, dessen Gesichtzüge zu Eis gefroren schienen, erschien vor seinem geistigen Auge. Er wusste, er kannte diese Person. Mehr noch, sie war ihm sehr wichtig. Spielte in seinem noch nicht existenten Leben eine besondere Rolle. Langsam entsann er sich, dass dieser Mann, wer auch immer er sein mochte, ihm sehr nahe stand. Das er ihm sehr vieles zu verdanken hatte, auch wenn er sich immer noch nicht daran erinnern konnte, um was es sich handeln mochte. Weitere Gefühlsregungen kamen mit folgenden Bildern, die immer schneller vor seinem Geist erschienen. Zuneigung. Hingabe. Vollkommene Ergebenheit. Und dann aus fast schon heiterem Himmel, wusste er wer die Person war, die sich mehr und mehr in sein Denken schlich. Es war niemand anderes als sein Vater. Gleichsam geliebt, wie gehasst.

Ja, er hasste seinen Vater, für die Dinge, die ihn erst zu dem gemacht hatten, was er war. Die ihn fast vernichtet hatten, und ihn doch so stark werden ließen. Doch wer war er wirklich? Diese Tatsache schien sich immer noch wohlweißlich vor ihm zu verhüllen. Weitere Bilder formten sich, einige genauso grausam, wie auch vertraut. Er sah Gesichter, die sich im Schmerz verzerrten. Auch wenn er sich nicht vollkommen sicher sein konnte, so wusste er dennoch, das er der Grund für die Qualen gewesen war. Es war so eine innere Sicherheit, die sich nur selten im Leben einstellte, und doch von so untrügerischer Gewissheit war, dass jedes noch so fundamentale Gegenargument an Gewicht verlor.

Er wusste, dass er bald die Augen öffnen werden würde, dass er bald in diese Welt blicken musste, die er so gerne entflohen wäre. Doch für den Augenblick reichte ihm einfach das Wissen, dass er noch wenige Momente hatte, in der er einfach in dieser undurchdringlichen Schwärze verweilen konnte. In der weder Namen noch Taten zählen, in der er einfach irgendjemand oder niemand sein konnte. Zu schnell würde er von der Realität wieder eingeholt werden, und dann würde sich wieder die schreckliche Wahrheit vor ihm ausbreiten. Woher wusste er eigentlich, dass sie schrecklich sein würde? Doch im selben Moment in dem er diese Frage in seinem Geist formte, wusste er einfach, das dem so war.

Seine Glieder fühlten sich kalt und klamm an, als gehörten sie ihm nicht, sondern waren nur eine Laune der Natur, oder eines kranken Geistes, der sie mit seinem Körper verbunden hatte. Sie fühlten sich tot und abgestorben an, als wären sie schon seit langer Zeit dem Verfall preisgegeben, als hielte sie nur noch eine dünne fast schon unsichtbare Faser an seinem Körper, um ihn zu ärgern, und womöglich auch zu verspotten.

Er wusste nicht mehr, wie lange er noch so gelegen hatte, wie langer er sich in dem Nichts aufhielt, dass sich zäh und gallig durch seinen Kopf zog, doch als er schlussendlich doch seine Augen öffnete, wurde ihm noch übler als ihm ohnehin schon war. Der Kontrast der sich auf seiner schmerzenden Iris vollzog, hätte nicht größer sein können. Die scharfen Konturen, wenn auch in Dunkelheit geschmiegt, sendeten kontinuierliche Schmerzimpulse durch seinen Kopf. Ließen ihn fast schon zerbersten. Erst jetzt wurde ihm bewusst, wie angenehm wohlig es doch gewesen war, sich in dieser Schwärze zu befinden, die nur sein eigener Geist hervorbringen konnte. Er schloss seine Augen wieder.

Doch so sehr er sich auch sträubte, er würde nicht ewig die Augen schließen können. Eine leise Stimme in seinem Gehirn meldete sich zu Wort und fragte schlicht und einfach ‚Warum denn nicht?'. Er wollte protestieren, wollte sämtliche Gegenargumente vorbringen, die ihm schon die ganze Zeit auf der Zunge brannten, um dann feststellen zu müssen, das er kein einziges wirkliches Argument hatte. Er wusste lediglich, das er nicht so liegen bleiben konnte!

Noch einmal tief durchatmend öffnete er erneut seine Augen, und auch wenn der Schmerz dieses Mal etwas schwächer war, so bereitete es ihm immer noch höllische Pein sich auf die scharfen Umrisse in seiner Umgebung zu konzentrieren. Sein Magen revoltierte, und fast befürchtete er, dass er sich übergeben müsse. Doch im letzten Augenblick überlegte es sich sein Magen anscheinend anders, und beruhigte sich langsam wieder. Doch das übelschmeckende Ambiente in seinem Mund blieb dennoch erhalten. Das Gefühl das seine Zunge fast schon ausgedörrt war, das sie sich wund und ausgetrocknet in seinem Rachen räkelte, gegen seine Zähne stieß, um sich dann wieder demutsvoll zurück zu ziehen. Ein letztes Aufbegehren, bevor sie endgültig in seiner Mundhöhle verweste.

Sein Blick glitt tiefer, doch sein Kopf blieb immer noch in der selben Position, in der er wohl für alle Ewigkeit trappiert sein würde. Alles glich den Zentimetern zuvor. Öde, kahle Steinwände, in der von Zeit zu Zeit vereinzelte Wurzeln den Weg an die Oberfläche gefunden hatten. Nass glänzende Steine, die wohl schon seit Urzeiten in ihrer Erstarrung gefangen waren. Immer wieder das selbe Schauspiel, ohne Abwechslung, ohne den geringsten Unterschied. Doch dann fiel sein Blick auf den jungen Mann der nicht weit von ihm entfernt hockte und ihn aus hasserfüllten Augen anstarrte.

‚Potter...' krächzte seine Stimme, die doch niemals zu ihm gehören konnte. Verwundert über sich selbst, betrachtete er weiter den braunhaarigen Mann, der sich immer noch nicht gerührt hatte. Woher wusste er seinen Namen? Und warum war das Gefühl, das sich tief in seinen Gedärmen manifestierte so voller Hass und Abscheu?

Der Mann, den er untrügerisch als Potter kannte, verlagerte sein Gewicht, stützte sich nun mehr auf das linke Bein, als auf beide. Seine Bewegung war so zielgerichtet und geschmeidig, als würde sich kein Mensch vor ihm befinden, sondern vielmehr eine Art Raubtier, das nur darauf wartete, dass er einen Fehler beging. Sein Blick glitt ab von den dunkelbraunen Augen, die ihn mehr als aufmerksam musterten, und stieg steil nach oben, zu der Stirn, die ein Geheimnis verbarg. Seine wirr vom Kopf abstehenden Haare, waren gerade über der linken Stirnpartie sorgfältig heruntergekämmt. Und auch wenn er nicht wusste woher, er wusste, das sich darunter eine blitzartige Narbe verbarg. Eine Narbe, die ihn schon so manche Nacht verdorben hatte, die ihn wieder und wieder unruhig schlafen ließ. Es war ein Symbol für Macht und Untergebung, sie war ein Zeichen für jene, die ihn hassten, die ihn lieber tot als lebendig sehen wollten.

‚Überrascht, Malfoy?' fragte Potter in einer Stimme, die keinen weiteren Zweifel daran ließ, wie es um sie stand. Und mit der Erwähnung seines Namens, kam auch der Rest seine Gedächtnisses zurück. Es fühlte sich wie eine rasende Welle an, die über ihn rollte, ihn fast zu ersticken drohte. Mit einem Schlag war alles wieder vorhanden. Die Erinnerungen, die ihn schon seit so langem quälten. Die Emotionen, die ihn fast den Verstand raubten. Alles, war fast schon mit brachialer Gewalt in seinen Körper gepresst worden.

Er war Draco Malfoy, von mehr Menschen gehasst als geachtet. Allein bei der Erwähnung seines Namens, begannen kleine Kinder zu weinen, und Ehefrauen fürchteten um ihre Männer. Wahrlich eine zweifelhafte Ehre, nichtsdestotrotz war diese Angst und Furcht der Menschen ein Teil seines Lebens, um nicht zu sagen der einzige der ihm überhaupt noch geblieben war. Er erinnerte sich wieder an Taten, längst vergangen doch noch lange nicht vergessen, die mehr als nur ein einzelnes Menschenleben gefordert hatte. Wie viele Menschen hatte er bisher schon in den Tod geschickt? Einfach zu viele um ihnen noch Zahlen geben zu können.

Die Leute fürchteten ihn, doch der einzige Mensch vor dem er selbst noch Angst haben konnte, stand nun leibhaftig vor ihm. Harry Potter, verzweifelter Widerstandskämpfer für eine Freiheit, die niemals mehr sein konnte.

Er versuchte sich aufzurichten, sich gebührend seinem Gegenüber zu widmen, doch es gelang ihm nicht. Nicht nur, dass seine Hände kalt wie Eis waren, und sie sich nur mehr als dumpfe Klumpen Fleisch anfühlten, sie waren auch noch fest verschnürt. Durch den sinnlosen Versuch seine Füße zu bewegen, erkannte er, dass auch seinen Füßen die selbe Behandlung widerfahren war.

Auch wenn es ihm keineswegs behagt, er musste wohl oder übel, in dieser untergeordneten Rolle mit dem strahlenden Held von Hogwarts reden. Sein Kreislauf hatte sich dahingehend verbessert, so dass sich bereits wieder etwas Speichel in seiner Mundhöhle gesammelt hatte, und ihm dadurch das Sprechen erleichterte. ‚Keineswegs... Wo sonst sollte ich dich antreffen können, als in dieser niederen Unterkunft, die selbst Kakerlaken meiden.' Erwiderte er mit erfolgreich kühl eingesetzter Stimme.

Gebannt beobachtete er die folgende Reaktion des Gryffindor. Er hatte mit einem Wutausbruch gerechnet, oder wenigstens, dass die Gesichtszüge des braunhaarigen Mannes entgleiten würden, doch nichts davon geschah. Stattdessen zog sich ein Lachen über dessen Mundwinkeln, das sein Blut, wenn auch nur für einen Moment, stocken ließ. Es war das Lachen eines Psychopathen, der zu allem fähig und zu allem bereit war. Keine Freundlichkeit oder Herzlichkeit, nicht einmal Bitterkeit  war darin zu erkennen, sondern nur der blanke Wahnsinn, den nur diese besondere Zeit, in der sie sich befanden, hervorbringen konnte. ‚Aber, aber Malfoy, wer wird denn gleich so unhöflich sein. Ich dachte du würdest meine Gastfreundschaft mehr zu schätzen wissen.' Antwortete dieses Wesen, das kaum mehr etwas mit einem rational denkenden Menschen gemein hatte.

‚Was willst du Potter?' erwiderte er von Panik getrieben. Und auch ohne, dass der Gryffindor antworten konnte, wusste er, dass nur sein eigener Tod die Antwort sein konnte.

Fortsetzung folgt....