A/N: Diese Story ist nicht von mir, sondern von The Red Dragons Order (Userid 144910)
Ich habe nur die Ehre sie zu übersetzen. Also denkt beim Reviewen daran, dass ich die Geschichte nicht ändern kann. Aber ich bin sehr froh über Tipps, also reviewt weiter.
Danke an alle die reviewt haben, und danke an Lis, die mich auf die Hund-Welpen-Geschichte aufmerksam gemacht hat. Ich habe den Film noch nie auf Deutsch gesehen, also könnte es noch ein paar solcher Fehler drin haben.
Einige Probleme hatte ich auch, den Piratenakzent ins Deutsche zu übersetzen, ich hoffe man versteht das Ergebnis überhaupt noch.
Endlich ist alles gesagt, und nun viel Spass.
Kapitel 2
Harry lernte schnell, dass Leben auf einem Schiff schwer war, und noch schwerer für ihn als Neuling. Er hatte zuvor noch nie nicht einmal das Meer gesehen, ganz zu schweigen davon dass er je auf einem Boot gewesen wäre. Die Mannschaft war geduldig mit ihm und lehrte ihn alles was sie wussten, aber er ging nicht mit vollem Herz an das Training heran. Er dachte die ganze Zeit an Sirius und an Dinge die hätten sein können, er lebte in seinen Träumen.
Jack beobachtete Harry besorgt, als der immer weiter weg zu sein schien. Sie mussten ihn so schnell wie möglich erreichen, sonst würde er sterben und Jack würde seine Seele verlieren, beides Dinge, die er gerne vermeiden wollte. Also fragte er eines Abends die Mannschaft was sie dachten.
Harry, der etwas hungrig war, war auf dem Weg zur Kombüse, als er Stimmen hörte und anhielt. Seine Neugier siegte und er ging leise zur Tür, die einen Spalt offen stand und setzte sich um zuzuhören.
„So,"hörte er Jacks Stimme. „Was denkt ihr von Grün-Auge?"Harry mochte den Spitznamen wirklich nicht.
„Willste dass ich ehrlich bin oder nicht?"die Stimme gehörte Tipper
„Ehrlich."
„Der Junge is' der schlechteste Seemann den ich je gesehn hab, und das will was heissen. Bedenk dass ich Will Turner auch da mit reinrechne."
Jack nickte. „Anamaria?"
„Er is' ein guter Junge, Jack, aber er is' in Gedanken viel zu weit weg, als dass wir ihm helfen könnten."Sie seufzte. „Er hat die Gabe, Jack, die gleiche die dich zu einem so guten Capt'n macht, aber er is' zu deprimiert. Er wird tot sein bevor des Jahr zu Ende is' falls ihn da nicht jemand rausholt."
Eine andere Stimme sprach. „Toll!"sie war glücklich und freudig und gehörte zu Pete. Pete war einer, den Harry wirklich nicht mochte, weil er ihn so an Peter Pettigrew erinnerte. „Gesegnet sei der Junge, er hat mir grad 20 Dublonen gewonnen."
„Was redest du da?"schnauzte Jack. Offensichtlich wusste er auch nichts von dieser Wette.
„Siehste, ich und der alte Tipper machten eine Wette. Tipper sagte, der Junge würd mindestens zwei Woche aushalten, ich sagte eine. Ich hab gewonnen."
Plötzlich waren da ein Pistolenschuss und ein Schmerzenschrei. „Falls du je wieder eine Wette über meinen Erben abschliesst, wird es nicht deine Hand sein, Pete, sondern dein Kopf."Jacks Stimme war tödlich ruhig. Er hatte jede Spur seines komischen, schleppenden Akzents verloren und sprach so klar wie alle andern. „Harry wird nicht sterben. Er ist ein Sparrow, und, obwohl er einige schlimme Sachen durchmachen musste, ein Sparrow steht immer wieder auf. Ich werde ihm persönlich helfen, und wenn es das letzte ist was ich tue!"
Harry zog sich in die Kabine zurück in der er die letzten vier Tage verbracht hatte. Hedwig sass wie üblich auf dem Mast und plauderte mit Cottons Papagei. Ihr Käfig war geschrumpft und in Harrys Koffer versorgt. Zwei Dinge, die Harry bemerkt hatte seit er in die Vergangenheit kam waren, dass Voldemort ihn hier nicht erreichen konnte, und dass er zaubern konnte ohne dass das Zauberministerium ihn bestrafen konnte. Als 16-jähriger galt er hier als erwachsen, und konnte seine Zauberei anwenden wann immer er wollte.
Er sass auf das Bett, den Kopf in die Hände gestützt.
Jack glaubte wirklich an ihn, was er komisch fand, denn er hatte gedacht dass Piraten nichts ausser Gold oder Silber wichtig wäre. Er fühlte sich auf der See mehr zu Hause als sogar in Hogwarts. Die meisten der Mannschaft waren tolle Leute mit lustigen Macken und Gewohnheiten, und er mochte die Art wie sie redeten, mit diesem komischen Akzent, am meisten. Er dachte an Ron und seine grosse Familie und and Hermione und die ihre. Und die unzählbaren anderen, die sterben würden wenn Voldemort frei herumlief und tun konnte was er wollte. Sicher, Fudge und Dumbledore taten was sie konnten um ihn aufzuhalten und zu verhindern dass er noch mehr Macht an sich reissen konnte, aber nur Harry konnte ihn zerstören. War er wirklich so kaltherzig, dass er willens war, den Schmerz jemanden zu verlieren auf andere zu übertragen, wenn er etwas tun konnte um es zu verhindern? Nein, war er nicht, das wusste er. Er schuldete es seinen Eltern und Sirius, zumindest zu versuchen, Voldemort zu stürzen. Alles kam auf ihn zurück, nicht wahr.
Wut kam in ihm auf und seine grünen Augen begannen noch mehr zu leuchten. Voldemort würde für alles was er getan hatte bezahlen, und zwar teuer.
Albus sah sich besorgt im Zimmer um. Das konnte nicht passieren. Harry konnte nicht weg sein, nicht wenn sie ihn am meisten brauchten. Alles aus seinem Zimmer war weg, und da war keine Spur von Einbrechern, ausser ein Seil das am Fenstersims hing. Petunia und Vernon hatten sofort den Direktor benachrichtigt, als sie merkten dass ihr Neffe weg war, sie hatten sogar eine Eule im Park gefangen, und scherten sich für einmal nicht um die Nachbarn. Sie sorgten sich wirklich um Harry. Er lächelte bei dem Gedanken, aber es verschwand bald wieder von seinem Gesicht. Die Tatsache war, dass Harry weg war und Voldemort einer sehr guten Zeit entgegensah. Oder, wie Severus es ausdrückte: „Er war noch nie glücklicher, und noch nie hatte ich mehr Angst vor ihm."
„Wir müssen nach ihm suchen!"darauf bestand Molly Weasley. „Dieser Junge ist wie mein eigener Sohn, und wenn dieses Monster Voldemort ihn hat, gehe ich persönlich hin um ihn zurückzuholen. Und Gott helfe dem Dunklen Lord wenn er mir in die Quere kommt."
„Beruhige dich, Molly."höhnte Snape. „Voldemort ist zwar glücklich wie ein kleines Kind, aber er ist trotzdem nicht erfreut dass er Harry nicht in den Klauen hat. Jemand war schneller als er, und er hat Rache geschworen."
Remus sass nur da und starrte den Tisch an, den Kopf in die Hände gestützt. Tonks legte einen tröstenden Arm um ihn und umarmte ihn, als der Werwolf wieder anfing zu weinen. Kingsley sah nicht ganz aus wie er selbst, Arabella starrte Mundungus böse an, der versuchte sich hinter Albus zu verstecken und Mr Weasley schüttelte nur den Kopf.
In einer Ecke standen die Zwillinge, Ginny und Hermione. Sie hielten sich fest, um einander Stärke und Komfort zu geben. Keiner von ihnen glaubte, dass Harry wirklich weg war, und sie dachten nicht einmal daran dass er tot sein könnte. Sie wussten, tief in ihren Herzen, dass Harry noch lebte. Deswegen war es etwas einfacher sein Verschwinden zu ertragen.
Ron stand allein in einer Ecke. Er wusste nicht, was er tun sollte. Die Tatsache dass Harry weg war, brachte zwei Konsequenzen die er sehen konnte. Eine war, dass der Dunkle Lord eine bessere Chance hatte den Krieg zu gewinnen, und die andere war, dass er endlich wieder Ron war und nicht mehr Harry Potters Schatten. Für einmal konnte er der Held sein. Aber trotzdem, Harry war weg...
„Leute, Leute, beruhigt euch bitte!"sagte Dumbledore als es immer lauter wurde. „Ich weiss, dass die Tatsache dass Harry weg ist, sehr beunruhigend ist, aber ich habe ein Gefühl dass Harry nicht tot ist. Er ist einfach irgendwohin verschwunden, und er hat es gut, sonst hätte er einen Weg gefunden uns zu kontaktieren. Bis er zurückkommt – wie wir alle wissen dass er es wird – müssen wir so gut wir können ohne ihn auskommen."
„Wie kannst du dir so sicher sein, Albus?"fragte Remus und sah auf. Seine Augen waren rot und geschwollen vom Weinen der letzten Tage. „Wie kannst du so sicher sein, dass Harry nicht tot ist, dass er zurückkommt? Wie?"
„Ich kann es fühlen, Remus, tief in meinem Herzen; und, wenn ich mich nicht irre, fühlen es Fred, George, Hermione und Ginny auch. Du, als Werwolf, müsstest es sogar noch stärker fühlen als wir."
Remus blinzelte, schloss dann seine Augen und konzentrierte sich. Eine atemlose Stille herrschte im Raum, bis ein kleines Lächeln auf dem Gesicht des Werwolfs erschien. „Er lebt, er versucht zu uns zurückzukommen, aber es wird seine Zeit brauchen."flüsterte Remus, bevor er seine Augen wieder öffnete. „Es gibt nichts um das wir uns sorgen müssten, er ist in guten Händen."
Alle atmeten auf, und nicht einmal Severus machte eine Bemerkung darüber. Der Lehrer für Zaubertränke und Spion drehte den Kopf, scheinbar angewidert, aber Hermione sah das kurze, erleichterte Zucken seiner Mundwinkel. Sie lächelte dem Professor zu, als er sie ansah, aber diesmal machte ihr sein höhnisches Grinsen nichts aus. Tief unter dieser Hülle lebte ein menschliches Wesen, und sie war eine der wenigen, die gesehen hatte wie dieses menschliche Wesen an die Oberfläche kam. Dann, plötzlich zwinkerte ihr Snape im Geheimen zu und hob eine Augenbraue. Sie machte ihn nach und konnte nicht anders als zu kichern. Der Mann war völlig unmöglich, und trotzdem war er sein Gewicht in Gold wert.
Ginny kicherte auch und die beiden fingen an loszuprusten, bis der ganze Raum es bemerkt hatte. Fred und George sahen die beiden Mädchen an, die sich im Moment gerade ihre Seelen rauslachten, sahen einander an und prusteten auch los. Die Tatsache dass beide Mädchen lachten, war für die beiden gut genug.
Albus schaute auf die lachenden Teens und schmunzelte still vor sich hin. Ein neues Quartett war geboren. Seine Augen fielen auf Ron, der zum Fenster gegangen war und in den Regen hinausstarrte. Auf den müsste er ein scharfes Auge haben. Eifersucht war eine gefährliche Sache.
Am nächsten Tag überraschte Harry alle. Erstens einmal trug er den Dolch, den Jack ihm gegeben hatte, dann hatte er seine Kleider geschrumpft bis sie ihm passten. Er hatte das Halstuch um den Kopf gewickelt, um seine Haare aus dem Gesicht zu nehmen, und er hatte die Nacht damit verbracht, einen Augen-Korrektur-Trank zu brauen, den er in einem Buch gefunden hatte. Er hatte ihn zuvor noch nie gebraut, denn als Snape ihn mit der Klasse gemacht hatte, lag er im Krankenflügel, nach einem weiteren Treffen mit Voldemort.
Der Mannschaft erschien er wie eine jüngere Version von Jack Sparrow, und Jack grinste als er den Jungen sah. Dinge würden sich auf der Black Pearl von nun an verändern, das war sicher. Er beobachtete den Tag durch, wie Harry die Dinge tat, die sie ihm seit einer Woche versuchten beizubringen, und er machte sie gut. Anamaria war die erste, die über den Schock hinweg kam und begann ihm beizubringen was sie wusste, Cotton folgte bald mit Gibbs. Auch ein Vorteil von Harrys Anwesenheit an Bord war, dass Cottons verdammter Papagei die meiste Zeit den Schnabel hielt und mit Hedwig redete. Die ganze Mannschaft war von Hedwig hingerissen und entzückt gewesen, und sie liess sich das viele Streicheln und Verwöhnt werden gern gefallen, etwas, das Harry auf einem Piratenschiff sicher nicht erwartet hätte.
Diese Nacht ging Harry zu ihnen in den Gemeinschaftsraum, wo die Mannschaft sass und redete oder ass. Harry sass mit dem Rücken zur Wand in eine Ecke, wo er eine gute Sicht auf die Tür und den Rest des Raums hatte. Er vertraute Jack von ganzem Herzen, aber er traute nicht allen der Mannschaft. Wenn man schon vom Kapitän redet, Jack kam in den Raum und, nachdem er Harry in der Ecke gesehen hatte, kam zu er ihm und sass neben ihn.
„Was hat deine Meinung geändert, Welpe?"fragte der Pirat. „Nicht dasses mir was ausmacht, aber ich wüsst's trotzdem gern."
Harry lächelte. „Ein Vogel brachte mich auf bessere Gedanken."
„Häh?"
„Spiel nicht den Dummen, Jack, oder ich schwör dass ich dich von nun an Paps nenne."drohte Harry.
„Du würdest es nicht wagen!"
„Willstes ausprobieren?"
Jack studierte diese grünen Augen und grinste. „Ja, du würdest. Einmal ein Sparrow, immer ein Sparrow, vergiss des nie."
„Ich versuchs... Paps."
„Hey! Des nehme ich als Beleidigung!"
„Und des interessiert mich?"
Die ganze Mannschaft sah dem Geplänkel zu und die meisten grinsten. Vielleicht wars gar nicht so schlecht, den Jungen da zu haben, und wenn auch nur zur Unterhaltung. Ihn und ihren Kapitän so zanken zu sehen war witzig, nicht viele von ihnen hätten sich getraut, Jack etwas zu nennen das er nicht mochte, und noch weniger von ihnen wären mit allen Gliedmassen heil davongekommen.
„Easy, Jungs!"sagte Anamaria während sie sich vor dem streitenden Paar niederplumpsen liess. „Gut, dich normal zu sehen, Grün-Auge."
„Kannste bitte aufhören, mich so zu nennen?"
„Ein Pirat sagt bitte?!"Jack tönte geschockt. „Wir müssen noch hart an deinem vocalbu... bolacvu... bucavo...-„
„Vokabular?"fragte Harry mit einer hochgezogenen Augenbraue.
„Ja, des isses, Vokabular. Und wir müssen dir en paar Piratenlieder beibringen. Mein persönliches Lieblingslied is 'A Pirates Life For Me'."
Anamaria rollte ihre Augen. „Wie wenn des eine Überraschung wär. Jack, du wirst alt und voraussagbar."
„Werd ich?"
„'Türlich wirst du, Paps."antwortete die Frau.
Jack sah sie böse an und grinste dann teuflisch. „Also dann, wennd mich so voraussagbar findest, sag des mal voraus. Du hast Wache heut Nacht, und als Gesellschaft haste Grün-Auge hier. Ihr beiden müsst lernen, mich zu respektieren."
„Jack!"
„Nenn mich nochmal Grün-Auge, und ich schwör, dass jemand mit pinkem Haar aufwacht."drohte Harry. Er war der Sohn eines Rumtreibers, und der Patensohn eines anderen. Die Zeit war gekommen, dieses Erbe anzunehmen.
Der Piraten-Kapitän grinste. „Jetzt, jetzt, Harry, du musst alle Aspekte des Piratenlebens kennenlernen, und des is' einer davon."
„Ich hass dich manchmal wirklich, Jack."knurrte Anamaria.
„Ich weiss, Liebe, ich weiss."
Harry schüttelte den Kopf und lächelte. Vielleicht würde das gar nicht so schlecht werden wie er zuerst dachte.
