A/N: Diese Story ist nicht von mir, sondern von The Red Dragons Order (Userid 144910).
Ich habe nur die Ehre, sie zu übersetzen. Denkt beim Reviewen daran, dass ich nichts an der Geschichte ändern kann. Aber reviewen dürft ihr gerne...
Viel Spass
Kapitel 4
Harry lächelte als er der Interceptor II zusah wie sie geradewegs neben ihnen vorbeifuhr. Er sah die geschockten Gesichter der Seemänner als sie die Black Pearl bemerkten. Jack hatte ihr Boot und das umliegende Gebiet mit dickem Nebel umgeben und es sah aus, als ob das schwarze Schiff ein Teil des Nebels wäre.
„Ich sehe Geister."sagte einer der Seemänner und streckte seine Hand nach Harry aus.
„Wen siehst du?"fragte ein anderer.
Bevor der erste Seemann antworten konnte, ertönte eine Stimme wie ein Peitschenhieb und ein grosser Mann in den Kleidern eines Kommodore kam dazu. Dies war offensichtlich Norrington. „Was redet ihr da?! Zurück an die Arbeit! Nur Gott weiss, auf was wir in diesem Nebel treffen könnten."Dann drehte er sich zum Schiff und sah Harry. Seine Kinnlade klappte hinunter und er starrte. „Jack Sparrow?"
Harry grinste. Er und Jack sahen sich jetzt ähnlich wie nie, da er seit er auf der Pearl war, schön braun geworden war, aber trotzdem war ihr Haar noch anders. Seines war pechschwarz, Jacks dunkelbraun. Auf diese Entfernung jedoch konnten sie als der jeweils andere durchgehen. Er nickte Norrington zu, gerade als die Interceptor II an der Pearl vorbei war und Norrington ihn nicht mehr sehen konnte.
„Norrington hat mich gesehen."sagte er zu Jack, als der er neben ihn kam. „Dachte ich wäre du."
„Jack grinste. „Er war nie gut darin Unterschiede in Leuten zu erkennen."
„Das war philosophisch."
„Ich weiss nicht wie du's nennen willst, aber s'ist die Wahrheit."
Anamaria und Harry tauschten Blicke, bevor sie sich wieder zum Kapitän umdrehten, der gerade den Nebel dazu brachte Norrington noch ein Weilchen zu verfolgen.
„So, wohin geht's jetzt?"fragte Harry.
„Hmm..."Jack wedelte mit einer letzten Handbewegung den Nebel ganz weg und über ihnen wurde der Himmel wieder klar. „Ich denke s'ist Zeit wieder mal ein paar alte Freunde zu besuchen, savvy?"
„Wen?"
„Will und Elizabeth Turner. Hab sie schon lange nicht mehr besucht, und sie haben Grün-Auge hier noch nie gesehen."
„Nenn mich nicht so!"
„Also gehen wir nach Port Royal?"wollte Anamaria wissen.
„Yep."
„Wie du wünscht, Capt'n."sie nickte und zog sich zurück um dem Steuermann Befehle zu geben.
Harry sah Jack böse an. „Erst erzählst du diese peinliche Geschichte, und jetzt nennst du mich wieder Grün-Auge. Warum tust du das?"
„Welchen Teil davon?"
„Beide."
„Weil's witzig ist und weil ich dir diesen pinke-Haare-Trick von vor ein paar Wochen zurückzahlen will."
„Du bist wirklich nachtragend."
„Überrascht? Ich hab Barbossa zehn Jahre lang verfolgt."
„Verrückt wie ein Hutmacher bist du. Wie lange bis wir in Port Royal sind?"
Jack grinste als die beiden zum Steuer gingen. „Nicht lange, höchstens zwei Tage."
Harry nickte. „Gut, ich will mich mal umschauen, ob die da magische Bücher haben. Und dann muss ich sie wohl stehlen, da ich kein Geld habe."
„Das ist die Einstellung! Wenn wir dich jetzt noch dazu bringen könnten, Rum zu trinken wäre unser Job beendet."
Sie legten die Pearl ausser Sichtweite von Port Royal vor Anker, dann ruderten Jack, Harry, Anamaria und Gibbs ans Ufer. Anamaria und Gibbs gingen ihren eigenen Geschäften nach, während Harry mit Jack ging. Der Pirat führte ihn durch die Stadt, mit seiner üblichen komischen Gangart, die Harry jetzt perfekt imitierte, zu einem grossen Haus auf einem Hügel, von wo aus man die ganze Stadt sehen konnte.
„Die Turners wohnen im Gouverneurs-Anwesen?"Harry hob eine Augenbraue.
„Elizabeths Vater is' der Gouverneur, erinner dich an das Aztekengold."
„Ach ja, diese Geschichte is' noch unwahrscheinlicher als die mit den Schildkröten."Harry grinste.
Jack drehte sich schnell zu ihm um. „Sagst du grade dass ich lüge?"
„Willst du wirklich dass ich das beantworte?"
„Du bist definitiv ein Sparrow, Welpe."Jack verstrubbelte Harrys Haar. Es fiel nun schon bis auf seine Schultern, er benutzte das Stirnband um es aus den Augen zu halten.
„Hey, nicht die Haare!"
Jack grinste und ging weiter. Harry schüttelte den Kopf und folgte ihm. Sie erreichten das grosse Haus ohne Schwierigkeiten, sie mussten sich nur zweimal verstecken weil Rotmäntel vorbeigingen. Dann führte ihn Jack zur Rückseite des Hauses und dem Kücheneingang. Er klopfte zweimal und eine junge Magd öffnete die Tür. Sie kicherte als sie den Piraten sah. Harry rollte mit den Augen und hielt Ausschau während Jack etwas Spass hatte.
„Aber, Mr Sparrow."kicherte die Magd. „Es ist lange Zeit her, seit wir sie hier hatten, Sir."
„Acht Monate, glaube ich, Christine. So, warum gehst du nicht und erzählst Master William und Miss Elizabeth dass ich hier bin?"
Sie kicherte noch mal. „Eine Minute, Mr Sparrow."
„Es heisst Kapitän Sparrow für dich, Liebe, vergiss das nicht."
Die Magd verschwand ins Haus und sie konnten sie wie ein Schulmädchen kichern hören bis sie ausser Hörweite war.
„Nennst du eigentlich alle 'Liebe'?"fragte Harry.
„Nur Mädchen."
„Es ist unmöglich von dir eine direkte Antwort zu kriegen, Jack."murmelte Harry gutgelaunt und drehte sich um, um Ausschau zu halten.
„Was kann ich sagen, es is' der Sparrow-Charme. Ah, Will! Elizabeth!"Jack grinste das Paar an.
„Jack!"Elizabeth lächelte und umarmte den Piraten. „Es ist so gut dich wiederzusehen!"
Will lächelte und schüttelte Jacks Hand. Dann bemerkte er den jungen schwarzhaarigen Mann, der mit dem Rücken zu ihnen stand. „Wer ist das?" fragte Will.
„Ach ja, genau. Grün-Auge!"
Harry wirbelte herum. „Wie oft muss ich es dir sagen, Jack?! Nenn mich nicht so!"
Will und Elizabeth blinzelten, als sie die fast perfekte Kopie von Jack sahen. Aber auf den zweiten Blick konnten sie einige Unterschiede feststellen. Zum Beispiel ihre Augen, Jacks waren braun, und die des Jungen waren von einem einzigartigen grün. Der Junge war auch schmaler als Jack und kleiner. Obwohl Harry die letzten paar Monate stark gewachsen war, war er noch nicht so gross wie Jack.
Er schüttelte den Kopf und wandte sich dem starrenden Paar zu. „Hi, ich bin Harry Potter-Sparrow."Er schüttelte ihre Hände.
„Elizabeth Swann. Bist du Jacks Sohn?"fragte Elizabeth.
„Nein, is' er nicht."Antwortete Jack. „Er is' der Sohn meines Cousins. Und da mein Cousin gerade den tiefen Meeresgrund besucht, pass ich jetzt auf den Jungen auf."
Harry rollte die Augen. „Nett sie kennenzulernen."
„Dich auch."Antwortete Will. „Kommt herein, kommt herein. Ich sage Christine sie soll etwas Tee machen – mit Rum für dich Jack, ich weiss. Und du Harry, was willst du?"
„Wasser wär gut."Antwortete Harry und Jack sah böse drein.
„Er kriegt dasselbe wie ich."
„Ich bin kein Trinker Jack, und ich denke es is' wirklich keine gute Idee in einer Stadt, die persönlich etwas gegen dich hat, zu trinken."
„Wenn du's so siehst wirst du in deinem Leben nie betrunken sein!"
„Und das is' schlecht?"eine schwarze Augenbraue hob sich.
Der Piraten-Kapitän knurrte. „Wenn wir auf die Pearl zurückkommen, werden wir mal ein langes Gespräch übers Trinken führen."
„Du kannst reden, ich werde nicht zuhören."
Will und Elisabeth schmunzelten während sie dem streitenden Paar zuhörten. Da war kein Zweifel mehr, dass Harry Jacks Neffe war. Elizabeth schüttelte den Kopf und befahl der Magd den Tee aufzusetzen. Die vier setzten sich in der Küche hin, da es weder für Jack noch für Harry sicher war, in anderen Teilen des Hauses gesehen zu werden. Beide würden auf drei gefangen und gehängt werden.
„Einige neue Unternehmungen von denen du uns erzählen willst, Jack?"fragte Will.
„Nicht wirklich, wir haben seit Monaten kein Schiff mehr geplündert."
„Warum nicht?"Elizabeth setzte sich neben ihren Mann.
„Wir mussten dem Welpen alles von Grund auf beibringen."
„Hey, so schlecht bin ich nicht!"protestierte Harry.
Jack rollte mit den Augen. „Die ersten paar Tage weigerte er sich sogar es auch nur zu probieren."Erzählte er den beiden.
„Oh?"Elizabeth tönte interessiert. Sie sah Harry an. „Du bist kein Pirat von Geburt an?"
„Nein."
„Seine Mutter war eine Magd in einem recht guten Anwesen."Warf Jack schnell ein. „Er hatte bevor er zu uns kam noch nie das Meer gesehen."
Harry sah ihn böse an. „Du sagst das als ob's was Schlimmes wär."
„Isses!"meinte der Pirat.
Elizabeth kicherte und zog die Aufmerksamkeit auf sich. „Ihr beiden seid wirklich unmöglich."
„Das ist der Sparrow-Charme."sagten sie gleichzeitig, in der genau gleichen undeutlichen Sprechweise.
„Völlig unmöglich."stimmte ihr Will lächelnd zu. Er nahm den Tee, den ihm die Magd hinhielt und blies darüber bevor er einen Schluck nahm.
„Hier was Neues? fragte Jack und sah das Paar an.
Elizabeth wurde rot und legte eine Hand auf ihren Bauch. Jack verstand nicht, aber Harry verstand, sprang auf und schüttelte vorsichtig ihre Hand. „Das is' grossartig! Gratuliere! Wie lange schon?"
„Zwei Monate."
Was is' hier los? Was redest du da, Junge?"fragte Jack, und blinzelte verwirrt.
„Dafür dass du so gewitzt bist, biste manchmal wirklich langsam. Sie is' schwanger!"
Jacks Augenbrauen verschwanden unter seinem Stirnband. „Schwanger?! Warum haste das nicht gleich gesagt?! Gratuliere euch beiden! Und Will, das war verdammt noch mal langsam Zeit."Dafür schlug ihm Elizabeth auf den Arm.
„Sei ruhig, du!"sie lächelte.
„Passt auf, ihr beiden."Sagte Elizabeth und gab Harry ein Bündel. „Hier, da sind einige von Wills alten Kleidern, die er nicht mehr braucht, und es wäre schade sie wegzuwerfen."
„Danke dir!"Harry grinste. „Du wirst eine wunderbare Mutter abgeben, weisst du das?"
Elizabeth schien bei diesen Worten zu leuchten und Will lächelte stolz. Jack blinzelte verwirrt, er verstand nicht wie eine so kleine Bemerkung die beiden werdenden Eltern so glücklich machen konnte, aber dann zuckte er nur die Schultern. So weit das ihn betraf, besass Harry einfach den Sparrow- Charme und wusste ihn gut einzusetzen.
„Also, Kollegen, es ist Zeit für uns zu-„
Er wurde unterbrochen als ein Rotmantel um die Ecke kam und sie sah. „Hey ihr! WACHEN, ES IST JACK SPARROW UND SEIN SOHN!!!!! SIE GREIFEN MR UND MRS TURNER AN!!!!!!
„-gehen."endete Jack. „Komm Junge!"
Harry grinste die Turners ein letztes Mal an und rannte hinter Jack her. Sie rannten um das Haus, wichen Schüssen aus und hielten dann abrupt an. Norrington und etwa zwanzig Rotmäntel kamen den Weg zum Haus hinaufgerannt. Harry und Jack tauschten einen Blick, dann rannten sie geradewegs vor dem Haus vorbei, genau in Sicht von Norrington, und zur anderen Seite, wo ein steiler Hang mit Palmen zur Stadt hinunterführte.
„SPARROW!!!"brüllte Norrington und rannte hinter ihnen her.
Während sie rannten drehte sich Harry zu Jack. „Dein Sohn?"wiederholte er, sein englischer Akzent jetzt deutlich hörbar.
„Du siehst aus wie wenn du's sein könntest. Ausserdem würd's mir nichts ausmachen."Grinste Jack. Beide hielten an, als sie den Rand erreichten und sahen sich an. Es war steiler als sie gedacht hatten, aber was sollten sie sonst tun? „Bereit für eine holprige Fahrt?"
Harry grinste und wollte gerade antworten, als er einen Schuss losgehen hörte, einen scharfen Schmerz im Knie spürte und schrie. Es brannte wie die Hölle. Er stolperte und fiel auf Jack, ihn die Klippe hinabstossend. Er lag am Boden am Rand und sah sich sein Knie an. Die Kugel hatte nur eine Fleischwunde gemacht, aber es tat trotzdem tierisch weh. Er hievte sich auf alle viere und wollte sich gerade über den Rand werfen, als er ein Schwert an seiner Kehle spürte. Er sah daran auf bis er einen Arm sah, folgte dann dem Arm bis er in Kommodore Norringtons Augen sah. Der Mann grinste über den Erfolg.
„Gut, gut, gut, was haben wir denn da? Jack Sparrow jr."Er grinste. „Behaltet eure Waffen auf ihn gerichtet, Männer. Gillette, hol Eisen."
Harry wurde auf seine Füsse gezogen und zuckte als er auf das verletzte Bein treten musste. Zwei Rotmäntel hielten ihn, während ein anderer – Gillette nahm er an – Ketten um seine Handgelenke legte. Dann wurde er ohne Gnade weitergezogen. Er sah Elizabeths geschocktes Gesicht in einem der Fenster und im nächsten sah er Will sehr besorgt dreinschauend. Was er nicht sehen konnte, war der Kopf der über dem Rand der Klippe auftauchte und ihrem Weg mit zusammengekniffenen Augen folgte.
Jack war stinksauer, und das war für niemanden gut. Schaut euch nur an was mit Barbossa passiert war. Er knurrte als er zusah wie Harry weggezogen wurde, ohne dass jemand auf seine Wunde acht gab, dann liess er den Rand los und ging schnell in die Stadt. Er fand Anamaria und Gibbs und sie ruderten zurück zur Pearl um auf die Dunkelheit zu warten, bevor sie losgingen um Harry zu retten.
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Ich weiss, ein kleiner Cliffhanger, aber ich kann nichts machen. Es geht aber bald weiter. Bitte reviewen, das macht mich glücklich.
